Das Wichtigste in Kürze
- Der CRJ1000 ist der längste CRJ überhaupt: ein gestreckter CRJ900 mit rund 39 Metern Länge und bis zu 104 Sitzen.
- Im Tracking läuft er unter dem ICAO-Code CRJX – nicht CRJ1, wie viele zuerst vermuten.
- Mit nur 63 gebauten Exemplaren ist er der seltenste große Vertreter der CRJ-Familie.
- Größter Betreiber ist Air Nostrum aus Valencia, die ihn als Iberia Regional einsetzt; HOP! (ex Brit Air) und Garuda Indonesia haben ihre Flotten ausgemustert.
- Wer den CRJ1000 sehen will, fährt nach Spanien: Madrid, Barcelona, Valencia und Palma sind die besten Adressen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der Bombardier CRJ1000?
- 2.So erkennst du den CRJ1000 in drei Schritten
- 3.CRJ1000, CRJ900 oder CRJ700?
- 4.CRJ1000, E190, E195 oder Fokker 100?
- 5.Air Nostrum: die Heimat des CRJ1000
- 6.Brit Air und HOP!: das französische Kapitel
- 7.Garuda Indonesia: der CRJ1000 in Asien
- 8.Wo du den CRJ1000 heute siehst
- 9.Spotting-Tipps für den CRJ1000
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Bombardier (Kanada), Programm seit 2020 bei Mitsubishi Heavy Industries |
|---|---|
| Familie | CRJ700-Serie (CRJ550, CRJ700, CRJ900, CRJ1000) |
| ICAO-Typcode | CRJX |
| Musterbezeichnung | CL-600-2E25 |
| Programmstart | 19. Februar 2007 (zuvor als CRJ900X vorgestellt) |
| Erstflug | 2008 in Mirabel (Québec) |
| Zulassung | Transport Canada und EASA im November 2010, FAA im Dezember 2010 |
| Erstauslieferung | Mitte Dezember 2010 an Brit Air und Air Nostrum |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF34-8C5 am Heck |
| Länge | rund 39,1 m |
| Spannweite | rund 26,2 m |
| Kabine | vier Sitze pro Reihe (2+2), ein Mittelgang |
| Sitzplätze | bis zu 104 |
| Ausgeliefert | 63 Maschinen (Stand Anfang 2021) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke am Heck, seitlich am Rumpf – unter den Flügeln hängt nichts
- T-Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse
- Extrem langer, dünner Rumpf, der tief über dem Boden liegt – noch gestreckter als beim CRJ900
- Sehr lange Fensterreihe vor und hinter dem Flügel, der Flügel wirkt im Verhältnis klein
- Vorflügel an der Flügelvorderkante und kleine, schräg nach oben stehende Winglets
- In Europa fast immer in den Farben von Iberia bzw. Air Nostrum unterwegs
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Regionaljet rollt an dir vorbei und scheint gar nicht aufzuhören: Fenster an Fenster, ein winziger Flügel, hinten zwei Triebwerke und ganz oben auf der Flosse das Höhenleitwerk. Wenn dir ein CRJ ungewöhnlich lang vorkommt, stehen die Chancen gut, dass du den CRJ1000 vor dir hast – den größten und seltensten Vertreter der Familie. Hier erfährst du, wie du ihn vom CRJ900 trennst, warum er fast nur noch in Spanien fliegt und wie du ihn trotzdem in deinen Hangar bekommst.
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Was ist der Bombardier CRJ1000?
Der CRJ1000 ist die längste Ausbaustufe der CRJ700-Serie von Bombardier. Die Buchstaben stehen für „Canadair Regional Jet“ – eine Erinnerung an Canadair, dessen Business-Jet Challenger einst die Grundlage für die gesamte Familie lieferte. Aus diesem Rumpf wurde Schritt für Schritt mehr herausgeholt: der CRJ200 mit 50 Sitzen, der CRJ700 mit rund 70 Plätzen, der CRJ900 mit bis zu 90 und schließlich der CRJ1000 mit bis zu 104 Sitzen.
