Regionaljets erkennen: CRJ, E-Jet, A220, Avro RJ und Fokker im Vergleich

Kleine Jets, große Verwechslungsgefahr: CRJ, Embraer E-Jet, Airbus A220, Avro RJ und Fokker 100 sehen auf Distanz ähnlich aus. Mit drei Fragen – wo hängen die Triebwerke, wie viele sind es, wo sitzt der Flügel – ordnest du jeden Regionaljet sicher ein.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Erst die Triebwerkslage prüfen: Am Heck sitzen die Triebwerke bei CRJ, Fokker 70/100 und Embraer ERJ, unter den Flügeln bei E-Jet und A220.
  • Vier Triebwerke und Schulterdecker: Das ist die BAe 146 beziehungsweise Avro RJ – der einzige Regionaljet mit hoch angesetztem Flügel und vier Motoren.
  • CRJ oder Fokker: Beide haben Hecktriebwerke und T-Leitwerk. Der CRJ ist schlanker und vierreihig, die Fokker hat einen breiteren Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe und eine aufklappbare Heckspitze als Luftbremse.
  • E-Jet oder A220: Der A220 hat einen breiteren Rumpf, sehr große Getriebefan-Triebwerke, auffällig große Fenster und keine Winglets. Klassische E-Jets tragen kleine Winglets.
  • Stand Oktober 2026: E-Jet und A220 sind in Europa allgegenwärtig, der CRJ wird seltener, Avro RJ und Fokker 70/100 siehst du in Europa kaum noch.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort: drei Fragen
  2. 2.Die Familien im Überblick
  3. 3.Bombardier CRJ: der schlanke Hecktriebwerkler
  4. 4.Embraer E-Jet und E2: Flügeltriebwerke im schmalen Rumpf
  5. 5.Airbus A220: der breite Regionaljet
  6. 6.BAe 146 und Avro RJ: der Vierstrahler-Schulterdecker
  7. 7.Fokker 70 und 100: die breiten Hecktriebwerkler
  8. 8.Weitere Regionaljets, die dir begegnen können
  9. 9.Wo du Regionaljets am besten siehst
  10. 10.Typische Fehler
  11. 11.Fazit

Ein kleiner Jet schwebt auf die Piste ein, zwei Triebwerke, kurzer Rumpf, irgendeine Regionalairline. Ist das ein CRJ? Ein Embraer? Vielleicht ein A220? Gerade bei Regionaljets liegen viele Spotter daneben, weil die Flugzeuge klein sind, oft schnell vorbeiziehen und sich auf den ersten Blick ähneln. Dabei trennen dich nur drei Fragen von der richtigen Antwort. Dieser Guide zeigt dir, wie du CRJ, Embraer E-Jet, Airbus A220, Avro RJ und Fokker 70/100 sicher unterscheidest – und welche Verwechslungen am häufigsten passieren.

Jeden Regionaljet mit Typ und Kennzeichen festhalten

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Die kurze Antwort: drei Fragen

Bevor du dich mit Fensterreihen und Rumpflängen beschäftigst, beantworte diese drei Fragen – in genau dieser Reihenfolge:

  1. Wie viele Triebwerke? Vier bedeuten BAe 146 oder Avro RJ. Fertig.
  2. Wo sitzen die Triebwerke? Am Heck: CRJ, Fokker 70/100 oder Embraer ERJ. Unter den Flügeln: Embraer E-Jet, E2 oder Airbus A220.
  3. Wie breit wirkt der Rumpf? Schlank und vierreihig spricht für CRJ oder E-Jet, breiter und fünfreihig für Fokker oder A220.

Mit diesen drei Antworten landest du fast immer bei der richtigen Familie. Die genaue Variante – etwa CRJ700 gegen CRJ900 – klärst du danach über die Länge.

