Fokker F28 Fellowship

Der erste Jet aus Amsterdam: Die Fokker F28 Fellowship flog 1967 zum ersten Mal, brachte Hecktriebwerke und aufklappbaren Heckkonus in die Fokker-Familie und ist heute fast nur noch im Museum zu sehen.

Auch bekannt als: F28 · Fokker F28 · F28 Fellowship · F28 Mk 1000 · F28 Mk 4000

NiederlandeFokkerRegionaljetsICAO-Typcode: F2810 Min. Lesezeit

F28

ICAO-Typcode

1967

Erstflug

241

gebaute Exemplare

Spey

Rolls-Royce-Triebwerke

Das Wichtigste in Kürze

  • Die F28 Fellowship ist Fokkers erster Strahlverkehrsjet: ein Kurzstreckenjet mit zwei Hecktriebwerken für etwa 65 bis 85 Passagiere.
  • Schnellster Erkennungsweg: aufklappbarer Heckkonus plus kleine Dachfenster über dem Cockpit – damit trennst du sie von Fokker 70 und 100.
  • Vier Hauptversionen: Mk 1000 und Mk 3000 mit kurzem Rumpf, Mk 2000 und Mk 4000 gestreckt; die Mk 4000 wurde zur erfolgreichsten Variante.
  • Historischer Typ: Die Produktion endete 1987 nach 241 Maschinen, im regulären Airline-Betrieb fliegt die F28 praktisch nicht mehr.
  • Im Tracking läuft sie unter F28 – heute ist der Code vor allem ein Fall für Datenbanken, Logbücher und Museumsbesuche.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Fokker F28 Fellowship?
  2. 2.Technik: was die F28 besonders macht
  3. 3.Die Versionen im Überblick
  4. 4.F28, Fokker 70 oder Fokker 100?
  5. 5.Verwechslungsgefahr mit anderen Sechziger-Jahre-Jets
  6. 6.Betreiber: von Norwegen bis Indonesien
  7. 7.Militär und Staatsflüge
  8. 8.Wo du die F28 heute noch siehst
  9. 9.Spotting- und Fototipps
  10. 10.Warum die F28 für die Luftfahrtgeschichte zählt
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerFokker (Niederlande), mit Partnern in Deutschland und Nordirland
FamilieFokker-Jetfamilie; Nachfolger: Fokker 100 und Fokker 70
ICAO-TypcodeF28
ProgrammankündigungApril 1962
Erstflug9. Mai 1967 (Prototyp PH-JHG)
ZulassungFebruar 1969
Erster Liniendienst28. März 1969 bei Braathens SAFE
Bauzeit1967 bis 1987
Gebaute Exemplare241
Triebwerke2 × Rolls-Royce Spey (Spey 555) am Heck
Längerund 27,4 m (Mk 1000/3000) bzw. rund 29,6 m (Mk 2000/4000)
Spannweiterund 23,6 m (Mk 1000/2000) bzw. rund 25,1 m (Mk 3000/4000)
Höherund 8,5 m
Sitzplätzeje nach Version etwa 65 bis 85
Statushistorisch – aus dem regulären Linienverkehr verschwunden

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Zwei schlanke Spey-Triebwerke hinten am Rumpf und ein hohes T-Leitwerk
  • Stumpfer Heckkonus, dessen zwei Schalen als Luftbremse seitlich aufklappen – dieselbe Lösung, die später die Fokker 100 übernahm
  • Kleine Zusatzfenster über der Cockpitscheibe, die der Fokker 100 und der Fokker 70 fehlen
  • Kurzer, gedrungener Rumpf: Selbst die langen Versionen kommen nur auf rund 29,6 m – deutlich kürzer als eine Fokker 100
  • Gerader Flügel ohne Winglets, bei fast allen Maschinen ohne Vorflügel an der Vorderkante
  • Niedriges Fahrwerk mit Niederdruckreifen – die Maschine steht tief und war für einfache Pisten ausgelegt

Aktualisiert: Oktober 2026 – Kurzer Rumpf, zwei schlanke Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Rumpfende, das sich bei der Landung wie ein Schnabel öffnet: Das ist die Fokker F28 Fellowship. Mit ihr stieg Fokker in den Sechzigern ins Jetzeitalter ein, und aus ihr entstanden später die Fokker 100 und die Fokker 70. Im Liniendienst wirst du die F28 kaum noch erleben. Umso spannender ist es zu wissen, woran du sie im Museum, auf alten Fotos oder bei einer seltenen Begegnung sicher erkennst.

