Bombardier CRJ700

Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.

Auch bekannt als: CRJ-700 · CL-600-2C10 · Canadair Regional Jet 700 · CRJ701 · CRJ702 · CRJ700 NextGen

KanadaBombardierRegionaljetsICAO-Typcode: CRJ712 Min. Lesezeit

CRJ7

ICAO-Typcode

1999

Erstflug

32,5 m

Länge

~70

Sitze typisch

Das Wichtigste in Kürze

  • Der CRJ700 ist das Basismodell der gestreckten CRJ-Familie: Regionaljet mit Hecktriebwerken, T-Leitwerk und meist um die 70 Sitzen.
  • Zum CRJ900 fehlen ihm knapp vier Meter Rumpf – rund 32,5 statt 36,2 Meter. Im Tracking steht er als CRJ7, der große Bruder als CRJ9.
  • Vom älteren CRJ200 trennt ihn der Flügel: Der CRJ700 hat Vorflügel an der Vorderkante, der CRJ200 nicht – und ist mit rund 27 Metern deutlich kürzer.
  • In Deutschland ist der CRJ700 historisch: Lufthansa CityLine flog ihn bis März 2015, die letzte Rotation ging von München nach Luxemburg.
  • Heute fliegt er vor allem in den USA – bei PSA Airlines und SkyWest für American Eagle sowie bei Endeavor Air und SkyWest für Delta Connection.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der Bombardier CRJ700?
  2. 2.So erkennst du einen CRJ700
  3. 3.CRJ700 oder CRJ900? Der direkte Vergleich
  4. 4.CRJ200, CRJ550 und die Versionen des CRJ700
  5. 5.CRJ700, Embraer E175 oder Fokker 70?
  6. 6.Der CRJ700 in Europa und bei Lufthansa CityLine
  7. 7.Wo du den CRJ700 heute siehst
  8. 8.Der CRJ700 und der Unfall von Washington
  9. 9.Spotting-Tipps für den CRJ700
  10. 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerBombardier (Kanada), Programm seit 2020 bei Mitsubishi Heavy Industries
FamilieCRJ700-Serie (CRJ550, CRJ700, CRJ900, CRJ1000)
ICAO-TypcodeCRJ7
MusterbezeichnungCL-600-2C10 (Canadair Regional Jet)
ProgrammstartJanuar 1997
Erstflug27. Mai 1999
Indienststellung2001 (Brit Air, Frankreich)
Triebwerke2 × General Electric CF34-8C1, bei späteren Maschinen CF34-8C5, am Heck
Längerund 32,5 m
Spannweiterund 23,2 m
Höherund 7,6 m
Kabinevier Sitze pro Reihe (2+2), ein Mittelgang
Sitzplätzeje nach Version rund 68 bis 78
Max. Startgewichtrund 33 bis 34 t (Standard- bzw. ER-Version)
Dienstgipfelhöhe41.000 Fuß

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Zwei Triebwerke am Heck, seitlich am Rumpf – unter den Flügeln hängt nichts
  • T-Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse
  • Schlanker Rumpf, der dicht über dem Boden liegt – aber sichtbar kürzer und gedrungener als beim CRJ900
  • Kurze Flügel mit Vorflügeln an der Vorderkante und kleinen, schräg nach oben stehenden Winglets
  • Lange, spitz zulaufende Nase und relativ kleine Kabinenfenster
  • Hauptfahrwerk mit zwei Rädern pro Bein, das unter dem Rumpf eingezogen wird

Aktualisiert: Oktober 2026 – Triebwerke am Heck, das Höhenleitwerk oben auf der Flosse, ein schmaler Rumpf, der fast über den Asphalt schrammt: Das Grundbild der CRJ-Familie erkennst du schnell. Schwieriger wird es bei der Frage, welcher CRJ gerade vor dir rollt. Der CRJ700 ist das kürzeste Mitglied der gestreckten 700er-Serie und wird im Feld oft mit dem CRJ900 verwechselt. Hier erfährst du, woran du ihn erkennst, was hinter CRJ701, CRJ702 und CRJ550 steckt und wo du den rund 70-Sitzer heute noch vor die Linse bekommst.

CRJ7 im Hangar abhaken

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Was ist der Bombardier CRJ700?

