Binter Canarias

Die Airline der Kanarischen Inseln: ATR-Turboprops im Inselhüpfer-Takt, Embraer E195-E2 für Festland, Madeira und Westafrika – und Flugzeuge mit Namen aus dem kanarischen Alltag.

Auch bekannt als: Binter · Binter Canarias S.A. · Canarias Airlines · Canair · Naysa · NT

SpanienSpanienRegionalfluggesellschaftenIATA: NTICAO: IBB11 Min. Lesezeit

NT

IATA-Code

IBB

ICAO-Code

132

Sitze in der E195-E2

2019

Erster E195-E2-Betreiber Europas

Das Wichtigste in Kürze

  • Binter Canarias ist die Airline der Kanarischen Inseln mit Drehkreuzen auf Gran Canaria und Teneriffa-Nord.
  • Codes: IATA NT, ICAO IBB, Rufzeichen „BINTER“ – der ICAO-Code erinnert noch an die Herkunft als Iberia-Tochter.
  • Zwei Typen prägen die Flotte: ATR 72-600 für die Inselstrecken und Embraer E195-E2 für längere Flüge.
  • Binter war 2019 der erste europäische Betreiber der E195-E2 und baut die Jet-Flotte weiter aus.
  • Hinter der Marke stehen mehrere Flugbetriebe: Canair und Naysa fliegen die ATR im Binter-Netz.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Binter Canarias im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Eine Marke, mehrere Flugbetriebe
  4. 4.Die Flotte: ATR für die Inseln, Embraer für die Ferne
  5. 5.ATR oder E2? So unterscheidest du sie
  6. 6.Woran du Binter erkennst
  7. 7.Streckennetz: von La Gomera bis Dakar
  8. 8.Binter spotten: am besten auf den Kanaren
  9. 9.Binter im spanischen Markt
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeNT
ICAO-CodeIBB
RufzeichenBINTER
DrehkreuzeLPA, TFN
GeschäftsmodellRegionalairline mit dichtem Inselverkehr zwischen den Kanaren, dazu Strecken aufs spanische Festland, zu den Balearen, nach Portugal und Westafrika
SitzGran Canaria (Telde) und Teneriffa (San Cristóbal de La Laguna), Spanien
Gegründet1988 als Tochter von Iberia, Flugbetrieb ab März 1989
EigentümerSeit 2002 in privater Hand kanarischer Investoren (damals Kauf durch Hesperia Inversiones Aéreas)
DrehkreuzeGran Canaria (LPA) und Teneriffa-Nord (TFN)
FlugbetriebeATR-Flüge werden von den Konzerngesellschaften Canarias Airlines (Canair) und Naysa durchgeführt
Allianzkeine; Codeshares u. a. mit Iberia und Azores Airlines
Flotte (Stand 2025/26)Rund zwei Dutzend ATR 72-600 mit rund 70 Sitzen und 16 Embraer E195-E2 mit 132 Sitzen
BestellungenWeitere ATR 72-600 und Embraer E195-E2 mit Auslieferung ab 2027; die E2-Flotte soll auf bis zu 25 Jets wachsen
VielfliegerprogrammBinterMás

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Binter Canarias?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Großer Schriftzug „Binter“ am weißen Rumpf
  • Schwungvolle Linien in der Bemalung, die an die Passatwinde der Kanaren erinnern
  • Meist eine ATR 72-600: Schulterdecker mit zwei Propellern und T-Leitwerk
  • Auf längeren Strecken eine Embraer E195-E2 mit großen Triebwerken und langen, schlanken Flügeln ohne Winglets
  • Spanisches Kennzeichen mit EC- am Rumpf
  • Flugnummer beginnt mit NT, auf dem Tracker steht IBB

Wer auf den Kanaren Urlaub macht, kommt an Binter nicht vorbei. Während Ferienflieger aus ganz Europa die großen Pisten auf Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote füllen, hält Binter die Inseln untereinander zusammen – mit Turboprops, die im dichten Takt pendeln, und modernen Embraer-Jets für die längeren Strecken. Für dich als Spotter ist das eine angenehme Abwechslung zu den üblichen 737 und A320: Propellerflugzeuge, kurze Pisten, Inselkulisse. Diese Seite zeigt dir, wie du Binter einordnest und worauf du achten solltest.

