Das Wichtigste in Kürze
- Höchstens vier Zeichen: Eine ICAO-Typkennung besteht aus zwei bis vier Buchstaben und Ziffern und steht in ICAO-Dokument 8643. Flugsicherung, Flugplanung und die meisten Flugtracker nutzen sie.
- Hersteller, Modell, Variante: Die meisten Codes folgen dem Muster Herstellerbuchstabe plus Modellnummer plus Variantenziffer – A359 ist der A350-900, B789 die 787-9.
- Buchstaben am Ende sind Signale: N steht bei Airbus für neo (A20N), M bei Boeing für MAX (B38M), W für die 777-300ER (B77W), K und X für Varianten mit zweistelliger Zahl (A35K, B78X).
- Unterschieden wird nach Leistung, nicht nach Nutzung: Passagier- und Frachtversion desselben Typs teilen sich in der Regel den Code. Die 747-8F läuft genauso als B748 wie die 747-8I.
- Codes überleben Namen: Der A220-300 heißt weiter BCS3, der H135 weiter EC35. Wer den alten Namen kennt, versteht den Code.
Inhaltsverzeichnis
- 1.ICAO-Typcodes: die kurze Antwort
- 2.ICAO oder IATA: zwei Systeme für Flugzeugtypen
- 3.Der Bausatz: Hersteller, Modell, Variante
- 4.Die Buchstaben am Ende: N, M, W, K und X
- 5.Die versteckten Zusatzinfos: L2J und die Wirbelschleppenkategorie
- 6.Codes, die alte Namen tragen
- 7.Die häufigsten Fallen beim Lesen
- 8.Unbekannten Code entschlüsseln: Schritt für Schritt
- 9.Typcodes beim Spotten praktisch nutzen
- 10.Fazit
Du öffnest den Flugtracker, tippst auf den Punkt im Anflug und liest: A20N. Daneben ein B38M, dahinter ein B77W. Für Einsteiger sieht das aus wie Kauderwelsch, für erfahrene Spotter ist es die schnellste Art, einen Flugzeugtyp zu benennen. Dieser Guide zeigt dir, wie ICAO-Typcodes aufgebaut sind, nach welchen Mustern die großen Hersteller codiert werden, was Zusatzangaben wie L2J und M bedeuten und an welchen Stellen die Logik bewusst nicht dem Modellnamen folgt.
Typcodes sammeln statt nur lesen
Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen – und siehst im Hangar, welche Typen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
ICAO-Typcodes: die kurze Antwort
Ein ICAO-Typcode, offiziell Aircraft Type Designator, ist eine Kennung aus zwei bis vier Buchstaben und Ziffern für ein Flugzeugmuster. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO veröffentlicht die Liste in Dokument 8643. Der Code steht im Flugplan, auf den Bildschirmen der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern. Die meisten Codes lassen sich lesen wie ein Bausatz: Herstellerbuchstabe, Modellnummer, Variante. A359 ist der Airbus A350-900, B789 die Boeing 787-9.
Wichtig ist der Zweck: Die ICAO unterscheidet Typen danach, ob sie sich für die Flugsicherung unterschiedlich verhalten – also nach Gewicht, Geschwindigkeit, Steigleistung und Triebwerken. Ob eine Maschine Passagiere oder Fracht fliegt, interessiert dabei nicht. Deshalb ist ein ICAO-Code manchmal gröber, manchmal feiner als der Modellname, den du vom Hersteller kennst.
ICAO oder IATA: zwei Systeme für Flugzeugtypen
Neben dem ICAO-Code hat fast jedes Verkehrsflugzeug einen IATA-Typcode mit drei Zeichen. Der stammt aus dem Standard Schedules Information Manual der Airlines und wird in Flugplänen, Buchungssystemen und auf Abflugtafeln genutzt. Die IATA unterscheidet nach kommerziellen Merkmalen wie Rolle, Größe oder Ausstattung – darum haben Frachter dort oft eigene Codes.
