A330 oder A340? Triebwerkszahl, Fahrwerk und Varianten erkennen

Gleicher Rumpf, gleiches Cockpit, fast derselbe Flügel – A330 und A340 sind Zwillinge mit unterschiedlicher Motorisierung. Wie du sie an Triebwerken, Mittelfahrwerk und Proportionen sicher trennst und die einzelnen Varianten erkennst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei oder vier Triebwerke: Das ist der schnellste und sicherste Unterschied. Die A330 fliegt mit zwei, die A340 mit vier Triebwerken unter einem nahezu identischen Flügel.
  • Das Mittelfahrwerk verrät die A340: Zwischen den beiden Hauptfahrwerken sitzt bei jeder A340 ein drittes Bein unter dem Rumpf. Die A330 hat es nie.
  • Zwei oder vier Räder in der Mitte: A340-200 und -300 haben ein zweirädriges Mittelfahrwerk, A340-500 und -600 ein vierrädriges Drehgestell.
  • Länge trennt die Varianten: A330-200 und A330-800 messen 58,82 m, A330-300, A330-900 und A340-300 jeweils rund 63,7 m, die A340-600 rund 75,4 m.
  • Die A340 wird selten: Airbus hat die Produktion 2011 beendet, Lufthansa verabschiedet die A340-600 im Herbst 2026. Die A330 wird als A330neo weiter gebaut.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.A330 oder A340: die kurze Antwort
  2. 2.Warum die beiden Typen so ähnlich sind
  3. 3.Merkmal 1: Triebwerke zählen
  4. 4.Merkmal 2: das Mittelfahrwerk
  5. 5.Merkmal 3: Länge und Proportionen
  6. 6.Die Varianten im Detail
  7. 7.A330 und A340 nicht mit anderen Typen verwechseln
  8. 8.Wo du A330 und A340 heute siehst
  9. 9.Die sichere Reihenfolge am Zaun
  10. 10.Typische Fehler
  11. 11.Fazit

Ein Airbus-Großraumjet rollt zur Startbahn: runde Nase, breiter Rumpf, Winglets an den Flügelspitzen. Ob du gerade eine A330 oder eine A340 siehst, ist auf den ersten Blick gar nicht so klar – denn die beiden Typen sind Zwillinge. Airbus hat sie gemeinsam entwickelt, sie teilen Rumpf, Cockpit und fast denselben Flügel. Trotzdem gibt es ein paar Merkmale, die sie zuverlässig trennen. Dieser Guide zeigt dir, wie du A330 und A340 unterscheidest, worauf du bei schlechter Sicht achtest und wie du jede Variante von der A330-200 bis zur A340-600 einordnest.

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A330 oder A340: die kurze Antwort

Zähl die Triebwerke. Die A330 hat zwei, die A340 vier. Das ist das eindeutigste Merkmal, und in der Luft wie am Boden siehst du es meist sofort. Wenn die Triebwerke schlecht zu erkennen sind – etwa bei Gegenlicht, auf große Distanz oder wenn der Flieger frontal auf dich zurollt –, hilft das zweite Merkmal: Die A340 hat ein drittes Fahrwerksbein mittig unter dem Rumpf, die A330 nicht.

Alles andere – Länge, Flügelspitzen, Seitenleitwerk, Triebwerksgröße – brauchst du erst, wenn du wissen willst, welche Variante vor dir steht.

2 vs. 4Triebwerke bei A330 und A340
3Hauptfahrwerksbeine bei jeder A340
1987gemeinsamer Programmstart beider Typen

Warum die beiden Typen so ähnlich sind

Ende der 1980er-Jahre wollte Airbus mit möglichst wenig Entwicklungsaufwand zwei Märkte bedienen: mittlere Langstrecken mit hoher Kapazität und sehr lange Routen über Ozeane. Für zweistrahlige Flugzeuge galten auf langen Überwasserstrecken damals strenge Einschränkungen, deshalb bekam die Langstreckenvariante vier Triebwerke. Am 5. Juni 1987 starteten beide Programme gemeinsam.

