Widerøe

Norwegens größte Regionalairline: seit 1934 in der Luft, Heimat in Bodø, ein dichtes Netz kleiner Kurzbahn-Flugplätze entlang der Küste – und eine Flotte, in der fast nur Propeller drehen.

Auch bekannt als: Widerøe's Flyveselskap · Widerøe's Flyveselskap AS · Wideroe · WF

NorwegenNorwegenRegionalfluggesellschaftenIATA: WFICAO: WIF11 Min. Lesezeit

WF

IATA-Code

WIF

ICAO-Code

1934

Gründungsjahr

rund 50

Flugzeuge (Stand 2025)

Das Wichtigste in Kürze

  • Widerøe ist Norwegens größte Regionalairline mit Sitz in Bodø und gehört seit Januar 2024 zu Norwegian.
  • Codes: IATA WF, ICAO WIF, Rufzeichen „WIDEROE“.
  • Die Flotte besteht fast nur aus Dash 8: Versionen -100, -200, -300 und -400, dazu drei Embraer E190-E2.
  • Widerøe war Erstkunde der E190-E2 und setzte den Typ im April 2018 als erste Airline der Welt im Liniendienst ein.
  • Kurzbahn-Spezialist: Widerøe bedient die meisten der kleinen norwegischen Flugplätze mit Pisten um 800 Meter.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Widerøe im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Das Netz: Kurzbahnen, Küste und staatliche Strecken
  4. 4.Die Flotte: fast alles Dash 8
  5. 5.Dash 8-100, -300 oder -400? So unterscheidest du sie
  6. 6.Die E190-E2: ein Stück Luftfahrtgeschichte
  7. 7.Woran du Widerøe erkennst
  8. 8.Widerøe spotten: wo und wann
  9. 9.Partner und Einordnung
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeWF
ICAO-CodeWIF
RufzeichenWIDEROE
DrehkreuzeBOO, BGO, OSL, TOS, TRF
GeschäftsmodellRegionalairline mit dichtem Inlandsnetz in Norwegen, dazu Strecken nach Skandinavien und Großbritannien; ein großer Teil der Strecken wird im staatlichen Auftrag geflogen
SitzBodø, Norwegen; Verwaltungsteile in Lysaker bei Oslo
Gegründet1934 als Widerøe's Flyveselskap, u. a. von Viggo Widerøe
EigentümerTochter von Norwegian Air Shuttle (Kauf angekündigt 2023, abgeschlossen im Januar 2024)
Wichtigste FlughäfenBodø (BOO), Bergen (BGO), Oslo (OSL), Tromsø (TOS) und Sandefjord-Torp (TRF)
Allianzkeine; Codeshares u. a. mit Air France, KLM, Finnair und Lufthansa, Vielfliegerprogramm Norwegian Reward
Flotte (Stand 2025)Rund 50 Flugzeuge: De Havilland Canada Dash 8-100, -200, -300 und -400 sowie drei Embraer E190-E2
BesonderheitWeltweit erste Airline mit der Embraer E190-E2 im Liniendienst (April 2018)

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Widerøe?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Fast immer ein Turboprop: Die Dash 8 in vier Versionen prägt die Flotte
  • Schriftzug „Widerøe“ mit dem norwegischen Ø am Rumpf; Grün ist seit dem ersten Flugzeug die Hausfarbe
  • Norwegisches Kennzeichen mit LN- am Heck
  • Flugnummer mit WF, auf dem Tracker WIF und Rufzeichen „WIDEROE“
  • Einziger Jet-Typ: die Embraer E190-E2 mit großen Getriebefan-Triebwerken
  • Typisches Revier: kurze Pisten an kleinen Küstenflugplätzen in Nord- und Westnorwegen

Widerøe ist die Airline, die Norwegen im Kleinen zusammenhält. Während die großen Jets zwischen Oslo, Bergen und Trondheim pendeln, fliegt Widerøe Propellermaschinen an Orte, deren Pisten oft nur rund 800 Meter lang sind: Lofoten, Fjordküste, Finnmark. Für Spotter ist das eine eigene Welt – kaum Jets, viel Turboprop-Sound, eine Flotte mit Geschichte und dazu ein echtes Stück Luftfahrthistorie in Form der allerersten E190-E2 im Liniendienst. Diese Seite zeigt dir, wie du Widerøe erkennst, welche Typen du erwarten kannst und wo du die Chance hast, sie zu sehen.

