Airbus A220-100

Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.

Auch bekannt als: Bombardier CS100 · CSeries CS100 · C Series · A220 · BD-500-1A10

FrankreichAirbusSchmalrumpfflugzeugeICAO-Typcode: BCS110 Min. Lesezeit

BCS1

ICAO-Typcode

2013

Erstflug als CS100

35,0 m

Länge

35,1 m

Spannweite

Das Wichtigste in Kürze

  • Die A220-100 ist die kürzere Version der A220-Familie und flog 2013 noch als Bombardier CS100 zum ersten Mal.
  • Schnellster Erkennungsweg: kompakter Rumpf, fast so lang wie breit gespannt, mit großen Getriebefan-Triebwerken unter dem Flügel.
  • Von der A220-300 trennst du sie über die Proportionen: Die -300 ist rund 3,7 m länger und wirkt deutlich gestreckter.
  • Swiss war Erstbetreiber und nimmt die A220-100 laut Branchenberichten bis Ende 2027 komplett aus dem Dienst.
  • In Tracking-Apps erscheint der Typ als BCS1 – das Kürzel stammt noch aus der Bombardier-Zeit.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Airbus A220-100?
  2. 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  3. 3.A220-100 oder A220-300?
  4. 4.A220, E-Jet, A319 oder CRJ?
  5. 5.Die Geschichte: von Bombardier zu Airbus
  6. 6.Wo du die A220-100 antriffst
  7. 7.Spotting in Zürich: die A220 vor der Linse
  8. 8.Fototipps speziell für die A220-100
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerAirbus (entwickelt von Bombardier als CS100)
FamilieA220 (A220-100, A220-300), früher C Series
ICAO-TypcodeBCS1
Erstflug16. September 2013 in Mirabel (Kanada)
ErstauslieferungJuni 2016 an Swiss
Erster Linienflug15. Juli 2016, Swiss, Zürich–Paris
UmbenennungJuli 2018 von CS100 in A220-100
Triebwerke2 × Pratt & Whitney PW1500G (Getriebefan)
Länge35,0 m
Spannweite35,1 m
Höhe11,5 m
Rumpfdurchmesser3,5 m (Kabinenbreite bis 3,28 m)
Sitzplätzetypisch 100 bis 120 in zwei Klassen, maximal 135
Reichweite (Herstellerangabe)rund 6.700 km
Max. Startgewicht63,7 t
EndmontageMirabel (Kanada) und Mobile (USA)

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Rumpflänge und Spannweite sind fast gleich – die A220-100 wirkt dadurch kurz und gedrungen
  • Zwei auffällig große Triebwerke unter den Flügeln, im Verhältnis zum kleinen Rumpf fast überdimensioniert
  • Eigenständige Nase mit großen Cockpitscheiben – keine Ähnlichkeit mit der klassischen A320-Nase
  • Große, eher hochformatige Kabinenfenster
  • Kleine, nach oben geneigte Winglets an den Flügelspitzen
  • Leitwerk in konventioneller Bauweise, Höhenruder am Rumpfende – kein T-Leitwerk wie bei CRJ oder Fokker

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner Jet rollt zur Piste, der Rumpf wirkt kurz und rundlich, doch unter den Flügeln hängen Triebwerke, die eher zu einem größeren Flugzeug passen würden: Gut möglich, dass du gerade eine Airbus A220-100 siehst. Sie begann ihr Leben als Bombardier CS100, ist inzwischen ein Airbus und wird in Europa langsam zur Rarität. Hier erfährst du, woran du sie erkennst, wie du sie von A220-300, E-Jets und A319 trennst und wo du sie im deutschsprachigen Raum noch findest.

BCS1 im Hangar abhaken

Mit Planetrack hältst du jede A220-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot fest und sammelst den Typ in deinem Hangar. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist die Airbus A220-100?

Die A220-100 ist das kleinere Modell der A220-Familie, eines Schmalrumpfjets für rund 100 bis 160 Passagiere. Airbus nennt für die -100 eine typische Zwei-Klassen-Bestuhlung von 100 bis 120 Plätzen und maximal 135 Sitze. Die Reichweite gibt der Hersteller mit rund 6.700 Kilometern an – deutlich mehr, als man einem so kompakten Flugzeug zutraut.