Das Ergebnis: Beide Typen haben denselben Rumpfquerschnitt mit 5,64 m Außendurchmesser, dasselbe Fly-by-Wire-Cockpit und praktisch denselben Flügel. Die A340 flog zuerst, am 25. Oktober 1991, und ging im März 1993 bei Lufthansa und Air France in Dienst. Die A330 folgte mit dem Erstflug am 2. November 1992 und dem Liniendebüt im Januar 1994 bei Air Inter.

Danach trennten sich die Wege. Mit zuverlässigeren Triebwerken und gelockerten Regeln für Zweistrahler wurde die sparsamere A330 zum Verkaufserfolg, während die A340 gegen moderne Zweistrahler wie die Boeing 777-300ER zurückfiel. Airbus beendete das A340-Programm im November 2011 nach 377 ausgelieferten Exemplaren. Die A330 lebt dagegen als A330neo weiter und ist mit mehr als 1.600 Auslieferungen einer der meistgebauten Großraumjets.

Merkmal 1: Triebwerke zählen

Bei der A330 hängt unter jedem Flügel genau ein großes Triebwerk. Bei der A340 sind es zwei pro Flügel, die deutlich kleiner wirken – bei A340-200 und -300 sogar auffallend schlank.

  • A330ceo (-200, -300): wahlweise General Electric CF6-80E1, Pratt & Whitney PW4000 oder Rolls-Royce Trent 700. Große, kräftige Gondeln.
  • A330neo (-800, -900): ausschließlich Rolls-Royce Trent 7000 mit sichtbar größerem Durchmesser als bei der ceo.
  • A340-200 und -300: vier CFM56-5C von CFM International. Die Gondeln sind lang und schmal – im Vergleich zur A330 wirken sie fast zierlich.
  • A340-500 und -600: vier Rolls-Royce Trent 500, deutlich dicker als die CFM56 der frühen Versionen.

Gerade die schmalen CFM56-Gondeln der A340-300 können auf Distanz täuschen: Von schräg vorn verdeckt das innere Triebwerk manchmal das äußere. Achte deshalb darauf, ob unter dem Flügel ein zweiter Pylon sitzt. Wie du Triebwerke generell an Gondel, Auslass und Fan erkennst, erklärt der Guide Triebwerke erkennen.

Auch das Ohr hilft

Vier Triebwerke klingen anders als zwei. Viele Spotter beschreiben den Startlauf einer A340 als gleichmäßigeres, helleres Dröhnen, die A330 eher als tieferes Grollen zweier großer Fans. Mit etwas Übung erkennst du den Unterschied schon, bevor du den Flieger siehst – mehr dazu im Artikel Flugzeugtypen am Geräusch erkennen.

Merkmal 2: das Mittelfahrwerk

Das zweite Hauptmerkmal ist mindestens so zuverlässig wie die Triebwerke – und oft besser zu sehen, wenn ein Flieger direkt auf dich zurollt oder im Endanflug von unten kommt.

  • A330: Bugfahrwerk mit zwei Rädern und zwei Hauptfahrwerksbeine mit je vier Rädern. Mehr nicht.
  • A340-200 und -300: zusätzlich ein drittes Bein mittig unter dem Rumpf mit zwei Rädern. Es sitzt auf der Rumpfmittellinie zwischen den beiden Hauptfahrwerken.
  • A340-500 und -600: Das Mittelfahrwerk ist zu einem vierrädrigen Drehgestell gewachsen, weil die Maschinen deutlich schwerer sind.