Jede Dash 8 im Hangar

Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst auf einen Blick, welche Widerøe-Versionen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Widerøe im Überblick

Widerøe ist die größte Regionalairline Norwegens und hat ihren Sitz in Bodø, nördlich des Polarkreises. Gegründet wurde sie 1934 als Widerøe’s Flyveselskap, unter anderem von dem Piloten Viggo Widerøe. Schon im ersten Sommer flog die junge Gesellschaft eine Linie von Oslo über Kristiansand und Stavanger nach Haugesund. Die Anfänge waren aber vor allem bunt: Taxi-, Ambulanz-, Schul- und Fotoflüge, oft mit Wasserflugzeugen. Viggo Widerøe selbst fotografierte 1936/37 bei einer Expedition Teile der antarktischen Küste aus der Luft.

Bekannt ist auch seine Tochter Turi Widerøe: Sie flog in den 1960er-Jahren Wasserflugzeuge und später die Twin Otter für das Familienunternehmen im Norden Norwegens, bevor sie zu SAS wechselte und dort 1969 als erste Pilotin einer großen westlichen Airline ins Cockpit kam.

Eigentümer wechselten über die Jahrzehnte mehrfach. Lange gehörte Widerøe zu SAS, die ihre Anteile 2013 und 2016 an eine Investorengruppe abgab. Im Juli 2023 kündigte dann Norwegian die Übernahme an, im Januar 2024 war der Kauf abgeschlossen. Seitdem gehört Widerøe zur Norwegian-Gruppe, fliegt aber weiter unter eigener Marke und mit eigenen Codes.

WFIATA-Code in der Flugnummer
WIFICAO-Code auf dem Tracker
LN-Kennzeichen-Präfix Norwegens

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code WF: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Ticket und in Flugplänen.
  • ICAO-Code WIF: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
  • Rufzeichen WIDEROE: so meldet sich die Besatzung im Funk.

Auffällig ist das Ø. Im Markennamen gehört es fest dazu, im Rufzeichen und oft auch in Datenbanken wird daraus ein schlichtes O oder „OE“. Wenn du in einer App oder Liste nach der Airline suchst, probier deshalb ruhig beide Schreibweisen. Wie IATA- und ICAO-Codes grundsätzlich funktionieren, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Tracker richtig lesen

Auf Flugtrackern erscheint Widerøe meist mit dem Präfix WIF und einem Typcode. Die Dash-8-Versionen verraten sich dort über die Kürzel: DH8A steht für die -100, DH8B für die -200, DH8C für die -300 und DH8D für die -400. Mehr zum Lesen von ADS-B-Daten findest du im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Das Netz: Kurzbahnen, Küste und staatliche Strecken

Um Widerøe zu verstehen, musst du einen Blick auf die Landkarte werfen. Norwegen ist lang, zerklüftet und an vielen Stellen nur mühsam über Straße oder Fähre erreichbar. Deshalb baute das Land zwischen 1965 und 1987 rund 30 kleine Flugplätze mit kurzen Pisten von meist etwa 800 Metern – vor allem in Nord- und Westnorwegen. Widerøe stieg 1968 in diesen Kurzbahnverkehr ein, zuerst in der Region Helgeland, und fliegt heute die meisten dieser Strecken.

Das Inlandsnetz umfasst gut 40 Flughäfen. Ein großer Teil der Strecken wird im Auftrag des norwegischen Staates geflogen: Der Staat schreibt Strecken zu abgelegenen Orten aus, die sich allein nicht rechnen würden, und die Airline bekommt dafür einen Zuschuss. Ein anderer Teil ist kommerzieller Verkehr, etwa längere Inlandsverbindungen wie Bergen–Tromsø, auf denen die größten Flugzeuge der Flotte unterwegs sind.

