Das Wichtigste in Kürze
- KLM Cityhopper ist die Regionaltochter von KLM mit Sitz und Drehkreuz in Amsterdam-Schiphol.
- Codes: eigener IATA-Code WA, ICAO-Code KLC und Rufzeichen „CITY“ – im Alltag fliegt die Airline aber meist unter KL und KLM.
- Die Flotte besteht nur aus Embraer-Jets: E175 mit 88, E190 mit 100 und E195-E2 mit 132 Sitzen.
- Seit 2021 fliegt der E195-E2 und ist inzwischen der größte Flottenteil.
- Für Spotter zählt der Typ: Ein Embraer in KLM-Farben ist praktisch immer Cityhopper.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | WA |
|---|---|
| ICAO-Code | KLC |
| Rufzeichen | CITY |
| Drehkreuze | AMS |
| Allianz | SkyTeam |
| Geschäftsmodell | Regionalairline für Kurz- und Mittelstrecken in Europa, Zubringer für das KLM-Drehkreuz Schiphol |
| Sitz | Schiphol-Oost, Gemeinde Haarlemmermeer, Niederlande |
| Gegründet | 1991 durch die Fusion von NLM CityHopper und NetherLines |
| Konzern | 100-prozentige Tochter von KLM, Teil der Air France-KLM Gruppe |
| Drehkreuz | Amsterdam-Schiphol (AMS) |
| Allianz | SkyTeam, über die Mutter KLM |
| Flotte (laut Flottenübersichten, Stand September 2026) | 58 Flugzeuge: 17 Embraer 175, 16 Embraer 190 und 25 Embraer 195-E2 |
| Flugnummern | Verkauf und Betrieb in der Regel unter KL bzw. KLM, nicht unter dem eigenen Code WA |
| Markenzeichen | KLM-Blau mit Krone und geschwungener „Smiling Dolphin“-Zierlinie |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich KLM Cityhopper?
- Volle KLM-Bemalung: hellblauer Rumpf oben, KLM-Krone und Schriftzug, weißes Band darunter
- Immer ein Embraer: E175, E190 oder E195-E2 – ein Airbus oder Boeing in KLM-Farben gehört zur Mutter
- Kleiner Jet mit vier Sitzen pro Reihe und niedrig hängenden Triebwerken unter dem Flügel
- Beim E195-E2: große Getriebefan-Triebwerke, hohes Fahrwerk und Flügelspitzen ohne klassische Winglets
- Niederländisches Kennzeichen mit PH-, zum Beispiel PH-EZX bei der E190 in SkyTeam-Bemalung
- Auf dem Tracker meist mit KLM-Rufzeichen und KL-Flugnummer – der Typ verrät die Tochter
Wenn in Düsseldorf, Hamburg oder Stuttgart ein kleiner Jet in KLM-Blau aufsetzt, ist das sehr oft gar keine „echte“ KLM. Hinter vielen Verbindungen nach Amsterdam steckt KLM Cityhopper, die Regionaltochter der niederländischen Airline. Von außen fällt das kaum auf: gleiche Bemalung, gleiche Flugnummern, gleiche Krone am Leitwerk. Diese Seite zeigt dir, woran du Cityhopper trotzdem erkennst und wie du die drei Embraer-Typen der Flotte auseinanderhältst.
Jeden Embraer einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche Cityhopper-Jets dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
KLM Cityhopper im Überblick
KLM Cityhopper ist die Regionalairline von KLM und gehört zu hundert Prozent der Mutter. Damit ist sie Teil der Air France-KLM Gruppe und über KLM auch in die Allianz SkyTeam eingebunden. Ihren Sitz hat die Airline in Schiphol-Oost, ihr einziges Drehkreuz ist der Flughafen Amsterdam-Schiphol.
