Embraer

Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.

Auch bekannt als: Embraer S.A. · Empresa Brasileira de Aeronáutica · Embraer Commercial Aviation · Embraer Executive Jets · Embraer Defense & Security

Flugzeugherstellerseit 196915 Min. Lesezeit

1969

Gründung in São José dos Campos

244

ausgelieferte Flugzeuge im Jahr 2025

4

Geschäftsbereiche

1.800+

ausgelieferte E-Jets (Meilenstein im Mai 2024)

Das Wichtigste in Kürze

  • Embraer gilt als drittgrößter Verkehrsflugzeugbauer nach Airbus und Boeing – gegründet 1969 als Staatsbetrieb, seit 1994 privat, Sitz in São José dos Campos.
  • Vier Säulen: Verkehrsflugzeuge (E-Jets und E2), Businessjets (Phenom, Praetor), Verteidigung (C-390, Super Tucano) und Service.
  • Die E2 erkennst du an den Flügeln: lange, schräg auslaufende Spitzen ohne Winglet; die erste Generation hat klassische Winglets.
  • Im DACH-Raum siehst du Embraer täglich, vor allem mit KLM Cityhopper, Helvetic Airways und Air Dolomiti.
  • 2025 lieferte Embraer 244 Flugzeuge aus – mehr als die Hälfte davon Businessjets.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Was du als Spotter wissen solltest
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Vom Staatsbetrieb zum Weltmarktführer im Regionaljet
  8. 8.Die Familien im Überblick
  9. 9.Commercial Aviation: E-Jets und die zweite Generation
  10. 10.So erkennst du Embraer-Verkehrsjets
  11. 11.Executive Jets: Phenom und Praetor
  12. 12.Defense & Security: C-390 und Super Tucano
  13. 13.Wo du Embraer in Europa siehst
  14. 14.Embraer im Vergleich zu Airbus, Boeing und Co.
  15. 15.Fototipps für Embraer-Jets
  16. 16.Fazit
  17. 17.Häufige Fragen

Steckbrief

Rolle in der BrancheFlugzeughersteller aus Brasilien – Regionaljets und kleine Mittelstreckenjets, Businessjets sowie Militär- und Behördenflugzeuge
Voller NameEmbraer S.A., ursprünglich Empresa Brasileira de Aeronáutica
Gründung19. August 1969 als staatliches Unternehmen, maßgeblich vorangetrieben von Ozires Silva
Privatisierung7. Dezember 1994; der brasilianische Staat behielt eine sogenannte Golden Share mit Vetorechten
SitzSão José dos Campos im Bundesstaat São Paulo, Brasilien
BörseB3 in São Paulo (EMBR3) und New York Stock Exchange (EMBJ)
GeschäftsbereicheCommercial Aviation, Executive Jets, Defense & Security sowie Services & Support
Wichtige StandorteStammwerk São José dos Campos, Werk Gavião Peixoto (u. a. C-390), Endmontage von Businessjets in Melbourne, Florida; Tochter OGMA in Portugal
Aktuelles ProgrammE175 sowie E190-E2 und E195-E2, Phenom 100 und 300, Praetor 500 und 600, C-390 Millennium, A-29 Super Tucano
Auslieferungen 2025244 Flugzeuge: 78 Verkehrsflugzeuge, 155 Businessjets und 11 Militärflugzeuge
Erkennungsweg im FeldBauform (Hecktriebwerke oder Triebwerke unter dem Flügel), Flügelspitzen, Rumpflänge – die genaue Variante liefert der ICAO-Typcode
Offizielle Websiteembraer.com

Tätigkeitsfelder

Commercial Aviation – die E-Jets der ersten Generation (heute noch als E175 gebaut) und die E2-Familie mit E190-E2 und E195-E2
Executive Jets – Phenom 100 und Phenom 300 als Light Jets, Praetor 500 und Praetor 600 als Midsize- und Super-Midsize-Jets
Defense & Security – Militärtransporter C-390 Millennium (mit Tankausrüstung als KC-390), Turboprop-Trainer und Erdkampfflugzeug A-29 Super Tucano
Services & Support – Wartung, Ersatzteile, Training und Umbauten für die weltweite Embraer-Flotte
Weitere Beteiligungen – unter anderem die Agrarflugzeugsparte, die portugiesische OGMA und Eve Air Mobility, die an einem elektrischen Senkrechtstarter arbeitet

Struktur & Marken

Embraer Commercial Aviation – E-Jets und E2-Familie, Endmontage in São José dos Campos
Embraer Executive Jets – Phenom- und Praetor-Familie, Endmontage unter anderem in Melbourne, Florida
Embraer Defense & Security – C-390 Millennium aus Gavião Peixoto, A-29 Super Tucano
OGMA – Wartungs- und Fertigungsbetrieb in Alverca do Ribatejo, Portugal, liefert unter anderem Bauteile für die C-390
Eve Air Mobility – börsennotierte Beteiligung, entwickelt ein elektrisches Senkrechtstart-Flugzeug für den Stadtverkehr