Bei einer Landung von vorn siehst du das Mittelfahrwerk als dritte Räder-Gruppe zwischen den beiden äußeren. Auf Fotos von der Seite ist es oft nur ein dunkler Fleck unter dem Rumpf, aber wenn du einmal weißt, wo du hinschauen musst, findest du es zuverlässig. Eine Übersicht aller Fahrwerkskonfigurationen von Narrowbody bis Jumbo bietet der Beitrag Fahrwerk als Erkennungsmerkmal.

Merkmal A330ceo A330neo A340-200/-300 A340-500/-600
Triebwerke 2 × CF6, PW4000 oder Trent 700 2 × Trent 7000 4 × CFM56-5C 4 × Trent 500
Mittelfahrwerk keins keins ja, 2 Räder ja, 4 Räder
Flügelspitzen klassische Winglets geschwungene Sharklet-Form klassische Winglets klassische Winglets
Spannweite 60,30 m 64,00 m 60,30 m 63,45 m
ICAO-Typcodes A332, A333 A338, A339 A342, A343 A345, A346

Merkmal 3: Länge und Proportionen

Erst wenn klar ist, ob du eine A330 oder A340 siehst, wird die Länge interessant. Hier wird es tückisch, denn mehrere Varianten sind fast gleich lang:

Variante Länge Typcode Erkennungstipp
A330-200 58,82 m A332 kurz, gedrungen, höheres Seitenleitwerk
A330-800 58,82 m A338 Rumpf der -200, aber neo-Triebwerke und Sharklets
A330-300 rund 63,7 m A333 langer Rumpf, klassische Winglets
A330-900 rund 63,7 m A339 Rumpf der -300, neo-Triebwerke und Sharklets
A340-200 rund 59,4 m A342 kurze A340, heute extrem selten
A340-300 rund 63,7 m A343 so lang wie die A330-300, aber vier Triebwerke
A340-500 rund 67,9 m A345 länger als die -300, Trent-Triebwerke
A340-600 rund 75,4 m A346 extrem lang gestreckter Rumpf

Die A330-300 und die A340-300 sind praktisch gleich lang. Wer nur auf die Rumpflänge schaut, kann sie also nicht trennen – hier entscheiden Triebwerke und Mittelfahrwerk. Die A340-600 dagegen ist unverwechselbar: Mit knapp zwölf Metern mehr als die -300 wirkt sie fast überzogen lang, die Flügel scheinen im Verhältnis klein.

Das höhere Leitwerk der A330-200

Die A330-200 ist knapp fünf Meter kürzer als die -300. Damit das Seitenleitwerk mit dem kürzeren Hebelarm genug Wirkung hat, hat Airbus es um gut einen Meter erhöht. Neben dem kurzen Rumpf fällt das Heck deshalb auffällig groß aus. Die A330-800 übernimmt den Rumpf der -200 und damit dieselben Proportionen.

Seltene Vierstrahler nicht verpassen

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Die Varianten im Detail

A330-200 und A330-300

Die beiden klassischen A330 – heute oft „ceo“ genannt – teilen Flügel, Cockpit und Triebwerksoptionen. Die A330-300 kam zuerst und ist die lange Version, die A330-200 hob 1997 als kürzere Variante mit mehr Reichweite zum Erstflug ab. Beide tragen aufgesetzte, nach oben gerichtete Winglets, die sie mit der A340 gemeinsam haben. Das Triebwerk verrät oft die Airline: Lufthansa und Swiss etwa fliegen ihre A330-300 mit dem Trent 700.

A330-200F, MRTT und Sonderversionen

Der Frachter A330-200F hat ein besonderes Detail: einen deutlichen Höcker unter der Nase. Darin sitzt das tiefer angebrachte Bugfahrwerk, damit das Frachtdeck am Boden waagerecht steht. Eine normale A330 steht leicht nach vorn geneigt. Mehr zu Frachtversionen findest du im Guide Frachtflugzeuge erkennen. Militärisch begegnet dir die A330 als Tankflugzeug A330 MRTT – zu erkennen an Betankungsbehältern unter den Flügeln und dem Tankausleger am Heck. Der Ratgeber Tankflugzeuge erkennen geht darauf genauer ein.

