Das Wichtigste in Kürze
- Binter Canarias ist die Airline der Kanarischen Inseln mit Drehkreuzen auf Gran Canaria und Teneriffa-Nord.
- Codes: IATA NT, ICAO IBB, Rufzeichen „BINTER“ – der ICAO-Code erinnert noch an die Herkunft als Iberia-Tochter.
- Zwei Typen prägen die Flotte: ATR 72-600 für die Inselstrecken und Embraer E195-E2 für längere Flüge.
- Binter war 2019 der erste europäische Betreiber der E195-E2 und baut die Jet-Flotte weiter aus.
- Hinter der Marke stehen mehrere Flugbetriebe: Canair und Naysa fliegen die ATR im Binter-Netz.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Binter Canarias im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Eine Marke, mehrere Flugbetriebe
- 4.Die Flotte: ATR für die Inseln, Embraer für die Ferne
- 5.ATR oder E2? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Binter erkennst
- 7.Streckennetz: von La Gomera bis Dakar
- 8.Binter spotten: am besten auf den Kanaren
- 9.Binter im spanischen Markt
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | NT |
|---|---|
| ICAO-Code | IBB |
| Rufzeichen | BINTER |
| Drehkreuze | LPA, TFN |
| Geschäftsmodell | Regionalairline mit dichtem Inselverkehr zwischen den Kanaren, dazu Strecken aufs spanische Festland, zu den Balearen, nach Portugal und Westafrika |
| Sitz | Gran Canaria (Telde) und Teneriffa (San Cristóbal de La Laguna), Spanien |
| Gegründet | 1988 als Tochter von Iberia, Flugbetrieb ab März 1989 |
| Eigentümer | Seit 2002 in privater Hand kanarischer Investoren (damals Kauf durch Hesperia Inversiones Aéreas) |
| Drehkreuze | Gran Canaria (LPA) und Teneriffa-Nord (TFN) |
| Flugbetriebe | ATR-Flüge werden von den Konzerngesellschaften Canarias Airlines (Canair) und Naysa durchgeführt |
| Allianz | keine; Codeshares u. a. mit Iberia und Azores Airlines |
| Flotte (Stand 2025/26) | Rund zwei Dutzend ATR 72-600 mit rund 70 Sitzen und 16 Embraer E195-E2 mit 132 Sitzen |
| Bestellungen | Weitere ATR 72-600 und Embraer E195-E2 mit Auslieferung ab 2027; die E2-Flotte soll auf bis zu 25 Jets wachsen |
| Vielfliegerprogramm | BinterMás |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Binter Canarias?
- Großer Schriftzug „Binter“ am weißen Rumpf
- Schwungvolle Linien in der Bemalung, die an die Passatwinde der Kanaren erinnern
- Meist eine ATR 72-600: Schulterdecker mit zwei Propellern und T-Leitwerk
- Auf längeren Strecken eine Embraer E195-E2 mit großen Triebwerken und langen, schlanken Flügeln ohne Winglets
- Spanisches Kennzeichen mit EC- am Rumpf
- Flugnummer beginnt mit NT, auf dem Tracker steht IBB
Wer auf den Kanaren Urlaub macht, kommt an Binter nicht vorbei. Während Ferienflieger aus ganz Europa die großen Pisten auf Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote füllen, hält Binter die Inseln untereinander zusammen – mit Turboprops, die im dichten Takt pendeln, und modernen Embraer-Jets für die längeren Strecken. Für dich als Spotter ist das eine angenehme Abwechslung zu den üblichen 737 und A320: Propellerflugzeuge, kurze Pisten, Inselkulisse. Diese Seite zeigt dir, wie du Binter einordnest und worauf du achten solltest.
Jede ATR einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst, welche Binter-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Binter Canarias im Überblick
Binter Canarias ist die Regionalairline der Kanarischen Inseln. Gegründet wurde sie 1988 als Tochter von Iberia, um den Inselverkehr zu übernehmen, den bis dahin Iberia und Aviaco geflogen waren. Im März 1989 startete der Flugbetrieb – damals mit vier Turboprops vom Typ CASA CN-235.
