Das Wichtigste in Kürze
- Der Avro RJ85 ist die modernisierte Fassung der BAe 146-200: gleicher Rumpf, neue Triebwerke und neues Cockpit, ab 1993 ausgeliefert.
- Unverwechselbar: hoher Flügel, vier Triebwerke, T-Leitwerk – kein anderer Regionaljet kombiniert diese drei Merkmale.
- Spitzname „Jumbolino“: Vier Triebwerke wie beim Jumbo, aber Regionaljet-Format.
- In Europa praktisch aus dem Liniendienst verschwunden: Lufthansa CityLine (2012), Swiss (2017), Brussels Airlines (2017) und Braathens (2020) haben ihre Avros ausgemustert.
- Heute eine Rarität: Wer einen sieht, erlebt meist einen Überführungsflug, einen Charter oder einen der Löschflugzeug-Umbauten.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der Avro RJ85?
- 2.Die Familie im Überblick: 146 und RJ
- 3.So erkennst du den Jumbolino sofort
- 4.Verwechslungsgefahr? Kaum – aber so grenzt du ab
- 5.Der Jumbolino in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- 6.Wo du einen RJ85 heute noch siehst
- 7.Fototipps für den Jumbolino
- 8.Technik-Exkurs: Warum vier Triebwerke?
- 9.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | British Aerospace (BAe), ab 1993 als Avro RJ vermarktet; heute BAE Systems |
|---|---|
| Familie | BAe 146-100/-200/-300 und Avro RJ70/RJ85/RJ100 |
| ICAO-Typcode | RJ85 (Avro RJ85), B462 (BAe 146-200) |
| Erstflug der Familie | 3. September 1981 (BAe 146-100) |
| Erstauslieferung RJ85 | 23. April 1993 an Crossair |
| Endmontage Avro RJ | Woodford bei Manchester |
| Triebwerke | 4 × LF 507, heute Honeywell (BAe 146: Lycoming ALF 502) |
| Länge | 28,55 m |
| Spannweite | 26,34 m |
| Höhe | 8,61 m |
| Sitzplätze | rund 85 (namensgebend), je nach Bestuhlung auch mehr |
| Max. Startgewicht | rund 42 t |
| Wirbelschleppenkategorie | M (Medium) |
| Produktion Familie | knapp 400 Exemplare, letzte Avro RJ Ende 2003 ausgeliefert |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Schulterdecker: Der Flügel sitzt oben am Rumpf, nicht unten wie bei fast allen anderen Jets
- Vier kleine Triebwerke an kurzen Pylonen unter dem Flügel – bei einem Flugzeug dieser Größe einzigartig
- Hohes T-Leitwerk mit dem Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse
- Heckkonus, der sich bei der Landung wie eine Muschel nach links und rechts aufklappt (Luftbremse)
- Hauptfahrwerk in Verkleidungen seitlich am Rumpf statt im Flügel
- Kurzer, rundlicher Rumpf mit rund 28,5 m Länge – deutlich kompakter als ein A320
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner Jet schwebt herein, der Flügel sitzt oben auf dem Rumpf, darunter hängen gleich vier Triebwerke, und kurz vor dem Aufsetzen klappt das Heck wie eine Muschel auf: Das ist ein BAe 146 oder Avro RJ. Der RJ85 war in den 1990er- und 2000er-Jahren in Zürich, München, Köln/Bonn und Brüssel Alltag – heute ist er für Spotter in Mitteleuropa eine echte Rarität. Hier erfährst du, woran du ihn erkennst, wie du die Varianten auseinanderhältst und wo du überhaupt noch eine Chance auf eine Sichtung hast.
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Was ist der Avro RJ85?
Der Avro RJ85 ist die überarbeitete Version der BAe 146-200, eines vierstrahligen Regionaljets aus Großbritannien. British Aerospace entwickelte die 146 Ende der 1970er-Jahre für kurze Strecken und kleine Flughäfen. Der Prototyp – eine 146-100 – hob am 3. September 1981 zum ersten Mal ab, im Mai 1983 ging das Muster bei Dan-Air in den Liniendienst. Weil die vier Triebwerke im Vergleich zu älteren Jets ausgesprochen leise waren, warb der Hersteller mit dem Namen „Whisperjet“.
