Das Wichtigste in Kürze
- Die Maske verrät die A350: Die Cockpitscheiben der A350 sind von einer schwarz lackierten Umrandung eingefasst – Spotter sprechen von der Waschbär- oder Sonnenbrillen-Maske. Bei der 787 gehört so eine Maske nicht zum Standard.
- Sechs oder vier Scheiben: Die A350 hat sechs Cockpitscheiben, die 787 nur vier große. Dieses Merkmal funktioniert auch dann, wenn eine Lackierung die Maske ungewöhnlich wirken lässt.
- Nach oben oder nach hinten: Die Flügelspitzen der A350 biegen sich auf den letzten Metern weich nach oben. Die 787 hat schräg nach hinten gezogene Raked Wingtips ohne jeden Knick nach oben.
- Gezackt heißt Dreamliner: Beide 787-Triebwerke, GEnx-1B und Trent 1000, haben Chevrons an der Hinterkante. Das Trent XWB der A350 endet glatt.
- Fahrwerk nur bei der -1000 eindeutig: A350-900 und alle 787 stehen auf vier Rädern pro Hauptfahrwerksbein. Sechs Räder pro Bein bedeuten A350-1000.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Die kurze Antwort
- 2.Merkmal 1: die schwarze Maske
- 3.Merkmal 2: Cockpitscheiben und Nase
- 4.Merkmal 3: die Flügelspitzen
- 5.Merkmal 4: Triebwerke und Chevrons
- 6.Fahrwerk: nur bei der A350-1000 eindeutig
- 7.Die Fallen: Länge, Flügelbiegung und Lackierung
- 8.Sonderfall A330neo: die zweite Maske
- 9.Merkmale im Vergleich
- 10.Nach der Familie: die genaue Variante
- 11.Wo du beide Typen in Deutschland siehst
- 12.Worauf du achten solltest
- 13.Fazit
Ein moderner Zweistrahler mit langen, schlanken Flügeln setzt zur Landung an, die Lackierung ist dunkel und elegant, der Rumpf breit – und am Zaun beginnt die Diskussion: A350 oder Dreamliner? Kein Wunder, denn beide Typen gehören zur selben Generation, bestehen überwiegend aus Kohlefaser, haben ähnliche Abmessungen und fliegen oft für dieselben Airlines. Dieser Guide zeigt dir, an welchen Merkmalen du Airbus A350 und Boeing 787 sicher auseinanderhältst, welche Merkmale nur scheinbar helfen und wie du danach die genaue Variante bestimmst.
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Die kurze Antwort
Du unterscheidest A350 und 787 am sichersten über vier Merkmale: Die A350 trägt eine schwarze Maske um die Cockpitscheiben, die 787 nicht. Die A350 hat sechs Cockpitscheiben, die 787 nur vier. Die Flügelspitzen der A350 biegen sich nach oben, die der 787 sind schräg nach hinten gezogen. Und die Triebwerke der 787 enden gezackt, die der A350 glatt. Zwei dieser vier Punkte genügen in der Praxis für eine sichere Bestimmung.
Die Ähnlichkeit hat einen Grund. Beide Typen sind die Antwort ihrer Hersteller auf dieselbe Frage: ein sparsamer Großraum-Zweistrahler mit viel Kohlefaser für Langstrecken. Boeing war zuerst dran: Die 787 flog am 15. Dezember 2009 zum ersten Mal und ging im Oktober 2011 bei All Nippon Airways in den Liniendienst. Airbus folgte mit der A350-900, die am 14. Juni 2013 in Toulouse abhob und im Januar 2015 bei Qatar Airways den Linienbetrieb aufnahm. Die größere A350-1000 flog im November 2016 erstmals und kam im Februar 2018 ebenfalls zuerst zu Qatar Airways.