Geschichte im Zeitraffer

1968Am 26. Oktober fliegt der Prototyp des Turboprops EMB 110 Bandeirante, entwickelt im staatlichen Luftfahrt-Forschungszentrum CTA. Für die Serienfertigung braucht es eine eigene Firma.
1969Am 19. August wird Embraer als staatliches Unternehmen gegründet, mit Sitz in São José dos Campos.
1973Der Bandeirante geht bei der brasilianischen Luftwaffe und bei Transbrasil in Dienst – Embraers erstes Serienprodukt.
1983/85Die EMB 120 Brasilia fliegt 1983 erstmals und startet 1985 bei Atlantic Southeast Airlines in den USA in den Liniendienst.
1994Am 7. Dezember wird Embraer privatisiert. Der Staat behält eine Golden Share.
1995/97Die ERJ 145 fliegt am 11. August 1995 erstmals und geht 1997 in den Liniendienst – Embraers Durchbruch bei den Jets.
1999Auf der Paris Air Show startet Embraer offiziell die E-Jet-Familie mit E170, E175, E190 und E195.
2000–2002Börsengang 2000. Auf der Farnborough Airshow stellt Embraer den Businessjet Legacy auf Basis der ERJ 135 vor, der 2002 in Dienst geht.
2004Am 17. März fliegt LOT den ersten E-Jet im Liniendienst, eine E170. Im selben Jahr fliegen E190 und E195 erstmals.
2007/08Erstflüge der Phenom 100 (2007) und der Phenom 300 (2008); die erste Phenom 100 geht Ende 2008 an einen Kunden.
2013Auf der Paris Air Show startet Embraer die zweite Generation, die E-Jets E2.
2015Am 3. Februar hebt der Prototyp des Militärtransporters KC-390 zum Erstflug ab.
2016–2018Die E190-E2 fliegt im Mai 2016 erstmals und wird im April 2018 an Widerøe ausgeliefert. Die Praetor 500 und 600 werden im Oktober 2018 vorgestellt.
2019Azul übernimmt die erste E195-E2. Die erste Serien-KC-390 geht an die brasilianische Luftwaffe, das Muster heißt ab Ende 2019 C-390 Millennium.
2020Boeing steigt im April aus der 2018 vereinbarten Übernahme der Verkehrsflugzeugsparte aus. Embraer bleibt eigenständig; die ERJ-Produktion endet.
2024Am 2. Mai wird der 1.800. E-Jet ausgeliefert. Im September einigen sich Boeing und Embraer im Streit um die geplatzte Übernahme auf eine Zahlung von 150 Mio. US-Dollar an Embraer.
2025Mit 244 Auslieferungen und einem Umsatz von rund 7,6 Mrd. US-Dollar erreicht Embraer Rekordwerte. SAS bestellt 45 E195-E2.

Embraer aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Embraer

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Eine ERJ 145 an langer, spitzer Nase, Hecktriebwerken und T-Leitwerk erkannt
  • Einen E-Jet der ersten Generation an den nach oben gebogenen Winglets bestimmt
  • Eine E2 an den langen, schräg auslaufenden Flügelspitzen ohne Winglet erkannt
  • E190-E2 und E195-E2 über die Rumpflänge auseinandergehalten
  • Eine Phenom 300 oder Praetor in der General Aviation entdeckt
  • Eine C-390 Millennium mit zwei Jet-Triebwerken und Heckrampe erwischt
  • Den ICAO-Typcode (etwa E75L, E290, E295, E55P) mit der Sichtung abgeglichen

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Drei völlig unterschiedliche Welten: Linienjets, Businessjets und Militärtransporter von einem Hersteller
  • E-Jets fliegen regelmäßig an deutsche Flughäfen, etwa mit KLM Cityhopper, Helvetic und Air Dolomiti
  • E2-Flügelspitzen und ERJ-Hecktriebwerke sind markante, schnell gelernte Merkmale
  • Phenom und Praetor sind an Businessjet-Flughäfen und auf Messen häufige Gäste
  • Die C-390 verbreitet sich in Europa – ein neues Motiv für Militärspotter

Wo es hakt

  • E190 und E190-E2 sind praktisch gleich lang – ohne Blick auf die Flügel verwechselst du sie leicht
  • E170 und E175 unterscheiden sich nur um rund 1,8 Meter Rumpflänge
  • Die Lineage 1000 läuft im Tracking unter demselben Code wie die Linien-E190
  • Die großen ERJ- und E175-Flotten fliegen vor allem in Nordamerika
  • Die C-390 ist in Mitteleuropa bislang nur ein seltener Gast

Stand: Oktober 2026 – Ein kompakter Jet rollt zur Bahn, vier Sitze pro Reihe, Triebwerke unter den Flügeln, die Flügelspitzen lang und schräg ausgezogen: eine Embraer E195-E2. Ein paar Stunden später landet auf demselben Flughafen eine Phenom 300 mit Hecktriebwerken, und irgendwo in Portugal startet ein grauer Transporter mit Heckrampe und zwei Jets – auch der stammt aus Brasilien. Embraer ist der Hersteller mit der vielleicht größten Bandbreite unterhalb von Airbus und Boeing. Wer die wenigen Grundformen kennt, ordnet die meisten Embraer-Flugzeuge in Sekunden ein.

