Airbus A220-300

Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.

Auch bekannt als: Bombardier CS300 · CSeries CS300 · A220

FrankreichAirbusSchmalrumpfflugzeugeICAO-Typcode: BCS310 Min. Lesezeit

BCS3

ICAO-Typcode

2015

Erstflug

38,7 m

Länge

3+2

Sitze pro Reihe

Das Wichtigste in Kürze

  • Die A220-300 ist die längere der beiden A220-Varianten und war ursprünglich als Bombardier CS300 entwickelt worden.
  • Schnellster Erkennungsweg: schmaler Rumpf, große Fenster und mächtige Getriebefan-Triebwerke unter einem eher kleinen Flügel.
  • Im Flugplan und in Tracking-Apps steht sie als BCS3 – die kürzere A220-100 als BCS1.
  • Überraschend: Mit 38,7 m ist die A220-300 sogar etwas länger als eine A320neo, trägt aber wegen der schmaleren Kabine weniger Passagiere.
  • Im DACH-Raum triffst du sie vor allem bei Swiss, airBaltic, Air France und Croatia Airlines.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Airbus A220-300?
  2. 2.Vom Bombardier CS300 zum Airbus
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.A220-300 oder A220-100?
  5. 5.A220, A320neo oder Embraer E2?
  6. 6.Wo du die A220-300 antriffst
  7. 7.Spotting in Zürich und Genf
  8. 8.Fototipps speziell für die A220
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerAirbus (entwickelt von Bombardier als CSeries)
FamilieA220 (A220-100, A220-300)
ICAO-TypcodeBCS3
Erstflug27. Februar 2015 in Mirabel (Québec)
Erster Linienflug14. Dezember 2016 bei airBaltic (Riga–Amsterdam)
Triebwerke2 × Pratt & Whitney PW1500G (Getriebefan)
Länge38,7 m
Spannweite35,1 m
Höhe11,5 m
Rumpfdurchmesser3,5 m (Kabinenbreite 3,28 m)
Sitzplätzetypisch 120 bis 150 in zwei Klassen, maximal 160
Reichweite (Herstellerangabe)rund 6.300 km
Max. Startgewicht70,9 t
EndmontageMirabel (Kanada) und Mobile (USA)

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Sehr schlanker Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe – sichtbar schmaler als bei der A320-Familie
  • Zwei auffällig große, runde Triebwerksgondeln, die im Verhältnis zum Rumpf fast überdimensioniert wirken
  • Große Kabinenfenster in dichter Reihe
  • Kleine, nach oben abgewinkelte Winglets an den Flügelspitzen
  • Konventionelles Leitwerk mit Höhenleitwerk am Rumpfende, ohne die lang nach vorn gezogene Rückenflosse der Boeing 737
  • Langer Rumpf mit rund 38,7 m – deutlich gestreckter als die gedrungene A220-100

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Zweistrahler rollt zur Piste, die Triebwerke wirken fast zu groß für den schmalen Rumpf, und die Fenster ziehen sich wie ein Band über die ganze Seite: Das ist sehr wahrscheinlich eine Airbus A220. Ob es die lange -300 oder die kurze -100 ist und wie du sie zuverlässig von A320neo und Embraer E2 trennst, zeigt dir diese Seite. Dazu bekommst du Tipps, wo du die A220-300 im deutschsprachigen Raum am ehesten vor die Linse bekommst.

BCS3 im Blick behalten

Mit Planetrack hältst du jede A220-Sichtung mit Kennzeichen, Airline und Spot fest und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist die Airbus A220-300?

Die A220-300 ist die größere der beiden A220-Varianten und zielt auf das Marktsegment zwischen klassischen Regionaljets und der A320-Familie. Airbus nennt für sie eine typische Zwei-Klassen-Bestuhlung mit 120 bis 150 Sitzen, maximal sind 160 Plätze möglich. Die Herstellerangabe zur Reichweite liegt bei rund 6.300 Kilometern – mehr, als die meisten Airlines im Europaverkehr je brauchen.

Charakteristisch ist der schmale Rumpf: außen rund 3,5 Meter Durchmesser, innen 3,28 Meter Kabinenbreite. Das reicht für fünf Sitze pro Reihe in der Anordnung 3+2. Damit liegt die A220 genau zwischen den vierreihigen Embraer-E-Jets und den sechsreihigen Mustern von Airbus und Boeing. Angetrieben wird sie von zwei Getriebefan-Triebwerken aus der Pratt & Whitney PW1500G-Familie; eine Alternative gibt es nicht.