Anfang der 1990er-Jahre frischte British Aerospace die Baureihe gründlich auf und vermarktete sie unter dem traditionsreichen Namen Avro. Die Avro RJ (für „Regional Jet“) bekam die weiterentwickelten Triebwerke vom Typ LF 507 (heute von Honeywell betreut) statt der ALF 502 und ein modernisiertes Cockpit. Rumpf und Flügel blieben unverändert. Erstkunde für den RJ85 war die Schweizer Crossair, die ihre erste Maschine am 23. April 1993 übernahm. Gebaut wurden die Avro RJ in Woodford bei Manchester, die frühen 146 stammten noch aus Hatfield nördlich von London.
Die Produktion lief bis 2003. Über die gesamte Familie kamen je nach Zählweise knapp 400 Flugzeuge zusammen, davon rund 170 Avro RJ. Eine nochmals modernisierte Version namens RJX flog zwar noch, wurde aber im November 2001 eingestellt, bevor sie in Serie ging. British Aerospace ging 1999 in BAE Systems auf, deshalb läuft der Typ heute unter diesem Namen.
Die Familie im Überblick: 146 und RJ
Die BAe 146 gab es in drei Rumpflängen. Jede davon bekam bei der Avro-Überarbeitung ein neues Kürzel, das grob die typische Sitzzahl angibt. Je nach Bestuhlung passten auch deutlich mehr Fluggäste hinein. Der RJ85 ist das mittlere Modell.
| BAe-146-Version | Avro-Version | ICAO-Code | Länge | Sitze laut Name |
|---|---|---|---|---|
| 146-100 | RJ70 | B461 / RJ70 | ca. 26,2 m | um 70 |
| 146-200 | RJ85 | B462 / RJ85 | ca. 28,6 m | um 85 |
| 146-300 | RJ100 | B463 / RJ1H | ca. 31,0 m | um 100 |
Eine noch längere RJ115 stand auf dem Papier, gebaut wurde sie nie. Äußerlich sind eine 146-200 und ein RJ85 kaum auseinanderzuhalten, weil die Unterschiede vor allem in Triebwerken und Cockpit liegen. Für die sichere Zuordnung brauchst du deshalb das Kennzeichen – wie du es liest und nachschlägst, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
So erkennst du den Jumbolino sofort
Kaum ein Verkehrsflugzeug ist so leicht zu bestimmen wie die 146-Familie. Die Kombination aus drei Merkmalen gibt es bei keinem anderen Regionaljet.
Flügel oben
Der Flügel sitzt als Schulterdecker auf dem Rumpf. Von der Seite siehst du eine durchgehende Rumpfunterseite ohne Flügelansatz – ein Bild, das du sonst eher von Transportflugzeugen wie der C-130 Hercules kennst.
Triebwerke zählen
Unter dem Flügel hängen vier kleine Triebwerke an kurzen Pylonen. Bei einem Flugzeug, das sogar kleiner als ein A318 ist, ist das das auffälligste Detail überhaupt.
Heck prüfen
Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse (T-Leitwerk). Darunter endet der Rumpf in einem Konus, der sich bei der Landung zur Luftbremse aufspreizt.
Dazu kommen ein paar Details, die beim zweiten Blick helfen: Das Hauptfahrwerk fährt in Verkleidungen seitlich am Rumpf ein, weil im hoch liegenden Flügel kein Platz dafür ist. Ein Schubumkehrsystem gibt es nicht – gebremst wird mit der Heckklappe und Spoilern über die ganze Flügelbreite.
Praxis-Tipp: die Muschel im Anflug
Die Luftbremse am Heck ist bei der Landung weit geöffnet und oft schon im Anflug zu sehen. Fotografierst du die Maschine von schräg hinten oder im Seitenprofil, erwischst du die beiden aufgeklappten Hälften – ein Detail, das es bei keinem anderen Linienjet in dieser Form gibt.
Verwechslungsgefahr? Kaum – aber so grenzt du ab
Ernsthaft verwechseln lässt sich die 146-Familie fast nur auf große Entfernung oder im Gegenlicht, wenn du die Triebwerke nicht zählen kannst. Der Finder hilft dir, die anderen kleinen Jets der gleichen Epoche auszusortieren.