Entwickelt wurde das Muster nicht in Toulouse, sondern in Kanada: Bombardier startete es als C Series, die kleine Version hieß CS100. Ihr Erstflug fand am 16. September 2013 in Mirabel bei Montreal statt. Nachdem Airbus die Mehrheit am Programm übernommen hatte, wurde die Familie im Juli 2018 umbenannt. Aus der CS100 wurde die A220-100, aus der CS300 die A220-300. Mehr zum heutigen Hersteller findest du auf der Seite zu Airbus.

Technisch ist die A220 eine eigene Konstruktion ohne Verwandtschaft zur A320-Familie. Der Rumpf hat einen Durchmesser von 3,5 Metern, in der Kabine sitzen fünf Passagiere pro Reihe in einer Zwei-plus-drei-Anordnung. Angetrieben wird sie ausschließlich von Pratt & Whitney PW1500G, einem Getriebefan, bei dem ein Untersetzungsgetriebe den großen Fan langsamer drehen lässt als die Turbine. Die Endmontage läuft heute in Mirabel und im US-amerikanischen Mobile.

BCS1ICAO-Typcode – noch aus der Bombardier-Zeit
35,0 mGesamtlänge – fast exakt so viel wie die Spannweite
2 + 3Sitze pro Reihe in der Kabine

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Die A220 hat eine Silhouette, die du nach ein paar Sichtungen kaum noch verwechselst. Für die -100 helfen dir drei Beobachtungen.

Proportionen prüfen

Länge 35,0 Meter, Spannweite 35,1 Meter: Die A220-100 wirkt im Profil kurz und kompakt. Bei fast allen anderen Schmalrumpfjets ist der Rumpf merklich länger als die Flügel breit.

Triebwerke ansehen

Die PW1500G-Gondeln sind im Verhältnis zum Rumpf sehr groß und rund. Von schräg vorn dominieren sie das Bild – ein typischer Eindruck moderner Getriebefan-Jets.

Nase und Fenster

Die Nase hat eine eigene Form mit großen Cockpitscheiben, die Kabinenfenster sind auffallend groß. Wer die A320-Familie im Kopf hat, merkt sofort, dass hier ein anderes Flugzeug kommt.

Zusammen ergeben diese drei Punkte ein sicheres Bild der A220-Familie. Ob es die -100 oder die -300 ist, entscheidet dann die Länge. Die endgültige Bestätigung liefert wie immer das Kennzeichen, das du in jeder Datenbank nachschlagen kannst. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Praxis-Tipp für die Längenfrage

Achte darauf, wie viel Rumpf vor dem Flügel liegt. Bei der -100 sitzt der Flügel optisch fast in der Mitte eines kurzen Rumpfes, bei der -300 wirkt der vordere Rumpfabschnitt deutlich länger. Ein Vergleichsfoto beider Varianten auf dem Handy hilft am Zaun enorm.

A220-100 oder A220-300?

Beide Varianten teilen Cockpit, Flügel, Leitwerk und Triebwerksfamilie. Airbus nennt eine Gemeinsamkeit von 99 Prozent. Der Unterschied liegt im gestreckten Rumpf der -300 und den daraus folgenden Verstärkungen.

Merkmal A220-100 A220-300
ICAO-Typcode BCS1 BCS3
Früherer Name CS100 CS300
Länge 35,0 m rund 38,7 m
Spannweite 35,1 m 35,1 m
Sitzbereich laut Airbus 100–135 120–160
Wirkung im Profil kurz, gedrungen gestreckt, klassischer Jet

Die -300 ist im Markt klar die gefragtere Version. Viele Airlines, die du in Europa mit A220 siehst – etwa airBaltic –, fliegen ausschließlich die längere Variante. Siehst du also eine A220, ist sie statistisch eher eine -300. Gerade deshalb lohnt sich der genaue Blick: Eine echte -100 ist in vielen Logbüchern die seltenere Eintragung. Mehr zur großen Schwester findest du auf der Seite zur Airbus A220-300.

A220, E-Jet, A319 oder CRJ?

In der Größenklasse um 100 bis 130 Sitze gibt es einige Verwechslungskandidaten. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: kleiner Jet um 100 Sitze

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Airbus A220-100

Große Getriebefan-Triebwerke, eigenständige Nase und kurzer Rumpf sprechen für die A220-100. Wirkt der Rumpf doch gestreckter, prüf die A220-300.