Merkmal 1: die schwarze Maske
Das bekannteste Erkennungszeichen der A350 sitzt direkt im Gesicht. Die Cockpitscheiben sind von einer schwarz lackierten Fläche eingefasst, die über alle sechs Scheiben reicht. Von vorn und schräg vorn wirkt das wie eine Sonnenbrille oder die Augenpartie eines Waschbärs – in der Spotter-Szene sind beide Spitznamen verbreitet. Airbus nennt dafür vor allem praktische Gründe: Die schwarze Fläche erleichtert die Wartung rund um die Scheiben, und der dunkle Lack verteilt nach Herstellerangaben die Wärme gleichmäßiger über das Glas.
Die 787 hat keine solche Maske als Standard. Ihre Cockpitscheiben sitzen direkt in der jeweiligen Rumpflackierung, bei den meisten Airlines also in Weiß. Auf ein Foto übertragen heißt das: Siehst du eine dunkle Brille um die Cockpitfenster, ist ein Dreamliner praktisch ausgeschlossen.
Die Maske ist kein Alleinbeweis
Seit der A350 hat Airbus das Design auf weitere Typen übertragen, etwa auf die A330neo und neuere A321neo. Wer also nur die Maske sieht, weiß zuerst einmal: neuerer Airbus. Gegen die 787 reicht das, gegen eine A330-900 nicht. Wie du A350 und A330neo trennst, steht weiter unten.
Merkmal 2: Cockpitscheiben und Nase
Zähl die Scheiben – das funktioniert auch bei ungewöhnlichen Lackierungen oder ungünstigem Licht, wenn die Maske kaum vom Rumpf abzuheben ist.
- Airbus A350: sechs Cockpitscheiben, zwei große Frontscheiben und je zwei Seitenscheiben. Die Scheiben sind gewölbt und folgen der runden Nasenform. Die Nase wirkt voll und rund, das Cockpit sitzt relativ hoch.
- Boeing 787: nur vier große Cockpitscheiben. Die Nase ist glatt und gleichmäßig nach vorn gezogen, ohne Kanten und ohne den klassischen Boeing-Knick. Von der Seite wirkt sie spitzer und flacher als die A350-Nase, fast wie aus einem Guss.
Unter den Großraumjets, die du an deutschen Flughäfen siehst, ist die Vier-Scheiben-Nase ein Kennzeichen des Dreamliners. Darum ist sie auch im Vergleich mit der 777 so hilfreich, wie der Guide Boeing 777 und 787 unterscheiden zeigt. Eine Übersicht über Nasenformen aller gängigen Typen findest du im Artikel Flugzeugtypen an Nase und Cockpitfenstern erkennen.
Bei Gegenlicht die Scheibenkanten suchen
Steht die Sonne ungünstig, verschwinden Maske und Scheiben oft in einer dunklen Fläche. Achte dann auf die Seitenansicht der Nase: Ein langer, gleichmäßig abfallender Bug spricht für die 787, ein runder, kräftiger Bug mit hoch sitzendem Cockpit für die A350.
Merkmal 3: die Flügelspitzen
Im Anflug, von unten gesehen, sind die Flügelspitzen das stärkste Merkmal.
Die A350 hat eine geschwungene Flügelspitze: Der Flügel biegt sich zur Spitze hin sanft nach oben, ohne harten Knick. Von vorn oder schräg unten sieht das aus wie eine nach oben gebogene Klinge. Ein klassisches, senkrecht stehendes Winglet ist es nicht, eher ein weicher Übergang.
Die 787 hat dagegen Raked Wingtips: Die Spitze ist stark nach hinten gezogen und verjüngt sich, bleibt aber in der Ebene des Flügels. Nach oben steht nichts ab. Von unten sieht der Dreamliner-Flügel deshalb aus wie ein langer, spitz auslaufender Säbel.
Die Faustregel lautet also: Biegt sich die Spitze nach oben – A350. Läuft sie flach und schräg nach hinten aus – 787. Wie sich Sharklets, Blended Winglets, Split Scimitars und Raked Wingtips generell unterscheiden, erklärt der Guide Winglets, Sharklets und Raked Wingtips.