Ende der 1990er-Jahre leitete der spanische Staat die Privatisierung ein, 2002 kaufte eine Gruppe kanarischer Investoren über Hesperia Inversiones Aéreas die Airline. Seitdem ist Binter ein Unternehmen von den Inseln für die Inseln – und hat sich vom reinen Inselhüpfer zu einer Airline mit Strecken bis aufs spanische Festland, nach Portugal und nach Westafrika entwickelt.
Die beiden Drehkreuze liegen auf den zwei großen Inseln: am Flughafen Gran Canaria (LPA) und in Teneriffa-Nord (TFN). Von hier aus erreicht Binter jede Kanareninsel mit Flughafen, auch die kleinen Plätze auf La Gomera, El Hierro und La Palma. Einer Allianz gehört Binter nicht an, arbeitet aber per Codeshare unter anderem mit Iberia und Azores Airlines zusammen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code NT: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code IBB: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf vielen Flugtrackern.
- Rufzeichen BINTER: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der ICAO-Code IBB wirkt auf den ersten Blick unpassend, ergibt aber mit Blick auf die Geschichte Sinn: Binter entstand als Iberia-Tochter, und das I am Anfang erinnert bis heute daran. Warum IATA- und ICAO-Codes so oft unterschiedlich aussehen, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Und wenn dich der Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen interessiert, lies Callsign und Flugnummer.
Tracker richtig lesen
Hinter der Marke Binter stehen mehrere Flugbetriebe. Die ATR-Flüge führen Konzerngesellschaften wie Canarias Airlines und Naysa durch. Siehst du im Tracker bei einer Binter-ATR einen anderen Betreiber als erwartet, ist das kein Fehler – notiere dir einfach Kennzeichen und Betreiber getrennt von der NT-Flugnummer.
Eine Marke, mehrere Flugbetriebe
Binter ist heute eher eine Gruppe als eine einzelne Airline. Für die Passagiere bleibt das unsichtbar: Alles läuft unter der Marke Binter und unter NT-Flugnummern. Für dich als Spotter ist es trotzdem gut zu wissen, wer im Hintergrund fliegt.
| Gesellschaft | Rolle | Seit | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Binter Canarias | Marke, Vertrieb, Netz | 1989 | Gesicht der Gruppe nach außen |
| Canarias Airlines (Canair) | Flugbetrieb für ATR-Flüge | 2011 | Fliegt ATR 72-600 in Binter-Optik |
| Naysa | Flugbetrieb für ATR-Flüge | 2023 (neu gestartet) | Name einer früheren Gesellschaft, die 2018 in Binter aufging |
| Binter Cabo Verde | Inselverkehr auf den Kapverden | bis 2021 | Verkauft, heute kein Teil von Binter mehr |
Die Aufteilung betrifft vor allem die ATR-Flotte. Laut den verfügbaren Flottenübersichten verteilen sich die ATR 72-600 etwa zur Hälfte auf Canair und Naysa. Alle tragen dieselbe Bemalung und dasselbe EC-Kennzeichen-Präfix – am Rumpf siehst du den Unterschied also nicht.
Die Flotte: ATR für die Inseln, Embraer für die Ferne
Die Flotte von Binter ist kompakt und überschaubar. Seit der Ausmusterung der letzten ATR 72-500 im Jahr 2024 besteht sie nur noch aus zwei Typen:
| Typ | Anzahl (Stand 2025/26) | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| ATR 72-600 | rund zwei Dutzend | rund 70 | vor allem Inselverkehr | Rückgrat der Flotte, im Dauereinsatz zwischen den Inseln |
| Embraer E195-E2 | 16 | 132 | Festland, Balearen, Azoren, Westafrika, starke Inselstrecken | Binter war 2019 erster E2-Betreiber in Europa |
| ATR 72-600 (bestellt) | 4 fest, 5 Optionen | – | Auslieferung 2027 bis 2031 | Ersatz und Wachstum im Inselnetz |
| Embraer E195-E2 (bestellt) | 5 fest, 4 Kaufrechte | 132 | Auslieferung ab 2027 | Flotte soll auf bis zu 25 E2 wachsen |
Die ATR 72-600 ist das Arbeitspferd. Binter fliegt ATR schon seit den 1990er-Jahren und hat die Flotte über mehrere Generationen bis zur aktuellen -600-Version erneuert. Auf den kurzen Inselstrecken spielt der Turboprop seine Stärken aus: kurze Pisten, wenig Verbrauch, schnelle Bodenzeiten. Hersteller ist der europäische Regionalflugzeugbauer ATR.