Die Aufgabe ist klar umrissen: KLM Cityhopper bedient Strecken innerhalb Europas, auf denen ein großer Mittelstreckenjet zu viel Kapazität hätte. Die Flüge bringen Passagiere aus kleineren und mittelgroßen Städten nach Amsterdam, wo sie auf das Langstreckennetz von KLM umsteigen. Laut Flottenübersichten fliegt Cityhopper rund 70 Ziele an – ein großer Teil davon in Großbritannien, Skandinavien, Frankreich und Deutschland.
Gegründet wurde die heutige Gesellschaft 1991, als KLM zwei Regionaltöchter zusammenlegte: NLM CityHopper und NetherLines. NLM gab es bereits seit den 1960er-Jahren als KLM-Tochter für Regionalflüge, NetherLines hatte KLM Ende der 1980er-Jahre übernommen. In den folgenden Jahren wanderten weitere Regionalbetriebe des Konzerns unter das Cityhopper-Dach, darunter die aus Air UK hervorgegangene KLM UK.
Codes, Rufzeichen und Flugnummern
KLM Cityhopper ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein eigener Code noch lange nicht heißt, dass du ihn auch siehst.
- IATA-Code WA: gehört offiziell zu KLM Cityhopper, taucht in Flugplänen aber kaum auf.
- ICAO-Code KLC: die eigene Kennung der Gesellschaft gegenüber der Flugsicherung.
- Rufzeichen CITY: das eigene Funkrufzeichen der Airline.
- Im Alltag KL und KLM: Die allermeisten Cityhopper-Flüge werden unter KLM-Flugnummern verkauft und mit dem KLM-Rufzeichen geflogen.
Für dich als Spotter bedeutet das: Auf der Anzeigetafel und meist auch auf dem Flugtracker steht einfach KLM. Wer genau wissen will, ob die Mutter oder die Tochter fliegt, muss auf den Flugzeugtyp und das Kennzeichen schauen. Warum Flugnummer und Rufzeichen nicht dasselbe sind, erklärt der Artikel Callsign und Flugnummer; die Logik hinter den Kürzeln findest du unter IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Tracker richtig lesen
Steht auf dem Tracker eine KLM-Flugnummer und als Typ E175, E190 oder E295 (so führt die ICAO-Typenliste den E195-E2), dann fliegt Cityhopper. Bei Boeing-Codes wie B738, B772 oder B789 oder bei A21N ist es die Mutter. Mehr zum Lesen der Daten im Guide Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: drei Embraer-Typen
Seit dem Ende der Fokker-Ära fliegt KLM Cityhopper ausschließlich Jets des brasilianischen Herstellers Embraer. Laut gängigen Flottenübersichten sieht die Flotte im September 2026 so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Im Einsatz seit | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Embraer 175 | 17 | 88 | 2016 | Kürzester Typ, klassische Winglets |
| Embraer 190 | 16 | 100 | Ende der 2000er-Jahre | Mittlere Länge, älteste Flugzeuge der Flotte |
| Embraer 195-E2 | 25 | 132 | 2021 | Längster Typ, große Getriebefan-Triebwerke |
Alle drei Typen haben eine Kabine mit vier Sitzen pro Reihe und einen flexiblen Business-Bereich vorn, dessen Größe je nach Flug angepasst werden kann. Die Sitzzahlen in der Tabelle nennen jeweils die Gesamtzahl der Plätze. Weitere E195-E2 stehen laut Flottenübersichten auf der Bestellliste, die Zahlen werden sich also in den kommenden Jahren verschieben.
Embraer 190: das Arbeitspferd der ersten Stunde
Mit der E190 begann der Abschied von Fokker. Die ersten Maschinen kamen Ende der 2000er-Jahre in die Flotte, weitere folgten in den Jahren danach. Im April 2014 übernahm Cityhopper die 28. Maschine dieses Typs und war damit zu diesem Zeitpunkt der größte E190-Betreiber Europas. Am selben Tag stellte KLM eine überarbeitete Bemalung vor, zuerst eben auf der E190. Eine der E190, die PH-EZX, trägt außerdem die SkyTeam-Allianzbemalung – ein schönes Ziel für alle, die Sonderlackierungen sammeln.
