Das Wichtigste in Kürze
- Lufthansa CityLine war die Regional- und Zubringertochter der Lufthansa; ihre Wurzeln reichen bis 1958 zurück, den heutigen Namen trug sie seit 1992.
- Codes: IATA CL, ICAO CLH – im Alltag flog CityLine aber meist unter Lufthansa-Flugnummer.
- Die Flotte wechselte oft: Fokker 50, CRJ, Avro RJ85, Embraer E190/E195, A319, A320neo und zuletzt CRJ900 – dazu A340-Langstrecke und A321-Frachter.
- Im April 2026 endete der Flugbetrieb: Lufthansa nahm die verbliebenen CRJ aus dem Flugplan.
- Nachfolgerin ist Lufthansa City Airlines – eine eigene, 2022 gegründete Gesellschaft mit anderen Codes und Airbus-Flotte.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Lufthansa CityLine im Überblick
- 2.Von Ostfriesland zum Kranich: die Geschichte
- 3.Die Flotte im Wandel
- 4.Der A340-Exkurs: Langstrecke mit Regionalairline
- 5.Das Ende im April 2026
- 6.CityLine oder Lufthansa City Airlines?
- 7.Woran du CityLine auf Fotos erkennst
- 8.Wo du die CityLine-Erben heute siehst
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | CL |
|---|---|
| ICAO-Code | CLH |
| Drehkreuze | MUC, FRA |
| Allianz | Star Alliance |
| Status | Flugbetrieb im April 2026 eingestellt (historisch) |
| Geschäftsmodell | Regional- und Zubringerverkehr im Auftrag von Lufthansa, zeitweise auch Langstrecke und Fracht |
| Sitz | Flughafen München |
| Wurzeln | 1958 Ostfriesische Lufttaxi (OLT), ab 1974 DLT Deutsche Luftverkehrsgesellschaft |
| Name Lufthansa CityLine | seit 1992, zugleich vollständig im Besitz der Lufthansa |
| Drehkreuze | München (MUC) und Frankfurt (FRA) |
| Allianz | Star Alliance (über Lufthansa) |
| Letzte Flotte | Bombardier CRJ900 (zuvor auch Airbus A319 und A320neo für Lufthansa) |
| Nachfolger | Lufthansa City Airlines (IATA VL, ICAO LHX) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Lufthansa CityLine?
- Lufthansa-Bemalung mit Kranich am Leitwerk – seit 1994 flog CityLine unter der Marke Lufthansa
- Typisch für die letzten Jahre: Bombardier CRJ900 mit Hecktriebwerken und T-Leitwerk, Kennzeichen mit D-AC…, etwa der Serie D-ACN…
- Flüge liefen meist mit LH-Flugnummer – die Flugnummer allein verrät CityLine nicht
- Früher: Avro RJ85 mit vier Triebwerken und Embraer E190/E195 als Zubringer
- Von 2015 bis 2020 flog CityLine sogar den vierstrahligen Airbus A340-300 für Lufthansa
- Nicht verwechseln mit Lufthansa City: Die neue Tochter fliegt Airbus mit dem Wort „City“ hinter dem Schriftzug
Wer in den letzten Jahrzehnten in Frankfurt oder München gespottet hat, kennt das Bild: ein schlanker Regionaljet mit Hecktriebwerken, dunkelblaues Leitwerk, Kranich – und doch keine „echte“ Lufthansa. Dahinter steckte fast immer Lufthansa CityLine, die Regional- und Zubringertochter des Konzerns. Im April 2026 endete ihr Flugbetrieb. Diese Seite erklärt, woher CityLine kam, welche Flugzeuge sie flog, was es mit der A340-Episode auf sich hatte und wie du sie von der neuen Lufthansa City Airlines unterscheidest.