Jede Embraer-Sichtung sauber festhalten

Poste deine Fotos mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot und hak E-Jets, E2 und Businessjets einzeln in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Vom Staatsbetrieb zum Weltmarktführer im Regionaljet

Die Geschichte von Embraer beginnt mit einem Flugzeug, das älter ist als die Firma selbst. Im staatlichen Luftfahrt-Forschungszentrum CTA in São José dos Campos entwickelten Ingenieure in den 1960er-Jahren einen kleinen Zubringer-Turboprop. Am 26. Oktober 1968 flog der Prototyp des EMB 110 Bandeirante. Um ihn in Serie zu bauen, gründete die brasilianische Regierung am 19. August 1969 die Empresa Brasileira de Aeronáutica – kurz Embraer. Treibende Kraft war der Ingenieur und Luftwaffenoffizier Ozires Silva, der das Unternehmen in den ersten Jahren führte.

Der Bandeirante ging 1973 bei der Luftwaffe und bei der Airline Transbrasil in Dienst und verkaufte sich bis 1990 rund 500-mal, auch nach Europa und in die USA. Mit der EMB 120 Brasilia folgte in den 1980er-Jahren ein Turboprop mit Druckkabine und rund 30 Sitzen, der vor allem bei US-Regionalairlines zum Arbeitstier wurde. Parallel baute Embraer Militärtrainer, Agrarflugzeuge und in Lizenz Kleinflugzeuge von Piper.

Anfang der 1990er-Jahre steckte der Staatsbetrieb in einer tiefen Krise. Am 7. Dezember 1994 wurde Embraer privatisiert; der Staat behielt nur eine sogenannte Golden Share, die ihm bei strategischen Entscheidungen ein Veto sichert. Fast zeitgleich kam das Produkt, das die Wende brachte: die ERJ 145, ein 50-sitziger Regionaljet mit Hecktriebwerken. Sie flog im August 1995 erstmals und wurde mit ihren Schwestern ERJ 135 und ERJ 140 zu einem Bestseller – über 1.200 Exemplare der Familie wurden gebaut, bis die Produktion 2020 endete.

1969Gründung als staatliches Unternehmen
1994Privatisierung
244Auslieferungen im Jahr 2025
~7,6 Mrd.US-Dollar Umsatz 2025

Den großen Sprung schaffte Embraer mit der E-Jet-Familie, die 1999 auf der Paris Air Show offiziell startete. Statt eines schmalen Rumpfs mit Hecktriebwerken bekam sie eine Kabine mit vier Sitzen pro Reihe und Triebwerke unter den Flügeln – im Grunde ein verkleinerter Mittelstreckenjet. Damit stieß Embraer in die Lücke zwischen klassischen Regionaljets und dem kleinsten Airbus oder Boeing. Im Mai 2024 lieferte das Unternehmen den 1.800. E-Jet aus. Wie die Familie zur zweiten Generation weiterwuchs, steht weiter unten.

2018 schien die Eigenständigkeit zu enden: Boeing wollte die Mehrheit an Embraers Verkehrsflugzeugsparte übernehmen. Im April 2020 stieg Boeing jedoch aus. Embraer blieb unabhängig, und der Streit über die geplatzte Übernahme endete 2024 mit einer Zahlung von 150 Millionen US-Dollar an Embraer. Seitdem wächst das Unternehmen wieder kräftig: 2025 lieferte es laut Jahresbilanz 244 Flugzeuge aus, davon 78 Verkehrsflugzeuge, 155 Businessjets und 11 Militärflugzeuge.

Die Familien im Überblick

Für dich am Zaun ist es hilfreich, Embraer in Familien zu denken. Jede Gruppe hat eine eigene Grundform, und innerhalb der Gruppe entscheiden meist Rumpflänge und Flügelspitzen.

Familie Modelle ICAO-Codes Bauform Status (Oktober 2026)
Turboprops Bandeirante, Brasilia E110, E120 Tiefdecker, zwei Propeller Produktion beendet, Exoten
ERJ ERJ 135, 140, 145 E135, E145 Hecktriebwerke, T-Leitwerk, 3 Sitze pro Reihe Produktion 2020 beendet
E-Jets (1. Generation) E170, E175, E190, E195 E170, E75S/E75L, E190, E195 Triebwerke unter dem Flügel, Winglets nur E175 noch in Produktion
E-Jets E2 E190-E2, E195-E2 E290, E295 lange Flügel ohne Winglet, Getriebefans in Produktion
Phenom Phenom 100, Phenom 300 E50P, E55P Light Jets, Hecktriebwerke in Produktion
Praetor Praetor 500, Praetor 600 E545, E550 Midsize-Jets, Fly-by-Wire in Produktion
Militär C-390 Millennium, A-29 Super Tucano – Jet-Transporter bzw. Turboprop in Produktion

Dazu kommen Sondermodelle wie die Legacy 600, ein Businessjet auf Basis der ERJ 135, und die Lineage 1000, eine VIP-Version der E190, die nur in kleiner Stückzahl gebaut wurde. Beide werden nicht mehr verkauft, fliegen aber weiterhin.

