Das Wichtigste in Kürze
- Der RJ70 ist die Avro-Ausgabe der BAe 146-100: gleicher Rumpf, gleicher Flügel, aber LF-507-Triebwerke mit FADEC und ein digitales Cockpit.
- Extrem kleine Serie: Nur zwölf RJ70 wurden gebaut – deutlich weniger als RJ85 und RJ100.
- Der US-Start ging schief: Business Express gab ihre drei RJ70 Anfang 1996 zurück und wandelte die restlichen Festbestellungen in Optionen um.
- Europäische Betreiber waren unter anderem Air Malta, airBaltic und Azzurra Air; später flogen Maschinen bei Transwede und Malmö Aviation.
- Für Spotter heute eine Ausnahme-Sichtung: Viele Exemplare sind verschrottet, Begegnungen sind Glückssache.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der Avro RJ70?
- 2.RJ70 oder 146-100? Die Abgrenzung im Detail
- 3.So erkennst du den RJ70 im Feld
- 4.Verwechslungsgefahr mit anderen kleinen Jets
- 5.Die Betreiber: kurze Karrieren, viele Wechsel
- 6.Wo du einen RJ70 heute noch siehst
- 7.Technik: Was die Avro-Modernisierung brachte
- 8.Fototipps für den kurzen Avro
- 9.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Avro International Aerospace (British Aerospace), heute BAE Systems |
|---|---|
| Familie | BAe 146-100/-200/-300 und Avro RJ70/RJ85/RJ100 |
| Basis | BAe 146-100 (gleicher Rumpf und Flügel) |
| ICAO-Typcode | RJ70 (die 146-100 läuft als B461) |
| Gebaute Exemplare | 12 |
| Erste Auslieferungen | Ende 1993 |
| Endmontage | Woodford bei Manchester |
| Triebwerke | 4 × LF 507 mit digitaler Triebwerksregelung (FADEC), heute Honeywell |
| Länge | rund 26,2 m |
| Spannweite | rund 26,3 m |
| Höhe | rund 8,6 m |
| Sitzplätze | 70 (fünf nebeneinander) bis 82 (sechs nebeneinander) |
| Max. Startgewicht | rund 38,1 t |
| Wirbelschleppenkategorie | M (Medium) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Schulterdecker mit vier kleinen Triebwerken unter dem Flügel – das Grundmuster der ganzen 146-Familie
- Hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung als Luftbremse aufspreizt
- Kürzester Rumpf der Familie: Rumpflänge und Spannweite sind fast gleich, die Maschine wirkt gedrungen
- Von der BAe 146-100 äußerlich kaum zu unterscheiden – sicher wird es erst mit Kennzeichen und Typcode (RJ70 statt B461)
- Hauptfahrwerk in Verkleidungen seitlich am Rumpf statt im Flügel
- Keine Schubumkehr: Gebremst wird mit der Heckklappe und Spoilern über die ganze Flügelbreite
Aktualisiert: Oktober 2026 – Hoch angesetzter Flügel, vier Triebwerke, T-Leitwerk und ein Rumpf, der kaum länger ist als die Flügel breit sind: Wenn dir so ein Flugzeug begegnet, hast du die kurze Version der BAe-146-Familie vor dir. Ob es eine originale 146-100 oder ihr modernisierter Nachfolger Avro RJ70 ist, lässt sich von außen kaum sagen. Genau darum geht es hier: Was den RJ70 ausmacht, warum er so selten gebaut wurde, wer ihn geflogen hat und wie du ihn sauber von seiner Vorgängerin abgrenzt.
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Was ist der Avro RJ70?
Der Avro RJ70 ist die überarbeitete Fassung der BAe 146-100, der kürzesten Version des vierstrahligen britischen Regionaljets. Die 146 hatte British Aerospace für kurze Strecken, kleine Flughäfen und lärmsensible Städte entworfen. Der Prototyp – eine 146-100 – flog am 3. September 1981 zum ersten Mal, 1983 nahm Dan-Air den Typ in Dienst. Die ganze Geschichte der Urversion steht im Steckbrief zur BAe 146-100.