Embraer 175: Nachfolger der Fokker 70
Für die Ablösung der Fokker 70 bestellte KLM 2015 vor allem Embraer 175. Die erste Maschine kam im März 2016, am Ende standen 17 Exemplare in der Flotte. Die E175 ist rund viereinhalb Meter kürzer als die E190 und damit der kompakteste Jet der Airline.
Embraer 195-E2: die neue Generation
Am 23. Februar 2021 übernahm KLM Cityhopper den ersten Embraer 195-E2. Inzwischen ist er mit 25 Flugzeugen der größte Flottenteil. Der E2 gehört zur zweiten E-Jet-Generation mit neuem Flügel und Getriebefan-Triebwerken von Pratt & Whitney. Er ist deutlich länger als die E190 und bietet mit 132 Plätzen knapp ein Drittel mehr Sitze. Wer die Unterschiede zur ersten Generation vertiefen will, findet sie auch bei der kleineren Schwester Embraer 190-E2 und dem Vorgänger Embraer 195.
Nur noch der E2 fehlt?
Setz den Embraer 195-E2 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn er in deiner Nähe anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
E175, E190 oder E195-E2? So unterscheidest du sie
Alle drei Typen tragen dieselbe Bemalung und sehen sich in der Grundform ähnlich. Mit ein paar Blicken ordnest du sie trotzdem zuverlässig ein.
Länge abschätzen
Die E175 wirkt gedrungen, die E190 gestreckter, der E195-E2 auffällig lang für einen Vierer-Reihen-Jet. Zähl im Zweifel die Fenster zwischen Tür und Flügel.
Triebwerke ansehen
Der E2 hat sichtbar größere Triebwerke mit breitem Einlauf. Bei E175 und E190 sind die Gondeln schlanker.
Flügelspitzen prüfen
E175 und E190 tragen nach oben gebogene Winglets. Der E2 hat lange, schmale Flügel mit nach hinten gezogenen Spitzen.
Fahrwerk und Kennzeichen
Das Hauptfahrwerk des E2 ist höher, damit die großen Triebwerke genug Bodenfreiheit haben. Das Kennzeichen bestätigt am Ende den Typ.
Alle Cityhopper-Jets sind in den Niederlanden registriert und tragen deshalb ein Kennzeichen mit PH-. Welcher Typ sich hinter einem bestimmten Kennzeichen verbirgt, schlägst du am sichersten in einer aktuellen Flottenliste nach – so ordnest du auch Fotos später zuverlässig zu. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, zeigt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Das spricht für den E195-E2
- Große Triebwerke mit breitem Einlauf
- Hohes Hauptfahrwerk
- Lange, schlanke Flügel ohne klassisches Winglet
- Auf Trackern als E295 geführt
Das spricht für E175 oder E190
- Schlankere Triebwerksgondeln
- Nach oben gebogene Winglets
- Niedriger wirkender Rumpf über dem Boden
- Auf Trackern als E175 oder E190 geführt
Woran du KLM Cityhopper erkennst
Die Bemalung ist die von KLM: hellblauer Rumpf in der oberen Hälfte, die KLM-Krone und der Schriftzug, darunter eine weiße Unterseite mit dunkelblauer Zierlinie. 2014 hat KLM die Optik überarbeitet; die geschwungene Zierlinie, die nach vorn abfällt, brachte ihr den Spitznamen „Smiling Dolphin“ ein.
Weil die Bemalung identisch ist, bleibt der Flugzeugtyp dein wichtigstes Merkmal. Ein Embraer in KLM-Farben ist praktisch immer KLM Cityhopper. Die Mutter KLM fliegt in Europa vor allem Boeing 737 und Jets der Airbus-A320neo-Familie, auf der Langstrecke Boeing 777, 787 und Airbus-Großraumjets. Bei der Ferien- und Low-Cost-Schwester Transavia siehst du dagegen grün-weiße Flugzeuge.