BCS3ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
38,7 mGesamtlänge – etwas länger als eine A320neo
3+2Sitze pro Reihe dank schmalem Rumpf

Vom Bombardier CS300 zum Airbus

Die Geschichte der A220 beginnt nicht in Toulouse, sondern in Kanada. Bombardier entwickelte die Baureihe als CSeries mit zwei Größen: CS100 und CS300. Die CS300 hob am 27. Februar 2015 in Mirabel bei Montréal zum Erstflug ab. Transport Canada erteilte die Musterzulassung am 11. Juli 2016, die europäische Agentur EASA folgte im Oktober 2016.

Erstbetreiber der CS300 war airBaltic. Die lettische Airline übernahm Ende November 2016 ihre erste Maschine und flog am 14. Dezember 2016 den ersten Linienflug von Riga nach Amsterdam. Die kürzere CS100 war zuvor bei Swiss gestartet – beide Erstkunden kommen also aus Europa, was den Typ für Spotter in der Region von Anfang an präsent gemacht hat.

2018 übernahm Airbus die Mehrheit am Programm, und am 10. Juli 2018 wurde aus der CSeries die A220: Die CS100 heißt seitdem A220-100, die CS300 A220-300. Die ICAO-Codes stammen aber noch aus der Bombardier-Zeit, deshalb tauchen die Flugzeuge bis heute als BCS1 und BCS3 auf. Endmontiert wird in Mirabel und in einer zweiten Linie im US-amerikanischen Mobile, Alabama. Mehr zur Bedeutung solcher Codes erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Die A220 gehört zu den Typen, die nach ein, zwei bewussten Sichtungen hängen bleiben. Drei Beobachtungen reichen in den meisten Fällen.

Rumpf und Triebwerke vergleichen

Der Rumpf ist schmal, die Triebwerksgondeln sind groß und rund. Dieses Verhältnis wirkt bei der A220 deutlich unausgewogener als bei A320 oder Boeing 737 – fast so, als hätte man einem Regionaljet Mittelstrecken-Triebwerke montiert.

Fenster ansehen

Die Kabinenfenster sind groß und stehen dicht in einer Reihe. Aus der Seitenansicht ergibt das ein auffälliges, fast durchgehendes Fensterband.

Flügelspitzen prüfen

Kleine, nach oben abgewinkelte Winglets statt großer, geschwungener Sharklets wie bei der A320-Familie und statt der schräg auslaufenden Spitzen der Embraer E2.

Steht fest, dass es eine A220 ist, entscheidet die Rumpflänge über die Variante. Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ – damit schlägst du die Maschine in jeder Datenbank nach. Allgemeine Tricks zum Bestimmen findest du im Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.

Praxis-Tipp für den ersten Blick

Von vorn im Anflug fallen vor allem die großen Triebwerkseinläufe unter dem schmalen Rumpf auf. Das Fensterband und die Länge erkennst du besser, wenn die Maschine seitlich an dir vorbeirollt – such dir für die Variantenbestimmung also einen Platz mit Blick auf einen Rollweg.

A220-300 oder A220-100?

Beide Varianten teilen Flügel, Leitwerk, Cockpit und Triebwerksfamilie; Piloten fliegen sie mit derselben Musterberechtigung. Der Unterschied steckt im Rumpf.

Merkmal A220-300 A220-100
ICAO-Typcode BCS3 BCS1
Früherer Name Bombardier CS300 Bombardier CS100
Länge 38,7 m ca. 35 m
Spannweite 35,1 m 35,1 m
Typische Sitzzahl ca. 120–150 (max. 160) ca. 100–120 (max. 135)
Wirkung im Bild lang und schlank gedrungen, kurz

Die -100 sieht neben ihrer großen Schwester fast stummelig aus: Vor und hinter dem Flügel sitzen deutlich weniger Fenster, und das Verhältnis von Rumpf zu Spannweite kippt sichtbar. Hast du beide einmal nebeneinander gesehen, erkennst du die Variante später auch aus größerer Distanz. Die -100 ist in Europa übrigens seltener geworden: Swiss hat wegen Triebwerks- und Ersatzteilengpässen bereits mehrere A220-100 abgestellt und nach Berichten vom Sommer 2026 entschieden, die kleine Version dauerhaft auszuflotten. Mehr dazu auf der Seite zur A220-100.

