Das Wichtigste in Kürze
- ARJ21 und C909 sind dasselbe Flugzeug: Comac hat den Regionaljet im Herbst 2024 umbenannt, der ICAO-Typcode bleibt AJ27.
- Schnellster Erkennungsweg: T-Leitwerk plus Hecktriebwerke plus fünf Sitze pro Reihe – kein CRJ und kein E-Jet hat diese Kombination.
- Die Optik hat MD-80-Gene: Nase und Rumpfquerschnitt ähneln der MD-90, die in China in Lizenz gebaut wurde.
- Erste Betreiber außerhalb Chinas sind TransNusa in Indonesien und Lao Airlines, dazu fliegt VietJet geleaste Maschinen.
- In Europa ist der Typ nicht im Linienverkehr unterwegs, eine EASA- oder FAA-Zulassung gibt es nicht (Stand Oktober 2026).
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Comac (Commercial Aircraft Corporation of China), Shanghai |
|---|---|
| Kategorie | Zweistrahliger Regionaljet mit Hecktriebwerken und T-Leitwerk |
| ICAO-Typcode | AJ27 |
| IATA-Typcode | C27 |
| Programmstart | 2002 |
| Roll-out | 21. Dezember 2007 |
| Erstflug | 28. November 2008 in Shanghai |
| Musterzulassung | 30. Dezember 2014 durch die chinesische Luftfahrtbehörde CAAC |
| Erstauslieferung | 29. November 2015 an Chengdu Airlines |
| Erster Linienflug | 28. Juni 2016, Chengdu – Shanghai-Hongqiao |
| Neuer Markenname | C909, seit Herbst 2024 |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF34-10A am Heck |
| Länge | 33,46 m |
| Spannweite | rund 27,3 m |
| Höhe | 8,44 m |
| Sitzplätze (Herstellerangabe) | 78 bis 97 je nach Kabinenlayout |
| Reichweite (Herstellerangabe) | rund 2.225 bis 3.700 km je nach Version (STD/ER) |
| Max. Startgewicht | 40,5 t (Standard), 43,5 t (ER) |
| Reisegeschwindigkeit | Mach 0,78 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- T-Leitwerk mit hoch angesetztem Höhenleitwerk und zwei Triebwerken seitlich am Heck
- Schlanke Nase und Rumpfquerschnitt, die stark an die McDonnell Douglas MD-80/MD-90 erinnern
- Superkritischer Flügel mit deutlich nach oben gezogenen Winglets – größer als die kleinen Flügelspitzen der CRJ
- Kabine mit fünf Sitzen pro Reihe (2+3) – mehr als bei CRJ und Embraer E-Jets mit 2+2
- Kennzeichen meist mit B- (China), dazu einige Maschinen mit PK- (Indonesien) und RDPL- (Laos)
- Neuere Maschinen tragen den Schriftzug C909, ältere oft noch ARJ21 am Rumpf
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Regionaljet mit T-Leitwerk, zwei Triebwerken am Heck, kleinen Winglets und einem Kennzeichen, das mit B- beginnt: Dann steht mit guter Chance ein Comac ARJ21 vor dir. Seit Herbst 2024 heißt er offiziell C909 und trägt den neuen Namen zunehmend auch am Rumpf. Für Spotter ist er ein spannender Exot – ein Flugzeug, in dem viel MD-80-Erbe steckt und das nach Jahren als reines China-Produkt nun auch in Indonesien, Laos und Vietnam auftaucht. Hier erfährst du, wie du den ARJ21 erkennst, wie du ihn von CRJ900 und Embraer E190 unterscheidest und wo du ihn realistisch zu sehen bekommst.
Den ARJ21 auf die Wunschliste
Mit Planetrack setzt du seltene Typen wie den ARJ21 auf deine Wunschliste im Hangar und hältst jede Sichtung mit Kennzeichen, Airline und Spot fest. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist der Comac ARJ21?
