Das Wichtigste in Kürze
- Der Avro RJ100 ist die längste gebaute Version der BAe-146-Familie: der modernisierte Nachfolger der BAe 146-300 mit neuen Triebwerken und neuem Cockpit.
- Rund 31 Meter lang, etwa 100 Sitze: Damit war er der größte Jumbolino – die geplante RJ115 hätte dieselbe Länge gehabt und blieb Papier.
- Schweizer Ikone: Crossair und später Swiss flogen den RJ100 jahrelang ab Zürich, der letzte Swiss-Flug landete am 15. August 2017.
- Auch in Brüssel prägend: Brussels Airlines verabschiedete ihre RJ100 im Herbst 2017.
- Heute selten: In Europa ist der Typ aus dem Linienverkehr praktisch verschwunden, Sichtungen sind Glückssache.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | British Aerospace (BAe), ab 1993 als Avro RJ vermarktet; heute BAE Systems |
|---|---|
| Familie | BAe 146-100/-200/-300 und Avro RJ70/RJ85/RJ100 |
| ICAO-Typcode | RJ1H (Avro RJ100), B463 (BAe 146-300) |
| Erste Auslieferung 146-300 | Dezember 1988 |
| Erste Avro-RJ-Auslieferung | 23. April 1993 an Crossair (RJ85) |
| Endmontage Avro RJ | Woodford bei Manchester |
| Triebwerke | 4 × LF 507 (RJ100), 4 × Lycoming ALF 502 (BAe 146-300) |
| Länge | 30,99 m |
| Spannweite | 26,34 m |
| Höhe | 8,61 m |
| Sitzplätze | typisch rund 100, je nach Bestuhlung etwa 97 bis 112 |
| Max. Startgewicht | rund 44 t (Basisversion) |
| Wirbelschleppenkategorie | M (Medium) |
| Produktion | rund 70 RJ100; Avro-RJ-Fertigung bis 2003 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Schulterdecker mit vier kleinen Triebwerken unter dem Flügel und hohem T-Leitwerk – das Grundmuster der ganzen 146-Familie
- Langer Rumpf: Vor dem Flügel wirkt der RJ100 deutlich gestreckter als RJ85 und RJ70, die Proportionen erinnern eher an einen Schmalrumpfjet
- Rund 31 m Länge bei gleicher Spannweite wie die kürzeren Geschwister – der Flügel wirkt im Verhältnis zum Rumpf kleiner
- Muschelförmige Heckluftbremse, die sich bei der Landung seitlich aufspreizt
- Hauptfahrwerk in Verkleidungen seitlich am Rumpf, keine Schubumkehr
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein hochgesetzter Flügel, vier kleine Triebwerke, ein T-Leitwerk und ein Heck, das sich beim Aufsetzen wie eine Muschel öffnet: So weit gleicht der Avro RJ100 seinen kleineren Geschwistern. Doch er ist der Lange in der Familie. Mit knapp 31 Metern war er der größte Jumbolino, der je gebaut wurde – und für viele Spotter in Zürich und Brüssel der Inbegriff dieses Flugzeugs. Hier liest du, wie du ihn vom RJ85 und RJ70 trennst, wer ihn geflogen hat und wo du heute noch eine Chance auf eine Sichtung hast.
Den langen Jumbolino festhalten
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Was ist der Avro RJ100?
Der Avro RJ100 ist die modernisierte Fassung der BAe 146-300, also der längsten Version des vierstrahligen britischen Regionaljets. Die Grundkonstruktion stammt von British Aerospace, das die 146 für kurze Strecken, kurze Pisten und leise Anflüge entwickelte. Die Familie startete 1981 mit der 146-100, später folgten die längere -200 und schließlich die nochmals gestreckte -300. Gegenüber der -200 wuchs der Rumpf dabei um gut 2,3 Meter. Die ersten 146-300 gingen im Dezember 1988 an ihre Kunden.
Anfang der 1990er-Jahre überarbeitete British Aerospace die ganze Reihe und vermarktete sie unter dem Namen Avro RJ („Regional Jet“). Rumpf und Flügel blieben, neu waren die Triebwerke vom Typ LF 507 (heute von Honeywell betreut) und ein modernisiertes Cockpit. Aus der 146-300 wurde so der RJ100. Die Zahl im Namen steht grob für die typische Sitzzahl: Die häufigste Bestuhlung lag bei 100 Plätzen, je nach Kabinenlayout waren es etwa 97 bis 112.
