Das Wichtigste in Kürze
- Die E195 ist der größte E-Jet der ersten Generation: eine um rund 2,4 Meter gestreckte E190 mit gleichem Flügel und gleichen Triebwerken.
- 2+2 statt 3+3: Kein Mittelsitz, im europäischen Linienbetrieb meist rund 116 bis 120 Plätze.
- ICAO-Code E195 für die erste Generation, E295 für die E195-E2. Im Tracking trennt das beide Generationen sofort.
- Wichtigstes Merkmal neben der Länge sind die Winglets: Die E195 hat sie, die E195-E2 nicht.
- In Europa fliegen die größten Flotten bei Air Dolomiti, Austrian Airlines und LOT. Austrian gibt ihre E195 bis Ende 2028 ab, ein Großteil wandert zu Air Dolomiti.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Embraer E195?
- 2.Warum die E195 so gestreckt wirkt
- 3.Die E-Jets im Vergleich
- 4.E195 oder E190? Die Proportionen entscheiden
- 5.E195 oder E195-E2? So trennst du die Generationen
- 6.Wo du die E195 in Europa siehst
- 7.Spotting-Tipps für die E195
- 8.Varianten und Ableger
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Embraer (São José dos Campos, Brasilien) |
|---|---|
| Familie | E-Jets der ersten Generation (E170, E175, E190, E195) |
| Werksbezeichnung | ERJ 190-200 |
| ICAO-Typcode | E195 (die E195-E2 läuft separat als E295) |
| Erstflug | 7. Dezember 2004 |
| Indienststellung | September 2006 (Flybe, Großbritannien) |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF34-10E |
| Länge | 38,66 m |
| Spannweite | rund 28,7 m (wie die E190) |
| Höhe | 10,54 m |
| Kabine | vier Sitze pro Reihe (2+2), ein Mittelgang |
| Sitzplätze | typisch rund 100 bis 120, in dichter Einklassen-Bestuhlung bis 124 |
| Max. Startgewicht | rund 52,3 t |
| Reichweite | rund 4.260 km |
| Nachfolger | Embraer E195-E2 (Erstflug 2017, im Dienst seit 2019) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Der längste Rumpf der ersten E-Jet-Generation: knapp 39 Meter bei nur einem Mittelgang und vier Sitzen pro Reihe
- Gleicher Flügel wie die E190 mit rund 28,7 Metern Spannweite – dadurch wirkt die E195 auffallend gestreckt, der Rumpf ist deutlich länger als die Flügel breit sind
- Klassische, nach oben gebogene Winglets an den Flügelspitzen; die E195-E2 hat stattdessen lange, schräg nach hinten auslaufende Spitzen
- Zwei schlanke CF34-Triebwerke unter den Flügeln und ein vergleichsweise niedriges Fahrwerk
- Zwei Notausgänge über den Flügeln auf jeder Seite, wie bei der E190 – die kürzeren E170 und E175 haben dort nur einen
Lang, schlank und mit klassischen Winglets: Die Embraer E195 ist der größte Jet der ersten E-Jet-Generation und für viele Spotter der Typ, an dem man die Feinheiten der Embraer-Familie lernt. Sie sieht aus wie eine E190, nur gestreckt – und hat inzwischen eine Nachfolgerin, die noch länger ist. Hier erfährst du, woran du die E195 erkennst, wie du sie von E190 und E195-E2 trennst und wo sie dir in Deutschland, Österreich und Polen vor die Linse kommt.
Jeden E-Jet sauber zuordnen
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Was ist die Embraer E195?
Die E195 gehört zur E-Jet-Familie von Embraer, die aus zwei Größenpaaren besteht: den kürzeren E170 und E175 sowie den längeren E190 und E195. Die E195 ist die Verlängerung der E190 und damit das größte Modell der Familie. Intern führt Embraer sie deshalb auch als ERJ 190-200 – ein Hinweis darauf, wie eng beide Muster verwandt sind.
Ihren Erstflug absolvierte die E195 am 7. Dezember 2004, gebaut wurde die erste Generation im Embraer-Stammwerk in São José dos Campos. Erstbetreiber war die britische Regionalairline Flybe, die den Typ im September 2006 in den Liniendienst brachte. Flybe ist inzwischen Geschichte, die E195 dagegen fliegt bis heute bei zahlreichen Airlines weltweit.