Schnellbestimmung: kleiner Jet mit rund 100 Sitzen
BAe 146 oder Avro RJ
Hoher Flügel, vier Triebwerke und T-Leitwerk: Das ist die 146-Familie. Über die Rumpflänge grenzt du RJ70, RJ85 und RJ100 ein, das Kennzeichen sagt dir, ob es eine 146 oder eine Avro RJ ist.
Hecktriebwerks-Jet
Zwei Triebwerke am Heck und T-Leitwerk sprechen für die Fokker 100, die Boeing 717 oder einen CRJ900. Der CRJ hat eine auffällig lange, schlanke Nase.
Moderner Regionaljet
Zwei Triebwerke unter einem tief angesetzten Flügel deuten auf einen E-Jet wie die Embraer E190, einen Airbus A220 oder einen Superjet 100.
Wenn du generell noch unsicher bist, welche Merkmale bei der Typbestimmung zuerst zählen, hilft dir der Einstieg Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Der Jumbolino in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Kaum ein Ort war so eng mit dem Avro RJ verbunden wie Zürich. Crossair war nicht nur Erstkunde des RJ85, sondern baute eine große Avro-Flotte auf, die später an Swiss überging. In der Schweiz setzte sich auch der Spitzname „Jumbolino“ fest. Swiss betrieb neben vier RJ85 aus Crossair-Zeiten vor allem den längeren RJ100. Die RJ85 verschwanden dort schon um 2007, der letzte RJ100 landete im August 2017 nach einem kurzen Flug aus Genf in Zürich. Ersetzt wurden die Avros durch die damalige Bombardier CSeries, den heutigen Airbus A220, mit dem Swiss den Flughafen Zürich bis heute prägt.
In Deutschland flog vor allem Lufthansa CityLine den RJ85, ab 1994 im Auftrag von Lufthansa. Lufthansa bestellte 2007 Embraer-E-Jets und CRJ900, um die Vierstrahler abzulösen. Der letzte CityLine-RJ85 startete am 27. August 2012 als LH1985 am Flughafen Köln/Bonn. Damit endete das Kapitel Avro in der Lufthansa Group für Deutschland.
Auch in Brüssel waren die Avros jahrelang Stammgäste: Brussels Airlines flog RJ85 und RJ100. Eine Airbus-Bestellung aus dem Jahr 2011 beschleunigte die Ablösung der RJ85 durch Maschinen der A320-Familie, der Abschied vom RJ100 war nach Angaben der Airline-Chronik spätestens Ende 2017 abgeschlossen. Als einer der letzten größeren europäischen Betreiber gab die schwedische Braathens (Marke BRA) ihre Avros im März 2020 ab.
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Wo du einen RJ85 heute noch siehst
Stand Oktober 2026 spielt der RJ85 im europäischen Linienverkehr praktisch keine Rolle mehr. Schon 2020 waren laut Branchenzählungen deutlich mehr Flugzeuge der 146-Familie abgestellt als im aktiven Einsatz. Trotzdem lohnt es sich, die Augen offen zu halten:
Realistische Chancen
- Löschflugzeuge: In Nordamerika fliegen umgebaute RJ85 und 146-200 als Wasserbomber, etwa bei Conair.
- Australien: Dort waren 146-Maschinen zuletzt noch im Charter- und Frachtdienst unterwegs.
- Überführungen: Wenn Maschinen verkauft, gewartet oder umgebaut werden, tauchen sie auch in Europa auf.
Mit Glück
- Charter- und Ad-hoc-Flüge kleinerer Betreiber außerhalb der EU
- Wartungsaufenthalte an Werften mit 146-Erfahrung
- Abgestellte Exemplare auf Flugzeugparkplätzen
Eher nicht mehr
- Linienflüge großer europäischer Airlines
- Regelmäßige Umläufe an deutschen Flughäfen
- Lufthansa-, Swiss- oder Brussels-Airlines-Farben im Alltag
Auch die britische Royal Air Force hat ihre BAe 146 als VIP- und Transportflugzeuge 2022 ausgemustert. Wie du generell Regierungs- und Staatsflieger aufspürst, steht im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Der wichtigste Werkzeugkasten für die Jagd auf den RJ85 ist die Flugverfolgung. Filter in deiner Tracking-App nach den Typcodes RJ85, B462 und – für die Schwestern – RJ70, RJ1H und B463. Wie ADS-B-Daten funktionieren und warum manche Flüge darin fehlen, erklärt der Guide Flugverfolgung mit ADS-B. Welche App dafür am besten taugt, zeigt der Flugradar-Apps-Vergleich.