Öffentlich vorgestellt wurde das Konzept 2006 noch unter dem Arbeitstitel CRJ900X. Am 19. Februar 2007 gab Bombardier den offiziellen Programmstart unter dem neuen Namen CRJ1000 bekannt. Technisch ist er ein gestreckter CRJ900: Der Rumpf wurde um knapp drei Meter verlängert, der Flügel vergrößert und verstärkt, das Hauptfahrwerk für das höhere Gewicht ertüchtigt. Neu war außerdem ein Seitenruder mit Fly-by-Wire-Steuerung, das elektronisch statt über Seilzüge angesteuert wird.
Genau dieses Detail kostete Zeit. Der Erstflug fand 2008 in Mirabel bei Montréal statt, doch schon kurz darauf legten Probleme an der Seitenrudersteuerung die Flugerprobung still. Erst im Februar 2010 ging es richtig weiter. Ursprünglich sollten die ersten Kunden ihre Maschinen Ende 2009 erhalten – tatsächlich erteilten Transport Canada und die europäische EASA die Zulassung erst im November 2010, die US-Behörde FAA folgte im Dezember. Mitte Dezember 2010 übernahmen die beiden Erstkunden – Brit Air aus Frankreich und Air Nostrum aus Spanien – ihre ersten Maschinen.
Angetrieben wird der CRJ1000 von zwei General Electric CF34-8C5, einer weiterentwickelten Version der bekannten CF34-8C-Familie. Bombardier bot neben dem Standardmodell eine ER-Variante mit mehr Reichweite und eine EuroLite mit reduzierter Startmasse an, die auf kurze europäische Strecken und gewichtsabhängige Gebühren zugeschnitten war.
Kommerziell blieb der große CRJ ein Nischenprodukt. In der Klasse um 100 Sitze dominierten Embraers E-Jets, später kamen CSeries bzw. Airbus A220 hinzu. Als Bombardier das CRJ-Programm 2019 an Mitsubishi Heavy Industries verkaufte – abgeschlossen am 1. Juni 2020 –, war die Produktion praktisch am Ende. Insgesamt wurden 63 CRJ1000 ausgeliefert. Mehr zum Hersteller und seiner heutigen Ausrichtung auf Businessjets findest du auf der Seite zu Bombardier.
So erkennst du den CRJ1000 in drei Schritten
Die Grundbestimmung funktioniert beim CRJ1000 genauso wie bei allen großen CRJ. Erst im letzten Schritt wird es knifflig.
Triebwerke suchen
Die Flügel sind frei, die beiden Triebwerke hängen seitlich am Heck. Damit scheiden E-Jets, A220, A320 und Boeing 737 sofort aus.
Leitwerk prüfen
Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse. Hecktriebwerke plus T-Leitwerk grenzen auf CRJ, Fokker 70/100 und wenige ältere Muster ein.
Länge einschätzen
Der Rumpf ist extrem lang und dünn, die Fensterreihe vor dem Flügel wirkt fast endlos. Je länger der CRJ, desto eher ist es ein CRJ900 oder CRJ1000.
Für den letzten Schritt brauchst du Übung oder Hilfsmittel. Zwischen CRJ900 und CRJ1000 liegen nur knapp drei Meter – auf eine Gesamtlänge von fast 40 Metern ist das mit bloßem Auge schwer zu schätzen. Sicher wird die Bestimmung über das Kennzeichen: Wie du Registrierungen liest und in Datenbanken nachschlägst, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Eine Übersicht über alle Regionaljets bietet der Guide Regionaljets erkennen.
Der Airline-Trick
In Europa ist die Airline oft das beste Indiz: Ein langer CRJ in Iberia-Farben mit Air-Nostrum-Schriftzug ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein CRJ1000, denn die Spanier setzen den Typ in großer Zahl ein. Das Kennzeichen bestätigt die Vermutung.
CRJ1000, CRJ900 oder CRJ700?
