Das Wichtigste in Kürze
- Erst die Generation, dann die Länge: Kleine, nach oben gebogene Winglets heißen erste Generation (E1), lange, schräg nach hinten ausgezogene Flügelspitzen ohne Winglet heißen E2.
- Zwei Größenklassen in der E1: E170 und E175 sind kurz, haben rund 26 m Spannweite und schlanke CF34-8E. E190 und E195 sind deutlich länger, haben einen größeren Flügel und die kräftigeren CF34-10E.
- Die E2 steht höher: Große Getriebefan-Triebwerke von Pratt & Whitney, ein rund 50 cm höheres Hauptfahrwerk und verkleidete Fahrwerksschächte verraten die zweite Generation.
- Die Codes trennen alles sauber: E170, E75S/E75L, E190 und E195 für die erste Generation, E290 und E295 für die E2.
- Die E195-E2 ist der Riese: Mit 41,51 m ist sie fast drei Meter länger als die E195 und der längste Jet, den Embraer gebaut hat.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Die kurze Antwort
- 2.Eine Familie, zwei Größen, zwei Generationen
- 3.Merkmal 1: Flügelspitzen trennen die Generationen
- 4.Merkmal 2: Triebwerke und Fahrwerk verraten die E2
- 5.Merkmal 3: die Länge innerhalb der Generation
- 6.E-Jets nicht mit anderen Typen verwechseln
- 7.Wo du E-Jets in Europa siehst
- 8.Die sichere Reihenfolge am Zaun
- 9.Typische Fehler
- 10.Fazit
Ein schlanker Jet rollt zur Bahn: vier Sitze pro Reihe, Triebwerke unter dem Flügel, ein ganz normales Leitwerk und eine kleine, runde Nase. Dass das ein Embraer E-Jet ist, siehst du schnell. Welcher genau, ist die eigentliche Herausforderung – denn sechs Varianten in zwei Generationen teilen sich Rumpfquerschnitt, Cockpit und Grundform. Dieser Guide zeigt dir, wie du E170, E175, E190, E195 und die E2-Generation auseinanderhältst, in welcher Reihenfolge du am Zaun prüfst und welche Verwechslungen am häufigsten passieren.
Jede E-Jet-Variante im Hangar sammeln
Mit Planetrack postest du deine Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Spot – und hakst die ganze E-Jet-Familie von der E170 bis zur E195-E2 in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die kurze Antwort
Prüf zwei Dinge in dieser Reihenfolge:
- Flügelspitzen: Kleine, nach oben gebogene Winglets bedeuten erste Generation (E170, E175, E190, E195). Lange Flügel, die ohne Winglet schräg nach hinten auslaufen, bedeuten E2 (E190-E2, E195-E2).
- Rumpflänge: Innerhalb der Generation entscheidet die Länge. Kurz und gedrungen: E170 oder E175. Deutlich länger: E190. Auffallend gestreckt: E195 – bei der E2 entsprechend E190-E2 oder E195-E2.
Alles Weitere – Triebwerksgröße, Fahrwerk, Wingletform der E175 – brauchst du, um Grenzfälle sicher zu machen.
Eine Familie, zwei Größen, zwei Generationen
Embraer hat die E-Jets als echte Familie geplant. Der Prototyp flog am 19. Februar 2002, am 17. März 2004 eröffnete LOT Polish Airlines mit der E170 den Liniendienst. Die Erstflüge der übrigen Varianten: E175 im Juni 2003, E190 im März 2004 und E195 im Dezember 2004.
Wichtig für die Bestimmung: Die erste Generation besteht eigentlich aus zwei Plattformen. E170 und E175 teilen einen kleineren Flügel mit rund 26 Metern Spannweite und die Triebwerke CF34-8E. E190 und E195 haben einen größeren Flügel mit rund 28,7 Metern, ein größeres Höhenleitwerk, ein verstärktes Fahrwerk und die stärkeren CF34-10E von GE Aerospace. Laut Embraer-Statistik wurden von der ersten Generation rund 1.770 Maschinen ausgeliefert, mit Abstand am meisten davon E175.