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Was ist die Fokker F28 Fellowship?

Die F28 ist ein zweistrahliger Kurzstreckenjet für etwa 65 bis 85 Passagiere. Fokker hatte mit der Turboprop-F27 Friendship großen Erfolg und wollte Airlines eine schnellere Ergänzung mit Strahltriebwerken anbieten. Der Name knüpft bewusst an das Schwestermodell an: aus Friendship wurde Fellowship.

Im April 1962 kündigte Fokker das Projekt offiziell an. Von Anfang an war die F28 ein europäisches Gemeinschaftsprogramm: Fokker baute Bug mit Cockpit, Rumpfmittelteil und inneren Flügel, deutsche Partner – Messerschmitt-Bölkow-Blohm und VFW-Fokker – lieferten vorderen und hinteren Rumpf sowie das Leitwerk, und die nordirische Firma Shorts fertigte die Außenflügel. Die Endmontage fand in Amsterdam-Schiphol statt.

Als Antrieb waren zunächst andere Triebwerke im Gespräch, schon der erste Prototyp flog aber mit zwei Rolls-Royce Spey. Dieser Prototyp mit dem Kennzeichen PH-JHG hob am 9. Mai 1967 ab. Die Zulassung folgte im Februar 1969. Den ersten Auftrag hatte die Düsseldorfer LTU erteilt, die ersten Linienflüge absolvierte jedoch die norwegische Braathens SAFE am 28. März 1969. Mehr über den Hersteller und seine Geschichte findest du auf der Seite zu Fokker, mehr zum Triebwerksbauer bei Rolls-Royce.

F28ICAO-Typcode für alle Versionen
241gebaute Exemplare von 1967 bis 1987
1969erster Liniendienst bei Braathens SAFE

Technik: was die F28 besonders macht

Auf den ersten Blick folgt die F28 dem Muster ihrer Zeit: Tiefdecker, Hecktriebwerke, T-Leitwerk – ein Layout, das auch die BAC One-Eleven und die Douglas DC-9 nutzten. Im Detail ging Fokker aber eigene Wege, und genau diese Details helfen dir heute bei der Bestimmung.

Das bekannteste Merkmal ist der Heckkonus als Luftbremse. Das Rumpfende besteht aus zwei hydraulisch betätigten Schalen, die seitlich ausschwenken und den Luftwiderstand erhöhen. So kann die Maschine steiler anfliegen und nach dem Aufsetzen schneller verzögern. Eine Schubumkehr hatte die F28 nicht; stattdessen fahren auf dem Flügel mehrteilige Spoiler aus, die den Auftrieb vernichten, und die Radbremsen arbeiten mit Antiblockiersystem.

Der Flügel hat bei fast allen Maschinen eine feste Vorderkante ohne Vorflügel. Nur die seltene Mk 6000 bekam Slats. Dazu kommt ein robustes Fahrwerk, das auch einfache Pisten verträgt; weil es keine Schubumkehr gibt, saugen die Triebwerke auf unbefestigten Bahnen zudem weniger Schmutz an. Diese Robustheit erklärt, warum die F28 auf Inselnetzen, im Outback und in Ländern mit wenig ausgebauter Infrastruktur so beliebt war.

Praxis-Tipp: Heck und Cockpit zuerst

Wenn du ein altes Dia oder ein Museumsflugzeug bestimmen willst, schau zuerst auf das Rumpfende und dann über die Frontscheibe. Stumpfes, geteiltes Heck plus kleine Dachfenster über dem Cockpit – damit ist die F28 so gut wie sicher.

