Das Wichtigste in Kürze
- IATA ZRH, ICAO LSZH: der größte Flughafen der Schweiz und Heimatdrehkreuz von SWISS, betrieben von der börsenkotierten Flughafen Zürich AG.
- Drei Pisten in drei Richtungen: 10/28, 14/32 und 16/34. Welche davon genutzt werden, legt das jeweilige Betriebskonzept fest.
- Nord-, Ost- und Südkonzept wechseln nach Uhrzeit, Wochentag und Wetter. Tagsüber landet der Verkehr in der Regel von Norden auf 14 und 16.
- Sieben offizielle Spotterpunkte verteilen sich rund um das Areal – dazu kommen die Zuschauerterrassen B und E.
- Prüf vor jedem Besuch Konzept und Sonnenstand. Zusammen entscheiden sie, welcher Spot sich lohnt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Der größte Flughafen der Schweiz
- 7.Drei Pisten im Überblick
- 8.Nord, Ost, Süd: So funktionieren die Betriebskonzepte
- 9.Die Zuschauerterrassen B und E
- 10.Die offiziellen Spotterpunkte rund um den Zaun
- 11.Was du in Zürich zu sehen bekommst
- 12.Besondere Gelegenheiten: WEF und Fototouren
- 13.Anreise und Regeln
- 14.Zürich im Vergleich mit Frankfurt und München
- 15.Fazit
- 16.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | ZRH |
|---|---|
| ICAO-Code | LSZH |
| Betreiber | Flughafen Zürich AG – börsenkotiert an der SIX Swiss Exchange; der Kanton Zürich hält 33 Prozent plus eine Aktie, die Stadt Zürich 5 Prozent |
| Lage | Rund 13 km nördlich der Zürcher Innenstadt, hauptsächlich auf Gemeindegebiet von Kloten; das Areal reicht bis Opfikon, Rümlang, Oberglatt und Winkel |
| Pisten | Drei: 10/28 (2500 m), 14/32 (3300 m) und 16/34 (3700 m), jeweils 60 m breit |
| Betriebskonzepte | Nord-, Ost- und Südkonzept – benannt nach der Anflugrichtung, gewählt nach Uhrzeit, Wochentag und Wetter |
| Betriebszeiten | Linienbetrieb 06:00 bis 23:00 Uhr, weitere 30 Minuten zum Abbau von Verspätungen |
| Heimatairlines | SWISS (Hauptdrehkreuz), Edelweiss, Helvetic Airways und Chair Airlines; dazu die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega |
| Verkehr 2025 | Rund 32,6 Millionen Passagiere (Rekord) und 270.116 Flugbewegungen |
| Bahnanschluss | Bahnhof Zürich Flughafen unter dem Terminal, seit 1980; dazu Glattalbahn-Tramlinien 10 und 12 |
| Offizielle Website | www.flughafen-zuerich.ch |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Zürich aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Zürich
- Vor dem Besuch geprüft, welches Konzept gerade gilt – Nord, Ost oder Süd
- Eine Landung auf Piste 14 oder 16 aus Richtung Norden von einem der Spotterpunkte 2 bis 4 fotografiert
- Einen Start auf Piste 28 Richtung Westen gesehen
- Eine SWISS Boeing 777-300ER oder einen Airbus A350-900 im Heimatdrehkreuz erwischt
- Einen Helvetic-Embraer von einem SWISS-Jet anhand des Kennzeichens unterschieden
- Bei jeder Sichtung das HB-Kennzeichen notiert, nicht nur den Typ
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Offizielles Netz aus Spotterpunkten mit Infotafeln, teils mit Parkplätzen und Toiletten
- Drei Pistenrichtungen bringen je nach Konzept völlig unterschiedliche Motive
- Komplette SWISS-Flotte am Heimatdrehkreuz, vom A220 bis zur 777-300ER und zum neuen A350
- Zuschauerterrasse B nah an Rollwegen und Abfertigung, Terrasse E mit Blick auf Langstrecke und A380-Position
Wo es hakt
- Das Konzept wechselt mehrmals täglich – ohne Planung stehst du schnell an der ruhigen Piste
- Der Shuttle zur Terrasse E fährt nur an Wochenenden und Feiertagen der Sommersaison
- Auf der Terrasse B gilt eine Sicherheitskontrolle wie für Passagiere, Gepäck ist größenbeschränkt
- Nachtruhe: Zwischen 23:30 und 06:00 Uhr ruht der Linienverkehr praktisch vollständig
Aktualisiert: Oktober 2026 – Wer zum ersten Mal in Zürich spottet, merkt schnell: Hier gibt es nicht die eine Betriebsrichtung, die du nur umdrehen musst. Der Flughafen Zürich hat drei Pisten in drei verschiedenen Richtungen und ein Betriebskonzept, das mit der Uhrzeit, dem Wochentag und dem Wetter wechselt. Frühmorgens landen die Flugzeuge von Süden, tagsüber von Norden, abends von Osten. Klingt kompliziert, ist aber planbar – zumal der Flughafen selbst offizielle Spotterpunkte ausweist. Diese Seite zeigt dir, wie Zürich funktioniert und wo du wann stehen solltest.