Achtung Verwechslung
Embraer-Jets fliegen auch bei anderen Airlines in Europa, etwa bei Helvetic Airways oder im Regionalverkehr von Air France. Wer nur das Heck fotografiert, ordnet später schnell falsch zu. Ein Foto mit lesbarem Kennzeichen und Rumpf-Schriftzug macht die Sichtung eindeutig.
Von Fokker zu Embraer: ein kurzer Rückblick
Lange war KLM Cityhopper eine der wichtigsten Fokker-Betreiberinnen der Welt. Turboprops und Jets aus den Niederlanden prägten das Bild an europäischen Regionalflughäfen. Der Umstieg auf Embraer lief über rund ein Jahrzehnt:
- März 2010: letzter Linienflug mit der Fokker 50
- 2012: die letzten Fokker 100 verlassen die Flotte
- 2014: 28. E190 und neue Bemalung
- 2016: erste E175 als Ersatz für die Fokker 70
- Ende Oktober 2017: letzter Passagierflug mit der Fokker 70, Ende der Fokker-Ära bei KLM
- Februar 2021: erster Embraer 195-E2
Eine Fokker 70 hat dabei besondere Berühmtheit erlangt: Die PH-KBX diente als Regierungs- und Königsflugzeug der Niederlande und wurde von Cityhopper betrieben. 2017 machte König Willem-Alexander öffentlich, dass er über zwei Jahrzehnte regelmäßig als Copilot bei KLM Cityhopper geflogen war – auch auf genau diesem Flugzeug. Nach ihrem Verkauf übernahm eine von KLM betriebene Boeing 737 die Rolle. Mehr zu solchen Maschinen liest du im Artikel Regierungsflugzeuge spotten.
KLM Cityhopper spotten
Der beste Ort ist natürlich Schiphol. Dort starten und landen die Embraer in dichtem Takt, oft im Wechsel mit Boeing 737 der Mutter. An der Spotterplaats Polderbaan bekommst du viele Landungen aus der Nähe zu sehen – vorausgesetzt, die Betriebsrichtung passt. Schiphol hat mehrere Pisten, die je nach Wind wechselnd genutzt werden. Wie du die aktive Richtung vorab einschätzt, zeigt der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen.
In Deutschland begegnest du Cityhopper an vielen Flughäfen mit KLM-Verbindung nach Amsterdam. Gute Chancen hast du zum Beispiel an der Besucherterrasse in Düsseldorf, der Besucherterrasse in Hamburg oder der Besucherterrasse in Stuttgart. Welche Umläufe mit Embraer und welche mit einer größeren KLM-Maschine geflogen werden, ändert sich je nach Tag, Saison und Nachfrage. Der Blick auf den Flugtracker am Morgen erspart dir Enttäuschungen.
Gute Chancen auf Cityhopper, wenn …
- dein Flughafen mehrmals täglich mit Amsterdam verbunden ist
- der Tracker bei den KLM-Flügen E175, E190 oder E295 als Typ zeigt
- du in Schiphol zur Zeit der großen Ankunfts- und Abflugwellen am Spot bist
Prüf es vorher, wenn …
- du einen bestimmten Typ suchst, etwa den E195-E2
- du nach älteren Spotterberichten planst – die Flotte hat sich stark verändert
Eher kein Cityhopper-Tag, wenn …
- dein Flughafen keine direkte Verbindung nach Amsterdam hat
- auf der Strecke ausschließlich Boeing 737 der Mutter eingeplant sind
Für Embraer-Fotos lohnt sich eine mittlere Brennweite: Die Jets sind deutlich kleiner als eine 737, bei Landungen aus größerer Entfernung brauchst du also etwas mehr Tele. Welche Objektive sich bewähren, liest du im Artikel zur richtigen Brennweite. Und wer gerade erst anfängt, Typen zu unterscheiden, findet in Flugzeugtypen erkennen für Anfänger einen guten Einstieg.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus, in Schiphol genauso wie an deutschen Flughäfen. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Jede KLM-Maschine für KLM halten – kleine Embraer in KLM-Farben gehören zur Tochter KLM Cityhopper.