Die E2-Generation brachte ab 2016 neue Flügel, neue Triebwerke, ein neues Fahrwerk und eine überarbeitete Flugsteuerung. Die E190-E2 flog am 23. Mai 2016 zum ersten Mal, die E195-E2 am 29. März 2017. Eine kleine E175-E2 ist 2019 zwar geflogen, ihr Programm liegt aber seit 2022 auf Eis – im Liniendienst siehst du sie nicht.
| Variante | Länge | Spannweite | Triebwerke | ICAO-Code |
|---|---|---|---|---|
| E170 | 29,90 m | rund 26,0 m | 2 × CF34-8E | E170 |
| E175 | 31,67 m | 26,0 m oder 28,65 m | 2 × CF34-8E | E75S / E75L |
| E190 | 36,25 m | rund 28,7 m | 2 × CF34-10E | E190 |
| E195 | 38,66 m | rund 28,7 m | 2 × CF34-10E | E195 |
| E190-E2 | rund 36,2 m | 33,72 m | 2 × PW1900G | E290 |
| E195-E2 | 41,51 m | 35,12 m | 2 × PW1900G | E295 |
Merkmal 1: Flügelspitzen trennen die Generationen
Kein Merkmal ist so zuverlässig wie die Flügelspitze – und keins ist auf Fotos so gut zu sehen, egal ob von der Seite, von unten oder schräg von vorn.
- Erste Generation: Am Ende des Flügels sitzt ein kleines, aufgesetztes Winglet, das nach oben zeigt. Bei E170, älteren E175, E190 und E195 ist es kurz und steht ziemlich steil.
- Neuere E175: Seit 2014 baut Embraer die E175 mit einem Effizienzpaket, zu dem deutlich größere, schräg nach außen abgewinkelte Winglets gehören. Die Spannweite wächst damit von rund 26 auf 28,65 Meter. Diese Form gibt es nur an der E175.
- E2: Hier gibt es gar kein Winglet. Die Flügel sind viel länger und schlanker und laufen in schräg nach hinten ausgezogenen Spitzen aus, ähnlich den Raked Wingtips großer Langstreckenjets. Die E195-E2 hat noch etwas längere Spitzen als die E190-E2.
Gerade im Überflug von unten ist der Unterschied enorm: Die E2-Flügel wirken im Verhältnis zum Rumpf fast segelflugzeugartig lang. Wie sich die verschiedenen Flügelspitzen-Formen generell unterscheiden, erklärt der Artikel Winglets, Sharklets und Raked Wingtips.
Proportion statt Maßband
Ohne direkten Vergleich schätzt kaum jemand eine Rumpflänge auf zwei Meter genau. Achte stattdessen auf das Verhältnis von Spannweite zu Rumpflänge: Bei der E195 ist der Rumpf fast zehn Meter länger als der Flügel breit ist, bei der E190-E2 liegen beide Maße nur gut zweieinhalb Meter auseinander. Das siehst du auf jedem Foto von unten.
Merkmal 2: Triebwerke und Fahrwerk verraten die E2
Wenn die Flügelspitze schlecht zu sehen ist – etwa wenn ein Jet frontal auf dich zurollt –, helfen Triebwerke und Fahrwerk.
Triebwerke. Die erste Generation fliegt mit General-Electric-Triebwerken der CF34-Reihe. Die CF34-8E an E170 und E175 sind auffallend schlank, die CF34-10E an E190 und E195 etwas kräftiger, aber immer noch kompakt. Die E2 trägt dagegen Getriebefans der Reihe PW1900G von Pratt & Whitney mit einem Fan von rund 1,9 Metern Durchmesser. Die Gondeln wirken rund und wuchtig, fast überdimensioniert für den schmalen Rumpf. Wie du Triebwerke an Gondel, Auslass und Fan einordnest, zeigt der Guide Triebwerke erkennen.
Fahrwerk. Damit die großen Fans genug Bodenfreiheit haben, ist das Hauptfahrwerk der E2 rund 50 Zentimeter höher. Die E2 steht deshalb sichtbar „hochbeiniger“ auf dem Vorfeld. Außerdem bekam sie Abdeckklappen für die Hauptfahrwerksschächte: Im Flug sind die Räder von unten verkleidet. Bei der ersten Generation bleiben die eingefahrenen Reifen von unten sichtbar – ein schönes Merkmal für Fotos im Endanflug oder direkt nach dem Start. Mehr zu Fahrwerken als Erkennungszeichen liest du im Beitrag Fahrwerk als Erkennungsmerkmal.
