Das Wichtigste in Kürze
- Der CRJ900 ist die gestreckte Version des CRJ700: Regionaljet mit Hecktriebwerken, T-Leitwerk und bis zu 90 Sitzen.
- Schnellster Erkennungsweg: Triebwerke am Heck plus sehr langer, dünner Rumpf – das unterscheidet ihn sofort von Embraer E175 und E190.
- Im Flugplan und in Tracking-Apps läuft der Typ als CRJ9, die Schwestern als CRJ7 und CRJX.
- Zwischen CRJ700, CRJ900 und CRJ1000 entscheidet vor allem die Rumpflänge: rund 32, 36 und 39 Meter.
- In Deutschland ist der CRJ900 selten geworden: Lufthansa hat ihre CityLine-Flotte im April 2026 stillgelegt, die größten Flotten fliegen heute in Nordamerika.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der Bombardier CRJ900?
- 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.CRJ700, CRJ900 oder CRJ1000?
- 4.CRJ900, Embraer E175 oder Fokker 100?
- 5.Der CRJ900 in Deutschland: Eurowings und Lufthansa CityLine
- 6.Wo du den CRJ900 heute noch siehst
- 7.Spotting-Tipps für den CRJ900
- 8.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 9.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Bombardier (Kanada), Programm seit 2020 bei Mitsubishi Heavy Industries |
|---|---|
| Familie | CRJ700-Serie (CRJ550, CRJ700, CRJ900, CRJ1000) |
| ICAO-Typcode | CRJ9 |
| Musterbezeichnung | CL-600-2D24 (Canadair Regional Jet) |
| Programmstart | Juli 2000 |
| Erstflug | 21. Februar 2001 |
| Erstauslieferung | 2003 (Mesa Air Group) |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF34-8C am Heck |
| Länge | rund 36,2 m |
| Spannweite | rund 24,9 m |
| Höhe | rund 7,5 m |
| Kabine | vier Sitze pro Reihe (2+2), ein Mittelgang |
| Sitzplätze | bis zu 90 |
| Reisegeschwindigkeit | rund 830 km/h |
| Letzte Auslieferung | 28. Februar 2021 (SkyWest Airlines) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke am Heck, seitlich am Rumpf montiert – die Flügel sind komplett frei
- T-Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse
- Sehr schlanker, langer Rumpf mit niedriger Bodenfreiheit – die Maschine wirkt wie ein gestreckter Bleistift
- Lange, spitz zulaufende Nase und kleine, eher tief sitzende Kabinenfenster
- Kurze Flügel mit kleinen, schräg nach oben stehenden Winglets und Vorflügeln an der Vorderkante
- Hauptfahrwerk mit nur zwei Rädern pro Bein, das unter dem Rumpf eingezogen wird
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schmaler, langer Jet rollt zur Piste, die Flügel wirken fast nackt, weil die beiden Triebwerke hinten am Rumpf hängen, und oben auf der Seitenflosse thront das Höhenleitwerk: Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Regionaljet der CRJ-Familie. Ob es ein CRJ900 ist oder doch die kürzere bzw. längere Schwester, wie du ihn von Embraer-Jets trennst und wo du ihn nach dem Ende der Lufthansa CityLine überhaupt noch vor die Linse bekommst, liest du hier.
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Was ist der Bombardier CRJ900?
Der CRJ900 gehört zur CRJ700-Serie des kanadischen Herstellers Bombardier, dessen Wurzeln im Flugzeugbau auf Canadair zurückgehen – daher das Kürzel „CRJ“ für Canadair Regional Jet. Die Familie umfasst den CRJ700 mit rund 70 bis 78 Sitzen, den gestreckten CRJ900 mit bis zu 90 Sitzen, den noch längeren CRJ1000 mit gut 100 Plätzen und den CRJ550, eine auf 50 Sitze begrenzte Version des CRJ700 für den US-Markt.
