Das Wichtigste in Kürze
- Die E170 ist der kleinste E-Jet der ersten Generation: 29,90 m lang, typisch 66 bis 76 Sitze in 2+2-Anordnung.
- Sie war der Pionier der Familie: Erstflug im Februar 2002, erster Linienflug am 17. März 2004 bei LOT von Warschau nach Wien.
- Die E175 ist eine gestreckte E170: gleiche Triebwerke, gleiches Cockpit, aber rund 1,8 m mehr Rumpf und Platz für mehr Sitze.
- Kein Neubau mehr: Laut Embraer-Auftragsstatistik wurden 191 E170 bestellt und alle ausgeliefert – offene Aufträge gibt es nicht.
- In Europa ein Auslaufmodell: LOT ersetzt die E170 durch den Airbus A220; daneben fliegt sie vor allem bei Air France Hop.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Embraer (São José dos Campos, Brasilien) |
|---|---|
| Familie | E-Jets der ersten Generation (E170, E175, E190, E195) |
| Offizielle Bezeichnung | ERJ 170-100 (Varianten STD, LR, SU, SE) |
| ICAO-Typcode | E170 |
| Programmstart | 1999 auf der Paris Air Show |
| Erstflug | 19. Februar 2002 |
| Zulassung | Februar 2004 (Brasilien, USA, Europa) |
| Indienststellung | 17. März 2004 bei LOT Polish Airlines (Warschau–Wien) |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF34-8E |
| Länge | 29,90 m |
| Spannweite | rund 26,0 m |
| Höhe | knapp 10 m |
| Kabine | vier Sitze pro Reihe (2+2), ein Mittelgang |
| Sitzplätze | typisch 66 bis 76, maximal 78 |
| Reichweite | je nach Version bis knapp 4.000 km |
| Produktion | beendet; 191 Maschinen bestellt und ausgeliefert |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Der kürzeste E-Jet überhaupt: sehr gedrungener Rumpf mit wenig Länge vor und hinter dem Flügel
- Triebwerke unter den Flügeln und 2+2-Kabine mit einem Gang – typisch E-Jet
- Immer kleine, steil nach oben stehende Winglets; die großen, schräg abgewinkelten Winglets neuerer E175 gibt es an der E170 nie
- Schlanke Triebwerksgondeln der CF34-8E, sichtbar kleiner als an E190 und E195
- Rund 1,8 m kürzer als die E175 – mit bloßem Auge nur im direkten Vergleich zu erkennen, im Tracking dagegen eindeutig über den Code E170
Sie ist das Flugzeug, mit dem alles angefangen hat: Die Embraer E170 brachte 2004 die E-Jet-Familie in den Liniendienst und ist bis heute deren kleinstes Mitglied der ersten Generation. Am Markt stand sie allerdings schnell im Schatten ihrer etwas längeren Schwester, der E175. Für Spotter macht genau das die E170 spannend. Sie wird nicht mehr gebaut, wird in Europa seltener und sieht der E175 zum Verwechseln ähnlich. Hier erfährst du, woran du sie erkennst, wie sie sich von der E175 abgrenzt und wo du sie noch erwischst.
E170 und E175 sauber trennen
Mit Planetrack hältst du Typ, Kennzeichen, Airline und Spot jeder Sichtung fest – so landen E170 und E175 getrennt in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Embraer E170?
Die E170 ist ein zweistrahliger Regionaljet des brasilianischen Herstellers Embraer. Sie ist das Grundmodell der E-Jet-Familie, die Embraer 1999 auf der Paris Air Show unter den Projektnamen ERJ-170 und ERJ-190 offiziell gestartet hat. Die Familie besteht aus zwei Paaren: den kurzen E170 und E175 sowie den langen E190 und E195. In den Zulassungsdokumenten heißt die E170 ERJ 170-100, die E175 ist die ERJ 170-200 – schon die Bezeichnung zeigt, dass die E175 aus der E170 abgeleitet ist und nicht umgekehrt.