A330-800 und A330-900 (A330neo)

Die A330neo erkennst du an zwei Dingen: an den großen Trent-7000-Triebwerken und an den geschwungenen Flügelspitzen im Sharklet-Stil, die die Spannweite auf 64 Meter vergrößern. Die A330-900 ist die verbreitete Version mit dem Rumpf der -300, die A330-800 die seltene kurze Variante. Viele Airlines lackieren der neo zusätzlich eine dunkle Maske um die Cockpitfenster, die ist aber eine Designentscheidung und kein sicheres Merkmal. Wie sich die Flügelspitzen-Formen generell unterscheiden, zeigt der Artikel Winglets, Sharklets und Raked Wingtips.

A340-200 und A340-300

Die frühen A340 sind die „schlanken Vierstrahler“: vier CFM56-5C mit langen, schmalen Gondeln, Winglets und ein zweirädriges Mittelfahrwerk. Die A340-300 war mit 218 Exemplaren die meistgebaute Version und prägt bis heute das Bild. Die kürzere A340-200 ist aus dem Linienverkehr verschwunden; die wenigen verbliebenen Exemplare fliegen vor allem als Regierungs- oder VIP-Flugzeuge.

A340-500 und A340-600

Mit der zweiten Generation hat Airbus die A340 kräftig gestreckt: größerer Flügel mit 63,45 Metern Spannweite, vergrößertes Leitwerk, Trent-500-Triebwerke und ein vierrädriges Mittelfahrwerk. Die A340-600 ist mit rund 75,4 Metern der längste Airbus, der je gebaut wurde – länger als eine A380 und eine Boeing 747-400. Die etwas kürzere A340-500 war als Ultralangstrecken-Flugzeug gebaut; im kommerziellen Liniendienst fliegt sie nach Stand der verfügbaren Daten nicht mehr.

A330 und A340 nicht mit anderen Typen verwechseln

Neben dem Zwillingspaar gibt es zwei klassische Verwechslungen:

  • A350: Die A350-900 hat ebenfalls zwei Triebwerke, aber eine spitzere Nase mit dunkler Fenstermaske, fließend nach oben gebogene Flügelspitzen statt aufgesetzter Winglets und einen moderneren Rumpf. Der direkte Vergleich steht im Guide A350 oder Boeing 787.
  • Boeing 777 und 767: Boeings Großraumjets haben eine spitzere, leicht abfallende Nase und andere Cockpitfenster. Die 777 erkennst du außerdem am sechsrädrigen Hauptfahrwerk. Die Grundregeln für Airbus gegen Boeing fasst der Artikel Airbus oder Boeing? zusammen.

Welcher Typ steht vor dir?

Drei schnelle Fragen – am Ende bekommst du eine Einschätzung, ob du eine A330ceo, A330neo oder A340 siehst.

Einschätzung

A330ceo (-200 oder -300)

Prüf jetzt die Länge: Kurz mit hohem Leitwerk spricht für die -200 (A332), lang für die -300 (A333).

Einschätzung

A330neo (-800 oder -900)

Fast immer die A330-900 (A339). Nur wenn der Rumpf deutlich kürzer wirkt, hast du die seltene A330-800 erwischt.

Einschätzung

A340

Schlanke Triebwerke und zwei Räder in der Mitte: A340-300. Dicke Triebwerke, vier Räder in der Mitte und ein sehr langer Rumpf: A340-600.

Wo du A330 und A340 heute siehst

Die A330 ist nach wie vor allgegenwärtig. An großen Drehkreuzen wie dem Flughafen Frankfurt siehst du sie täglich, unter anderem bei Lufthansa, Discover Airlines und Condor. Die A330neo fliegt in Europa unter anderem bei TAP Air Portugal, Delta Air Lines bringt sie über den Atlantik.

