Bombardier

Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.

Auch bekannt als: Bombardier Inc. · Bombardier Aerospace · Bombardier Aviation · Canadair

Flugzeugherstellerseit 194214 Min. Lesezeit

1942

Gründung in Valcourt, Québec

1986

Einstieg in die Luftfahrt mit Canadair

2020

Ausstieg aus dem Verkehrsflugzeugbau

5

Businessjet-Modelle im aktuellen Programm

Das Wichtigste in Kürze

  • Bombardier ist heute ein reiner Businessjet-Hersteller aus Montreal mit den Familien Challenger und Global.
  • Der CRJ war Bombardiers großer Erfolg im Linienverkehr: Erstkunde war 1992 Lufthansa CityLine, seit 2020 gehört das Programm Mitsubishi.
  • Die Airbus A220 ist eine Bombardier-Entwicklung: Als C Series gestartet, ging sie 2018 mehrheitlich und 2020 ganz aus Bombardiers Hand an Airbus und Québec.
  • Dash 8, Learjet und Canadair-Löschflugzeuge gehören nicht mehr zum Programm – sie wurden verkauft oder eingestellt.
  • Spotten lässt sich Bombardier heute vor allem an Businessjet-Hochburgen wie Genf, Paris-Le Bourget, Nizza oder London-Luton.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Was du als Spotter wissen solltest
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Vom Schneemobil zum Flugzeugkonzern
  8. 8.Der CRJ: Bombardiers Erfolg im Linienverkehr
  9. 9.Die C Series: Wie Bombardiers Jet zur Airbus A220 wurde
  10. 10.Der große Umbau: Dash 8, Learjet und die Bahn
  11. 11.Bombardier heute: Challenger und Global
  12. 12.So erkennst du Bombardier-Flugzeuge
  13. 13.Wo du Bombardier in Europa spottest
  14. 14.Spotting-Praxis: Businessjets richtig planen
  15. 15.Bombardier im Vergleich zu Airbus und Embraer
  16. 16.Fazit
  17. 17.Häufige Fragen

Steckbrief

Rolle in der BrancheHersteller von Businessjets der Familien Challenger und Global, früher auch Regionaljets, Turboprops und Löschflugzeuge
SitzMontreal, Québec, Kanada
Ursprung1942 von Joseph-Armand Bombardier in Valcourt (Québec) gegründet – zunächst als Hersteller von Schneefahrzeugen
Einstieg in die Luftfahrt1986 durch den Kauf von Canadair, danach Short Brothers (1989), Learjet (1990) und de Havilland Canada (1992)
Aktuelles ProgrammChallenger 3500, Challenger 650, Global 5500, Global 6500 und Global 8000
Endmontage heuteChallenger am Flughafen Montreal-Trudeau, Global-Familie am Flughafen Toronto Pearson
Weitere StandorteWichita (Kansas) mit US-Zentrale, Service, Flugerprobung und Bombardier Defense; Komponentenfertigung in Querétaro (Mexiko)
Verkaufte SpartenDash-8-Programm (2019), CRJ-Programm an Mitsubishi (2020), Restanteil am A220-Programm an Airbus (2020), Bahnsparte an Alstom (2021)
GeschäftsführungÉric Martel (President und CEO)
Erkennungsweg im FeldHecktriebwerke und T-Leitwerk prüfen, Rumpflänge und Fensterzahl einschätzen, ICAO-Code wie CL35, GLEX oder GL7T abgleichen
Offizielle Websitebombardier.com

Tätigkeitsfelder

Große Businessjets der Global-Familie – Global 5500, Global 6500 und das Flaggschiff Global 8000 für Langstrecken ohne Zwischenstopp
Mittelgroße Businessjets der Challenger-Familie – Challenger 3500 und Challenger 650
Kundendienst – Wartung, Ersatzteile und Servicezentren an Flughäfen in Nordamerika, Europa und anderen Weltregionen
Bombardier Defense – militärische und behördliche Sonderversionen auf Basis von Global- und Challenger-Jets, gesteuert aus Wichita
Gebrauchtflugzeuge und Nachrüstungen – etwa die Umrüstung bestehender Global 7500 auf den Standard der Global 8000

Struktur & Marken

Challenger – Familie mittelgroßer Businessjets, heute Challenger 3500 und Challenger 650
Global – Familie großer Langstrecken-Businessjets, heute Global 5500, 6500 und 8000
Learjet – Traditionsmarke aus Wichita, seit 2022 ohne Neubau, Kundendienst läuft weiter
Bombardier Defense – Sonderversionen für Militär und Behörden
Ehemalig: Canadair – Ursprung von Challenger und CRJ sowie der Löschflugzeuge CL-215 und CL-415
Ehemalig: de Havilland Canada, Short Brothers, Bombardier Transportation – verkauft zwischen 2019 und 2021

