Das Wichtigste in Kürze
- Das Triebwerk entscheidet: Die Gondeln der neo sind deutlich größer im Durchmesser und wirken von vorn fast kreisrund. Kein anderes Merkmal ist so zuverlässig.
- Fences heißen ceo: Kleine, dreieckige Wingtip-Fences an den Flügelspitzen gibt es nur an der älteren Generation. Eine neo hat immer Sharklets.
- Sharklets heißen gar nichts: Seit Ende 2012 wurden auch viele ceo mit Sharklets ausgeliefert. Sie schließen die ceo also nicht aus.
- Zwei Motoren pro Generation: Die ceo fliegt mit CFM56-5 oder IAE V2500, die neo mit CFM LEAP-1A oder Pratt & Whitney PW1100G-JM. Jede Paarung sieht etwas anders aus.
- Der Typcode klärt alles: A319, A320, A321 stehen für die ceo, A19N, A20N, A21N für die neo – zusammen mit dem Kennzeichen hast du die Bestätigung schwarz auf weiß.
Inhaltsverzeichnis
Am Zaun rollt ein A320 heran, die Lackierung kennst du, das Kennzeichen kannst du noch nicht lesen – aber ist das jetzt eine neo oder eine ceo? Die Frage gehört zu den häufigsten beim Planespotting, denn beide Generationen fliegen seit Jahren nebeneinander, oft bei derselben Airline. Rumpf, Cockpit und Leitwerk sind praktisch identisch. Wer A320neo und ceo unterscheiden will, braucht deshalb einen geschulten Blick auf wenige Details: Triebwerke, Flügelspitzen und, bei der A321, das Türbild. Dieser Guide zeigt dir, worauf du in welcher Reihenfolge achtest und wo die typischen Fallen liegen.
Jede Sichtung sauber zuordnen
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – so landet die neo nicht versehentlich als ceo in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
A320neo oder ceo: die kurze Antwort
Du erkennst die Generation am sichersten an den Triebwerksgondeln. Die neo trägt deutlich größere, fast kreisrunde Gondeln, die weit vor die Flügelvorderkante ragen. Die ceo hat schlankere Gondeln, die im Verhältnis zum Rumpf kleiner wirken. Als zweites Merkmal dienen die Flügelspitzen: Kleine, dreieckige Wingtip-Fences gibt es nur an der ceo. Sharklets dagegen findest du an beiden Generationen – sie beweisen also nichts. Den letzten Zweifel räumt der Typcode aus: A20N steht für die A320neo, A320 für die ceo.
Der Name verrät schon, wo der Unterschied steckt. „neo“ steht für New Engine Option, „ceo“ für Current Engine Option. Airbus hat die bewährte Zelle der Airbus A320 beibehalten und vor allem neue Triebwerke angebaut. Der Erstflug der A320neo fand am 25. September 2014 statt, die erste Maschine ging am 20. Januar 2016 an Lufthansa. Die ursprüngliche A320 war zu diesem Zeitpunkt schon fast drei Jahrzehnte in der Luft – ihr Erstflug datiert auf den 22. Februar 1987.
Merkmal 1: Die Triebwerke
Die Triebwerke sind der Kern der Modernisierung und damit auch das beste Erkennungsmerkmal. Moderne Triebwerke werden effizienter, indem sie mehr Luft am heißen Kern vorbeischieben – dafür brauchen sie einen größeren Fan und damit eine größere Gondel. Genau das siehst du am Zaun.
| Triebwerk | Generation | Hersteller | Fan-Durchmesser (rund) | Was du siehst |
|---|---|---|---|---|
| CFM56-5A / -5B | ceo | CFM International | 1,73 m | runder Einlauf, hinter der Fan-Verkleidung ragt der Triebwerkskern mit Auslasskegel heraus |
| IAE V2500 | ceo | International Aero Engines | 1,61 m | schlanke, langgestreckte Gondel, die weiter nach hinten reicht |
| CFM LEAP-1A | neo | CFM International | 1,98 m | sehr große, runde Gondel, weit vor dem Flügel |
| PW1100G-JM | neo | Pratt & Whitney | 2,06 m | sehr große, runde Gondel, Getriebefan |
Die Durchmesser beziehen sich auf den Fan, nicht auf die äußere Gondel – die ist jeweils noch etwas größer. Der Sprung von rund 1,6 bis 1,7 Metern auf rund 2 Meter ist trotzdem so deutlich, dass du ihn nach ein paar Vergleichen auf Anhieb siehst.
