Das Wichtigste in Kürze
- Die E190-E2 ist die zweite Generation der E190: praktisch gleicher Rumpf, aber neuer Flügel, neue Triebwerke, neues Fahrwerk und neue Flugsteuerung.
- Schnellster Erkennungsweg: lange Flügel ohne Winglets mit schräg auslaufenden Spitzen plus große Triebwerksgondeln.
- Im Tracking heißt sie E290, die erste Generation E190. Der Code trennt beide Generationen sicher.
- Von der E195-E2 trennst du sie über die Rumpflänge: Die große Schwester ist gut fünf Meter länger.
- Im deutschsprachigen Raum triffst du sie vor allem bei Helvetic Airways, die ihre E190-E2 seit Ende 2019 vor allem für Swiss einsetzt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Embraer E190-E2?
- 2.Was die E2 technisch anders macht
- 3.Die vier Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.E190-E2 im Vergleich mit ihren Geschwistern
- 5.E190-E2, E190 oder Airbus A220?
- 6.Wo du die E190-E2 antriffst
- 7.Spotting in Zürich: E2-Jagd mit Plan
- 8.Fototipps speziell für die E190-E2
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Embraer (São José dos Campos, Brasilien) |
|---|---|
| Familie | E-Jets E2 (E175-E2, E190-E2, E195-E2) |
| ICAO-Typcode | E290 (die erste Generation läuft als E190) |
| Programmstart | Juni 2013 (Paris Air Show) |
| Roll-out | 25. Februar 2016 |
| Erstflug | 23. Mai 2016 in São José dos Campos |
| Zulassung | 28. Februar 2018 (ANAC, FAA und EASA) |
| Erstauslieferung | April 2018 an Widerøe (Norwegen) |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney PW1900G (Getriebefan) |
| Länge | rund 36,2 m |
| Spannweite | rund 33,7 m |
| Höhe | rund 11,0 m |
| Kabine | vier Sitze pro Reihe (2+2), ein Mittelgang |
| Sitzplätze | bis zu 114 in einer Klasse (Helvetic: 110) |
| Max. Startgewicht | rund 56,4 t |
| Reiseflug | Mach 0,78 (max. Mach 0,82) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Keine Winglets: Die langen, schlanken Flügel laufen in schräg nach hinten gezogenen Spitzen aus – die E190 der ersten Generation hat dagegen nach oben gebogene Winglets
- Große, rundliche Getriebefan-Triebwerke unter den Flügeln, deutlich wuchtiger als die schlanken Gondeln der ersten Generation
- Spürbar höheres Hauptfahrwerk, damit die größeren Triebwerke genug Bodenfreiheit haben
- Abdeckklappen am Hauptfahrwerk: Im eingefahrenen Zustand sind die Räder verkleidet, bei der ersten Generation bleiben sie von unten sichtbar
- Rumpf mit rund 36 Metern genauso lang wie bei der E190 – die Spannweite ist mit rund 33,7 Metern fast so groß wie die Rumpflänge
- Kleineres Höhenleitwerk als bei der ersten E-Jet-Generation
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner Jet mit 2+2-Kabine rollt zur Piste, die Triebwerke wirken fast zu groß für den Rumpf, und die Flügel laufen lang und schlank ohne Winglet aus: Das ist sehr wahrscheinlich eine Embraer E190-E2. Sie sieht ihrer Vorgängerin E190 auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich, ist technisch aber ein weitgehend neues Flugzeug. Hier erfährst du, woran du sie sicher erkennst, wie du sie von E190 und E195-E2 trennst und wo du sie im deutschsprachigen Raum vor die Linse bekommst.
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Was ist die Embraer E190-E2?
Die E190-E2 ist das mittlere Modell der zweiten E-Jet-Generation. Embraer hat das E2-Programm im Juni 2013 auf der Paris Air Show gestartet, mit dem Ziel, die erfolgreichen E-Jets gegen neue Konkurrenz wie die damalige Bombardier CSeries – heute Airbus A220 – fit zu machen. Statt eines komplett neuen Flugzeugs gab es eine tiefgreifende Überarbeitung: Der Rumpf mit der bewährten 2+2-Kabine blieb, fast alles andere wurde neu.