Mit den älteren Regionaljets von Embraer, der ERJ 135 und der ERJ 145, hat die E170 technisch wenig gemeinsam. Statt Hecktriebwerken und einem engen Rumpf mit drei Sitzen pro Reihe bekam sie Triebwerke unter den Flügeln, einen sogenannten Double-Bubble-Querschnitt und eine Kabine mit vier Sitzen pro Reihe ohne Mittelsitz. Dazu kommen eine Fly-by-Wire-Steuerung und ein Glascockpit, das in allen E-Jets der ersten Generation weitgehend gleich ist. Piloten können deshalb mit derselben Musterberechtigung zwischen E170, E175, E190 und E195 wechseln.
Angetrieben wird die E170 von zwei General Electric CF34-8E, demselben Triebwerk wie in der E175. Die Reichweite liegt je nach Version bei knapp 4.000 Kilometern, die Reisegeschwindigkeit um Mach 0,75. Für Regionalstrecken in Europa, Nordamerika oder Japan reicht das locker.
Geschichte: Vom Crossair-Auftrag zum Erstflug bei LOT
Als Embraer die E-Jets 1999 vorstellte, war die Schweizer Crossair als großer Startkunde mit dabei: Sie bestellte jeweils 30 Maschinen der kleinen und der großen Version. Daraus wurde nichts – Crossair ging in der Swiss auf, die Bestellung wurde storniert. Zu den frühen Bestellern der E170 gehörte außerdem die französische Régional, ein Vorläufer der heutigen Air France Hop – sie verschob ihre Bestellung allerdings und bekam ihre ersten E-Jets erst 2006.
Der Prototyp hob am 19. Februar 2002 in São José dos Campos zum Erstflug ab. Die Zulassung verzögerte sich allerdings mehrfach. Erst im Februar 2004 erteilten die Behörden in Brasilien, den USA und Europa ihre Freigabe. Kurz darauf, Anfang März 2004, erhielt LOT Polish Airlines die erste Serienmaschine. Am 17. März 2004 flog LOT mit der E170 von Warschau nach Wien – der erste kommerzielle Flug eines E-Jets überhaupt. Weitere frühe Kunden waren Alitalia und MidAtlantic Airways, eine Tochter von US Airways.
In den Jahren danach verschob sich die Nachfrage. Ab 2005 kam die E175 auf den Markt, die mit gleicher Technik mehr Sitze bot. Viele Airlines, die zunächst die E170 geflogen hatten, stiegen auf die E175 oder die großen E190 und E195 um. Laut der Auftragsstatistik von Embraer kamen so insgesamt 191 E170 zusammen, alle ausgeliefert, ohne offene Bestellungen. Zum Vergleich: Von der E175 waren bis 2025 schon über 800 Exemplare ausgeliefert.
Typcode statt Modellname
In vielen Tracking-Apps stehen E170 und E175 im Klartext als „Embraer 170/175“. Filtere lieber nach dem ICAO-Code: E170 für die kleine Version, E75S und E75L für die E175. Wie die Codes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.
E170 und E175: Wo genau liegt der Unterschied?
Die E170 und die E175 sind Zwillinge mit unterschiedlicher Länge. Für die E175 hat Embraer den Rumpf der E170 um rund 1,8 Meter verlängert: ein kurzes Stück vor dem Flügel, ein weiteres dahinter. Dadurch passen ein paar Sitzreihen mehr hinein. Triebwerke, Cockpit, Fahrwerk und der Großteil der Systeme sind gleich.
Für dich als Spotter bedeutet das: Mit bloßem Auge ist der Längenunterschied ohne direkten Vergleich kaum zu sehen. Die E170 wirkt noch etwas gedrungener, fast rundlich, mit sehr wenig Rumpf zwischen Cockpit und Flügelvorderkante. Wer beide Typen öfter vor der Linse hat, entwickelt ein Gefühl dafür – sicher ist es aber nicht.