Die E2 nicht verpassen
Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachteter Typ wie die E195-E2, eine bestimmte Airline oder ein Kennzeichen im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Merkmal 3: die Länge innerhalb der Generation
Sobald die Generation feststeht, ordnest du die Variante über die Rumpflänge ein. Hier lohnt es sich, die Familie in Paare zu denken.
E170 und E175: die kleinen Zwillinge
Diese beiden sind die schwierigste Paarung. Die E175 ist eine um knapp 1,8 Meter gestreckte E170 – je ein kurzes Stück vor und hinter dem Flügel. Triebwerke, Cockpit, Flügel und Leitwerk sind gleich. Beide wirken kompakt, fast stummelig, mit kurzem Rumpfstück hinter dem Flügel.
Sicher trennst du sie so:
- Große, abgewinkelte Winglets: Hat die Maschine sie, ist es eine neuere E175. Eine E170 trägt immer die kleinen, steilen Winglets.
- Typcode: E170 steht für die E170, E75S und E75L für die E175 mit kürzerer bzw. größerer Spannweite. Wie solche Codes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
- Betreiber: Die E170 ist ein Auslaufmodell, die E175 dagegen der Bestseller der Familie – vor allem in den USA, wo die Pilotenverträge der großen Airlines Regionaljets auf 76 Sitze und ein Höchstgewicht begrenzen. Genau in dieses Raster passt die E175.
Ältere E175 mit kleinen Winglets und E170 im direkten Vergleich auseinanderzuhalten, gelingt auf Fotos fast nur, wenn du Fenster zählst oder das Kennzeichen nachschlägst. Hier ist der Typcode im Flugtracker dein bester Freund.
E190 und E195: lang und länger
E190 und E195 teilen Flügel, Triebwerke, Leitwerk und Cockpit, die E195 ist nur rund 2,4 Meter länger. Weil die Spannweite gleich bleibt, ist hier das Seitenverhältnis der beste Hinweis: Die E190 wirkt ausgewogen, die E195 lang gestreckt, fast wie eine Röhre mit zu kleinen Flügeln. Wenn beide nebeneinander am Gate stehen, wie es an Drehkreuzen wie München oder Amsterdam oft passiert, fällt der Unterschied sofort auf.
Von E170 und E175 setzen sich beide deutlich ab: Die E190 ist schon gut 4,5 Meter länger als die E175, dazu kommen der größere Flügel und die dickeren Triebwerke.
E190-E2 und E195-E2: die neue Generation
Die E190-E2 hat praktisch die Rumpflänge der E190 – die Länge hilft dir also nicht beim Generationswechsel, nur Flügel, Triebwerke und Fahrwerk. Die E195-E2 ist dagegen noch einmal fast drei Meter länger als die E195 und mit 41,51 Metern der größte Embraer überhaupt. Zur E190-E2 beträgt der Längenunterschied gut fünf Meter, das ist auch ohne Vergleichsobjekt gut zu sehen.
| Paar | Längenunterschied | Bestes Unterscheidungsmerkmal |
|---|---|---|
| E170 / E175 | knapp 1,8 m | große abgewinkelte Winglets (neuere E175), sonst Typcode |
| E175 / E190 | gut 4,5 m | Länge, größerer Flügel, dickere Triebwerke |
| E190 / E195 | rund 2,4 m | Seitenverhältnis Rumpf zu Flügel |
| E190 / E190-E2 | praktisch keiner | Flügelspitzen, Triebwerke, Fahrwerk |
| E195 / E195-E2 | knapp 2,9 m | Flügelspitzen, Triebwerke, Länge |
| E190-E2 / E195-E2 | gut 5 m | Länge, leicht größere Spannweite |
E-Jets nicht mit anderen Typen verwechseln
Bevor du die Variante bestimmst, solltest du sicher sein, dass überhaupt ein E-Jet vor dir steht. Drei Verwechslungen kommen häufig vor:
- ERJ 135/140/145: Die ältere Embraer-Regionaljetfamilie hat die Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk. Die ERJ 145 ist außerdem viel schmaler, mit nur drei Sitzen pro Reihe. Mit einem E-Jet hat sie nur den Hersteller gemeinsam.