ARJ steht für Advanced Regional Jet. Der Zweistrahler ist das erste in China selbst entwickelte Strahlverkehrsflugzeug, das in Serie gebaut wurde und regulär im Liniendienst fliegt. Begonnen hat das Programm 2002 unter dem Konsortium ACAC, das später im 2008 gegründeten Staatskonzern Comac in Shanghai aufging. Mehr zum Hersteller liest du auf der Seite zu COMAC.
Laut Comac bietet der Jet je nach Layout 78 bis 97 Sitze und eine Reichweite von rund 2.225 bis 3.700 Kilometern, je nachdem, ob die Standard- oder die ER-Version mit höherem Startgewicht fliegt. Damit zielt er auf dieselben Strecken wie CRJ900, Embraer E175 oder Embraer E190: kurze und mittlere Verbindungen zwischen Provinzstädten und Drehkreuzen.
Der Weg in den Liniendienst war lang: Zwischen Programmstart und erster Auslieferung lagen mehr als 13 Jahre, und allein zwischen Erstflug und Zulassung mehr als ein halbes Jahrzehnt. Die Meilensteine:
- 21. Dezember 2007: Roll-out des ersten Prototyps
- 28. November 2008: Erstflug in Shanghai
- 30. Dezember 2014: Musterzulassung durch die chinesische Luftfahrtbehörde CAAC
- 29. November 2015: Erste Auslieferung an Chengdu Airlines
- 28. Juni 2016: Erster Linienflug von Chengdu nach Shanghai-Hongqiao
- 9. Juli 2017: Produktionszulassung durch die CAAC
- 28. Juni 2020: Air China, China Southern und die China-Eastern-Tochter OTT Airlines übernehmen gleichzeitig ihre ersten Maschinen
- Oktober/November 2024: Umbenennung in C909, offiziell vorgestellt auf der Airshow in Zhuhai
ARJ21 oder C909 – was gilt?
Beides. Mit dem neuen Namen C909 ordnet Comac den Regionaljet in seine Produktfamilie neben der Comac C919 ein. Am Flugzeug selbst ändert sich nichts, und auch in Flugplänen und Tracking-Diensten bleibt der ICAO-Typcode AJ27. Für dich heißt das: Ältere Fotos und viele Datenbanken sprechen weiter vom ARJ21, neue Lackierungen und Pressemitteilungen von der C909. Die offiziellen Grundversionen heißen weiterhin ARJ21-700 in den Ausführungen STD und ER.
Technik: MD-80-Erbe trifft neuen Flügel
Wer den ARJ21 zum ersten Mal sieht, denkt oft an eine verkürzte MD-80. Das ist kein Zufall: In den 1980er- und 1990er-Jahren wurden in China MD-80 und MD-90 in Lizenz montiert, und Rumpfquerschnitt, Nasenpartie und Teile des Leitwerks ähneln deutlich der MD-90. Comac betont dennoch, dass es sich um eine eigenständige Konstruktion handelt.
Neu ist vor allem der superkritische Flügel mit Winglets, den das ukrainische Konstruktionsbüro Antonov entworfen hat. Als Antrieb dienen zwei General Electric CF34-10A – dieselbe Triebwerksfamilie, die auch in CRJ und E-Jets steckt. Die Kabinenausstattung stammt vom österreichischen Zulieferer FACC. Der breite MD-Querschnitt bringt einen echten Vorteil: Statt vier passen fünf Sitze pro Reihe in die Kabine.
So erkennst du den ARJ21
Die gute Nachricht: Anders als die C919, die einer A320neo zum Verwechseln ähnlich sieht, hat der ARJ21 eine recht eigenständige Silhouette. Wenn du weißt, worauf du achtest, ist er aus der Distanz bestimmbar.
Leitwerk und Triebwerke
T-Leitwerk plus zwei Triebwerke am Heck grenzen das Feld sofort ein: Bei heutigen Jets im Linienverkehr kommen vor allem CRJ, Fokker 70/100, Boeing 717 und MD-80/90 infrage – und eben der ARJ21.