Geschichte im Zeitraffer

1942Joseph-Armand Bombardier gründet am 10. Juli in Valcourt (Québec) sein Unternehmen. Am Anfang stehen Kettenfahrzeuge für Schnee, später der Motorschlitten Ski-Doo.
1976–1978Canadair übernimmt Bill Lears Entwurf LearStar 600 und entwickelt daraus die Challenger 600, die am 8. November 1978 erstmals fliegt.
1986Bombardier kauft Canadair von der kanadischen Regierung und steigt damit in den Flugzeugbau ein.
1989Übernahme von Short Brothers in Belfast. Im Frühjahr startet das Programm des Canadair Regional Jet.
1990Bombardier übernimmt Learjet in Wichita.
1991Am 10. Mai fliegt der erste CRJ, abgeleitet von der Challenger.
1992Kauf von de Havilland Canada von Boeing. Ende Oktober geht der erste CRJ100 an Erstkunde Lufthansa CityLine.
2001Der gestreckte CRJ700 geht bei Brit Air in Dienst, im selben Jahr fliegt der CRJ900 erstmals.
2008Auf der Farnborough Airshow startet Bombardier am 13. Juli das Programm C Series.
2013Am 16. September fliegt die CS100 – die heutige A220-100 – zum ersten Mal.
2016Am 29. Juni übernimmt Swiss in Mirabel die erste CS100, im Juli beginnt der Liniendienst. Ende des Jahres folgt airBaltic mit der CS300.
2017/18Nach einem Handelsstreit mit Boeing vereinbaren Bombardier und Airbus im Oktober 2017 eine Partnerschaft. Am 1. Juli 2018 übernimmt Airbus die Mehrheit, am 10. Juli heißt die C Series A220. Im Dezember 2018 geht die erste Global 7500 an einen Kunden.
2019Das Dash-8-Programm geht im Juni an Longview, daraus entsteht die neue De Havilland Aircraft of Canada.
2020Am 1. Juni übernimmt Mitsubishi Heavy Industries das CRJ-Programm. Schon im Februar hatte Bombardier seinen Restanteil an der A220 an Airbus verkauft. Im Herbst gehen die Werke in Belfast und Casablanca an Spirit AeroSystems.
2021Im Januar ist der Verkauf der Bahnsparte an Alstom abgeschlossen, im Februar kündigt Bombardier das Ende der Learjet-Produktion an. Der letzte neue CRJ900 geht im Februar an SkyWest.
2022Am 28. März wird der letzte neue Learjet 75 ausgeliefert.
2025Im Dezember geht die erste Global 8000 an einen Kunden – laut Bombardier der schnellste aktuelle Businessjet.

Bombardier aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Bombardier

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Einen CRJ an Hecktriebwerken, T-Leitwerk und schlankem Rumpf von einem Embraer-Jet unterschieden
  • CRJ200, CRJ700, CRJ900 und CRJ1000 über Rumpflänge und ICAO-Code auseinandergehalten
  • Eine A220 erkannt und gewusst, dass sie als Bombardier C Series begann
  • Einen Challenger 3500 oder Challenger 650 auf dem Vorfeld der Allgemeinen Luftfahrt bestimmt
  • Eine große Global an der langen Fensterreihe und den mächtigen Hecktriebwerken erkannt
  • Einen Learjet erwischt – Produktion beendet, aber noch im Einsatz
  • Den ICAO-Typcode eines Bombardier-Businessjets im Tracking-Dienst mit der Sichtung abgeglichen

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Viele Bombardier-Typen auf einen Blick: CRJ, A220-Vorgänger, Challenger, Global und Learjet ergeben eine große Sammlung
  • Businessjets tauchen an fast jedem größeren Flughafen auf, oft mit seltenen Kennzeichen aus aller Welt
  • Die Global 7500 und 8000 gehören zu den größten Businessjets überhaupt und sind ein echtes Highlight im Logbuch
  • Klare ICAO-Codes helfen, Challenger- und Global-Varianten im Tracking-Dienst einzugrenzen
  • Historisch spannend: Viele Programme leben unter neuen Eigentümern weiter

Wo es hakt

  • In Deutschland ist der CRJ seit dem Aus von Lufthansa CityLine im April 2026 selten geworden
  • Viele Varianten sehen von außen fast gleich aus, etwa Global 7500 und Global 8000
  • Businessjets parken oft auf abgelegenen Vorfeldern der Allgemeinen Luftfahrt
  • Manche Betreiber blenden Privatflüge in Tracking-Diensten aus oder nutzen anonymisierte Kennungen
  • Bewegungen von Businessjets sind schlecht planbar und folgen keinem festen Flugplan

Stand: Oktober 2026 – Auf dem Vorfeld der Allgemeinen Luftfahrt in Genf steht ein großer, eleganter Jet mit zwei mächtigen Triebwerken am Heck und einer langen Reihe ovaler Fenster. Ein paar Kilometer weiter rollt eine A220 der Swiss zur Piste, und irgendwo in Nordamerika startet gerade ein CRJ900 zum nächsten Zubringerflug. Alle drei haben eine gemeinsame Herkunft: Bombardier. Der kanadische Konzern hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und baut inzwischen nur noch Businessjets. Wer seine Geschichte kennt, versteht, warum so viele unterschiedliche Flugzeuge denselben Stammbaum haben.