Einen klaren Unterschied gibt es dennoch: die Flügelspitzen. Embraer hat für die E175 ab 2014 ein Effizienzpaket mit größeren, schräg nach außen abgewinkelten Winglets eingeführt. Die E170 hat dieses Update nie bekommen, weil sie zu diesem Zeitpunkt kaum noch nachgefragt wurde. Sie trägt immer die kleinen, steil nach oben stehenden Winglets der ersten Serie. Umgekehrt gilt das nicht: Ältere E175 haben ebenfalls kleine Winglets.
| Merkmal | E170 | E175 |
|---|---|---|
| Offizielle Bezeichnung | ERJ 170-100 | ERJ 170-200 |
| ICAO-Code | E170 | E75S / E75L |
| Länge | 29,90 m | 31,67 m |
| Triebwerk | CF34-8E | CF34-8E |
| Sitze (typisch) | 66–76 | 76–88 |
| Winglets | immer klein und steil | klein oder groß und abgewinkelt |
| Produktion | beendet | läuft weiter |
Warum hat sich die E175 durchgesetzt? Vor allem in den USA, dem größten Markt für Regionaljets, begrenzen die Scope Clauses in den Pilotenverträgen der großen Airlines die Regionalflugzeuge meist auf 76 Sitze und ein bestimmtes Höchstgewicht. Beide Typen passen hinein. Die längere E175 erlaubt bei gleicher Sitzgrenze aber eine Kabine mit First Class und mehr Beinfreiheit. Für Embraer gab es daher irgendwann keinen Grund mehr, die E170 parallel weiterzubauen. Die Varianten E170SU und E170SE mit 76 beziehungsweise 70 Sitzen sind genau auf diese US-Regeln zugeschnitten.
Die E170 in der E-Jet-Familie
Innerhalb der Familie steigen die Längen in klaren Stufen an. Mit diesen Zahlen im Kopf grenzt du die E170 schnell von den großen Geschwistern ab.
| Modell | ICAO-Code | Länge | Triebwerk |
|---|---|---|---|
| E170 | E170 | 29,90 m | CF34-8E |
| E175 | E75S / E75L | 31,67 m | CF34-8E |
| E190 | E190 | 36,25 m | CF34-10E |
| E195 | E195 | 38,66 m | CF34-10E |
| E195-E2 | E295 | 41,51 m | PW1900G |
Gegenüber der E190 ist die E170 über sechs Meter kürzer, gegenüber der E195 fast neun Meter. Hinzu kommen die deutlich kleineren Triebwerke. Bei Airlines, die mehrere E-Jet-Typen im gleichen Design fliegen, sind Rumpflänge und Triebwerksgröße deshalb die schnellsten Merkmale. Eine ausführliche Anleitung für alle Familienmitglieder findest du im Beitrag Embraer-E-Jets unterscheiden.
Proportionen prüfen
Wirkt der Jet kurz und gedrungen, mit wenig Rumpf vor und hinter dem Flügel? Dann bist du bei E170 oder E175. Ein gestreckter Rumpf deutet auf E190 oder E195.
Winglets ansehen
Große, schräg nach außen gekippte Winglets schließen die E170 aus. Kleine, steile Winglets lassen beide kurzen Typen offen.
Airline einordnen
Fliegt die Airline überhaupt noch E170? Ein Blick auf die Flotte grenzt die Möglichkeiten oft schon stark ein.
Kennzeichen und Code abgleichen
Gewissheit bringt das Kennzeichen. Gleich es mit deiner Tracking-App ab: Steht dort E170, ist die Sache klar.
Häufige Verwechslungen
Außer der E175 gibt es ein paar weitere Kandidaten, die der E170 ähneln:
| Verwechslung | Woran du sie trennst |
|---|---|
| E175 | rund 1,8 m länger, bei neueren Maschinen große, abgewinkelte Winglets; Code E75S/E75L |
| E190 | deutlich längerer Rumpf, größere Triebwerke; Code E190 |
| Bombardier CRJ700 | Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, schmalerer Rumpf mit kleinen Fenstern |
| Airbus A220-100 | breiterer Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe, große Getriebefan-Triebwerke |
Die CRJ700 war der direkte Konkurrent der E170 und spielt in derselben Sitzplatzklasse. Dank Hecktriebwerken trennst du sie aber schon auf große Entfernung. Kniffliger ist die A220-100, die bei LOT die E170 ablöst: Auf Distanz wirkt sie ebenfalls kompakt, ist aber größer und hat auffällig dicke Triebwerke. Mehr zu den typischen Fallen im Regionalsegment liest du unter Regionaljets erkennen.