Betreiber und Bestände ändern sich
Bei einem Typ, der aus dem Markt verschwindet, sind ältere Flottenlisten schnell überholt. Maschinen werden verkauft, umgebaut oder verschrottet. Verlass dich deshalb nicht auf Listen aus Foren, sondern prüf vor einer Tour, welche Kennzeichen tatsächlich in der Luft sind.
Ausgemusterte Exemplare landen häufig auf Abstellflächen in trockenen Regionen. Was es mit solchen Parkplätzen auf sich hat und wo du legal einen Blick darauf werfen kannst, liest du in Flugzeugfriedhöfe und Boneyards. Einen breiteren Überblick, wie du Raritäten aufspürst, findest du in Seltene Flugzeuge spotten.
Fototipps für den Jumbolino
Wenn dir ein RJ85 vor die Linse kommt, ist das meist eine einmalige Gelegenheit. Ein paar Punkte helfen dir, das Beste daraus zu machen.
Seitenprofil zuerst
Der hohe Flügel und die vier Triebwerke kommen im Profil am besten zur Geltung. Sichere dir zuerst dieses Bild, bevor du mit Perspektiven experimentierst.
Luftbremse erwischen
Kurz vor und nach dem Aufsetzen ist die Heckklappe weit geöffnet. Eine Serie mit kurzer Verschlusszeit über den Moment des Aufsetzens erhöht die Chance auf das perfekte Bild.
Brennweite anpassen
Mit nur gut 26 Metern Spannweite ist der RJ85 klein. Am selben Standpunkt brauchst du mehr Brennweite als für einen A320 – Hinweise dazu stehen im Guide Objektiv und Brennweite für Planespotting.
Licht planen
Bei einem seltenen Gast entscheidet oft das Licht über das Bild. Wo die Sonne zur Ankunftszeit steht, kannst du vorab berechnen.
Wie du den Sonnenstand für deinen Standpunkt planst, erklärt der Beitrag Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Aus welcher Richtung die Maschinen landen, hängt von der Betriebsrichtung ab – mehr dazu in Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Und bevor du dich an einen Zaun stellst, lohnt ein Blick in Ist Planespotting erlaubt?.
Bereit für einen seltenen Gast?
- Ich habe die Typcodes RJ85 und B462 in meiner Tracking-App als Filter gesetzt.
- Ich kenne Kennzeichen und voraussichtliche Ankunftszeit der Maschine.
- Ich weiß, welche Piste voraussichtlich in Betrieb ist.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Serienbild eingestellt.
Technik-Exkurs: Warum vier Triebwerke?
Vier Motoren für ein Flugzeug mit rund 100 Sitzen wirken aus heutiger Sicht ungewöhnlich. Die Konstrukteure wollten einen Jet, der kurze Pisten und steile Anflüge beherrscht und dabei leise bleibt. Die kleinen Mantelstromtriebwerke lieferten zusammen genug Schub für kurze Starts, während der hohe Flügel mit großen Landeklappen langsame Anfluggeschwindigkeiten ermöglichte. So konnte die 146-Familie jahrelang den Londoner Innenstadtflughafen London City mit seinem steilen Anflug bedienen – für einige Zeit als einziger konventioneller Jet dort.
Der Preis dafür: Vier Triebwerke bedeuten mehr Wartung und mehr Verbrauch als zwei moderne große. Genau deshalb haben Zweistrahler wie die Embraer E190, die E195 und der A220 die Avros nach und nach ersetzt. Für Spotter ist das Ergebnis eine Typenlandschaft, in der der Jumbolino immer exotischer wird – und jede Sichtung umso wertvoller.
Wenn du deine Sichtungen festhalten willst, damit auch die seltenen Begegnungen nicht verloren gehen, findest du Tipps im Beitrag Sichtungen dokumentieren im Logbuch.