A220, A320neo oder Embraer E2?

Die häufigsten Verwechslungen passieren mit modernen Schmalrumpf- und Regionaljets, die ebenfalls große Getriebefan-Triebwerke tragen. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: moderner Zweistrahler mit großen Triebwerken

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Airbus A220

Schlanker Rumpf, Fensterband und kleine Winglets sprechen für die A220. Jetzt die Länge einschätzen: lang und gestreckt heißt -300, gedrungen heißt -100.

Wahrscheinlich

Airbus A320-Familie

Breiter Rumpf, kleine Fenster und große Sharklets deuten auf die A320-Familie. Sehr große Triebwerke sprechen dann für eine neo-Variante.

Wahrscheinlich

Embraer E-Jet E2

Schräg auslaufende Flügelspitzen ohne Winglet und ein sehr schmaler Rumpf passen zur E2-Familie. Achte auf das hohe Fahrwerk und die schlanke Flügelform.

Ein Detail, das viele überrascht: Die A220-300 ist mit 38,7 Metern sogar etwas länger als eine A320neo mit 37,57 Metern. Weil ihre Kabine aber einen Sitz pro Reihe weniger hat, passen trotzdem weniger Passagiere hinein. Die Länge allein taugt also nicht zur Unterscheidung – Rumpfdicke und Flügelspitzen schon. Gegen die Embraer E195-E2 hilft vor allem der Flügel: Die E2 hat keine aufgesetzten Winglets, und ihre Kabine ist mit vier Sitzen pro Reihe noch schmaler. Ältere E-Jets wie die Embraer E190 haben dagegen klar abgesetzte Winglets und deutlich kleinere Triebwerke.

Auch die Airbus A319 taucht oft auf denselben Strecken auf und ist ähnlich groß. Sie hat aber den klassischen A320-Querschnitt, kleinere Fenster und eine kürzere, kompaktere Silhouette. Eine Boeing 737-800 erkennst du sofort an der Rückenflosse vor dem Seitenleitwerk, die der A220 fehlt. Weitere Unterscheidungstricks liefert der Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden.

Wo du die A220-300 antriffst

Im deutschsprachigen Raum ist die A220-300 vor allem mit Swiss verbunden. Nach Berichten vom August 2026 betreibt die Airline 21 A220-300 und setzt sie im Europaverkehr ab Zürich und Genf ein. Am Flughafen Zürich und am Flughafen Genf gehört der Typ damit zum Tagesgeschäft. Für die Strecke Genf–London-Heathrow hat Swiss angekündigt, die A220-300 ab Sommer 2027 durch größere A320neo zu ersetzen – das zeigt, wie flexibel die Airline die Flotte verschiebt.

airBaltic fliegt als Erstbetreiber eine reine A220-300-Flotte und verbindet Riga mit vielen Zielen in Mitteleuropa, darunter auch Flughäfen in Deutschland und der Schweiz. Spannend ist für Spotter das Wet-Lease-Geschäft: In den vergangenen Sommern hat airBaltic A220-300 samt Crew für die Lufthansa Group geflogen, sodass baltische Kennzeichen (YL-) auf Lufthansa-Flugnummern unterwegs waren. Wie solche Vereinbarungen funktionieren, erklärt der Beitrag Wet Lease erklärt. Wie viele Maschinen in welchem Sommer im Einsatz sind, schwankt von Saison zu Saison.

Air France übernahm ihre erste A220-300 im September 2021 aus einer Bestellung über 60 Maschinen und ersetzt damit ältere Muster wie A318 und A319 im Europaverkehr. Ab dem Flughafen Paris-Charles de Gaulle kann sie je nach Flugplan auch auf Verbindungen nach Deutschland auftauchen. Dazu kommt Croatia Airlines, die ihre Flotte auf die A220 umstellt und im Juli 2026 die zehnte Maschine erhalten hat, überwiegend -300. Außerhalb Europas sind unter anderem Delta Air Lines und Air Canada große A220-Betreiber.