Code schlägt Modellname

Viele Abflugtafeln und Apps zeigen nur „Embraer 190“ oder „Embraer 195“ – egal ob erste oder zweite Generation. Filter im Tracking-Dienst deshalb nach dem ICAO-Code: E190 ist die alte, E290 die neue Generation. Wie die Codes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.

Commercial Aviation: E-Jets und die zweite Generation

Die erste E-Jet-Generation besteht aus zwei Paaren. Die kurzen E170 und E175 fliegen mit General-Electric-Triebwerken vom Typ CF34-8E, die langen E190 und E195 mit der stärkeren CF34-10E. Den Liniendienst eröffnete am 17. März 2004 die polnische LOT mit einer E170. Die E190 brachte die US-Airline JetBlue 2005 in Dienst.

Die E175 ist bis heute das meistverkaufte Mitglied der Familie – und das liegt an den USA. Dort begrenzen sogenannte Scope Clauses in den Pilotenverträgen der großen Airlines, wie groß und schwer die Flugzeuge der Regionalpartner sein dürfen. Die E175 passt genau in dieses Raster. Regionalairlines wie SkyWest und Republic Airways fliegen deshalb riesige E175-Flotten für United, Delta und American.

Im Juni 2013 startete Embraer die zweite Generation, die E-Jets E2. Neu sind Flügel, Triebwerke, Fahrwerk und Flugsteuerung; geblieben ist der Rumpfquerschnitt mit der 2+2-Kabine. Die Triebwerke kommen jetzt von Pratt & Whitney aus der Getriebefan-Reihe PW1900G.

  • Die E190-E2 flog am 23. Mai 2016 erstmals, erhielt im Februar 2018 gleichzeitig die Zulassung in Brasilien, den USA und Europa und ging im April 2018 an die norwegische Widerøe.
  • Die E195-E2 flog im März 2017, ist mit gut 41,5 Metern das längste Embraer-Verkehrsflugzeug und bietet bis zu 146 Sitze. Erste Betreiberin war 2019 die brasilianische Azul, europäische Erstkundin Binter Canarias.
  • Die E175-E2 ist geflogen, ihre Entwicklung ruht aber: Sie ist zu schwer für die US-Scope-Clauses. Bis auf Weiteres baut Embraer dort die alte E175 weiter.

Die E195-E2 ist heute das Zugpferd der Sparte. In Europa haben sie unter anderem KLM Cityhopper, Helvetic Airways, Luxair und Binter im Einsatz; SAS hat 2025 für SAS Link 45 Maschinen bestellt, Finnair folgte 2026 mit 18 festen Bestellungen.

So erkennst du Embraer-Verkehrsjets

Die Bestimmung läuft in wenigen Schritten. Entscheidend ist, zuerst die Familie und erst dann das Modell festzulegen.

Wo hängen die Triebwerke?

Hecktriebwerke, T-Leitwerk und eine lange, spitze Nase sprechen für die ERJ-Familie. Triebwerke unter den Flügeln und ein konventionelles Leitwerk führen zu den E-Jets.

Flügelspitzen ansehen

Nach oben gebogene Winglets heißen erste Generation. Lange, schräg nach hinten auslaufende Spitzen ohne Winglet bedeuten E2 – das ist das schnellste Merkmal überhaupt.

Rumpflänge einschätzen

Kurz und gedrungen: E170 oder E175. Gestreckt: E190 oder E195. Bei der E2 ist die E195-E2 sichtbar länger als die E190-E2, die Flügel sind gleich.

Triebwerke und Fahrwerk prüfen

Die E2 hat große, runde Getriebefan-Gondeln und steht auf einem höheren Fahrwerk. Bei der ersten Generation sind die kleineren CF34-8E ein Hinweis auf E170 oder E175.

Mit Code und Kennzeichen bestätigen

Erst Typcode und Kennzeichen machen aus „ein E-Jet“ eine vollständige Sichtung.

Die feineren Unterschiede, etwa zwischen E170 und E175 oder zwischen den Winglet-Varianten E75S und E75L, behandelt der Guide E-Jets und E2 auseinanderhalten. Wie sich Embraer von CRJ, A220 und Co. abgrenzt, zeigt der Beitrag Regionaljets erkennen.

Schnellbestimmung: Welcher Embraer-Jet ist das?

Drei Beobachtungen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

ERJ 135, 140 oder 145

Hecktriebwerke und schmaler Rumpf sind typisch für die ERJ-Familie. Die Länge trennt die kurze ERJ 135 von der ERJ 145.

Wahrscheinlich

E-Jet der ersten Generation

Winglets und CF34-Triebwerke sprechen für E170, E175, E190 oder E195. Jetzt entscheidet die Rumpflänge.