Die Embraer E195-E2 brachte Binter Ende 2019 als erste europäische Airline in den Liniendienst. Mit 132 Sitzen ist sie bei Binter etwas weniger dicht bestuhlt als bei vielen anderen Betreibern. Sie fliegt dorthin, wo die ATR an ihre Reichweite stößt: nach Madrid und auf andere Ziele auf dem Festland, zu den Balearen und auf die Azoren, zu Zielen in Nord- und Westafrika – und auf Inselstrecken, auf denen ein Turboprop nicht genug Platz bietet.
In der Vergangenheit war die Flotte bunter. Neben den frühen CN-235 und ATR 72 der älteren Generation flog Binter unter anderem Regionaljets von Bombardier, darunter die CRJ900 – verwandt mit der Bombardier CRJ900, die du heute noch bei anderen Airlines siehst. Diese Typen sind bei Binter inzwischen Geschichte.
Nur noch die E2 fehlt?
Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
ATR oder E2? So unterscheidest du sie
Verwechseln wirst du die beiden Typen kaum – trotzdem lohnt ein Blick auf die Details, gerade wenn du aus größerer Entfernung oder gegen das Licht fotografierst.
Das spricht für die ATR 72-600
- Zwei Propeller an Triebwerken unter einem hoch angesetzten Flügel
- T-Leitwerk mit Höhenruder oben auf der Seitenflosse
- Fahrwerk in Verkleidungen seitlich am Rumpf
- Auf Trackern als AT76 geführt
Das spricht für die E195-E2
- Zwei große Mantelstromtriebwerke unter tief angesetzten Flügeln
- Lange, schlanke Flügel ohne klassische Winglets
- Höhenruder am Rumpfende statt oben auf dem Leitwerk
- Auf Trackern als E295 geführt
Spannender ist die Frage, ob du eine E195-E2 oder die kürzere E190-E2 vor dir hast. Bei Binter ist die Antwort einfach: Die Airline fliegt nur die größere E195-E2. Bei anderen Airlines lohnt es sich, die Rumpflänge im Verhältnis zur Tür- und Fensteranordnung zu vergleichen. Auch die kleinere Schwester der ATR 72, die ATR 42-600, gehört nicht zur aktuellen Binter-Flotte.
Propeller richtig fotografieren
Mit zu kurzer Verschlusszeit wirken die Propeller der ATR eingefroren, als stünden die Triebwerke still. Wähle eine etwas längere Zeit und ziehe sauber mit. Wie das geht, zeigt der Guide Propeller fotografieren.
Woran du Binter erkennst
Am auffälligsten ist der große „Binter“-Schriftzug am weißen Rumpf. Dazu kommen geschwungene Linien in der Bemalung, die an die Passatwinde erinnern, die das Wetter auf den Kanaren prägen. Laut dem Designer der Crew-Uniformen von 2019 greifen auch die Muster auf den Uniformen dieses Motiv auf – so wie die Flugzeuge.
