Das Wichtigste in Kürze
- Die Fokker 100 ist ein Regionaljet für rund 100 Passagiere mit Hecktriebwerken und T-Leitwerk, entwickelt aus der F28 Fellowship.
- Schnellster Erkennungsweg: Hecktriebwerke plus stumpfer Heckkonus mit seitlich aufklappenden Bremsklappen.
- Von der Fokker 70 trennst du sie über die Länge: Die 70 ist gut viereinhalb Meter kürzer und wirkt deutlich gedrungener.
- Produktion beendet: Nach der Fokker-Insolvenz 1996 liefen 1997 die letzten Maschinen vom Band – es gibt keine neuen F100 mehr.
- Im Tracking erscheint der Typ als F100. In Europa ist er inzwischen selten, das Hauptverbreitungsgebiet liegt in Australien und im Iran.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Fokker 100?
- 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.Fokker 100, Fokker 70 oder F28?
- 4.Verwechslungsgefahr: andere Jets mit Hecktriebwerken
- 5.Die Fokker 100 im deutschsprachigen Raum
- 6.Wo du die Fokker 100 heute noch antriffst
- 7.So planst du die Jagd auf eine Fokker 100
- 8.Fototipps speziell für die Fokker 100
- 9.Warum die Fokker 100 Spotter fasziniert
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Fokker (Niederlande) |
|---|---|
| Familie | Weiterentwicklung der Fokker F28 Fellowship; verkürzte Schwester: Fokker 70 |
| ICAO-Typcode | F100 |
| Programmstart | 1983 |
| Erstflug | 30. November 1986 (Prototyp PH-MKH) |
| Erstauslieferung | 29. Februar 1988 an Swissair |
| Bauzeit | 1986 bis 1997 |
| Gebaute Exemplare | 283 Serienmaschinen plus Prototypen |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce Tay (Tay 620 oder stärkere Tay 650) am Heck |
| Länge | rund 35,5 m |
| Spannweite | rund 28,1 m |
| Höhe | rund 8,5 m |
| Kabine | fünf Sitze pro Reihe (2+3), ein Mittelgang |
| Sitzplätze | typisch rund 100, je nach Auslegung etwa 97 bis 122 |
| Reisegeschwindigkeit | rund Mach 0,77 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke hinten am Rumpf und ein hoch aufgesetztes T-Leitwerk
- Heckkonus mit Bremsklappen: Das Rumpfende läuft stumpf aus und klappt bei der Landung seitlich auf – ein Erbe der F28
- Gerader, recht schlanker Flügel ohne Winglets, an der Vorderkante ohne Vorflügel
- Rumpf mit rund 35,5 m deutlich länger als bei der Fokker 70 (rund 30,9 m) – viele Fenster vor dem Flügel
- Kurzes, niedriges Fahrwerk: Die Maschine steht tief am Boden, die Kabinentüren liegen nah über dem Vorfeld
- Cockpit ohne die kleinen Dachfenster über der Frontscheibe, die die ältere F28 noch hatte
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Jet mit zwei Triebwerken am Heck setzt auf, und plötzlich klappt das Rumpfende auseinander wie ein Schnabel: Wenn du das siehst, hast du sehr wahrscheinlich eine Fokker 100 vor dir. Der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat, war in den Neunzigern auch an deutschen, österreichischen und Schweizer Flughäfen Alltag. Heute ist er ein echter Sammlerfang. Hier erfährst du, woran du die Fokker 100 sicher erkennst, wie du sie von Fokker 70, F28 und anderen Hecktriebwerks-Jets trennst und wo du sie noch findest.
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Was ist die Fokker 100?
Die Fokker 100 ist ein zweistrahliger Regionaljet für rund 100 Passagiere. Fokker hat sie in den Achtzigerjahren aus der F28 Fellowship entwickelt, einem Kurzstreckenjet, der 1967 zum ersten Mal geflogen war. Das neue Modell bekam einen deutlich gestreckten Rumpf, einen überarbeiteten, größeren Flügel, ein digitales Cockpit mit Bildschirmanzeigen und vor allem neue Triebwerke: zwei Rolls-Royce Tay am Heck. Das Programm startete 1983, der Prototyp mit dem Kennzeichen PH-MKH hob am 30. November 1986 ab.