| Typ | ICAO-Code | IATA-Code | Was der Vergleich zeigt |
|---|---|---|---|
| Airbus A320neo | A20N | 32N | gleiche Logik, unterschiedliche Schreibweise |
| Boeing 737 MAX 8 | B38M | 7M8 | ICAO nutzt die Modellnummer 737-8, IATA das MAX |
| Boeing 777-300ER | B77W | 77W | das W taucht in beiden Systemen auf |
| Boeing 747-8F | B748 | 74N | ICAO trennt Fracht und Passage nicht, IATA schon |
| Airbus A320 mit Sharklets | A320 | 32A | ICAO kennt keinen Sharklet-Code, IATA schon |
Welche Rolle die IATA-Codes für Flughäfen und Airlines spielen und wie du FRA von EDDF unterscheidest, steht im Grundlagenartikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Hier geht es ausschließlich um die Typkennungen der ICAO, denn genau die liest du auf der Live-Karte.
Der Bausatz: Hersteller, Modell, Variante
Bei den großen Verkehrsflugzeugen folgt der Code meist einem einfachen Prinzip. Der erste Buchstabe steht für den Hersteller, danach folgen die Ziffern des Modells, die letzte Stelle benennt die Variante.
- Airbus: A332 ist der A330-200, A333 der A330-300, A359 der A350-900, A388 der A380-800. Die letzte Ziffer entspricht der Variantennummer hinter dem Bindestrich.
- Boeing: B744 ist die 747-400, B752 die 757-200, B763 die 767-300, B788 die 787-8, B789 die 787-9. Hinter dem B folgen die ersten beiden Ziffern der Modellnummer, dann die Variante: Aus 747-400 wird B744.
- Embraer: E190 und E195 stehen für die erste E-Jet-Generation, E290 und E295 für die E2-Varianten. Die 2 an zweiter Stelle markiert also die neue Generation.
Bei kleineren Herstellern ist der Code eher eine Abkürzung des Namens. AT72 ist die ATR 72 der älteren Baureihen (die ATR 72-600 hat mit AT76 einen eigenen Code), DH8D die De Havilland Canada Dash 8-400, CRJ9 der Bombardier CRJ900, C172 die Cessna 172. Das D bei DH8D steht dabei für die vierte Ausführung der Dash-8-Reihe – die kleineren Schwestern laufen als DH8A, DH8B und DH8C.
Lesetrick für Einsteiger
Lies den Code zuerst von hinten. Die letzte Stelle verrät fast immer die Variante oder Generation – Ziffer, N, M oder ein Sonderbuchstabe. Erst danach lohnt der Blick auf Hersteller und Modell.
Die Buchstaben am Ende: N, M, W, K und X
Spannend wird es, wenn am Ende keine Ziffer steht. Dann steckt meist eine Generation oder eine Sonderversion dahinter.
| Code | Flugzeug | Was der Buchstabe bedeutet |
|---|---|---|
| A19N, A20N, A21N | Airbus A319neo, A320neo, A321neo | N für neo, die Generation mit neuen Triebwerken |
| B37M, B38M, B39M | Boeing 737 MAX 7, MAX 8, MAX 9 | M für MAX, die Ziffer davor aus der Modellnummer 737-7, -8, -9 |
| B3XM | Boeing 737 MAX 10 | X ersetzt die zweistellige 10 |
| B77W | Boeing 777-300ER | eigene Kennung für die schwerere, weiter fliegende -300ER |
| B77L | Boeing 777-200LR und 777F | L für die Long-Range-Basis, die auch der Frachter nutzt |
| A35K | Airbus A350-1000 | K statt der vierstelligen 1000 |
| B78X | Boeing 787-10 | X für die zweistellige 10 |
Das Muster dahinter ist leicht zu durchschauen: Vier Zeichen reichen nicht für jede Kombination aus Hersteller, Modell und Variante. Sobald eine Variante zweistellig wird oder eine neue Generation dazukommt, weicht die ICAO auf einen Buchstaben aus.