Wichtige Flughäfen für Widerøe sind Bodø, Bergen, Oslo, Tromsø und Sandefjord-Torp. Ins Ausland geht es vor allem nach Schweden, Dänemark und Großbritannien, dazu kommen weitere Ziele je nach Saison. Die Airline sieht sich damit als Bindeglied zwischen den kleinen Orten an der Küste und den großen Drehkreuzen wie dem Flughafen Oslo.

Merkmal Was es für Spotter bedeutet
Pisten um 800 m Nur kurze, wendige Turboprops passen hierher – die Dash 8-100 ist das Arbeitstier
Viele kleine Flughäfen Wenig Verkehr, aber fast jede Bewegung ist Widerøe
Längere Inlandsstrecken Hier fliegen Dash 8-400 und E190-E2
Raues Wetter, lange Dunkelheit Fotografieren im Winter braucht Planung, belohnt aber mit Schnee- und Polarlicht-Stimmung

Die Flotte: fast alles Dash 8

Seit den 1990er-Jahren ist die Dash 8 von De Havilland Canada das Rückgrat der Flotte. Zwischen 2000 und 2018 flog Widerøe sogar ausschließlich diesen Typ. Nach Flottenübersichten aus dem Jahr 2025 sieht die Flotte so aus:

Typ Anzahl (Stand 2025) Sitze Einsatz Spotter-Hinweis
Dash 8-100 rund 22–23 39 Kurzbahn-Flugplätze Kürzester Rumpf, das Arbeitstier im Norden
Dash 8-200 4 39 Kurzbahn-Flugplätze Gleicher Rumpf wie die -100, stärkere Triebwerke
Dash 8-300 3 50 Regionalstrecken Etwas längerer Rumpf
Dash 8-400 rund 17–18 78 Längere Inlands- und Auslandsstrecken Deutlich gestreckt, sechsblättrige Propeller
Embraer E190-E2 3 gut 110 Ab Bergen, u. a. Bergen–Tromsø Einziger Jet der Flotte

Die genauen Zahlen schwanken je nach Quelle leicht, weil einzelne Maschinen geparkt, gewartet oder getauscht werden. Insgesamt liegt die Flotte bei rund 50 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von über 20 Jahren. Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough bestellte Widerøe im Juli 2024 zwei weitere Dash 8-400. Langfristig will die Airline einen großen Teil der älteren Dash 8 ersetzen; wie die Nachfolge auf den kurzen Pisten aussieht, ist noch offen – betrachte die Tabelle deshalb als Momentaufnahme.

Die Dash 8-400 kennst du vielleicht auch von anderen Regionalairlines in Europa. Bei Widerøe ist sie die große Schwester der Flotte und fliegt die längeren Strecken. Im Kurzbahnnetz dagegen regiert die kleine Dash 8-100 – ein Flugzeug, das in Mitteleuropa im Linienverkehr kaum noch zu sehen ist.

Die Dash 8-100 fehlt dir noch?

Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Dash 8-100, -300 oder -400? So unterscheidest du sie

Von Weitem sehen alle Dash 8 gleich aus: Schulterdecker, zwei Turboprops, hohes T-Leitwerk. Die Versionen unterscheiden sich aber vor allem in der Rumpflänge – und die siehst du am besten, wenn du die Fenster zählst oder das Verhältnis von Rumpf zu Flügel betrachtest.

Länge abschätzen

Die -100 und -200 sind kurz und gedrungen. Die -300 ist gut drei Meter länger, die -400 noch einmal gut sieben Meter länger als die -300 und wirkt deutlich gestreckt.

Propeller ansehen

Die -400 dreht mit sechsblättrigen Propellern und stärkeren Triebwerken. Die älteren Versionen haben vierblättrige Propeller.