Ein schönes Detail für Spotter sind die Flugzeugnamen. Binter tauft seine Maschinen traditionell auf Begriffe aus dem kanarischen Alltag – etwa „Timple“, ein kleines Saiteninstrument, oder „Gofio“, ein geröstetes Getreidemehl, das auf den Inseln überall auf den Tisch kommt. Seit einigen Jahren tragen einzelne Flugzeuge auch die Namen bekannter Persönlichkeiten oder Institutionen: 2023 erhielt zum Beispiel eine neue ATR 72-600 mit dem Kennzeichen EC-OAN den Namen des kanarischen Humoristen Manolo Vieira. Bei den E2 findest du zum Teil Namen von Inseln und Orten.
Alle Binter-Flugzeuge sind in Spanien registriert und tragen ein Kennzeichen mit EC- vorn. Wie spanische und andere Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Achtung Verwechslung
Auf den Kanaren fliegen weitere ATR-Betreiber, darunter kleinere Inselairlines. Eine ATR auf einer kurzen Inselstrecke ist deshalb nicht automatisch Binter. Achte auf den Schriftzug am Rumpf und gleich die Registrierung im Tracker ab.
Streckennetz: von La Gomera bis Dakar
Das Netz von Binter lässt sich grob in vier Bereiche teilen:
- Inselverkehr: Verbindungen zwischen Gran Canaria, Teneriffa-Nord und -Süd, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro. Das ist das Herzstück der Airline.
- Spanisches Festland und Balearen: unter anderem Madrid, Palma de Mallorca, Menorca sowie Ziele im Norden Spaniens wie Asturien, A Coruña, Vigo oder Santander.
- Portugal: Madeira mit Funchal und Porto Santo, dazu Ponta Delgada auf den Azoren.
- Afrika: Ziele in Marokko, in der Westsahara, in Senegal, Mauretanien und auf den Kapverden.
Streckennetze ändern sich laufend. Binter hat in den vergangenen Jahren auch Ziele in Frankreich und Italien ausprobiert und wieder eingestellt. Prüf deshalb vor einer Spottingreise immer den aktuellen Flugplan. Nach Deutschland fliegt Binter nach den uns vorliegenden Informationen nicht.
Binter spotten: am besten auf den Kanaren
Weil Binter Deutschland nicht anfliegt, musst du für eine Sichtung auf Reisen gehen – oder du triffst die Airline auf dem spanischen Festland, etwa am Flughafen Madrid-Barajas oder in Palma de Mallorca. Die beste Ausbeute hast du aber auf den Inseln selbst.
Auf Gran Canaria und in Teneriffa-Nord liegt das Zentrum des Betriebs. Hier startet und landet Binter über den ganzen Tag verteilt, und du siehst ATR und E2 oft im Wechsel. Teneriffa-Nord ist für Spotter besonders reizvoll, weil dort vor allem Inselverkehr und Flüge aufs Festland abgefertigt werden – Binter prägt das Bild deutlich.
Auf Lanzarote kombinierst du Binter mit dem dichten Ferienverkehr aus ganz Europa. Am Strand von Playa Honda kommen die Anflüge direkt über das Wasser herein, und zwischen den Ferienjets landen regelmäßig die ATR von Binter. Wie du den Spot nutzt, beschreibt die Seite zu Playa Honda am Flughafen Lanzarote. Mehr Ideen für deine nächste Reise findest du in Die besten Spotting-Spots in Europa.
Flugplan prüfen
Schau, welche NT-Flüge an deinem Flughafen im Plan stehen und ob ATR oder E2 eingesetzt wird.
Betriebsrichtung lesen
Wind und Landerichtung entscheiden, auf welcher Seite der Piste du stehen solltest. Prüf sie vor der Tour.
Licht planen
Die Inselsonne steht hoch und hart. Morgens und am späten Nachmittag bekommst du die schöneren Bilder.
Sauber notieren
Halte Kennzeichen, Flugzeugname und Typ fest. So bleibt die Sichtung im Logbuch eindeutig.