Wie die E190 fliegt die E195 mit zwei General Electric CF34-10E unter den Flügeln, Fly-by-Wire-Steuerung und einem Glascockpit. Die Reichweite liegt bei rund 4.260 Kilometern, das maximale Startgewicht bei gut 52 Tonnen. Damit deckt sie die typischen europäischen Zubringer- und Städteverbindungen ab, auf denen ein Airbus A320neo oder eine Boeing 737-800 zu groß wäre.
Warum die E195 so gestreckt wirkt
Der Schlüssel zur E195 liegt in einer Designentscheidung: Embraer hat die E190 einfach verlängert, ohne den Flügel zu vergrößern. Beide Modelle haben dieselbe Spannweite von rund 28,7 Metern, dieselben Triebwerke und praktisch dasselbe Leitwerk. Der Rumpf der E195 ist aber knapp 2,4 Meter länger.
Das Ergebnis siehst du besonders gut im Überflug oder in der Seitenansicht: Die E195 wirkt lang und schmal, fast ein wenig überstreckt. Der Rumpf ist rund zehn Meter länger als die Flügel breit sind. Bei der E190 ist dieses Verhältnis noch ausgewogener, bei der E175 wirkt die Maschine fast gedrungen.
Wie alle E-Jets hat die E195 einen Double-Bubble-Querschnitt, also einen Rumpf aus zwei übereinander liegenden Kreisbögen. Er erlaubt vier Sitze pro Reihe in 2+2-Anordnung und Stehhöhe im Gang. Jeder Passagier sitzt am Fenster oder am Gang – ein Komfortargument, mit dem der Typ in Europa bei Netzwerkairlines punkten konnte.
Die E-Jets im Vergleich
Innerhalb der Familie unterscheiden sich die Modelle vor allem in der Länge. Bei der E195 kommt hinzu, dass ihre Nachfolgerin aus der E2-Generation noch einmal deutlich länger ist.
| Modell | ICAO-Code | Länge | Spannweite | Erstflug |
|---|---|---|---|---|
| E175 | E75S / E75L | 31,67 m | kleinerer Flügel | erste Generation |
| E190 | E190 | 36,25 m | rund 28,7 m | 12.03.2004 |
| E195 | E195 | 38,66 m | rund 28,7 m | 07.12.2004 |
| E195-E2 | E295 | 41,51 m | 35,12 m | 29.03.2017 |
Die Tabelle zeigt das Dilemma: E190 und E195 trennt nur der Rumpf, E195 und E195-E2 trennen dagegen Flügel, Triebwerke und Länge. Die Generationenfrage ist deshalb leichter zu beantworten als die Frage nach dem Modell innerhalb der ersten Generation.
Der Typcode verrät das Modell
In Tracking-Diensten stehen E190 und E195 mit eigenen Codes, die zweite Generation als E290 und E295. Wenn du gezielt auf eine E195 wartest, filtere nach dem Code statt nach dem Namen – manche Apps zeigen bei allen vier Mustern nur „Embraer“ an. Mehr zu den Codes erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt.
E195 oder E190? Die Proportionen entscheiden
Ohne direkten Vergleich ist der Unterschied von 2,4 Metern schwer zu schätzen. Mit ein paar Anhaltspunkten klappt die Bestimmung trotzdem:
Rumpf gegen Flügel halten
Schätze, wie weit der Rumpf vor und hinter dem Flügel hinausragt. Bei der E195 wirken beide Abschnitte im Verhältnis zur Spannweite auffallend lang.
Fenster zählen
Auf hochaufgelösten Fotos kannst du die Fensterreihe auszählen und mit Referenzbildern vergleichen. Die E195 hat durch den längeren Rumpf mehr Fenster als die E190.
Airline mitdenken
Air Dolomiti fliegt beide Modelle, Austrian Airlines hat dagegen von Embraer nur die E195 im Einsatz. Der Betreiber grenzt die Auswahl oft schon ein.
Tracking bestätigen
Kennzeichen und Typcode bringen Gewissheit. Wie du live verfolgst, was gerade anfliegt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
E195 oder E195-E2? So trennst du die Generationen
Die E195-E2 ist keine aufgefrischte E195, sondern ein in weiten Teilen neues Flugzeug. Ihr Erstflug fand am 29. März 2017 statt, die erste Maschine ging im September 2019 an die brasilianische Azul. Für dich als Spotter sind die Unterschiede zum Glück deutlich:
- Flügelspitzen: Die E195 hat nach oben gebogene Winglets. Die E2 kommt ohne Winglets aus, ihre Flügel laufen lang und schräg nach hinten aus.