- Nach WA-Flugnummern suchen – der eigene Code taucht im Alltag kaum auf, die Flüge laufen meist unter KL.
- E2 und E190 verwechseln – Triebwerksgröße, Fahrwerkshöhe und Flügelspitzen trennen die Generationen.
- E175 und E190 gleichsetzen – die E175 ist ein gutes Stück kürzer; das Kennzeichen hilft bei der Zuordnung.
- Fremde Embraer als Cityhopper notieren – Helvetic, Air France und andere Airlines fliegen ebenfalls E-Jets.
- Alte Fokker-Infos übernehmen – seit 2017 fliegt KLM keine Fokker mehr.
Cityhopper im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder den Embraer 195-E2, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
KLM Cityhopper ist die unsichtbare Hälfte von KLM in Europa. Gleiche Bemalung, gleiche Flugnummern – und doch eine eigene Airline mit eigener Flotte. Wer auf den Typ achtet, liegt fast immer richtig: Ein Embraer in KLM-Blau ist Cityhopper. Mit dem Kennzeichen und einem Blick auf Triebwerke und Flügelspitzen trennst du dann noch E175, E190 und E195-E2 sauber voneinander.
Kurzfazit
KLM Cityhopper (IATA WA, ICAO KLC) ist die Regionaltochter von KLM mit Drehkreuz Amsterdam-Schiphol und einer reinen Embraer-Flotte. Die Flüge laufen meist unter KL-Nummern – der Flugzeugtyp verrät dir, wer wirklich fliegt.
Zusammenfassung
- KLM Cityhopper sieht aus wie KLM und fliegt unter KL-Flugnummern – der Unterschied liegt im Flugzeugtyp, denn die Tochter setzt ausschließlich Embraer ein.
- Die drei Typen trennst du über Länge und Triebwerke: E175 kurz, E190 mittel, E195-E2 lang mit großen Getriebefans und hohem Fahrwerk.
- Die Fokker-Ära endete 2017; seitdem ist die Flotte komplett auf Embraer umgestellt.
- An deutschen Flughäfen mit KLM-Verbindung nach Amsterdam sind Cityhopper-Jets regelmäßige Gäste – welcher Typ kommt, hängt vom Tag ab.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat KLM Cityhopper?
KLM Cityhopper hat den IATA-Code WA, den ICAO-Code KLC und das Rufzeichen „CITY“. In der Praxis werden die Flüge aber meist unter den Kennungen der Mutter verkauft und durchgeführt, also mit KL-Flugnummer und KLM-Rufzeichen. Auf dem Flugtracker siehst du deshalb häufig gar nicht, dass die Tochter fliegt.
Wie unterscheide ich KLM Cityhopper von KLM?
Über den Flugzeugtyp. Beide tragen dieselbe Bemalung und dieselben Flugnummern, aber KLM Cityhopper fliegt ausschließlich Embraer-Jets. Siehst du einen Embraer 175, 190 oder 195-E2 in KLM-Farben, ist das ein Cityhopper-Flugzeug. Boeing 737, 777, 787 und die Airbus-Typen der KLM-Flotte gehören zur Mutter.
Welche Flugzeuge fliegt KLM Cityhopper?
Laut gängigen Flottenübersichten (Stand September 2026) besteht die Flotte aus 58 Flugzeugen: 17 Embraer 175 mit 88 Sitzen, 16 Embraer 190 mit 100 Sitzen und 25 Embraer 195-E2 mit 132 Sitzen. Einige Übersichten führen zusätzlich offene Bestellungen für den E195-E2. Die genauen Zahlen ändern sich mit Auslieferungen und Ausmusterungen, prüf sie deshalb bei Bedarf aktuell nach.
Seit wann gibt es KLM Cityhopper?