Die Versionen im Überblick

Fokker variierte bei der F28 vor allem zwei Dinge: die Rumpflänge und die Spannweite. Daraus ergeben sich vier Hauptversionen, die du mit etwas Übung auseinanderhalten kannst.

Version Rumpf Flügel Sitze (typisch) Besonderheit
Mk 1000 kurz, rund 27,4 m kurz, rund 23,6 m um 65 Basisversion, Zulassung 1969
Mk 2000 gestreckt, rund 29,6 m kurz bis 79 Erstflug 1971, nur rund zehn gebaut
Mk 3000 kurz verlängert, rund 25,1 m um 65 verstärkte Struktur, mehr Tankinhalt
Mk 4000 gestreckt verlängert bis 85 Überflügel-Notausgänge, erfolgreichste Version
Mk 6000 gestreckt verlängert, mit Vorflügeln – Erstflug 1973, nur sehr wenige Exemplare

Die Mk 4000 erhielt im Dezember 1976 ihre Zulassung, debütierte bei der schwedischen Linjeflyg und wurde zum Verkaufsschlager der Baureihe. Eine Mk 5000 mit kürzerem Rumpf und Vorflügeln blieb Projekt, ebenso ein amerikanischer Lizenzableger von Fairchild. Für die Bestimmung im Feld reicht meist die Frage: langer oder kurzer Rumpf? Bei den langen Versionen siehst du deutlich mehr Fenster vor dem Flügel.

Rumpflänge schätzen

Wirkt die Maschine gedrungen, der Rumpf kaum länger als die Spannweite, ist es eine Mk 1000 oder Mk 3000. Gestreckter heißt Mk 2000 oder Mk 4000.

Notausgänge über dem Flügel suchen

Die Mk 4000 hat Notausgänge über der Tragfläche. Bei einer langen F28 ist das ein guter Hinweis auf diese meistgebaute Version.

Kennzeichen nachschlagen

Die genaue Unterversion verrät erst die Datenbank. Wie du Registrierungen liest, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen, das Baujahr findest du mit Flugzeugalter herausfinden.

F28, Fokker 70 oder Fokker 100?

Wer eine F28 sieht, denkt schnell an die Nachfolger. Die Familie ist eng verwandt: Die Fokker 100 entstand in den Achtzigern als stark gestreckte und modernisierte F28, die Fokker 70 als deren Kurzversion. Nach dem Ende der F28-Produktion 1987 liefen nur noch diese beiden Jets in Amsterdam vom Band.

Merkmal Fokker F28 Fokker 70 Fokker 100
ICAO-Typcode F28 F70 F100
Erstflug 1967 1993 1986
Länge rund 27,4 bis 29,6 m rund 30,9 m rund 35,5 m
Triebwerke Rolls-Royce Spey Rolls-Royce Tay Rolls-Royce Tay
Dachfenster über dem Cockpit ja nein nein
Cockpit klassische Rundinstrumente Bildschirme Bildschirme
Gebaut 241 rund 48 283

Die Spey-Triebwerke der F28 sitzen in schlankeren, länglichen Gondeln, die Tay der Nachfolger wirken dicker. Auch die Flügel der Fokker 70 und 100 sind größer. Am schnellsten gelingt die Unterscheidung aber über die Fenster: Die kleinen Zusatzscheiben oberhalb der Frontscheibe gibt es nur bei der F28.

Es spricht für die F28, wenn …

  • zwei schlanke Triebwerke hinten am Rumpf sitzen und das Leitwerk T-förmig ist
  • das Heck stumpf endet und sich zur Luftbremse öffnen kann
  • du kleine Fenster über der Cockpitscheibe siehst
  • der Rumpf auffallend kurz wirkt

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Maschine Heckbremse, aber keine Dachfenster hat – dann ist es eher eine Fokker 70
  • du nur ein Seitenprofil ohne Cockpitdetail hast – dann hilft der Vergleich mit der One-Eleven
  • eine Staats- oder Luftwaffenlackierung zu sehen ist – auch F28 flogen als VIP-Transporter

