De Havilland Canada

Vom Buschflugzeug Beaver über die Twin Otter bis zur Dash 8 und dem Löschflugzeug DHC-515: De Havilland Canada steht für robuste Kurzstart-Flugzeuge. Hier erfährst du, wie das Unternehmen entstand, wem es gehörte und wo du seine Typen heute vor die Linse bekommst.

Auch bekannt als: De Havilland Aircraft of Canada Limited · DHC · de Havilland Canada · Viking Air (Vorgänger im Twin-Otter-Programm)

Flugzeugherstellerseit 192814 Min. Lesezeit

1928

Gründung in Toronto

1.000

Twin Otter ausgeliefert (März 2026)

1.657

gebaute DHC-2 Beaver

~1.250

Dash 8 aller Serien

Das Wichtigste in Kürze

  • De Havilland Canada entstand 1928 als Tochter des britischen Herstellers und machte sich nach dem Krieg mit Kurzstart-Flugzeugen wie der Beaver einen Namen.
  • Nach Staat, Boeing und Bombardier ist die Marke seit 2019 wieder eigenständig – heute mit Sitz in Calgary.
  • Die aktuelle Produktion umfasst die Twin Otter Classic 300-G und das Löschflugzeug DHC-515.
  • Die Dash 8 wird derzeit nicht gebaut, fliegt aber weltweit in großer Zahl – in Europa vor allem bei Widerøe.
  • Erkennen ist machbar: Festes Fahrwerk heißt Beaver, Otter oder Twin Otter, Fahrwerk in den Gondeln heißt Dash 8, vier Triebwerke heißt Dash 7.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Was du als Spotter wissen solltest
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Von der Moth-Werkstatt zum eigenen Hersteller
  8. 8.Die Buschflieger: Beaver und Otter
  9. 9.Twin Otter: der Inselhüpfer, der nie ausstirbt
  10. 10.Dash 7: vier Propeller für kurze Pisten
  11. 11.Dash 8: der Bestseller
  12. 12.Löschflugzeuge: vom Canadair zur DHC-515
  13. 13.So erkennst du DHC-Typen im Feld
  14. 14.Wechselnde Eigentümer: Staat, Boeing, Bombardier
  15. 15.Wo du DHC-Typen am besten siehst
  16. 16.Fototipps für DHC-Flugzeuge
  17. 17.Ausblick auf den Standort Alberta
  18. 18.Fazit
  19. 19.Häufige Fragen

Steckbrief

Rolle in der BrancheHersteller von Kurzstart- und Regionalflugzeugen sowie Inhaber der Programme für Twin Otter, Dash 8 und das Löschflugzeug DHC-515
Ursprung1928 als kanadische Tochter der britischen de Havilland Aircraft Company in Toronto gegründet
Heutige GesellschaftDe Havilland Aircraft of Canada Limited, 2019 für die Übernahme des Dash-8-Programms gegründet, seit 2022 Dach für alle früheren Viking-Air- und DHC-Programme
SitzCalgary, Alberta (Kanada)
Frühere EigentümerHawker Siddeley, kanadischer Staat (ab 1974), Boeing (1986–1992), Bombardier (ab 1992)
Aktuelle ProduktionDHC-6 Twin Otter Classic 300-G; DHC-515 in Endmontage in Calgary (Stand Oktober 2026)
Dash 8Serienfertigung seit 2021/2022 pausiert, Wiederaufnahme am neuen Standort in Alberta angekündigt; Kundendienst und Lebensdauerprogramme laufen weiter
Neuer StandortDe Havilland Field in Wheatland County, Alberta – Spatenstich im Mai 2026
Wichtige ICAO-TypcodesDHC2, DHC3, DHC6, DHC7, DH8A, DH8B, DH8C, DH8D
Erkennungsweg im FeldHochdecker, oft mit T-Leitwerk (Dash 7, Dash 8) oder festem Fahrwerk (Beaver, Otter, Twin Otter); bei der Dash 8 Fahrwerk in den Triebwerksgondeln
Offizielle Websitedehavilland.com

Tätigkeitsfelder

Utility-Flugzeuge – die DHC-6 Twin Otter in der aktuellen Version Classic 300-G, auf Rädern, Schwimmern oder Skiern
Löschflugzeuge – die amphibische DHC-515 als Weiterentwicklung der Canadair CL-215 und CL-415
Regional-Turboprops – Musterbetreuung, Ersatzteile und Lebensdauerverlängerung für alle Dash-8-Serien
Klassiker-Support – Musterzulassungen und Ersatzteile für Chipmunk, Beaver, Otter, Caribou, Buffalo und Dash 7
Sondermissionen – Plattformen wie die Short Sherpa für Transport-, Überwachungs- und Hilfseinsätze

Struktur & Marken

DHC-6 Twin Otter – aktuell als Classic 300-G in Produktion
De Havilland Canadair 515 – amphibisches Löschflugzeug, Endmontage in Calgary
Dash-8-Programm – Serien 100, 200, 300 und 400, Kundendienst und Lebensdauerverlängerung
Klassiker-Programme – Chipmunk, Beaver, Otter, Caribou, Buffalo und Dash 7
Short Sherpa – seit 2019 im Portfolio
Standorte – Calgary, North Saanich bei Victoria, Raum Toronto sowie De Havilland Field in Alberta (im Bau)