Bombardier gab den Startschuss für den CRJ900 im Juli 2000. Der Erstflug folgte am 21. Februar 2001, die ersten Serienmaschinen gingen 2003 an die US-Regionalgesellschaft Mesa Air Group, die sie für America West einsetzte. Technisch ist der CRJ900 ein verlängerter CRJ700: Bombardier hat den Rumpf gestreckt, den Flügel mit zusätzlichen Vorflügeln an der Vorderkante versehen, das Höhenleitwerk vergrößert und den Kabinenboden leicht abgesenkt, um mehr Kopffreiheit zu schaffen.
Angetrieben wird der CRJ900 von zwei General Electric CF34-8C, die seitlich am Heck sitzen. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei rund 830 km/h, die Dienstgipfelhöhe bei 41.000 Fuß. Für europäische Zubringerstrecken mit ein bis zwei Stunden Flugzeit war das ein sehr passendes Paket – entsprechend groß war die Bedeutung des Typs bei Lufthansa.
2007 folgte der CRJ900 NextGen mit sparsameren Triebwerken, einer überarbeiteten Kabine mit größeren Gepäckfächern und längeren Wartungsintervallen. Im Juni 2019 kündigte Bombardier den Verkauf des gesamten CRJ-Programms an Mitsubishi Heavy Industries an, abgeschlossen wurde der Deal am 1. Juni 2020. Mitsubishi baute nur noch die offenen Bestellungen fertig. Die letzte Maschine der Familie, ein CRJ900, ging am 28. Februar 2021 an SkyWest Airlines. Bombardier selbst konzentriert sich seitdem auf Businessjets wie den Global 7500.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Beim CRJ900 ist die Grundbestimmung angenehm einfach, denn sein Bauprinzip ist unter heutigen Linienjets selten geworden. Drei Blicke reichen meistens.
Triebwerke suchen
Hängt unter den Flügeln nichts, sitzen die Triebwerke am Heck. Damit scheiden A220, E-Jets, A320-Familie und Boeing 737 sofort aus.
Leitwerk ansehen
Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse – ein klassisches T-Leitwerk. Zusammen mit den Hecktriebwerken grenzt das auf CRJ, Fokker 70/100 und wenige andere Muster ein.
Proportionen prüfen
Der CRJ900 hat einen auffallend schlanken, langen Rumpf, der tief über dem Boden liegt, und im Verhältnis dazu sehr kurze Flügel. Das typische „Bleistift“-Bild ist das Erkennungszeichen der gestreckten CRJ.
Damit weißt du sicher, dass ein Jet der CRJ-Familie vor dir steht. Welche Variante es genau ist, klärt die Länge – und im Zweifel das Kennzeichen. Wie du Registrierungen liest und nachschlägst, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Grundlagen zum Bestimmen findest du im Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Im Anflug von vorn verstecken sich die Hecktriebwerke oft hinter den Flügeln. Achte dann auf die „leeren“ Flügel ohne Triebwerksgondeln – das ist bei schräg frontaler Sicht das schnellste Indiz für einen CRJ.
CRJ700, CRJ900 oder CRJ1000?
Die drei großen CRJ-Varianten teilen Cockpit, Grundflügel, Leitwerksform und Triebwerksanordnung. Der Unterschied steckt vor allem in der Rumpflänge, dazu wächst die Spannweite leicht mit.
| Merkmal | CRJ700 | CRJ900 | CRJ1000 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | CRJ7 | CRJ9 | CRJX |
| Länge | rund 32,3 m | rund 36,2 m | rund 39,1 m |
| Spannweite | rund 23,2 m | rund 24,9 m | rund 26,2 m |
| Sitze (maximal) | rund 70 bis 78 | 90 | rund 100 bis 104 |
| Erstflug | 1999 | 2001 | 2008 |
Zwischen CRJ700 und CRJ900 liegen rund vier Meter – das sieht man mit etwas Übung: Der CRJ700 wirkt gedrungener, beim CRJ900 ragt der Rumpf vor dem Flügel deutlich weiter nach vorn. Der CRJ1000 ist noch einmal knapp drei Meter länger; ohne Vergleichsobjekt ist das schwer zu schätzen. Hier helfen Tracking und Kennzeichen am zuverlässigsten.