Wahrscheinlich

E190-E2 oder E195-E2

Lange Flügel ohne Winglet und große Getriebefans sind das Markenzeichen der E2. Die E195-E2 wirkt deutlich gestreckter.

Executive Jets: Phenom und Praetor

Weniger bekannt, aber für Spotter an Businessjet-Flughäfen allgegenwärtig: Embraer ist auch ein großer Hersteller von Geschäftsreiseflugzeugen. 2025 entfielen mit 155 Maschinen sogar mehr als die Hälfte aller Auslieferungen auf diese Sparte. Den Einstieg machte die Legacy auf ERJ-Basis, die im Jahr 2000 auf der Farnborough Airshow vorgestellt wurde. Danach entwickelte Embraer eigene Businessjets von Grund auf.

Die Phenom 100 flog 2007 erstmals, die größere Phenom 300 2008. Beide sind für den Betrieb mit nur einem Piloten zugelassen. Die Phenom 300 gilt seit Jahren als meistausgelieferter Light Jet der Welt und fliegt unter anderem bei Fractional-Anbietern wie NetJets und Flexjet. Für den US-Markt werden Phenoms seit 2011 auch in Melbourne, Florida, endmontiert.

Eine Klasse darüber spielen die Praetor 500 und Praetor 600, vorgestellt im Oktober 2018 als Weiterentwicklungen der Legacy 450 und 500. Sie fliegen mit Fly-by-Wire und Sidesticks, die Praetor 600 schafft laut Hersteller gut 4.000 nautische Meilen.

Modell ICAO-Code Klasse Erkennungsmerkmal
Phenom 100 E50P Very Light Jet Klein, Hecktriebwerke, gepfeiltes T-Leitwerk
Phenom 300 E55P Light Jet Größer, Winglets, gepfeilte Flügel
Praetor 500 E545 Midsize T-Leitwerk, Stehhöhen-Kabine, kürzerer Rumpf
Praetor 600 E550 Super-Midsize Wie Praetor 500, aber sichtbar länger, große Winglets
Legacy 600/650 E35L Heavy (ERJ-Basis) Lange spitze Nase wie die ERJ, Winglets

Wie du Businessjets verschiedener Hersteller auseinanderhältst, erklärt der Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden; wo du sie am besten antriffst, steht in Businessjets spotten.

E295, E55P und C-390 auf die Wunschliste

Setz Embraer-Typen oder einzelne Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars – Planetrack meldet sich per Sichtungs-Alarm, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Defense & Security: C-390 und Super Tucano

Der dritte Pfeiler ist die Verteidigungssparte. Ihr bekanntestes Produkt für Spotter in Europa ist die C-390 Millennium, ein taktischer Transporter mit zwei Jet-Triebwerken, hoch angesetztem Flügel, T-Leitwerk und Heckrampe. Der Prototyp flog am 3. Februar 2015, gebaut wird im Werk Gavião Peixoto. Die erste Serienmaschine ging im September 2019 an die brasilianische Luftwaffe. Ursprünglich hieß das Projekt KC-390; diese Bezeichnung tragen heute Maschinen mit Luftbetankungsausrüstung.

In Europa hat die C-390 eine bemerkenswerte Karriere gemacht. Portugal fliegt sie seit 2023 von der Basis Beja, die Embraer-Tochter OGMA fertigt Bauteile dafür. Ungarn hat seit November 2025 beide bestellten Maschinen in Kecskemét übernommen. Bestellt haben außerdem die Niederlande, Österreich, Schweden und Tschechien. Österreichs vier Maschinen laufen laut Bundesheer ab 2028 in Hörsching bei Linz zu – für Spotter im DACH-Raum die spannendste Nachricht.

Land Status (Stand Oktober 2026) Basis
Portugal im Einsatz seit 2023 Beja
Ungarn im Einsatz Kecskemét
Niederlande bestellt, Ersatz der C-130 –
Österreich bestellt, Zulauf ab 2028 Hörsching
Schweden bestellt –
Tschechien erste Maschine übernommen –

Daneben baut Embraer den Turboprop A-29 Super Tucano, ein leichtes Erdkampf- und Trainingsflugzeug, das zahlreiche Luftstreitkräfte in Lateinamerika, Afrika und Asien fliegen. In Europa ist er selten zu sehen. Wie du die C-390 von C-130 Hercules und A400M unterscheidest, zeigt der Beitrag Militärtransporter erkennen. Bevor du an einem Militärflugplatz fotografierst, lies unbedingt Fotografieren am Militärflugplatz.

Militärische Stückzahlen ändern sich laufend

Bei neuen Militärtypen weichen Quellen zu Auslieferungen und Basen oft voneinander ab. Prüf vor einer gezielten Tour beim jeweiligen Betreiber oder bei Flugtag-Ankündigungen, ob die Maschinen wirklich vor Ort sind.