Der CRJ700 ist der Startpunkt der CRJ700-Serie von Bombardier. Das Kürzel CRJ steht für Canadair Regional Jet – die Wurzeln liegen beim kanadischen Hersteller Canadair, dessen Businessjet Challenger die Basis des ersten CRJ bildete. Ende der 1990er-Jahre wollten die Airlines mehr Platz als die 50 Sitze des CRJ100/200. Bombardier arbeitete deshalb ab Mitte der 1990er an einer gestreckten Version, damals noch unter dem Projektnamen CRJ-X. Offiziell gestartet wurde das Programm im Januar 1997.

Der CRJ700 ist dabei weit mehr als ein verlängerter CRJ200. Bombardier hat den Rumpf gestreckt und leicht verbreitert, den Kabinenboden abgesenkt, einen neuen Flügel mit Vorflügeln an der Vorderkante entwickelt und das Höhenleitwerk vergrößert. Von der Struktur des CRJ200 blieb nur ein kleiner Teil übrig. Der Prototyp hob am 27. Mai 1999 zum Erstflug ab.

Erster Betreiber war die französische Brit Air, eine Regionalgesellschaft im Umfeld von Air France, die den Typ 2001 in den Liniendienst brachte. Angetrieben wird der CRJ700 von zwei CF34-8C1 von General Electric, spätere Maschinen erhielten die leistungsgesteigerte Variante CF34-8C5. Die Dienstgipfelhöhe liegt bei 41.000 Fuß, die typische Reisegeschwindigkeit bei rund Mach 0,77.

Auf dem CRJ700 baut die gesamte Familie auf: der CRJ900 mit bis zu 90 Sitzen (Erstflug 2001), der CRJ1000 mit gut 100 Plätzen (Erstflug 2008) und der CRJ550 als 50-Sitzer. 2008 bekam auch der CRJ700 das NextGen-Paket mit überarbeiteter Kabine und effizienteren Details, Erstkunde dafür war SkyWest Airlines.

Im Juni 2019 kündigte Bombardier den Verkauf des CRJ-Programms an Mitsubishi Heavy Industries an, der Deal wurde am 1. Juni 2020 abgeschlossen. Danach wurden nur noch die offenen Bestellungen gebaut, die letzte Auslieferung der Familie war ein CRJ900 im Februar 2021. Bis Anfang 2021 hatte die Familie rund 330 CRJ700 und CRJ550 ausgeliefert. Mitsubishis eigenes Regionaljet-Projekt, der SpaceJet, ging nie in Serie.

CRJ7ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
32,5 mRumpflänge – knapp vier Meter weniger als beim CRJ900
1999Erstflug des Prototyps am 27. Mai

So erkennst du einen CRJ700

Die Familienzugehörigkeit klärst du mit drei Blicken. Danach geht es um die Länge – und die ist beim CRJ700 das entscheidende Detail.

Triebwerke am Heck

Sind die Flügel „leer“ und die Triebwerke hängen seitlich am Rumpfende, scheiden A220, E-Jets, A320-Familie und Boeing 737 sofort aus.

T-Leitwerk und Vorflügel

Das Höhenleitwerk sitzt oben auf der Seitenflosse. Siehst du dazu Vorflügel an der Flügelvorderkante, ist es ein CRJ der 700er-Serie – kein CRJ200.

Proportionen einschätzen

Der CRJ700 wirkt schlank, aber nicht so extrem gestreckt wie der CRJ900. Die Nase vor dem Flügel ist kürzer, das Gesamtbild kompakter.

Ein brauchbarer Anhaltspunkt ist die Zahl der Fenster vor dem Flügel: Beim CRJ900 reiht sich vor der Flügelwurzel sichtbar mehr Kabine als beim CRJ700. Ohne direkten Vergleich bleibt das trotzdem Übungssache. Wie du Typen grundsätzlich systematisch bestimmst, zeigt der Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger, einen Überblick über alle kleinen Jets bietet Regionaljets erkennen.

Praxis-Tipp: Kennzeichen schlägt Bauchgefühl

Zwischen CRJ700 und CRJ900 liegen nur knapp vier Meter. Fotografier das Kennzeichen am Rumpfheck immer mit und gleich es in einer Datenbank ab. Wie Registrierungen aufgebaut sind, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

CRJ700 oder CRJ900? Der direkte Vergleich

Diese Frage ist der Kern jeder CRJ-Bestimmung. Beide teilen Cockpit, Leitwerksform, Triebwerksanordnung und Grundflügel. Der CRJ900 hat aber nicht nur einen längeren Rumpf, sondern auch einen etwas größeren Flügel mit zusätzlichen Vorflügeln und ein größeres Höhenleitwerk.