Größe und Flügel
Der ARJ21 ist mit 33,46 m deutlich kürzer als eine MD-80, hat aber Winglets. Die Fokker 100 und die Boeing 717 haben keine solchen Winglets.
Kennzeichen und Typcode
B- vorn und eine chinesische Airline sprechen für den ARJ21. In Tracking-Diensten bestätigt der Typcode AJ27 die Sichtung.
Diese Details helfen dir, das Bild abzusichern:
- Rumpf: Für einen Regionaljet wirkt der Rumpf vergleichsweise dick, die Nase lang und spitz zulaufend – das MD-Erbe.
- Flügelspitzen: Nach oben gezogene Winglets mit klarer Kante, der Flügel selbst ist schlank und deutlich gepfeilt.
- Schriftzug: Viele Maschinen tragen ARJ21 oder C909 groß am vorderen Rumpf – ein Geschenk für die Bestimmung.
Wie die Länderpräfixe funktionieren und was hinter dem B- steckt, erklärt der Beitrag B-Kennzeichen aus China. Grundlagen zum Typenbestimmen findest du unter Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Praxis-Tipp für die Bestimmung
Achte auf die Kombination aus T-Leitwerk und Winglets. Bei den meisten Hecktriebwerks-Jets der westlichen Welt fehlt eins von beiden – beim ARJ21 sind beide da, dazu der dicke Rumpf.
ARJ21, CRJ900 oder Embraer E190?
Alle drei bedienen dasselbe Segment um 90 Sitze. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.
| Merkmal | Comac ARJ21 / C909 | Bombardier CRJ900 | Embraer E190 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | AJ27 | CRJ9 | E190 |
| Triebwerkslage | am Heck | am Heck | unter den Flügeln |
| Leitwerk | T-Leitwerk | T-Leitwerk | konventionell |
| Sitze pro Reihe | 5 (2+3) | 4 (2+2) | 4 (2+2) |
| Triebwerk | GE CF34-10A | GE CF34-8C | GE CF34-10E |
| Typische Kennzeichen | B- (China), vereinzelt PK-, RDPL- | weltweit | weltweit |
Die E190 scheidet schnell aus, weil ihre Triebwerke unter den Flügeln hängen. Kniffliger ist der CRJ900: Er ist ebenfalls ein T-Leitwerk-Jet mit Hecktriebwerken. Hier helfen der schmale, sehr lange CRJ-Rumpf, die nur kleinen Flügelspitzen und natürlich die Kennzeichen. Mehr zu den typischen Merkmalen der Klasse liest du im Guide Regionaljets erkennen; die kürzere Schwester des CRJ900 stellt die Seite zum CRJ700 vor, und wie du die E-Jets untereinander auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Embraer E-Jets unterscheiden.
Schnellbestimmung: Jet mit Hecktriebwerken
Comac ARJ21 / C909
Asiatisches Kennzeichen, Winglets und der Typcode AJ27 sprechen klar für den ARJ21. Prüf zur Sicherheit Betreiber und Registrierung in einer Datenbank.
Bombardier CRJ700/900
Langer, schmaler Rumpf, kleine Fenster und ein westliches Kennzeichen deuten auf einen CRJ.
Fokker 100 oder Boeing 717
Gerade Flügelenden ohne Winglets sind typisch für Fokker 70/100 und Boeing 717 – zwei Klassiker, die du in Europa eher findest als den ARJ21.
Wer tiefer in die Klasse der Hecktriebwerks-Jets einsteigen will, schaut sich Fokker 100 und Boeing 717-200 an. Ein naher Verwandter im Geiste ist der russische Suchoi Superjet 100: ebenfalls ein nationales Regionaljet-Projekt mit westlicher Technik, aber mit Triebwerken unter den Flügeln.