Der ältere CRJ200 ist dagegen gut abzugrenzen: Er ist mit rund 27 Metern viel kürzer, hat keine Vorflügel an der Flügelvorderkante und einen schmaleren Rumpf für maximal 50 Passagiere. Wer einen CRJ200 neben einem CRJ900 gesehen hat, verwechselt die beiden nicht mehr.
Der Code verrät die Variante
Manche Apps zeigen alle Varianten schlicht als „Bombardier CRJ“ an. Filtere deshalb nach dem ICAO-Code CRJ9 statt nach dem Modellnamen. Was hinter IATA- und ICAO-Codes steckt, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.
CRJ900, Embraer E175 oder Fokker 100?
Die häufigsten Verwechslungen passieren mit anderen Regionaljets ähnlicher Größe. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Regionaljet um 90 Sitze
Bombardier CRJ700, CRJ900 oder CRJ1000
Hecktriebwerke, T-Leitwerk und der lange, dünne Rumpf sind das typische CRJ-Bild. Schätz jetzt die Länge oder prüf den Typcode: CRJ7, CRJ9 oder CRJX.
Embraer E-Jet
Triebwerke unter den Flügeln und ein dickerer Rumpf sprechen für einen E-Jet wie die E175 oder E190. Die Flügelspitzen verraten dir dann die Generation.
Fokker 70 oder Fokker 100
Auch die Fokker-Jets haben Hecktriebwerke und T-Leitwerk, wirken aber kräftiger, mit dickerem Rumpf und einem stumpfen Heckkonus mit Luftbremsen. Sie sind inzwischen selbst selten.
Die Embraer E175 ist in den USA der direkte Konkurrent des CRJ900 und fliegt dort oft für dieselben Marken. Sie ist ähnlich groß, hat aber Triebwerke unter den Flügeln und ein normales Leitwerk. Bei der Fokker 100 helfen Rumpfdicke und Heckform, beim Avro RJ85 schon der erste Blick: Er hat vier Triebwerke unter einem Schulterdecker-Flügel. Der Suchoi Superjet 100 und der Airbus A220-100 tragen ihre Triebwerke ebenfalls unter den Flügeln.
Der CRJ900 in Deutschland: Eurowings und Lufthansa CityLine
Für deutsche Spotter war der CRJ900 lange ein Alltagsflugzeug. Zwei Kapitel sind dabei wichtig.
Eurowings (Regionalbetrieb): Die damalige Regionalgesellschaft Eurowings flog jahrelang CRJ im Lufthansa-Regional-Auftrag. Am 15. Februar 2017 endete dort der Linieneinsatz des CRJ900: Den letzten planmäßigen Flug absolvierte D-ACNM von Karlsruhe/Baden-Baden nach Hamburg. Die verbliebenen Maschinen wechselten zu Lufthansa CityLine nach München, wo bereits zahlreiche ehemalige Eurowings-CRJ900 flogen. Eurowings setzt seitdem im Wesentlichen auf Airbus-Jets.
Lufthansa CityLine: Lufthansa hatte im April 2007 15 CRJ900 für ihre Regionaltochter bestellt, um ältere BAe-146- und Avro-RJ-Jets abzulösen. Über viele Jahre prägten die CRJ900 in Lufthansa-Farben den Zubringerverkehr an den Drehkreuzen München und Frankfurt. Im April 2026 kündigte Lufthansa dann an, CityLine mit Wirkung zum 18. April 2026 einzustellen und die 27 CRJ900 dauerhaft aus dem Flugbetrieb zu nehmen – zwei Jahre früher als ursprünglich vorgesehen. Als Gründe nannte die Branchenpresse stark gestiegene Kerosinpreise, Tarifkonflikte und den hohen Wartungsaufwand der älteren Jets. Einen großen Teil des Regionalverkehrs übernimmt die neue Lufthansa City Airlines.