Anfang der 1990er-Jahre entschied sich der Hersteller für eine gründliche Modernisierung. Die Flugzeuge liefen fortan unter dem traditionsreichen Namen Avro, gebaut von der Tochter Avro International Aerospace in Woodford bei Manchester. Die Ziffern im Namen geben grob die typische Sitzzahl an: RJ70, RJ85 und RJ100 entsprechen den Rumpflängen der 146-100, -200 und -300. Die kurze Version war die letzte, die auf den neuen Standard gebracht wurde. Die ersten RJ70 gingen Ende 1993 an die Kunden, nachdem der längere RJ85 bereits im Frühjahr 1993 bei Crossair angekommen war.
Kommerziell blieb der RJ70 ein Randprodukt. Laut der Flugsicherheits-Datenbank SKYbrary wurden nur zwölf Exemplare gebaut. Zum Vergleich: Über die gesamte Avro-RJ-Produktion kamen bis 2003 rund 170 Flugzeuge zusammen, der Löwenanteil davon RJ85 und RJ100.
RJ70 oder 146-100? Die Abgrenzung im Detail
Das ist die Frage, an der sich bei der kurzen Version alles entscheidet. Die kurze Antwort: Die Zelle ist gleich, das Innenleben nicht. Rumpf, Flügel, Leitwerk und Fahrwerk übernahm der RJ70 von der 146-100. Auch Abmessungen, Sitzplatzangebot und das maximale Startgewicht von rund 38,1 Tonnen stimmen in den gängigen Datenblättern überein.
Verändert hat Avro vor allem zwei Bereiche:
- Triebwerke: Statt der Lycoming ALF 502 bekam der RJ70 die weiterentwickelten LF 507. Sie arbeiten mit einer volldigitalen Triebwerksregelung (FADEC), die das Triebwerk elektronisch überwacht und steuert. Die Gondeln wurden für die RJ-Reihe überarbeitet. Heute betreut Honeywell die Triebwerke.
- Cockpit: Die RJ-Reihe erhielt digitale Avionik mit Bildschirmanzeigen (EFIS) statt der analogen Rundinstrumente der frühen 146.
| Merkmal | BAe 146-100 | Avro RJ70 |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B461 | RJ70 |
| Auslieferungen ab | 1983 | Ende 1993 |
| Endmontage | Hatfield | Woodford |
| Triebwerke | 4 × ALF 502R | 4 × LF 507 mit FADEC |
| Cockpit | analog | digital (EFIS) |
| Länge / Spannweite | ca. 26,2 m / 26,3 m | ca. 26,2 m / 26,3 m |
| Sitzplätze | 70–82 | 70–82 |
Praxis-Tipp: Kennzeichen schlägt Bauchgefühl
Gondelform und Details am Triebwerk sind auf Fotos aus größerer Distanz kaum auswertbar. Notier dir deshalb immer das Kennzeichen und prüf es danach im Register oder in einer Tracking-App: Steht dort RJ70, ist es der Avro, bei B461 die originale 146-100. Wie du ein Kennzeichen sicher liest, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Bei britischen Maschinen hilft dir das öffentliche Register weiter, wie in Britische G-Kennzeichen beschrieben. Ist ein Kennzeichen auf deinem Foto unscharf, findest du Tricks in Unlesbares Kennzeichen ermitteln.
So erkennst du den RJ70 im Feld
Die Familienzugehörigkeit ist schnell geklärt – hoher Flügel, vier Triebwerke und T-Leitwerk gibt es in dieser Kombination bei keinem anderen Regionaljet. Schwieriger ist die Frage, welche Rumpflänge du vor dir hast.
Familie bestimmen
Flügel oben auf dem Rumpf, vier kleine Triebwerke an kurzen Pylonen, Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse: Das ist die 146- bzw. Avro-RJ-Familie.
Proportionen prüfen
Beim RJ70 sind Rumpflänge und Spannweite mit jeweils gut 26 Metern fast gleich. Das Flugzeug wirkt gedrungen, der Abstand vom Flügel zur Nase ist kurz.
Kennzeichen abgleichen
Erst der Blick ins Register oder in die Flugdaten entscheidet, ob es ein RJ70 oder eine 146-100 ist. Beide Varianten sind heute selten – jede Sichtung lohnt den Abgleich.
Ein Detail, das dir die ganze Familie leicht macht: Das Heck endet in einem Konus, der sich bei der Landung wie eine Muschel nach links und rechts aufklappt. Diese große Luftbremse ersetzt die Schubumkehr, die die 146 nie hatte. Das Hauptfahrwerk sitzt in Verkleidungen seitlich am Rumpf, weil im hoch liegenden Flügel kein Platz dafür ist.