5große Regionaljet-Familien, die du in Europa antriffst oder angetroffen hast
2Grundbauweisen: Hecktriebwerke mit T-Leitwerk oder Flügeltriebwerke
4Triebwerke hat nur ein Regionaljet: BAe 146 / Avro RJ

Die Familien im Überblick

Merkmal CRJ E-Jet / E2 A220 BAe 146 / Avro RJ Fokker 70/100
Triebwerke 2, am Heck 2, unter den Flügeln 2, unter den Flügeln 4, unter den Flügeln 2, am Heck
Flügel Tiefdecker Tiefdecker Tiefdecker Schulterdecker Tiefdecker
Leitwerk T-Leitwerk konventionell konventionell T-Leitwerk T-Leitwerk
Sitze pro Reihe 4 (2-2) 4 (2-2) 5 (2-3) 5 bis 6 5 (2-3)
Flügelspitzen Winglets Winglets (E1), ohne Winglet (E2) ohne Winglet ohne Winglet ohne Winglet
ICAO-Codes CRJ1 bis CRJX E170 bis E295 BCS1, BCS3 B461 bis RJ1H F70, F100

Bombardier CRJ: der schlanke Hecktriebwerkler

Der CRJ stammt von Canadair beziehungsweise Bombardier und ist aus dem Geschäftsreisejet Challenger hervorgegangen. Das sieht man ihm an: ein sehr schlanker Rumpf mit vier Sitzen pro Reihe, zwei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und gepfeilte Tragflächen mit kleinen Winglets. Die Fenster sind vergleichsweise klein.

Der erste CRJ flog am 10. Mai 1991, Erstkunde war 1992 die Lufthansa CityLine. Später kam die gestreckte Familie CRJ700, CRJ900 und CRJ1000 hinzu. 2020 übernahm Mitsubishi das CRJ-Programm, die letzte Maschine – ein CRJ900 für SkyWest – wurde im Februar 2021 ausgeliefert.

CRJ200 gegen CRJ700, 900 und 1000

  • CRJ100/200 (CRJ1, CRJ2): rund 26,8 m lang, sehr kurz und gedrungen, rund 50 Sitze. Die Flügelvorderkante ist glatt, ohne Vorflügel.
  • CRJ700 (CRJ7): rund 32,3 m, etwas breiterer Rumpf, neuer Flügel mit Vorflügeln und größeres Höhenleitwerk.
  • CRJ900 (CRJ9): rund 36,2 m, die häufigste moderne Version in Europa.
  • CRJ1000 (CRJX): rund 39,1 m, der längste CRJ. Er wirkt fast überzogen lang im Verhältnis zum kleinen Querschnitt.

Gerade CRJ900 und CRJ1000 sehen sich sehr ähnlich. Auf Distanz hilft die Länge im Vergleich zum Flügel: Beim CRJ1000 steht der Flügel optisch weiter vom Bug entfernt. Sicher wird es über das Kennzeichen oder den Typcode.

CRJ oder Embraer ERJ145?

Die kleinen Embraer ERJ haben ebenfalls Hecktriebwerke und T-Leitwerk. Der ERJ145 hat aber eine lange, spitz zulaufende Nase, einen noch schmaleren Rumpf mit drei Sitzen pro Reihe und Flügel ohne Winglets. Der CRJ200 wirkt dagegen stumpfer und kompakter.

Embraer E-Jet und E2: Flügeltriebwerke im schmalen Rumpf

Die E-Jets von Embraer sind heute die häufigsten Regionaljets in Europa. Anders als der CRJ tragen sie ihre Triebwerke unter den Flügeln und haben ein konventionelles Leitwerk. Der Rumpf hat einen sogenannten Double-Bubble-Querschnitt mit vier Sitzen pro Reihe, also 2-2. Der Prototyp flog am 19. Februar 2002, den ersten Linienflug machte LOT im März 2004 mit der E170.

Die vier E1-Längen

Variante Länge ICAO-Code
E170 29,90 m E170
E175 31,67 m E75S / E75L
E190 36,25 m E190
E195 38,66 m E195

E170 und E175 nutzen das kleinere GE CF34-8E, E190 und E195 das größere CF34-10E – und auch der Flügel ist bei den großen Versionen größer. Die E175 bekam ab 2014 zudem größere, stärker abgewinkelte Winglets.