Zürich-Sichtungen sauber festhalten
Kennzeichen, Typ und Spot gemeinsam erfassen – das ist der Kern von Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Der größte Flughafen der Schweiz
Der Flughafen liegt rund 13 Kilometer nördlich der Zürcher Innenstadt, größtenteils auf dem Gebiet der Gemeinde Kloten – deshalb hörst du im Alltag oft noch „Kloten“ als Kurzform. Das Areal reicht bis nach Opfikon, Rümlang, Oberglatt und Winkel. Genau dort, verteilt am Zaun, liegen die meisten Spotterpunkte.
Betrieben wird der Flughafen von der Flughafen Zürich AG. Sie ist an der SIX Swiss Exchange kotiert, der Kanton Zürich hält 33 Prozent plus eine Aktie – das gesetzlich vorgeschriebene Minimum –, die Stadt Zürich fünf Prozent. Die Privatisierung hatten die Stimmberechtigten 1999 beschlossen – kurz bevor die Swissair 2001 den Flugbetrieb einstellte und der Flughafen damit seinen wichtigsten Kunden verlor.
Von diesem Einschnitt hat sich Zürich längst erholt. 2025 zählte der Flughafen rund 32,6 Millionen Passagiere – mehr als je zuvor und mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019. Die Zahl der Flugbewegungen lag mit 270.116 dagegen noch etwas unter dem Niveau vor der Pandemie. Der Grund laut Flughafen: größere Flugzeuge und bessere Auslastung.
Drei Pisten im Überblick
Die drei Pisten liegen nicht parallel wie in München oder größtenteils in Frankfurt, sondern in drei verschiedenen Richtungen; die 16/34 und die 10/28 kreuzen sich sogar. Deshalb kann der Flughafen auch nicht einfach alle Pisten gleichzeitig in alle Richtungen nutzen.
| Piste | Länge | Typische Nutzung | Wo du sie am besten siehst |
|---|---|---|---|
| 10/28 | 2500 m | Starts Richtung Westen (28) tagsüber, Landungen von Osten (28) abends, Starts auf 10 bei Bise | Spotterpunkt im Westen, Spotterpunkt 5 im Osten, Terrasse E |
| 14/32 | 3300 m | Landungen von Norden (14) tagsüber, Starts auf 32 im Ost- und Südkonzept | Spotterpunkte 1 bis 4, Ausrollen auf der 14 von Terrasse E |
| 16/34 | 3700 m | Landungen auf 16 und Starts auf 16 tagsüber, Landungen von Süden (34) frühmorgens | Terrasse B, Spotterpunkte 1, 2 und 6 |
Die 16/34 ist die längste Piste und die ursprüngliche Blindlandepiste von 1948. Die 10/28 war die allererste Piste des Flughafens; die 28 gilt heute als meistgenutzte Piste. Die 14/32 kam 1976 dazu.