Jede ATR einzeln im Hangar

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Binter Canarias im Überblick

Binter Canarias ist die Regionalairline der Kanarischen Inseln. Gegründet wurde sie 1988 als Tochter von Iberia, um den Inselverkehr zu übernehmen, den bis dahin Iberia und Aviaco geflogen waren. Im März 1989 startete der Flugbetrieb – damals mit vier Turboprops vom Typ CASA CN-235.

Ende der 1990er-Jahre leitete der spanische Staat die Privatisierung ein, 2002 kaufte eine Gruppe kanarischer Investoren über Hesperia Inversiones Aéreas die Airline. Seitdem ist Binter ein Unternehmen von den Inseln für die Inseln – und hat sich vom reinen Inselhüpfer zu einer Airline mit Strecken bis aufs spanische Festland, nach Portugal und nach Westafrika entwickelt.

Die beiden Drehkreuze liegen auf den zwei großen Inseln: am Flughafen Gran Canaria (LPA) und in Teneriffa-Nord (TFN). Von hier aus erreicht Binter jede Kanareninsel mit Flughafen, auch die kleinen Plätze auf La Gomera, El Hierro und La Palma. Einer Allianz gehört Binter nicht an, arbeitet aber per Codeshare unter anderem mit Iberia und Azores Airlines zusammen.

NTIATA-Code in der Flugnummer
IBBICAO-Code auf dem Tracker
EC-Spanisches Kennzeichen-Präfix

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code NT: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
  • ICAO-Code IBB: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf vielen Flugtrackern.
  • Rufzeichen BINTER: so meldet sich die Besatzung im Funk.

Der ICAO-Code IBB wirkt auf den ersten Blick unpassend, ergibt aber mit Blick auf die Geschichte Sinn: Binter entstand als Iberia-Tochter, und das I am Anfang erinnert bis heute daran. Warum IATA- und ICAO-Codes so oft unterschiedlich aussehen, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Und wenn dich der Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen interessiert, lies Callsign und Flugnummer.

Tracker richtig lesen

Hinter der Marke Binter stehen mehrere Flugbetriebe. Die ATR-Flüge führen Konzerngesellschaften wie Canarias Airlines und Naysa durch. Siehst du im Tracker bei einer Binter-ATR einen anderen Betreiber als erwartet, ist das kein Fehler – notiere dir einfach Kennzeichen und Betreiber getrennt von der NT-Flugnummer.

Eine Marke, mehrere Flugbetriebe

Binter ist heute eher eine Gruppe als eine einzelne Airline. Für die Passagiere bleibt das unsichtbar: Alles läuft unter der Marke Binter und unter NT-Flugnummern. Für dich als Spotter ist es trotzdem gut zu wissen, wer im Hintergrund fliegt.

Gesellschaft Rolle Seit Spotter-Hinweis
Binter Canarias Marke, Vertrieb, Netz 1989 Gesicht der Gruppe nach außen
Canarias Airlines (Canair) Flugbetrieb für ATR-Flüge 2011 Fliegt ATR 72-600 in Binter-Optik
Naysa Flugbetrieb für ATR-Flüge 2023 (neu gestartet) Name einer früheren Gesellschaft, die 2018 in Binter aufging
Binter Cabo Verde Inselverkehr auf den Kapverden bis 2021 Verkauft, heute kein Teil von Binter mehr

Die Aufteilung betrifft vor allem die ATR-Flotte. Laut den verfügbaren Flottenübersichten verteilen sich die ATR 72-600 etwa zur Hälfte auf Canair und Naysa. Alle tragen dieselbe Bemalung und dasselbe EC-Kennzeichen-Präfix – am Rumpf siehst du den Unterschied also nicht.