So wirkt die neo-Gondel
Am auffälligsten ist die Wirkung von vorn und schräg vorn. Bei der neo füllt der Einlauf einen großen Teil des Raums zwischen Flügelunterseite und Boden aus, die Gondel wirkt im Verhältnis zum Rumpf wuchtig. Von der Seite fällt auf, wie weit sie vor die Flügelvorderkante ragt. Manche Airlines schreiben zudem „neo“ auf die Gondel – ein Geschenk für Spotter, aber keine Pflicht. Verlass dich nicht darauf, dass die Beschriftung immer da ist.
So wirken die ceo-Gondeln
Bei der ceo hast du zwei Gondelformen, und es lohnt sich, beide zu kennen. Das CFM56-5 arbeitet mit getrennten Abgasströmen: Die Fan-Verkleidung endet ein Stück vor dem Heck des Triebwerks, dahinter siehst du den schmaleren Triebwerkskern mit seinem Auslasskegel. Die Schubumkehr des CFM56-5 arbeitet mit schwenkbaren Klappen, deren Konturen du auf Fotos oft als Felder in der Gondelverkleidung erkennst. Das V2500 hat dagegen eine schlankere, länger wirkende Gondel, die weiter nach hinten reicht. Beide sind aber klar kleiner als die neo-Triebwerke. Wenn du tiefer in Bauformen von Triebwerken einsteigen willst, lies den Guide Triebwerke erkennen.
Fan-Schaufeln zählen
Auf scharfen Fotos von vorn kannst du die Fan-Schaufeln zählen. Das CFM56-5B hat 36 schmale Schaufeln, der Fan des PW1100G nur 20 breite. Der LEAP-Fan kommt mit 18 breiten, geschwungenen Verbundschaufeln aus. Viele, schmale Schaufeln deuten also auf die ceo hin, wenige, breite auf die neo.
LEAP oder Pratt & Whitney?
Innerhalb der neo wird es schwieriger. Beide Triebwerke sind groß und rund, der PW1100G-Fan ist nur wenige Zentimeter größer. Mit bloßem Auge kannst du die beiden kaum zuverlässig auseinanderhalten. Am einfachsten ist der Weg über die Modellbezeichnung: Airbus kodiert den Triebwerkshersteller in der Typnummer. Bei der A320neo steht A320-251N für den LEAP-1A, A320-271N für den PW1100G. Bei der A321neo heißen die Gegenstücke A321-251N und A321-271N. Die Bezeichnung findest du in Flottendatenbanken zum Kennzeichen, etwa über Planespotters.net.
Die Wahl des Triebwerks hat für Spotter übrigens einen praktischen Nebeneffekt: Wegen umfangreicher Inspektionen am PW1100G standen in den vergangenen Jahren bei einigen Airlines viele Maschinen mit diesem Triebwerk am Boden. Wenn eine Airline zeitweise mehr ceo als neo einsetzt, kann das der Grund sein.
Merkmal 2: Die Flügelspitzen
Die Flügelspitzen sind das zweite Merkmal, das viele zuerst prüfen – und das am häufigsten falsch gedeutet wird. Es gibt drei Varianten:
- Keine Flügelspitzen-Anbauten: Das betraf nur die frühesten A320-100. Diese Version ist historisch, im Alltag begegnet sie dir nicht.
- Wingtip-Fences: kleine, dreieckige Flächen, die an der Flügelspitze nach oben und unten zeigen. Sie sind typisch für die A320-200 und die übrigen ceo-Modelle vor Einführung der Sharklets. Fences bedeuten immer ceo.
