Das Wichtigste in Kürze
- Die E175 ist das zweitkleinste Mitglied der E-Jet-Familie: etwas länger als die E170, gut 4,5 m kürzer als die E190.
- 2+2 statt 3+3: typischerweise 76 Sitze in zwei Klassen, bei europäischen Airlines oft bis zu 88 in einer Klasse.
- Zwei ICAO-Codes: E75S steht für die Version mit kürzerer, E75L für die mit größerer Spannweite.
- In den USA ein Massenmodell: Die Scope Clauses der Pilotenverträge begrenzen Regionaljets auf 76 Sitze und ein bestimmtes Höchstgewicht – genau da passt die E175 hinein.
- In Europa siehst du sie vor allem bei KLM Cityhopper und LOT; beide Airlines planen den schrittweisen Abschied vom Typ.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Embraer (São José dos Campos, Brasilien) |
|---|---|
| Familie | E-Jets der ersten Generation (E170, E175, E190, E195) |
| Offizielle Bezeichnung | ERJ 170-200 |
| ICAO-Typcode | E75S (kurzer Flügel) und E75L (langer Flügel) |
| Erstflug | Juni 2003 |
| Indienststellung | Juli 2005 (Erstkunde Air Canada) |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF34-8E |
| Länge | 31,67 m |
| Spannweite | rund 26,0 m, mit den größeren Flügelspitzen rund 28,65 m |
| Höhe | knapp 10 m |
| Kabine | vier Sitze pro Reihe (2+2), ein Mittelgang |
| Sitzplätze | typisch 76 in zwei Klassen, bis zu 88 in hoher Bestuhlung |
| Reichweite | je nach Version bis rund 4.000 km |
| Nachfolger | E175-E2 entwickelt, Programm jedoch pausiert |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Kurzer, gedrungener Rumpf mit Triebwerken unter den Flügeln – die E175 ist der zweitkleinste E-Jet
- Vier Sitze pro Reihe in 2+2-Anordnung, erkennbar an der vergleichsweise niedrigen Fensterzahl bei kurzer Rumpflänge
- Neuere Maschinen (Effizienzpaket ab Ende 2014) tragen größere, stärker nach außen abgewinkelte Winglets, ältere Exemplare kleine, steile Winglets
- Rund 1,8 m länger als die E170 – der Unterschied steckt in je einem Rumpfstück vor und hinter dem Flügel
- Schlanke Triebwerksgondeln der CF34-8E, deutlich kleiner als die Triebwerke von E190 und E195
Klein, kompakt und in Nordamerika allgegenwärtig: Die Embraer E175 ist der Bestseller der E-Jet-Familie, obwohl sie in Europa eher am Rand auftaucht. In den USA ist sie das Rückgrat der Regionalflotten von United, Delta, American und Alaska, bei uns siehst du sie vor allem in den Farben von KLM Cityhopper und LOT. Für Spotter ist sie eine kleine Herausforderung, denn mit E170 und E190 hat sie zwei Geschwister, die ihr zum Verwechseln ähnlich sehen. Hier erfährst du, woran du die E175 erkennst, warum ausgerechnet ein Pilotenvertrag ihr Schicksal bestimmt und wo du sie noch vor die Linse bekommst.
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Was ist die Embraer E175?
Die E175 gehört zur E-Jet-Familie, die Embraer 1999 auf der Paris Air Show offiziell gestartet hat. Die Familie besteht aus zwei Paaren: den kurzen E170 und E175 und den langen E190 und E195. Technisch ist die E175 eine leicht gestreckte E170 – Embraer hat den Rumpf um rund 1,8 Meter verlängert, um mehr Sitze unterzubringen. In den Zulassungsdokumenten heißt sie deshalb auch ERJ 170-200, während die E170 als ERJ 170-100 geführt wird.
Den Erstflug absolvierte die E175 im Juni 2003 in Brasilien. Erstkunde war Air Canada, die den Typ im Juli 2005 in den Liniendienst brachte. Angetrieben wird die E175 von zwei General Electric CF34-8E, demselben Triebwerk, das auch in der E170 steckt. Die größeren E190 und E195 nutzen dagegen die stärkere CF34-10E – ein Detail, das dir bei der Bestimmung hilft.
Wie alle E-Jets hat die E175 eine Fly-by-Wire-Steuerung, ein Glascockpit und einen Rumpf mit sogenanntem Double-Bubble-Querschnitt. Der erlaubt eine 2+2-Bestuhlung ohne Mittelsitz und Stehhöhe im Gang. Typisch sind 76 Sitze in zwei Klassen, wie sie in den USA üblich sind; in reiner Economy-Auslegung passen bis zu 88 Passagiere hinein. Die Reichweite liegt je nach Version bei bis zu rund 4.000 Kilometern – mehr als genug für Regionalstrecken in Europa oder Nordamerika.