So erkennst du die E2-Generation

Die zweite Generation erkennst du an drei Dingen: sehr große Pratt-&-Whitney-Getriebefans, ein sichtbar höheres Fahrwerk (bei der E190-E2 rund 51 cm höher als bei der E1) und Flügel ohne Winglets, die stattdessen in einer schräg nach hinten gezogenen Spitze enden. Die E190-E2 ging im April 2018 bei Widerøe in Dienst, die E195-E2 ist mit 41,51 m deutlich länger als die E195 und fliegt in Europa unter anderem bei KLM Cityhopper, Helvetic Airways und Binter Canarias. Alle Details zu den einzelnen Embraer-Versionen findest du im Guide Embraer E-Jets unterscheiden.

Seltene Regionaljets nicht verpassen

Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachteter Typ, eine Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen im Anflug auf deinen Flughafen ist – ideal für den letzten CRJ oder einen Avro RJ auf Durchreise. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Airbus A220: der breite Regionaljet

Der A220 ist eigentlich eine Bombardier-Konstruktion: Als CSeries flog er am 16. September 2013 zum ersten Mal, im Juli 2016 ging die CS100 bei Swiss in Dienst. 2018 übernahm Airbus die Mehrheit und taufte die Familie in A220 um. Deshalb lauten die ICAO-Typcodes bis heute BCS1 und BCS3.

Der A220 ist größer als die meisten Regionaljets und liegt mit bis zu rund 160 Sitzen schon nahe an der A319. Typische Merkmale:

  • Fünf Sitze pro Reihe (2-3) – der Rumpf wirkt deutlich runder und breiter als bei E-Jet oder CRJ.
  • Sehr große Pratt & Whitney PW1500G unter den Flügeln, die im Verhältnis zum Rumpf fast überdimensioniert wirken.
  • Große Fenster, größer als bei der A320, mit gut erkennbaren Abständen.
  • Flügelspitzen ohne Winglet, die Tragfläche läuft schlank aus.
  • Spitz zulaufender Heckkonus und eine flach abfallende Nase mit großen Cockpitfenstern.

Die beiden Versionen trennst du über die Länge: Der A220-100 misst 35,0 m, der A220-300 38,7 m. Beim -300 sitzen deutlich mehr Fenster vor dem Flügel. Den -300 siehst du in Europa besonders häufig bei airBaltic, die im Dezember 2016 der erste Betreiber dieser Version war und eine reine A220-300-Flotte betreibt.

E195-E2 oder A220-300?

Diese Verwechslung ist die modernste und die schwierigste: Beide gehören zur gleichen Größenklasse, beide haben große Getriebefans und keine Winglets. Achte auf den Rumpfquerschnitt (A220 breiter, rundlicher), die Fenster (A220 größer) und das Fahrwerk (bei der E2 auffällig hoch).

BAe 146 und Avro RJ: der Vierstrahler-Schulterdecker

Kein anderer Regionaljet sieht so aus wie die BAe 146 und ihre Weiterentwicklung, der Avro RJ von British Aerospace (heute BAE Systems). Die Merkmale sind unverwechselbar:

  • Vier kleine Triebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel (Schulterdecker).
  • T-Leitwerk und eine Heck-Luftbremse: Die Heckspitze klappt bei der Landung in zwei Hälften auseinander. Schubumkehrer gibt es nicht.
  • Der Rumpf hängt sehr tief am Boden, das Fahrwerk ist in Rumpfgondeln untergebracht.

Die BAe 146 flog am 3. September 1981 zum ersten Mal und ging 1983 bei Dan-Air in Dienst. Ab den 1990er-Jahren folgte der Avro RJ mit modernerem Cockpit und Honeywell-LF507-Triebwerken statt der älteren ALF 502. Die Produktion endete Anfang der 2000er-Jahre.

BAe 146 Avro RJ Länge ICAO-Codes
146-100 RJ70 26,19 m B461 / RJ70
146-200 RJ85 28,55 m B462 / RJ85
146-300 RJ100 30,99 m B463 / RJ1H

Äußerlich sind 146 und RJ der gleichen Länge kaum zu trennen. Hinweise geben Triebwerksgondeln und Cockpitausstattung, sicher wird es aber erst über Kennzeichen und Typcode.

Heute ist der Typ in Europa fast verschwunden. In Nordamerika und Australien fliegen BAe 146 und Avro RJ85 dagegen noch als Löschflugzeuge und bei kleineren Betreibern. Früher prägten sie Flughäfen wie London City, wo etwa CityJet lange BAe 146 und RJ85 einsetzte.