Vom CRJ bis zur Global – alles im Hangar

Poste deine Bombardier-Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot und hak Challenger, Global und CRJ in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Vom Schneemobil zum Flugzeugkonzern

Die Wurzeln von Bombardier liegen weit weg von der Luftfahrt. Joseph-Armand Bombardier gründete sein Unternehmen 1942 im Dorf Valcourt in Québec, um Kettenfahrzeuge für verschneite Straßen zu bauen. Bekannt wurde die Firma später mit dem Motorschlitten Ski-Doo. In den 1970er-Jahren kam die Bahntechnik dazu, angefangen mit Zügen für die Metro von Montreal.

Der Schritt in die Luftfahrt folgte 1986: Bombardier kaufte den staatlichen Flugzeugbauer Canadair in Montreal. Dann ging es schnell. 1989 übernahm der Konzern Short Brothers in Belfast, 1990 Learjet in Wichita und 1992 de Havilland Canada in Toronto, das zuvor Boeing gehört hatte. Innerhalb von sechs Jahren war aus dem Fahrzeugbauer einer der größten Flugzeughersteller der Welt geworden, mit Businessjets, Regionaljets, Turboprops und Löschflugzeugen im Angebot.

1942Gründung in Valcourt, Québec
1986Kauf von Canadair
1992Erster CRJ an Lufthansa CityLine
2020Ausstieg aus dem Verkehrsflugzeugbau

Das Herzstück dieser Expansion stammte allerdings aus der Canadair-Zeit. 1976 hatte Canadair einen Entwurf des Learjet-Gründers Bill Lear übernommen und daraus die Challenger 600 entwickelt, einen Businessjet mit breitem Rumpf, Hecktriebwerken und T-Leitwerk. Sie flog am 8. November 1978 zum ersten Mal. Aus dieser Challenger entstanden später sowohl der CRJ als auch indirekt die große Global-Familie – ein Stammbaum, den du bis heute an den Formen erkennst.

Der CRJ: Bombardiers Erfolg im Linienverkehr

Ende der 1980er-Jahre suchten Airlines nach einem Jet für Strecken, auf denen sich große Flugzeuge nicht lohnten und Propellermaschinen zu langsam waren. Bombardier hatte eine naheliegende Idee: die Challenger strecken und mit 50 Sitzen ausstatten. Im Frühjahr 1989 startete das Programm des Canadair Regional Jet, am 10. Mai 1991 flog der erste Prototyp.

Erstkunde war eine deutsche Airline. Ende Oktober 1992 übernahm Lufthansa CityLine den ersten CRJ100 und setzte damit einen Trend: Der kleine Jet machte Direktverbindungen zwischen Regionalflughäfen und Drehkreuzen möglich, die vorher kaum wirtschaftlich waren. In Nordamerika wurde der CRJ zum Rückgrat der Zubringerverkehre großer Airlines. SkyWest war Erstkunde der verbesserten CRJ200, und Regionalairlines wie Comair machten den Typ in den USA groß.

Ab den späten 1990er-Jahren folgte die gestreckte Generation. Der CRJ700 ging 2001 bei Brit Air in Dienst, der CRJ900 fand im Jahr 2003 bei Mesa seinen Erstkunden, und der CRJ1000 wurde ab Dezember 2010 an Brit Air und Air Nostrum ausgeliefert. In Deutschland flogen Eurowings und später vor allem Lufthansa CityLine den CRJ900 viele Jahre im Lufthansa-Regionalverkehr.

Modell ICAO-Code Sitze (typisch) Was du wissen musst
CRJ100/200 CRJ1, CRJ2 rund 50 Der Ur-CRJ, kurz, ohne Vorflügel; heute oft bei kleineren Betreibern
CRJ700 CRJ7 rund 70 Erste gestreckte Version mit überarbeitetem Flügel
CRJ900 CRJ9 rund 76–90 Meistgesehener CRJ in Europa, große Flotten in den USA
CRJ1000 CRJX bis rund 100 Längste Version, in Europa vor allem bei Air Nostrum

Das Ende kam schrittweise. Im Juni 2019 vereinbarte Bombardier den Verkauf des CRJ-Programms an Mitsubishi Heavy Industries, der Abschluss folgte am 1. Juni 2020. Bombardier baute die offenen Bestellungen in Mirabel noch fertig, der letzte neue CRJ900 ging Anfang 2021 an SkyWest. Seitdem werden keine CRJ mehr gebaut. Wartung und Ersatzteile für die weiter fliegenden Maschinen übernimmt die Mitsubishi-Tochter MHI RJ Aviation.

Tafel und Tracker lesen

Abflugtafeln zeigen beim CRJ oft nur den IATA-Code „CR9“ oder „CRJ“. Für die genaue Version filterst du im Tracking-Dienst nach dem ICAO-Code – CRJ9 für den CRJ900, CRJX für den CRJ1000. Wie du dir dafür Alarme einrichtest, steht im Beitrag Benachrichtigungen für Flugzeuge, Typen und Airlines.