Verwechslungsgefahr mit anderen kleinen Jets
Ernsthafte Verwechslungen gibt es meist nur auf große Distanz oder im Gegenlicht, wenn du die Triebwerke nicht zählen kannst. In der Größenklasse um 70 Sitze waren in den 1990er-Jahren vor allem die Fokker 70 und der CRJ700 unterwegs, später kam die Embraer E170 dazu. Der Finder hilft dir beim Aussortieren.
Schnellbestimmung: kleiner Jet um 70 Sitze
Avro RJ70 oder BAe 146-100
Hoher Flügel, vier Triebwerke und ein kurzer Rumpf: die kleinste Version der Familie. Ob RJ70 oder 146-100, zeigt dir das Kennzeichen. Wirkt der Rumpf deutlich länger als die Spannweite, schau dir RJ85 und RJ100 an.
Hecktriebwerks-Jet
Zwei Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk sprechen für die Fokker 70 oder einen CRJ700. Der CRJ hat die deutlich schlankere, längere Nase.
Moderner Regionaljet
Zwei Triebwerke unter einem tief angesetzten Flügel deuten auf einen E-Jet wie die Embraer E170 oder einen Airbus A220.
Wie du die ganze Klasse der Regionaljets systematisch auseinanderhältst, zeigt der Guide Regionaljets erkennen.
Die Betreiber: kurze Karrieren, viele Wechsel
Die Geschichte des RJ70 ist eine Geschichte von Umwegen. Erstkunde war die US-Regionalairline Business Express aus Connecticut, die für Delta Connection flog und Anfang der 1990er-Jahre eine größere Bestellung aufgab. Der Einsatz währte kurz: Laut Flight International vom Januar 1996 gab die Airline ihre drei RJ70 zurück, zog sich aus dem Jetbetrieb zurück und wandelte neun weitere Festbestellungen in Optionen um. Der Ganzjahresbetrieb mit Regionaljets sei für sie damals nicht tragfähig gewesen.
Die drei Maschinen fanden schnell eine neue Heimat: Sie gingen an airBaltic in Lettland, die sie ab 1996 vom Flughafen Riga aus einsetzte. Rund zehn Jahre lang gehörte der kleine Vierstrahler zum Bild der jungen Airline. Eines der Flugzeuge war zwischendurch in Australien und kurz bei Azzurra Air in Italien im Einsatz und flog 2002 für einige Monate bei Drukair in Bhutan.
Im Mittelmeerraum war Air Malta ein wichtiger Kunde. Die Airline bestellte 1992 vier RJ70, zunächst für Verbindungen nach Sizilien, und flog sie laut Flottenübersicht von 1994 bis 1998 ab dem Flughafen Malta. In Italien setzte Azzurra Air – an der Air Malta beteiligt war – RJ70 und RJ85 im Auftrag von Alitalia ein, bis die Maschinen 2003 ausschieden.
Ab Ende 2006 wanderten mehrere ehemalige airBaltic-Flugzeuge weiter, unter anderem zu Air One, zur schwedischen Transwede und zu Malmö Aviation. In den Jahren 2012 und 2013 wurden diese drei Exemplare nach Angaben der Flottenhistorie in Rumänien verschrottet.
Flottenlisten sind schnell veraltet
Bei einer Serie von nur zwölf Flugzeugen mit so vielen Besitzerwechseln geraten Foren-Listen leicht durcheinander. Manche Maschinen wurden zwischen Airlines verleast, andere mehrfach umregistriert. Verlass dich bei der Zuordnung auf das Kennzeichen und aktuelle Registerdaten.
Wo du einen RJ70 heute noch siehst
Stand Oktober 2026 spielt der RJ70 im regulären Linienverkehr in Europa keine Rolle mehr. Mehrere Exemplare sind verschrottet, die übrigen fliegen in Nischen. Ein bekanntes Beispiel ist der britische Technologie- und Testdienstleister QinetiQ, der einen RJ70 betreibt und ihn 2023 beim Royal International Air Tattoo in Fairford im Static Display gezeigt hat. Airshows sind deshalb eine der realistischeren Gelegenheiten, den kurzen Avro aus der Nähe zu erleben – einen Überblick über lohnende Veranstaltungen findest du in Airshows in Europa für Planespotter.
Realistische Chancen
- Airshows in Großbritannien: Spezial- und Testflugzeuge stehen dort gelegentlich im Static Display.