Für die Planung helfen dir die Guides zur Betriebsrichtung am Flughafen und zum Sonnenstand am Fotospot. Und wer verfolgen will, welche Binter-Maschine gerade wo unterwegs ist, findet Tipps im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Gute Chancen auf Binter, wenn …
- du auf Gran Canaria oder in Teneriffa-Nord spottest
- du auf einer anderen Kanareninsel bist – Binter verbindet sie alle
- du in Madrid oder auf den Balearen spottest und NT-Flüge im Plan stehen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Berichten über Strecken nach Frankreich oder Italien planst
- du auf Madeira oder den Azoren unterwegs bist und nur wenige Flüge pro Woche stattfinden
Eher kein Binter-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen stehst – dort fliegt Binter nicht
Sicherheit und Regeln
Fotografiere auch im Urlaub nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen gehören nicht in die Nähe von Flughäfen. Was du beachten solltest, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Binter im spanischen Markt
Im spanischen Luftverkehr füllt Binter eine Nische, die keine andere große Airline so dicht bedient. Iberia und Iberia Express verbinden die Kanaren vor allem mit Madrid. Auch andere spanische Airlines wie Air Europa oder Vueling sind im Verkehr zwischen Kanaren und Festland unterwegs. Den Verkehr zwischen den Inseln aber trägt im Wesentlichen Binter.
Im europäischen Vergleich erinnert das Modell an andere Regionalairlines, die abgelegene Gebiete erschließen – etwa Widerøe an der norwegischen Küste oder Loganair auf den schottischen Inseln. Auch dort prägen Turboprops das Bild, und auch dort ist die Airline für viele Inselbewohner die wichtigste Verbindung zur Außenwelt.
Häufige Verwechslungen
- IBB für einen Tippfehler halten – der ICAO-Code von Binter ist tatsächlich IBB, ein Erbe der Iberia-Zeit.
- Jede ATR auf den Kanaren für Binter halten – auch andere Airlines fliegen dort Turboprops. Der Schriftzug entscheidet.
- Canair oder Naysa als eigene Airline notieren – sie fliegen im Binter-Netz, unter NT-Flugnummern und in Binter-Optik.
- Die E2 mit einer älteren E195 verwechseln – die E2 hat deutlich größere Triebwerke und längere Flügel. Die alte E-Jet-Generation fliegt Binter nicht.
- Binter Cabo Verde für eine aktuelle Tochter halten – die Gesellschaft wurde 2021 verkauft.
Binter im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die E195-E2 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Binter Canarias ist die Airline, die du im Kanaren-Urlaub fast zwangsläufig siehst – und die sich trotzdem lohnt, genauer hinzuschauen. Eine kompakte Flotte aus ATR 72-600 und Embraer E195-E2, Flugzeugnamen aus dem kanarischen Alltag und mehrere Flugbetriebe hinter einer Marke machen aus einer Urlaubssichtung einen spannenden Logbuch-Eintrag. Wer Kennzeichen und Namen mitnotiert, hat am Ende eine kleine, aber feine Sammlung.
Kurzfazit
Binter Canarias (IATA NT, ICAO IBB) ist die Regionalairline der Kanaren mit ATR 72-600 für die Inseln und Embraer E195-E2 für die Ferne. Spotten kannst du sie vor allem auf den Kanaren selbst – nach Deutschland fliegt Binter nicht.
Zusammenfassung
- Binter erkennst du am großen „Binter“-Schriftzug und an der kompakten Flotte aus ATR 72-600 und Embraer E195-E2.
- Die besten Chancen hast du auf den Kanaren selbst: Auf Gran Canaria und Teneriffa-Nord startet und landet Binter im dichten Takt.
- Die ATR fliegen die kurzen Inselhüpfer, die E2 bedienen Festland, Balearen, Madeira, Azoren und Ziele in Nord- und Westafrika.
- Für saubere Logbuch-Einträge lohnt der Blick auf Kennzeichen und Flugzeugnamen – viele Binter-Maschinen tragen einen eigenen Namen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Binter Canarias?
Der IATA-Code ist NT, der ICAO-Code IBB. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „BINTER“. Das I im ICAO-Code ist ein Überbleibsel aus der Gründungszeit, als Binter zu Iberia gehörte.
Gehört Binter Canarias zu einer Allianz?