- Sharklets: große, nach oben gebogene Flügelspitzen, die fließend aus dem Flügel herauswachsen. An der neo sind sie Serie, an der ceo eine Option, die Airbus 2009 vorgestellt hat. Die erste ceo mit Sharklets wurde im Dezember 2012 an Indonesia AirAsia ausgeliefert.
Daraus folgt eine einfache Regel: Fences schließen die neo aus, Sharklets schließen die ceo nicht aus. Eine A320 mit Sharklets kann also beides sein, eine mit Fences ist garantiert eine ceo. Welche Flügelspitzen es an anderen Typen gibt, zeigt der Guide Winglets, Sharklets, Split Scimitar und Raked Wingtips.
Gezielt auf die richtige Generation warten
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Merkmal 3: Das Türbild der A321
Bei der A320 und der A319 hilft dir das Türbild nicht weiter, denn ceo und neo haben dieselbe Anordnung von Türen und Notausstiegen. Bei der langen A321 ist das anders. Die A321ceo hat immer vier große Türpaare – vorn, direkt vor dem Flügel, direkt hinter dem Flügel und hinten – und keine kleinen Notausstiege über dem Flügel.
Die A321neo gibt es zusätzlich in der Variante Airbus Cabin Flex. Dabei fällt das Türpaar vor dem Flügel weg, stattdessen sitzen zwei Paar Notausstiege über dem Flügel, und die Tür hinter dem Flügel liegt weiter hinten. Ein langer Airbus-Schmalrumpf mit Notausstiegen über dem Flügel ist damit praktisch immer eine neo. Umgekehrt gilt das nicht: Es gibt auch A321neo mit dem klassischen Türbild. Auch die Langstreckenversionen A321LR und A321XLR gehören zur neo-Familie. Wie du A318, A319, A320 und A321 überhaupt erst auseinanderhältst, erklärt der Guide A320-Familie unterscheiden.
Merkmal 4: Typcode und Modellbezeichnung
Wenn dein Auge unsicher ist, hilft die Technik. Live-Karten und Flugradar-Dienste zeigen zu jedem Flug den ICAO-Typcode, und der ist eindeutig:
| Modell | ceo-Typcode | neo-Typcode | Modellbezeichnung ceo (Beispiele) | Modellbezeichnung neo |
|---|---|---|---|---|
| A318 | A318 | – | A318-111, A318-112 | keine neo-Version |
| A319 | A319 | A19N | A319-111, A319-132 | A319-151N, A319-171N |
| A320 | A320 | A20N | A320-214, A320-232 | A320-251N, A320-271N |
| A321 | A321 | A21N | A321-211, A321-231 | A321-251N, A321-271N, -NX-Varianten |
In den ceo-Bezeichnungen steckt der Triebwerkshersteller ebenfalls: Eine 1 an der zweiten Stelle der Nummer steht für CFM56, eine 3 für das V2500, bei der A318 eine 2 für das PW6000. Eine A320-214 fliegt also mit CFM56-5B, eine A320-232 mit V2500. Bei der neo zeigt die 5 den LEAP, die 7 den PW1100G an. Mehr zur Systematik findest du im Artikel ICAO-Typcodes erklärt. Wie du ein Kennzeichen in der Datenbank nachschlägst und die Maschine danach verfolgst, beschreibt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Schritt für Schritt am Zaun
Mit den vier Merkmalen wird die Bestimmung zur Routine. Die Reihenfolge ist wichtig, denn sie spart dir Zeit:
1. Familienmitglied bestimmen
Kläre zuerst, ob du eine A319, A320 oder A321 vor dir hast – über Länge und Ausgänge am Flügel. Erst dann lohnt sich die Generationsfrage.
2. Triebwerke ansehen
Große, fast kreisrunde Gondeln weit vor dem Flügel: neo. Schlanke Gondeln, eventuell mit sichtbarem Triebwerkskern dahinter: ceo.
3. Flügelspitzen prüfen
Wingtip-Fences beenden die Diskussion – es ist eine ceo. Bei Sharklets geht es mit den Triebwerken weiter.