Es ist eine E170, wenn …
- dein Tracking den Code E170 anzeigt
- ein sehr kurzer E-Jet kleine, steile Winglets trägt und die Airline nur E170 dieser Größe fliegt
- das Kennzeichen in der Flottenliste als E170 geführt wird
Sieh genauer hin, wenn …
- der Jet kurz wirkt und kleine Winglets hat – das kann auch eine ältere E175 sein
- die Airline E170 und E175 im gleichen Design fliegt
- du die Maschine nur frontal oder von hinten siehst
Es ist keine E170, wenn …
- große, schräg nach außen gekippte Winglets zu sehen sind – dann ist es eine neuere E175
- die Triebwerke am Heck sitzen – dann ist es ein CRJ
- die Flügel lang und ohne Winglet auslaufen – das ist ein E-Jet der zweiten Generation
Wo du die E170 heute siehst
Die E170 ist kein Massenmodell mehr. Wo sie noch fliegt, lohnt sich der gezielte Blick ins Tracking. Stand Oktober 2026 sind das die wichtigsten Adressen:
- LOT Polish Airlines ist der Erstkunde und fliegt die E170 ab dem Flughafen Warschau Chopin. Die Flotte ist auf wenige Maschinen geschrumpft, und LOT will die E170 bis 2027 durch den Airbus A220 ersetzen. Weil LOT viele Ziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz anfliegt, kann dir eine E170 auch in Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt begegnen – meist kommt aber eine E175, E190 oder E195.
- Air France Hop betreibt E170 im Zubringerverkehr für Air France, unter anderem am Flughafen Paris-Charles de Gaulle und in Lyon. Auch hier schrumpft der Bestand.
- In den USA fliegen die größten verbliebenen E170-Flotten: Envoy Air setzt sie für American Eagle ein, Republic Airways für die Regionalmarken der großen US-Airlines.
- Weitere Betreiber findest du unter anderem in Japan bei Fuji Dream Airlines, die 2024 ihre älteste E170 ausgemustert hat, und in Mexiko, wo Aeromexico Connect in Betreiberlisten mit E170 geführt wird.
Historisch war die E170 in Europa deutlich verbreiteter. BA CityFlyer übernahm ab 2009 E170 als Ersatz für ihre Avro-Jets am Flughafen London City, auch Alitalia, Finnair und Flybe flogen den Typ. Alitalia und Flybe gibt es inzwischen nicht mehr. Welche Airline aktuell noch E170 einsetzt, ändert sich laufend – verlass dich deshalb immer auf aktuelle Flottenlisten und das Live-Tracking. Einen Überblick über die Regionalairlines des Kontinents bietet der Beitrag Regionalairlines in Europa.
Keine E170 mehr verpassen
Planetrack benachrichtigt dich per Sichtungs-Alarm, wenn ein beobachteter Typ, eine Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen im Anflug ist – ideal für Auslaufmodelle wie die E170. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Tipps für die E170
Die E170 gehört zu den kleinsten Jets, die du an großen Flughäfen siehst. Das hat Folgen für Ausrüstung, Standort und Planung.
- Mehr Brennweite einplanen. Ein Jet von knapp 30 Metern Länge füllt das Bild deutlich weniger aus als ein Mittelstreckenjet. Welche Brennweite sinnvoll ist, erklärt der Beitrag Objektiv fürs Planespotting.
- Seitenansicht wählen. Weil die Rumpflänge das wichtigste Merkmal gegenüber der E175 ist, lohnen sich saubere Seitenprofile. Im Vergleich mit anderen Maschinen auf dem Rollweg wird der Größenunterschied sichtbar.
- Flügelspitzen ins Bild nehmen. Ein Foto, auf dem die kleinen Winglets klar zu sehen sind, hilft dir später bei der Bestimmung.
- Gezielt nach Kennzeichen suchen. Weil es nur noch wenige E170 in Europa gibt, lohnt es sich, die Kennzeichen der verbliebenen Maschinen auf eine Wunschliste zu setzen. Wie du Live-Daten dafür nutzt, steht im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
- Licht planen. Das weiße LOT-Design mit blauem Leitwerk wirkt im seitlichen Licht am besten. Wie du den Sonnenstand im Voraus berechnest, liest du im Guide zum Sonnenstand.