- Bombardier CRJ: Auch die CRJ-Familie trägt Hecktriebwerke und ein T-Leitwerk. Eine CRJ900 bietet ähnlich viele Sitze wie eine E175, wirkt aber mit dem schlanken Rumpf und dem hohen T-Leitwerk völlig anders. Einen Überblick über alle Regionaljet-Familien gibt der Guide Regionaljets erkennen.
- Airbus A220: Die gefährlichste Verwechslung, besonders mit der E2. Der A220-300 hat ebenfalls Triebwerke unter dem Flügel, ein normales Leitwerk und große Getriebefans. Er hat aber einen dickeren Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe, und eine breitere, stumpfere Nase. Ein E-Jet wirkt im Vergleich schmal und hoch, fast wie eine Röhre.
Die typische E-Jet-Nase mit ihren charakteristischen Cockpitfenstern ist ebenfalls ein gutes Familienmerkmal – mehr dazu im Beitrag Flugzeugtypen an Nase und Cockpitfenstern erkennen.
Welcher E-Jet steht vor dir?
E170 oder E175
Große, abgewinkelte Winglets bedeuten E175. Bei kleinen Winglets klärt der Typcode: E170 oder E75S/E75L.
E190 oder E195
Wirkt die Maschine ausgewogen, ist es eher die E190. Ein auffallend gestreckter Rumpf mit vergleichsweise kurzen Flügeln spricht für die E195.
E190-E2 oder E195-E2
Spannweite und Rumpf etwa gleich lang: E190-E2 (E290). Deutlich längerer Rumpf: E195-E2 (E295).
Wo du E-Jets in Europa siehst
E-Jets sind auf Zubringerstrecken zu den großen Drehkreuzen allgegenwärtig, die Flotten verändern sich aber gerade stark. Stand Oktober 2026 gilt grob:
- KLM Cityhopper ist mit E175, E190 und E195-E2 der vielseitigste Betreiber. Am Flughafen Amsterdam-Schiphol siehst du drei Varianten im selben Design – ideal zum Üben. Langfristig will die Airline die Flotte auf die E195-E2 vereinheitlichen.
- Helvetic Airways fliegt erste und zweite Generation nebeneinander, ein großer Teil davon im Wetlease für Swiss ab dem Flughafen Zürich. Hier lohnt der Blick auf die Flügelspitzen besonders, denn die Lackierung verrät die Generation nicht.
- Air Dolomiti setzt E190 und E195 für den Lufthansa-Konzern ab München und Frankfurt ein. Austrian Airlines fliegt ihre E195 ab Wien und gibt sie nach und nach ab, ein Großteil davon wechselt zu Air Dolomiti.
- LOT hat als Erstkunde alle vier Varianten der ersten Generation betrieben und will die E-Jets durch den Airbus A220 ersetzen.
- Binter Canarias und Luxair gehören zu den europäischen E195-E2-Betreibern.
Gute Standorte zum Vergleichen sind das Panoramaterras in Schiphol, der Butzenbüel in Zürich, der Besucherhügel München und der Spotterhügel in Wien. Einen Überblick über die Airlines, die in Europa mit kleinen Jets unterwegs sind, gibt der Beitrag Regionalairlines in Europa.
Die sichere Reihenfolge am Zaun
1. Familie bestätigen
Triebwerke unter dem Flügel, normales Leitwerk, schmaler Rumpf mit vier Sitzen pro Reihe: E-Jet. Hecktriebwerke heißen ERJ oder CRJ, ein dicker Rumpf eher A220.
2. Flügelspitzen ansehen
Winglet oder nicht? Mit Winglet erste Generation, ohne Winglet und mit langer, schräger Spitze E2.