Alle drei Modelle teilen Cockpit, Leitwerksform, Triebwerksanordnung und die 2+2-Kabine. Die Unterschiede liegen vor allem in Länge und Spannweite.
| Merkmal | CRJ700 | CRJ900 | CRJ1000 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | CRJ7 | CRJ9 | CRJX |
| Länge | rund 32,3 m | rund 36,2 m | rund 39,1 m |
| Spannweite | rund 23,2 m | rund 24,9 m | rund 26,2 m |
| Sitze (maximal) | rund 70 bis 78 | 90 | 104 |
| Erstflug | 1999 | 2001 | 2008 |
Zwischen CRJ700 und CRJ1000 liegen fast sieben Meter – diesen Unterschied siehst du auch ohne Vergleichsflugzeug. Der CRJ700 wirkt kompakt, der CRJ1000 dagegen beinahe übertrieben gestreckt. Schwieriger ist die Abgrenzung zum CRJ900. Ein paar Hinweise helfen trotzdem:
- Fensterreihe: Beim CRJ1000 sitzen vor dem Flügel sichtbar mehr Fenster als beim CRJ900. Wer beide Typen im Seitenprofil fotografiert hat, kann die Fenster abzählen.
- Proportionen: Der Flügel wirkt beim CRJ1000 noch kleiner im Verhältnis zum Rumpf, obwohl er tatsächlich etwas größer ist als beim CRJ900.
- Betreiber: Weil der CRJ1000 nur bei wenigen Airlines flog, schränkt die Lackierung die Auswahl stark ein.
Der ältere CRJ200 ist dagegen leicht abzugrenzen: Er ist mehr als zehn Meter kürzer und hat keine Vorflügel an der Flügelvorderkante.
CRJX, nicht CRJ1
Der Typcode des CRJ1000 lautet CRJX – „CRJ1“ steht für den alten CRJ100. Wenn du im Tracking filterst, nutz also CRJX. Wie ICAO-Typcodes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
CRJ1000, E190, E195 oder Fokker 100?
In der Größenklasse um 100 Sitze gibt es einige Muster, die auf den ersten Blick ähnlich wirken. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Regionaljet um 100 Sitze
Bombardier CRJ1000 oder CRJ900
Hecktriebwerke, T-Leitwerk und ein extrem langer Rumpf sprechen für einen großen CRJ. Bei Air Nostrum ist der CRJ1000 der Standardjet – prüf zur Sicherheit den Typcode CRJX.
Embraer E190 oder E195
Triebwerke unter den Flügeln und ein dickerer, höher stehender Rumpf sind typisch für die E-Jets. Die Länge unterscheidet E190 und E195.
Fokker 100
Auch die Fokker 100 hat Hecktriebwerke und T-Leitwerk, wirkt aber kräftiger, mit dickerem Rumpf und einem stumpfen Heck mit Luftbremsen. Sie ist heute selbst sehr selten.
Die Embraer E190 und die E195 waren die direkten Konkurrenten des CRJ1000 – und haben den Markt klar gewonnen. Sie tragen ihre Triebwerke unter den Flügeln und haben ein konventionelles Leitwerk. Bei der Fokker 100 helfen Rumpfdicke und Heckform. Der Mitsubishi SpaceJet, Mitsubishis eigenes Regionaljet-Projekt, kam nie in den Liniendienst.
Air Nostrum: die Heimat des CRJ1000
Wenn heute irgendwo ein CRJ1000 fliegt, dann mit hoher Wahrscheinlichkeit für Air Nostrum. Die Regionalairline aus Valencia war einer der beiden Erstkunden und hat den Typ zum Rückgrat ihrer Jetflotte gemacht. Stand 2025 setzte sie rund 30 CRJ1000 ein, alle mit 100 Sitzen in einer Klasse; daneben fliegt sie vor allem ATR 72-600.
Air Nostrum ist als Iberia Regional unterwegs: Die Flüge laufen unter Iberia-Flugnummern, die Maschinen tragen Iberia-Farben mit eigenem Schriftzug. Damit gehören die CRJ1000 zum Zubringernetz von Iberia und indirekt zur Oneworld. Wichtige Flughäfen sind Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat, Palma de Mallorca und natürlich die Heimatbasis Valencia.
Weil Air Nostrum so viele CRJ1000 betreibt, lohnt sich hier das gezielte Sammeln von Kennzeichen. Bei rund 30 Maschinen hast du genug Stoff, um die Flotte Kennzeichen für Kennzeichen zu vervollständigen. Mehr zum Unternehmen und seinen Strecken liest du im Beitrag über Regionalairlines in Europa.