Wahrscheinlich

Embraer E-Jet

Ein schlanker Rumpf mit vier Sitzen pro Reihe und eine lange Nase deuten auf die E-Jets, etwa die E190 oder die E190-E2.

Wahrscheinlich

Airbus A319

Die klassische Airbus-Nase verrät die A320-Familie. Die A319 ist ihr kürzestes gängiges Mitglied und ähnlich groß wie die A220-100.

Wahrscheinlich

CRJ oder Fokker

Hecktriebwerke und T-Leitwerk schließen die A220 aus. Kandidaten sind etwa der CRJ900 oder die Fokker 100.

Die Embraer E190 ist der häufigste Verwechslungspartner. Ihr Rumpf ist schmaler, die Kabine hat vier statt fünf Sitze pro Reihe. Die neuere E190-E2 trägt zwar ebenfalls einen Getriebefan von Pratt & Whitney, wirkt aber durch den schlanken Rumpf und die lange Nase ganz anders.

Die Airbus A319 ist in den Abmessungen überraschend nah an der A220-100. Sie trägt aber die typische A320-Nase, sitzt mit sechs Sitzen pro Reihe auf einem breiteren Rumpf und hat je nach Version Flügelspitzenzäune oder Sharklets. Bei CRJ900 und Fokker 100 reicht ein Blick aufs Heck: Triebwerke hinten, Höhenleitwerk oben auf der Flosse. Mehr Grundlagen zur Typbestimmung gibt es im Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.

Die Geschichte: von Bombardier zu Airbus

Die C Series war Bombardiers Versuch, mit einem komplett neu entwickelten Jet in den Markt von Airbus und Boeing einzusteigen. Nach dem Erstflug 2013 erhielt die CS100 im Dezember 2015 die Zulassung der kanadischen Behörde, 2016 folgten die amerikanische FAA und die europäische EASA.

Erstbetreiber wurde Swiss. Ende Juni 2016 übernahm die Airline ihre erste CS100 mit dem Kennzeichen HB-JBA, am 15. Juli 2016 folgte der erste Linienflug von Zürich nach Paris. Im Jahr darauf erhielt die CS100 die Zulassung für steile Anflüge, und Swiss flog sie ab August 2017 nach London City – ein innerstädtischer Flughafen mit besonders steilem Anflugwinkel.

Wirtschaftlich blieb das Programm für Bombardier schwierig. 2018 übernahm Airbus die Mehrheit, benannte die Familie im Juli 2018 in A220 um und baute später eine zweite Endmontagelinie in Mobile im US-Bundesstaat Alabama auf. In den USA brachte Delta Air Lines die A220-100 im Februar 2019 in den Liniendienst; Delta ist bis heute der mit Abstand größte Betreiber dieser Variante.

Seltene Typen nicht verpassen

In Planetrack setzt du BCS1 oder gezielte Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine A220-100 anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Wo du die A220-100 antriffst

Im deutschsprachigen Raum war die A220-100 jahrelang fest mit Swiss und dem Flughafen Zürich verbunden. Das ändert sich gerade: Laut Branchenberichten vom August 2026, die sich auf die Quartalspräsentation der Lufthansa Group stützen, nimmt Swiss alle A220-100 bis Ende 2027 aus dem Dienst. Von ursprünglich neun Maschinen waren laut diesen Berichten zuletzt nur noch vier im Einsatz, die übrigen sind abgestellt oder dienen als Ersatzteilspender. Die größere A220-300 fliegt bei Swiss weiter.

Für dich heißt das: Wer eine Swiss-A220-100 noch im Liniendienst fotografieren will, wartet besser nicht zu lange. Prüf im Tracking-Dienst gezielt nach BCS1 und Swiss-Kennzeichen, denn die Einsätze sind unregelmäßig.

Außerhalb der Schweiz fliegen in Europa unter anderem ITA Airways, Croatia Airlines und Bulgaria Air kleinere A220-100-Flotten, wie die aus den Airbus-Lieferdaten abgeleitete Betreiberübersicht zeigt. Ob und auf welchen Strecken diese Maschinen in den DACH-Raum kommen, hängt vom jeweiligen Flugplan ab. Neu dazu kommt voraussichtlich LOT Polish Airlines: Die Airline hat im Juni 2025 je 20 A220-100 und A220-300 bestellt, erste Auslieferungen sind für 2027 angekündigt.