Neu sind vor allem der Flügel, die Triebwerke, das Fahrwerk und die Flugsteuerung. Die erste E-Jet-Generation flog bereits mit Fly-by-Wire, die E2 nutzt eine weiterentwickelte Version mit geschlossenem Regelkreis, die das Flugzeug aktiver stabilisiert. Das erlaubte unter anderem ein kleineres Höhenleitwerk – weniger Fläche heißt weniger Luftwiderstand.
Die Maschine wurde am 25. Februar 2016 im Embraer-Stammwerk in São José dos Campos vorgestellt und flog dort am 23. Mai 2016 zum ersten Mal. Am 28. Februar 2018 erteilten die brasilianische ANAC, die US-Behörde FAA und die europäische EASA am selben Tag die Musterzulassung – ein ungewöhnlicher Gleichschritt. Erstbetreiber war die norwegische Widerøe, die ihre erste E190-E2 im April 2018 übernahm und am 24. April 2018 den ersten Linienflug zwischen Bergen und Tromsø durchführte.
Was die E2 technisch anders macht
Für dich als Spotter sind die technischen Änderungen interessant, weil fast jede davon außen sichtbar ist.
Der Flügel ist komplett neu und deutlich länger. Mit einer Spannweite von rund 33,7 Metern ist er etwa fünf Meter breiter als der Flügel der E190, und er ist schlanker – Fachleute sprechen von einer höheren Streckung. Statt nach oben gebogener Winglets enden die Flügel in lang ausgezogenen, schräg nach hinten laufenden Spitzen. Laut Embraer trägt der neue Flügel knapp fünf Prozentpunkte zur Verbrauchsersparnis bei.
Die Triebwerke stammen von Pratt & Whitney aus der PW1900G-Reihe. Es sind Getriebefans: Ein Untersetzungsgetriebe trennt den großen Fan von der schnell drehenden Turbine, sodass beide in ihrem jeweils günstigsten Drehzahlbereich laufen. Der Fan hat einen Durchmesser von rund 1,9 Metern, das Nebenstromverhältnis liegt bei etwa 12 zu 1. Das macht die Gondeln deutlich wuchtiger als die schlanken General-Electric-Triebwerke der ersten Generation. Die gleiche Triebwerksfamilie (in anderer Schubklasse) steckt auch im Airbus A220 und in Teilen der A320neo-Flotte.
Das Hauptfahrwerk ist rund 50 Zentimeter höher, damit die großen Triebwerke genug Abstand zum Boden haben. Außerdem bekam es Abdeckklappen, die die Räder im eingefahrenen Zustand verkleiden. Bei der ersten Generation bleiben die Reifen im Flug von unten sichtbar – ein schönes Detail für Überflugfotos.
In Summe nannte Embraer nach den Flugtests einen um 17,3 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch gegenüber der E190. Der Großteil davon geht auf die Triebwerke zurück, der Rest auf Flügel und Leitwerk.
Die vier Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Flügelspitzen ansehen
Kein Winglet, sondern eine lang ausgezogene, schräg nach hinten laufende Flügelspitze. Das ist das schnellste und verlässlichste Merkmal der E2-Generation.
Triebwerke vergleichen
Große, runde Gondeln, die im Verhältnis zum schmalen Rumpf fast überdimensioniert wirken. Frontal siehst du einen großen Fan-Einlass.
Fahrwerk prüfen
Am Boden steht die E2 sichtbar höher als die erste Generation. Im Überflug sind die Hauptfahrwerksräder hinter Klappen verborgen.
Länge einschätzen
Wirkt die Maschine kompakt und sind Rumpflänge und Spannweite fast gleich, ist es die E190-E2. Ein deutlich gestreckter Rumpf deutet auf die E195-E2.
Mit den ersten drei Merkmalen bestimmst du die Generation, mit dem vierten das Modell. Am Ende bestätigt das Kennzeichen, was du gesehen hast. Wie du Typen generell systematisch einordnest, erklärt der Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Praxis-Tipp für die Flügelspitzen
Frontal oder von hinten verschwinden die schräg auslaufenden Spitzen fast vollständig. Such dir für Landungen einen Standpunkt seitlich der Anfluglinie – dann zeigt sich der lange E2-Flügel in voller Länge.