Dein CityLine-Archiv im Hangar
Mit Planetrack postest du auch ältere Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline – so bekommen deine CRJ- und Embraer-Bilder im Kranich-Look einen festen Platz in deiner Sammlung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Lufthansa CityLine im Überblick
Lufthansa CityLine war eine hundertprozentige Tochter der Lufthansa Group mit Sitz am Flughafen München. Ihre Aufgabe: Fluggäste aus deutschen und europäischen Städten zu den Drehkreuzen Frankfurt und München bringen und wieder abholen. Eigene Tickets verkaufte CityLine dafür nicht – sie flog im Auftrag von Lufthansa, meist mit LH-Flugnummer und in Lufthansa-Farben.
Gerade deshalb war CityLine für viele Fluggäste unsichtbar und für Spotter umso interessanter. Denn hinter dem einheitlichen Kranich-Look verbarg sich eine eigene Airline mit eigenem Flugbetrieb, eigenen Crews und einer Flotte, die sich über die Jahrzehnte immer wieder komplett verändert hat.
Von Ostfriesland zum Kranich: die Geschichte
Die Wurzeln von CityLine liegen weit im Norden. 1958 gründeten zwei Unternehmer in Ostfriesland einen kleinen Lufttaxi-Dienst für die Nordseebäder, aus dem später die Ostfriesische Lufttaxi (OLT) wurde. 1974 wurde der Regionalverkehr in eine neue Gesellschaft ausgegliedert: die DLT, Deutsche Luftverkehrsgesellschaft. Sie flog ab Oktober 1974.
Lufthansa stieg Schritt für Schritt ein: 1978 mit gut einem Viertel der Anteile, 1985 mit 40 Prozent, 1989 übernahm sie die Mehrheit. Anfang der 1990er-Jahre übernahm Lufthansa die Gesellschaft vollständig, 1992 bekam die DLT den Namen Lufthansa CityLine. Seit 1994 flog sie unter der Marke Lufthansa – mit deren Bemalung, Schriftzug und Logo.
1958
Gründung des Lufttaxi-Dienstes in Ostfriesland, Keimzelle der späteren OLT.
1974
Regionalverkehr wechselt zur neu gegründeten DLT.
1992
Umbenennung in Lufthansa CityLine, zugleich vollständig in Lufthansa-Besitz.
2015–2020
CityLine fliegt Airbus A340-300 auf Lufthansa-Ferienstrecken.
Juni 2024
Lufthansa kündigt an, CityLine durch Lufthansa City Airlines zu ersetzen.
April 2026
Die verbliebenen CRJ werden aus dem Flugplan genommen – Ende des Flugbetriebs.
Die Flotte im Wandel
Kaum eine deutsche Airline hat so viele Typen geflogen wie CityLine. In den frühen Jahren dominierten Turboprops wie die Fokker 50 und die Dash 8, einige Dash 8 und ATR 42 flog die dänische Cimber Air für CityLine. Dann kam der Umbruch zum Jet: Die DLT war 1990 Erstkunde des Canadair Regional Jet, und 1997 galt CityLine als erste europäische Regionalairline, die ausschließlich Jets einsetzte.
| Typ | Zeitraum bei CityLine | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Fokker 50 | 1992–1997 | Turboprop der Anfangsjahre |
| CRJ100/CRJ200 | ab 1992, CRJ100 bis 2010 | Der erste Regionaljet im Kranich-Look |
| Avro RJ85 | 1994–2012 | Vierstrahlig, Schulterdecker – letzter Flug am 27. August 2012 |
| CRJ700 | bis 2015 | Gestreckter CRJ, nach wenigen Jahren abgegeben |
| Embraer E190 | 2009–2024 | Später an Air Dolomiti |
| Embraer E195 | 2009–2022 | Später an Air Dolomiti |
| Airbus A340-300 | 2015–2020 | Langstrecke im Wet Lease für Lufthansa |
| Airbus A321P2F | ab 2022 | Frachter für Lufthansa Cargo, 2024 abgegeben |
| Airbus A319 | ab 2019 | Von Lufthansa übernommen, auf der Mittelstrecke geflogen |
| Airbus A320neo | 2023–2025 | Kurzes Gastspiel, zurück an Lufthansa |
| CRJ900 | bis April 2026 | Letzter typischer CityLine-Jet |
Den Grundstein für die späte Flotte legte eine Bestellung von 2007: Lufthansa orderte 30 Embraer E190/E195 und 15 CRJ900, um die alternden BAe-146- und Avro-RJ-Jets zu ersetzen. Die Embraer verließen CityLine später wieder und fliegen heute bei der italienischen Konzernschwester Air Dolomiti. Hersteller der Regionaljets waren Bombardier und Embraer. Wenn du E190 und E195 auf alten Fotos sauber trennen willst, hilft der Guide Embraer E-Jets unterscheiden.