Jeden CRJ1000 abhaken
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ CRJX oder einzelne Air-Nostrum-Kennzeichen an – Planetrack meldet dir, wenn eine passende Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Brit Air und HOP!: das französische Kapitel
Der zweite Erstkunde war Brit Air aus Morlaix in der Bretagne, eine Regionaltochter von Air France. Brit Air flog im Auftrag von Air France, wichtige Standorte waren unter anderem Lyon und Paris. Sie war zugleich der erste Kunde für die EuroLite-Version mit reduzierter Startmasse.
Ab März 2013 liefen alle Brit-Air-Flüge unter der neuen Marke HOP!, in der Air France ihre Regionalgesellschaften Brit Air, Régional und Airlinair bündelte. Bis 2017 gingen die drei Betriebe vollständig in HOP! auf. Im August 2019 umfasste die HOP!-Flotte 14 CRJ1000 – damals neben Air Nostrum die zweite große Flotte des Typs.
Im Dezember 2020 kündigte Air France an, HOP! zu einem kleineren Zubringerbetrieb umzubauen und die gesamte CRJ-Flotte auszumustern. Seitdem setzt die Airline auf Embraer-Jets; in der Flotte (Stand 2025) tauchen keine CRJ1000 mehr auf, die letzten verschwanden 2022. Fotos von CRJ1000 in HOP!-Farben an Paris-Charles de Gaulle oder Lyon sind damit Archivbilder. Mehr zum Konzern dahinter findest du bei Air France-KLM.
Ehemalige HOP!-Maschinen im Blick behalten
Ausgemusterte CRJ1000 werden oft weiterverkauft, verleast oder abgestellt. Wo eine bestimmte Maschine heute steht, findest du nur über Kennzeichen-Datenbanken und Tracking heraus – alte Flottenlisten helfen dir nicht weiter.
Garuda Indonesia: der CRJ1000 in Asien
Außerhalb Europas war Garuda Indonesia der bekannteste Betreiber. Die indonesische Airline bestellte den Typ Anfang der 2010er-Jahre und wurde Erstkunde für die ER-Variante mit größerer Reichweite. Ein Teil der Flotte war geleast. Ab Ende 2013 flogen die Jets unter der Untermarke Explore Jet, um von Drehkreuzen wie Denpasar, Makassar und Medan aus kleinere Regionalflughäfen anzufliegen.
Glücklich wurde die Airline mit dem Typ nicht. Die Flotte wurde Anfang der 2020er-Jahre stillgelegt und größtenteils an die Leasinggeber zurückgegeben, und die Beschaffung von CRJ1000 und ATR 72-600 beschäftigte später die indonesische Justiz. Wer Garuda-CRJ1000 fotografiert hat, besitzt also historische Aufnahmen.
Wo du den CRJ1000 heute siehst
Der CRJ1000 ist ein klarer Spanien-Typ. Seine Chancen im deutschsprachigen Raum sind gering, in Spanien dagegen gehört er an den großen Flughäfen zum Alltag.
| Region | Trefferchance (Stand Oktober 2026) | Warum |
|---|---|---|
| Spanien (Festland und Balearen) | hoch | Große Flotte bei Air Nostrum / Iberia Regional |
| Frankreich | niedrig | HOP! hat ihre CRJ ausgemustert |
| Deutschland, Österreich, Schweiz | sehr niedrig | Kein bekannter regelmäßiger Linieneinsatz, höchstens Charter oder Überführungen |
| Asien | sehr niedrig | Garuda hat ihre Flotte zurückgegeben |
In Madrid bietet sich der Spot La Muñoza an, in Barcelona der Mirador del Prat. Beide Flughäfen haben viel Iberia-Regionalverkehr. Tipps zu Standorten, Pistenbetrieb und Licht findest du in den Guides Planespotting in Madrid, Planespotting in Barcelona und Planespotting auf Mallorca – auf Palma fliegen die CRJ1000 regelmäßig von und zum Festland.
In Deutschland wird ein CRJ1000 dagegen zum Kandidaten für die Kategorie seltene Flugzeuge spotten. Wie du einen solchen Gast rechtzeitig im Tracking entdeckst, liest du im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Spotting-Tipps für den CRJ1000
Lang, schlank und relativ klein im Querschnitt: Der CRJ1000 stellt eigene Anforderungen an Ausschnitt und Perspektive.