Merkmal CRJ700 CRJ900
ICAO-Typcode CRJ7 CRJ9
Länge rund 32,5 m rund 36,2 m
Spannweite rund 23,2 m rund 24,9 m
Sitze (maximal) rund 68 bis 78 90
Triebwerke CF34-8C1 bzw. -8C5 CF34-8C5
Erstflug 1999 2001

Im Feld helfen dir vor allem zwei Dinge. Erstens das Verhältnis von Rumpf zu Flügel: Beim CRJ700 sitzt der Flügel optisch etwas weiter vorn in der Gesamtlänge, beim CRJ900 ragt der vordere Rumpf deutlich weiter über den Flügel hinaus. Zweitens die Wirkung im Rollen: Der CRJ900 sieht beinahe wie ein Bleistift aus, der CRJ700 eher wie ein kurzer, flinker Jet.

Ein Sonderfall ist der CRJ705. Der Name klingt nach CRJ700, technisch handelt es sich aber um einen CRJ900 mit begrenzter Sitzzahl. Air Canada Jazz, heute Jazz Aviation, hat ihn 2005 als Erstkunde eingeführt. Lass dich vom Namen also nicht täuschen – die Länge entspricht dem CRJ900.

Typcode statt Modellname

Viele Apps zeigen nur „Bombardier CRJ“ an. Filtere deshalb nach dem ICAO-Code CRJ7. Was hinter IATA- und ICAO-Codes steckt, liest du in IATA- und ICAO-Codes erklärt.

CRJ200, CRJ550 und die Versionen des CRJ700

Nach unten grenzt du den CRJ700 gegen den älteren CRJ200 ab. Der ist mit rund 27 Metern deutlich kürzer, hat einen schmaleren Rumpf für maximal 50 Passagiere und vor allem keine Vorflügel an der Flügelvorderkante. Wer den Flügel von schräg vorn oder im Landeanflug sieht, hat damit ein klares Merkmal.

Innerhalb des CRJ700 gibt es mehrere Unterversionen, die sich nur auf dem Papier unterscheiden:

  • CRJ700 (Basis): ausgelegt für 68 Sitze, dazu eine ER-Version mit höherem Startgewicht und mehr Reichweite.
  • CRJ701: bis zu 70 Sitze, ebenfalls mit ER-Ausführung.
  • CRJ702: bis zu 78 Sitze, für Betreiber, die mehr Kapazität wollten.
  • CRJ550: ein umgebauter CRJ700 mit nur 50 Sitzen, 2019 mit United Airlines als Erstkunde eingeführt. Grund sind die Scope Clauses der US-Pilotentarifverträge, die Regionalpartnern Grenzen bei Sitzzahl und Gewicht setzen.

Von außen sehen alle diese Versionen gleich aus. Ob ein CRJ7 im Tracking ein CRJ701, ein CRJ702 oder ein zum CRJ550 umgebautes Exemplar ist, verrät dir nur die Kennzeichen-Recherche. Für Sammler ist der CRJ550 trotzdem ein reizvoller Eintrag, weil er nur bei wenigen Betreibern fliegt.

CRJ700, Embraer E175 oder Fokker 70?

Neben den eigenen Geschwistern gibt es ein paar typische Verwechslungskandidaten in derselben Größenklasse.

Schnellbestimmung: Regionaljet um 70 Sitze

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Bombardier CRJ700 oder CRJ900

Hecktriebwerke, T-Leitwerk und Vorflügel sprechen für die 700er-Serie. Wirkt die Maschine kompakt, ist es eher ein CRJ700 – prüf den Typcode CRJ7.

Wahrscheinlich

Embraer E170 oder E175

Triebwerke unter den Flügeln und ein rundlicher, höher stehender Rumpf sind typisch für die kleinen E-Jets.

Möglich

Fokker 70

Auch die Fokker 70 hat Hecktriebwerke und T-Leitwerk, wirkt aber massiger und hat einen stumpfen Heckkonus mit Luftbremsen. Sie ist selbst selten geworden.

Die Embraer E175 und die etwas kleinere E170 sind in den USA die direkten Konkurrenten des CRJ700 und fliegen oft für dieselben Express-Marken. Sie tragen ihre Triebwerke aber unter den Flügeln und haben ein konventionelles Leitwerk. Die Fokker 70 teilt das Bauprinzip mit Hecktriebwerken, ist aber deutlich kräftiger gebaut. Beim Avro RJ85 reicht ein Blick: vier Triebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel. Mehr zur Bestimmung über die Triebwerke findest du im Beitrag Triebwerke erkennen.