Die C Series: Wie Bombardiers Jet zur Airbus A220 wurde

Die ehrgeizigste Wette in Bombardiers Geschichte war die C Series. Auf der Farnborough Airshow startete der Konzern am 13. Juli 2008 ein komplett neues Flugzeug für 100 bis 150 Passagiere – und damit erstmals einen direkten Angriff auf die kleinsten Modelle von Airbus und Boeing. Am 16. September 2013 flog die CS100, im Februar 2015 die größere CS300.

Der Weg in den Liniendienst war teuer und langwierig. Am 29. Juni 2016 übernahm Swiss in Mirabel die erste CS100, im Juli folgte der erste Linienflug. airBaltic setzte ab Dezember 2016 als erste Airline die CS300 ein. Im Jahr 2016 bestellte auch Delta Air Lines – und genau das löste einen Handelsstreit aus. Boeing beschwerte sich 2017 bei den US-Behörden über angebliches Dumping, das US-Handelsministerium schlug Strafzölle von fast 300 Prozent vor. Anfang 2018 hob die zuständige Handelskommission die Entscheidung wieder auf.

Da hatte Bombardier die Weichen aber schon gestellt. Im Oktober 2017 verkündeten Bombardier und Airbus eine Partnerschaft. Am 1. Juli 2018 übernahm Airbus die Mehrheit am Programm, zehn Tage später hieß die C Series offiziell A220: Aus der CS100 wurde die A220-100, aus der CS300 die A220-300. Im Februar 2020 verkaufte Bombardier seinen verbliebenen Anteil an Airbus und die Provinz Québec. Heute hält Airbus 75 Prozent, Investissement Québec 25 Prozent.

A220 im Logbuch richtig eintragen

Eine A220 ist heute ein Airbus-Flugzeug – auch wenn manche ältere Maschinen noch als CS100 oder CS300 zugelassen wurden. Für deine Sammlung zählt der aktuelle Name. Die ICAO-Codes BCS1 und BCS3 erinnern aber noch an die Bombardier-Herkunft.

Gebaut wird die A220 weiter in Mirabel bei Montreal, wo einst auch der CRJ entstand, und zusätzlich in Mobile (Alabama). Für Spotter in Europa ist sie längst Alltag: Swiss, airBaltic und weitere Airlines fliegen sie regelmäßig an deutsche, österreichische und Schweizer Flughäfen.

Der große Umbau: Dash 8, Learjet und die Bahn

Die C Series hatte Bombardier finanziell stark belastet. Um die Schulden abzubauen, trennte sich der Konzern innerhalb von gut zwei Jahren von fast allem außer den Businessjets:

  • Dash 8: Das Turboprop-Programm mit der Dash 8-400 ging im Juni 2019 an Longview Aviation. Daraus entstand die heutige De Havilland Aircraft of Canada, die den alten Namen wiederbelebte.
  • CRJ: Übernahme durch Mitsubishi Heavy Industries am 1. Juni 2020.
  • A220: Verkauf des Restanteils an Airbus und Québec im Februar 2020.
  • Aerostrukturen: Die Werke in Belfast und Casablanca gingen im Herbst 2020 an Spirit AeroSystems.
  • Bahn: Bombardier Transportation wurde im Januar 2021 an Alstom verkauft.

Auch eine Traditionsmarke fiel weg. Im Februar 2021 kündigte Bombardier das Ende der Learjet-Produktion an, der letzte neue Learjet 75 wurde am 28. März 2022 ausgeliefert. Damit endete eine Linie, die 1963 mit dem Learjet 23 begonnen hatte. Klassiker wie der Learjet 35 sind dennoch weiter unterwegs, oft als Ambulanz- oder Kalibrierflugzeuge. Und die gelben Canadair-Löschflugzeuge CL-415, deren Produktion schon 2015 endete, gehören heute ebenfalls zu De Havilland Canada.

Was Bombardier heute noch baut

  • Challenger 3500 und Challenger 650
  • Global 5500, Global 6500 und Global 8000
  • Sonderversionen über Bombardier Defense

Was nicht mehr von Bombardier kommt

  • CRJ (Mitsubishi) und A220 (Airbus)
  • Dash 8 und CL-415 (De Havilland Canada)
  • Learjet (Produktion 2022 beendet)

Bombardier heute: Challenger und Global

Seit dem Umbau ist Bombardier ein reiner Businessjet-Hersteller – und in diesem Segment einer der Großen. 2023 lieferte der Konzern 138 Businessjets aus. Geführt wird er seit 2020 von Éric Martel, die Zentrale liegt in Montreal. Gebaut wird an zwei kanadischen Flughäfen: Die Challenger-Jets entstehen in Montreal-Trudeau, die Global-Familie am Flughafen Toronto Pearson. In Wichita sitzen Service, Flugerprobung und die Sparte Bombardier Defense, die Sonderversionen für Militär und Behörden betreut.