Wo du Embraer in Europa siehst

Anders als bei ATR musst du für Embraer-Jets nicht an den Rand Europas fahren. Gerade die E-Jets sind an deutschen, österreichischen und Schweizer Flughäfen Alltag. Stand Oktober 2026 sind diese Betreiber für dich besonders ergiebig:

Betreiber Typen Wo du hinfährst
KLM Cityhopper E175, E190, E195-E2 Amsterdam-Schiphol und viele deutsche Flughäfen
Helvetic Airways E190, E190-E2, E195-E2 Zürich, oft im Wetlease für Swiss
Air Dolomiti E195 München und Frankfurt, im Auftrag der Lufthansa-Gruppe
LOT E-Jets beider Generationen Warschau-Chopin und deutsche Ziele
BA CityFlyer E190 London City
Binter Canarias E195-E2 Kanarische Inseln, Madeira
Widerøe E190-E2 Norwegen

Die sicherste Adresse ist Schiphol: KLM Cityhopper gehört zu den größten E2-Betreibern Europas, und vom Spotterplatz an der Polderbaan siehst du die Jets bei Landungen aus nächster Nähe. In der Schweiz bietet Zürich mit der Zuschauerterrasse B und dem Butzenbüel gute Blicke auf die Helvetic-Flotte. In München lohnt der Besucherhügel für die E195 von Air Dolomiti. Wie die Wetlease-Konstruktionen hinter vielen Embraer-Flügen funktionieren, erklärt der Beitrag Wetlease erklärt.

Wer Embraers Herkunft sehen möchte, plant eine Reise nach Brasilien. Am Flughafen São Paulo-Guarulhos triffst du die E-Jets und E2 von Azul; das Stammwerk in São José dos Campos liegt im selben Bundesstaat, östlich der Metropole. Für die C-390 ist Portugal das naheliegende Ziel; das Museu do Ar in Sintra lässt sich gut mit einem Abstecher nach Beja verbinden.

Bereit für deine Embraer-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe im Tracking-Dienst nach E290, E295 oder E75L gefiltert.
  • Ich weiß, ob die Airline meine Wunschverbindung gerade im Wetlease fliegt.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.

Embraer im Vergleich zu Airbus, Boeing und Co.

Embraer besetzt eine Nische, die erstaunlich groß ist. Die E195-E2 konkurriert am oberen Ende direkt mit dem Airbus A220-300, den Airbus von Bombardier übernommen hat. Unten grenzt die E175 an die CRJ-Familie wie die CRJ900, die nicht mehr gebaut wird. Turboprops wie die ATR 72 oder die Dash 8 von De Havilland Canada bedienen kürzere Strecken mit weniger Passagieren.

Auf der Businessjet-Seite trifft Embraer auf Textron mit der Citation-Familie, auf Bombardier, Gulfstream und Dassault. Und im Militärtransport stellt sich die C-390 gegen die Hercules von Lockheed Martin und den A400M. Kein anderer Hersteller spielt in all diesen Feldern gleichzeitig mit vergleichbar modernen Mustern.

Was Embraer für Spotter leicht macht

  • Flügelspitzen trennen alte und neue E-Jets sofort
  • Hecktriebwerke verraten die ERJ-Familie aus großer Distanz
  • Klare ICAO-Codes für fast jedes Modell

Wo es knifflig wird

  • E190 und E190-E2 sind praktisch gleich lang
  • E170 und E175 unterscheiden sich nur um rund 1,8 Meter
  • Die Lineage 1000 versteckt sich hinter dem Code E190

Fototipps für Embraer-Jets

Flügel ins Bild holen

Gerade bei der E2 sind die langen Flügelspitzen das Erkennungsmerkmal. Eine leicht erhöhte Position oder ein Bild im Steigflug zeigt die Spannweite am besten.

Mehr Brennweite für Businessjets

Eine Phenom 100 ist mit knapp 13 Metern Länge winzig. Für formatfüllende Bilder brauchst du deutlich mehr Tele als bei einem E-Jet.

Seitenlicht nutzen

Lange, schlanke Rümpfe wie bei der E195-E2 wirken mit tief stehender Sonne von der Seite am besten. Planen lässt sich das mit dem Beitrag Sonnenstand am Fotospot.

Messen im Kalender markieren

Neue Embraer-Muster und Vorführmaschinen zeigt der Hersteller regelmäßig auf großen Luftfahrtmessen wie der Paris Air Show in Le Bourget oder der Farnborough Airshow.

Es ist sicher ein Embraer, wenn …

  • der Tracking-Dienst einen Code mit „E“ und Zahl zeigt, etwa E295 oder E55P
  • ein Jet mit vier Sitzen pro Reihe lange, winglet-lose Flügelspitzen hat
  • ein Regionaljet mit Hecktriebwerken eine auffällig lange, spitze Nase trägt

Noch offen ist, …

  • ob eine E190 oder E190-E2, solange du die Flügel nicht gesehen hast
  • ob eine E170 oder E175, ohne Code oder Kennzeichen
  • ob ein E190 ein Linienjet oder eine Lineage 1000 ist

Es ist kein Embraer, wenn …

  • ein Regionaljet Hecktriebwerke und vier Sitze pro Reihe hat – dann eher eine CRJ
  • ein Jet mit fünf Sitzen pro Reihe fliegt – dann ein A220
  • ein Transporter vier Propeller hat – dann Hercules oder A400M

Vom Bandeirante bis zur E195-E2

Mit Planetrack teilst du jede Embraer-Sichtung mit allen Flugzeugdaten, findest über die Spot-Karte Standorte mit bestem Licht und tauschst dich mit der Community aus. Planetrack startet bald – trag dich jetzt in die Warteliste ein und sei von Anfang an dabei.