3. Triebwerke und Fahrwerk gegenprüfen
Große, runde Gondeln, hohes Fahrwerk und verkleidete Radschächte bestätigen die E2. Sehr schlanke Gondeln sprechen für E170 oder E175.
4. Länge einordnen
Kurz und gedrungen, ausgewogen oder auffallend gestreckt? Damit landest du bei der richtigen Variante innerhalb der Generation.
5. Typcode und Kennzeichen checken
E170, E75S/E75L, E190, E195, E290 oder E295: Der Typcode im Flugtracker bestätigt deine Einschätzung, das Kennzeichen liefert Betreiber und Alter.
Wie du über das Kennzeichen Typ, Betreiber und Geschichte einer einzelnen Maschine herausfindest, zeigt der Guide Ein Flugzeug per Kennzeichen finden und verfolgen.
Typische Fehler
- Nur auf die Länge schauen: E190 und E190-E2 sind praktisch gleich lang. Wer nur die Länge prüft, übersieht den Generationswechsel.
- Lackierung als Beweis nehmen: Helvetic und KLM Cityhopper fliegen mehrere Varianten im selben Design. Die Farbe sagt nichts über Typ oder Generation.
- Große E175-Winglets für E2-Spitzen halten: Die abgewinkelten Winglets neuerer E175 stehen sichtbar nach oben. Die E2-Spitze liegt dagegen in der Flügelebene und zieht schräg nach hinten.
- E195-E2 und A220-300 verwechseln: Beide sind lang und haben Getriebefans. Achte auf Rumpfdicke und Nase – der A220 ist sichtbar breiter.
- E175-E2 eintragen: Sie fliegt nicht im Liniendienst. Eine kurze E2 am Zaun ist sehr wahrscheinlich eine E190-E2.
Kannst du die E-Jets sicher trennen?
- Ich erkenne die Generation an den Flügelspitzen.
- Ich weiß, woran ich die großen Winglets neuerer E175 erkenne.
- Ich unterscheide E190 und E195 am Seitenverhältnis.
- Ich erkenne die E2 an Triebwerken und hohem Fahrwerk.
- Ich kenne die Codes E170 bis E295.
Spots, Licht und Community für deine nächste Tour
Setz fehlende Varianten auf deine Wunschliste, finde auf der Spot-Karte Standorte mit Anreise und bestem Licht und zeig deine E-Jet-Fotos der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Die E-Jets wirken auf den ersten Blick wie ein einziger Typ in verschiedenen Längen – mit dem richtigen Blick sind sie aber gut zu trennen. Die Flügelspitzen verraten die Generation, Triebwerke und Fahrwerk bestätigen sie, und die Rumpflänge ordnet die Variante ein. Nur E170 und ältere E175 bleiben ein Fall für Typcode und Kennzeichen. Weil viele europäische Airlines gerade von der ersten Generation auf die E2 oder den A220 wechseln, lohnt es sich, die älteren Varianten jetzt zu sammeln. Wenn du dich generell noch einarbeitest, ist der Leitfaden Flugzeugtypen erkennen für Anfänger der passende Einstieg.
Kurzfazit
Kleine Winglets und schlanke Triebwerke: erste Generation – kurz heißt E170/E175, lang E190, sehr gestreckt E195. Keine Winglets, lange Flügel, große Getriebefans und hohes Fahrwerk: E2 – E190-E2 oder die extra lange E195-E2.
Zusammenfassung
- Embraer hat die E-Jets als Familie mit gemeinsamem Rumpfquerschnitt, Cockpit und 2+2-Kabine entwickelt. Die Varianten unterscheiden sich vor allem in der Länge, beim Flügel und bei den Triebwerken.
- Die erste Generation erkennst du an kleinen, aufgesetzten Winglets und schlanken GE-Triebwerken. Die E2 hat neue, viel längere Flügel ohne Winglets, große Pratt-&-Whitney-Getriebefans und ein höheres Fahrwerk.
- Innerhalb der ersten Generation trennt die Rumpflänge E170/E175 von E190/E195. E170 und E175 unterscheiden sich nur um knapp 1,8 m, hier helfen die großen Winglets neuerer E175 und der Typcode.