Modell ICAO-Code Klasse Für Spotter wichtig
Challenger 3500 CL35 Super-Midsize Nachfolger von Challenger 300 und 350, sehr verbreitet
Challenger 650 CL60 Large Letzte Stufe der Challenger-600-Linie seit 1978
Global 5500 GL5T Langstrecke Kürzere Global, Nachfolger der Global 5000
Global 6500 GLEX Langstrecke Weiterentwicklung der Global 6000 und der Global Express
Global 8000 – Ultra-Langstrecke Seit Dezember 2025 im Einsatz, gleiche Zelle wie die Global 7500

Die Challenger 3500 ist die aktuelle Form einer Linie, die 2004 mit der Challenger 300 bei Flexjet begann. Die Challenger 650 stammt dagegen direkt von der ursprünglichen Challenger 600 ab und ist damit eine der langlebigsten Flugzeugfamilien im Programm. Viele Exemplare fliegen bei Fractional-Anbietern wie NetJets oder Flexjet.

Das Aushängeschild ist die große Global. Die Global Express eröffnete Ende der 1990er-Jahre die Klasse der Ultra-Langstrecken-Businessjets. Die Global 7500 ging im Dezember 2018 in Dienst. Im Mai 2021 erreichte ein Global-7500-Testflugzeug im Rahmen der Erprobung für den Nachfolger im leichten Sinkflug Mach 1,015 – laut Bombardier der schnellste Flug eines zivilen Flugzeugs seit der Concorde. Die Global 8000 nutzt dieselbe Zelle, fliegt nach Herstellerangabe bis Mach 0,95 und 8.000 nautische Meilen weit. Die erste Maschine wurde im Dezember 2025 ausgeliefert. Weil sich bestehende Global 7500 auf den 8000-Standard umrüsten lassen, unterscheidest du beide von außen praktisch nicht – hier hilft nur das Kennzeichen.

Global und Challenger auf die Wunschliste

Setz Bombardier-Typen oder einzelne Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars – Planetrack meldet sich per Sichtungs-Alarm, wenn sie an deinem Flughafen landen. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

So erkennst du Bombardier-Flugzeuge

So unterschiedlich die Programme sind, die meisten Bombardier-Jets teilen eine Grundform: Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf. Das unterscheidet sie von vielen Konkurrenten und hilft dir beim ersten Eingrenzen.

Triebwerke suchen

Hängen die Triebwerke hinten am Rumpf und sitzt das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse, bist du bei CRJ, Challenger, Global oder Learjet richtig. Triebwerke unter dem Flügel sprechen dagegen für eine A220 oder einen Embraer-Jet.

Airline oder Privatkennung?

Trägt das Flugzeug eine Airline-Lackierung und steht am Terminal, ist es meist ein CRJ. Steht es auf dem Vorfeld der Allgemeinen Luftfahrt in schlichtem Weiß, ist es eher ein Businessjet.

Größe und Fenster schätzen

Learjets sind klein und schlank, Challenger mittelgroß mit breitem Rumpf. Globals wirken mit ihrer langen Fensterreihe fast wie ein kleiner Verkehrsjet.

Code und Kennzeichen abgleichen

Die genaue Version bestätigst du über den ICAO-Code im Tracking-Dienst oder das Kennzeichen. Erst dann ist die Sichtung vollständig.

Die häufigste Verwechslung im Linienverkehr ist der CRJ mit dem Embraer E175. Die Faustregel: Beim CRJ sitzen die Triebwerke am Heck, beim Embraer unter den Flügeln. Mehr dazu liest du im Beitrag Regionaljets erkennen. Bei den Businessjets konkurrieren Challenger und Global mit Gulfstream, Dassault und Textron Aviation. Wie du diese Familien auseinanderhältst, zeigt der Guide Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden.

Schnellbestimmung: Welcher Bombardier-Jet ist das?

Drei Beobachtungen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

CRJ-Regionaljet

Airline-Einsatz und schlanker Rumpf passen zum CRJ. Die Rumpflänge und der Code entscheiden zwischen CRJ200, 700, 900 und 1000.

Wahrscheinlich

Bombardier Global

Große Fenster und viel Länge sprechen für eine Global. Bei der 7500 und 8000 hilft nur das Kennzeichen weiter.

Wahrscheinlich

Bombardier Challenger

Ein kompakter, breiter Businessjet mit Hecktriebwerken ist meist eine Challenger. CL35 und CL30 stehen für die 300er-Linie, CL60 für die 600er-Linie.

Wo du Bombardier in Europa spottest

Für CRJ ist Deutschland ein schwieriges Pflaster geworden. Mit dem Aus von Lufthansa CityLine im April 2026 ist die letzte große CRJ900-Flotte im Land verschwunden, auch Eurowings fliegt den Typ schon lange nicht mehr. Stand Oktober 2026 lohnt der Blick auf andere Betreiber: Air Nostrum in Spanien ist für den CRJ1000 bekannt, CityJet fliegt CRJ900 im Auftrag anderer Airlines. Die mit Abstand größten Flotten fliegen in Nordamerika, etwa bei SkyWest, Endeavor Air, PSA Airlines und Jazz.