Erstkunde war Swissair, die am 29. Februar 1988 die erste Serienmaschine übernahm. Größter Kunde wurde American Airlines mit 75 Maschinen; auch US Air, die brasilianische TAM, KLM und viele europäische Airlines kauften den Typ. Für einige US-Kunden gab es die Version mit der stärkeren Tay 650, die mehr Abfluggewicht und Reichweite erlaubt. Mehr zum britischen Triebwerkshersteller findest du auf der Seite zu Rolls-Royce.
Die Geschichte endet abrupt: Im März 1996 musste Fokker Konkurs anmelden, nachdem sich der deutsche Anteilseigner DASA aus dem Regionalflugzeuggeschäft zurückgezogen hatte. Die letzten Fokker 100 wurden 1997 fertiggestellt. Am Ende standen 283 Serienmaschinen. Spätere Versuche, den Typ als modernisierte Neuauflage wiederzubeleben, kamen nie über Pläne hinaus.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Hecktriebwerke und T-Leitwerk haben mehrere Typen. Die Fokker 100 hat aber eine Kombination, die sie im Feld schnell verrät.
Aufs Heck schauen
Der Rumpf endet nicht in einer spitzen Kegelform, sondern stumpf. Dort sitzen zwei Schalen, die als Luftbremse seitlich aufklappen. Bei Landungen und im steilen Anflug siehst du das gut – es ist das stärkste Einzelmerkmal.
Flügel prüfen
Die Fokker 100 hat einen geraden, eher schlanken Flügel ohne Winglets und ohne Vorflügel an der Vorderkante. Viele moderne Regionaljets tragen dagegen aufgestellte Flügelspitzen.
Proportionen einschätzen
Mit rund 35,5 Metern Länge bei gut 28 Metern Spannweite wirkt sie gestreckt. Ist der Rumpf auffällig kurz, steht eher eine Fokker 70 vor dir.
Wer sicher gehen will, schaut am Ende aufs Kennzeichen und schlägt es in einer Datenbank nach. Wie Registrierungen aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Praxis-Tipp: auf die Landung warten
Die Heckbremsklappen sind im Reiseflug geschlossen und fallen dann kaum auf. Am deutlichsten siehst du sie im Endanflug und beim Ausrollen. Ein Standpunkt seitlich der Landebahn mit Blick auf das Heck ist deshalb ideal.
Fokker 100, Fokker 70 oder F28?
Die drei Fokker-Jets gehören zu einer Familie und sehen sich ähnlich. Die Fokker 70 entstand Anfang der Neunziger als Kurzversion der 100: Fokker hat Rumpfsegmente herausgenommen, Flügel und Leitwerk blieben weitgehend unverändert. Ihr Erstflug war am 4. April 1993, gebaut wurden nur rund 48 Exemplare. Die ältere F28 dagegen ist eine eigene Generation mit anderen Triebwerken und kleinerem Flügel.
| Merkmal | Fokker 100 | Fokker 70 | Fokker F28 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | F100 | F70 | F28 |
| Länge | rund 35,5 m | rund 30,9 m | je nach Version deutlich kürzer |
| Erstflug | 1986 | 1993 | 1967 |
| Triebwerke | Rolls-Royce Tay | Rolls-Royce Tay | Rolls-Royce Spey |
| Cockpit-Dachfenster | nein | nein | ja |
| Gebaut | 283 | rund 48 | 241 |
Die Spey-Triebwerke der F28 sitzen in schlankeren Gondeln als die dickeren Tay der Fokker 100. Das feinste Detail sitzt am Cockpit: Die F28 hat kleine Zusatzfenster oberhalb der Frontscheiben, die bei der Fokker 100 entfallen sind. F28 wirst du in Europa allerdings kaum noch im Betrieb erleben.
Verwechslungsgefahr: andere Jets mit Hecktriebwerken
Im Alltag ist die Verwechslung mit anderen Hecktriebwerks-Typen viel wahrscheinlicher als mit einer F28. Der Finder hilft dir, die Kandidaten einzugrenzen.
Schnellbestimmung: Jet mit Triebwerken am Heck
Fokker 100 oder Fokker 70
Der stumpfe Heckkonus mit Bremsklappen und der gerade Flügel sprechen für einen Fokker-Jet. Schätz jetzt die Länge: gestreckt heißt Fokker 100, gedrungen heißt Fokker 70.