Ort Trefferchance Warum
Zürich hoch Swiss-Drehkreuz mit dichtem Europaverkehr, dazu airBaltic
Genf hoch Swiss-Basis, A220 im Europaverkehr
Frankfurt, München mittel Wet-Lease-Einsätze im Sommer, dazu A220-Betreiber wie airBaltic je nach Flugplan
Andere deutsche Großflughäfen mittel Verbindungen von A220-Betreibern je nach Flugplan
Kleine Regionalflughäfen niedrig höchstens einzelne Verbindungen oder Charter

Flotten und Einsätze ändern sich

Gerade bei der A220 schwanken die Einsätze stärker als bei anderen Typen: Triebwerkswartungen, Wet-Lease-Verträge und Flugplanwechsel verschieben die Zahlen laufend. Prüf vor deiner Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode BCS3, statt dich auf ältere Listen zu verlassen.

Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.

Nie wieder eine A220 verpassen

Mit Planetrack setzt du Alarme für Kennzeichen, Typen oder Airlines und wirst benachrichtigt, wenn eine A220-300 anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Spotting in Zürich und Genf

In Zürich ist die Zuschauerterrasse B der bequeme Einstieg: Von dort siehst du die Swiss-Flotte beim Rollen und an den Positionen, und die A220 lässt sich gut mit anderen Mustern vergleichen. Wer Landungen und Starts aus der Nähe will, findet am Butzenbüel einen der bekanntesten Fotostandorte der Schweiz. In Genf bietet die Aussichtsterrasse einen Blick auf Vorfeld und Piste, an der Swiss ihre A220 regelmäßig einsetzt.

In Deutschland hängt deine Chance stark vom Flugplan ab. In Frankfurt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim ein guter Startpunkt, um im Europaverkehr nach A220 von Gastairlines oder Wet-Lease-Maschinen zu suchen. Entscheidend für den Standpunkt ist überall die Betriebsrichtung; wie du sie vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Bereit für deine A220-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe die Ankunfts- oder Abflugzeit einer BCS3 im Flugplan gefunden.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur Uhrzeit meines Besuchs steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.

Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Fototipps speziell für die A220

Die A220 ist ein dankbares, aber unterschätztes Motiv. Weil sie kleiner ist als die großen Langstreckenjets, brauchst du für formatfüllende Bilder meist etwas mehr Brennweite.

Das Fensterband zeigen

Das typischste Merkmal ist von der Seite am besten zu sehen. Eine reine Profilaufnahme beim Rollen bringt Fensterband, Rumpflänge und Triebwerke gleichzeitig ins Bild.

Dreiviertelansicht im Anflug

Schräg von vorn zeigt sich das ungewöhnliche Verhältnis von großen Triebwerkseinläufen zu schmalem Rumpf besonders deutlich.

Licht im Rücken

Viele A220-Lackierungen sind überwiegend weiß. Mit flachem Licht von hinten behalten Rumpf und Logos ihre Zeichnung, ohne auszufressen.

Vergleichsbilder sammeln

Fotografiere A220 und A320 oder A220-300 und -100 nacheinander aus derselben Position. So schulst du deinen Blick für Proportionen am schnellsten.

Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Brennweite sinnvoll ist, steht im Beitrag Objektiv und Brennweite fürs Planespotting, die komplette Ausrüstung in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die A220-300, wenn …

  • der Rumpf schlank ist und ein durchgehendes Fensterband zeigt
  • die Triebwerke im Verhältnis zum Rumpf auffällig groß wirken
  • kleine, abgewinkelte Winglets an den Flügelspitzen sitzen
  • im Tracking-Dienst BCS3 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Maschine kurz und gedrungen wirkt – dann könnte es eine A220-100 sein
  • du nur die Front siehst und die Flügelspitzen nicht erkennst
  • eine fremde Airline-Lackierung auf einer bekannten Flugnummer auftaucht – oft ein Wet-Lease

Es ist keine A220-300, wenn …

  • große, geschwungene Sharklets an den Flügeln sitzen
  • eine Rückenflosse vor dem Seitenleitwerk sitzt
  • die Flügel ohne Winglet schräg nach hinten auslaufen
  • im Tracking-Dienst BCS1 steht – dann ist es die kürzere -100

Fazit

Die A220-300 ist ein Flugzeug mit doppelter Identität: kanadisch entwickelt, heute ein Airbus. Schlanker Rumpf, Fensterband, große Getriebefan-Triebwerke und kleine Winglets liefern den Typ, die Rumpflänge die Variante, das Kennzeichen die Bestätigung. Im DACH-Raum ist sie vor allem in Zürich und Genf Alltag, dazu kommen airBaltic, Air France und Croatia Airlines je nach Flugplan auch auf Strecken nach Deutschland.