Die seltene Variante nicht verpassen
Mit Sichtungs-Alarmen für Typen, Airlines und Kennzeichen meldet dir Planetrack, wenn eine A350-1000 oder eine 787-10 im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Merkmal 4: Triebwerke und Chevrons
Das vierte Merkmal hängt unter den Flügeln. Die A350 fliegt ausschließlich mit dem Trent XWB von Rolls-Royce, in verschiedenen Schubstufen für die -900 und die stärkere -1000. Die Gondel ist groß und endet an der Hinterkante glatt.
Die 787 hat zwei Optionen: das GEnx-1B von GE Aerospace oder das Trent 1000 von Rolls-Royce. Beide Gondeln tragen an der Hinterkante gezackte Chevrons, die wie ein Sägeblatt aussehen und den Strahllärm mindern. Bei Seitenlicht sind sie auch auf mittlere Entfernung gut zu erkennen.
| Familie | Triebwerk | Hinterkante der Gondel |
|---|---|---|
| A350-900 | Trent XWB | glatt |
| A350-1000 | Trent XWB (stärkere Version) | glatt |
| 787-8, 787-9, 787-10 | GEnx-1B oder Trent 1000 | gezackte Chevrons |
Wer dabei ist, die Triebwerke auch allgemein zu lernen, findet im Guide Triebwerke erkennen die wichtigsten Gondelformen im Überblick.
Fahrwerk: nur bei der A350-1000 eindeutig
Beim Fahrwerk musst du genau hinschauen. Die A350-900 und alle 787-Versionen stehen auf zwei Hauptfahrwerksbeinen mit je vier Rädern – im Anflug sieht das bei beiden gleich aus. Erst die A350-1000 unterscheidet sich: Sie trägt Sechsrad-Drehgestelle, also drei Achsen hintereinander pro Bein.
Siehst du sechs Räder pro Bein und eine schwarze Maske, hast du deshalb mit großer Sicherheit eine A350-1000 vor dir. Bei vier Rädern hilft das Fahrwerk für die Frage A350 oder 787 nicht weiter. Die Logik der verschiedenen Fahrwerkskonfigurationen erklärt der Guide Fahrwerk als Erkennungsmerkmal.
Die Fallen: Länge, Flügelbiegung und Lackierung
Ein paar Merkmale fühlen sich gut an, führen bei diesem Paar aber in die Irre.
Rumpflänge: Die A350-900 ist mit rund 67 Metern fast genauso lang wie die 787-10 mit rund 68 Metern. Die 787-9 liegt mit rund 63 Metern auch nicht weit darunter. Nur die kurze 787-8 und die lange A350-1000 fallen klar aus der Reihe.
| Variante | Länge (rund) | Spannweite (rund) | Räder pro Hauptfahrwerksbein |
|---|---|---|---|
| 787-8 | 57 m | 60 m | 4 |
| 787-9 | 63 m | 60 m | 4 |
| A350-900 | 67 m | 64,8 m | 4 |
| 787-10 | 68 m | 60 m | 4 |
| A350-1000 | 74 m | 64,8 m | 6 |
Flügelbiegung: Beide Flügel bestehen überwiegend aus Kohlefaser und federn im Flug sichtbar nach oben. Beim Dreamliner ist der Effekt berühmt – beim Belastungstest am Boden 2010 bogen sich die Flügel rund 7,6 Meter nach oben. Aber auch der A350-Flügel wirkt im Flug deutlich gebogen. Als Trennmerkmal taugt die Biegung deshalb nicht.
Lackierung und Airline: Viele Airlines fliegen beide Typen parallel, darunter Lufthansa, Singapore Airlines und Qatar Airways. Die Farben verraten also nichts über den Typ.
Rumpfbreite: Die A350 ist mit knapp sechs Metern Außendurchmesser etwas breiter als die 787 mit rund 5,8 Metern. Im Einzelbild am Himmel ist das nicht zu sehen, höchstens nebeneinander auf dem Vorfeld.