Neue Pistennamen in Sicht
Weil sich das Magnetfeld der Erde langsam verschiebt, sollen die Zürcher Pisten neue Bezeichnungen bekommen: Aus 10/28 wird 09/27, aus 14/32 wird 13/31, aus 16/34 wird 15/33. Die Umstellung wurde mehrfach verschoben. Wenn du auf dem Tracker oder im Funk plötzlich andere Nummern liest, ist das keine neue Piste – sondern dieselbe mit neuem Namen.
Mittelfristig ändert sich auch die Geometrie: Im März 2024 haben die Zürcher Stimmberechtigten den Verlängerungen der Pisten 28 und 32 zugestimmt. Welche Auswirkungen das auf einzelne Spotterpunkte hat, ist noch offen.
Nord, Ost, Süd: So funktionieren die Betriebskonzepte
Das Herzstück jeder Zürich-Planung ist das Betriebskonzept. Der Flughafen fasst die Pistennutzung in drei Konzepten zusammen, benannt nach der Richtung, aus der die Flugzeuge anfliegen. Welches gerade gilt, hängt vom Betriebsreglement, vom Wetter und von einer deutschen Verordnung ab, die Anflüge über Süddeutschland zu bestimmten Zeiten untersagt.
| Konzept | Landungen | Starts | Wann (laut Flughafen) |
|---|---|---|---|
| Nordkonzept | 14 und 16, von Norden | 28 und 16, bei Bise auch 10 | Mo–Fr 07:00–21:00, Sa/So und BW-Feiertage 09:00–20:00 |
| Ostkonzept | 28, von Osten | 32, teils 34 | Mo–Fr 21:00–23:30, Sa/So und BW-Feiertage 20:00–23:30; tagsüber bei Westwind |
| Südkonzept | 34, von Süden | 32 und 34, teils 28 | Mo–Fr 06:00–07:00, Sa/So und BW-Feiertage 06:00–09:00; als Ausweichkonzept bei passendem Wetter |
„BW-Feiertage“ meint Feiertage in Baden-Württemberg – sie gelten in Zürich, weil die Anflüge auf 14 und 16 über deutsches Gebiet führen. Seit 2003 untersagt Deutschland diese Anflüge werktags zwischen 21:00 und 07:00 Uhr und an Wochenenden sowie Feiertagen zwischen 20:00 und 09:00 Uhr.
Ganz praktisch heißt das: Tagsüber an einem Werktag kannst du mit dem Nordkonzept rechnen, solange das Wetter mitspielt. Bei starkem Westwind kann der Flughafen auf das Ostkonzept wechseln, bei Bise – dem kalten Nordostwind – wird zusätzlich auf der 10 gestartet. Grundlagen zu Wind und Pistenwahl findest du im Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Welche Piste gerade aktiv ist, zeigt dir ein Blick auf den Flugtracker: Wie du ihn als Spotter liest, steht im Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Den richtigen Moment nicht verpassen
Mit Planetrack setzt du Typen und Kennzeichen auf deine Wunschliste und wirst benachrichtigt, wenn sie anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Die Zuschauerterrassen B und E
Die beiden Zuschauerterrassen bieten einen ganz anderen Blick als die Spotterpunkte am Zaun: näher an Rollwegen und Abfertigung, dafür weniger frei bei Landungen.
Zuschauerterrasse B liegt am Dock B im öffentlichen Bereich. Laut Flughafen siehst du von dort die Piste 16/34, Starts auf der 16 und die Positionen Alpha und Bravo – also Abfertigung aus nächster Nähe. Der Zugang liegt beim Check-in 2; vorher passierst du eine Sicherheitskontrolle wie Passagiere. Ein Ausweis ist nicht nötig, Handgepäck darf höchstens 60 × 40 × 20 cm groß sein. Größeres Gepäck lässt du vorher in einem Schließfach.