Ort Trefferchance Warum
Zürich mittel, sinkend Swiss-Basis, Restflotte bis zum Ausstieg Ende 2027
Große Drehkreuze in Deutschland und Österreich niedrig bis mittel Gelegentliche Einsätze europäischer Betreiber, flugplanabhängig
Kleinere Regionalflughäfen niedrig Höchstens Charter, Überführungen oder Sonderflüge
USA hoch Delta betreibt die größte A220-100-Flotte

Flotten und Einsätze ändern sich

Gerade bei einer schrumpfenden Teilflotte veralten Listen schnell. Verlass dich nicht auf alte Streckenangaben, sondern prüf vor deiner Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode BCS1. Stand dieser Seite: Oktober 2026.

Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Was hinter Codes wie BCS1 steckt, liest du im Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Spotting in Zürich: die A220 vor der Linse

In Zürich ist die Zuschauerterrasse B der bequemste Startpunkt: Von dort siehst du das Vorfeld und rollende Maschinen aus nächster Nähe. Wer Starts und Landungen lieber draußen am Pistensystem erleben will, findet mit dem Butzenbüel einen beliebten Hügel mit Blick auf das Geschehen.

Welche Piste gerade genutzt wird, hängt vom Wind und von den Betriebsregeln des Flughafens ab. Das entscheidet, ob du die A220 im Anflug, beim Start oder nur beim Rollen erwischst. Wie du die Betriebsrichtung vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Bereit für deine A220-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe einen Flug mit dem Typcode BCS1 im Flugplan oder Tracking-Dienst gefunden.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Ich habe ein Vergleichsbild von A220-100 und -300 parat.

Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Tipps, wie du generell an seltene Maschinen kommst, findest du unter Seltene Flugzeuge spotten.

Fototipps speziell für die A220-100

Die kleine A220 ist ein sympathisches Motiv: kompakt, modern, mit großen Triebwerken und klaren Linien. Ein paar Kniffe helfen dir, sie gut zu zeigen.

Profil zeigt die Variante

Die gedrungenen Proportionen sind das Erkennungszeichen der -100. Ein sauberes Seitenprofil beim Rollen oder kurz vor dem Aufsetzen macht die Variante auf dem Foto eindeutig.

Dreiviertelansicht für die Triebwerke

Schräg von vorn wirken die großen Getriebefan-Gondeln am eindrucksvollsten. Hier kommen auch Nase und Cockpitscheiben gut zur Geltung.

Brennweite anpassen

Mit 35 Metern Länge ist die A220-100 kleiner als ein typischer Mittelstreckenjet. Plane etwas mehr Brennweite ein als für eine A320, sonst bleibt sie im Bild zu klein.

Licht im Rücken

Die Swiss-Lackierung ist überwiegend weiß mit rotem Leitwerk. Flaches Licht von hinten verhindert ausgefressene Rumpfflächen und bringt die Konturen heraus.

Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Brennweite sich lohnt, steht im Beitrag Objektiv fürs Planespotting. Und falls du gerade erst anfängst: Planespotting für Einsteiger bringt dich schnell auf Kurs.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die A220-100, wenn …

  • der Rumpf etwa so lang wirkt, wie die Flügel breit sind
  • große, runde Triebwerke unter den Flügeln hängen
  • die Nase eigenständig aussieht und keine A320-Form hat
  • im Tracking-Dienst BCS1 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Rumpf gestreckter wirkt – dann ist es vermutlich eine A220-300
  • du die Maschine nur von vorn oder im Gegenlicht siehst
  • der Rumpf auffallend schlank ist – dann könnte es ein E-Jet sein

Es ist keine A220-100, wenn …

  • die Triebwerke am Heck sitzen und ein T-Leitwerk oben thront
  • die klassische A320-Nase zu sehen ist – dann eher eine A319
  • im Tracking-Dienst BCS3 steht
  • der Rumpf deutlich länger als die Spannweite ist, wie bei A320neo oder Boeing 737-800

Fazit

Die A220-100 ist einer der interessantesten kleinen Jets der letzten Jahre: in Kanada als CS100 entwickelt, von Airbus übernommen und bei Swiss erstmals im Liniendienst. Erkennen lässt sie sich an kurzen Proportionen, großen Getriebefan-Triebwerken und der eigenständigen Nase. Weil Swiss die Teilflotte bis Ende 2027 ausmustert, wird sie im deutschsprachigen Raum zunehmend zu einem echten Sammlerstück.