Betreiber und Flotten
Erstkunde Chengdu Airlines übernahm 2015 den ersten ARJ21 und ist bis heute einer der wichtigsten Betreiber. Im Februar 2019 kam mit Genghis Khan Airlines aus der Inneren Mongolei der zweite Kunde hinzu, 2020 Jiangxi Air. Ein großer Schritt folgte am 28. Juni 2020: Die drei großen Staatsairlines Air China, China Southern und China Eastern – Letztere über ihre Tochter OTT Airlines – übernahmen ihre ersten Maschinen gleichzeitig.
Weitere chinesische Betreiber sind unter anderem Urumqi Air, China Express, Shandong Airlines und Xiamen Air; dazu kommen umgebaute Frachter. Nach verfügbaren Daten waren Anfang 2026 rund 200 Maschinen im Dienst – damit ist der ARJ21 kein Exot mehr, sondern auf vielen chinesischen Inlandsstrecken ein alltäglicher Anblick.
Flottenzahlen ändern sich schnell
Comac liefert laufend aus, Airlines übernehmen Maschinen voneinander oder leasen sie weiter. Prüf vor einer Reise den aktuellen Stand in einer Flottendatenbank oder in Tracking-Diensten, statt dich auf ältere Zahlen zu verlassen.
Auslandseinsätze: Indonesien, Laos, Vietnam
Lange blieb der ARJ21 ein rein chinesisches Flugzeug. Das änderte sich mit TransNusa aus Indonesien, dem ersten ausländischen Betreiber. Die Airline setzte den Jet ab 2023 auch auf der Strecke Jakarta – Kuala Lumpur ein; damit tauchte der Typ erstmals planmäßig an einem großen Flughafen außerhalb Chinas auf. TransNusa betreibt eine kleine C909-Flotte von rund einem halben Dutzend Maschinen und hat weitere bestellt.
2025 folgten zwei weitere Länder: Lao Airlines übernahm im März 2025 ihre erste Maschine und wurde damit zum zweiten Exportkunden. Im April 2025 begann VietJet, zwei von Chengdu Airlines geleaste ARJ21 samt Besatzung auf Inlandsstrecken in Vietnam einzusetzen. Im Juli 2025 eröffnete Air China mit dem Typ eine planmäßige Auslandsverbindung von Hohhot nach Ulaanbaatar in der Mongolei.
Varianten
Optisch sind die Passagierversionen nicht zu unterscheiden:
- ARJ21-700 STD: die Grundversion mit rund 2.200 km Reichweite
- ARJ21-700 ER: höheres Startgewicht (43,5 statt 40,5 t) und rund 3.700 km Reichweite
- Frachter (C909 CCF): umgebaute Passagierjets, Zulassung Anfang 2023, erste Auslieferungen im Oktober 2023
- Sonderversionen: zugelassen sind Ausführungen als Geschäftsreisejet, Ambulanzflugzeug und für Notfalleinsätze; eine Löschflugzeug-Version ist in Entwicklung
Eine gestreckte Version mit rund 100 Sitzen (ARJ21-900 bzw. C909-900) wurde zwar entworfen, im Liniendienst gibt es sie nicht.
Wo du den ARJ21 sehen kannst
Für Spotter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt dasselbe wie bei der C919: Im europäischen Linienverkehr fliegt der ARJ21 nicht. Er hat nur die Zulassung der chinesischen CAAC, eine Zulassung durch EASA oder FAA gibt es nicht (Stand Oktober 2026). Mit seiner begrenzten Reichweite wäre er für Langstrecken nach Europa ohnehin ungeeignet.