Es ist keine F28, wenn …

  • die Triebwerke unter dem Flügel hängen, wie bei der Boeing 737-200
  • du vier Triebwerke unter einem Hochdecker-Flügel zählst – das ist eine BAe 146
  • das Heck klassisch spitz ausläuft und der Rumpf sehr lang ist, wie bei der McDonnell Douglas DC-9

Verwechslungsgefahr mit anderen Sechziger-Jahre-Jets

Die F28 kam in eine Zeit, in der gleich mehrere Hersteller kleine Jets mit Hecktriebwerken anboten. Auf alten Fotos ist die Verwechslung deshalb leicht. Die BAC One-Eleven ist der engste optische Verwandte: ebenfalls Spey-Triebwerke am Heck, ebenfalls T-Leitwerk. Ihr Rumpf endet aber spitz, und die Nase wirkt länger und schlanker. Die DC-9 hat ein spitzes Heck, einen markant gepfeilten Flügel und in den meisten Versionen einen deutlich längeren Rumpf.

Einen Überblick über die kleinen Jets, die heute noch fliegen, gibt dir der Beitrag Regionaljets unterscheiden. Für Oldtimer und Klassiker eignet sich der Guide Historische Flugzeuge erkennen.

Betreiber: von Norwegen bis Indonesien

Die F28 verkaufte sich in viele Teile der Welt. Größter Betreiber war Garuda Indonesia mit insgesamt 62 Maschinen; auf den Inselnetzen Indonesiens passten Größe und Robustheit perfekt. In Skandinavien flogen neben Braathens SAFE auch Linjeflyg und SAS den Typ. In Südamerika setzten unter anderem Aerolíneas Argentinas und die kolumbianische Staatsairline Satena F28 ein, in Asien zum Beispiel Biman Bangladesh Airlines. In den USA gehörte die F28 zur Flotte von USAir, in Australien zu Ansett.

Auch Westeuropa kannte den Typ. In den Niederlanden flogen KLM und Martinair die F28, in Großbritannien Air UK, in Dänemark Cimber Air. Dazu kamen Iberia und Turkish Airlines.

Die F28 in Deutschland

Für deutsche Spotter ist die F28 eng mit der LTU verbunden: Die Düsseldorfer Charterairline hatte den ersten Auftrag für den Typ erteilt und gehörte zu den ersten Betreibern überhaupt. Weitere deutsche Nutzer waren Germanair und Aviaction. Dazu kam die enge industrielle Verbindung: Große Teile von Rumpf und Leitwerk stammten aus deutscher Fertigung bei VFW-Fokker und MBB. Wer alte Fotos von deutschen Flughäfen der Siebziger sichtet, stößt deshalb immer wieder auf F28 in deutschen Farben.

Historischer Typ – Angaben ohne Gewähr auf Aktualität

Die genannten Airlines haben die F28 längst ausgemustert, viele existieren selbst nicht mehr. Die Betreiberliste beschreibt die Geschichte des Typs, nicht den heutigen Flugbetrieb.

Militär und Staatsflüge

Neben Airlines setzten zahlreiche Luftwaffen und Regierungen die F28 ein, meist als Transport- oder VIP-Flugzeug. Zu den militärischen Nutzern gehörten unter anderem Argentinien, Indonesien, Kolumbien, Peru, Malaysia, die Philippinen und die Niederlande. Gerade in Südamerika hielt sich die F28 im Staatsdienst am längsten: Die argentinische LADE, ein von der Luftwaffe betriebener Flugdienst, flog bis zuletzt noch F28 und ersetzt sie durch Embraer-Regionaljets. Ob zum Stand Oktober 2026 noch eine Maschine regelmäßig fliegt, ist offen – rechne eher nicht damit.

Wie du Regierungsmaschinen grundsätzlich verfolgst, steht im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.