E190-E2 im Vergleich mit ihren Geschwistern
| Modell | ICAO-Code | Länge | Flügelspitze | Triebwerk |
|---|---|---|---|---|
| E190 | E190 | rund 36,2 m | Winglet nach oben | GE CF34-10E |
| E190-E2 | E290 | rund 36,2 m | schräg nach hinten, kein Winglet | PW1900G |
| E195 | E195 | rund 38,7 m | Winglet nach oben | GE CF34-10E |
| E195-E2 | E295 | rund 41,5 m | schräg nach hinten, kein Winglet | PW1900G |
Die Tabelle zeigt das Grundproblem: Gegenüber der E190 hilft die Länge gar nicht, gegenüber der E195-E2 dafür umso mehr. Die E195-E2 hat Embraer gegenüber der alten E195 um drei Sitzreihen verlängert – sie ist damit der größte E-Jet und wirkt neben der E190-E2 wie ein anderes Flugzeug. Die kleinere E175 gibt es bisher nur in der ersten Generation; die E175-E2 hat Embraer zurückgestellt.
Der Code verrät die Generation
Manche Apps zeigen bei beiden Generationen schlicht „Embraer 190“ an. Filtere deshalb nach dem ICAO-Code E290 statt nach dem Namen. Was hinter den Codes steckt, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.
E190-E2, E190 oder Airbus A220?
Die häufigste Verwechslung passiert mit der ersten Generation, die zweithäufigste mit dem Airbus A220 – auch er hat große Getriebefans und wirkt kompakt. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: moderner Regionaljet
Embraer E-Jet E2
Winglet-lose Flügel und große Gondeln sprechen für die zweite Generation. Kompakter Rumpf heißt E190-E2, ein sehr gestreckter Rumpf E195-E2.
Embraer E-Jet der ersten Generation
Klassische Winglets und schlanke Triebwerke deuten auf E190 oder E195. Prüf den Typcode: E190 oder E195 statt E290.
Airbus A220
Der breitere Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe und die großen Fenster sprechen für den A220. Mehr dazu auf den Seiten zu A220-100 und A220-300.
Der Airbus A220-300 ist übrigens nicht nur optisch ein Konkurrent: Er fliegt bei Swiss auf vielen Europastrecken, die zeitweise auch von Helvetic-E2 bedient werden. Am Zürcher Flughafen kannst du beide Typen daher oft direkt nacheinander vergleichen.
Wo du die E190-E2 antriffst
Die E190-E2 ist ein vergleichsweise seltenes Flugzeug. Nach den verfügbaren Statistiken hat Embraer bislang nur einige Dutzend Exemplare ausgeliefert – deutlich weniger als von der größeren E195-E2. Umso mehr lohnt es sich zu wissen, wo du suchen musst.
Helvetic Airways ist für Spotter im DACH-Raum der wichtigste Betreiber. Die Schweizer Airline übernahm ihre erste E190-E2 im Oktober 2019. Helvetic betreibt nach eigenen Angaben eine reine Embraer-Flotte aus E190, E195, E190-E2 und E195-E2; die E190-E2 ist bei ihr mit 110 Sitzen in einer Klasse bestuhlt. Ein großer Teil der Flotte fliegt im langfristigen Wetlease für Swiss, Heimatbasis ist der Flughafen Zürich. Mehr zur Airline findest du im Steckbrief zu Helvetic Airways, wie das Wetlease-Modell funktioniert, erklärt Wetlease einfach erklärt.
Widerøe aus Norwegen war der Erstbetreiber und fliegt die E190-E2 vor allem auf Strecken in Norwegen. Wer in Skandinavien unterwegs ist, etwa am Flughafen Oslo, hat Chancen. Mehr zur Airline im Steckbrief zu Widerøe.
Luxair hat 2026 drei E190-E2 bestellt; ihre ersten E-Jets der zweiten Generation sind allerdings E195-E2. Wann die E190-E2 in Luxemburg auftauchen, ist offen – ein Blick in den Steckbrief zu Luxair lohnt sich, wenn du die Entwicklung verfolgen willst.