Ganz anders sieht es bei den Businessjets aus. Challenger und Global landen an fast jedem größeren Flughafen, besonders häufig aber an den Hochburgen der Geschäftsluftfahrt:

Flughafen Warum dort Tipp
Genf Großes Businessjet-Aufkommen, viele internationale Organisationen Die Aussichtsterrasse und der Genf-Guide
Paris-Le Bourget Einer der wichtigsten Businessjet-Flughäfen Europas Zur Paris Air Show mit Hersteller-Ausstellung
Nizza Starker Privatverkehr in der Sommersaison Am Wochenende und zu Großveranstaltungen planen
London-Luton Viel Businessjet-Verkehr in die britische Hauptstadt Abflüge über Tracking verfolgen
Zürich Regelmäßig Businessjets, im Januar viele Gäste rund um das Weltwirtschaftsforum Der Butzenbüel für Landungen

Die A220 ist dagegen am einfachsten: Sie kommt mit Swiss, airBaltic und weiteren Airlines planmäßig an viele Flughäfen im DACH-Raum, etwa nach Frankfurt oder München.

Bereit für deine Bizjet-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich weiß, wo am Flughafen das Vorfeld der Allgemeinen Luftfahrt liegt.
  • Ich habe im Tracking-Dienst nach CL35, CL60, GLEX oder GL7T gefiltert.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.

Spotting-Praxis: Businessjets richtig planen

Businessjets folgen keinem Flugplan. Ob eine Global morgen in Genf landet, weißt du oft erst kurz vorher. Hilfreich sind Tracking-Dienste mit Filter auf die ICAO-Codes und Alarme für bestimmte Typen. Beachte aber: Manche Betreiber lassen ihre Flüge in öffentlichen Diensten ausblenden. Ein fehlender Eintrag heißt also nicht, dass kein Jet kommt. Grundlagen dazu stehen im Beitrag Flugverfolgung mit ADS-B.

Auf vielen Flughäfen parken Businessjets weit vom Terminal entfernt. Plane deinen Spot deshalb nach der aktiven Bahn und dem Rollweg zum Vorfeld der Allgemeinen Luftfahrt, nicht nach der Besucherterrasse. Die besten Chancen hast du bei Großveranstaltungen wie Messen, Gipfeltreffen oder Sportereignissen, wenn viele Jets gleichzeitig kommen. Mehr Tipps sammelt der Beitrag Businessjets spotten, rechtliche Fragen klärt Ist Planespotting erlaubt?.

Bei der Fotografie gilt: Die weißen Lackierungen vieler Businessjets überstrahlen schnell. Belichte eher etwas knapper und nutze flaches Licht am Morgen oder Abend. Den passenden Zeitpunkt planst du mit dem Beitrag Sonnenstand am Fotospot. Und wenn du die seltenen Gäste unter den Bombardier-Jets suchst – einen alten Learjet 35 oder einen CRJ1000 –, hilft dir der Guide Seltene Flugzeuge spotten.

Es ist ein aktueller Bombardier-Jet, wenn …

  • der Tracker CL35, CL60, GL5T, GLEX oder GL7T zeigt
  • ein Businessjet mit Hecktriebwerken und T-Leitwerk vor dir steht
  • das Kennzeichen in der Datenbank als Challenger oder Global geführt wird

Noch offen ist, …

  • ob eine Global 7500 schon auf 8000-Standard umgerüstet ist
  • ob eine Challenger eine 300, 350 oder 3500 ist, solange das Kennzeichen fehlt
  • welche Kabinenausstattung eingebaut ist

Kein neuer Bombardier-Jet ist …

  • eine A220 – sie gehört heute zu Airbus
  • ein CRJ – das Programm liegt bei Mitsubishi
  • eine Dash 8 – sie kommt von De Havilland Canada

Bombardier im Vergleich zu Airbus und Embraer

Bombardiers Geschichte ist eng mit seinen Konkurrenten verbunden. Mit der C Series wollte der Konzern Airbus und Boeing angreifen – am Ende wurde das Flugzeug ein Airbus. Im Regionaljet-Markt lieferte sich der CRJ jahrzehntelang ein Duell mit Embraer, das die Brasilianer mit ihrer E-Jet-Familie letztlich für sich entschieden. Bei den Businessjets ist Bombardier dagegen einer der führenden Hersteller, auf Augenhöhe mit Gulfstream.

Für deine Sammlung heißt das: Bombardier ist ein Hersteller mit zwei Gesichtern. Die historischen Programme jagst du bei Airlines, die aktuellen auf den Vorfeldern der Privatflieger.

Jede Global und jeden CRJ festhalten

Mit Planetrack teilst du jede Bombardier-Sichtung mit allen Flugzeugdaten, findest über die Spot-Karte gute Standorte mit bestem Licht und tauschst dich mit der Community aus. Planetrack startet bald – trag dich jetzt in die Warteliste ein und sei von Anfang an dabei.