Kurzfazit

Kurzer Rumpf, fast so lang wie die Spannweite, große Triebwerke, eigene Nase: Das ist die A220-100. Wer sie gezielt sucht, filtert nach BCS1 und fährt am besten zeitnah nach Zürich, solange Swiss sie noch einsetzt.

Zusammenfassung

  • Die A220-100 entstand als CS100 bei Bombardier, flog 2013 erstmals und kam 2016 bei Swiss in den Liniendienst; seit 2018 trägt sie den Airbus-Namen.
  • Im Vergleich zur A220-300 ist sie die seltenere Variante, die meisten Exemplare fliegen bei Delta in den USA.
  • Im deutschsprachigen Raum ist sie mit dem Rückzug bei Swiss ein zunehmend seltener Fang – Zürich bleibt bis zum Ausstieg die beste Adresse.
  • Proportionen, Triebwerksgröße und Nasenform reichen, um sie von A220-300, E-Jets und A319 zu unterscheiden; das Kennzeichen bestätigt.

Häufige Fragen

Ist die A220-100 dasselbe Flugzeug wie die Bombardier CS100?

Ja. Bombardier hat das Muster als CS100 entwickelt und zugelassen. Nachdem Airbus die Mehrheit am C-Series-Programm übernommen hatte, wurde die Familie im Juli 2018 in A220 umbenannt; aus der CS100 wurde die A220-100. Technisch hat sich durch die Umbenennung nichts geändert.

Welchen ICAO-Typcode hat die A220-100?

Die A220-100 läuft unter BCS1, die größere A220-300 unter BCS3. Die Kürzel stammen noch aus der Zeit, als das Muster als Bombardier C Series lief. In Flugplänen und Tracking-Diensten findest du die Maschinen über diese Codes, nicht über „A220“.

Wie unterscheide ich A220-100 und A220-300?

Beide teilen Cockpit, Flügel und Triebwerksfamilie. Der Unterschied liegt in der Rumpflänge: Die -100 misst 35,0 m und ist damit praktisch so lang, wie die Flügel breit sind; die -300 ist mit rund 38,7 m sichtbar gestreckter. Wer unsicher ist, prüft Kennzeichen oder Typcode.

Wie unterscheide ich die A220 von einem Embraer E-Jet?

Die A220 hat einen dickeren Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe (zwei plus drei), E-Jets haben vier (zwei plus zwei). Von außen fällt das an der breiteren Kabine und den größeren Triebwerken auf. Die Nasenformen unterscheiden sich ebenfalls deutlich.

Welche Airlines fliegen die A220-100?

Größter Betreiber ist Delta Air Lines in den USA. In Europa fliegen laut Übersicht der Airbus-Daten unter anderem ITA Airways, Croatia Airlines und Bulgaria Air kleinere Flotten, dazu Swiss bis zum angekündigten Ausstieg Ende 2027. LOT hat 2025 zusätzlich 20 A220-100 bestellt, die ersten Maschinen der Bestellung sind für 2027 angekündigt. Stand: Oktober 2026 – Flotten ändern sich laufend.

Warum mustert Swiss die A220-100 aus?

Laut Berichten von August 2026, die sich auf die Quartalspräsentation der Lufthansa Group beziehen, will Swiss die kleine Teilflotte bis Ende 2027 komplett aus dem Dienst nehmen. Ein Teil der Maschinen ist bereits abgestellt oder dient als Ersatzteilspender, vor allem für Triebwerke. Ziel ist eine bessere Verfügbarkeit der größeren A220-300.

Was hat die A220-100 mit London City zu tun?

Die CS100 erhielt 2017 die Zulassung für steile Anflüge, wie sie der innerstädtische Flughafen London City verlangt. Swiss flog sie ab August 2017 dorthin. Für ein Flugzeug dieser Größe war das damals eine Besonderheit.

Airbus A220-100 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Verwandte Flugzeugtypen

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Wo du die Airbus A220-100 siehst

Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

Passende Guides aus dem Blog

TT

Planetrack Redaktion

Die Flugzeugtypen-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung an Flughäfen, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

← Alle Flugzeugtypen von Airbus