Die A340 dagegen wird zur Rarität. Lufthansa war zuletzt der größte Betreiber, nimmt die A340-600 im Herbst 2026 aus dem Liniendienst und will die A340-300 nach bisherigen Planungen etwa bis 2028 einsetzen. Am Flughafen Zürich fliegen Swiss und Edelweiss noch A340-300, ersetzen sie aber schrittweise. Stand Oktober 2026 gilt deshalb: Wenn du eine A340 im Hangar haben willst, solltest du dich nicht mehr allzu viel Zeit lassen. Gute Standorte sind die Aussichtsplattform Zeppelinheim in Frankfurt, der Besucherhügel München und der Butzenbüel in Zürich.

Die sichere Reihenfolge am Zaun

1. Triebwerke zählen

Zwei oder vier? Achte bei schräger Perspektive auf einen zweiten Pylon unter dem Flügel, damit dir kein verdecktes Triebwerk entgeht.

2. Fahrwerk prüfen

Ein drittes Bein in der Rumpfmitte heißt A340. Zwei Räder dort sprechen für -200/-300, vier für -500/-600.

3. Flügelspitzen ansehen

Aufgesetzte Winglets bei A330ceo und A340, große geschwungene Sharklets nur bei der A330neo.

4. Länge und Leitwerk einordnen

Kurzer Rumpf mit hohem Heck: A330-200 oder -800. Extrem langer Rumpf mit vier Triebwerken: A340-600.

5. Typcode gegenchecken

Der ICAO-Code in der Live-Karte (A332 bis A346) bestätigt deine Einschätzung. Am Kennzeichen kannst du zusätzlich die genaue Maschine nachschlagen.

Für Schritt 5 lohnt sich ein Blick auf das Kennzeichen: Wie du über die Registrierung Typ, Alter und Betreiber einer Maschine herausfindest, zeigt der Guide Ein Flugzeug per Kennzeichen finden und verfolgen.

Typische Fehler

  • Nur auf die Länge achten: A330-300 und A340-300 sind praktisch gleich lang. Länge allein entscheidet nichts.
  • Verdeckte Triebwerke übersehen: Von schräg vorn kann das innere CFM56 das äußere verdecken. Wer dann zwei zählt, hält eine A340-300 für eine A330.
  • Die Cockpit-Maske überbewerten: Eine dunkle Fensterumrandung ist bei der A330neo häufig, aber lackiert und nicht bei jeder Airline vorhanden.
  • Frachter für Passagierflieger halten: Der Höcker unter der Nase der A330-200F ist das sichere Zeichen – fehlende Fenster allein können auch auf umgebaute Frachter hinweisen.

Kannst du A330 und A340 sicher trennen?

Hak ab, was du schon sicher beherrschst – am Ende siehst du, ob du bereit für den nächsten Langstrecken-Tag bist.

  • Ich zähle Triebwerke auch bei schräger Perspektive zuverlässig.
  • Ich weiß, wo das Mittelfahrwerk der A340 sitzt.
  • Ich unterscheide Winglets von Sharklets.
  • Ich erkenne die A340-600 an ihrer extremen Länge.
  • Ich kenne die ICAO-Codes A332 bis A346.

Die letzten Vierstrahler in deinem Hangar

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Fazit

A330 und A340 sind Zwillinge, die sich an zwei Stellen unmissverständlich unterscheiden: an der Zahl der Triebwerke und am Mittelfahrwerk. Wenn du beides prüfst, liegst du praktisch nie daneben. Für die Varianten kommen Länge, Flügelspitzen, Triebwerksgröße und die Räderzahl in der Rumpfmitte dazu. Und weil die A340 aus Europas Flotten verschwindet, lohnt es sich gerade jetzt, jede Begegnung festzuhalten. Wenn du dich generell noch einarbeitest, bietet der Leitfaden Flugzeugtypen erkennen für Anfänger den passenden Einstieg.