Gebaut wurden die Avro RJ in Woodford bei Manchester. Den Auftakt machte die Schweizer Crossair, die am 23. April 1993 als Erstkundin der Avro-Reihe ihren ersten RJ85 übernahm. Vom RJ100 entstanden nach gängigen Zählungen rund 70 Exemplare. Die Produktion der Avro RJ endete 2003, nachdem BAE Systems Ende November 2001 den Ausstieg aus dem Regionalflugzeuggeschäft beschlossen hatte. Mehr zum Hersteller und seiner Geschichte findest du auf der Seite zu BAE Systems.
RJ100 im Familienvergleich
Alle Mitglieder der Familie teilen sich Flügel, Leitwerk, Triebwerksanordnung und Rumpfquerschnitt. Unterschiede gibt es bei der Länge – und bei den Triebwerken, je nachdem, ob es eine BAe 146 oder eine Avro RJ ist.
| BAe-146-Version | Avro-Version | ICAO-Code | Länge | Sitze laut Name |
|---|---|---|---|---|
| 146-100 | RJ70 | B461 / RJ70 | ca. 26,2 m | um 70 |
| 146-200 | RJ85 | B462 / RJ85 | ca. 28,6 m | um 85 |
| 146-300 | RJ100 | B463 / RJ1H | ca. 31,0 m | um 100 |
Weil die Spannweite bei allen drei Längen gleich bei 26,34 Metern liegt, verschiebt sich beim RJ100 das Verhältnis: Der Rumpf ist länger als die Flügel breit sind. Das macht ihn auf Fotos sofort etwas schlanker und gestreckter als den kompakten RJ70.
Eine dichter bestuhlte RJ115 mit gleicher Rumpflänge, höherem Startgewicht und geänderten Notausgängen wurde zwar angeboten, schaffte es aber nie in die Produktion. Auch die nächste Generation, die RJX mit neuen Honeywell-Triebwerken, kam über drei geflogene Exemplare nicht hinaus. Darunter war der RJX-100-Prototyp G-IRJX, der zuletzt im Runway Visitor Park am Flughafen Manchester ausgestellt war – ein lohnender Abstecher, wenn du am Flughafen Manchester unterwegs bist. Tipps für die Spots vor Ort findest du im Manchester-Guide.
So erkennst du den RJ100
Die Familie selbst erkennst du in Sekunden. Die eigentliche Aufgabe ist, den RJ100 sauber vom RJ85 zu trennen.
Familie bestätigen
Flügel oben, vier Triebwerke darunter, T-Leitwerk: Diese Kombination hat kein anderer Jet dieser Größe. Damit ist klar, dass du eine BAe 146 oder Avro RJ vor dir hast.
Länge abschätzen
Achte auf die Rumpfabschnitte vor und hinter dem Flügel. Beim RJ100 ist der vordere Teil sichtbar länger, die Maschine wirkt fast wie ein kleiner Schmalrumpfjet. Der RJ70 wirkt dagegen gedrungen.
Fenster zählen
Auf einem scharfen Seitenfoto zählst du die Kabinenfenster. Hast du einen RJ85 zum Vergleich, fallen die zusätzlichen Fenster des RJ100 schnell auf.
Kennzeichen prüfen
Ob RJ100 oder 146-300, klärt erst das Kennzeichen. Wie du es nachschlägst, steht im Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Ein paar Details helfen zusätzlich: Das Hauptfahrwerk verschwindet in Verkleidungen seitlich am Rumpf, weil im hoch liegenden Flügel kein Platz ist. Eine Schubumkehr gibt es nicht. Stattdessen bremst der RJ100 mit der großen Heckluftbremse und Spoilern auf der Flügeloberseite. Wenn du dich generell in Triebwerksformen einlesen willst, hilft dir Triebwerke erkennen.
Praxis-Tipp: Vergleichsbild nutzen
Die Länge ist am Himmel schwer zu schätzen. Leg dir ein gutes Profilfoto eines RJ85 und eines RJ100 auf dem Handy zurecht. Mit dem direkten Vergleich der Proportionen ordnest du deine Aufnahme später deutlich sicherer ein als aus der Erinnerung.
Verwechslungsgefahr: RJ100 oder anderer Jet?
Außerhalb der eigenen Familie gibt es kaum Verwechslungsrisiken – solange du die Triebwerke zählen kannst. Auf große Distanz oder im Gegenlicht hilft dieser Schnellcheck.
Schnellbestimmung: langer Regionaljet mit rund 100 Sitzen
Avro RJ100 oder BAe 146-300
Hoher Flügel, vier Triebwerke und ein langer Rumpf sprechen für die längste Version der Familie. Wirkt der Rumpf kürzer, prüf den RJ85 oder RJ70.