Wo du die F28 heute noch siehst

Weil der zivile Liniendienst praktisch beendet ist, führt der Weg zur F28 meist ins Museum. Einige Beispiele:

Ort Was dich erwartet
Norsk Luftfartsmuseum Bodø F28 Mk 1000 LN-SUC – passend zur Geschichte, denn Braathens SAFE war der erste Linienbetreiber
Museo Nacional de Aeronáutica, Morón (Argentinien) F28 Mk 1000C der argentinischen Luftwaffe
Jakarta-Halim Perdanakusuma (Indonesien) F28 Mk 3000 der indonesischen Luftwaffe als Ausstellungsstück
Diverse Orte in Indonesien und Myanmar ausgemusterte F28 als Denkmal, Kino, Bar oder Attraktion

Museumsfund festhalten

Auch statische Klassiker gehören in den Hangar: In Planetrack postest du deine F28-Sichtung mit Foto, Kennzeichen und Ort und teilst sie mit der Community. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Planst du eine Museumstour, prüf vorher, ob das Flugzeug aktuell ausgestellt ist. Ausstellungsstücke werden verlegt, restauriert oder abgegeben. Wenn du Kennzeichen sammelst, lohnt der Beitrag Kennzeichen sammeln als Hobby.

Bereit für die F28-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe recherchiert, welches Museum aktuell eine F28 ausstellt.
  • Ich kenne die Unterscheidungsmerkmale zu Fokker 70 und 100.
  • Ich habe das Kennzeichen der Maschine notiert, um die Version nachzuschlagen.
  • Ich weiß, wann am Ausstellungsort das beste Licht für Fotos herrscht.

Spotting- und Fototipps

Bei der F28 dreht sich vieles um Details am Heck und am Cockpit. Im Museum hast du dafür alle Zeit der Welt.

Heck im Profil zeigen

Fotografiere die Maschine schräg von hinten, damit Spey-Gondeln, T-Leitwerk und die geteilte Heck-Luftbremse zusammen ins Bild kommen.

Cockpit-Detail mitnehmen

Eine Nahaufnahme der Frontscheibe mit den kleinen Dachfenstern dokumentiert das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zur Fokker 100.

Licht planen

Bei Freiluft-Exponaten entscheidet der Sonnenstand. Wann das Licht passt, berechnest du mit dem Sonnenstand-Planer.

Taucht doch einmal eine fliegende F28 auf, filterst du in deiner Tracking-App nach dem Typcode F28. Wie die Codes aufgebaut sind, erklärt ICAO-Typcodes erklärt. Wie selten so eine Sichtung wäre, schätzt du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein, und Strategien für Raritäten liefert Seltene Flugzeuge spotten.

Warum die F28 für die Luftfahrtgeschichte zählt

Die F28 war Fokkers Eintritt in den Jetmarkt und ein frühes Beispiel für europäische Arbeitsteilung im Flugzeugbau – Jahre bevor Airbus die Idee im großen Stil umsetzte. Mit 241 Maschinen in rund zwei Jahrzehnten war sie kein Massenprodukt, aber ein solider Erfolg, vor allem in Märkten mit kurzen Pisten und anspruchsvollen Bedingungen.

Ihr wichtigstes Erbe ist die Fokker 100. Rumpfquerschnitt, Grundauslegung und der markante aufklappbare Heckkonus wanderten in die nächste Generation, die mit Tay-Triebwerken und Glascockpit bis 1997 gebaut wurde. Wer heute eine Fokker 100 oder 70 im Anflug sieht, erkennt darin immer noch die Linien der F28.

Fazit

Kurzer Rumpf, schlanke Spey-Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, aufklappbarer Heckkonus und kleine Dachfenster über dem Cockpit: Diese Kombination macht die Fokker F28 Fellowship unverwechselbar. Von 1967 bis 1987 entstanden 241 Exemplare, die von Norwegen bis Indonesien flogen und auch in Deutschland bei LTU, Germanair und Aviaction im Einsatz waren. Heute ist sie ein historischer Typ, den du fast nur noch im Museum triffst.