Fotos aus der CityLine-Zeit sind jetzt Archivbilder
Planmäßige CRJ900 in Lufthansa-Farben gibt es seit April 2026 nicht mehr. Abgestellte Maschinen, Überführungsflüge oder Weiterverkäufe kannst du nur über Tracking und Kennzeichen-Datenbanken verfolgen – verlass dich auf keine älteren Flugplanlisten.
Wer noch Bilder aus dieser Zeit hat, sitzt damit auf einem kleinen Stück deutscher Luftfahrtgeschichte. Wie du ältere Sichtungen sauber nachträgst und ordnest, zeigt der Beitrag Sichtungen dokumentieren und Logbuch führen.
Seltene CRJ900 nicht verpassen
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ CRJ9 oder einzelne Kennzeichen an – Planetrack meldet dir, wenn eine passende Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du den CRJ900 heute noch siehst
Der Schwerpunkt der CRJ900-Flotten liegt eindeutig in Nordamerika. Dort fliegt der Typ bei Regionalgesellschaften, die im Auftrag großer Netzwerk-Airlines unterwegs sind:
- Delta Connection: Delta hatte im Dezember 2012 40 CRJ900 bestellt; die Maschinen fliegen unter anderem bei der Delta-Tochter Endeavor Air und bei SkyWest. Mehr zur Airline findest du bei Delta Air Lines, die zur SkyTeam-Allianz gehört.
- American Eagle: Für American Airlines fliegt vor allem PSA Airlines eine große CRJ900-Flotte. Mesa Airlines, früher ebenfalls CRJ900-Betreiber für American, hat den Typ inzwischen ausgemustert. American ist Mitglied der Oneworld.
- SkyWest Airlines ist einer der größten CRJ-Betreiber überhaupt und hat auch den allerletzten gebauten CRJ900 übernommen.
Wenn du an einem großen US-Drehkreuz spottest, sind Regionaljets dieser Marken Alltag. An der Westküste etwa bieten Imperial Hill und der berühmte In-N-Out-Burger-Spot in Los Angeles viel Regionalverkehr – ob gerade ein CRJ900 dabei ist, prüfst du vorab im Tracking.
In Europa ist der Typ dagegen selten geworden. Viele Betreiber haben auf größere Regionaljets, E-Jets oder den A220 umgestellt, andere wie die estnische Xfly, die CRJ900 für SAS flog, haben ihren Betrieb eingestellt. Einzelne Maschinen tauchen noch bei kleineren Airlines, im Wetlease oder bei Überführungen auf – was „Wetlease“ genau bedeutet, erklärt der Beitrag Wetlease erklärt. Damit wird der CRJ900 in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem Typ für die Kategorie seltene Flugzeuge spotten.
| Region | Trefferchance (Stand Oktober 2026) | Warum |
|---|---|---|
| USA und Kanada | hoch | Große Flotten bei Delta Connection und American Eagle |
| Deutschland | niedrig | Lufthansa CityLine eingestellt, höchstens Gastauftritte |
| Österreich und Schweiz | niedrig | Kein bekannter regelmäßiger Linieneinsatz |
| Übriges Europa | niedrig | Höchstens einzelne Betreiber oder Wetlease-Einsätze, schnell wechselnd |
Wie du einzelne Flüge live verfolgst und nach Typcodes filterst, liest du im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Spotting-Tipps für den CRJ900
Der CRJ900 ist ein kleines, schlankes Flugzeug. Das hat Folgen für Brennweite, Ausschnitt und Timing.
Mehr Brennweite einplanen
Bei gleicher Distanz füllt ein CRJ900 das Bild deutlich weniger aus als ein A320. Plan lieber etwas mehr Brennweite ein; welche Objektive sich bewähren, steht im Beitrag zur richtigen Brennweite.
Seitenprofil wählen
Hecktriebwerke, T-Leitwerk und der lange Rumpf kommen im Seitenprofil am besten zur Geltung. Frontal wirkt der CRJ sehr schmal und verliert seinen Charakter.
Tief ansetzen
Weil der Rumpf so dicht über dem Boden liegt, wirken Rollaufnahmen aus niedriger Perspektive besonders dynamisch – sofern dein Standpunkt das zulässt.