Hecktriebwerks-Jet
Zwei Triebwerke am Heck deuten auf die Fokker 100, die Boeing 717 oder einen CRJ900.
Moderner Zweistrahler
Zwei Triebwerke unter einem tief angesetzten Flügel passen zum Airbus A220-300 oder zur Embraer E195 – genau die Typen, die den RJ100 vielerorts abgelöst haben.
Wer noch am Anfang steht, findet die wichtigsten Erkennungsmerkmale im Einstieg Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Der Jumbolino in der Schweiz
Keine Airline ist so eng mit dem Avro RJ verbunden wie Crossair. Die Basler Regionalgesellschaft war Erstkundin der Avro-Reihe und baute eine große Flotte aus RJ85 und RJ100 auf. In der Schweiz bekam das Flugzeug seinen bis heute geläufigen Spitznamen Jumbolino – vier Triebwerke wie beim Jumbo, aber im Regionalformat.
Nach dem Ende von Swissair und der Gründung von Swiss 2002 gingen die Avros an die neue Gesellschaft über. Swiss setzte über die Jahre rund 20 RJ100 ein, die damit zur wichtigsten Avro-Version der Airline wurden. Er bediente vor allem europäische Kurzstrecken ab dem Flughafen Zürich und dem Flughafen Genf und flog auch nach London City, wo die 146-Familie dank ihrer Kurzstart-Eigenschaften lange zu Hause war.
Ein dunkles Kapitel gehört ebenfalls zur Geschichte: Am 24. November 2001 verunglückte der Crossair-RJ100 HB-IXM auf dem Flug von Berlin-Tegel nach Zürich im Anflug bei Bassersdorf. 24 der 33 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die Schweizer Untersuchung stufte den Unfall als Flug ins Gelände ein und nannte unter anderem das Unterschreiten der Mindestsinkflughöhe ohne Sicht auf die Piste als Ursache.
Mit der Bombardier CS300, heute Airbus A220-300, begann 2017 die Ablösung. Am 15. August 2017 flog die HB-IYZ als LX7545 von Genf nach Zürich – der letzte Linienflug eines Swiss-Jumbolinos. Wer Zürich heute besucht, sieht dort statt der Avros vor allem A220. Wo die besten Plätze am Zaun liegen, erklärt der Zürich-Guide.
Alarm für seltene Typen
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Avro RJ100 an – Planetrack benachrichtigt dich, wenn ein Exemplar an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Brüssel, Türkei und weitere Betreiber
Der zweite große Schwerpunkt in Mitteleuropa war Brüssel. Delta Air Transport (DAT), die Regionaltochter im Umfeld von Sabena, bestellte RJ85 und RJ100. Über SN Brussels Airlines gelangten die Avros später zu Brussels Airlines, die am Flughafen Brüssel über Jahre einen großen Teil des Europa-Netzes damit flog. Anfang 2014 kündigte die Airline den Abschied vom RJ100 an. Ersetzt wurde er durch Maschinen der A320-Familie und zeitweise angemietete Superjets; im Oktober 2017 verabschiedete sich Brussels Airlines offiziell von ihren Avros. Für Spots rund um Zaventem lohnt der Brüssel-Guide.
Weitere bekannte RJ100-Betreiber:
- Turkish Airlines setzte den RJ100 im Inlandsnetz ein. Am 8. Januar 2003 verunglückte die TC-THG im Anflug auf Diyarbakır.
- BA CityFlyer – damals noch Cityflyer Express – bestellte den RJ100 für ihr Netz ab London.
- Mahan Air aus dem Iran gehörte zu den größten Nutzern der 146-Familie und flog auch RJ100.
- BRA Braathens Regional Airlines zählte zu den letzten größeren Avro-Betreibern in Europa und gab die Flugzeuge im März 2020 ab.
Wichtig für Spotter in Deutschland: Lufthansa CityLine setzte bei den Avros auf den kürzeren RJ85, nicht auf den RJ100. Lange RJ100 sah man hierzulande deshalb vor allem in Swiss- und Brussels-Farben – beides Airlines der Lufthansa Group und der Star Alliance.