- Flugverfolgung: Ein Filter auf RJ70 zeigt dir, ob überhaupt ein Exemplar in der Luft ist.
Mit Glück
- Überführungs- und Wartungsflüge
- Charter- oder Sonderflüge kleinerer Betreiber außerhalb der EU
- Abgestellte Maschinen auf Flugzeugparkplätzen
Eher nicht mehr
- Regelmäßige Linienflüge in Europa
- airBaltic-, Air-Malta- oder Alitalia-Farben im Alltag
- Planbare Umläufe an deutschen Flughäfen
Für die Suche filterst du in deiner Tracking-App nach RJ70 und – für die äußerlich gleiche Schwester – nach B461. Wie ADS-B-Daten zustande kommen und warum manche Flüge fehlen, erklärt Flugverfolgung mit ADS-B. Willst du ein konkretes Exemplar im Auge behalten, hilft dir der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Kein RJ70 mehr verpassen
Setz RJ70 und B461 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn ein Exemplar bei deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wie besonders deine Sichtung wirklich ist, kannst du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen bewerten – ein RJ70 landet dabei garantiert weit oben. Allgemeine Strategien für die Jagd auf Raritäten stehen in Seltene Flugzeuge spotten. Und wo ausgemusterte Flugzeuge häufig landen, erklärt Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.
Technik: Was die Avro-Modernisierung brachte
Die 146 war Ende der 1970er-Jahre mit einem klaren Ziel entstanden: kurze Pisten, steile Anflüge, wenig Lärm. Vier kleine Mantelstromtriebwerke lieferten genug Schub für kurze Starts, der hohe Flügel mit großen Landeklappen erlaubte langsame Anflüge. Deshalb gehörte die Familie zu den ersten Jets, die am Flughafen London City mit seinem steilen Anflug zugelassen wurden. Für den RJ70 blieb dieses Grundkonzept unverändert.
Die LF 507 mit FADEC vereinfachten Überwachung und Betrieb der Triebwerke, das digitale Cockpit erleichterte den zwei Piloten die Arbeit. Laut Datenblatt kommt der RJ70 mit 82 Passagieren rund 3.900 Kilometer weit und braucht zum Start nur rund 1.200 Meter Piste. Das passte gut zu Inselflughäfen und Regionalverbindungen, wie sie Air Malta und airBaltic im Programm hatten.
Am Grundproblem änderte die Modernisierung aber nichts: Vier Triebwerke bedeuten mehr Wartung und mehr Verbrauch als zwei. Ausgerechnet in der Klasse um 70 Sitze traf der RJ70 außerdem auf starke Zweistrahler-Konkurrenz. Eine nochmals verbesserte Generation namens RJX mit neuen Triebwerken stoppte BAE Systems im November 2001 – eine RJX-70 wurde nie gebaut. Mehr zur Geschichte des Herstellers liest du im Porträt von BAE Systems.
Gut zu wissen: der Name Avro
Avro war ursprünglich ein eigenständiger britischer Flugzeugbauer, bekannt etwa durch die Lancaster und die Vulcan. Der traditionsreiche Name wurde für die Regionaljet-Sparte in Woodford wiederbelebt, wo einst auch Avro-Flugzeuge entstanden waren.
Fototipps für den kurzen Avro
Wenn dir ein RJ70 vor die Linse kommt, ist das meist eine einmalige Gelegenheit. Plane deshalb so viel wie möglich vorher.
Seitenprofil sichern
Die gedrungenen Proportionen sind das, was den RJ70 von RJ85 und RJ100 unterscheidet. Ein sauberes Profilbild belegt die Rumpflänge am besten.
Kennzeichen lesbar halten
Da die Abgrenzung zur 146-100 am Kennzeichen hängt, sollte mindestens ein Bild die Registrierung scharf zeigen.
Mehr Brennweite
Mit gut 26 Metern Länge ist der RJ70 kleiner als ein A318. Am selben Standpunkt brauchst du mehr Brennweite – Hinweise im Guide Objektiv und Brennweite für Planespotting.
Licht vorab planen
Bei einem seltenen Gast entscheidet das Licht. Mit dem Sonnenstand-Planer siehst du, wo die Sonne zur Ankunftszeit steht.
Aus welcher Richtung die Maschine landet, hängt von der Betriebsrichtung ab – mehr dazu in Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Bereit für einen RJ70?
- Ich habe RJ70 und B461 als Filter in meiner Tracking-App gesetzt.