4. Bei der A321 die Türen zählen
Notausstiege über dem Flügel statt einer großen Tür davor bedeuten neo mit Cabin Flex.
5. Mit Kennzeichen gegenprüfen
Fotografiere das Kennzeichen mit und gleiche es später mit Typcode und Modellbezeichnung ab. So weißt du auch, ob LEAP oder Pratt & Whitney verbaut ist.
Die typischen Verwechslungen
Späte ceo mit Sharklets
Die häufigste Falle. Eine A320ceo aus den späteren Baujahren mit Sharklets sieht auf den ersten Blick sehr modern aus. Achte hier konsequent auf die Gondeln: Sie sind bei der ceo trotz Sharklets schlank. Besonders das CFM56-5B mit seinem sichtbaren Triebwerkskern hinter der Fan-Verkleidung verrät die ältere Generation schnell.
Flache Perspektive im Anflug
Im Anflug von schräg unten oder direkt von vorn verzerrt die Perspektive die Proportionen. Die Gondeln wirken dann bei beiden Generationen groß. Hilfreich ist der Vergleich mit dem Rumpfdurchmesser: Bei der neo kommt der Einlauf diesem Maß spürbar näher als bei der ceo.
A320neo oder Boeing 737 MAX
Auch die 737 MAX trägt große Triebwerke und auffällige Flügelspitzen. Die Familien trennst du aber über Nase, Cockpitfenster und Heck – das erklärt der Guide Airbus und Boeing unterscheiden. Wie du innerhalb der 737 die Generationen auseinanderhältst, zeigt Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Mischflotten bei derselben Airline
Viele Airlines fliegen beide Generationen parallel und in identischer Lackierung, etwa easyJet oder Wizz Air. Die Lackierung hilft dir dann nicht weiter, die Triebwerke schon.
Kannst du ceo und neo sicher trennen?
- Ich erkenne die großen, runden neo-Gondeln auch im Anflug.
- Ich weiß, dass Wingtip-Fences immer ceo bedeuten.
- Ich lasse mich von Sharklets nicht täuschen.
- Ich unterscheide CFM56-5 und V2500 an der Gondelform.
- Ich kenne das Cabin-Flex-Türbild der A321neo.
- Ich prüfe Zweifelsfälle mit Typcode und Kennzeichen nach.
Wo du beide Generationen nebeneinander siehst
Die A320-Familie gehört an fast jedem großen europäischen Flughafen zum Alltag, du musst also nicht weit fahren. Besonders spannend ist Hamburg: Im Werk Finkenwerder entstehen Maschinen der A320neo-Familie, und am Flughafen Hamburg siehst du vom Affenfelsen oder von der Besucherterrasse aus zahlreiche ceo und neo im Linienbetrieb. Was es rund um das Werk zu sehen gibt, steht im Guide Airbus Finkenwerder spotten. Mehr zum Hersteller selbst findest du im Profil von Airbus.
Ein guter Übungsansatz: Fotografiere an einem Tag möglichst viele A320 von der Seite, notiere zu jedem Bild Kennzeichen und deine Einschätzung und gleiche das abends mit der Datenbank ab. Nach zwei, drei Sessions erkennst du die Generation meist auf den ersten Blick. Für den Einstieg in die Typbestimmung generell empfiehlt sich der Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Deine neo und ceo im Hangar sammeln
In Planetrack landet jede Sichtung mit Typ und Kennzeichen in deinem Hangar, und auf der Wunschliste notierst du die Varianten, die dir noch fehlen – etwa die erste A321neo mit Cabin Flex. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Kurzfazit
A320neo und ceo trennst du an den Triebwerken: große, runde Gondeln heißen neo, schlanke Gondeln ceo. Wingtip-Fences schließen die neo aus, Sharklets beweisen nichts. Bei der A321 hilft zusätzlich das Cabin-Flex-Türbild, und im Zweifel klären Typcode und Kennzeichen die Sache.