Fracht unter CityLine-Regie
Ab 2022 betrieb CityLine einige zu Frachtern umgebaute A321 für Lufthansa Cargo, vor allem ab Frankfurt. Im Herbst 2024 gingen diese Maschinen an Lufthansa Cargo über. Die Episode zeigt, wie flexibel der Konzern CityLine als Betreiber nutzte.
Der A340-Exkurs: Langstrecke mit Regionalairline
Der überraschendste Teil der CityLine-Geschichte ist der Airbus A340-300. Ende 2014 kündigte Lufthansa an, mehrere A340 an ihre Regionaltochter zu übertragen. CityLine setzte sie ab 2015 mit dichterer Bestuhlung und in Star-Alliance-Bemalung auf Ferienstrecken ein. Das Modell war ein klassischer Wet Lease: CityLine stellte Flugzeug und Cockpitbesatzung, die Kabine kam von Lufthansa, verkauft wurden die Flüge als Lufthansa-Flüge.
Für Spotter war das eine kuriose Kombination – ein vierstrahliger Langstreckenjet unter dem Dach einer Regionalairline. Mit der Corona-Krise endete das Kapitel: 2020 gingen die A340 an Lufthansa zurück. Woran du einen A340 von seinem zweistrahligen Bruder unterscheidest, zeigt der Artikel A330 oder A340?.
CityLine und Discover – eine häufige Verwechslung
Oft liest man, CityLine habe den A340 „für Discover“ geflogen. Das stimmt so nicht: Die A340-Ferienflüge liefen bis 2020 unter Lufthansa. Discover Airlines startete erst im Juli 2021 als Eurowings Discover und übernahm danach mit A320 und A330 die Rolle des Ferienfliegers im Konzern. Inhaltlich ist Discover also eher der Nachfolger dieser Idee, nicht der Auftraggeber.
Das Ende im April 2026
Schon im Juni 2024 kündigte Lufthansa an, den Zubringerverkehr von CityLine schrittweise auf die neue Lufthansa City Airlines zu verlagern. Ein wichtiger Hintergrund waren die alten Tarifverträge von CityLine. Die Gewerkschaftsseite wehrte sich gegen den Plan und zog im November 2024 vor Gericht. Ein festes Enddatum nannte Lufthansa zunächst nicht.
Dann ging es schneller: Mitte April 2026 nahm Lufthansa die verbliebenen CityLine-Flugzeuge aus dem Flugplan – laut Berichten 27 CRJ, mit Wirkung zum 18. April 2026. Als Gründe nannte der Konzern unter anderem stark gestiegene Treibstoffkosten und Streiks. In ihrer Mitteilung zum zweiten Quartal vom 4. August 2026 nennt die Lufthansa Group die Herausnahme des CityLine-Flugbetriebs ausdrücklich als Teil einer Optimierung im Kurzstreckenverkehr.
Damit verschwand ein Bild, das deutsche Flughäfen jahrzehntelang geprägt hat: der CRJ im Lufthansa-Look. Wer solche Fotos im Archiv hat, besitzt jetzt echte Zeitdokumente.
Ehemalige CityLine-Jets wiederfinden
Leg Sichtungs-Alarme für Kennzeichen oder Typen an und lass dich benachrichtigen, wenn ein bestimmter Jet – etwa ein Ex-CityLine-Embraer bei Air Dolomiti – in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
CityLine oder Lufthansa City Airlines?
Die Namen klingen fast gleich, die Airlines sind es nicht. Die Unterscheidung ist für dein Archiv wichtig, weil beide in Lufthansa-Farben unterwegs sind bzw. waren.