Die Airline wurde 1991 durch die Fusion von NLM CityHopper und NetherLines gebildet. NLM war bereits in den 1960er-Jahren als KLM-Tochter für Regionalflüge gegründet worden. Später gingen weitere Regionalgesellschaften des KLM-Konzerns in KLM Cityhopper auf.
Fliegt KLM Cityhopper noch Fokker?
Nein. Die letzte Fokker 50 flog im März 2010 im Linienverkehr, die Fokker 100 verschwanden bis 2012 aus der Flotte, und Ende Oktober 2017 endete mit dem letzten Fokker-70-Flug die Fokker-Ära bei KLM. Seitdem fliegt KLM Cityhopper nur noch Embraer.
Woran erkenne ich den Embraer 195-E2?
Der E195-E2 ist der längste Typ der Flotte. Typische Merkmale sind die großen Triebwerke von Pratt & Whitney mit deutlich größerem Einlauf, das höhere Hauptfahrwerk und die schlanken, nach hinten gezogenen Flügelspitzen ohne die klassischen Winglets der ersten E-Jet-Generation.
Stimmt es, dass der niederländische König für KLM Cityhopper geflogen ist?
Ja. König Willem-Alexander machte 2017 öffentlich, dass er rund 21 Jahre lang regelmäßig als Copilot bei KLM Cityhopper im Cockpit saß – damals auf der Fokker 70. Dazu gehörte auch die PH-KBX, die als Regierungsflugzeug diente.
Wo kann ich KLM Cityhopper spotten?
Am meisten Verkehr siehst du natürlich in Amsterdam-Schiphol, etwa an der Polderbaan. In Deutschland landen Cityhopper-Jets an vielen Flughäfen mit KLM-Verbindung nach Amsterdam. Welcher Flug mit Embraer und welcher mit einer Boeing der Mutter geflogen wird, kann sich je nach Tag und Saison ändern – ein Blick auf den Flugtracker hilft.
KLM Cityhopper im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
FlugzeugtypEmbraer E190-E2
Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
FlugzeugtypFokker 100
Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung aufklappt: Die Fokker 100 ist der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat – und heute ein seltener Fang.
Weitere Airlines
KLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
Low-CostTransavia
Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.
FrachtMartinair
Die Frachtairline von Air France-KLM: gegründet 1958 als Martin's Air Charter, seit 2011 reiner Frachtbetrieb ab Amsterdam-Schiphol, heute mit einer kleinen Flotte Boeing 747-400-Frachter – teils in Martinair-, teils in KLM-Cargo-Farben.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
CharterHelvetic Airways
Die Schweizer Embraer-Spezialistin aus Zürich: Helvetic Airways fliegt mit E190, E195 und der neuen E2-Generation vor allem im Wet-Lease für SWISS, dazu Charter und eigene Ferienflüge ab Zürich und Bern.
RegionalLufthansa City Airlines
Die jüngste Airline der Lufthansa Group: Zubringerflüge ab München und Frankfurt unter der Marke „Lufthansa City“, mit A320neo, A319 und dem Airbus A220-300 als nächstem Typ.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Air France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
AllianzSkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
Wo du KLM Cityhopper vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Spotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
Der offizielle Spotterplatz an Schiphols längster Piste: Auf der Westseite der Polderbaan siehst du Landungen auf der 18R und Starts auf der 36L ohne Zaun im Bild – mit großem Gratisparkplatz, Toiletten und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
BesucherterrasseBesucherterrassen am Flughafen Hamburg
Zwei Terrassen auf Ebene 3 der Terminals, täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet und direkt an der S1: Der einfachste Einstieg ins Spotten in Hamburg – mit Blick aufs Vorfeld, Ferngläsern und kurzen Wegen zu Café und Toilette.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Stuttgart
Kostenlos, mitten im Terminal und mit Blick auf das Vorfeld und das westliche Ende der einzigen Piste: Die Besucherterrasse auf dem Dach von Terminal 3 ist der einfachste Einstieg ins Planespotting auf den Fildern – am besten an Sommerabenden.
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