Sonderfall A330neo: die zweite Maske
Weil die A330neo die schwarze Maske übernommen hat, verwechseln Spotter sie oft mit der A350. Für die Frage „A350 oder 787?“ spielt das eine Rolle, weil eine A330-900 im Anflug durchaus wie ein moderner Langstreckenjet wirken kann. Drei Hinweise helfen:
- Cockpitform: Die A330neo hat die klassische Airbus-Nase der A330, die Maske folgt deren eckigeren Scheibenkonturen. Die A350-Scheiben wirken größer und stärker gewölbt.
- Flügelspitzen: Die A330neo trägt Sharklets, die aus der Flügelebene deutlich nach oben ragen. Bei der A350 ist der Übergang weicher.
- Fahrwerk: Die A330 hat zwischen den Hauptfahrwerksbeinen kein Mittelfahrwerk, sondern wie A350-900 und 787 zwei Vierrad-Beine. Hier hilft also eher die Nase.
Die A330neo gegen die 787 zu trennen, ist dagegen einfach: Maske, sechs Scheiben, glatte Triebwerksenden und Sharklets sprechen klar gegen den Dreamliner. In Deutschland begegnet dir die A330-900 zum Beispiel bei Condor. Die Abgrenzung der älteren A330 gegen die vierstrahlige Schwester behandelt der Guide A330 oder A340?.
Merkmale im Vergleich
| Merkmal | Airbus A350 | Boeing 787 |
|---|---|---|
| Cockpit-Maske | schwarz lackierte Umrandung | keine (Rumpffarbe) |
| Cockpitscheiben | 6, gewölbt | 4 große Scheiben |
| Nase | rund, kräftig, hoch sitzendes Cockpit | glatt, länger gezogen, spitzer |
| Flügelspitzen | nach oben geschwungen | Raked Wingtips, schräg nach hinten |
| Triebwerke | nur Trent XWB, glatt endend | GEnx-1B oder Trent 1000, mit Chevrons |
| Hauptfahrwerk | 4 Räder (-900), 6 Räder (-1000) | 4 Räder |
| Spannweite | rund 64,8 m | rund 60 m |
| Erstflug | 2013 (-900) | 2009 (-8) |
1. Nase ansehen
Schwarze Maske und sechs Scheiben bedeuten Airbus, vier große Scheiben ohne Maske bedeuten 787.
2. Flügelspitzen prüfen
Spitze nach oben geschwungen: A350. Spitze flach und schräg nach hinten gezogen: 787.
3. Triebwerksenden checken
Gezackte Chevrons heißen Dreamliner, eine glatte Hinterkante passt zur A350.
4. A330neo ausschließen
Bei Maske prüfen: eckigere A330-Nase und steile Sharklets sprechen für die A330neo, nicht für die A350.
5. Variante bestimmen
Jetzt Länge und Fahrwerk heranziehen – und im Zweifel Kennzeichen oder Typcode prüfen.
Nach der Familie: die genaue Variante
Ist die Familie klar, geht es an die Variante. Bei der A350 ist das einfach: Die A350-900 hat vier Räder pro Hauptfahrwerksbein, die A350-1000 sechs und einen sichtbar längeren Rumpf. Die Spannweite ist bei beiden gleich, deshalb wirkt die -1000 im Verhältnis schlanker und gestreckter.
Bei der 787 entscheidet die Länge, denn Nase, Flügel und Triebwerksoptionen sind bei allen drei Versionen gleich. Die 787-8 wirkt gedrungen, fast stämmig. Die 787-9 ist die häufigste Version und wirkt ausgewogen. Die 787-10 hat eine auffallend lange Fensterreihe vor und hinter dem Flügel.
Wenn es knapp wird, löst der Typcode die Frage. In Flugverfolgungsdiensten steht die A350-900 als A359, die A350-1000 als A35K, die Dreamliner als B788, B789 und B78X. Wie du eine bestimmte Maschine über ihr Kennzeichen findest, zeigt der Guide Flugzeuge per Kennzeichen verfolgen.
Wo du beide Typen in Deutschland siehst
Am besten übst du dort, wo beide Familien regelmäßig auftauchen. Lufthansa setzt sowohl A350-900 als auch 787-9 ein und hat ihre A350-Flotte lange vor allem in München stationiert. Am Flughafen München kannst du deshalb gut A350 üben, etwa vom Besucherhügel aus, wo du Großraumjets beim Rollen und Starten aus der Nähe siehst – ideal für Nase, Maske und Triebwerke. Mehr zu Spots und Licht steht im Guide Planespotting am Flughafen München.