Fazit

Bombardier hat die Luftfahrt der vergangenen 35 Jahre stärker geprägt, als der heutige Name vermuten lässt. Der CRJ machte den Regionaljet groß, die C Series lebt als A220 weiter, und Marken wie Learjet, Canadair und de Havilland Canada standen zeitweise unter Bombardiers Dach. Nach dem großen Umbau zwischen 2019 und 2021 ist davon nur ein Kern geblieben: die Businessjets der Familien Challenger und Global.

Für Spotter ist das eine spannende Mischung. Die alten Programme findest du bei Airlines und unter neuen Herstellernamen, die neuen Jets auf den Vorfeldern von Genf, Le Bourget oder Nizza. Wer Hecktriebwerke, T-Leitwerk und ICAO-Codes im Blick behält, ordnet fast jeden Bombardier-Jet sicher ein.

Kurzfazit

Bombardier ist heute ein reiner Businessjet-Hersteller mit Challenger und Global. CRJ, A220, Dash 8 und Learjet stammen aus seiner Geschichte, gehören aber zu anderen Herstellern oder werden nicht mehr gebaut – Typcode und Kennzeichen klären, was du vor dir hast.

Zusammenfassung

  • Bombardier stieg 1986 mit Canadair in die Luftfahrt ein und baute zeitweise Regionaljets, Turboprops, Löschflugzeuge und Businessjets unter einem Dach.
  • Zwischen 2019 und 2021 verkaufte der Konzern Dash 8, CRJ, seinen Anteil an der A220 und die Bahnsparte und konzentrierte sich ganz auf Businessjets.
  • Das aktuelle Programm umfasst Challenger 3500, Challenger 650, Global 5500, Global 6500 und Global 8000.
  • Für Spotter heißt das: CRJ und A220 findest du bei Airlines, die neuen Bombardier-Jets dagegen auf den Vorfeldern der Allgemeinen Luftfahrt.

Häufige Fragen

Baut Bombardier noch Verkehrsflugzeuge?

Nein. Seit 2020 baut Bombardier keine Verkehrsflugzeuge mehr. Das Dash-8-Programm ging 2019 an Longview, das CRJ-Programm 2020 an Mitsubishi Heavy Industries, und den letzten Anteil an der C Series – der heutigen Airbus A220 – verkaufte Bombardier im Februar 2020 an Airbus. Heute baut der Konzern nur noch Businessjets der Familien Challenger und Global.

Ist die Airbus A220 ein Bombardier-Flugzeug?

Ursprünglich ja. Bombardier entwickelte sie als C Series, Erstflug war 2013, der Liniendienst begann 2016 bei Swiss. 2018 übernahm Airbus die Mehrheit und benannte das Programm in A220 um. Heute halten Airbus 75 Prozent und die Provinz Québec über Investissement Québec 25 Prozent. Die Endmontage läuft weiter in Mirabel bei Montreal und zusätzlich in Mobile (Alabama).

Wer baut heute den CRJ?

Niemand mehr. Mitsubishi Heavy Industries übernahm das Programm am 1. Juni 2020, Bombardier baute danach nur noch die offenen Bestellungen fertig. Der letzte neue CRJ900 ging Anfang 2021 an SkyWest. Wartung, Ersatzteile und Zulassungsfragen für die fliegende Flotte betreut seitdem die Mitsubishi-Tochter MHI RJ Aviation.

Welche Flugzeuge baut Bombardier aktuell?

Fünf Businessjets: die Challenger 3500 und die Challenger 650 in der mittleren Klasse sowie die Global 5500, die Global 6500 und die Global 8000 für die Langstrecke. Die Global 7500 ist im Programm von der Global 8000 abgelöst worden.

Was ist aus Learjet geworden?

Bombardier hatte Learjet 1990 übernommen. Im Februar 2021 kündigte der Konzern das Ende der Produktion an, der letzte neue Learjet 75 wurde am 28. März 2022 ausgeliefert. Der Standort Wichita bleibt aber wichtig: Dort sitzen Service, Flugerprobung und Bombardier Defense. Learjets sind weiterhin unterwegs, etwa als Ambulanzjets.

Wie unterscheide ich Challenger und Global?

Über Größe und Fenster. Die Challenger-Jets sind kompakter, die Global-Jets deutlich länger und höher, mit einer langen Reihe großer Fenster. Die Global 7500 und 8000 wirken auf dem Vorfeld fast wie ein kleiner Regionaljet. Sicher wird die Bestimmung über den ICAO-Code, etwa CL35 für die Challenger 3500, CL60 für die Challenger-600-Reihe, GLEX für Global Express bis Global 6500 und GL7T für die Global 7500. Mehr Tipps stehen im Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden.

Welche ICAO-Codes haben die CRJ-Modelle?