- Spannweite: Die E2 erreicht gut 35 Meter, die E195 rund 28,7 Meter. Im Überflug wirkt die E2 dadurch wie ein anderes Flugzeug.
- Triebwerke: Die E2 fliegt mit Pratt & Whitney PW1900G, einem Getriebefan mit großem Durchmesser. Die Gondeln sind sichtbar wuchtiger als die der CF34.
- Länge und Fahrwerk: Die E2 ist fast drei Meter länger und steht auf einem höheren Fahrwerk.
Die ausführliche Beschreibung der Nachfolgerin findest du im Steckbrief zur Embraer E195-E2, die kleinere E2-Schwester im Steckbrief zur E190-E2.
Es ist eine E195, wenn …
- du klassische, nach oben gebogene Winglets siehst
- der Rumpf im Verhältnis zur Spannweite auffallend lang wirkt
- die Triebwerke schlank und das Fahrwerk niedrig sind
- dein Tracking den Typcode E195 anzeigt
Sieh genauer hin, wenn …
- die Proportionen ausgewogen wirken – dann kommt die E190 infrage
- du die Maschine nur frontal siehst und die Rumpflänge nicht einschätzen kannst
- die Airline E190 und E195 im gleichen Design betreibt
Es ist keine E195, wenn …
- die Flügelspitzen ohne Winglet schräg nach hinten auslaufen – dann ist es eine E2
- du fünf Sitze pro Reihe und große Getriebefans siehst – dann ist es eher eine A220
- die Triebwerke am Heck sitzen
Wo du die E195 in Europa siehst
Die E195 ist in Europa vor allem eine Konzernmaschine der Lufthansa Group. Die Geschichte beginnt 2009: Am 24. September übergab Embraer in Brasilien die erste E195 für Lufthansa, betrieben von Lufthansa CityLine mit Basis in München. Heute verteilen sich die Maschinen vor allem auf zwei Konzernairlines:
- Air Dolomiti fliegt die E195 für den Konzern vor allem zwischen Italien und den Drehkreuzen München und Frankfurt, dazu auf weiteren europäischen Strecken. Laut Flottenübersichten waren es Mitte 2026 rund 20 E195 mit je 120 Sitzen, dazu einige E190. Die E195-Flotte wächst weiter, weil Air Dolomiti gebrauchte Maschinen von Austrian übernimmt.
- Austrian Airlines hat 2015 den Kauf von 17 E195 aus dem Lufthansa-Konzern angekündigt, die zuvor Lufthansa CityLine gehört hatten. Sie ersetzten ab 2016 die Fokker 70 und Fokker 100. Inzwischen läuft der Abschied: Die erste Maschine hat die Flotte im Dezember 2025 verlassen, bis Ende 2028 will Austrian den Typ komplett abgeben. 13 Flugzeuge wechseln zu Air Dolomiti, vier werden verkauft. Ersatz kommt in Form neuer Airbus A320neo.
- LOT Polish Airlines betreibt eine der größten E195-Flotten Europas. Im Juni 2025 hat sich LOT jedoch für den Airbus A220 entschieden, die Auslieferungen beginnen laut Ankündigung 2027. Die E-Jets der ersten Generation, darunter die E195, werden danach schrittweise ersetzt. Wie sich die A220 von der E195 unterscheidet, zeigt der Steckbrief zur A220-300.
Außerhalb Europas ist die brasilianische Azul der größte E195-Betreiber. Austrian und LOT sind Mitglieder der Star Alliance, Air Dolomiti gehört als Tochter zum Lufthansa-Konzern – an den Star-Alliance-Drehkreuzen München, Frankfurt, Wien und Warschau stehen die Chancen auf eine E195 deshalb besonders gut.
Flottenzahlen und Einsätze ändern sich bei allen drei europäischen Betreibern gerade laufend. Prüfe deshalb vor dem Spotten im Tracking, welcher Typ tatsächlich auf deiner Wunschverbindung fliegt, statt dich auf einen festen Umlauf zu verlassen.
Die letzte Austrian-E195 nicht verpassen
Leg Sichtungs-Alarme für Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen an – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie im Anflug sind oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Tipps für die E195
München und Frankfurt
Am Flughafen München gehören die E195 von Air Dolomiti zum Alltag, weil viele Italien-Verbindungen des Konzerns dort zusammenlaufen. Der Besucherhügel ist der klassische Startpunkt. In Frankfurt kannst du die Maschinen etwa von der Aussichtsplattform Zeppelinheim im Anflug erwischen. Mehr zum Drehkreuz findest du im Porträt des Flughafens Frankfurt.