Außerhalb Europas fliegen unter anderem Scoot, Royal Jordanian, Virgin Australia und Mexicana die E190-E2, in Japan hat die ANA-Gruppe den Typ bestellt. Für europäische Spotter sind das eher Bucket-List-Ziele.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Zürich | hoch | Heimatbasis von Helvetic, E2 auf Swiss-Europastrecken |
| Deutsche Flughäfen mit Swiss-Verbindungen | mittel | Helvetic fliegt einen Teil der Swiss-Umläufe nach Deutschland |
| Norwegen | mittel | Erstbetreiber Widerøe |
| Übrige Regionalflughäfen | niedrig | Nur bei Charter- oder Ersatzeinsätzen |
Flotten und Einsätze ändern sich
Welche Helvetic-Maschine auf welchem Swiss-Umlauf fliegt, entscheidet sich oft kurzfristig – je nach Bedarf auch mit A220 oder E1-Jets. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor deiner Tour die Ankünfte nach dem Typcode E290. Wie das live klappt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Nie wieder eine E290 verpassen
Setz die E190-E2 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting in Zürich: E2-Jagd mit Plan
In Zürich ist die Zuschauerterrasse B der bequeme Einstieg: Du siehst die Swiss- und Helvetic-Maschinen beim Rollen und an den Positionen und kannst die E2-Merkmale in Ruhe studieren. Für Landungen und Starts aus der Nähe ist der Butzenbüel beliebt. Welcher Spot passt, hängt von der Betriebsrichtung ab, die in Zürich stark von Tageszeit und Wind geprägt ist. Wie du sie vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Bereit für deine E2-Session?
- Ich habe eine Ankunft oder einen Abflug mit dem Typcode E290 gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zu meiner Wunschzeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Meine Brennweite reicht auch für einen kleinen Regionaljet.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps speziell für die E190-E2
Die E190-E2 ist ein kleines Flugzeug mit großen Details. Damit die auf dem Bild landen, helfen ein paar Punkte.
Mehr Brennweite einplanen
Bei gleicher Distanz füllt die E2 das Bild deutlich weniger aus als eine Boeing 737-800. Welche Brennweite an welchem Spot passt, erklärt der Guide Objektiv und Brennweite fürs Planespotting.
Flügel komplett ins Bild
Die winglet-losen Flügelspitzen sind das Erkennungszeichen. Lass beim Bildausschnitt links und rechts genug Luft, damit sie nicht angeschnitten werden.
Dreiviertelansicht im Anflug
Schräg von vorn siehst du große Fan-Einlässe, hohes Fahrwerk und Flügelform gleichzeitig – alle E2-Merkmale in einem Bild.
Überflug von unten
Direkt unter der Anfluglinie zeigen sich die verkleideten Fahrwerksschächte nach dem Einfahren und der lange Flügel in voller Spannweite.
Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Ausrüstung du wirklich brauchst, steht in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Und falls du gerade erst anfängst, bringt dich Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die E190-E2, wenn …
- die Flügel ohne Winglet schräg nach hinten auslaufen
- die Triebwerke im Verhältnis zum Rumpf sehr groß wirken
- Rumpflänge und Spannweite fast gleich groß sind
- im Tracking-Dienst E290 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Maschine nur frontal oder von hinten siehst
- die Airline beide Generationen im gleichen Design fliegt – bei Helvetic ist das der Fall
- der Rumpf länger wirkt als erwartet – dann kommt die E195-E2 infrage
Es ist keine E190-E2, wenn …
- du nach oben gebogene Winglets siehst – dann ist es eine E-Jet der ersten Generation
- du fünf Sitze pro Reihe und einen breiteren Rumpf erkennst – dann ist es ein A220
- die Triebwerke am Heck sitzen, wie etwa bei der CRJ900
Fazit
Die E190-E2 ist ein Flugzeug für Spotter, die genau hinsehen: Der Rumpf ist alt bekannt, Flügel, Triebwerke und Fahrwerk verraten die neue Generation. Weil nur wenige Exemplare fliegen, ist jede Sichtung ein kleiner Treffer. Im deutschsprachigen Raum führt der Weg fast immer über Helvetic Airways und die Swiss-Verbindungen ab Zürich, ein Ausblick auf mehr E2-Verkehr kommt mit der Luxair-Bestellung.
Kurzfazit
Lange Flügel ohne Winglets, große Getriebefan-Triebwerke, hohes Fahrwerk und ein kompakter Rumpf: Das ist die E190-E2. Ein deutlich längerer Rumpf bedeutet E195-E2, klassische Winglets die erste Generation. Im Tracking trennt der Code E290 die E2 sicher von der E190.