Fazit

Embraer hat sich in gut fünf Jahrzehnten vom staatlichen Turboprop-Bauer zum dritten großen Namen im Verkehrsflugzeugbau entwickelt. Die ERJ 145 brachte den Durchbruch, die E-Jets machten Embraer zur ersten Wahl zwischen 70 und 150 Sitzen, und mit der E2-Familie, den Phenom- und Praetor-Businessjets sowie der C-390 ist das Programm heute so breit wie nie.

Für Spotter ist das ein Glücksfall. E-Jets landen täglich an deutschen Flughäfen, Businessjets sind häufige Gäste, und die C-390 wird in Europa Jahr für Jahr sichtbarer. Wer Triebwerkslage, Flügelspitzen und Rumpflänge im Blick hat und den Typcode gegencheckt, ordnet fast jeden Embraer sauber ein.

Kurzfazit

Embraer aus Brasilien baut E-Jets und E2, Phenom- und Praetor-Businessjets sowie die C-390. Die zweite Generation erkennst du an den langen, winglet-losen Flügelspitzen – die genaue Variante liefern Typcode und Kennzeichen, die besten Chancen bieten Amsterdam, Zürich und München.

Zusammenfassung

  • Embraer begann 1969 mit einem kleinen Turboprop und stieg über die ERJ 145 und die E-Jets zum wichtigsten Hersteller von Jets zwischen 70 und 150 Sitzen auf.
  • Heute baut das Unternehmen die E175 und die E2-Familie, die Businessjets Phenom und Praetor sowie den Militärtransporter C-390 Millennium.
  • Für Spotter zählen wenige Merkmale: Triebwerkslage, Flügelspitzen und Rumpflänge führen zur Familie, der ICAO-Typcode zur genauen Variante.
  • In Europa sind E-Jets Alltag, Businessjets häufige Gäste und die C-390 ein neues Ziel, das sich von Portugal und Ungarn aus weiter verbreitet.

Häufige Fragen

Wofür steht der Name Embraer?

Embraer ist die Abkürzung von Empresa Brasileira de Aeronáutica, auf Deutsch etwa „Brasilianisches Luftfahrtunternehmen“. Heute firmiert der Konzern als Embraer S.A. Gegründet wurde er am 19. August 1969 als staatliche Gesellschaft.

Gehört Embraer zu Boeing?

Nein. 2018 vereinbarten beide Unternehmen, dass Boeing die Mehrheit an Embraers Verkehrsflugzeugsparte übernimmt. Im April 2020 stieg Boeing aus dem Geschäft aus. Embraer ist seitdem wieder vollständig eigenständig; 2024 legten beide den Streit darüber mit einer Zahlung von 150 Millionen US-Dollar an Embraer bei.

Welche Verkehrsflugzeuge baut Embraer aktuell?

Die E175 der ersten Generation sowie die E190-E2 und die E195-E2. Die kleinste E2, die E175-E2, ist zwar geflogen, ihre Entwicklung ruht aber, weil sie zu schwer für die Gewichtsgrenzen der US-Pilotenverträge ist.

Wie unterscheide ich einen E-Jet der ersten Generation von einer E2?

An den Flügelspitzen. Die erste Generation hat nach oben gebogene Winglets, die E2 lange, schräg nach hinten auslaufende Spitzen ohne Winglet. Dazu kommen größere Getriebefan-Triebwerke und ein höheres Fahrwerk. Ausführlich erklärt das der Beitrag E-Jets unterscheiden.

Welche ICAO-Typcodes haben Embraer-Flugzeuge?

Die wichtigsten: E145 und E135 (ERJ-Familie), E170, E75S/E75L (E175), E190, E195, E290 (E190-E2) und E295 (E195-E2). Bei den Businessjets sind es unter anderem E50P (Phenom 100), E55P (Phenom 300), E545 (Praetor 500) und E550 (Praetor 600). Mehr dazu im Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.

Wo sehe ich in Deutschland Embraer-Jets?

Ziemlich zuverlässig an großen Flughäfen. KLM Cityhopper verbindet viele deutsche Städte mit Amsterdam, Air Dolomiti fliegt für die Lufthansa-Gruppe ab München und Frankfurt, und Helvetic Airways kommt im Auftrag von Swiss aus Zürich. Welcher Typ gerade fliegt, prüfst du vorher im Tracking.

Ist die KC-390 dasselbe wie die C-390 Millennium?

Ja, im Kern. Das Projekt lief anfangs als KC-390, Ende 2019 führte Embraer den Namen C-390 Millennium ein. Die Bezeichnung KC-390 wird weiter für Maschinen mit Luftbetankungsausrüstung verwendet.