Wien
Wer die Austrian-E195 noch in rot-weiß-roter Lackierung sammeln will, fährt nach Schwechat. Der Spotterhügel am Flughafen Wien und die Besucherterrasse bieten gute Blicke auf den Betrieb. Weil der Typ bis Ende 2028 aus der Austrian-Flotte verschwindet, gilt hier: lieber früher als später. Hintergründe zum Standort liefert das Porträt des Flughafens Wien.
Warschau
Am Flughafen Warschau-Chopin siehst du die LOT-Flotte mit E175, E190 und E195 nebeneinander – ein guter Ort, um die Größenunterschiede innerhalb der Familie direkt zu vergleichen, bevor die A220 übernimmt.
Fototechnik
- Etwas mehr Brennweite einplanen. Die E195 ist zwar der größte E-Jet, aber trotzdem deutlich kleiner als ein A320. Welche Brennweite passt, zeigt der Guide Objektiv und Brennweite fürs Planespotting.
- Seitenansicht nutzen. Weil die Rumpflänge das entscheidende Merkmal gegenüber der E190 ist, lohnen sich Aufnahmen quer zur Piste, auf denen die ganze Maschine im Profil zu sehen ist.
- Betriebsrichtung prüfen. Mit dem Wissen aus Betriebsrichtung am Flughafen verstehen wählst du den passenden Spot.
- Licht planen. Wie du den Sonnenstand vorab berechnest, liest du im Guide zum Sonnenstand.
Sicherheit geht vor
Bleib bei Fotos immer auf öffentlich zugänglichen Flächen. Zäune, Absperrungen und Hinweisschilder am Flughafen sind verbindlich. Was erlaubt ist und was nicht, fasst der Artikel Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Varianten und Ableger
Von der E195 gab es Versionen mit unterschiedlichen Gewichten und Reichweiten, die äußerlich nicht zu unterscheiden sind. Für dich als Spotter spielt das keine Rolle – die genaue Version steht in Datenbanken zum jeweiligen Kennzeichen.
Spannend ist eher, was nicht kam: Embraer hat für ausgemusterte E-Jets ein Frachtumbauprogramm aufgelegt. Nach Berichten aus dem Sommer 2026 konzentriert sich der Hersteller dabei auf die E190 und hat den Frachtumbau der E195 aufgegeben, weil zu wenige Maschinen aus dem Passagierdienst frei werden. Ein E195-Frachter gehört damit nicht zu den Motiven, auf die du warten musst.
Häufige Verwechslungen
| Verwechslung | Woran du sie trennst |
|---|---|
| E190 | rund 2,4 m kürzer, gleicher Flügel; wirkt ausgewogener; Tracking-Code E190 |
| E195-E2 | lange Flügel ohne Winglets, größere Triebwerke, höheres Fahrwerk; Tracking-Code E295 |
| E175 | rund 7 m kürzer, kleinerer Flügel, nur ein Notausgang über dem Flügel je Seite |
| Airbus A220-300 | breiterer Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe, große Getriebefans, markant geformte Cockpitfenster |
Wenn du unsicher bist, hilft die bewährte Reihenfolge: zuerst Flügelspitzen (Generation), dann Rumpflänge im Verhältnis zur Spannweite (Modell), zum Schluss Kennzeichen und Typcode zur Bestätigung. Weitere Kniffe zum Bestimmen findest du im Artikel Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Fazit
Die Embraer E195 ist die gestreckte Spitze der ersten E-Jet-Generation: gleicher Flügel wie die E190, aber deutlich längerer Rumpf und Platz für rund 120 Passagiere. In Europa prägt sie vor allem den Regionalverkehr im Lufthansa-Konzern. Gerade jetzt lohnt sich der Blick auf den Typ, denn Austrian gibt ihre Flotte bis 2028 ab, LOT stellt ab 2027 auf die A220 um – nur Air Dolomiti baut ihre E195-Flotte noch aus.
Kurzfazit
Klassische Winglets plus auffallend langer, schlanker Rumpf: Das ist die E195. Wirkt die Maschine ausgewogener, ist es eher eine E190; lange Flügel ohne Winglets bedeuten E195-E2. Im Tracking trennen die Codes E195 und E295 die Generationen eindeutig.
Zusammenfassung
- Die Embraer E195 ist die längste Version der ersten E-Jet-Generation und bietet Platz für rund 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine.