Lufthansa CityLine (historisch)
- Wurzeln bis 1958, Name CityLine seit 1992
- Codes CL / CLH, Flüge meist mit LH-Flugnummer
- Zuletzt CRJ900, früher Embraer, Avro RJ85, A319 und A340
- Flugbetrieb im April 2026 eingestellt
Lufthansa City Airlines (aktiv)
- 2022 gegründet, Linienflüge seit Juni 2024
- Codes VL / LHX, eigene VL-Flugnummern
- Airbus A320neo und A319, A220-300 bestellt
- Wort „City“ hinter dem Lufthansa-Schriftzug
Für die Praxis heißt das: Siehst du heute einen Airbus mit „Lufthansa City“-Schriftzug und auf dem Tracker LHX, ist es Lufthansa City Airlines. Ein CRJ oder Embraer im Kranich-Look auf einem Foto aus den Jahren vor 2026 stammt dagegen sehr wahrscheinlich von CityLine. Wie Flugnummer und Callsign zusammenhängen, erklärt der Artikel Callsign und Flugnummer.
Woran du CityLine auf Fotos erkennst
Weil CityLine seit 1994 in voller Lufthansa-Bemalung flog, musst du auf andere Merkmale achten:
- Der Flugzeugtyp: CRJ, Avro RJ85 oder Embraer mit Kranich am Leitwerk sind ein starker Hinweis auf CityLine. Ganz sicher ist das nicht, denn im Lufthansa-Regionalverkehr flogen zeitweise auch Partner-Airlines in ähnlicher Optik – erst das Kennzeichen bringt Gewissheit.
- Das Kennzeichen: Die CityLine-CRJ trugen Kennzeichen, die mit D-AC… beginnen, bei den CRJ900 etwa die Serie D-ACN…; die A319 von CityLine stammten von Lufthansa, zum Beispiel D-AILS oder D-AILT. Wie deutsche Kennzeichen aufgebaut sind, zeigt der Guide zu Flugzeugkennzeichen.
- Der ICAO-Code: Lief ein Flug unter CLH, war CityLine der Betreiber. Im Linienverkehr trugen die Flüge aber meist Lufthansa-Nummern – hier hilft der Abgleich mit Kennzeichen-Datenbanken mehr als die Flugnummer.
- Sonderlackierungen: Die CityLine-A340 trugen die Star-Alliance-Bemalung ohne Lufthansa-Schriftzug. Mehr dazu im Artikel über Allianz-Lackierungen.
A319 sind die Stolperfalle
Ein Lufthansa-A319 auf einem Foto kann von Lufthansa selbst, ab 2019 zeitweise auch von CityLine oder heute von Lufthansa City Airlines stammen. Ohne Kennzeichen und Datum lässt sich der Betreiber kaum sicher bestimmen. Notiere bei solchen Bildern deshalb immer beides.
Wo du die CityLine-Erben heute siehst
CityLine selbst fliegt nicht mehr, doch ihre Spuren sind an deutschen Drehkreuzen noch sichtbar. Am Besucherhügel München und an der Aussichtsplattform Zeppelinheim in Frankfurt begegnen dir die Airbus-Jets von Lufthansa City Airlines, die den Zubringerverkehr übernommen haben. Ehemalige CityLine-Embraer findest du im Flugplan von Air Dolomiti, die unter anderem Frankfurt und München mit Italien verbindet.
Einen Überblick über Gesellschaften, die heute ähnliche Aufgaben in Europa erfüllen, bietet der Artikel zu Regionalairlines in Europa. Und wer seine alten Bilder ergänzen will, findet im Guide Sichtungen mit ADS-B abgleichen Tipps, wie du Datum, Flug und Kennzeichen nachträglich sauber zusammenführst.