Kurzfazit

Zwei Triebwerke und kein Mittelfahrwerk: A330. Vier Triebwerke und ein drittes Fahrwerksbein: A340. Sharklets und dicke Trent 7000 verraten die A330neo, ein extrem langer Rumpf mit vierrädrigem Mittelfahrwerk die A340-600.

Zusammenfassung

  • Airbus hat A330 und A340 ab 1987 als gemeinsames Programm entwickelt. Rumpfquerschnitt, Cockpit und Grundflügel sind gleich, der Unterschied liegt in Triebwerkszahl, Fahrwerk und Gewicht.
  • Am Zaun prüfst du zuerst die Triebwerke, dann das Fahrwerk und erst danach die Rumpflänge. Bei Gegenlicht oder großer Distanz ist das Mittelfahrwerk oft das bessere Merkmal als die Triebwerke.
  • Innerhalb der A330-Familie trennst du ceo und neo an Flügelspitzen und Triebwerksgröße, -200 und -300 an der Länge und am höheren Seitenleitwerk der -200.
  • Innerhalb der A340-Familie zeigen Länge, Triebwerksgröße und die Räderzahl des Mittelfahrwerks, ob eine frühe -200/-300 oder eine späte -500/-600 vor dir steht.

Häufige Fragen

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen A330 und A340?

Die Zahl der Triebwerke. Die A330 hat zwei, die A340 vier. Weil Rumpf, Cockpit und Flügelgrundriss fast gleich sind, ist das das eindeutigste Merkmal. Am Boden kommt das Mittelfahrwerk dazu: Nur die A340 hat ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf.

Hat die A330 ein Mittelfahrwerk?

Nein. Die A330 steht auf einem Bugfahrwerk mit zwei Rädern und zwei Hauptfahrwerksbeinen mit je vier Rädern. Ein zusätzliches Bein in der Rumpfmitte gibt es nur bei der A340.

Wie unterscheide ich A340-300 und A340-600?

An Länge, Triebwerken und Mittelfahrwerk. Die A340-600 ist mit rund 75,4 m fast zwölf Meter länger als die -300, trägt vier deutlich größere Rolls-Royce Trent 500 statt der schlanken CFM56-5C und hat ein Mittelfahrwerk mit vier statt zwei Rädern.

Wie erkenne ich eine A330neo?

An den geschwungenen, sharklet-artigen Flügelspitzen und den sehr großen Rolls-Royce-Trent-7000-Triebwerken. Die A330ceo hat dagegen klassische, aufgesetzte Winglets. Die Spannweite wächst bei der neo von 60,30 auf 64,00 m. Der Typcode lautet A338 für die -800 und A339 für die -900.

Welche ICAO-Typcodes gehören zu A330 und A340?

Die A330 läuft unter A332 (-200, auch der Frachter -200F), A333 (-300), A338 (-800) und A339 (-900). Die A340 nutzt A342, A343, A345 und A346 für die Versionen -200, -300, -500 und -600.

Warum sind A330 und A340 so ähnlich?

Weil Airbus beide Typen gemeinsam entwickelt und im Juni 1987 gemeinsam gestartet hat. Die Idee: ein Rumpf, ein Cockpit und ein Flügel für zwei Märkte – die zweistrahlige A330 für mittlere Langstrecken und die vierstrahlige A340 für sehr lange Routen, auf denen damals strenge Regeln für Zweistrahler galten.

Wo sehe ich in Deutschland noch eine A340?

Am ehesten in Frankfurt bei Lufthansa sowie in Zürich bei Swiss und Edelweiss, Stand Oktober 2026. Alle drei bauen ihre A340-Flotten ab, Lufthansa beendet den Einsatz der A340-600 im Herbst 2026. Prüf vor dem Losfahren in der Live-Karte, ob ein A343 oder A346 auf dem Plan steht.

PT

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