Achtung, Verwechslung mit Turboprops

Ein Schulterdecker mit T-Leitwerk erinnert auf große Distanz manchmal an Turboprops wie die Dash 8. Der Unterschied: Die 146 hat vier Strahltriebwerke ohne Propeller. Wie du Turboprops untereinander trennst, steht im Guide ATR und Dash 8 unterscheiden.

Fokker 70 und 100: die breiten Hecktriebwerkler

Die Fokker 100 ist der große Bruder des CRJ, zumindest auf den ersten Blick: zwei Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, Tiefdecker. Genauer hingeschaut unterscheidet sie sich deutlich:

  • Breiterer Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe (2-3) – die Fokker wirkt viel bauchiger als ein CRJ.
  • Heckspitze als Luftbremse: Wie bei ihrer Vorgängerin, der Fokker F28, spreizt sich der Heckkonus bei der Landung seitlich auf.
  • Keine Winglets, gerade Flügelspitzen.
  • Rolls-Royce-Tay-Triebwerke mit kompakten, langen Gondeln.

Die Fokker 100 flog am 30. November 1986, Erstkunde war 1988 Swissair. Die kürzere Fokker 70 folgte 1993; ihr Rumpf ist rund 4,6 m kürzer als der der 100 (35,53 m). Nach der Insolvenz von Fokker im März 1996 lief die Produktion aus, insgesamt entstanden 283 Fokker 100 plus Prototypen.

In Europa siehst du die Fokker heute kaum noch. Größter Betreiber ist die australische Alliance Airlines, dazu fliegen einige Exemplare im Iran und bei Regierungsflugstaffeln. Wenn dir in Europa eine Fokker begegnet, lohnt sich ein Foto auf jeden Fall.

CRJ900 oder Fokker 100?

Beide sind rund 36 Meter lang, beide haben Hecktriebwerke. Die Unterschiede: Der CRJ900 ist schlanker, hat Winglets, kleine Fenster und eine spitzere Nase. Die Fokker 100 hat einen dicken Rumpf, keine Winglets, eine stumpfere Nase und die zweiteilige Heckspitze.

Weitere Regionaljets, die dir begegnen können

Neben den fünf großen Familien gibt es ein paar Exoten:

  • Suchoi Superjet 100: Flügeltriebwerke, konventionelles Leitwerk, fünf Sitze pro Reihe – optisch zwischen E-Jet und A220. In der EU praktisch nicht mehr anzutreffen.
  • Dornier 328JET: Schulterdecker mit zwei Strahltriebwerken unter den Flügeln und T-Leitwerk, abgeleitet vom Turboprop Dornier 328.
  • Comac ARJ21: Hecktriebwerke und T-Leitwerk, ähnlich einer MD-80 im Kleinformat, fliegt fast nur in China.
  • Embraer ERJ135/140/145: Die kleinsten Hecktriebwerkler mit drei Sitzen pro Reihe, vor allem in Nord- und Südamerika verbreitet.

Welcher Regionaljet steht vor dir?

Drei schnelle Fragen – am Ende bekommst du eine Einschätzung, zu welcher Familie dein Flieger gehört.

Einschätzung

Bombardier CRJ

Sehr kurz: CRJ200. Mittel: CRJ700. Lang: CRJ900, extrem lang: CRJ1000. Typcode zum Gegenchecken: CRJ2 bis CRJX.

Einschätzung

Embraer E-Jet

Mit Winglets eine E1 (E170 bis E195), ohne Winglets und mit sehr großen Triebwerken eine E2. Die Länge zeigt dir die Variante.

Einschätzung

Airbus A220

Kürzer mit wenigen Fenstern vor dem Flügel: A220-100 (BCS1). Länger: A220-300 (BCS3). Prüf bei Unsicherheit das Fahrwerk, um eine E195-E2 auszuschließen.

Einschätzung

BAe 146 oder Avro RJ

Die Länge zeigt -100/RJ70, -200/RJ85 oder -300/RJ100. Ein seltener Fang – unbedingt festhalten.

Einschätzung

Fokker 70 oder 100

Kurz: Fokker 70, lang: Fokker 100. In Europa eine echte Rarität.