Die Flotte: ATR für die Inseln, Embraer für die Ferne

Die Flotte von Binter ist kompakt und überschaubar. Seit der Ausmusterung der letzten ATR 72-500 im Jahr 2024 besteht sie nur noch aus zwei Typen:

Typ Anzahl (Stand 2025/26) Sitze Einsatz Spotter-Hinweis
ATR 72-600 rund zwei Dutzend rund 70 vor allem Inselverkehr Rückgrat der Flotte, im Dauereinsatz zwischen den Inseln
Embraer E195-E2 16 132 Festland, Balearen, Azoren, Westafrika, starke Inselstrecken Binter war 2019 erster E2-Betreiber in Europa
ATR 72-600 (bestellt) 4 fest, 5 Optionen – Auslieferung 2027 bis 2031 Ersatz und Wachstum im Inselnetz
Embraer E195-E2 (bestellt) 5 fest, 4 Kaufrechte 132 Auslieferung ab 2027 Flotte soll auf bis zu 25 E2 wachsen

Die ATR 72-600 ist das Arbeitspferd. Binter fliegt ATR schon seit den 1990er-Jahren und hat die Flotte über mehrere Generationen bis zur aktuellen -600-Version erneuert. Auf den kurzen Inselstrecken spielt der Turboprop seine Stärken aus: kurze Pisten, wenig Verbrauch, schnelle Bodenzeiten. Hersteller ist der europäische Regionalflugzeugbauer ATR.

Die Embraer E195-E2 brachte Binter Ende 2019 als erste europäische Airline in den Liniendienst. Mit 132 Sitzen ist sie bei Binter etwas weniger dicht bestuhlt als bei vielen anderen Betreibern. Sie fliegt dorthin, wo die ATR an ihre Reichweite stößt: nach Madrid und auf andere Ziele auf dem Festland, zu den Balearen und auf die Azoren, zu Zielen in Nord- und Westafrika – und auf Inselstrecken, auf denen ein Turboprop nicht genug Platz bietet.

In der Vergangenheit war die Flotte bunter. Neben den frühen CN-235 und ATR 72 der älteren Generation flog Binter unter anderem Regionaljets von Bombardier, darunter die CRJ900 – verwandt mit der Bombardier CRJ900, die du heute noch bei anderen Airlines siehst. Diese Typen sind bei Binter inzwischen Geschichte.

Nur noch die E2 fehlt?

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ATR oder E2? So unterscheidest du sie

Verwechseln wirst du die beiden Typen kaum – trotzdem lohnt ein Blick auf die Details, gerade wenn du aus größerer Entfernung oder gegen das Licht fotografierst.

Das spricht für die ATR 72-600

  • Zwei Propeller an Triebwerken unter einem hoch angesetzten Flügel
  • T-Leitwerk mit Höhenruder oben auf der Seitenflosse
  • Fahrwerk in Verkleidungen seitlich am Rumpf
  • Auf Trackern als AT76 geführt

Das spricht für die E195-E2

  • Zwei große Mantelstromtriebwerke unter tief angesetzten Flügeln
  • Lange, schlanke Flügel ohne klassische Winglets
  • Höhenruder am Rumpfende statt oben auf dem Leitwerk
  • Auf Trackern als E295 geführt

Spannender ist die Frage, ob du eine E195-E2 oder die kürzere E190-E2 vor dir hast. Bei Binter ist die Antwort einfach: Die Airline fliegt nur die größere E195-E2. Bei anderen Airlines lohnt es sich, die Rumpflänge im Verhältnis zur Tür- und Fensteranordnung zu vergleichen. Auch die kleinere Schwester der ATR 72, die ATR 42-600, gehört nicht zur aktuellen Binter-Flotte.