CRJ1 steht für den CRJ100, CRJ2 für den CRJ200, CRJ7 für den CRJ700, CRJ9 für den CRJ900 und CRJX für den CRJ1000. Wie die beiden Code-Systeme zusammenhängen, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Wo sehe ich in Deutschland noch einen CRJ?

Seltener als früher. Lufthansa CityLine hat ihren Flugbetrieb im April 2026 eingestellt und damit die letzte große deutsche CRJ-Flotte. Stand Oktober 2026 siehst du CRJ vor allem als Gäste europäischer Regionalairlines oder auf Überführungen. Am sichersten ist ein Sichtungs-Alarm auf die Codes CRJ9 und CRJX.

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

CL / CLH

Lufthansa CityLine

Die frühere Regional- und Zubringertochter der Lufthansa: Wurzeln von 1958, als CityLine ab 1992 im Einsatz, mit CRJ, Avro RJ85, Embraer und sogar A340 – im April 2026 ging der Flugbetrieb zu Ende.

YW / ANE

Air Nostrum

Spaniens große Regionalairline aus Valencia fliegt seit 1997 als Iberia Regional: CRJ1000-Jets und ATR-72-600-Turboprops in Iberia-Farben, verkauft unter IB-Flugnummern, durchgeführt unter dem ICAO-Code ANE.

WX / BCY

CityJet

Irische Regionalairline, die 1994 London City mit Dublin verband und heute nur noch als ACMI-Anbieter fliegt: CityJet setzt CRJ900 in SAS-Farben ab Kopenhagen und Stockholm ein – früher waren es BAe 146 und Avro RJ85.

OO / SKW

SkyWest Airlines

Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.

9E / EDV

Endeavor Air

Die Regionalairline aus Minneapolis, die komplett Delta gehört: früher Express Airlines I und Pinnacle Airlines, heute Endeavor – mit einer reinen CRJ-Flotte, die als Delta Connection unterwegs ist.

QK / JZA

Jazz Aviation

Kanadas größte Regionalairline fliegt fast ausschließlich als Air Canada Express: Dash 8-400, CRJ900 und Embraer 175 im Air-Canada-Look, eigene Codes QK und JZA und eine Geschichte, die auf vier Regionalairlines zurückgeht.

LX / SWR

Swiss International Air Lines

Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.

BT / BTI

airBaltic

Die lettische Airline mit dem hellgrünen Leitwerk: Drehkreuz Riga, eine Flotte nur aus Airbus A220-300 und viele Einsätze im Wet-Lease für die Lufthansa Group – dazu ein Umbau, der 2026 die Flotte deutlich verkleinert.

DL / DAL

Delta Air Lines

Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.

EJA

NetJets

Der Pionier des Bruchteilseigentums an Businessjets: NetJets aus Columbus (Ohio) gehört zu Berkshire Hathaway, betreibt eine der größten Businessjet-Flotten der Welt und fliegt mit NetJets Europe auch ab Portugal quer durch Europa.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

Bombardier CRJ100/CRJ200

Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.

Flugzeugtyp

Bombardier CRJ700

Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.

Flugzeugtyp

Bombardier CRJ900

Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.

Flugzeugtyp

Bombardier CRJ1000

Der CRJ1000 ist das Maximum dessen, was aus dem schlanken Canadair-Rumpf herauszuholen war: rund 39 Meter lang, bis zu 104 Sitze, Triebwerke am Heck. Heute fliegt der größte CRJ fast nur noch in Spanien – so erkennst du ihn und so findest du ihn.

Flugzeugtyp

Airbus A220-100

Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A220-300

Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Bombardier Challenger 3500

Von außen eine Challenger 350, innen ein neues Flugzeug: Die Challenger 3500 ist Bombardiers aktueller Super-Midsize-Jet und einer der meistgelieferten Businessjets. So ordnest du sie ein.

Flugzeugtyp

Bombardier Challenger 650

Bauchiger Rumpf, T-Leitwerk, zwei GE-Triebwerke am Heck: Die Challenger 650 ist die aktuelle Version der Challenger-600-Familie. So erkennst du sie und grenzt sie von 604, 605 und 350 ab.

Flugzeugtyp

Bombardier Global 7500

Zwei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und ein Rumpf, so lang wie bei einem kleinen Regionaljet: Die Global 7500 ist einer der größten Businessjets der Welt. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Bombardier Global 8000

Mach 0,95, 8.000 nautische Meilen Reichweite und eine Kabinendruckhöhe von unter 2.700 Fuß: Die Global 8000 ist laut Bombardier das schnellste zivile Flugzeug seit der Concorde. Was sie von der Global 7500 trennt – und warum du dafür das Kennzeichen brauchst.

Flugzeugtyp

Bombardier Learjet 75

Der Learjet 75 ist das Schlusskapitel einer Legende: eine modernisierte Learjet 45 mit Glascockpit und neuen Winglets, gebaut bis Anfang 2022. Hier erfährst du, wie du ihn erkennst und warum jede Sichtung ein Stück Businessjet-Geschichte ist.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)

Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.

Spotting-Spots rund um Bombardier

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