Wo spotte ich die C-390 in Europa?

Portugal und Ungarn fliegen den Transporter bereits, die Niederlande, Österreich, Schweden und Tschechien haben bestellt. Die besten Chancen hast du an den Basen Beja und Kecskemét sowie bei großen Airshows. Österreichs Maschinen laufen laut Bundesheer ab 2028 in Hörsching bei Linz zu.

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

WA / KLC

KLM Cityhopper

Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.

2L / OAW

Helvetic Airways

Die Schweizer Embraer-Spezialistin aus Zürich: Helvetic Airways fliegt mit E190, E195 und der neuen E2-Generation vor allem im Wet-Lease für SWISS, dazu Charter und eigene Ferienflüge ab Zürich und Bern.

EN / DLA

Air Dolomiti

Die italienische Regionalairline der Lufthansa Group aus Verona: reine Embraer-Flotte, eigene Marke statt Kranich und Flüge von Italien zu den Drehkreuzen München und Frankfurt.

NT / IBB

Binter Canarias

Die Airline der Kanarischen Inseln: ATR-Turboprops im Inselhüpfer-Takt, Embraer E195-E2 für Festland, Madeira und Westafrika – und Flugzeuge mit Namen aus dem kanarischen Alltag.

AD / AZU

Azul Linhas Aéreas Brasileiras

Brasiliens Airline mit dem bunten Typenmix: Embraer E-Jets, ATR-Turboprops, A320neo und A330neo, gegründet 2008 von JetBlue-Gründer David Neeleman, mit Drehkreuz in Campinas und Flügen nach Lissabon und Porto.

WF / WIF

Widerøe

Norwegens größte Regionalairline: seit 1934 in der Luft, Heimat in Bodø, ein dichtes Netz kleiner Kurzbahn-Flugplätze entlang der Küste – und eine Flotte, in der fast nur Propeller drehen.

LO / LOT

LOT Polish Airlines

Polens Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Warschau: gegründet 1928, seit 2003 in der Star Alliance, erster Dreamliner-Betreiber Europas – und vor dem Wechsel von Embraer auf Airbus A220.

CJ / CFE

BA CityFlyer

Die Regionaltochter von British Airways fliegt ab London City mit einer reinen Embraer-190-Flotte durch Europa – in voller BA-Bemalung und unter BA-Flugnummern. Erkennen kannst du sie am Typ, am Kennzeichen und am Rufzeichen FLYER.

LG / LGL

Luxair

Luxemburgs nationale Airline: seit 1962 in der Luft, Heimat am Findel, eine bunte Flotte aus Q400-Turboprops und Boeing 737 – und mitten im Umbau auf Embraer E2 und neue 737-Generation.

OO / SKW

SkyWest Airlines

Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.

EJA

NetJets

Der Pionier des Bruchteilseigentums an Businessjets: NetJets aus Columbus (Ohio) gehört zu Berkshire Hathaway, betreibt eine der größten Businessjet-Flotten der Welt und fliegt mit NetJets Europe auch ab Portugal quer durch Europa.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

Embraer E195-E2

Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.

Flugzeugtyp

Embraer E190-E2

Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.

Flugzeugtyp

Embraer E190

Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.

Flugzeugtyp

Embraer E195

Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.

Flugzeugtyp

Embraer E175

Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.

Flugzeugtyp

Embraer E170

Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.

Flugzeugtyp

Embraer ERJ 145

Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.

Flugzeugtyp

Embraer EMB 110 Bandeirante

Tiefdecker, zwei PT6-Turboprops, rund 15 bis 21 Sitze: Mit dem Bandeirante begann 1968 die Geschichte von Embraer. So erkennst du den brasilianischen Zubringer-Klassiker und findest die letzten Exemplare.

Flugzeugtyp

Embraer Phenom 300

Seit Jahren der meistausgelieferte Light Jet der Welt: Die Phenom 300 fliegt bei NetJets, Charterfirmen und Eignern, die selbst im Cockpit sitzen. So erkennst du sie und so findest du sie in Europa.

Flugzeugtyp

Embraer Praetor 600

Hecktriebwerke, T-Leitwerk, große Winglets und eine Reichweite von gut 4.000 nautischen Meilen: Die Praetor 600 ist Embraers Super-Midsize-Jet. So trennst du sie von der kürzeren Praetor 500 und der Legacy 500.

Flugzeugtyp

Embraer C-390 Millennium

Zwei Mantelstromtriebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel, T-Leitwerk und eine große Heckrampe: Die C-390 Millennium ist Embraers Jet-Transporter, der in Europa reihenweise die Hercules ablöst. So erkennst du sie und weißt, wo sie fliegt.

Flugzeugtyp

Embraer Lineage 1000

Von außen eine E190, innen ein fliegendes Apartment: Die Lineage 1000 ist Embraers größter Businessjet. Nur 28 Stück wurden gebaut – so erkennst du die seltene VIP-Version.

Spotting-Spots rund um Embraer

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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