Zusammenfassung
- Die E190-E2 flog erstmals im Mai 2016 und wurde im Februar 2018 gleichzeitig in Brasilien, den USA und Europa zugelassen; Erstbetreiber war Widerøe.
- Embraer gibt für sie einen um gut 17 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch gegenüber der E190 an, vor allem dank Getriebefan und neuem Flügel.
- Flügelspitzen, Triebwerke und Fahrwerk reichen, um sie von der E190 zu unterscheiden; die Rumpflänge trennt sie von der E195-E2.
- Die Flotte ist klein: Wer sie gezielt sucht, filtert nach dem Code E290 und schaut vor allem auf Swiss-Verbindungen ab Zürich.
Häufige Fragen
Was ist die Embraer E190-E2?
Ein zweistrahliger Regionaljet mit rund 100 Sitzen und die zweite Generation der Embraer E190. Rumpf und 2+2-Kabine entsprechen weitgehend dem Vorgänger, Flügel, Triebwerke, Fahrwerk und Flugsteuerung sind neu. Der Erstflug war am 23. Mai 2016, die Zulassung folgte im Februar 2018.
Welchen ICAO-Typcode hat die E190-E2?
Die E190-E2 läuft unter E290. Die erste Generation hat den Code E190, die größere E195-E2 den Code E295. Mit dem Code filterst du Tracking-Dienste und Ankunftslisten gezielt nach der neuen Generation.
Wie unterscheide ich E190 und E190-E2?
Am sichersten über die Flügelspitzen: Die E190 hat nach oben gebogene Winglets, die E190-E2 lange Flügel, deren Spitzen ohne Winglet schräg nach hinten auslaufen. Dazu kommen größere Triebwerke, ein höheres Fahrwerk und verkleidete Hauptfahrwerksräder bei der E2. Die Rumpflänge hilft nicht – beide sind rund 36 Meter lang.
Wie unterscheide ich E190-E2 und E195-E2?
Beide haben den gleichen Flügeltyp ohne Winglets und Getriebefan-Triebwerke. Die E195-E2 ist mit rund 41,5 Metern aber gut fünf Meter länger und wirkt deutlich gestreckter. Bei der E190-E2 sind Rumpflänge und Spannweite fast gleich groß, das gibt ihr eine gedrungene, beinahe quadratische Silhouette im Überflug.
Welche Triebwerke hat die E190-E2?
Zwei Pratt & Whitney PW1900G. Das ist ein Getriebefan: Ein Untersetzungsgetriebe lässt den großen Fan langsamer drehen als die Turbine, was Verbrauch und Lärm senkt. Eine alternative Triebwerksoption gibt es nicht.
Wie viel spart die E2 gegenüber der ersten Generation?
Embraer nannte nach den Flugtests einen um rund 17,3 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch gegenüber der E190 – mehr als die ursprünglich angepeilten 16 Prozent. Den größten Anteil liefern die Triebwerke, einen kleineren der neue Flügel und das verkleinerte Höhenleitwerk.
Wo sehe ich in Deutschland eine E190-E2?
Am ehesten auf Swiss-Verbindungen zwischen Zürich und deutschen Flughäfen, die Helvetic Airways im Wetlease fliegt. Welche Strecken das gerade sind, wechselt mit Flugplan und Bedarf – prüf vor deiner Tour die Ankünfte nach dem Typcode E290.
Gibt es auch eine E175-E2?
Embraer hat die kleinste E2-Variante entwickelt, die Arbeit daran aber mehrfach verschoben und 2022 für drei Jahre pausiert. Ein Grund: Die E175-E2 ist zu schwer für die Gewichtsgrenzen, die US-Pilotenverträge für Regionalflugzeuge vorschreiben. Im Liniendienst ist sie bislang nicht.
Embraer E190-E2 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Embraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
RegionaljetEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
RegionaljetEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
RegionaljetEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
SchmalrumpfAirbus A220-100
Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.
SchmalrumpfAirbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
Airline-GruppeLufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Oslo-Gardermoen
Norwegens Tor zur Welt liegt rund 35 Kilometer nördlich von Oslo auf einem alten Militärgelände: zwei parallele Nord-Süd-Bahnen, ein einziges Terminal mit Flytoget-Bahnhof, SAS, Norwegian und Widerøe als Hausherren – und ein Betreiber, der Spottern eigene Plätze ausweist.
Wo du die Embraer E190-E2 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Zuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
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