A20N lesen: Airbus A320neo
A20N ist ein gutes Beispiel für die Platznot. Für „A320neo“ wären sieben Zeichen nötig, also fällt die 3 weg: A für Airbus, 20 für das Modell A320, N für neo. Analog gibt es A19N und A21N. Einen A18N gibt es nicht, weil Airbus keinen A318neo gebaut hat. Die klassischen Modelle der Familie behalten ihre vollen Nummern A318, A319, A320 und A321. Wie du ceo und neo am Zaun auch ohne Tracker trennst, zeigt der Guide A320neo oder ceo unterscheiden. Den Typ selbst stellt der Steckbrief zum Airbus A320neo vor; der A21N deckt laut Typenliste übrigens auch die LR- und XLR-Ausführungen des A321neo ab.
B38M lesen: Boeing 737 MAX 8
Bei B38M lohnt ein Blick auf die offizielle Modellbezeichnung. Boeing nennt die MAX 8 intern 737-8, und genau daraus entsteht der Code: B für Boeing, 38 aus 737-8, M für MAX. Die MAX 7 wird so zu B37M, die MAX 9 zu B39M. Für die MAX 10 reicht keine Ziffer, daher B3XM. Mehr zum Typ findest du bei der Boeing 737 MAX 8 und der Boeing 737 MAX 10.
B77W lesen: Boeing 777-300ER
Bei der 777 bricht das Schema am deutlichsten. B772 ist die 777-200, B773 die 777-300 – so weit, so logisch. Die 777-300ER bekam aber einen eigenen Code, weil sie deutlich schwerer ist und weiter fliegt. Das W findest du auch im IATA-Code 77W derselben Variante. Auch die 777-200LR hat mit B77L eine eigene Kennung, die sich der Frachter 777F mit ihr teilt. Den Steckbrief zum Langstrecken-Arbeitstier liest du unter Boeing 777-300ER; die Unterschiede zur 787 erklärt Boeing 777 und 787 unterscheiden.
Die versteckten Zusatzinfos: L2J und die Wirbelschleppenkategorie
In Dokument 8643 steht neben jedem Code eine Kurzbeschreibung aus drei Zeichen. Viele Tracker und Empfangsprogramme wie tar1090 zeigen sie an oder lassen dich danach filtern.
- Erster Buchstabe – Bauart: L für Landflugzeug, H für Hubschrauber. Daneben gibt es eigene Buchstaben für Wasser- und Amphibienflugzeuge, Tragschrauber und Kipprotor-Flugzeuge.
- Ziffer – Zahl der Triebwerke: bei den meisten Mustern 1, 2, 3 oder 4.
- Letzter Buchstabe – Antriebsart: J für Strahltriebwerk, T für Turboprop oder Wellenturbine, P für Kolbenmotor.
Dazu kommt die Wirbelschleppenkategorie (Wake Turbulence Category, WTC). Sie richtet sich nach der höchstzulässigen Startmasse und entscheidet, wie viel Abstand die Flugsicherung hinter einem Flugzeug lässt.
| Kategorie | Bedeutung | Höchstzulässige Startmasse |
|---|---|---|
| L (Light) | leicht | 7.000 kg oder weniger |
| M (Medium) | mittel | über 7.000 kg und unter 136.000 kg |
| H (Heavy) | schwer | 136.000 kg oder mehr |
| J (Super) | super | ausdrücklich so eingestuft – derzeit nur der A380-800 |
So ergibt sich für jeden Code ein kleines Profil. Die Werte stammen aus der Flugzeugleistungs-Datenbank von Eurocontrol:
| Code | Flugzeug | Beschreibung | WTC | Max. Startmasse laut Eurocontrol |
|---|---|---|---|---|
| C172 | Cessna 172 Skyhawk | L1P | L | 1.050 kg |
| EC35 | Airbus Helicopters H135 (EC135) | H2T | L | 2.950 kg |
| DH8D | Dash 8-400 | L2T | M | rund 29.000 kg |
| A20N | Airbus A320neo | L2J | M | 79.000 kg |
| B38M | Boeing 737 MAX 8 | L2J | M | 82.600 kg |
| B77W | Boeing 777-300ER | L2J | H | 351.500 kg |
| A388 | Airbus A380-800 | L4J | J | 560.000 kg |
Im Funk hörst du die Kategorie übrigens mit: Schwere Maschinen melden sich häufig mit dem Zusatz „Heavy“ hinter dem Rufzeichen, der A380 mit „Super“. Warum das für die Staffelung zählt, erklärt Wirbelschleppen und Staffelung. Eurocontrol arbeitet in Europa zusätzlich mit der feineren Einteilung RECAT-EU, die etwa A20N und B38M als „Upper Medium“ führt – für das Lesen der Typcodes spielt das aber keine Rolle.