Lohnt sich für dich, wenn …
- du ein Archiv mit Lufthansa-Regionaljets vor 2026 sortierst
- du ehemalige CityLine-Jets bei anderen Airlines aufspüren willst
- dich die Geschichte des Lufthansa-Zubringerverkehrs interessiert
Genau hinschauen, wenn …
- du einen Lufthansa-A319 ohne Kennzeichen einordnen willst
- eine Quelle CityLine und Lufthansa City Airlines gleichsetzt
Keine Chance mehr, wenn …
- du live einen CityLine-Flug mit CRJ900 erwischen willst – der Flugbetrieb ist seit April 2026 Geschichte
Häufige Verwechslungen
- CityLine mit Lufthansa City gleichsetzen – zwei verschiedene Gesellschaften mit eigenen Codes; City Airlines ist die Nachfolgerin, nicht die umbenannte CityLine.
- Den A340 Discover zuordnen – die CityLine-A340 flogen bis 2020 für Lufthansa, Discover startete erst 2021.
- Jeden Kranich für Lufthansa selbst halten – CRJ, Avro RJ85 und Embraer im Lufthansa-Look kamen meist von CityLine.
- Die Flugnummer für den Betreiber halten – CityLine flog meist mit LH-Nummer; erst Kennzeichen oder ICAO-Code zeigen den echten Betreiber.
- Embraer bei Air Dolomiti für Neuauslieferungen halten – ein Teil stammt aus der ehemaligen CityLine-Flotte.
Fazit
Lufthansa CityLine war mehr als ein Zubringer. Von der ostfriesischen Lufttaxi-Firma über die DLT bis zur Regionaltochter mit CRJ, Avro RJ85, Embraer und sogar A340 spiegelt ihre Geschichte fast sieben Jahrzehnte deutscher Regionalluftfahrt. Mit dem Ende des Flugbetriebs im April 2026 ist sie für Spotter ein Archivthema geworden – eines, bei dem sich sauber notierte Kennzeichen und Daten besonders auszahlen.
Kurzfazit
Lufthansa CityLine (IATA CL, ICAO CLH) war die Regional- und Zubringertochter der Lufthansa mit Wurzeln bis 1958. Ihr Flugbetrieb endete im April 2026; die Aufgabe hat Lufthansa City Airlines übernommen – eine eigene Airline mit Airbus-Flotte und den Codes VL/LHX.
Zusammenfassung
- Lufthansa CityLine war über drei Jahrzehnte das Rückgrat des Lufthansa-Zubringerverkehrs nach Frankfurt und München.
- Für Spotter ist sie heute ein historisches Thema: CRJ900, Embraer und Avro RJ85 im Kranich-Look sind Archivmotive.
- Die A340-Episode von 2015 bis 2020 war Lufthansa-Ferienlangstrecke – Discover Airlines gab es damals noch nicht.
- Wer heute „City“ auf einer Lufthansa-Maschine liest, sieht Lufthansa City Airlines, nicht CityLine.
Häufige Fragen
Gibt es Lufthansa CityLine noch?
Als Flugbetrieb nicht mehr. Lufthansa hatte schon im Juni 2024 angekündigt, CityLine schrittweise durch Lufthansa City Airlines zu ersetzen. Mitte April 2026 nahm der Konzern dann die verbliebenen CityLine-Flugzeuge aus dem Flugplan, laut Berichten mit Wirkung zum 18. April 2026. Als Gründe nannte Lufthansa unter anderem stark gestiegene Treibstoffkosten und Streiks.
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Lufthansa CityLine?
Der IATA-Code war CL, der ICAO-Code CLH. Im Linienverkehr flog CityLine allerdings im Auftrag von Lufthansa – auf der Anzeigetafel stand deshalb meist eine LH-Flugnummer.
Ist Lufthansa CityLine dasselbe wie Lufthansa City Airlines?
Nein. CityLine ist die alte Regionaltochter mit Wurzeln bis 1958 und zuletzt CRJ900. Lufthansa City Airlines wurde 2022 neu gegründet, fliegt seit Juni 2024 unter der Marke „Lufthansa City“ mit Airbus A320neo und A319 und nutzt die Codes VL und LHX. Sie hat den Zubringerverkehr von CityLine übernommen.
Welche Flugzeuge flog Lufthansa CityLine?
Über die Jahre sehr viele: Fokker 50 und Dash 8 in den Anfangsjahren, dann Bombardier CRJ100/200, CRJ700 und CRJ900, Avro RJ85, Embraer E190 und E195, zeitweise A320neo und A319 sowie A321-Frachter für Lufthansa Cargo. Zwischen 2015 und 2020 flog CityLine außerdem Airbus A340-300 auf der Langstrecke.