Bombardier CRJ
Schmaler Rumpf mit vier Sitzen pro Reihe, Winglets und spitzes Heck deuten auf die CRJ-Familie, etwa die CRJ900.
Boeing 717 oder ein McDonnell-Douglas-Jet
Lange Rümpfe mit Hecktriebwerken und ohne aufklappbares Heck sprechen eher für die Boeing 717 oder ältere DC-9-Abkömmlinge. Prüf das Kennzeichen.
Die Bombardier CRJ900 ist ähnlich lang, hat aber einen spürbar schmaleren Rumpf mit vier Sitzen pro Reihe, Winglets und ein spitz zulaufendes Heck. Die Boeing 717-200 bietet ebenfalls fünf Sitze pro Reihe, ihr Heck läuft aber klassisch spitz aus. Und die Avro RJ85 hat zwar auch ein T-Leitwerk und eine Heck-Luftbremse, trägt aber vier Triebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel – das ist aus jeder Entfernung zu sehen.
Es spricht für die Fokker 100, wenn …
- zwei Triebwerke hinten am Rumpf sitzen und das Leitwerk T-förmig ist
- das Heck stumpf endet und bei der Landung aufklappt
- der Flügel gerade ohne Winglets ausläuft
- im Tracking-Dienst F100 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf auffällig kurz wirkt – dann könnte es eine Fokker 70 sein
- du kleine Fenster über der Cockpitscheibe siehst – dann ist es eine F28
- die Maschine eine Privat- oder Staatslackierung trägt – auch Fokker-100-Businessjets gibt es
Es ist keine Fokker 100, wenn …
- die Triebwerke unter den Flügeln hängen, wie bei der Embraer E190
- du vier Triebwerke zählst – dann ist es eine Avro RJ oder eine BAe 146
- an den Flügelspitzen deutliche Winglets sitzen
Die Fokker 100 im deutschsprachigen Raum
Für Spotter in Deutschland, Österreich und der Schweiz war die Fokker 100 lange ein vertrauter Anblick. Swissair brachte als Erstkunde ab 1988 die ersten Maschinen in den Liniendienst; am Flughafen Zürich gehörte der Typ damit früh zum Bild. Die Zürcher Helvetic Airways startete 2003 mit einer einzigen Fokker 100 und baute damit ihre erste Flotte auf. Am 14. Juni 2019 verließ die letzte Fokker 100 der Airline die Flotte, heute fliegt Helvetic Airways mit Embraer-Jets.
In Österreich setzte Austrian Airlines – auch über die frühere Regionaltochter Tyrolean – Fokker 70 und Fokker 100 ein. 2015 erhielt die Airline grünes Licht, gebrauchte Embraer 195 zu übernehmen und damit die Fokker-Flotte in den Folgejahren abzulösen. Die verbleibenden Austrian-Fokker gingen an die australische Alliance Airlines. Am Flughafen Wien ist dieses Kapitel damit abgeschlossen.
In den Niederlanden flog KLM Cityhopper beide Fokker-Jets. Der letzte KLM-Flug mit einer Fokker 70 fand am 28. Oktober 2017 statt. Eine frühere KLM-Cityhopper-Fokker 100 mit dem Kennzeichen PH-OFE ist am Flughafen Amsterdam Schiphol als öffentliches Ausstellungsstück erhalten – eine der einfachsten Möglichkeiten, den Typ aus der Nähe zu sehen.
Bestandsdaten sind Momentaufnahmen
Die Fokker-100-Flotte schrumpft seit Jahren. Im Mai 2024 waren nach verfügbaren Statistiken weltweit nur noch rund 66 Maschinen aktiv, und auch die größten Betreiber mustern aus. Prüf vor jeder Tour aktuell, wer den Typ gerade noch fliegt.
Wo du die Fokker 100 heute noch antriffst
Der Schwerpunkt der verbliebenen Flotte liegt fernab von Mitteleuropa. Die australische Alliance Airlines ist der größte Betreiber; Mitte 2025 standen dort rund 25 Fokker 100 und 13 Fokker 70 in der Flotte, daneben wächst der Anteil an Embraer E190. Auch QantasLink setzte die Fokker 100 über Network Aviation in Westaustralien ein, mustert den Typ aber seit Anfang 2026 schrittweise aus. Dazu kommen mehrere Airlines im Iran, zuletzt unter anderem Iran Air und Iran Aseman Airlines.