Gute Chancen hast du …
- an chinesischen Flughäfen mit viel Inlandsverkehr, etwa in Shanghai, Chengdu oder Peking
- an Regionalflughäfen in Westchina, wo Chengdu Airlines, Urumqi Air und andere den Typ einsetzen
- in Indonesien, wo TransNusa ihre C909-Flotte betreibt
Mit Glück erwischst du ihn …
- in Kuala Lumpur, Vientiane oder Ulaanbaatar auf den Auslandsstrecken der Betreiber
- in Vietnam bei VietJet, solange die Leasingmaschinen im Einsatz sind
- auf der Airshow China in Zhuhai, wo Comac seine Typen regelmäßig zeigt
Kaum Chancen hast du …
- an deutschen, österreichischen und Schweizer Flughäfen
- auf europäischen Airshows – ein Auftritt ist nicht angekündigt
Wer schon für die C919 nach China reist, nimmt den ARJ21 fast automatisch mit: In Shanghai und Peking teilen sich beide Comac-Typen die Vorfelder mit Maschinen von Shanghai Airlines, Sichuan Airlines und vielen weiteren Gesellschaften. Ideen für Spotting-Ziele jenseits Europas findest du in der Bucket List der weltweiten Spotting-Spots, Tipps für exotische Typen im Beitrag Seltene Flugzeuge spotten. Beachte: In einigen Ländern Asiens gelten strenge Regeln fürs Fotografieren an Flughäfen – mehr dazu unter Länder mit Fotografierverbot am Flughafen.
Keinen ARJ21 verpassen
Setz in Planetrack den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Liste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Den ARJ21 per Tracking aufspüren
Weil der Typ außerhalb Chinas so selten ist, suchst du ihn am besten gezielt. In den gängigen Flugradar-Diensten filterst du nach dem Typcode AJ27 – das funktioniert auch für Maschinen, die bereits als C909 lackiert sind. So siehst du vor einer Reise, welche Airlines den Jet gerade auf welchen Strecken einsetzen.
Bereit für deine ARJ21-Jagd?
- Ich habe in einem Tracking-Dienst nach dem Typcode AJ27 gefiltert.
- Ich weiß, welche Airline den Typ an meinem Zielflughafen einsetzt.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung vor Ort.
- Ich habe einen legalen, öffentlich zugänglichen Standpunkt gefunden.
- Ich habe die lokalen Regeln zum Fotografieren an Flughäfen geprüft.
Wie Flugverfolgung technisch funktioniert, erklärt der Guide Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter. Warum AJ27 und C27 zwei verschiedene Kürzel für dasselbe Flugzeug sind, steht unter IATA- und ICAO-Codes erklärt. Und wie du die Präfixe B-, PK- und RDPL- einordnest, zeigt der Überblick zu den Länderkennungen von Flugzeugen.
Fototipps für den ARJ21
Hast du ihn vor der Linse, lohnen sich ein paar gezielte Perspektiven, die den Typ im Bild eindeutig machen.
Seitenprofil mit Heck
Die Seitenansicht zeigt T-Leitwerk, Hecktriebwerke und den dicken Rumpf auf einen Blick – das ist das typische ARJ21-Bild.
Schriftzug mitnehmen
Steht ARJ21 oder C909 am Rumpf, gehört das ins Bild. Es dokumentiert auch, ob die Maschine schon den neuen Namen trägt.
Kennzeichen lesbar
Gerade bei Leasingmaschinen wie bei VietJet ist die Registrierung wichtig, um später nachzuvollziehen, welcher Betreiber dahintersteht.
Licht im Rücken
Viele Betreiber nutzen helle Lackierungen. Flaches Licht von hinten verhindert ausgebrannte Rümpfe und bringt Zeichnung in das Leitwerk.
Wann das Licht an deinem Standpunkt passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot.
Fazit
Der ARJ21 – heute C909 – ist Chinas Eintrittskarte in den Verkehrsflugzeugbau: technisch konservativ, mit sichtbarem MD-80-Erbe, CF34-Triebwerken am Heck und einem modernen Flügel mit Winglets. Nach einem holprigen Start fliegt er inzwischen in großer Zahl auf chinesischen Inlandsstrecken und hat mit Indonesien, Laos und Vietnam erste Auslandsmärkte erreicht. Für Spotter aus dem DACH-Raum bleibt er ein Reiseziel – und dank seiner eigenständigen Silhouette einer der leichter bestimmbaren Exoten.