Hat CityLine den A340 für Discover Airlines geflogen?
Nein, das wird oft verwechselt. CityLine flog den A340-300 ab 2015 für Lufthansa auf Ferienstrecken, im sogenannten Wet Lease: CityLine stellte Flugzeug und Cockpit, Lufthansa die Kabinenbesatzung. Mit der Corona-Krise endete das 2020. Discover Airlines startete erst im Juli 2021 – damals noch als Eurowings Discover – und übernahm danach die Rolle des Ferienfliegers im Konzern.
Wo sind die CityLine-Embraer geblieben?
Die Embraer E190 und E195 kamen ab 2009 zu CityLine und wechselten später zur italienischen Konzernschwester Air Dolomiti – die E195 bis 2022, die E190 bis 2024. Bei Air Dolomiti kannst du einige dieser Jets also weiterhin sehen.
Wie erkenne ich auf alten Fotos eine CityLine-Maschine?
Die Bemalung hilft kaum, denn seit 1994 flog CityLine in Lufthansa-Farben. Sicherer sind Typ und Kennzeichen: Ein CRJ, eine Avro RJ85 oder ein Embraer im Lufthansa-Look deutet stark auf CityLine hin, auch Partner-Airlines flogen aber zeitweise in ähnlicher Optik. Die CityLine-CRJ trugen Kennzeichen, die mit D-AC… beginnen, bei den CRJ900 etwa die Serie D-ACN…
Lufthansa CityLine im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Bombardier CRJ900
Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.
FlugzeugtypBombardier CRJ100/CRJ200
Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.
FlugzeugtypBombardier CRJ700
Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
FlugzeugtypBAe 146 / Avro RJ85
Hoch angesetzter Flügel, vier kleine Triebwerke, T-Leitwerk und eine Heckklappe als Luftbremse: Der Avro RJ85 ist eines der markantesten Regionalflugzeuge überhaupt – und inzwischen eine echte Rarität.
FlugzeugtypAirbus A340-300
Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf und der Rumpf einer A330: Die A340-300 ist Airbus’ klassischer Langstrecken-Vierstrahler – und verschwindet gerade aus Europas Flotten. So erkennst du sie, solange es noch geht.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
Weitere Airlines
Lufthansa City Airlines
Die jüngste Airline der Lufthansa Group: Zubringerflüge ab München und Frankfurt unter der Marke „Lufthansa City“, mit A320neo, A319 und dem Airbus A220-300 als nächstem Typ.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
FerienfliegerDiscover Airlines
Der Ferienflieger der Lufthansa Group: Discover Airlines fliegt seit 2021 mit Airbus A320 und A330 ab Frankfurt und München zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke – ab Mitte 2027 kommt der A350 dazu.
RegionalAir Dolomiti
Die italienische Regionalairline der Lufthansa Group aus Verona: reine Embraer-Flotte, eigene Marke statt Kranich und Flüge von Italien zu den Drehkreuzen München und Frankfurt.
Low-CostEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
FrachtLufthansa Cargo
Die Frachttochter der Lufthansa Group: Boeing-777F-Flotte mit Basis Frankfurt, ICAO-Code GEC aus German-Cargo-Zeiten, dazu Beiladefracht in den Passagierjets des Konzerns und die Beteiligung an AeroLogic.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Lufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
HerstellerBombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
Wo du Lufthansa CityLine vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
Passende Guides aus dem Blog
- Wet-Lease erklärt: warum fremde Flugzeuge für deine Airline fliegen
- A330 oder A340? Triebwerkszahl, Fahrwerk und Varianten erkennen
- Embraer E-Jets unterscheiden: E170, E175, E190, E195 und E2
- Regionalairlines in Europa: Zubringer, Lohnflüge und Inselverkehre
- Callsign vs. Flugnummer: Was ist der Unterschied?
- Flugzeug-Kennzeichen verstehen: So liest du jede Registrierung