- Öffnungszeiten: Sommersaison (30. März bis 25. Oktober 2026) täglich 10:00–18:00 Uhr, Wintersaison (ab 26. Oktober 2026) täglich 10:00–17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene CHF 5, Jugendliche von 10 bis 15 Jahren CHF 2, Kinder unter 10 frei; 10er- und Jahreskarten erhältlich
- Frei: für Passagiere mit gültiger Bordkarte am Reisetag
- Jubiläum: 2026 feiert die Terrasse ihr 15-jähriges Bestehen; von Februar bis Dezember ist der Eintritt am 15. jedes Monats kostenlos
Zuschauerterrasse E – vom Flughafen auch „Viewpoint A380“ genannt – liegt am Midfield-Dock E im Passagierbereich. Von hier hast du laut Flughafen einen Panoramablick auf die 16/34, das Ausrollen auf der 14, das Dock A und die A380-Position E67; den Verkehr auf der 28 siehst du aus kurzer Distanz. Ohne Bordkarte kommst du nur mit dem kostenlosen Shuttlebus ab der Terrasse B hin. Dieser fährt in der Sommersaison an Wochenenden und ausgewählten Feiertagen, ab 12:45 Uhr alle 30 Minuten. In der Wintersaison fährt kein Shuttle.
Kurzfristige Schließungen möglich
Beide Terrassen können bei Unwetterwarnungen oder Events kurzfristig schließen, und Zeiten, Preise und Shuttle-Tage ändern sich jede Saison. Prüf sie vor dem Besuch auf der Website des Flughafens – die Angaben hier entsprechen dem Stand Oktober 2026.
Die offiziellen Spotterpunkte rund um den Zaun
Ungewöhnlich für einen großen Flughafen: Zürich weist selbst ein Netz von Spotterpunkten aus, viele davon mit Infotafeln, einige mit Parkplätzen, Toiletten und Imbiss in der Nähe. Für jeden Punkt nennt der Flughafen, welche Bewegungen du siehst und zu welcher Tageszeit er sich lohnt.
| Spotterpunkt | Lage | Was du siehst | Beste Zeit (laut Flughafen) |
|---|---|---|---|
| Westen | ca. 670 m vom Pistenkreuz, Richtung Rümlang | Starts auf 28 und 16, Docks A, B, E, Heliport | Starts auf 28 morgens und nachmittags, auf 16 nachmittags/abends |
| 1 | Nordwesten, neben der 16/34 | Starts auf 16, 34 und 32, Landungen auf 14 | Nachmittag und Abend |
| 2 | Nordende von 14 und 16 | Landungen auf 14 und 16, Starts auf 34 und 32 | Nachmittag und Abend |
| 3 | Nordende von 14 und 16 | Landungen auf 14 und 16 kurz vor dem Aufsetzen | Morgen |
| 4 | Nordende, ca. 200 m zur 14/32 | Landungen auf 14 und 16, Starts auf 34 und 32 | Morgen |
| 5 | Osten, Schwelle der 28 | Landungen und Starts auf 28, Starts auf 10 bei Bise, Rega-Positionen | Anflüge auf 28 ganztägig |
| 6 | Süden, Glattbrugg | Starts auf 16 frontal, Landungen auf 34, Positionen bei SR Technics | Nachmittag und Abend |
Die Spotterpunkte 2 bis 4 am Nordende der Pisten 14 und 16 sind das Revier für Landungen im Nordkonzept – also der Großteil des Tagesverkehrs. Am Spotterpunkt 4 bist du mit rund 200 Metern besonders nah an der 14/32.
Der Spotterpunkt 5 im Osten ist dein Platz, sobald auf der 28 gelandet wird – also abends im Ostkonzept oder tagsüber bei Westwind. Bei Bise starten hier außerdem die Flugzeuge auf der 10 – dann hast du sie frontal vor der Linse.
Was du in Zürich zu sehen bekommst
Zürich ist das Heimatdrehkreuz von SWISS – und damit der beste Ort, um möglichst viele Typen der Airline an einem Tag zu erwischen. Die Bandbreite reicht vom Airbus A220 über die A320-Familie mit dem A320neo bis zu A330, A340, der Boeing 777-300ER und dem neuen Airbus A350-900, den SWISS seit Herbst 2025 einflottet. Die vierstrahlige A340 wird mit jedem neuen A350 seltener – wenn sie dir noch fehlt, ist Zürich der richtige Ort.