Der CRJ700 in Europa und bei Lufthansa CityLine

In Europa war der CRJ700 nie so verbreitet wie in Nordamerika, hatte aber einige prominente Betreiber. Den Anfang machte 2001 Brit Air in Frankreich, die später in HOP! aufging. Auch die slowenische Adria Airways, die 2019 ihren Betrieb eingestellt hat, nutzte CRJ-Jets der 700er-Serie.

Für Spotter in Deutschland ist vor allem Lufthansa CityLine interessant. CityLine war schon Erstkunde des allerersten CRJ im Jahr 1992 und setzte später auch den CRJ700 ein, dessen Kennzeichen in der Reihe D-ACP.. lagen. Im Sommer 2013 bestand die Flotte noch aus 19 Maschinen, als die schrittweise Ausmusterung begann. Die letzten planmäßigen CRJ700-Flüge für Lufthansa waren für den 29. März 2015 angesetzt: von München nach Luxemburg und zurück. Danach blieb bei CityLine nur noch der CRJ900, der wiederum im April 2026 ausgemustert wurde.

Lufthansa-CRJ700 sind Archivmaterial

Planmäßige CRJ700 in Lufthansa-Farben gibt es seit 2015 nicht mehr. Viele Maschinen haben neue Betreiber und Kennzeichen bekommen. Wer eine ehemalige D-ACP.. sucht, verfolgt sie über die Seriennummer in einer Kennzeichen-Datenbank.

Wenn du noch Fotos aus dieser Zeit hast, lohnt es sich, sie sauber zu dokumentieren – Tipps dazu gibt der Beitrag Sichtungen dokumentieren und Logbuch führen. Einen Überblick über die heutigen Betreiber kleiner Jets auf dem Kontinent liefert Regionalairlines in Europa.

Kein CRJ700 mehr verpassen

Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ CRJ7 oder einzelne Kennzeichen an – Planetrack meldet dir, wenn eine passende Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Wo du den CRJ700 heute siehst

Der Schwerpunkt liegt eindeutig in den USA. Dort fliegen CRJ700 bei Regionalgesellschaften, die im Auftrag der großen Netzwerk-Airlines unterwegs sind. Die Zahlen schwanken durch Umbauten und Flottentausch ständig, deshalb hier nur die Größenordnung nach öffentlich verfügbaren Flottenlisten (Stand 2025/2026):

  • American Eagle: PSA Airlines betreibt mehrere Dutzend CRJ700 für American Airlines, dazu kommen CRJ700 von SkyWest. American ist Mitglied der Oneworld.
  • Delta Connection: Endeavor Air hat neben ihrer großen CRJ900-Flotte noch eine kleinere Zahl CRJ700, auch SkyWest fliegt den Typ für Delta Air Lines aus der SkyTeam-Allianz.
  • SkyWest Airlines: SkyWest ist einer der größten Betreiber der Serie, fliegt CRJ700 für American Eagle, Delta Connection und United Express und hat zudem CRJ700 zum CRJ550 umgebaut, die für Delta Connection und United Express fliegen.

An großen Drehkreuzen wie Chicago O’Hare oder Atlanta gehören Regionaljets dieser Marken zum Alltag – Tipps für O’Hare findest du unter Planespotting in Chicago O’Hare. Auch am Washington Reagan National Airport landen viele American-Eagle-Regionaljets, ein bekannter Spot dort ist der Gravelly Point Park. In Los Angeles bieten Imperial Hill und der In-N-Out-Burger-Spot viel Regionalverkehr. Ob gerade ein CRJ700 dabei ist, prüfst du vorab im Tracking – wie das geht, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.

Region Trefferchance (Stand Oktober 2026) Warum
USA hoch Große Flotten bei American Eagle und Delta Connection
Kanada niedrig Regionalverkehr mit der CRJ-Familie, der CRJ700 spielt dort aber kaum eine Rolle
Deutschland, Österreich, Schweiz sehr niedrig Kein regelmäßiger Linieneinsatz bekannt, höchstens Gastauftritte
Übriges Europa niedrig Einzelne kleinere Betreiber, Charter oder Überführungen

Im deutschsprachigen Raum ist der CRJ700 damit ein Typ für die Kategorie seltene Flugzeuge spotten. Taucht doch einmal einer auf, etwa bei einer Überführung oder einem Charter, sind klassische Spots wie der Besucherhügel München eine gute Wahl.