Ein RJ100 als Elektroflug-Labor
Eine ungewöhnliche Rolle spielte der Typ im Projekt E-Fan X. Ende November 2017 stellten Airbus, Rolls-Royce und Siemens den Plan vor, einen RJ100 als fliegenden Versuchsträger für hybrid-elektrischen Antrieb zu nutzen. Dafür war das Flugzeug mit dem Kennzeichen G-WEFX vorgesehen, eines der vier Triebwerke wäre durch einen Elektromotor ersetzt worden. Der Vierstrahler eignete sich dafür, weil ein Triebwerk getauscht werden kann, während die übrigen drei für Sicherheitsreserven sorgen. Im April 2020 stoppten die Partner das Projekt, bevor der Testträger in dieser Konfiguration abhob. Mehr zum Hersteller hinter dem Vorhaben findest du bei Airbus.
Wo du einen RJ100 heute noch siehst
Stand Oktober 2026 ist der RJ100 im europäischen Linienverkehr praktisch verschwunden. Schon Anfang 2020 flog nur noch ein Teil der gebauten Exemplare, und seither haben weitere Betreiber ausgemustert. Wie bei allen Vierstrahlern im Kurzstreckenbereich gilt: Vier Triebwerke bedeuten mehr Wartung und mehr Verbrauch als zwei moderne große. Den größeren Zusammenhang erklärt der Beitrag Das Ende der Vierstrahler.
Realistische Chancen
- Betreiber außerhalb der EU, etwa im Nahen Osten
- Ausgestellte Exemplare wie der RJX-100 in Manchester (vorher prüfen, ob er noch zu sehen ist)
- Abgestellte Maschinen auf Flugzeugparkplätzen
Mit Glück
- Überführungsflüge nach Verkauf oder zur Verschrottung
- Charter- und Ad-hoc-Flüge kleinerer Betreiber
- Wartungsaufenthalte an Werften mit 146-Erfahrung
Eher nicht mehr
- Linienflüge in Swiss- oder Brussels-Airlines-Farben
- Regelmäßige Umläufe in Zürich, Genf oder Brüssel
- Planbare Sichtungen an deutschen Flughäfen
Dein wichtigstes Werkzeug ist die Flugverfolgung: Setz in deiner Tracking-App Filter auf RJ1H und B463, für die Geschwister zusätzlich auf RJ85, B462, RJ70 und B461. Wie ADS-B-Daten zustande kommen, erklärt Flugverfolgung mit ADS-B. Speziell zu Überführungen ausgemusterter Maschinen gibt es den Guide Auslieferungs- und Überführungsflüge verfolgen.
Flottenlisten veralten schnell
Bei einem auslaufenden Typ ändern sich Bestände laufend: Maschinen werden verkauft, abgestellt oder zerlegt. Verlass dich nicht auf alte Forenlisten, sondern prüf vor jeder Tour, welche Kennzeichen tatsächlich in der Luft sind.
Ausgemusterte Avros landen oft auf Abstellflächen – mehr dazu in Flugzeugfriedhöfe und Boneyards. Und wie selten deine Sichtung tatsächlich ist, kannst du mit dem Beitrag Seltenheit einer Sichtung einschätzen einordnen. Grundsätzliche Strategien für Raritäten stehen in Seltene Flugzeuge spotten.
Fototipps für den RJ100
Taucht ein RJ100 auf, hast du oft nur eine Chance. Diese Punkte helfen dir, sie zu nutzen.
Profil sichern
Gerade beim RJ100 ist das Seitenprofil das wichtigste Bild: Nur dort sieht man die Rumpflänge, die ihn von RJ85 und RJ70 unterscheidet.
Luftbremse erwischen
Kurz vor und nach dem Aufsetzen ist das Heck weit gespreizt. Eine Serie mit kurzer Verschlusszeit erhöht die Chance auf das typische Muschel-Motiv.
Brennweite planen
Mit gut 26 Metern Spannweite ist der RJ100 kleiner, als seine Länge vermuten lässt. Hinweise zur passenden Brennweite gibt der Guide Objektiv und Brennweite.
Licht und Piste checken
Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du, wo die Sonne zur Ankunftszeit steht, und mit Wetter, Wind und aktiven Pisten, aus welcher Richtung der Gast landet.
Wie du Licht und Betriebsrichtung im Detail einplanst, erklären Sonnenstand planen für deinen Fotospot und Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Steht ein besonderer Abschieds- oder Überführungsflug an, hilft dir Abschieds- und Erstflüge spotten. Und bevor du dich an einen Zaun stellst: Ist Planespotting erlaubt?
Bereit für einen RJ100?
- Ich habe RJ1H und B463 als Filter in meiner Tracking-App gesetzt.
- Ich kenne Kennzeichen und voraussichtliche Ankunftszeit.
- Ich weiß, welche Piste voraussichtlich in Betrieb ist.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Serienbild eingestellt.
Damit die Begegnung nicht in Vergessenheit gerät, findest du Tipps fürs Festhalten im Beitrag Sichtungen dokumentieren im Logbuch.