- Ich kenne Kennzeichen und voraussichtliche Ankunftszeit der Maschine.
- Ich weiß, welche Piste voraussichtlich in Betrieb ist.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Serienbild eingestellt.
Fazit
Der Avro RJ70 ist die kurze, modernisierte Ausgabe der BAe 146-100: gleiche Zelle, aber LF-507-Triebwerke mit FADEC und digitales Cockpit. Mit nur zwölf Exemplaren blieb er die kleinste Serie der Avro-RJ-Reihe und wechselte zwischen Business Express, airBaltic, Air Malta, Azzurra Air und weiteren Betreibern häufig den Besitzer. Von außen ist er von der 146-100 kaum zu unterscheiden, gegen RJ85 und RJ100 hilft die Rumpflänge.
Kurzfazit
Hoher Flügel, vier Triebwerke und ein Rumpf so lang wie die Spannweite: Das ist die kurze 146-Version. Steht im Register RJ70, hast du einen der nur zwölf gebauten Avro RJ70 erwischt – eine der seltensten Sichtungen, die die Jumbolino-Familie zu bieten hat.
Zusammenfassung
- Der Avro RJ70 übernahm Ende 1993 den kurzen Rumpf der BAe 146-100 und kombinierte ihn mit neuen Triebwerken und moderner Elektronik.
- Mit zwölf Exemplaren blieb er die kleinste Serie der Avro-RJ-Reihe, die meisten Maschinen wechselten mehrfach den Betreiber.
- Von außen trennst du RJ70 und 146-100 praktisch nur über das Kennzeichen; gegen RJ85 und RJ100 hilft die Rumpflänge.
- Wer ihn sehen will, braucht Flugverfolgung mit dem Filter RJ70 – und viel Geduld.
Häufige Fragen
Was ist der Avro RJ70?
Der RJ70 ist die kürzeste Version der Avro-RJ-Reihe, also der modernisierten BAe 146. Er basiert auf dem Rumpf der 146-100, bietet rund 70 bis 82 Sitzplätze und wurde ab Ende 1993 ausgeliefert. Insgesamt entstanden nur zwölf Exemplare.
Was unterscheidet den RJ70 von der BAe 146-100?
Rumpf, Flügel und Abmessungen sind gleich. Der RJ70 bekam die weiterentwickelten LF-507-Triebwerke mit digitaler Triebwerksregelung (FADEC) statt der ALF 502 sowie ein Cockpit mit digitaler Avionik. Von außen siehst du davon kaum etwas – Kennzeichen und Typcode bringen Klarheit.
Welchen ICAO-Typcode hat der Avro RJ70?
Der Avro RJ70 läuft unter RJ70. Die äußerlich nahezu gleiche BAe 146-100 hat den Code B461. Wer nach der kurzen Version sucht, filtert am besten nach beiden.
Wie viele Avro RJ70 wurden gebaut?
Nach Angaben der Flugsicherheits-Datenbank SKYbrary wurden zwölf RJ70 gebaut. Damit ist er das mit Abstand seltenste Serienmodell der Avro-RJ-Familie.
Wie unterscheide ich RJ70, RJ85 und RJ100?
Alle drei teilen Flügel, Leitwerk und Triebwerke, unterscheiden sich aber in der Rumpflänge: rund 26,2 m beim RJ70, rund 28,6 m beim RJ85 und rund 31 m beim RJ100. Beim RJ70 wirken Rumpflänge und Spannweite fast gleich groß – der kompakteste Eindruck der Familie.
Welche Airlines flogen den RJ70?
Die US-Regionalairline Business Express setzte ihn als erste ein, gab ihre drei Maschinen aber 1996 zurück; sie flogen danach bei airBaltic. Air Malta flog vier RJ70, Azzurra Air in Italien setzte den Typ für Alitalia ein. Später tauchten Maschinen unter anderem bei Air One, Transwede, Malmö Aviation und kurzzeitig bei Drukair in Bhutan auf.
Fliegt der Avro RJ70 noch?
Im europäischen Linienverkehr praktisch nicht mehr. Einzelne Exemplare sind noch als Spezial- oder Testflugzeuge unterwegs, so zeigte der britische Technologiekonzern QinetiQ 2023 einen RJ70 beim Royal International Air Tattoo. Viele andere Maschinen sind verschrottet. Prüf aktuelle Bewegungen immer tagesaktuell in einer Tracking-App.
Avro RJ70 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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