Kurzer oder langer Flügel: E75S und E75L
Eine Besonderheit der E175 sind ihre zwei ICAO-Typcodes: E75S steht für die Version mit kürzerer Spannweite (rund 26 Meter), E75L für die mit größerer Spannweite (etwa 28,65 Meter). Optisch fällt vor allem der Unterschied an den Flügelspitzen auf: Ältere Maschinen haben kleine, steil nach oben stehende Winglets, neuere deutlich größere, schräg nach außen abgewinkelte. Verlass dich bei der Code-Zuordnung aber nicht blind auf das Baujahr – in Tracking-Daten taucht heute überwiegend E75L auf.
Hintergrund ist ein Effizienzpaket, das Embraer 2014 eingeführt hat: Die erste Serien-E175 mit neuen Flügelspitzen, aerodynamischen Feinarbeiten und optimierten Systemen rollte im Dezember 2014 in São José dos Campos aus der Halle. Nach Herstellerangaben sinkt der Treibstoffverbrauch auf einem typischen Flug um 6,4 Prozent gegenüber der ursprünglichen E175. Die neuen Winglets gibt es nur an der E175 – an E170, E190 und E195 der ersten Generation siehst du sie nicht.
Für dich als Spotter ist das ein Geschenk: Siehst du einen kurzen E-Jet mit großen, nach außen gekippten Winglets, kannst du die E170 praktisch ausschließen. Bei älteren E175 mit kleinen Winglets ist die Unterscheidung schwieriger.
Code-Filter statt Modellname
Viele Tracking-Dienste zeigen E170 und E175 schlicht als „Embraer 170/175“ an. Wenn du gezielt nach der E175 suchst, filtere nach E75L und E75S. Wie die Codes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Warum die E175 in den USA so erfolgreich ist
Wer die E175 verstehen will, muss einen Blick auf die Scope Clauses werfen. Das sind Klauseln in den Tarifverträgen der Piloten großer US-Airlines. Sie legen fest, welche Flugzeuge die Regionalpartner im Auftrag der großen Airline fliegen dürfen – damit Flüge nicht beliebig an günstigere Tochter- oder Partnergesellschaften ausgelagert werden. In der Praxis gilt meist eine Grenze von 76 Sitzen und einem maximalen Startgewicht von 86.000 Pfund, also rund 39 Tonnen.
Die E175 passt mit einer entsprechend ausgelegten Version genau in dieses Raster. Deshalb fliegen Regionalairlines wie SkyWest, Republic Airways und Envoy Air große E175-Flotten für United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska Airlines. SkyWest und Republic gehören laut Auftragsstatistik zu den größten E-Jet-Betreibern der Welt. Laut Auftragsstatistik (Stand 2025) waren über 800 E175 ausgeliefert und mehr als 150 weitere bestellt – damit ist sie das meistverkaufte Mitglied der Familie.
Die Kehrseite: Die E175-E2, die Nachfolgerin der zweiten Generation, ist schwerer als die Scope Clauses erlauben. Sie flog 2019 zum ersten Mal, doch weil die Scope Clauses unverändert geblieben sind, hat Embraer die Entwicklung pausiert. Anfang 2025 verlängerte der Hersteller die Pause um weitere vier Jahre, das Programm ruht damit bis etwa 2029. Bis dahin baut Embraer weiter die erste Generation – ein ungewöhnlicher Fall, in dem ein Vorgängermodell seine Nachfolgerin überlebt.
Die E-Jet-Familie im Vergleich
Innerhalb der Familie unterscheiden sich die Modelle vor allem in der Länge. Mit den Maßen im Kopf kommst du bei der Bestimmung deutlich weiter.
| Modell | ICAO-Code | Länge | Triebwerk |
|---|---|---|---|
| E170 | E170 | 29,90 m | CF34-8E |
| E175 | E75S / E75L | 31,67 m | CF34-8E |
| E190 | E190 | 36,25 m | CF34-10E |
| E195 | E195 | 38,66 m | CF34-10E |
| E195-E2 | E295 | 41,51 m | PW1900G |
Die E175 ist also nur 1,8 Meter länger als die E170, aber rund 4,6 Meter kürzer als die E190. Gegenüber der E195 und der E195-E2 ist der Unterschied schon von Weitem zu sehen. Wenn du dich generell mit dem Bestimmen schwer tust, hilft dir der Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Proportionen prüfen
Wirkt der Jet kurz und gedrungen, mit nur wenig Rumpf vor und hinter dem Flügel? Dann bist du bei E170 oder E175. Ein deutlich gestreckter Rumpf spricht für E190 oder E195.