In Deutschland eignen sich zum Beispiel die Besucherterrasse am Flughafen Hamburg, die Besucherterrasse am Flughafen Düsseldorf oder die Aussichtsplattform Zeppelinheim in Frankfurt, wo regelmäßig Regionaljets aus Warschau ankommen. Ob es tatsächlich eine E170 ist, verrät dir erst das Tracking am Spottag.
Sicherheit geht vor
Bleib beim Fotografieren auf öffentlich zugänglichen Flächen und halte dich an Absperrungen und Hinweisschilder. Was erlaubt ist, fasst der Artikel Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Varianten der E170
Innerhalb des Typs gibt es mehrere Ausführungen, die sich äußerlich nicht unterscheiden:
- E170 STD: die Basisversion.
- E170 LR: höheres maximales Startgewicht und damit mehr Reichweite.
- E170 SU und SE: auf Basis der LR, mit auf 76 beziehungsweise 70 Sitze begrenzter Kabine für die US-Scope-Clauses. Beide Bezeichnungen gibt es nur bei der US-Luftfahrtbehörde FAA.
Für die Bestimmung am Zaun spielen diese Varianten keine Rolle. Spannender ist, dass es keine E170 der zweiten Generation gibt. Embraer hat die E2-Familie mit E175-E2, E190-E2 und E195-E2 aufgelegt, die kleinste Größe also gleich auf E175-Niveau angesetzt. Die E170 bleibt damit ein reines Modell der ersten Generation.
Bereit für die E170-Jagd?
- Ich habe den Typcode E170 im Tracking als Filter gesetzt.
- Ich kenne die Unterschiede zu E175 und E190.
- Ich habe eine Verbindung von LOT oder Air France Hop mit E170 im aktuellen Flugplan gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung und den Sonnenstand.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich, die Brennweite passt zum kleinen Jet.
Fazit
Die Embraer E170 hat Luftfahrtgeschichte geschrieben: Mit ihr begann 2004 bei LOT die Erfolgsgeschichte der E-Jets, die heute zu den wichtigsten Regionalflugzeugen der Welt gehören. Am Markt wurde sie aber schnell von der eigenen, etwas längeren Schwester überholt. Die E175 wird weiter gebaut, die E170 nicht. In Europa ist sie heute ein seltener Gast und verschwindet bei LOT bis 2027 ganz. Wenn du sie in europäischen Farben sammeln willst, solltest du nicht mehr lange warten.
Kurzfazit
Sehr kurzer, gedrungener Rumpf, kleine Triebwerke unter den Flügeln und immer kleine, steile Winglets: Das ist die E170. Große, abgewinkelte Winglets bedeuten E175, ein längerer Rumpf mit größeren Triebwerken E190 oder E195. Eindeutig wird es erst mit dem Typcode E170 oder dem Kennzeichen.
Zusammenfassung
- Die Embraer E170 eröffnete 2004 den Liniendienst der E-Jet-Familie und ist bis heute ihr kleinstes Mitglied der ersten Generation.
- Gegenüber der E175 fehlt ihr nur ein kurzes Rumpfstück. Weil die E175 bei gleicher Technik mehr Sitze bietet, hat sie der E170 am Markt den Rang abgelaufen.
- Zuverlässig erkennst du die E170 über den Typcode E170, die kurze Silhouette und die stets kleinen Winglets.
- Die größten E170-Flotten fliegen in den USA bei Envoy und Republic Airways; in Europa wird der Typ zunehmend selten.
Häufige Fragen
Was ist die Embraer E170?
Ein zweistrahliger Regionaljet des brasilianischen Herstellers Embraer und das kleinste Mitglied der ersten E-Jet-Generation. Die E170 bietet typischerweise 66 bis 76 Sitze in 2+2-Anordnung, maximal 78. Sie flog erstmals im Februar 2002 und kam im März 2004 bei LOT Polish Airlines in den Liniendienst.
Welchen ICAO-Typcode hat die E170?