-100 und -200 trennen

Optisch sind beide fast gleich, die -200 hat nur stärkere Triebwerke. Hier hilft nur der Typcode im Tracker (DH8A oder DH8B) oder eine Flottenliste mit dem Kennzeichen.

Sauber notieren

Halte Kennzeichen und genaue Version fest. Bei Widerøe ist „Dash 8“ allein zu ungenau – die Version macht die Sichtung erst wertvoll.

Für Fotos mit sichtbar drehenden Propellern brauchst du übrigens eine längere Verschlusszeit als bei Jets. Wie du das einstellst, ohne dass das Bild verwackelt, zeigt der Guide Propeller fotografieren.

Die E190-E2: ein Stück Luftfahrtgeschichte

Im Januar 2017 bestellte Widerøe drei Embraer E190-E2 und sicherte sich Optionen auf weitere Maschinen. Damit wurde die norwegische Regionalairline zum Erstkunden der zweiten E-Jet-Generation. Die erste Maschine übernahm Widerøe Anfang April 2018 im brasilianischen São José dos Campos, am 24. April 2018 folgte auf der Strecke Bergen–Tromsø der weltweit erste Linienflug des Typs.

Die drei Jets sind in Bergen stationiert und fliegen von dort aus längere Strecken, etwa nach Tromsø. Im Vergleich zur ersten Generation, der Embraer E190, erkennst du die E2 an den deutlich größeren Getriebefan-Triebwerken von Pratt & Whitney und am längeren, schlankeren Flügel. Für Sammler ist eine Widerøe-E2 ein besonderer Fang: Mit nur drei Exemplaren ist sie selten, und sie steht für den Start eines ganzen Flugzeugprogramms.

Das spricht für die E190-E2

  • Strahltriebwerke statt Propeller – bei Widerøe ein Alleinstellungsmerkmal
  • Tiefdecker mit Triebwerken unter dem Flügel
  • Sehr große Triebwerksgondeln im Verhältnis zum Rumpf
  • Auf Trackern als E290 geführt

Das spricht für eine Dash 8

  • Propeller und Turboprop-Sound
  • Flügel oben auf dem Rumpf (Schulterdecker)
  • Hohes T-Leitwerk
  • Auf Trackern als DH8A bis DH8D geführt

Woran du Widerøe erkennst

Grün ist bei Widerøe Tradition: Schon das erste Flugzeug der Gesellschaft, ein Wasserflugzeug von Waco, wurde 1934 in Grün ausgeliefert, und die Farbe wurde zur Hausfarbe. Am Rumpf steht der Schriftzug „Widerøe“ mit dem markanten Ø. Bemalungen ändern sich über die Jahre, und einzelne Maschinen tragen Sonderlackierungen – verlass dich deshalb nicht allein auf die Farben, sondern immer auch auf Kennzeichen und Typ.

Das sicherste Merkmal ist das Kennzeichen: Norwegische Flugzeuge tragen das Präfix LN-. Eine Dash 8 mit LN-Kennzeichen an einem skandinavischen Flughafen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Widerøe. Was die Länderpräfixe bedeuten, erklärt der Artikel Länderkennungen an Flugzeugen, wie Kennzeichen aufgebaut sind, zeigt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Achtung Verwechslung

Auch die Mutter Norwegian setzt Flugzeuge mit LN-Kennzeichen ein – allerdings Boeing 737 und keine Turboprops. Und andere Regionalairlines in Europa nutzen ebenfalls die Dash 8-400. Prüf deshalb immer die Kombination aus Kennzeichen, Typ und ICAO-Code WIF.

Widerøe spotten: wo und wann

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Widerøe eine Rarität. Das Netz konzentriert sich auf Norwegen, ins Ausland geht es vor allem nach Schweden, Dänemark und Großbritannien. Wer Widerøe gezielt sehen will, plant am besten eine Spottertour in den Norden.