Wo du Regionaljets am besten siehst

Regionaljets fliegen vor allem Zubringer- und Städteverbindungen. Gute Chancen hast du an Flughäfen mit vielen Regionalairlines: An der Polderbaan in Schiphol siehst du die Embraer-Flotte von KLM Cityhopper, in Zürich von der Zuschauerterrasse B A220 von Swiss und E-Jets von Helvetic. In Kopenhagen landen die CRJ900 von CityJet im Auftrag von SAS – ein guter Platz dafür ist die Flyvergrillen. Auch kleinere Plätze lohnen sich, wie der Ratgeber Spotting an Regionalflughäfen zeigt.

In Deutschland ist der CRJ seltener geworden, seit die Lufthansa CityLine ihren Flugbetrieb im April 2026 eingestellt hat. Stand Oktober 2026 dominieren hier E-Jets von Air Dolomiti, Helvetic und KLM Cityhopper sowie A220 von Swiss und airBaltic. Einen Überblick über die Betreiber gibt der Artikel Regionalairlines in Europa.

Typische Fehler

  • Nur auf die Größe achten: Ein A220-300 ist mit 38,7 m sogar länger als eine A319. Größe allein sagt wenig – Triebwerkslage und Rumpfbreite schon.
  • CRJ und ERJ verwechseln: Beide haben Hecktriebwerke. Nase und Rumpfbreite entscheiden.
  • E2 für A220 halten: Auf hohes Fahrwerk und Fenstergröße achten.
  • Jede Heck-Luftbremse für eine Fokker halten: Auch die BAe 146 klappt ihr Heck auf – sie hat aber vier Triebwerke.

1. Triebwerke zählen

Vier Triebwerke unter einem hohen Flügel: BAe 146 oder Avro RJ. Sonst weiter mit Schritt 2.

2. Triebwerkslage prüfen

Heck: CRJ, Fokker oder ERJ. Flügel: E-Jet oder A220.

3. Rumpfbreite und Flügelspitzen

Schlank mit Winglets: CRJ oder E1. Breit ohne Winglets: Fokker oder A220.

4. Länge einordnen

Innerhalb der Familie zeigt die Länge die Variante – etwa CRJ700 gegen CRJ900 oder E190 gegen E195.

5. Typcode gegenchecken

Der ICAO-Code in einer Flugtracking-App bestätigt deine Einschätzung. Über das Kennzeichen findest du die genaue Maschine.

Wie du eine Maschine über ihre Registrierung nachverfolgst, zeigt der Guide Ein Flugzeug per Kennzeichen finden. Und wenn du Triebwerke generell besser lesen willst, hilft der Artikel Triebwerke erkennen.

Kannst du Regionaljets sicher trennen?

Hak ab, was du schon sicher beherrschst – am Ende siehst du, ob du bereit für den nächsten Spotting-Tag bist.

  • Ich erkenne Hecktriebwerke und Flügeltriebwerke auch auf Distanz.
  • Ich unterscheide CRJ und Fokker über Rumpfbreite und Heck.
  • Ich trenne A220 und E195-E2 über Fenster und Fahrwerk.
  • Ich erkenne die BAe 146 sofort an vier Triebwerken und hohem Flügel.
  • Ich kenne die wichtigsten Typcodes von CRJ9 bis BCS3.

Regionaljets sammeln, Spots finden

Setz Avro RJ, Fokker 100 oder CRJ1000 auf deine Wunschliste, finde auf der Spot-Karte Standorte mit bestem Licht und teile deine Fotos mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Regionaljets wirken auf den ersten Blick austauschbar, folgen aber zwei klaren Bauprinzipien: Hecktriebwerke mit T-Leitwerk bei CRJ, Fokker und ERJ, Flügeltriebwerke mit normalem Leitwerk bei E-Jet und A220. Die BAe 146 und der Avro RJ stehen mit vier Triebwerken und hohem Flügel für sich. Wer zuerst Triebwerke, dann Rumpfbreite und Flügelspitzen prüft, liegt fast immer richtig. Die Länge verrät danach die Variante. Wenn du gerade erst einsteigst, hilft dir der Leitfaden Flugzeugtypen erkennen für Anfänger beim Grundwissen.