Kurzfazit
T-Leitwerk, Hecktriebwerke, Winglets und fünf Sitze pro Reihe: Das ist der Comac ARJ21 alias C909. In Europa fliegt er (Stand Oktober 2026) nicht. Wer ihn sehen will, filtert nach dem Typcode AJ27 und plant eine Tour nach China oder Südostasien.
Zusammenfassung
- Der ARJ21 flog 2008 erstmals, wurde 2014 von der CAAC zugelassen und ist seit 2016 im Liniendienst, zuerst bei Chengdu Airlines.
- Seit 2024 vermarktet Comac den Jet als C909; am Typcode AJ27 hat sich nichts geändert.
- Nach verfügbaren Daten waren Anfang 2026 rund 200 Maschinen im Einsatz, fast alle bei chinesischen Airlines, dazu erste Exporte nach Indonesien und Laos.
- Erkennen lässt er sich über T-Leitwerk, Hecktriebwerke, Winglets und die breite Fünfer-Bestuhlung – sehen kannst du ihn verlässlich nur in Asien.
Häufige Fragen
Ist die C909 ein anderes Flugzeug als der ARJ21?
Nein. C909 ist der neue Markenname des ARJ21. Comac zeigte die neue Bezeichnung im Oktober 2024 und stellte sie auf der Airshow in Zhuhai im November 2024 offiziell vor. Damit passt der Regionaljet ins Namensschema neben C919 und C929. Typcode, Technik und Betreiber bleiben gleich.
Welchen ICAO-Typcode hat der ARJ21?
Der ICAO-Typcode lautet AJ27, der IATA-Code C27. Unter AJ27 findest du die Maschinen in Tracking-Diensten, auch wenn sie inzwischen als C909 lackiert sind.
Wie viele Passagiere passen in den ARJ21?
Comac gibt 78 bis 97 Sitze je nach Kabinenlayout an. Typisch sind rund 90 Plätze in einer Klasse oder knapp 80 in zwei Klassen. Damit liegt der Jet im Bereich von CRJ900 und Embraer E190.
Ist der ARJ21 eine Kopie der MD-80?
Nicht direkt. Rumpfquerschnitt, Nase und Teile des Leitwerks ähneln der MD-80/MD-90, die in den 1980er- und 1990er-Jahren in China in Lizenz gebaut wurde. Der Flügel ist dagegen eine Neukonstruktion, an der das ukrainische Konstruktionsbüro Antonov mitgearbeitet hat. Comac selbst bezeichnet das Flugzeug als eigenständige chinesische Entwicklung.
Welche Triebwerke hat der ARJ21?
Zwei General Electric CF34-10A am Heck. Die CF34-Familie kennst du aus dem Westen vom CRJ und von den Embraer E-Jets – beim ARJ21 sitzt sie wie beim CRJ seitlich am Rumpfende.
Welche Airlines fliegen den ARJ21 außerhalb Chinas?
Erster ausländischer Betreiber war TransNusa aus Indonesien, die den Jet ab 2023 auch zwischen Jakarta und Kuala Lumpur einsetzte. 2025 kamen Lao Airlines als zweiter Exportkunde und VietJet mit von Chengdu Airlines geleasten Maschinen hinzu. Der Stand ändert sich laufend.
Kann ich den ARJ21 in Europa sehen?
Im Linienbetrieb nicht. Der Typ hat nur die Zulassung der chinesischen CAAC, eine Zulassung durch EASA oder FAA gibt es nicht (Stand Oktober 2026). Realistische Chancen hast du in China und in Südostasien.
Gibt es Frachter oder Sonderversionen?
Ja. Comac hat einen umgebauten Frachter zugelassen, die ersten beiden Maschinen gingen im Oktober 2023 an den Betreiber. Daneben gibt es zugelassene Versionen als Geschäftsreisejet, als Ambulanzflugzeug und für Notfalleinsätze. Eine Löschflugzeug-Variante ist in Entwicklung.
Comac ARJ21 / C909 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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