Gute Chancen auf Widerøe, wenn …

  • du an einem norwegischen Flughafen wie Oslo, Bergen, Bodø oder Tromsø bist
  • du kleine Küstenflugplätze in Nord- oder Westnorwegen besuchst – dort ist fast jede Bewegung Widerøe
  • du in Skandinavien oder Großbritannien an einem Flughafen mit WF-Flügen im Plan spottest

Prüf es vorher, wenn …

  • du an einem skandinavischen Drehkreuz wie Kopenhagen spotten willst – der Flugplan entscheidet
  • du gezielt eine E190-E2 suchst: Mit drei Exemplaren und Basis in Bergen ist sie nicht überall unterwegs

Eher kein Widerøe-Tag, wenn …

  • du an einem deutschen, österreichischen oder Schweizer Flughafen ohne WF-Flüge im Plan stehst

In Oslo landet Widerøe neben Norwegian und SAS – ein guter Ort, um die Dash 8-400 und mit Glück die E2 vor die Linse zu bekommen. Wer in Dänemark unterwegs ist, kann am Flughafen Kopenhagen vom Spot Flyvergrillen aus nordisches Regionalgerät sehen; ob gerade eine Widerøe dabei ist, verrät der Blick in den aktuellen Flugplan.

Spotten im hohen Norden heißt auch: Wetter und Licht planen. Im Winter ist es lange dunkel, im Sommer fast nie. Tipps für kalte Tage findest du in Planespotting im Winter. Ähnliche Regionalairlines mit Turboprops und kleinen Flughäfen sind übrigens Loganair in Schottland und Luxair mit ihrer Dash 8-400 – wer die mag, wird Widerøe lieben.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Gerade an kleinen Flugplätzen ist der Zaun oft nah – Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind trotzdem tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Partner und Einordnung

Widerøe gehört keiner Allianz an. Die Airline arbeitet über Codeshares mit einzelnen Partnern zusammen, darunter Air France, KLM, Finnair und Lufthansa. Für Reisende heißt das: Ein Flug nach Norwegen mit einer großen Airline kann in einer Widerøe-Dash-8 weitergehen. Vielflieger sammeln Punkte bei Norwegian Reward.

Im Vergleich zu einer Regionaltochter wie KLM Cityhopper ist Widerøe eigenständiger: eigene Marke, eigenes Netz, eigene Codes. Mit Norwegian teilt sie den Eigentümer, aber nicht die Flotte – Norwegian setzt auf Boeing 737, Widerøe auf Propeller und eine Handvoll Embraer.

Häufige Verwechslungen

  • Widerøe mit Norwegian gleichsetzen – gleiche Gruppe und gleiches LN-Präfix, aber eigene Marke, eigene Codes und völlig andere Flotte.
  • „Dash 8“ als fertige Notiz betrachten – die Version (-100, -200, -300, -400) macht den Unterschied.
  • -100 und -200 nach Aussehen trennen wollen – beide sind optisch fast gleich, nur Typcode oder Flottenliste helfen.
  • Die E190-E2 für eine E190 der ersten Generation halten – auf die großen Getriebefan-Triebwerke achten.
  • Widerøe für eine SAS-Tochter halten – die Verbindung zu SAS endete schrittweise bis 2023, heute gehört Widerøe zu Norwegian.
  • Das Ø übersehen – in Datenbanken steht oft „Wideroe“, im Funk „WIDEROE“.

Widerøe im Blick behalten

Beobachte einzelne LN-Kennzeichen, die Dash 8-100 oder die E190-E2 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Widerøe ist die Airline für alle, die Propeller lieben. Hinter dem Namen mit dem Ø stecken über 90 Jahre Geschichte, ein Netz aus kleinen Kurzbahn-Flugplätzen an der norwegischen Küste und eine Flotte, in der die Dash 8 in vier Versionen fliegt. Dazu kommt mit der E190-E2 ein Jet, der Luftfahrtgeschichte geschrieben hat. Wer Version und Kennzeichen sauber notiert, macht aus jeder Widerøe-Sichtung einen besonderen Eintrag im Logbuch.