Kurzfazit

Schmaler Rumpf, große Fenster, mächtige Triebwerke, kleine Winglets und ein langer Rumpf: Das ist die A220-300. Wer sie gezielt sucht, filtert nach BCS3 und plant einen Besuch in Zürich oder Genf ein.

Zusammenfassung

  • Die A220-300 flog 2015 als Bombardier CS300 zum ersten Mal und ging im Dezember 2016 bei airBaltic in Dienst.
  • Seit Juli 2018 heißt die Baureihe A220; Airbus baut sie in Mirabel und Mobile.
  • Von der A220-100 trennst du sie über die Rumpflänge, von A320neo und Embraer E2 über Rumpfbreite, Fenster und Flügelspitzen.
  • Wer gezielt sucht, filtert nach BCS3 und beobachtet vor allem den Europaverkehr von Swiss, airBaltic und Air France.

Häufige Fragen

Warum heißt die A220 bei der ICAO „BCS3“?

Der Code stammt aus der Zeit, als das Flugzeug noch Bombardier CS300 hieß: B für Bombardier, CS für CSeries, 3 für die -300. Nach der Umbenennung in A220-300 im Juli 2018 blieb der Code bestehen. Die kürzere A220-100 läuft entsprechend als BCS1.

Ist die A220 ein echter Airbus?

Entwickelt hat sie Bombardier in Kanada als CSeries. Airbus übernahm 2018 die Mehrheit am Programm und benannte die Baureihe im Juli 2018 in A220 um. Gebaut wird sie weiterhin in Mirabel bei Montréal sowie in einer zweiten Endmontagelinie in Mobile, Alabama. Mit den übrigen Airbus-Mustern teilt sie deshalb weder Cockpit-Familie noch Rumpfquerschnitt.

Wie unterscheide ich A220-300 und A220-100?

Am Rumpf: Die -300 ist mit 38,7 m rund 3,7 m länger als die -100 mit etwa 35 m. Die -100 wirkt dadurch gedrungen, fast stummelig, die -300 lang und schlank. Flügel, Leitwerk, Cockpit und Triebwerksfamilie sind bei beiden gleich, im Zweifel hilft der Typcode: BCS3 gegen BCS1.

Wie unterscheide ich die A220-300 von der A320neo?

Die A320neo hat einen breiteren Rumpf mit sechs Sitzen pro Reihe, kleinere Fenster und große, geschwungene Sharklets an den Flügelspitzen. Die A220 ist schlanker, hat kleine abgewinkelte Winglets und Triebwerke, die im Verhältnis zum Rumpf größer wirken. Die Länge hilft nicht: Beide Typen sind fast gleich lang.

Welche Triebwerke hat die A220-300?

Ausschließlich Getriebefan-Triebwerke der Pratt-&-Whitney-Familie PW1500G. Eine Triebwerksalternative gibt es nicht. Wartungs- und Ersatzteilprobleme bei diesen Triebwerken haben in den vergangenen Jahren bei mehreren Airlines zu längeren Standzeiten geführt.

Wo sehe ich eine A220-300 in der Schweiz?

Am häufigsten in Zürich und Genf: Swiss betreibt nach Berichten vom August 2026 21 A220-300 und setzt sie im Europaverkehr ab beiden Drehkreuzen ein. Dazu kommt airBaltic, die mit ihrer reinen A220-Flotte Riga mit Zürich verbindet.

Welche Airline hat die meisten A220?

Nach verbreiteten Flottenübersichten ist Delta Air Lines der größte A220-Betreiber. In Europa ist airBaltic der wichtigste Kunde der -300 und fliegt als Erstbetreiber ausschließlich diesen Typ. Flottenzahlen ändern sich laufend, für aktuelle Werte lohnt ein Blick in Flottendatenbanken.

Airbus A220-300 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Verwandte Flugzeugtypen

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Wo du die Airbus A220-300 siehst

Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.

SchweizBesucherterrasse

Zuschauerterrasse B Flughafen Zürich

Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.

SchweizSpotterhügel

Butzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich

Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.

SchweizBesucherterrasse

Aussichtsterrasse Flughafen Genf

Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.

DeutschlandSpotterhügel

Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt

Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

Passende Guides aus dem Blog

TT

Planetrack Redaktion

Die Flugzeugtypen-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung an Flughäfen, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

← Alle Flugzeugtypen von Airbus