Kennzeichen mitnehmen
Gerade bei CRJ700, CRJ900 und CRJ1000 entscheidet oft erst die Registrierung. Achte darauf, dass das Kennzeichen am Rumpfheck im Bild lesbar bleibt.
Falls doch einmal ein CRJ900 in Deutschland angekündigt ist, sind klassische Spots wie der Besucherhügel München oder die Aussichtsplattform Zeppelinheim in Frankfurt eine gute Wahl. Welche Piste genutzt wird, hängt von der Betriebsrichtung ab, und für das Licht lohnt ein Blick in den Guide zum Sonnenstand am Fotospot.
Bereit für deine CRJ900-Jagd?
- Ich habe im Tracking nach dem Typcode CRJ9 gefiltert.
- Ich kenne Kennzeichen und erwartete Ankunftszeit der Maschine.
- Ich weiß, welche Betriebsrichtung voraussichtlich gilt.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Brennweite und Akku passen für einen kleinen Regionaljet.
Ob dein Standpunkt rechtlich in Ordnung ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für einen CRJ900, wenn …
- die Triebwerke am Heck sitzen und das Höhenleitwerk oben auf der Flosse
- der Rumpf sehr lang und schlank wirkt
- du Vorflügel an der Flügelvorderkante und kleine Winglets siehst
- im Tracking CRJ9 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf auffallend lang wirkt – dann könnte es ein CRJ1000 sein
- die Maschine eher gedrungen aussieht – dann eher ein CRJ700
- du nur die Front siehst und die Triebwerke verdeckt sind
Es ist kein CRJ900, wenn …
- die Triebwerke unter den Flügeln hängen – dann ist es z. B. eine Embraer E190 oder E175
- vier Triebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel sitzen
- die Maschine deutlich kürzer ist und keine Vorflügel hat – das spricht für einen CRJ200
Fazit
Der CRJ900 steht für eine Ära im Regionalverkehr, die in Europa gerade zu Ende geht: schlanker Rumpf, Hecktriebwerke, T-Leitwerk, 2+2-Kabine. In Deutschland hat er mit Eurowings und vor allem Lufthansa CityLine fast zwei Jahrzehnte lang den Zubringerverkehr geprägt, seit April 2026 ist er hier zum seltenen Gast geworden. In Nordamerika dagegen gehört er weiterhin zum Alltag.
Kurzfazit
Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, langer, dünner Rumpf: Das ist ein CRJ der 700er-Serie. Rund 36 Meter Länge und der Code CRJ9 machen ihn zum CRJ900. Wer ihn in Deutschland noch erwischen will, setzt auf Tracking und Kennzeichen-Alarme – sicherer klappt es auf Reisen in die USA.
Zusammenfassung
- Der CRJ900 flog erstmals 2001 und kam ab 2003 in den Liniendienst; gebaut wurde er bis Anfang 2021.
- Hecktriebwerke, T-Leitwerk und der sehr schlanke Rumpf machen ihn auch für Einsteiger leicht von E-Jets und A220 unterscheidbar.
- Innerhalb der CRJ-Familie hilft die Rumpflänge, im Tracking die Codes CRJ7, CRJ9 und CRJX.
- Nach dem Ende der CRJ900-Einsätze bei Eurowings (2017) und Lufthansa CityLine (2026) lohnt sich der CRJ900 vor allem auf Reisen in die USA oder als seltener Gast im Tracking.
Häufige Fragen
Was ist der Bombardier CRJ900?
Ein zweistrahliger Regionaljet des kanadischen Herstellers Bombardier mit bis zu 90 Sitzen. Er ist die verlängerte Version des CRJ700, flog erstmals am 21. Februar 2001 und wurde ab 2003 ausgeliefert. Die Triebwerke sitzen am Heck, das Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse.
Welchen ICAO-Typcode hat der CRJ900?
Der CRJ900 läuft unter CRJ9. Der kürzere CRJ700 hat den Code CRJ7, der längere CRJ1000 den Code CRJX, der kleine CRJ200 den Code CRJ2. Mit diesen Codes filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach der richtigen Variante.