Nein. Binter ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet aber mit Partnern zusammen, etwa per Codeshare mit Iberia und Azores Airlines.
Welche Flugzeuge fliegt Binter?
Binter setzt auf zwei Typen: die ATR 72-600 mit rund 70 Sitzen, vor allem zwischen den Inseln, und die Embraer E195-E2 mit 132 Sitzen für längere Strecken. 2025/26 umfasst die Flotte rund zwei Dutzend ATR und 16 E2. Ältere ATR 72-500 hat Binter 2024 ausgemustert.
Was sind Canair und Naysa?
Das sind Flugbetriebe der Binter-Gruppe. Canarias Airlines (Canair) wurde 2011 gegründet, Naysa fliegt in der heutigen Form seit 2023. Beide führen ATR-Flüge im Binter-Netz durch. Für Passagiere ist das kaum sichtbar, für Spotter kann es beim Abgleich mit dem Tracker eine Rolle spielen.
Wo hat Binter seine Basen?
Die beiden Drehkreuze sind der Flughafen Gran Canaria (LPA) und Teneriffa-Nord (TFN). Von dort aus verbindet Binter alle Inseln mit Flughafen – auch die kleinen Plätze auf La Gomera, El Hierro und La Palma.
Fliegt Binter nach Deutschland?
Nach den uns vorliegenden Informationen gehört Deutschland nicht zum Streckennetz. Binter konzentriert sich auf die Kanaren, das spanische Festland, die Balearen, Portugal mit Madeira und den Azoren sowie Ziele in Marokko und Westafrika. Wenn du Binter sehen willst, ist eine Reise auf die Kanaren der sicherste Weg.
Warum haben Binter-Flugzeuge Namen?
Binter tauft seine Flugzeuge traditionell auf Begriffe aus dem kanarischen Alltag, etwa „Timple“ (ein kleines Saiteninstrument) oder „Gofio“. Inzwischen tragen einzelne Maschinen auch die Namen von Persönlichkeiten oder Institutionen, die E2 zum Teil Namen von Inseln und Orten. Für Spotter ist der Name ein schönes Zusatzdetail im Logbuch.
Wann kommen neue Flugzeuge zu Binter?
Binter hat im September 2025 vier weitere ATR 72-600 fest bestellt, dazu Optionen auf fünf mehr – Auslieferung zwischen 2027 und 2031. Im Juli 2026 kamen fünf feste Bestellungen für die E195-E2 und Kaufrechte für vier weitere dazu. Ab 2027 soll die E2-Flotte so auf bis zu 25 Jets wachsen.
Binter Canarias im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
ATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
FlugzeugtypATR 42-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei Sechsblatt-Propeller und ein kurzer, kompakter Rumpf: Die ATR 42-600 ist der kleinste Turboprop von ATR. So erkennst du sie und trennst sie von der größeren ATR 72.
FlugzeugtypEmbraer E190-E2
Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.
Weitere Airlines
Iberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
NetzwerkAzores Airlines
Die Airline der Azoren: früher SATA Internacional, heute eine kleine Airbus-Flotte zwischen Ponta Delgada, Lissabon und Nordamerika – und mitten in der Privatisierung.
NetzwerkAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
RegionalWiderøe
Norwegens größte Regionalairline: seit 1934 in der Luft, Heimat in Bodø, ein dichtes Netz kleiner Kurzbahn-Flugplätze entlang der Küste – und eine Flotte, in der fast nur Propeller drehen.
RegionalLoganair
Schottlands Regionalairline verbindet Inseln, Highlands und britische Städte – mit ATR-Turboprops, Embraer-Jets, Twin Ottern auf dem Strand von Barra und Islandern auf dem kürzesten Linienflug der Welt.
RegionalCanaryfly
Die kleine Inselairline der Kanaren: eine Handvoll ATR 72 ab Gran Canaria, Low-Cost-Tarife im Inselverkehr und ein ungleiches Duell mit dem Platzhirsch Binter.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Wo du Binter Canarias vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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