Winglets ansehen
Große, schräg nach außen abgewinkelte Winglets gibt es nur an neueren E175. Kleine, steile Winglets haben ältere E175 und alle E170.
Triebwerke vergleichen
Die CF34-8E der E175 sind spürbar kleiner als die CF34-10E an E190 und E195. Bei Airlines mit gemischter Flotte ist das ein guter Hinweis.
Kennzeichen bestätigen
Am Ende sorgt das Kennzeichen für Gewissheit. Notier es und gleich es mit einer Datenbank oder deiner Tracking-App ab.
Häufige Verwechslungen
Neben den eigenen Geschwistern gibt es ein paar weitere Kandidaten, die der E175 ähneln:
| Verwechslung | Woran du sie trennst |
|---|---|
| E170 | rund 1,8 m kürzer, immer kleine Winglets; Typcode E170 |
| E190 | rund 4,6 m länger, größere Triebwerke; Typcode E190 |
| Bombardier CRJ900 | Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, schmalerer Rumpf |
| Airbus A220-100 | breiterer Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe, große Getriebefan-Triebwerke, längere Nase |
Die CRJ900 ist der direkte Konkurrent der E175 in den USA und fliegt dort oft für dieselben Marken. Sie ist dank der Hecktriebwerke aber leicht zu trennen. Kniffliger ist die A220-100: Sie ist zwar größer, wirkt auf Distanz aber ebenfalls kompakt. Achte dann auf die Größe der Triebwerke und das Cockpitfenster-Design.
Es ist eine E175, wenn …
- ein kurzer E-Jet große, schräg nach außen gekippte Winglets trägt
- die Triebwerke unter den Flügeln eher klein und schlank wirken
- dein Tracking E75L oder E75S anzeigt
Sieh genauer hin, wenn …
- der Jet kurz wirkt, aber nur kleine Winglets hat – dann kommt auch die E170 infrage
- die Airline E175 und E190 im gleichen Design fliegt
- du die Maschine nur frontal siehst und die Rumpflänge nicht einschätzen kannst
Es ist keine E175, wenn …
- die Triebwerke am Heck sitzen – dann ist es ein CRJ
- die Flügelspitzen lang und ohne Winglet auslaufen – das ist ein E-Jet der zweiten Generation
- du fünf oder sechs Sitze pro Reihe zählst
Wo du die E175 in Europa siehst
Die E175 ist in Europa deutlich seltener als in Nordamerika. Zwei Airlines prägen das Bild, und beide haben den Abschied vom Typ eingeläutet:
- KLM Cityhopper ist der wichtigste europäische E175-Betreiber. Die Regionaltochter von KLM fliegt E175, E190 und E195-E2 ab dem Flughafen Amsterdam Schiphol und bedient von dort zahlreiche deutsche Flughäfen. Laut Fachpresse will KLM Cityhopper E175 und E190 schrittweise durch die E195-E2 ersetzen.
- LOT Polish Airlines fliegt die E175 neben E170, E190, E195 und E195-E2 ab dem Flughafen Warschau Chopin. LOT hat 2025 eine Bestellung über Airbus A220 bekannt gegeben, deren Auslieferung 2027 beginnt und die Embraer-Flotte ablöst; erste E175 haben die Flotte Berichten zufolge bereits verlassen.
Weil beide Airlines Verbindungen nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz anbieten, kannst du E175 auch an Flughäfen wie Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt oder München erwischen. Welcher Typ auf einer bestimmten Verbindung fliegt, wechselt aber oft – manchmal kommt statt der E175 eine E190 oder E195-E2. Plane deshalb nie fest mit einem Umlauf, sondern prüf am Spottag das Tracking. Wie das am besten klappt, steht im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Außerhalb Europas ist die E175 kaum zu übersehen: In den USA ist sie an praktisch jedem großen Drehkreuz zu Hause, in Kanada fliegt sie für Air Canada Express. Wer eine Reise nach Nordamerika plant, kann die E175 dort in vielen verschiedenen Farben sammeln.
Nie wieder eine E175 verpassen
Planetrack benachrichtigt dich per Sichtungs-Alarm, wenn ein beobachteter Typ, eine Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen im Anflug ist – ideal für Auslaufmodelle wie die E175 in Europa. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Tipps für die E175
Die E175 ist einer der kleinsten Jets, die du an großen Flughäfen siehst. Das verändert Brennweite, Standort und Timing.