Am Flughafen Frankfurt kommen viele ausländische Airlines mit beiden Typen dazu. Finnair fliegt auf der Langstrecke die A350, Singapore Airlines und Qatar Airways betreiben beide Familien. Für Anflugbilder von unten, bei denen die Flügelspitzen gut zu sehen sind, bietet sich die Aussichtsplattform Zeppelinheim an. Weitere Spots stellt der Guide Planespotting am Flughafen Frankfurt vor. Welche Airline an einem bestimmten Tag welchen Typ schickt, ändert sich mit Flugplan und Umläufen – prüf das vor deinem Besuch aktuell.
Sicher eine A350, wenn …
- du sechs Cockpitscheiben in schwarzer Maske siehst
- die Flügelspitzen weich nach oben geschwungen sind
- die Triebwerke glatt enden – oder sechs Räder pro Bein zu sehen sind
Noch offen, wenn …
- du nur die Rumpflänge abschätzen kannst
- du nur einen stark gebogenen Flügel siehst
- die Maske da ist, aber Nase und Spitzen nach A330neo aussehen
Sicher eine 787, wenn …
- die Nase nur vier große Scheiben ohne Maske hat
- die Flügelspitzen flach und schräg nach hinten auslaufen
- die Triebwerksenden gezackt sind
Worauf du achten solltest
- Nie nur ein Merkmal. Kombiniere mindestens zwei der vier Hauptmerkmale, bevor du dich festlegst – gerade die Maske allein führt zur A330neo-Falle.
- Den Blickwinkel nutzen. Von vorn und schräg vorn siehst du Maske und Scheiben, von unten die Flügelspitzen, von der Seite die Chevrons.
- Licht beachten. Bei Gegenlicht verschwindet die Maske, bei hoher Sonne liegen Chevrons im Schatten der Gondel. Die Flügelspitzen-Silhouette funktioniert dagegen auch im Gegenlicht.
- Varianten erst am Schluss. Länge und Fahrwerk sind gute Variantenmerkmale, aber schwache Familienmerkmale.
Wenn du gerade erst mit dem Typenbestimmen anfängst, hilft dir der Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger. Die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Herstellern erklärt der Artikel Airbus oder Boeing erkennen.
Kannst du A350 und 787 sicher trennen?
- Ich erkenne die schwarze Maske um die A350-Cockpitscheiben.
- Ich zähle sechs oder vier Cockpitscheiben.
- Ich unterscheide nach oben geschwungene Spitzen von Raked Wingtips.
- Ich sehe die Chevrons an den Dreamliner-Triebwerken.
- Ich weiß, dass die A330neo ebenfalls eine Maske trägt.
- Ich erkenne die A350-1000 an den Sechsrad-Drehgestellen.
Typen bestimmen, sammeln und teilen
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Fazit
A350 und 787 sind Geschwister im Geiste, aber keine Zwillinge. Die A350 zeigt sich mit schwarzer Maske, sechs Cockpitscheiben, nach oben geschwungenen Flügelspitzen und glatt endenden Trent-XWB-Triebwerken. Der Dreamliner hat eine glatte Vier-Scheiben-Nase ohne Maske, flach nach hinten gezogene Raked Wingtips und gezackte Chevrons an den Gondeln. Länge, Flügelbiegung und Airline helfen bei diesem Paar kaum – das Fahrwerk nur bei der A350-1000. Wer zusätzlich die A330neo im Hinterkopf behält, liegt am Zaun fast immer richtig.
Kurzfazit
Erst Nase, dann Flügelspitzen, dann Triebwerksenden: Maske, sechs Scheiben, Spitzen nach oben und glatte Gondeln bedeuten A350 – vier Scheiben ohne Maske, Raked Wingtips und Chevrons bedeuten 787. Die Maske allein reicht nicht, weil auch die A330neo sie trägt.