Seitenprofil bevorzugen
Die Länge ist das wichtigste Merkmal. Im Seitenprofil kommen Fensterreihe, kleiner Flügel und Hecktriebwerke zur Geltung – frontal sieht er aus wie jeder andere CRJ.
Breites Format einplanen
Durch den langen, dünnen Rumpf wird das Bild schnell leer über und unter dem Flugzeug. Lass etwas mehr Raum an den Seiten und schneide später enger.
Kennzeichen lesbar halten
Zwischen CRJ900 und CRJ1000 entscheidet oft erst die Registrierung. Achte darauf, dass sie am Rumpfheck scharf im Bild ist.
Licht in Spanien beachten
Die Sonne steht im Süden hoch und hart. Morgen- und Abendstunden liefern weicheres Licht – der Guide zum Sonnenstand am Fotospot hilft bei der Planung.
Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du direkt, an welchem Spot die Sonne zur Ankunftszeit im Rücken steht, und die Spot-Karte zeigt dir Anreise, bestes Licht und Community-Fotos. Ob dein Standort rechtlich in Ordnung ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Bereit für deine CRJ1000-Jagd?
- Ich habe im Tracking nach dem Typcode CRJX gefiltert.
- Ich kenne die Air-Nostrum-Flüge an meinem Zielflughafen.
- Ich weiß, welche Piste voraussichtlich in Betrieb ist.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe genug Brennweite und Platz im Bildausschnitt eingeplant.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für einen CRJ1000, wenn …
- Triebwerke am Heck und T-Leitwerk zu einem auffallend langen Rumpf gehören
- die Maschine in Iberia-Farben für Air Nostrum fliegt
- vor dem Flügel ungewöhnlich viele Fenster zu sehen sind
- im Tracking CRJX als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du keinen Vergleich zur Länge hast – dann kann es auch ein CRJ900 sein
- eine andere Airline als Air Nostrum auf dem Rumpf steht
- du nur die Front siehst und die Triebwerke verdeckt sind
Es ist kein CRJ1000, wenn …
- die Triebwerke unter den Flügeln hängen – dann ist es z. B. eine Embraer E195
- die Maschine deutlich kompakter wirkt – dann eher ein CRJ700
- der Rumpf dick ist und das Heck stumpf endet – das spricht für eine Fokker
Fazit
Der CRJ1000 ist der Schlusspunkt einer langen Entwicklung: Aus einem Businessjet-Rumpf wurde ein Regionaljet für über 100 Passagiere. Wirtschaftlich konnte er sich gegen die E-Jets nicht durchsetzen, und mit nur 63 gebauten Exemplaren ist er heute ein Typ für Kenner. HOP! und Garuda haben ihn ausgemustert, Air Nostrum hält ihn in Spanien am Leben.
Kurzfazit
Hecktriebwerke, T-Leitwerk und ein extrem langer, dünner Rumpf: Das ist ein großer CRJ. Rund 39 Meter, der Typcode CRJX und fast immer Iberia-Farben machen ihn zum CRJ1000. Wer ihn sicher erwischen will, plant einen Spotting-Trip nach Madrid, Barcelona, Valencia oder Palma.
Zusammenfassung
- Bombardier startete den CRJ1000 im Februar 2007, wegen Problemen an der Seitenrudersteuerung kam er erst Ende 2010 zu den Kunden.
- Von außen unterscheidet ihn vor allem die Länge vom CRJ900; im Zweifel klären Kennzeichen oder der Typcode CRJX die Frage.
- Erstkunden waren Brit Air in Frankreich und Air Nostrum in Spanien; in Asien flog Garuda Indonesia den Typ mehrere Jahre.
- Stand Oktober 2026 ist Air Nostrum der mit Abstand wichtigste Betreiber – für Spotter macht das Spanien zum CRJ1000-Land.
Häufige Fragen
Was ist der Bombardier CRJ1000?
Der größte Regionaljet der CRJ-Familie. Bombardier hat dafür den Rumpf des CRJ900 um knapp drei Meter verlängert, sodass bis zu 104 Passagiere Platz finden. Die Triebwerke sitzen wie bei allen CRJ am Heck, das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse. Ausgeliefert wurde der Typ ab Dezember 2010.
Welchen ICAO-Typcode hat der CRJ1000?