- Mehr Brennweite einplanen. Ein Regionaljet dieser Größe füllt das Bild bei gleicher Distanz viel weniger aus als eine Boeing 737-800 oder ein Airbus A320neo. Welche Brennweite sinnvoll ist, erklärt der Beitrag Objektiv fürs Planespotting.
- Winglets ins Bild nehmen. Weil die Flügelspitzen das beste Merkmal gegenüber der E170 sind, lohnen sich Aufnahmen von schräg vorn oder im Überflug.
- Betriebsrichtung prüfen. Regionaljets landen und starten nicht immer auf derselben Piste wie die großen Maschinen. Mit Betriebsrichtung am Flughafen verstehen findest du den passenden Spot.
- Licht planen. Die blau-weißen KLM-Farben und das LOT-Design wirken am besten im seitlichen Licht. Wie du den Sonnenstand vorher berechnest, liest du im Guide zum Sonnenstand.
Ein Spot, an dem du KLM Cityhopper garantiert in großer Zahl siehst, ist die Spotterplaats an der Polderbaan in Schiphol – sofern die Polderbaan in Betrieb ist. In Deutschland eignen sich zum Beispiel die Besucherterrasse am Flughafen Düsseldorf oder die Besucherterrasse am Flughafen Hamburg, an denen regelmäßig Regionaljets aus Amsterdam und Warschau ankommen.
Sicherheit geht vor
Bleib bei Fotos immer auf öffentlich zugänglichen Flächen. Zäune, Absperrungen und Hinweisschilder am Flughafen sind verbindlich. Was erlaubt ist und was nicht, fasst der Artikel Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Varianten der E175
Innerhalb der ersten Generation gibt es mehrere Ausführungen, die sich äußerlich kaum unterscheiden:
- E175 STD: die Basisversion.
- E175 LR: höheres maximales Startgewicht und damit mehr Reichweite.
- E175 SU und SC: auf die US-Scope-Clauses zugeschnittene Versionen mit begrenzter Sitzzahl von 76 beziehungsweise 70 Plätzen.
Für dich als Spotter spielen diese Varianten kaum eine Rolle, denn von außen siehst du sie nicht. Spannender ist der Unterschied zwischen kurzem und langem Flügel, den du an den Winglets erkennst. Die E175-E2 schließlich existiert nur als Prototyp und Testflugzeug – in Airline-Farben wirst du sie wegen der Programmpause vorerst nicht sehen.
Bereit für die E175-Jagd?
- Ich habe die Typcodes E75L und E75S im Tracking als Filter gesetzt.
- Ich kenne die Unterschiede zu E170 und E190.
- Ich habe einen Flug von KLM Cityhopper oder LOT mit E175 im aktuellen Flugplan gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung und den Sonnenstand.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich, die Brennweite passt zum kleinen Jet.
Fazit
Die Embraer E175 ist ein Paradebeispiel dafür, wie stark Vorschriften und Verträge den Flugzeugmarkt prägen. In den USA ist sie dank der Scope Clauses ein Massenmodell und wird weiter gebaut, während ihre Nachfolgerin auf Eis liegt. In Europa dagegen ist sie ein Auslaufmodell: KLM Cityhopper setzt auf die E195-E2, LOT auf den Airbus A220. Wer die E175 in europäischen Farben sammeln will, wartet besser nicht zu lange.
Kurzfazit
Kurzer, gedrungener Rumpf, kleine Triebwerke unter den Flügeln und bei neueren Maschinen große, nach außen gekippte Winglets: Das ist die E175. Ein längerer Rumpf mit größeren Triebwerken bedeutet E190, eine noch kürzere Maschine mit kleinen Winglets eher E170. Im Tracking trennen die Codes E75L und E75S die E175 von ihren Geschwistern.
Zusammenfassung
- Die Embraer E175 ist ein Regionaljet mit 76 bis 88 Sitzen, der seit 2005 im Liniendienst fliegt und als erste E-Jet-Generation weiter gebaut wird.
- Ihr Erfolg hängt eng mit den US-Scope-Clauses zusammen: Die schwerere E175-E2 passt nicht in diese Grenzen, ihr Programm ist deshalb pausiert.
- Von der E170 trennst du sie über die etwas größere Rumpflänge, von E190 und E195 über den deutlich kürzeren Rumpf und die kleineren Triebwerke.
- In Europa wird die E175 seltener: KLM Cityhopper setzt auf die E195-E2, LOT ersetzt seine Embraer-Flotte durch den Airbus A220.
Häufige Fragen
Was ist die Embraer E175?