Codes, die alte Namen tragen
Typcodes werden selten umbenannt, wenn sich der Markenname ändert. Für Spotter ist das eine kleine Geschichtsstunde im Tracker.
- BCS1 und BCS3: Der heutige Airbus A220 wurde als Bombardier CSeries entwickelt. Die Codes für A220-100 und A220-300 erinnern bis heute daran.
- EC35: Der Airbus Helicopters H135 läuft weiterhin unter dem Kürzel seines früheren Namens Eurocopter EC135.
- DH8D: Die Dash 8-400 wurde lange als Bombardier Q400 vermarktet, der Code verweist dagegen auf den ursprünglichen Hersteller De Havilland Canada. Inzwischen trägt das Muster wieder diesen Namen – der Code hat also recht behalten. Mehr dazu im Steckbrief zur Dash 8-400.
Die häufigsten Fallen beim Lesen
Wer Typcodes ins Logbuch überträgt, stolpert früher oder später über dieselben Stellen. Diese fünf solltest du kennen.
- B737 ist nicht die ganze 737-Familie. Der Code bezeichnet nur die 737-700. Die 737-800 ist B738, die 737-900 B739, die älteren Classic-Modelle laufen als B733, B734 und B735. Welche Generation du vor dir hast, erklärt Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
- A320 heißt nicht „irgendein A320“. A320 steht für die ceo-Generation, der neo ist A20N. Wer beides als A320 notiert, verliert die Information über die Generation.
- Kein eigener Code für Sharklets. Ein A320 mit Sharklets bleibt bei der ICAO A320. Nur im IATA-System gibt es dafür eigene Codes wie 32A.
- Frachter verstecken sich. Eine 747-8F ist B748, eine umgebaute 737-800BCF bleibt B738. Ob Fracht oder Passagiere – das verrät erst das Kennzeichen oder die Airline. Mehr dazu in Frachtflugzeuge erkennen.
- Der Tracker kann sich irren. Flugzeuge senden ihren Typ per ADS-B nicht mit. Tracker ordnen ihn über die Hex-Adresse des Transponders aus einer Datenbank zu. Ist dort ein Eintrag veraltet, steht der falsche Typ auf der Karte. Hintergrund: ICAO-24-Bit-Adresse (Hex-Code).
Wenn ein B77W oder A388 im Anflug ist
Planetrack meldet dir per Sichtungs-Alarm, wenn ein beobachteter Flugzeugtyp, eine Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Unbekannten Code entschlüsseln: Schritt für Schritt
Irgendwann taucht auf der Karte ein Code auf, den du noch nie gesehen hast. Mit diesem Ablauf kommst du meist in wenigen Sekunden auf den Typ.
1. Herstellerbuchstaben prüfen
A deutet auf Airbus, B auf Boeing, E auf Embraer. Kürzel wie AT, DH, CRJ oder C stehen für ATR, De Havilland, Bombardier-CRJ oder Cessna.
2. Modellziffern lesen
Die Ziffern in der Mitte entsprechen meist der Modellnummer, notfalls gekürzt – 20 für A320, 38 für 737-8, 77 für 777.
3. Letzte Stelle deuten
Ziffer heißt Variante, N heißt neo, M heißt MAX. K, X, W oder L markieren Sonderfälle, die du am besten einmal nachschlägst und dir dann merkst.
4. Beschreibung und Kategorie gegenlesen
L2J und M passen zum Kurz- und Mittelstreckenjet, L4J und J nur zum A380. Passt das Profil nicht zur Vermutung, liegst du falsch.