- Sie teilt Flügel, Triebwerke und Cockpit mit der E190, ist aber knapp 2,4 Meter länger – das macht die Bestimmung im Feld zur Proportionsfrage.
- Die zweite Generation E195-E2 ist noch einmal fast drei Meter länger, hat lange Flügel ohne Winglets und große Getriebefan-Triebwerke.
- Im deutschsprachigen Raum begegnet dir die E195 vor allem in München, Frankfurt und Wien – mit Air Dolomiti und Austrian Airlines als wichtigsten Betreibern.
Häufige Fragen
Was ist die Embraer E195?
Ein zweistrahliger Regionaljet des brasilianischen Herstellers Embraer und das größte Mitglied der ersten E-Jet-Generation. Technisch ist sie eine verlängerte E190 und trägt die Werksbezeichnung ERJ 190-200. Der Erstflug fand am 7. Dezember 2004 statt, im Liniendienst ist sie seit September 2006.
Welchen ICAO-Typcode hat die E195?
Die erste Generation führt den ICAO-Typcode E195. Die Nachfolgerin E195-E2 hat einen eigenen Code, nämlich E295. Die kürzere Schwester E190 läuft als E190, deren E2-Version als E290.
Wie unterscheide ich E195 und E190?
Die E195 ist rund 2,4 Meter länger, Flügel, Triebwerke und Leitwerk sind praktisch gleich. Im Feld hilft vor allem das Verhältnis von Rumpflänge zu Spannweite: Die E195 wirkt deutlich gestreckter. Am sichersten bestätigst du den Typ über Kennzeichen und Typcode in einer Tracking-App.
Wie unterscheide ich die E195 von der E195-E2?
Am schnellsten an den Flügelspitzen: Die E195 hat klassische, nach oben gebogene Winglets, die E195-E2 lange Flügel mit schräg nach hinten auslaufenden Spitzen und rund 35 Metern Spannweite. Dazu ist die E2 mit gut 41,5 Metern fast drei Meter länger, steht höher und hat sichtbar größere Triebwerke.
Wie viele Passagiere passen in eine E195?
Das hängt von der Airline ab. Typisch sind rund 100 bis 120 Sitze, in dichter Einklassen-Bestuhlung bis zu 124. Air Dolomiti und Austrian Airlines nutzen jeweils rund 120 Plätze, die erste Lufthansa-CityLine-Maschine kam 2009 mit 116 Sitzen in zwei Klassen.
Welche Airlines fliegen die E195 in Europa?
Die größten europäischen Betreiber sind Air Dolomiti, die für den Lufthansa-Konzern ab München und Frankfurt fliegt, Austrian Airlines und LOT Polish Airlines. Austrian gibt die E195 bis Ende 2028 ab, LOT ersetzt ihre E-Jets ab 2027 schrittweise durch Airbus A220. Weltweit ist die brasilianische Azul der größte E195-Betreiber.
Wird die E195 noch gebaut?
Nein. Die Produktion der ersten Generation ist ausgelaufen, ausgeliefert wurden insgesamt rund 170 Exemplare. Neue Flugzeuge in dieser Größe liefert Embraer als E195-E2 aus.
Warum ist die E195 für Spotter interessant?
Weil sich die europäischen Flotten gerade stark verändern: Austrian mustert den Typ aus, LOT stellt auf die A220 um, und Air Dolomiti wächst mit gebrauchten Maschinen. Wer E195 in verschiedenen Lackierungen sammeln will, hat dafür nur noch begrenzt Zeit.
Embraer E195 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Embraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
RegionaljetEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
RegionaljetEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
RegionaljetEmbraer E190-E2
Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.
SchmalrumpfAirbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
SchmalrumpfAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Lufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
FlughafenFlughafen Wien-Schwechat
Größter Flughafen Österreichs und Drehkreuz von Austrian Airlines: zwei sich kreuzende Pisten, ein Terminal 3 im Umbau, starker Low-Cost-Verkehr – und seit dem Aus der Besucherterrasse ein Spotterhügel als wichtigster legaler Standpunkt.
Wo du die Embraer E195 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Besucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
SpotterhügelSpotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Wien
Die lange Dachterrasse auf Terminal 3 war jahrelang der bequemste Spot in Wien – derzeit ist sie wegen der Bauarbeiten an der Süderweiterung geschlossen. Hier liest du, was offiziell bekannt ist und welche legalen Alternativen dir am Flughafen Wien bleiben.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
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