Wie unterscheide ich CRJ700, CRJ900 und CRJ1000?
Alle drei sehen sich sehr ähnlich, der Unterschied liegt in der Länge: Der CRJ700 misst rund 32 Meter, der CRJ900 rund 36 Meter, der CRJ1000 rund 39 Meter. Im Feld wirkt der CRJ900 deutlich gestreckter als der CRJ700. Zwischen CRJ900 und CRJ1000 ist der Unterschied ohne Vergleich schwer zu sehen – hier klärt das Kennzeichen oder der Typcode im Tracking die Frage.
Wie unterscheide ich den CRJ900 von der Embraer E175?
Ganz einfach über die Triebwerke: Der CRJ900 trägt sie am Heck und hat ein T-Leitwerk, die E175 hat ihre Triebwerke unter den Flügeln und ein normales Leitwerk. Dazu ist der Rumpf der E175 dicker und steht höher über dem Boden.
Fliegt Lufthansa noch mit dem CRJ900?
Lufthansa hat im April 2026 angekündigt, ihre Regionaltochter Lufthansa CityLine mit Wirkung zum 18. April 2026 einzustellen und deren 27 CRJ900 dauerhaft aus dem Flugbetrieb zu nehmen. Begründet wurde das unter anderem mit stark gestiegenen Treibstoffkosten und Tarifkonflikten. Einen großen Teil des Regionalverkehrs übernimmt Lufthansa City Airlines. Planmäßige Lufthansa-CRJ900 sind damit Geschichte.
Wird der CRJ900 noch gebaut?
Nein. Bombardier hat das CRJ-Programm an Mitsubishi Heavy Industries verkauft, die Übernahme wurde am 1. Juni 2020 abgeschlossen. Mitsubishi hat nur noch die offenen Bestellungen fertiggestellt; der letzte CRJ, ein CRJ900, ging am 28. Februar 2021 an SkyWest Airlines.
Was ist der CRJ900 NextGen?
Eine 2007 vorgestellte Weiterentwicklung mit sparsameren Triebwerken, neu gestalteter Kabine mit größeren Gepäckfächern und längeren Wartungsintervallen. Von außen unterscheidet sich der NextGen kaum vom ursprünglichen CRJ900; die genaue Ausführung verrät dir nur das Kennzeichen in einer Datenbank.
Bombardier CRJ900 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Embraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
RegionaljetEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
RegionaljetFokker 100
Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung aufklappt: Die Fokker 100 ist der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat – und heute ein seltener Fang.
RegionaljetBAe 146 / Avro RJ85
Hoch angesetzter Flügel, vier kleine Triebwerke, T-Leitwerk und eine Heckklappe als Luftbremse: Der Avro RJ85 ist eines der markantesten Regionalflugzeuge überhaupt – und inzwischen eine echte Rarität.
RegionaljetSuchoi Superjet 100
Russlands Regionaljet mit französisch-russischen Triebwerken: Der Superjet 100 war kurz auch in Westeuropa unterwegs und ist heute dort eine echte Rarität. So erkennst du ihn und ordnest seine Geschichte ein.
SchmalrumpfAirbus A220-100
Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Lufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
Wo du die Bombardier CRJ900 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Besucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
SpotterhügelImperial Hill am Flughafen Los Angeles
Der Klassiker unter den LAX-Spots: Vom Imperial Hill in El Segundo, heute offiziell Clutter's Park, schaust du von Süden auf die beiden Südbahnen von Los Angeles – mit Bänken, Sonne im Rücken und Großraumjets im Minutentakt.
AnflugschneiseIn-N-Out Burger am Flughafen Los Angeles
Burger in der Hand, Großraumjet über dem Kopf: Am In-N-Out an der Sepulveda Boulevard und dem kleinen Park gegenüber schweben die Landungen auf die Piste 24R in Los Angeles so tief herein, dass du die Nieten zählen kannst. Einer der bekanntesten Spots der Welt – mit klaren Regeln.
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