Der CRJ700 und der Unfall von Washington

Über lange Zeit galt der CRJ700 als unauffälliger Typ ohne tödliche Unfälle. Das änderte sich am 29. Januar 2025: Ein CRJ701ER der PSA Airlines, unterwegs als American-Eagle-Flug 5342 von Wichita nach Washington, kollidierte im Anflug auf den Ronald Reagan Washington National Airport mit einem Black-Hawk-Hubschrauber der US Army. Alle 67 Menschen an Bord beider Luftfahrzeuge kamen ums Leben. Die US-Unfallbehörde NTSB sah die Hauptursache in ihrem Abschlussbericht im Februar 2026 vor allem bei der Luftraumgestaltung: Eine Hubschrauberroute lag zu nah am Anflugweg, dazu kamen Fehler bei Flugsicherung und Hubschrauberbesatzung. Ein Konstruktionsmangel des Flugzeugs wurde nicht als Ursache genannt.

Spotting-Tipps für den CRJ700

Der CRJ700 ist ein kleiner Jet – das beeinflusst Brennweite, Bildaufbau und Planung.

Mehr Brennweite einplanen

Bei gleicher Distanz füllt ein CRJ700 das Bild noch weniger aus als ein CRJ900. Welche Objektive sich bewähren, steht im Beitrag zur richtigen Brennweite.

Seitenprofil bevorzugen

Nur im Profil siehst du Länge, Hecktriebwerke und T-Leitwerk gemeinsam – genau das brauchst du, um CRJ700 und CRJ900 später auf dem Foto sicher zu trennen.

Flügel im Anflug prüfen

Mit ausgefahrenen Vorflügeln im Anflug grenzt du den CRJ700 klar vom CRJ200 ab. Ein leicht schräger Blickwinkel von vorn zeigt die Flügelvorderkante am besten.

Licht mitdenken

Der schmale Rumpf wirft wenig Fläche fürs Licht. Plan deinen Standort so, dass die Sonne im Rücken steht – der Guide zum Sonnenstand am Fotospot hilft dabei.

Bereit für deine CRJ700-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe im Tracking nach dem Typcode CRJ7 gefiltert.
  • Ich kenne Kennzeichen und erwartete Ankunftszeit der Maschine.
  • Ich weiß, welche Piste voraussichtlich in Betrieb ist.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Brennweite und Akku passen für einen kleinen Regionaljet.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für einen CRJ700, wenn …

  • die Triebwerke am Heck sitzen und das Höhenleitwerk oben auf der Flosse
  • du Vorflügel an der Flügelvorderkante siehst
  • der Rumpf schlank, aber eher kompakt wirkt
  • im Tracking CRJ7 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Rumpf auffallend lang wirkt – dann eher ein CRJ900 oder CRJ1000
  • die Maschine als CRJ705 geführt wird – das ist ein CRJ900-Abkömmling
  • du nur die Front siehst und die Triebwerke verdeckt sind

Es ist kein CRJ700, wenn …

  • die Triebwerke unter den Flügeln hängen – dann ist es z. B. eine E170 oder E175
  • die Flügelvorderkante glatt ist und die Maschine deutlich kürzer – das spricht für einen CRJ200
  • vier Triebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel sitzen

Fazit

Der CRJ700 hat den CRJ von einem 50-Sitzer zu einer ganzen Familie größerer Regionaljets gemacht. Mit neuem Flügel samt Vorflügeln, gestrecktem Rumpf und rund 70 Sitzen wurde er zur Basis für CRJ900, CRJ1000 und CRJ550. In Deutschland ist er seit dem CityLine-Abschied 2015 Geschichte, in den USA prägt er weiter den Zubringerverkehr der großen Airlines.

Kurzfazit

Hecktriebwerke, T-Leitwerk und Vorflügel: ein CRJ der 700er-Serie. Wirkt er kompakt und misst rund 32,5 Meter, ist es ein CRJ700 – im Tracking CRJ7. Im Zweifel entscheidet das Kennzeichen. Die besten Chancen hast du auf einer Reise in die USA.