Neben SWISS sind weitere Schweizer Gesellschaften in Zürich zu Hause: der Ferienflieger Edelweiss, der ebenfalls zur Lufthansa Group gehört, Helvetic Airways mit Embraer-Jets – darunter die Embraer E190 – und Chair Airlines. Helvetic fliegt einen Teil ihres Programms im Auftrag von SWISS. Weil alle Schweizer Flugzeuge ein HB-Kennzeichen tragen, beweist das Präfix allein nicht, wer gerade vor dir landet.
Dazu kommt der Verkehr der Konzernschwestern Lufthansa, Austrian Airlines und Eurowings sowie zahlreicher Partner aus der Star Alliance. Auf der Langstrecke ist Emirates ein Highlight: Die Airline fliegt Zürich regelmäßig mit dem Airbus A380-800 an. Am Flughafen ist außerdem die Rega stationiert, deren Rettungshelikopter und Ambulanzjets du vom Spotterpunkt 5 aus siehst.
Besondere Gelegenheiten: WEF und Fototouren
Einmal im Jahr verändert sich der Verkehrsmix spürbar: Rund um das World Economic Forum in Davos im Januar landen in Zürich zahlreiche Geschäftsreise- und Regierungsflugzeuge. Der Flughafen bewirbt für diese Zeit eigene Fototouren – für 2027 sind sie für den 18. bis 22. Januar angekündigt. Daneben bietet der Flughafen geführte Fototouren an; Termine und Preise findest du auf seiner Website.
Anreise und Regeln
Der Flughafen ist bestens an den öffentlichen Verkehr angebunden. Der Bahnhof Zürich Flughafen liegt unter dem Terminal und ist seit 1980 am SBB-Netz; nach Zürich HB sind es rund 10 bis 12 Minuten. Dazu fahren die Tramlinien 10 und 12 der Glattalbahn sowie Regionalbusse. Für die Spotterpunkte nennt der Flughafen jeweils die nächste Haltestelle – etwa „Oberglatt ZH, Pistenende“, „Kloten, Zum Wilden Mann“ oder „Glattbrugg, Unterriet“.
Am Zaun gelten die üblichen Regeln: Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren, und auf den Terrassen gilt die Hausordnung des Flughafens. Allgemein erklärt der Beitrag Ist Planespotting erlaubt?, was beim Fotografieren rund um Flughäfen erlaubt ist. Was in die Fototasche gehört, steht in der Ausrüstungs-Checkliste.
Zürich im Vergleich mit Frankfurt und München
Wer aus Deutschland kommt, kennt meist Flughäfen mit überwiegend parallelen Pisten. Am Flughafen Frankfurt und am Flughafen München entscheidet vor allem der Wind, ob in die eine oder andere Richtung gestartet und gelandet wird. In Zürich kommt die Uhrzeit dazu: Selbst bei gleichem Wetter landet der Verkehr morgens, mittags und abends aus drei verschiedenen Richtungen.
Wer vor oder nach Zürich noch einen deutschen Spot sucht: Der Besucherhügel am Flughafen München ist der Klassiker für Lufthansa-Group-Verkehr, die Besucherterrasse am Flughafen Düsseldorf eine bequeme Alternative im Westen. Neu im Hobby? Dann lohnt vorab ein Blick in Planespotting für Einsteiger.
Deine Spots, dein Hangar
Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Hangar mit Wunschliste in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Zürich ist kein Ort, an dem du dich einfach an den Zaun stellst und wartest. Drei Pisten in drei Richtungen und drei Betriebskonzepte sorgen dafür, dass sich das Geschehen im Lauf des Tages mehrmals verlagert. Genau das macht ihn für Spotter aber so lohnend: Wer die Konzepte kennt, bekommt an einem Tag Landungen von Norden, Starts nach Westen und abends Anflüge direkt über sich – dazu die komplette SWISS-Flotte und Langstreckengäste aus aller Welt. Kombiniere die offiziellen Spotterpunkte mit Konzept und Sonnenstand, notiere jedes Kennzeichen – dann lohnt sich jeder Besuch.