Die E170 läuft unter dem Code E170. Damit unterscheidet sie sich im Tracking klar von der E175, die als E75S oder E75L geführt wird. Manche Dienste fassen beide Typen im Klartext trotzdem als „Embraer 170/175“ zusammen – der Code ist deshalb der verlässlichere Filter.
Was ist der Unterschied zwischen E170 und E175?
Die E175 ist eine leicht verlängerte E170: rund 1,8 Meter mehr Rumpf, verteilt auf ein Stück vor und eines hinter dem Flügel. Triebwerke (CF34-8E), Cockpit und Systeme sind weitgehend gleich. Äußerlich hilft dir vor allem ein Merkmal: Neuere E175 tragen große, schräg nach außen abgewinkelte Winglets, die E170 hat immer kleine, steile Winglets.
Warum hat sich die E175 besser verkauft als die E170?
Beide Typen nutzen dieselbe Technik, die E175 bietet aber mehr Kabinenlänge. Gerade US-Regionalairlines können so innerhalb der Scope-Clause-Grenze von 76 Sitzen eine großzügigere Zwei-Klassen-Kabine einbauen. Während die E175 weiter gebaut wird, sind von der E170 laut Embraer-Statistik nur 191 Exemplare entstanden.
Wird die E170 noch gebaut?
Nein. Laut der Auftragsstatistik von Embraer wurden alle 191 bestellten E170 ausgeliefert, offene Aufträge gibt es nicht mehr. Die Produktion endete in der zweiten Hälfte der 2010er-Jahre. Eine E170 der zweiten Generation hat Embraer nie gebaut – die kleinste E2 ist die E175-E2, deren Programm pausiert.
Wer war Erstkunde der E170?
LOT Polish Airlines erhielt Anfang März 2004 die erste Serienmaschine und flog am 17. März 2004 den ersten kommerziellen E-Jet-Flug von Warschau nach Wien. Ursprünglich war die Schweizer Crossair als großer Startkunde vorgesehen, die Bestellung wurde aber storniert, nachdem Crossair 2002 in der neuen Swiss aufgegangen war.
Wo sehe ich die E170 in Europa?
Vor allem bei LOT ab Warschau und bei Air France Hop im Zubringerverkehr für Air France. LOT hat angekündigt, die E170 bis 2027 durch den Airbus A220 zu ersetzen, und hat nur noch wenige Exemplare. Prüfe vor dem Spotten im Tracking, ob auf deiner Wunschverbindung tatsächlich eine E170 fliegt.
Wie viele Passagiere passen in eine E170?
Je nach Auslegung typischerweise 66 bis 76. In einer einfachen Economy-Bestuhlung sind es um die 72 Sitze, in Zwei-Klassen-Kabinen etwas weniger. Die maximal zugelassene Zahl liegt bei 78 Passagieren. LOT und Air France Hop fliegen ihre E170 mit 76 Sitzen.
Embraer E170 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Embraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
RegionaljetEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
RegionaljetEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
RegionaljetEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
RegionaljetBombardier CRJ700
Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.
SchmalrumpfAirbus A220-100
Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
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Größter Flughafen Polens und Drehkreuz von LOT Polish Airlines: zwei sich kreuzende Pisten mitten in der Stadt, Dreamliner, Boeing 737 MAX und eine der größten Embraer-Flotten Europas – dazu Fotolöcher im Zaun und eine Terminal-Terrasse, die derzeit geschlossen ist.
FlughafenFlughafen Paris-Charles de Gaulle
Größter Flughafen der EU und Heimat von Air France: vier Ost-West-Bahnen in zwei Paaren, ein riesiges Terminal 2, das FedEx-Drehkreuz für Europa – und ein Spotter-Umfeld, das ohne Genehmigung, Auto und gute Vorbereitung schnell frustriert.
Airline-GruppeAir France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
Wo du die Embraer E170 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Besucherterrassen am Flughafen Hamburg
Zwei Terrassen auf Ebene 3 der Terminals, täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet und direkt an der S1: Der einfachste Einstieg ins Spotten in Hamburg – mit Blick aufs Vorfeld, Ferngläsern und kurzen Wegen zu Café und Toilette.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
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