Propeller richtig fotografieren

Mit zu kurzer Verschlusszeit wirken die Propeller der ATR eingefroren, als stünden die Triebwerke still. Wähle eine etwas längere Zeit und ziehe sauber mit. Wie das geht, zeigt der Guide Propeller fotografieren.

Woran du Binter erkennst

Am auffälligsten ist der große „Binter“-Schriftzug am weißen Rumpf. Dazu kommen geschwungene Linien in der Bemalung, die an die Passatwinde erinnern, die das Wetter auf den Kanaren prägen. Laut dem Designer der Crew-Uniformen von 2019 greifen auch die Muster auf den Uniformen dieses Motiv auf – so wie die Flugzeuge.

Ein schönes Detail für Spotter sind die Flugzeugnamen. Binter tauft seine Maschinen traditionell auf Begriffe aus dem kanarischen Alltag – etwa „Timple“, ein kleines Saiteninstrument, oder „Gofio“, ein geröstetes Getreidemehl, das auf den Inseln überall auf den Tisch kommt. Seit einigen Jahren tragen einzelne Flugzeuge auch die Namen bekannter Persönlichkeiten oder Institutionen: 2023 erhielt zum Beispiel eine neue ATR 72-600 mit dem Kennzeichen EC-OAN den Namen des kanarischen Humoristen Manolo Vieira. Bei den E2 findest du zum Teil Namen von Inseln und Orten.

Alle Binter-Flugzeuge sind in Spanien registriert und tragen ein Kennzeichen mit EC- vorn. Wie spanische und andere Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.

Achtung Verwechslung

Auf den Kanaren fliegen weitere ATR-Betreiber, darunter kleinere Inselairlines. Eine ATR auf einer kurzen Inselstrecke ist deshalb nicht automatisch Binter. Achte auf den Schriftzug am Rumpf und gleich die Registrierung im Tracker ab.

Streckennetz: von La Gomera bis Dakar

Das Netz von Binter lässt sich grob in vier Bereiche teilen:

  • Inselverkehr: Verbindungen zwischen Gran Canaria, Teneriffa-Nord und -Süd, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro. Das ist das Herzstück der Airline.
  • Spanisches Festland und Balearen: unter anderem Madrid, Palma de Mallorca, Menorca sowie Ziele im Norden Spaniens wie Asturien, A Coruña, Vigo oder Santander.
  • Portugal: Madeira mit Funchal und Porto Santo, dazu Ponta Delgada auf den Azoren.
  • Afrika: Ziele in Marokko, in der Westsahara, in Senegal, Mauretanien und auf den Kapverden.

Streckennetze ändern sich laufend. Binter hat in den vergangenen Jahren auch Ziele in Frankreich und Italien ausprobiert und wieder eingestellt. Prüf deshalb vor einer Spottingreise immer den aktuellen Flugplan. Nach Deutschland fliegt Binter nach den uns vorliegenden Informationen nicht.

Binter spotten: am besten auf den Kanaren

Weil Binter Deutschland nicht anfliegt, musst du für eine Sichtung auf Reisen gehen – oder du triffst die Airline auf dem spanischen Festland, etwa am Flughafen Madrid-Barajas oder in Palma de Mallorca. Die beste Ausbeute hast du aber auf den Inseln selbst.

Auf Gran Canaria und in Teneriffa-Nord liegt das Zentrum des Betriebs. Hier startet und landet Binter über den ganzen Tag verteilt, und du siehst ATR und E2 oft im Wechsel. Teneriffa-Nord ist für Spotter besonders reizvoll, weil dort vor allem Inselverkehr und Flüge aufs Festland abgefertigt werden – Binter prägt das Bild deutlich.

Auf Lanzarote kombinierst du Binter mit dem dichten Ferienverkehr aus ganz Europa. Am Strand von Playa Honda kommen die Anflüge direkt über das Wasser herein, und zwischen den Ferienjets landen regelmäßig die ATR von Binter. Wie du den Spot nutzt, beschreibt die Seite zu Playa Honda am Flughafen Lanzarote. Mehr Ideen für deine nächste Reise findest du in Die besten Spotting-Spots in Europa.