Zusammenfassung
- A350 und 787 sind die beiden modernen Großraum-Zweistrahler mit Rumpf und Flügel überwiegend aus Kohlefaser. Die 787 flog erstmals im Dezember 2009, die A350-900 im Juni 2013.
- Die verlässlichsten Merkmale sind die schwarze Cockpit-Maske der A350, die Zahl der Cockpitscheiben (sechs gegen vier), die Flügelspitzen (nach oben gebogen gegen schräg nach hinten gezogen) und die Triebwerksenden (glatt gegen gezackt).
- Rumpflänge und Flügelbiegung helfen kaum, weil sich die Familien überschneiden und beide Flügel im Flug sichtbar nach oben federn.
- Die schwarze Maske tragen inzwischen auch andere Airbus-Typen wie die A330neo. Sie trennt A350 und 787 sicher, ist aber kein Beweis für eine A350.
Häufige Fragen
Was ist der schnellste Weg, eine A350 von einer 787 zu unterscheiden?
Schau auf die Nase. Die A350 hat sechs Cockpitscheiben in einer schwarz lackierten Umrandung, die wie eine Sonnenbrille wirkt. Die 787 hat nur vier große Scheiben und keine solche Maske. Im Anflug von unten helfen zusätzlich die Flügelspitzen: nach oben gebogen bei der A350, schräg nach hinten gezogen bei der 787.
Warum hat die A350 eine schwarze Maske um die Cockpitfenster?
Laut Airbus hat die schwarze Umrandung praktische Gründe: Sie erleichtert die Wartung rund um die Cockpitscheiben und hilft, die Wärme gleichmäßiger über das Glas zu verteilen. Inzwischen ist die Maske auch ein Markenzeichen neuerer Airbus-Jets.
Hat jedes Flugzeug mit schwarzer Cockpit-Maske eine A350?
Nein. Die Maske tragen zum Beispiel auch viele A330neo, und auch bei anderen Airbus-Typen taucht sie in manchen Lackierungen auf. Für die Abgrenzung A350 gegen 787 ist sie trotzdem sehr zuverlässig. Gegen andere Airbus-Jets brauchst du weitere Merkmale wie die Scheibenform, die Triebwerke oder die Rumpflänge.
Haben A350 und 787 unterschiedliche Flügelspitzen?
Ja. Die A350 hat eine geschwungene Flügelspitze, die sich auf den letzten Metern nach oben biegt. Die 787 hat Raked Wingtips: Die Spitze ist schräg nach hinten gezogen, bleibt aber in der Flügelebene. Von unten im Anflug oder von vorn ist der Unterschied gut zu sehen.
Welche Triebwerke haben A350 und 787?
Die A350 fliegt ausschließlich mit dem Trent XWB von Rolls-Royce, dessen Gondel glatt endet. Die 787 hat zwei Optionen, das GEnx-1B von GE Aerospace und das Trent 1000 von Rolls-Royce. Beide haben an der Hinterkante gezackte Chevrons, die den Lärm mindern.
Ist die A350 größer als die 787?
Teilweise. Die A350-900 ist mit rund 67 Metern etwa so lang wie die 787-10 mit rund 68 Metern. Erst die A350-1000 mit rund 74 Metern ist klar länger als jeder Dreamliner. Bei der Spannweite liegt die A350 mit rund 64,8 Metern vor der 787 mit rund 60 Metern, das siehst du aber nur im direkten Vergleich.
Welche Typcodes nutzen Flugverfolgungsdienste?
Die A350-900 läuft als A359, die A350-1000 als A35K. Die Dreamliner heißen B788, B789 und B78X für die 787-10. Wenn du dir bei einem Foto unsicher bist, klärt der Typcode die Frage meist schnell.
Nachschlagen statt raten
In der Flugzeugtypen-Datenbank findest du zu jedem Flugzeugtyp eine eigene Seite mit Steckbrief, Erkennungsmerkmalen und Spotting-Hinweisen – nach Herstellern sortiert.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerRolls-Royce
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