Kurzfazit

Vier Triebwerke und hoher Flügel: Avro RJ. Hecktriebwerke und schlanker Rumpf: CRJ, breiter Rumpf: Fokker. Flügeltriebwerke und schlanker Rumpf: E-Jet, breiter Rumpf mit großen Fenstern: A220.

Zusammenfassung

  • Regionaljets sind Strahlflugzeuge mit meist 50 bis rund 150 Sitzen. Die fünf wichtigsten Familien unterscheiden sich deutlich in Triebwerkslage, Triebwerkszahl, Flügelposition und Leitwerk.
  • Hecktriebwerke mit T-Leitwerk haben CRJ, Fokker 70/100 und die kleinen Embraer ERJ. Flügeltriebwerke mit normalem Leitwerk haben Embraer E-Jet, E2 und Airbus A220.
  • Die BAe 146 und ihr Nachfolger Avro RJ fallen völlig aus dem Raster: Schulterdecker, vier Triebwerke, T-Leitwerk und eine Heck-Luftbremse.
  • Innerhalb jeder Familie entscheidet die Rumpflänge über die Variante. Den ICAO-Typcode aus einer Flugtracking-App nutzt du zum Gegenchecken.

Häufige Fragen

Was ist der schnellste Weg, Regionaljets zu unterscheiden?

Schau zuerst, wo die Triebwerke sitzen. Hängen sie unter den Flügeln, ist es ein Embraer E-Jet oder ein Airbus A220. Sitzen sie am Heck, kommen CRJ, Fokker 70/100 oder Embraer ERJ infrage. Vier Triebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel bedeuten BAe 146 oder Avro RJ.

Wie unterscheide ich einen CRJ900 von einem Fokker 100?

Am Rumpfquerschnitt und am Heck. Der CRJ900 hat einen schlanken Rumpf mit vier Sitzen pro Reihe und kleine Fenster. Die Fokker 100 ist dicker, hat fünf Sitze pro Reihe und eine Heckspitze, die sich bei der Landung als Luftbremse seitlich aufspreizt. Die Fokker trägt außerdem keine Winglets, der CRJ schon.

Wie erkenne ich einen Airbus A220 im Vergleich zum Embraer E190?

Der A220 hat einen merklich breiteren Rumpf (fünf statt vier Sitze pro Reihe), sehr große Pratt-&-Whitney-Triebwerke und große, fast quadratische Fenster. Die Flügelspitzen enden ohne Winglet. Der klassische E190 trägt kleine, nach oben gebogene Winglets und hat schlankere GE-Triebwerke.

Welche ICAO-Typcodes haben die wichtigsten Regionaljets?

CRJ: CRJ1, CRJ2, CRJ7, CRJ9, CRJX. Embraer E-Jet: E170, E75S/E75L, E190, E195, E2: E290, E295. Airbus A220: BCS1, BCS3. BAe 146 und Avro RJ: B461, B462, B463, RJ70, RJ85, RJ1H. Fokker: F70, F100.

Warum heißt der Airbus A220 im Typcode BCS1 und BCS3?

Weil der A220 ursprünglich als Bombardier CSeries entwickelt wurde. Der Erstflug fand am 16. September 2013 statt, 2018 übernahm Airbus die Mehrheit am Programm und benannte die CS100 und CS300 im Juli 2018 in A220-100 und A220-300 um. Die Typcodes blieben.

Wo sehe ich in Europa noch einen Avro RJ oder eine Fokker 100?

Kaum noch, Stand Oktober 2026. Die großen europäischen Betreiber haben beide Typen längst ausgemustert. Fokker 70 und 100 fliegen in nennenswerter Zahl vor allem in Australien, BAe 146 und Avro RJ dort und in Nordamerika auch als Löschflugzeuge. Wer sie in Europa sucht, findet sie meist nur noch als Einzelstücke oder im Museum.

Ist der Embraer ERJ145 ein CRJ?

Nein, aber er wird oft verwechselt. Beide haben Hecktriebwerke und T-Leitwerk. Der ERJ145 hat jedoch eine lange, spitze Nase, einen sehr schmalen Rumpf mit drei Sitzen pro Reihe und kaum gepfeilte Flügel ohne Winglets. Der CRJ hat eine kürzere Nase, vier Sitze pro Reihe und Winglets.

PT

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