- In Europa siehst du E-Jets vor allem bei KLM Cityhopper, Helvetic Airways, Air Dolomiti, Austrian, LOT und Binter Canarias. Viele Flotten wechseln gerade von der ersten zur zweiten Generation oder zum A220.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob ein E-Jet zur ersten oder zur zweiten Generation gehört?
Am schnellsten an den Flügelspitzen. Die erste Generation (E170, E175, E190, E195) hat kleine, nach oben gebogene Winglets. Die E2 hat lange, schlanke Flügel, die ohne Winglet in schräg nach hinten gezogenen Spitzen auslaufen. Dazu kommen bei der E2 deutlich größere Triebwerksgondeln und ein höheres Fahrwerk.
Wie unterscheide ich E170 und E175?
Das ist die schwierigste Paarung der Familie. Die E175 ist nur rund 1,8 m länger, Triebwerke und Cockpit sind gleich. Neuere E175 tragen seit 2014 größere, schräg nach außen abgewinkelte Winglets, die es an der E170 nie gab. Ältere E175 mit kleinen Winglets erkennst du sicher nur über den Typcode (E170 gegenüber E75S oder E75L) oder das Kennzeichen.
Wie unterscheide ich E190 und E195?
An der Länge. Die E195 ist rund 2,4 m länger als die E190, Flügel und Triebwerke sind gleich. Weil die Spannweite bei beiden rund 28,7 m beträgt, wirkt die E195 deutlich gestreckter: Der Rumpf ist fast zehn Meter länger als die Flügel breit sind.
Welche ICAO-Typcodes haben die E-Jets?
Die erste Generation läuft unter E170, E75S und E75L (E175 mit kürzerer bzw. größerer Spannweite), E190 und E195. Die zweite Generation hat eigene Codes: E290 für die E190-E2 und E295 für die E195-E2.
Gibt es eine E175-E2?
Embraer hat sie entwickelt und im Dezember 2019 erstmals fliegen lassen. Im Liniendienst ist sie aber nicht: Die Maschine ist schwerer, als die Pilotenverträge der großen US-Airlines für Regionaljets erlauben, deshalb hat Embraer das Programm 2022 pausiert. Am Zaun begegnet dir als E2 daher nur die E190-E2 oder die E195-E2.
Kann man einen E-Jet mit dem Airbus A220 verwechseln?
Ja, vor allem die E195-E2 mit dem A220-300, denn beide sind ähnlich lang und haben große Getriebefan-Triebwerke. Der A220 hat aber einen dickeren Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe und eine andere Nase. Die E-Jets wirken schlanker und haben nur vier Sitze pro Reihe.
Wo sehe ich in Deutschland E-Jets?
Am zuverlässigsten in München und Frankfurt bei Air Dolomiti und in den Zubringerverkehren nach Amsterdam, Zürich, Wien und Warschau. KLM Cityhopper, Swiss mit Helvetic Airways, Austrian und LOT bringen ihre E-Jets regelmäßig an deutsche Flughäfen, Stand Oktober 2026. Ein Flugtracker zeigt dir über den Typcode, welche Variante gerade im Anflug ist.
Nachschlagen statt raten
In der Flugzeugtypen-Datenbank findest du zu jedem Flugzeugtyp eine eigene Seite mit Steckbrief, Erkennungsmerkmalen und Spotting-Hinweisen – nach Herstellern sortiert.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
HerstellerPratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
HerstellerGE Aerospace
Der US-Triebwerkshersteller aus Evendale bei Cincinnati steckt hinter einigen der größten Fans, die je unter einem Flügel hingen: CF6 für 747, 767 und MD-11, GE90 für die Boeing 777, GEnx für 787 und 747-8 und GE9X für die 777X. Wer Großraumflugzeuge spottet, hat GE fast immer im Bild.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
Passende Spotting-Spots
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Panoramaterras am Flughafen Amsterdam Schiphol
Die kostenlose Dachterrasse über dem Terminal von Schiphol ist der Spot für Vorfeld, Gates und lesbare Kennzeichen: ohne Sicherheitskontrolle, ohne Glas vor der Linse, mit einer ausgemusterten Fokker 100 der KLM als Bonus – und nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
SpotterhügelSpotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
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