Flugplan prüfen

Schau, welche NT-Flüge an deinem Flughafen im Plan stehen und ob ATR oder E2 eingesetzt wird.

Betriebsrichtung lesen

Wind und Landerichtung entscheiden, auf welcher Seite der Piste du stehen solltest. Prüf sie vor der Tour.

Licht planen

Die Inselsonne steht hoch und hart. Morgens und am späten Nachmittag bekommst du die schöneren Bilder.

Sauber notieren

Halte Kennzeichen, Flugzeugname und Typ fest. So bleibt die Sichtung im Logbuch eindeutig.

Für die Planung helfen dir die Guides zur Betriebsrichtung am Flughafen und zum Sonnenstand am Fotospot. Und wer verfolgen will, welche Binter-Maschine gerade wo unterwegs ist, findet Tipps im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Gute Chancen auf Binter, wenn …

  • du auf Gran Canaria oder in Teneriffa-Nord spottest
  • du auf einer anderen Kanareninsel bist – Binter verbindet sie alle
  • du in Madrid oder auf den Balearen spottest und NT-Flüge im Plan stehen

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach älteren Berichten über Strecken nach Frankreich oder Italien planst
  • du auf Madeira oder den Azoren unterwegs bist und nur wenige Flüge pro Woche stattfinden

Eher kein Binter-Tag, wenn …

  • du an einem deutschen Flughafen stehst – dort fliegt Binter nicht

Sicherheit und Regeln

Fotografiere auch im Urlaub nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen gehören nicht in die Nähe von Flughäfen. Was du beachten solltest, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Binter im spanischen Markt

Im spanischen Luftverkehr füllt Binter eine Nische, die keine andere große Airline so dicht bedient. Iberia und Iberia Express verbinden die Kanaren vor allem mit Madrid. Auch andere spanische Airlines wie Air Europa oder Vueling sind im Verkehr zwischen Kanaren und Festland unterwegs. Den Verkehr zwischen den Inseln aber trägt im Wesentlichen Binter.

Im europäischen Vergleich erinnert das Modell an andere Regionalairlines, die abgelegene Gebiete erschließen – etwa Widerøe an der norwegischen Küste oder Loganair auf den schottischen Inseln. Auch dort prägen Turboprops das Bild, und auch dort ist die Airline für viele Inselbewohner die wichtigste Verbindung zur Außenwelt.

Häufige Verwechslungen

  • IBB für einen Tippfehler halten – der ICAO-Code von Binter ist tatsächlich IBB, ein Erbe der Iberia-Zeit.
  • Jede ATR auf den Kanaren für Binter halten – auch andere Airlines fliegen dort Turboprops. Der Schriftzug entscheidet.
  • Canair oder Naysa als eigene Airline notieren – sie fliegen im Binter-Netz, unter NT-Flugnummern und in Binter-Optik.
  • Die E2 mit einer älteren E195 verwechseln – die E2 hat deutlich größere Triebwerke und längere Flügel. Die alte E-Jet-Generation fliegt Binter nicht.
  • Binter Cabo Verde für eine aktuelle Tochter halten – die Gesellschaft wurde 2021 verkauft.

Binter im Blick behalten

Beobachte einzelne Kennzeichen oder die E195-E2 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Binter Canarias ist die Airline, die du im Kanaren-Urlaub fast zwangsläufig siehst – und die sich trotzdem lohnt, genauer hinzuschauen. Eine kompakte Flotte aus ATR 72-600 und Embraer E195-E2, Flugzeugnamen aus dem kanarischen Alltag und mehrere Flugbetriebe hinter einer Marke machen aus einer Urlaubssichtung einen spannenden Logbuch-Eintrag. Wer Kennzeichen und Namen mitnotiert, hat am Ende eine kleine, aber feine Sammlung.