Die A320-Familie ist das beste Übungsfeld für genaues Hinsehen: zwei Generationen, vier Triebwerke, fast identische Zellen. Wer sich angewöhnt, zuerst auf die Gondeln und dann auf die Flügelspitzen zu schauen, liegt fast immer richtig. Und wenn nicht, sorgt das Kennzeichen auf dem Foto für die Auflösung – spätestens am Abend beim Sortieren deiner Sichtungen.
Zusammenfassung
- A320neo und A320ceo unterscheiden sich von außen vor allem durch die Triebwerke: Die neo-Gondeln haben einen Fan-Durchmesser von rund 2 Metern, die der ceo liegen deutlich darunter.
- Wingtip-Fences gibt es nur an der ceo. Sharklets sind an der neo Serie, an der ceo seit Ende 2012 eine Option – sie taugen also nur als Ausschlusskriterium in eine Richtung.
- Innerhalb der ceo hilft die Gondelform: Beim CFM56-5 siehst du hinter der Fan-Verkleidung den Kern des Triebwerks, die V2500-Gondel wirkt länger und geschlossener.
- Bei der A321neo gibt es zusätzlich das Cabin-Flex-Türbild mit zwei Paar Notausstiegen über dem Flügel, das bei der A321ceo nicht vorkommt.
- Typcode und Kennzeichen aus Live-Karte oder Flottendatenbank sind die sichere Gegenprobe – auch für die Frage, ob LEAP oder Pratt & Whitney unter dem Flügel hängt.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich am schnellsten eine A320neo?
An den Triebwerken. Die Gondeln der neo sind deutlich größer im Durchmesser und ragen sichtbar weiter vor die Flügelvorderkante. Von vorn wirken die Einläufe fast so hoch wie der Abstand zwischen Gondel und Boden. Bei der ceo sind die Gondeln schlanker und das Verhältnis zum Rumpf wirkt ausgewogener.
Hat jede A320 mit Sharklets neo-Triebwerke?
Nein. Airbus hat die Sharklets zuerst für die ceo angeboten, die erste A320 mit Sharklets ging im Dezember 2012 an Indonesia AirAsia. Viele ceo der späten Baujahre tragen sie deshalb ebenfalls. Nur der Umkehrschluss funktioniert: Eine Maschine mit kleinen Wingtip-Fences ist immer eine ceo.
Was bedeuten ceo und neo?
neo steht für „New Engine Option“, ceo für „Current Engine Option“. Den Namen ceo hat die ursprüngliche A320-Familie erst rückwirkend bekommen, als die neo vorgestellt wurde. Rumpf, Cockpit und Leitwerk blieben weitgehend gleich, der Kern der Modernisierung sind die Triebwerke.
Welche Triebwerke gibt es an A320ceo und A320neo?
Die ceo fliegt mit dem CFM56-5A oder CFM56-5B von CFM International oder mit dem V2500 von International Aero Engines, die kleine A318 alternativ auch mit dem PW6000 von Pratt & Whitney. Die neo hat die Wahl zwischen dem CFM LEAP-1A und dem Pratt & Whitney PW1100G-JM, einem Getriebefan.
Wie unterscheide ich LEAP-1A und PW1100G von außen?
Das ist schwierig, weil beide Gondeln groß und rund sind. Der Fan des PW1100G ist mit rund 2,06 Metern etwas größer als der des LEAP-1A mit rund 1,98 Metern, das siehst du aber kaum mit bloßem Auge. Sicherer ist die Modellbezeichnung im Register oder in der Flottendatenbank: Bei der A320neo steht -251N für LEAP und -271N für Pratt & Whitney.
Welche ICAO-Typcodes haben ceo und neo?
Die ceo-Modelle laufen unter A318, A319, A320 und A321. Die neo-Generation hat eigene Codes: A19N, A20N und A21N. Eine A318neo gibt es nicht.
Ist eine A321 mit Notausstiegen über dem Flügel immer eine neo?
Praktisch ja. Die A321ceo hat immer vier Türpaare und keine kleinen Notausstiege über dem Flügel. Die Variante Airbus Cabin Flex mit zwei Paar Notausstiegen über dem Flügel gibt es nur bei der A321neo. Umgekehrt fliegen aber auch A321neo mit dem klassischen Türbild.
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