Kurzfazit

Die F28 ist die Urmutter der Fokker-Jets. Von der Fokker 100 trennst du sie über die kürzere Länge, die schlankeren Spey-Gondeln und die Dachfenster am Cockpit. Wer sie sehen will, plant am besten einen Museumsbesuch – etwa nach Bodø – und hält das Kennzeichen fest.

Zusammenfassung

  • Fokker kündigte die F28 1962 als Gemeinschaftsprojekt mit deutschen Partnern und Shorts an; der Erstflug war am 9. Mai 1967, Braathens SAFE flog ab März 1969 die ersten Linienflüge.
  • Bis 1987 entstanden 241 Exemplare, größter Betreiber war Garuda Indonesia. In Deutschland flogen unter anderem LTU, Germanair und Aviaction den Typ.
  • Die Bauart mit Spey-Hecktriebwerken, T-Leitwerk und Heck-Luftbremse lebt in der Fokker 100 und Fokker 70 weiter.
  • Heute siehst du die F28 vor allem in Museen und als Denkmal; einzelne Staatsmaschinen in Südamerika waren die letzten aktiven Exemplare.

Häufige Fragen

Was ist die Fokker F28 Fellowship?

Ein zweistrahliger Kurzstreckenjet des niederländischen Herstellers Fokker. Sie war als Jet-Ergänzung zur Turboprop-F27 Friendship gedacht, flog erstmals am 9. Mai 1967 und kam 1969 in den Liniendienst. Je nach Version bietet sie Platz für etwa 65 bis 85 Passagiere.

Welchen ICAO-Typcode hat die F28?

Alle Versionen laufen unter dem Typcode F28. Die Nachfolger haben eigene Codes: F100 für die Fokker 100 und F70 für die Fokker 70.

Wie unterscheide ich die F28 von der Fokker 100?

Achte auf drei Dinge: Die F28 ist deutlich kürzer, ihre Spey-Triebwerke sitzen in schlankeren Gondeln als die Tay der Fokker 100, und sie hat kleine Zusatzfenster über der Cockpitscheibe. Den aufklappbaren Heckkonus haben beide.

Welche Versionen der F28 gibt es?

Die Basisversion Mk 1000 mit kurzem Rumpf, die gestreckte Mk 2000, die Mk 3000 mit kurzem Rumpf und verlängertem Flügel sowie die Mk 4000 mit langem Rumpf und längerem Flügel. Von der Mk 6000 mit Vorflügeln entstanden nur sehr wenige Exemplare, die Mk 5000 blieb Projekt.

Warum hat die F28 keine Schubumkehr?

Fokker setzte auf andere Bremshilfen: Auf dem Flügel fahren nach dem Aufsetzen Spoiler zur Auftriebsvernichtung aus, dazu kommen die Heck-Luftbremse und Antiblockier-Radbremsen. Diese Kombination war auch für kurze und einfache Pisten gedacht.

Fliegt die F28 noch?

Im regulären Airline-Verkehr praktisch nicht mehr. Zuletzt waren nur noch einzelne Maschinen bei staatlichen Betreibern in Südamerika im Einsatz, etwa bei der argentinischen LADE, die ihre F28 durch Embraer-Jets ersetzt. Für Spotter ist der Typ heute vor allem ein Museumsflugzeug.

Wo kann ich eine F28 aus der Nähe sehen?

Erhalten sind unter anderem eine F28 Mk 1000 im Norwegischen Luftfahrtmuseum in Bodø sowie Maschinen in Museen in Argentinien und Indonesien. Prüf vor dem Besuch, ob das Flugzeug aktuell ausgestellt ist.

Fokker F28 Fellowship sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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Regionaljet

Fokker 100

Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung aufklappt: Die Fokker 100 ist der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat – und heute ein seltener Fang.

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Fokker 70

Kurz, gedrungen, zwei Tay-Triebwerke am Heck und ein Rumpfende, das bei der Landung aufklappt: Die Fokker 70 ist die kleine Schwester der Fokker 100 – bekannt von KLM Cityhopper, als Regierungsjet und heute ein seltener Fang.

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