Kurzfazit

Binter Canarias (IATA NT, ICAO IBB) ist die Regionalairline der Kanaren mit ATR 72-600 für die Inseln und Embraer E195-E2 für die Ferne. Spotten kannst du sie vor allem auf den Kanaren selbst – nach Deutschland fliegt Binter nicht.

Zusammenfassung

  • Binter erkennst du am großen „Binter“-Schriftzug und an der kompakten Flotte aus ATR 72-600 und Embraer E195-E2.
  • Die besten Chancen hast du auf den Kanaren selbst: Auf Gran Canaria und Teneriffa-Nord startet und landet Binter im dichten Takt.
  • Die ATR fliegen die kurzen Inselhüpfer, die E2 bedienen Festland, Balearen, Madeira, Azoren und Ziele in Nord- und Westafrika.
  • Für saubere Logbuch-Einträge lohnt der Blick auf Kennzeichen und Flugzeugnamen – viele Binter-Maschinen tragen einen eigenen Namen.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Binter Canarias?

Der IATA-Code ist NT, der ICAO-Code IBB. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „BINTER“. Das I im ICAO-Code ist ein Überbleibsel aus der Gründungszeit, als Binter zu Iberia gehörte.

Gehört Binter Canarias zu einer Allianz?

Nein. Binter ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet aber mit Partnern zusammen, etwa per Codeshare mit Iberia und Azores Airlines.

Welche Flugzeuge fliegt Binter?

Binter setzt auf zwei Typen: die ATR 72-600 mit rund 70 Sitzen, vor allem zwischen den Inseln, und die Embraer E195-E2 mit 132 Sitzen für längere Strecken. 2025/26 umfasst die Flotte rund zwei Dutzend ATR und 16 E2. Ältere ATR 72-500 hat Binter 2024 ausgemustert.

Was sind Canair und Naysa?

Das sind Flugbetriebe der Binter-Gruppe. Canarias Airlines (Canair) wurde 2011 gegründet, Naysa fliegt in der heutigen Form seit 2023. Beide führen ATR-Flüge im Binter-Netz durch. Für Passagiere ist das kaum sichtbar, für Spotter kann es beim Abgleich mit dem Tracker eine Rolle spielen.

Wo hat Binter seine Basen?

Die beiden Drehkreuze sind der Flughafen Gran Canaria (LPA) und Teneriffa-Nord (TFN). Von dort aus verbindet Binter alle Inseln mit Flughafen – auch die kleinen Plätze auf La Gomera, El Hierro und La Palma.

Fliegt Binter nach Deutschland?

Nach den uns vorliegenden Informationen gehört Deutschland nicht zum Streckennetz. Binter konzentriert sich auf die Kanaren, das spanische Festland, die Balearen, Portugal mit Madeira und den Azoren sowie Ziele in Marokko und Westafrika. Wenn du Binter sehen willst, ist eine Reise auf die Kanaren der sicherste Weg.

Warum haben Binter-Flugzeuge Namen?

Binter tauft seine Flugzeuge traditionell auf Begriffe aus dem kanarischen Alltag, etwa „Timple“ (ein kleines Saiteninstrument) oder „Gofio“. Inzwischen tragen einzelne Maschinen auch die Namen von Persönlichkeiten oder Institutionen, die E2 zum Teil Namen von Inseln und Orten. Für Spotter ist der Name ein schönes Zusatzdetail im Logbuch.

Wann kommen neue Flugzeuge zu Binter?

Binter hat im September 2025 vier weitere ATR 72-600 fest bestellt, dazu Optionen auf fünf mehr – Auslieferung zwischen 2027 und 2031. Im Juli 2026 kamen fünf feste Bestellungen für die E195-E2 und Kaufrechte für vier weitere dazu. Ab 2027 soll die E2-Flotte so auf bis zu 25 Jets wachsen.

Binter Canarias im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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