Fazit
Der Avro RJ100 ist der lange Jumbolino: gleicher Flügel, gleiche vier Triebwerke und gleiches Muschel-Heck wie RJ85 und RJ70, aber mit knapp 31 Metern Rumpflänge und rund 100 Sitzen. Bei Crossair und Swiss in Zürich und bei Brussels Airlines in Brüssel war er jahrelang Alltag, 2017 verschwand er dort aus dem Liniendienst. Heute ist jede Sichtung ein kleines Ereignis – mit den richtigen Filtern und etwas Geduld aber keine Unmöglichkeit.
Kurzfazit
Hoher Flügel, vier Triebwerke, T-Leitwerk und ein auffällig langer Rumpf: Das ist der Avro RJ100 bzw. die BAe 146-300. Filter nach RJ1H und B463, sichere zuerst das Profilfoto und lass das Kennzeichen entscheiden.
Zusammenfassung
- Der RJ100 entspricht in der Länge der BAe 146-300 und wurde ab 1993 als Teil der Avro-RJ-Reihe in Woodford gebaut.
- Crossair/Swiss, Brussels Airlines, Turkish Airlines und BA CityFlyer gehörten zu den bekannten Betreibern, im Iran flog Mahan Air den Typ.
- Vom RJ85 unterscheidest du ihn über die Rumpflänge, sicher wird die Bestimmung erst mit dem Kennzeichen.
- Wer heute einen RJ100 sehen will, filtert in Tracking-Apps nach RJ1H und B463 und braucht Geduld.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Avro RJ100 und BAe 146-300?
Rumpf und Flügel sind gleich. Der RJ100 ist die überarbeitete Fassung aus den 1990er-Jahren: Er bekam die weiterentwickelten LF-507-Triebwerke statt der Lycoming ALF 502 und ein modernisiertes Cockpit. Von außen sind beide kaum zu unterscheiden, das Kennzeichen schafft Klarheit.
Welchen ICAO-Typcode hat der Avro RJ100?
Der Avro RJ100 läuft unter RJ1H, die gleich lange BAe 146-300 unter B463. Wer in einer Tracking-App nach dem Typ sucht, setzt am besten beide Codes.
Wie unterscheide ich RJ100 und RJ85?
Nur über die Länge: Der RJ100 misst rund 31 m, der RJ85 rund 28,6 m. Beide haben dieselbe Spannweite. Beim RJ100 wirkt der Rumpf vor und hinter dem Flügel deutlich gestreckter, im Foto zählst du am besten die Kabinenfenster.
Wann flog Swiss zum letzten Mal mit dem Jumbolino?
Der letzte Swiss-Linienflug mit einem Avro RJ100 fand am 15. August 2017 statt. Die HB-IYZ flog als LX7545 von Genf nach Zürich. Abgelöst wurden die Avros durch die Bombardier CS300, heute Airbus A220-300.
Warum heißt der RJ100 „Jumbolino“?
Wie der Jumbo-Jet Boeing 747 hat er vier Triebwerke, ist aber nur ein Regionaljet. Der Spitzname setzte sich vor allem in der Schweiz durch, wo Crossair und Swiss die Avros flogen.
Was hat der RJ100 mit dem Elektroflug zu tun?
Für das Projekt E-Fan X wählten Airbus, Rolls-Royce und Siemens 2017 einen RJ100 mit dem Kennzeichen G-WEFX als Versuchsträger: Eines der vier Triebwerke war für den Tausch gegen einen Elektromotor vorgesehen. Im April 2020 wurde das Vorhaben eingestellt, bevor es zum Flug kam.
Wo fliegt der Avro RJ100 heute noch?
Stand Oktober 2026 im europäischen Linienverkehr praktisch nicht mehr. Einzelne Exemplare tauchen bei Betreibern außerhalb der EU, bei Überführungen oder auf Abstellflächen auf. Welche Maschinen aktiv sind, prüfst du tagesaktuell in einer Tracking-App.
Avro RJ100 / BAe 146-300 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
BAE Systems
BAE Systems ist der größte Luftfahrt- und Rüstungskonzern Großbritanniens. Für Spotter steckt dahinter ein ganzes Stück Luftfahrtgeschichte: der vierstrahlige Jumbolino BAe 146/Avro RJ, der Trainer Hawk der Red Arrows und die britische Seite von Tornado, Eurofighter und F-35.
FlughafenFlughafen Zürich
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FlughafenFlughafen Brüssel-Zaventem
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FlughafenFlughafen London City
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