5. Mit dem Kennzeichen bestätigen
Der Typcode sagt nur, welches Muster fliegt. Erst das Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig – und hilft, Datenbankfehler zu entdecken.
Die verbindliche Quelle ist die online durchsuchbare Typenliste der ICAO zu Dokument 8643. Für den Alltag reichen aber die Info-Fenster der Tracker, die meist Code und ausgeschriebenen Typ zusammen zeigen. Wie das bei Flightradar24 aussieht, beschreibt die Flightradar24-Anleitung.
Typcodes beim Spotten praktisch nutzen
Am Zaun sind Typcodes vor allem ein Werkzeug zum Filtern und Ordnen.
- Gezielt filtern: Viele Tracker und Empfangsprogramme filtern nach Typcode. Bei tar1090 erfasst der Ausdruck
B73.die ganze 737-Familie, die BeschreibungL2Jalle zweistrahligen Landflugzeuge. Wie das geht, steht im Guide readsb und tar1090 installieren; für die Weboberfläche von ADS-B Exchange hilft ADS-B Exchange erklärt. - Sauber dokumentieren: Wer im Logbuch den ICAO-Code statt einer freien Typbezeichnung führt, kann später sortieren, zählen und vergleichen. Tipps dazu gibt Sichtungen dokumentieren: das Logbuch.
- Sammelziele setzen: Viele Spotter führen ihre Typenliste nach ICAO-Codes, weil die Abgrenzung damit eindeutig ist. Ideen dafür findest du in Alle Flugzeugtypen sammeln.
- Tagesplanung: Ein B77W oder A388 im Flugplan des Tages ist an vielen Flughäfen der Grund, früher am Besucherhügel München oder am Affenfelsen Hamburg zu stehen.
Den Typcode solltest du trotzdem nicht als Ersatz fürs Hinsehen verstehen. Wer Typen auch ohne Tracker erkennen will, startet am besten mit Flugzeugtypen erkennen für Einsteiger und Airbus oder Boeing unterscheiden.
Kannst du ICAO-Typcodes sicher lesen?
- Ich weiß, dass A20N der A320neo und A21N der A321neo ist.
- Ich kann B38M, B39M und B3XM der richtigen 737 MAX zuordnen.
- Ich weiß, dass B77W die 777-300ER und B773 die normale 777-300 ist.
- Ich weiß, dass B737 nur die 737-700 bezeichnet.
- Ich kann L2J und L4J lesen.
- Ich kenne die vier Wirbelschleppenkategorien L, M, H und J.
- Ich weiß, dass Frachter in der Regel keinen eigenen ICAO-Code haben.
Vom Code zur Sammlung
Poste deine Sichtungen mit Flugzeugtyp und Kennzeichen, führe deinen Hangar mit Wunschliste und tausch dich in der Community über seltene Typen aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
ICAO-Typcodes sehen kryptisch aus, folgen aber einer nachvollziehbaren Logik. Meist steht vorn der Hersteller, in der Mitte das Modell und hinten die Variante. Buchstaben wie N, M, W, K oder X markieren neue Generationen und Sonderfälle. Dazu liefert Dokument 8643 eine Kurzbeschreibung wie L2J und die Wirbelschleppenkategorie. Weil die ICAO nach Flugleistung und nicht nach Nutzung unterscheidet, bleiben Frachter und Sharklet-Versionen im Code unsichtbar. Für eine eindeutige Sichtung gehört deshalb immer das Kennzeichen dazu.
Kurzfazit
Lies ICAO-Typcodes von hinten: Ziffer heißt Variante, N heißt neo, M heißt MAX, Sonderbuchstaben wie W, L, K und X sind Sonderfälle. A20N ist der A320neo, B38M die 737 MAX 8, B77W die 777-300ER. Achte auf die Fallen B737 und A320 und bestätige jede Sichtung mit dem Kennzeichen.