Kurzfazit
Zürich (ZRH/LSZH) ist das Heimatdrehkreuz von SWISS mit drei Pisten in drei Richtungen. Tagsüber gilt meist das Nordkonzept mit Landungen auf 14 und 16, abends das Ost-, frühmorgens das Südkonzept. Wer Konzept, Tageszeit und den passenden der sieben offiziellen Spotterpunkte kombiniert, steht fast immer richtig.
Zusammenfassung
- Zürich ist ein Flughafen mit drei Pisten in drei Richtungen und einem Betriebskonzept, das sich mehrmals am Tag ändert – das macht ihn anspruchsvoll, aber auch abwechslungsreich.
- Tagsüber gilt meist das Nordkonzept mit Landungen auf 14 und 16 und Starts auf 28 und 16; abends übernimmt das Ostkonzept mit Landungen auf 28, frühmorgens das Südkonzept mit Landungen auf 34.
- Der Flughafen selbst weist sieben Spotterpunkte aus und nennt für jeden die passende Tageszeit. Wer sie mit dem Konzept kombiniert, steht fast immer richtig.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Zürich?
Der IATA-Code ist ZRH, der ICAO-Code LSZH. ZRH siehst du auf Bordkarten und Anzeigetafeln, LSZH auf Flugtrackern und in Flugplänen der Flugsicherung.
Wie viele Pisten hat der Flughafen Zürich?
Drei: die Piste 10/28 mit 2500 Metern, die 14/32 mit 3300 Metern und die 16/34 mit 3700 Metern. Sie liegen in drei verschiedenen Richtungen, teils mit Kreuzungen – deshalb regelt ein festes Betriebskonzept, welche Piste wann für Starts und Landungen genutzt wird.
Was bedeuten Nord-, Ost- und Südkonzept?
Die Konzepte sind nach der Anflugrichtung benannt. Im Nordkonzept landen die Flugzeuge von Norden auf 14 und 16 und starten auf 28 und 16 (bei Bise auch auf 10). Im Ostkonzept landen sie von Osten auf der 28 und starten auf 32, teils auf 34. Im Südkonzept landen sie von Süden auf der 34 und starten auf 32 und 34, teils auf 28. Wie Wind und Pistenwahl zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Wie komme ich auf die Zuschauerterrasse E?
Ohne Bordkarte nur mit dem kostenlosen Shuttlebus ab der Terrasse B. Der fährt in der Sommersaison an Wochenenden und ausgewählten Feiertagen, in der Wintersaison gar nicht. Passagiere mit Bordkarte erreichen die Terrasse über die Passkontrolle und den Gate-Bereich von Dock E.
Welcher Spotterpunkt ist am Morgen am besten?
Der Flughafen nennt für den Morgen vor allem die Spotterpunkte 3 und 4 am Nordende der Pisten 14 und 16, dazu den Spotterpunkt 5 im Osten für Line-ups auf der 28. Am Nachmittag und Abend empfiehlt er die Spotterpunkte 1, 2 und 6. Für die genaue Lichtplanung hilft der Beitrag Sonnenstand für den Fotospot planen.
Gibt es in Zürich einen A380?
Ja, Emirates fliegt Zürich regelmäßig mit dem Airbus A380-800 an; wie viele Umläufe es pro Tag sind, ändert sich mit dem Flugplan. Von der Terrasse E hast du laut Flughafen die A380-Position E67 im Blick. Den aktuellen Einsatz prüfst du am besten kurz vorher auf einem Flugtracker.
Sichtungen rund um Flughafen Zürich sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Swiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
LH / DLHLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
OS / AUAAustrian Airlines
Österreichs Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Wien: seit 2009 Teil der Lufthansa Group, seit 2000 in der Star Alliance – und mitten im größten Flottenumbau seit Jahren.
EK / UAEEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
EW / EWGEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
Typische Flugzeuge
Airbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypAirbus A380-800
Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
Spotting-Spots rund um Flughafen Zürich
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
Weitere Einträge
Lufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
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