Zusammenfassung

  • Der CRJ700 flog erstmals am 27. Mai 1999 und kam 2001 bei Brit Air in den Liniendienst; gebaut wurde die Familie bis Anfang 2021.
  • Hecktriebwerke, T-Leitwerk und Vorflügel ordnen ihn der 700er-Serie zu, die Rumpflänge trennt ihn vom CRJ900 und CRJ1000.
  • Die Unterversionen CRJ701 und CRJ702 unterscheiden sich vor allem in der zugelassenen Sitzzahl, der CRJ550 ist ein umgebauter CRJ700 mit 50 Sitzen.
  • Für Spotter im deutschsprachigen Raum ist der CRJ700 ein seltener Typ geworden, in Nordamerika ist er weiter Alltag.

Häufige Fragen

Was ist der Bombardier CRJ700?

Ein zweistrahliger Regionaljet des kanadischen Herstellers Bombardier mit typischerweise rund 70 Sitzen. Er ist die erste gestreckte Weiterentwicklung des CRJ100/200, flog erstmals am 27. Mai 1999 und ging 2001 bei der französischen Brit Air in Dienst. Die Triebwerke sitzen am Heck, das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse.

Welchen ICAO-Typcode hat der CRJ700?

Der CRJ700 läuft unter CRJ7. Der längere CRJ900 hat den Code CRJ9, der CRJ1000 den Code CRJX und der kleine CRJ200 den Code CRJ2. Über diese Codes filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach der Variante.

Wie unterscheide ich CRJ700 und CRJ900?

Vor allem über die Länge: Der CRJ700 misst rund 32,5 Meter, der CRJ900 rund 36,2 Meter. Der CRJ700 wirkt dadurch kompakter, vor dem Flügel ist der Rumpf merklich kürzer. Auch die Spannweite ist kleiner. Wer unsicher ist, prüft das Kennzeichen oder den Typcode – CRJ7 oder CRJ9.

Was bedeuten CRJ701 und CRJ702?

Das sind Unterversionen mit unterschiedlicher maximaler Sitzzahl: Die Basisversion ist für 68 Plätze ausgelegt, der CRJ701 für 70 und der CRJ702 für bis zu 78. Zu jeder Version gibt es eine ER-Ausführung mit höherem Startgewicht und größerer Reichweite. Von außen sind die Versionen nicht zu unterscheiden.

Was ist der CRJ550?

Eine Version mit nur 50 Sitzen, die aus bestehenden CRJ700 umgebaut wird. Bombardier hat sie im Februar 2019 mit United Airlines als Erstkunde vorgestellt, die erste Maschine wurde im August 2019 übergeben. Hintergrund sind die Scope Clauses in US-Pilotentarifverträgen, die Sitzzahlen und Gewichte bei Regionalpartnern begrenzen. Äußerlich bleibt es ein CRJ700.

Fliegt Lufthansa noch mit dem CRJ700?

Nein. Lufthansa CityLine hatte 2013 noch 19 CRJ700 und begann damals mit der schrittweisen Ausmusterung. Ende März 2015 war Schluss: Die letzte planmäßige CRJ700-Rotation war für den 29. März angesetzt, von München nach Luxemburg und zurück. Danach setzte CityLine im CRJ-Segment nur noch den CRJ900 ein, bis auch dieser Betrieb im April 2026 endete.

Wird der CRJ700 noch gebaut?

Nein. Bombardier hat das CRJ-Programm an Mitsubishi Heavy Industries verkauft, die Übernahme wurde am 1. Juni 2020 abgeschlossen. Mitsubishi hat nur noch offene Bestellungen fertiggestellt, der letzte CRJ (ein CRJ900) ging am 28. Februar 2021 an SkyWest. Bis Anfang 2021 waren rund 330 CRJ700 und CRJ550 ausgeliefert.

Bombardier CRJ700 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Verwandte Flugzeugtypen

Regionaljet

Bombardier CRJ900

Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.

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Bombardier CRJ1000

Der CRJ1000 ist das Maximum dessen, was aus dem schlanken Canadair-Rumpf herauszuholen war: rund 39 Meter lang, bis zu 104 Sitze, Triebwerke am Heck. Heute fliegt der größte CRJ fast nur noch in Spanien – so erkennst du ihn und so findest du ihn.

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Bombardier CRJ100/CRJ200

Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.

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Embraer E175

Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.

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Embraer E170

Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.

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Fokker 70

Kurz, gedrungen, zwei Tay-Triebwerke am Heck und ein Rumpfende, das bei der Landung aufklappt: Die Fokker 70 ist die kleine Schwester der Fokker 100 – bekannt von KLM Cityhopper, als Regierungsjet und heute ein seltener Fang.

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Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

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Wo du die Bombardier CRJ700 siehst

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