Fazit
Der Avro RJ85 ist einer der wenigen Flugzeugtypen, die du in Sekunden bestimmst: Flügel oben, vier Triebwerke, T-Leitwerk, dazu die aufklappbare Heckbremse. Schwieriger ist es heute, überhaupt einen zu finden. Nach dem Abschied bei Lufthansa CityLine, Swiss, Brussels Airlines und Braathens bleibt der Jumbolino in Mitteleuropa ein Gast bei Überführungen und Sonderflügen, während er in Nordamerika als Löschflugzeug und in Australien noch arbeitet.
Kurzfazit
Hoher Flügel, vier Triebwerke, Muschel-Heck: Das ist die BAe-146-Familie, mit 28,55 m Länge der RJ85 bzw. die 146-200. Wer ihn sehen will, filtert nach RJ85 und B462 und schlägt zu, wenn ein Exemplar auftaucht – eine zweite Chance gibt es selten.
Zusammenfassung
- Die BAe-146-Familie flog erstmals 1981, die in Woodford gebauten Avro-RJ-Nachfolger wurden von 1993 bis 2003 ausgeliefert.
- Der RJ85 entspricht in der Länge der 146-200 und war in der DACH-Region vor allem bei Crossair/Swiss und Lufthansa CityLine unterwegs.
- Schulterdecker, vier Triebwerke und das T-Leitwerk machen die Bestimmung leicht; RJ70, RJ85 und RJ100 trennst du über die Rumpflänge.
- Wer den Typ heute noch spotten will, braucht Geduld, aktuelle Flugdaten und etwas Glück.
Häufige Fragen
Warum heißt der Avro RJ85 „Jumbolino“?
Der Name spielt auf die vier Triebwerke an: Wie der Jumbo-Jet Boeing 747 hat der RJ85 vier Motoren, ist aber ein kleiner Regionaljet. Geläufig war der Spitzname vor allem in der Schweiz bei Crossair und Swiss.
Was ist der Unterschied zwischen BAe 146 und Avro RJ?
Die Avro RJ ist die überarbeitete Version der BAe 146. Sie bekam die weiterentwickelten LF-507-Triebwerke (heute Honeywell) statt der ALF 502 und ein modernisiertes Cockpit. Rumpf und Flügel blieben gleich: RJ70, RJ85 und RJ100 entsprechen in der Länge der 146-100, -200 und -300.
Welchen ICAO-Typcode hat der Avro RJ85?
Der Avro RJ85 läuft unter RJ85, die baugleich lange BAe 146-200 unter B462. In Tracking-Apps lohnt es sich, nach beiden Codes zu filtern, weil gerade Löschflugzeuge oft umgebaute 146-200 sind.
Wie unterscheide ich RJ70, RJ85 und RJ100?
Nur über die Rumpflänge: Der RJ70 misst rund 26,2 m, der RJ85 rund 28,6 m und der RJ100 rund 31 m. Im Foto zählst du am besten die Fenster vor und hinter dem Flügel. Sicher wird es mit dem Kennzeichen.
Fliegt der Avro RJ85 noch in Deutschland?
Im Linienverkehr praktisch nicht mehr. Lufthansa CityLine hat ihren letzten RJ85 im August 2012 ab Köln/Bonn verabschiedet. Einzelne Maschinen tauchen höchstens bei Überführungen, Charterflügen oder Wartungsaufenthalten auf – prüf das tagesaktuell in einer Tracking-App.
Warum hat der RJ85 keine Schubumkehr?
Die BAe 146 wurde ohne Schubumkehr konstruiert. Zum Abbremsen dienen stattdessen die große, aufklappbare Luftbremse am Heck und Spoiler über die gesamte Flügelbreite. Das macht die Landung leise und zu einem schönen Fotomotiv.
Wo werden RJ85 heute noch eingesetzt?
Ein Schwerpunkt liegt bei Löschflugzeugen in Nordamerika: Conair hat RJ85 zu Wasserbombern umgebaut, andere Firmen nutzen umgebaute 146-200. Dazu kommen Betreiber außerhalb Europas, etwa in Australien. Welche Maschinen aktuell aktiv sind, ändert sich laufend.
BAe 146 / Avro RJ85 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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