In Europa wird es dünn. Gelegentlich tauchen Fokker 100 als Staats- oder VIP-Flugzeuge auf: Die Slowakei und Frankreich führten den Typ zuletzt in ihren Regierungsflotten. Ob diese Maschinen noch aktiv sind und wann sie wohin fliegen, ist schwer vorherzusagen. Tipps, wie du Regierungsmaschinen trotzdem erwischst, findest du im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten. Außerdem bot Fokker Services ab 2003 umgebaute, gebrauchte Fokker 100 als Executive Jets für Firmen- und Privatkunden an.
| Ort / Gelegenheit | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Australien | hoch | Alliance Airlines als größter Betreiber |
| Iran | mittel bis hoch | mehrere Airlines mit Fokker-Flotten |
| Amsterdam Schiphol | sicher, aber statisch | PH-OFE als Ausstellungsstück |
| Deutsche, österreichische und Schweizer Flughäfen | niedrig | höchstens Staats-, VIP- oder Überführungsflüge |
Keine Fokker mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ F100 oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine an deinem Flughafen im Anflug ist. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
So planst du die Jagd auf eine Fokker 100
Bei einem seltenen Typ entscheidet die Vorbereitung. Ein fester Flugplan, auf den du dich verlassen kannst, existiert in Mitteleuropa kaum. Stattdessen arbeitest du mit Tracking-Daten und kurzen Reaktionszeiten.
Bereit für deine Fokker-Session?
- Ich habe in einer Tracking-App nach dem Typcode F100 gefiltert.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung am Zielflughafen.
- Ich weiß, wo die Sonne zur erwarteten Ankunftszeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe genug Brennweite für einen Regionaljet eingepackt.
Wie du Flüge live verfolgst und welche Daten ADS-B liefert, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Welche App dafür am besten passt, zeigt der Vergleich der Flugradar-Apps. Die Landerichtung hängt vom Wind ab; wie du sie vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Grundsätzliche Strategien für Raritäten liefert der Artikel Seltene Flugzeuge spotten.
Fototipps speziell für die Fokker 100
Die Fokker 100 ist kleiner als die Jets, die sonst auf Besucherterrassen dominieren, und sie hat ihre spannendsten Details am Heck. Darauf kannst du deine Bilder ausrichten.
Heck in Aktion zeigen
Das aufgeklappte Heck macht ein Fokker-Foto unverwechselbar. Fotografiere die Landung leicht von hinten oder im Profil, kurz nach dem Aufsetzen.
Mehr Brennweite einplanen
Ein Regionaljet füllt das Bild weniger aus als ein A320. Welches Objektiv sinnvoll ist, erklärt der Guide zur Brennweite beim Planespotting.
Tiefe Perspektive nutzen
Weil die Maschine sehr niedrig auf dem Fahrwerk steht, wirken Aufnahmen auf Augenhöhe am Rollweg besonders gut. So kommen Hecktriebwerke und T-Leitwerk gemeinsam zur Geltung.
Licht von der Seite
Die meist schlichten Lackierungen der Fokker-Betreiber profitieren von seitlichem, flachem Licht. Wann es an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Sonnenstand-Planer.
Bleib dabei immer auf öffentlich zugänglichen Flächen. Was erlaubt ist, fasst der Artikel Ist Planespotting erlaubt? zusammen. Falls du gerade erst einsteigst, hilft dir Flugzeugtypen erkennen für Anfänger beim Sortieren der vielen Regionaljets.
Warum die Fokker 100 Spotter fasziniert
Die Fokker 100 steht für ein Stück europäische Luftfahrtgeschichte. Sie war das größte Verkehrsflugzeug, das Fokker je gebaut hat, und sie konkurrierte direkt mit den kleinen Versionen der Boeing 737 und dem Airbus A319. Gegen diese Familien mit ihren großen Stückzahlen hatte Fokker langfristig keine Chance, und die Insolvenz von 1996 beendete die Produktion.
Gerade deshalb ist jede Sichtung heute etwas Besonderes. Die Nachfolge im Segment um 100 Sitze haben längst Typen wie die Embraer E190 oder der Airbus A220-100 übernommen. Wer die Fokker 100 noch im Betrieb erleben will, wartet besser nicht zu lange – und notiert jedes Kennzeichen, denn mit jedem Jahr werden es weniger.