Zusammenfassung
- ICAO-Typkennungen sind kurze Codes für Flugzeugmuster, die nach Flugleistung und damit nach Relevanz für die Flugsicherung unterschieden werden. Die IATA führt ein eigenes, dreistelliges System für Flugpläne und Buchung.
- Zu jedem Code gehört eine Kurzbeschreibung wie L2J (Landflugzeug, zwei Strahltriebwerke) und eine Wirbelschleppenkategorie von L bis J.
- Die typischen Muster: Ziffer am Ende für die Variante (B738), N für neo (A20N), M für MAX (B38M), Sonderbuchstaben für Sonderfälle (B77W, B77L, A35K, B78X, B3XM).
- Fallen gibt es reichlich: B737 ist nicht die ganze Familie, sondern die 737-700. Sharklet-A320 und Frachtversionen bekommen keinen eigenen ICAO-Code.
Häufige Fragen
Was ist ein ICAO-Typcode?
Ein ICAO-Typcode, offiziell Aircraft Type Designator, ist eine Kennung aus zwei bis vier Zeichen für ein Flugzeugmuster. Die ICAO veröffentlicht die Liste in Dokument 8643. Piloten tragen den Code in den Flugplan ein, die Flugsicherung arbeitet damit, und Flugtracker zeigen ihn neben Callsign und Kennzeichen an.
Was bedeutet A20N?
A20N ist der ICAO-Typcode des Airbus A320neo. A steht für Airbus, 20 für das Modell A320, N für neo. Nach demselben Muster gibt es A19N für den A319neo und A21N für den A321neo, wobei A21N auch die Langstreckenvarianten LR und XLR abdeckt. Die klassischen Modelle ohne neue Triebwerke laufen unter A319, A320 und A321.
Was bedeutet B38M?
B38M ist die Boeing 737 MAX 8. B steht für Boeing, 38 für die 737-8 – so lautet die offizielle Modellbezeichnung der MAX 8 –, M für MAX. Entsprechend ist B37M die MAX 7, B39M die MAX 9 und B3XM die MAX 10, bei der das X die zweistellige 10 ersetzt.
Warum heißt die 777-300ER B77W und nicht B773?
Weil sich die 777-300ER in Gewicht, Reichweite und Triebwerken so deutlich von der ursprünglichen 777-300 unterscheidet, dass sie einen eigenen Code bekommen hat. B773 ist die normale 777-300. Auch im IATA-System heißt sie 77W.
Was bedeutet L2J bei einem Flugzeugtyp?
Das ist die Kurzbeschreibung des Musters aus Dokument 8643. Der erste Buchstabe nennt die Bauart (L für Landflugzeug, H für Hubschrauber), die Ziffer die Zahl der Triebwerke und der letzte Buchstabe die Antriebsart (J für Strahltriebwerk, T für Turboprop oder Wellenturbine, P für Kolbenmotor). L2J ist also ein zweistrahliges Landflugzeug – etwa A20N, B38M oder B77W.
Haben Frachtflugzeuge einen eigenen ICAO-Typcode?
In der Regel nicht. ICAO-Codes unterscheiden nach Flugleistung, nicht nach Nutzung. Die Boeing 747-8F läuft wie die 747-8I als B748, die 777F teilt sich B77L mit der 777-200LR. Im IATA-System haben Frachter dagegen oft eigene Codes. Ob eine Maschine Fracht fliegt, erfährst du am sichersten über das Kennzeichen.
Wo finde ich den Typcode eines Flugzeugs?
Auf fast allen Flugtrackern steht er direkt im Info-Fenster des Flugs, oft neben dem Kennzeichen. Die verbindliche Liste ist ICAO-Dokument 8643, das die ICAO online durchsuchbar anbietet. Wichtig: Der Typ kommt dort nicht aus dem ADS-B-Signal, sondern aus einer Datenbank, die der Hex-Adresse des Transponders ein Flugzeug zuordnet.
Nachschlagen statt raten
In der Flugzeugtypen-Datenbank findest du zu jedem Flugzeugtyp eine eigene Seite mit Steckbrief, Erkennungsmerkmalen und Spotting-Hinweisen – nach Herstellern sortiert.
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