Kurzfazit

Widerøe (IATA WF, ICAO WIF) ist Norwegens größte Regionalairline und gehört seit 2024 zu Norwegian. Die Flotte besteht fast nur aus Dash 8, dazu drei Embraer E190-E2 – Widerøe war der weltweit erste Betreiber dieses Typs.

Zusammenfassung

  • Widerøe erkennst du am Schriftzug mit dem Ø, am norwegischen LN-Kennzeichen und daran, dass fast immer ein Propeller dreht.
  • Die spannende Spotter-Aufgabe ist die Dash-8-Version: Die kurze -100/-200, die längere -300 und die deutlich gestreckte -400 sehen sich ähnlich, unterscheiden sich aber klar in Länge und Sitzzahl.
  • Die E190-E2 ist Widerøes einziger Jet und ein historisches Flugzeug: Hier begann 2018 der Linieneinsatz der zweiten E-Jet-Generation.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Widerøe eine Rarität; die besten Chancen hast du in Norwegen und an Flughäfen in Skandinavien und Großbritannien, die Widerøe anfliegt.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Widerøe?

Der IATA-Code von Widerøe ist WF, der ICAO-Code WIF. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „WIDEROE“ – ohne das Ø, weil Rufzeichen mit lateinischen Grundbuchstaben auskommen müssen.

Wem gehört Widerøe?

Seit Januar 2024 ist Widerøe eine Tochter von Norwegian. Den Kauf hatte Norwegian im Juli 2023 angekündigt. Früher gehörte Widerøe zu SAS, die ihre Anteile bis 2016 verkaufte; danach lag die Airline bei einer Investorengruppe. Mit SAS blieb Widerøe noch bis 2023 als regionaler Partner eng verbunden.

Welche Flugzeuge fliegt Widerøe?

Fast ausschließlich Turboprops von De Havilland Canada: die Dash 8 in den Versionen -100, -200, -300 und -400. Dazu kommen drei Embraer E190-E2, der einzige Jet-Typ der Airline. Insgesamt umfasst die Flotte nach Angaben aus dem Jahr 2025 rund 50 Flugzeuge, die meisten davon Dash 8-100 und Dash 8-400. Prüf für einzelne Kennzeichen am besten aktuelle Flottenlisten, denn ältere Maschinen werden nach und nach ersetzt.

Warum fliegt Widerøe so viele kleine Propellerflugzeuge?

Weil das Netz es verlangt. Norwegen hat zwischen 1965 und 1987 rund 30 kleine Flugplätze mit kurzen Pisten von meist etwa 800 Metern gebaut, viele davon an der Küste in Nord- und Westnorwegen. Für diese Plätze braucht es Flugzeuge mit sehr kurzen Start- und Landestrecken – früher die Twin Otter und die Dash 7, heute vor allem die kompakte Dash 8-100.

War Widerøe wirklich die erste Airline mit der E190-E2?

Ja. Widerøe übernahm die erste E190-E2 im April 2018 in Brasilien und setzte sie am 24. April 2018 auf der Strecke Bergen–Tromsø erstmals im Liniendienst ein. Bestellt hatte die Airline den Typ im Januar 2017. Die Jets sind in Bergen stationiert.

Gehört Widerøe zu einer Allianz?

Nein. Widerøe ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen über Codeshares mit einzelnen Partnern zusammen, darunter Air France, KLM, Finnair und Lufthansa. Vielflieger sammeln Punkte im Programm Norwegian Reward.

Kann ich Widerøe in Deutschland spotten?

Nur mit Glück. Das Kerngeschäft von Widerøe sind Inlandsflüge in Norwegen, ins Ausland geht es vor allem nach Schweden, Dänemark und Großbritannien. Linienflüge an deutsche, österreichische oder Schweizer Flughäfen gehören nicht zum festen Kern des Netzes. Wenn du Widerøe gezielt sehen willst, plane eine Tour nach Norwegen oder Skandinavien und prüf vorher den aktuellen Flugplan.

Widerøe im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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