Fazit
Hecktriebwerke, T-Leitwerk, gerader Flügel und vor allem der aufklappbare Heckkonus: Die Fokker 100 erkennst du an einer Kombination, die kaum ein anderer Typ hat. Die Länge trennt sie von der Fokker 70, die fehlenden Dachfenster von der F28. Im deutschsprachigen Raum ist sie aus dem Linienverkehr verschwunden, weltweit fliegen nur noch wenige Dutzend Maschinen – vor allem in Australien und im Iran.
Kurzfazit
Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein stumpfes Rumpfende mit Bremsklappen und ein gestreckter Rumpf von rund 35,5 Metern: Das ist die Fokker 100. Wer sie sucht, filtert nach F100, hält Ausschau nach Staats- und VIP-Flügen oder plant eine Reise zu den letzten großen Betreibern.
Zusammenfassung
- Die Fokker 100 flog erstmals 1986, Erstkunde war Swissair im Februar 1988. Gebaut wurden 283 Serienexemplare bis 1997.
- Im deutschsprachigen Raum flogen sie unter anderem Swissair, Austrian Airlines und Helvetic Airways – alle haben den Typ inzwischen ausgemustert.
- Hecktriebwerke, T-Leitwerk und der aufklappbare Heckkonus unterscheiden sie von CRJ900, Boeing 717 und Avro RJ85.
- Wer heute eine Fokker 100 sehen will, braucht Glück, gute Tracking-Daten oder eine Reise; in Europa ist sie vor allem bei Staatsflugzeugen und Charter-Sonderflügen zu finden.
Häufige Fragen
Was ist die Fokker 100?
Ein zweistrahliger Regionaljet des niederländischen Herstellers Fokker mit rund 100 Sitzen. Sie ist eine gestreckte und stark modernisierte Weiterentwicklung der F28 Fellowship, flog erstmals am 30. November 1986 und war ab 1988 im Liniendienst.
Welchen ICAO-Typcode hat die Fokker 100?
Die Fokker 100 läuft unter F100. Die verkürzte Fokker 70 hat den eigenen Code F70. Mit dem Code filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach dem Typ.
Wie unterscheide ich Fokker 100 und Fokker 70?
Am einfachsten über die Rumpflänge: Die Fokker 70 ist rund 4,6 Meter kürzer, weil Fokker Rumpfsegmente herausgenommen hat. Flügel und Leitwerk blieben weitgehend unverändert, auch Triebwerke und Cockpit entsprechen der 100. Ohne direkten Vergleich hilft das Verhältnis von Rumpf zu Spannweite – die 70 wirkt fast so lang wie breit, die 100 deutlich gestreckt.
Wie unterscheide ich die Fokker 100 von der F28?
Die Fokker 100 ist erheblich länger, hat einen größeren Flügel und die moderneren Rolls-Royce-Tay-Triebwerke mit dickeren Gondeln. Ein feines Detail sitzt am Cockpit: Die F28 hat kleine Zusatzfenster oberhalb der Frontscheiben, der Fokker 100 fehlen sie.
Warum klappt bei der Fokker 100 das Heck auf?
Das Rumpfende ist als Luftbremse ausgeführt: Zwei Schalen am Heckkonus schwenken seitlich aus und erhöhen den Luftwiderstand, etwa im steilen Anflug und nach dem Aufsetzen. Fokker hat diese Lösung von der F28 übernommen. Für Spotter ist das eines der markantesten Merkmale des Typs.
Wird die Fokker 100 noch gebaut?
Nein. Fokker ging im März 1996 in Konkurs, die letzten Fokker 100 wurden 1997 fertiggestellt. Spätere Pläne für eine modernisierte Neuauflage sind nicht über das Projektstadium hinausgekommen.
Wo sehe ich heute noch eine Fokker 100?
Der größte Betreiber ist die australische Alliance Airlines, dazu kommen mehrere Airlines im Iran. In Europa ist der Typ selten geworden; Chancen bieten vor allem Regierungs- und Charterflüge. Aktuelle Einsätze prüfst du am besten über den Typcode F100 in einer Tracking-App.
Welche deutschsprachigen Airlines flogen die Fokker 100?
Unter anderem Swissair als Erstkunde, Austrian Airlines, die ihre Fokker-Flotte ab 2015 durch Embraer 195 ersetzte, und Helvetic Airways, deren letzte Fokker 100 im Juni 2019 die Flotte verließ.
Fokker 100 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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