Ein zweistrahliger Regionaljet des brasilianischen Herstellers Embraer und Teil der E-Jet-Familie. Die E175 ist eine leicht verlängerte E170 und bietet typischerweise 76 Sitze in zwei Klassen oder bis zu 88 Sitze in einer Klasse, jeweils in 2+2-Anordnung. Erstflug war im Juni 2003, Erstkunde Air Canada brachte sie im Juli 2005 in den Liniendienst.
Welchen ICAO-Typcode hat die E175?
Die E175 läuft unter zwei Codes: E75S für die Version mit kürzerer Spannweite und E75L für die mit größerer Spannweite. Heute ist E75L der deutlich häufigere Code. In Tracking-Apps erscheinen beide oft schlicht als „Embraer 175“.
Wie unterscheide ich E175 und E170?
Die beiden sind sich sehr ähnlich, die E175 ist nur rund 1,8 Meter länger. Im Feld ist das ohne Vergleich kaum zu sehen. Hilfreich sind die Typcodes (E170 gegenüber E75S/E75L), das Kennzeichen und – bei neueren Maschinen – die großen, nach außen abgewinkelten Winglets, die es nur an der E175 gibt.
Wie unterscheide ich E175 und E190?
Die E190 ist rund 4,6 Meter länger und hat größere Triebwerke vom Typ CF34-10E. Die E175 wirkt dagegen kompakt, fast stummelig, mit kurzem Rumpf vor und hinter dem Flügel. Bei Airlines wie KLM Cityhopper, die beide Typen im gleichen Design fliegen, lohnt der Blick auf Rumpflänge und Triebwerksgröße.
Warum fliegen so viele E175 in den USA?
Wegen der Scope Clauses: Die Pilotenverträge der großen US-Airlines begrenzen, wie groß die Flugzeuge ihrer Regionalpartner sein dürfen – in der Regel auf 76 Sitze und ein maximales Startgewicht von 86.000 Pfund. Die E175 ist in einer entsprechend ausgelegten Version genau auf diese Grenzen zugeschnitten und fliegt deshalb in großer Zahl für United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska Airlines.
Was ist mit der E175-E2?
Embraer hat mit der E175-E2 eine Nachfolgerin der zweiten Generation entwickelt und 2019 erstmals fliegen lassen. Die Maschine ist jedoch schwerer als die US-Scope-Clauses erlauben. Weil sich daran nichts geändert hat, hat Embraer die Entwicklung pausiert und die Pause Anfang 2025 um weitere vier Jahre verlängert; das Programm liegt damit bis etwa 2029 auf Eis.
Welche Airlines fliegen die E175 in Europa?
Die bekanntesten Betreiber sind KLM Cityhopper ab Amsterdam und LOT Polish Airlines ab Warschau. Beide planen, die E175 schrittweise zu ersetzen: KLM Cityhopper durch die E195-E2, LOT durch den Airbus A220. Stand Oktober 2026 ist die E175 bei beiden aber noch im Einsatz – prüfe vor dem Spotten im Tracking, was tatsächlich fliegt.
Wird die E175 noch gebaut?
Ja. Anders als bei E190 und E195 der ersten Generation hat Embraer die E175 weiter im Programm, weil sie vor allem von US-Regionalairlines nachgefragt wird. Laut Auftragsstatistik (Stand 2025) waren über 800 Maschinen ausgeliefert und noch mehr als 150 bestellt.
Embraer E175 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Embraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
RegionaljetEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
RegionaljetEmbraer E190-E2
Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.
RegionaljetEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
RegionaljetBombardier CRJ900
Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.
SchmalrumpfAirbus A220-100
Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
FlughafenFlughafen Warschau-Chopin
Größter Flughafen Polens und Drehkreuz von LOT Polish Airlines: zwei sich kreuzende Pisten mitten in der Stadt, Dreamliner, Boeing 737 MAX und eine der größten Embraer-Flotten Europas – dazu Fotolöcher im Zaun und eine Terminal-Terrasse, die derzeit geschlossen ist.
Airline-GruppeAir France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
AllianzSkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
Wo du die Embraer E175 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Spotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
Der offizielle Spotterplatz an Schiphols längster Piste: Auf der Westseite der Polderbaan siehst du Landungen auf der 18R und Starts auf der 36L ohne Zaun im Bild – mit großem Gratisparkplatz, Toiletten und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
BesucherterrasseBesucherterrassen am Flughafen Hamburg
Zwei Terrassen auf Ebene 3 der Terminals, täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet und direkt an der S1: Der einfachste Einstieg ins Spotten in Hamburg – mit Blick aufs Vorfeld, Ferngläsern und kurzen Wegen zu Café und Toilette.
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