Der CRJ1000 läuft unter CRJX. Die Schwestermodelle heißen CRJ7 (CRJ700) und CRJ9 (CRJ900), der kleine CRJ200 trägt den Code CRJ2. Wer im Tracking nach „CRJ1“ sucht, findet den CRJ100 – also ein ganz anderes Flugzeug.
Wie unterscheide ich den CRJ1000 vom CRJ900?
Hauptsächlich über die Länge: Der CRJ1000 misst rund 39 Meter, der CRJ900 rund 36 Meter. Im Feld wirkt der CRJ1000 noch gestreckter, mit auffällig vielen Fenstern vor dem Flügel. Ohne Vergleichsflugzeug ist das schwer zu schätzen – sicher entscheidest du über das Kennzeichen oder den Typcode im Tracking.
Welche Airlines fliegen den CRJ1000?
Wichtigster Betreiber ist Air Nostrum, die als Iberia Regional unterwegs ist und Stand 2025 rund 30 Maschinen mit je 100 Sitzen einsetzte. Die französische HOP! (früher Brit Air) und Garuda Indonesia haben den Typ inzwischen ausgemustert.
Warum kam der CRJ1000 so spät in Dienst?
Kurz nach dem Erstflug traten Probleme an der Steuerung des Seitenruders auf, das beim CRJ1000 per Fly-by-Wire angesteuert wird. Die Flugerprobung wurde unterbrochen und erst im Februar 2010 wieder voll aufgenommen. Statt der ursprünglich für Ende 2009 geplanten Auslieferungen gab es die Zulassung erst im November 2010, die ersten Maschinen gingen im Dezember an die Kunden.
Wird der CRJ1000 noch gebaut?
Nein. Bombardier hat das gesamte CRJ-Programm an Mitsubishi Heavy Industries verkauft, der Verkauf wurde am 1. Juni 2020 abgeschlossen. Danach wurden nur noch offene Bestellungen ausgeliefert. Insgesamt kamen 63 CRJ1000 zu den Kunden.
Was bedeuten CRJ1000 ER und EuroLite?
Das sind Gewichtsvarianten: Die ER (Extended Range) hat eine höhere Startmasse und mehr Reichweite, die EuroLite eine reduzierte Startmasse für kürzere europäische Strecken und niedrigere Gebühren. Von außen sind die Varianten nicht zu unterscheiden.
Bombardier CRJ1000 sammeln statt nur sehen
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Verwandte Flugzeugtypen
Bombardier CRJ900
Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.
RegionaljetBombardier CRJ700
Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.
RegionaljetBombardier CRJ100/CRJ200
Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.
RegionaljetEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
RegionaljetEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
RegionaljetEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Bombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
FlughafenFlughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
FlughafenFlughafen Barcelona-El Prat
Spaniens zweitgrößter Flughafen liegt direkt am Mittelmeer: zwei Parallelbahnen und eine Querbahn, Vueling als Platzhirsch, Low-Cost-Basen von Ryanair und easyJet, dazu Langstrecke vom Golf und aus Nordamerika – und Spotterplätze zwischen Strand, Friedhof und Terminalbalkon.
FlughafenFlughafen Valencia
Valencias Flughafen liegt in Manises, rund acht Kilometer westlich der Stadt: eine einzige Bahn, viel Low-Cost- und Regionalverkehr, die Heimat von Air Nostrum – und Spotterplätze an beiden Bahnenden, an denen du sehr nah an die Flugzeuge kommst.
Wo du die Bombardier CRJ1000 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
La Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas
Südöstlich von Madrid-Barajas, am Rand des Iberia-Technikgeländes La Muñoza, führt ein Schotterweg am Jarama entlang unter den Anflug der Piste 32R. Ein Spot für Spotter mit Geduld: nur bei Nordbetrieb, ohne Infrastruktur, aber mit dem Langstreckenverkehr eines der größten Drehkreuze Europas.
SpotterhügelMirador d'avions an der Piste 24R in Barcelona-El Prat
Am Ostende der Nordbahn von Barcelona-El Prat weist die Gemeinde El Prat Aussichtspunkte für Flugzeugfans aus. Von der kleinen Plattform an der Schwelle 24R und dem Hügel unter dem Anflug siehst du tagsüber fast jede Landung – vom Vueling-Airbus bis zum A380 aus Dubai.
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