Geschichte im Zeitraffer

1928Die britische de Havilland Aircraft Company gründet eine kanadische Tochter, die zunächst Moth-Schulflugzeuge baut. 1929 zieht sie nach Downsview bei Toronto.
1946Mit der DHC-1 Chipmunk fliegt die erste eigene Konstruktion – ein Schulflugzeug für Luftstreitkräfte in aller Welt.
1947Am 16. August hebt in Downsview die DHC-2 Beaver ab, das Buschflugzeug, das den Ruf des Herstellers begründet.
1951Am 12. Dezember folgt die größere DHC-3 Otter.
1958/1964Mit DHC-4 Caribou und DHC-5 Buffalo entstehen zweimotorige Kurzstart-Transporter vor allem für das Militär.
1965Am 20. Mai fliegt die DHC-6 Twin Otter zum ersten Mal. Bis 1988 entstehen 844 Exemplare.
1974Der kanadische Staat übernimmt das Unternehmen.
1975Erstflug der viermotorigen DHC-7 Dash 7 am 27. März.
1983Am 20. Juni fliegt die Dash 8 erstmals, 1984 geht sie in den Liniendienst.
1986Die Regierung verkauft DHC an Boeing. Bis 1988 laufen Twin Otter und Dash 7 aus.
1992Bombardier übernimmt das Unternehmen; die Dash 8 wird später als Q-Serie vermarktet.
1998Am 31. Januar fliegt die gestreckte Dash 8-400, später Q400 genannt.
2006Viking Air aus British Columbia kauft die Musterzulassungen von DHC-1 bis DHC-7.
2007/2010Viking nimmt die Fertigung der Twin Otter als Series 400 wieder auf; die erste Neubau-Maschine fliegt im Februar 2010.
2016Viking übernimmt das Programm der Canadair-Amphibien CL-215 und CL-415, deren Fertigung Bombardier 2015 beendet hatte.
2019Am 3. Juni geht das Dash-8-Programm samt Markenname von Bombardier an die neue De Havilland Aircraft of Canada Limited.
2022Im Februar werden alle Programme unter dem Namen De Havilland Canada gebündelt. Im März startet die DHC-515, im Sommer verlässt das letzte Flugzeug Downsview.
2026Im März wird die 1.000. Twin Otter an SATENA ausgeliefert und in Calgary beginnt die Montage der ersten DHC-515. Im Mai folgt der Spatenstich für De Havilland Field, im Juli die EASA-Zulassung der Twin Otter Classic 300-G.

De Havilland Canada aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für De Havilland Canada

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Eine DHC-2 Beaver auf Schwimmern an einem Wasserflugplatz erwischt
  • Eine Twin Otter an festem Fahrwerk und langer, schmaler Nase erkannt
  • Eine Dash 8 an dem in die Triebwerksgondeln einfahrenden Fahrwerk von einer ATR unterschieden
  • Die Dash-8-Serie über Rumpflänge und Propellerblätter eingegrenzt: vier Blätter bei 100 bis 300, sechs bei der 400
  • Eine viermotorige Dash 7 gesehen – einer der seltensten Linien-Turboprops überhaupt
  • Ein Canadair-Löschflugzeug beim Wasseraufnehmen fotografiert
  • Den ICAO-Code (DHC6, DH8A bis DH8D) im Tracking-Dienst mit der Sichtung abgeglichen

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Typen mit unverwechselbarem Charakter – Buschflugzeug, Inselhüpfer, Viermot-Turboprop und Wasserbomber aus einer Hand
  • Viele Klassiker fliegen nach Jahrzehnten noch im harten Alltag
  • Dash 8 und Twin Otter sind weltweit verbreitet, von Norwegen bis zu den Malediven
  • Wasserflugzeuge und Strandlandungen liefern Motive, die du mit Jets nie bekommst
  • Löschflugzeuge bringen im Sommer spektakuläre Einsätze in Südeuropa

Wo es hakt

  • Im DACH-Raum sind DHC-Typen selten – die Dash 8-400 noch am ehesten
  • Beaver und Otter fliegen vor allem in Kanada, Alaska und Skandinavien, selten in Mitteleuropa
  • Die Dash 7 ist fast ausgestorben und fliegt kaum noch im Linienverkehr
  • Löscheinsätze sind nicht planbar, und Waldbrandgebiete sind oft gesperrt
  • Series 400 und Classic 300-G sehen von außen fast gleich aus wie ältere Twin Otter

Stand: Oktober 2026 – Ein rot-weißer Hochdecker gleitet über einen Fjord, setzt mit den Schwimmern auf und rollt an einen Holzsteg. Ein paar Tausend Kilometer weiter landet ein kleiner Zweimot direkt am Strand einer schottischen Insel, und über einem Waldbrand in Südeuropa nimmt ein gelber Flugboot-Rumpf im Tiefflug Wasser auf. Alle drei Szenen haben einen gemeinsamen Ursprung: De Havilland Canada. Der Hersteller aus Kanada hat seit den 1940er-Jahren Flugzeuge gebaut, die dort fliegen, wo Pisten kurz, Wetter rau und Infrastruktur dünn ist – und genau deshalb gehören seine Typen zu den reizvollsten Motiven, die du als Spotter jagen kannst.

Jede Beaver, Twin Otter und Dash 8 festhalten

Poste deine Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot und hak die DHC-Familie Typ für Typ in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Von der Moth-Werkstatt zum eigenen Hersteller

Die Geschichte beginnt 1928 in Toronto. Die britische de Havilland Aircraft Company – später unter anderem Schöpfer der Comet, des ersten Düsenverkehrsflugzeugs – gründet eine kanadische Tochter. Sie montiert zunächst nur die beliebten Moth-Schulflugzeuge für den kanadischen Markt. Schon 1929 zieht die junge Firma nach Downsview im Norden von Toronto, wo sie über 90 Jahre lang bleiben wird.

Im Zweiten Weltkrieg wächst das Werk stark, unter anderem durch Lizenzbau britischer Muster. Den eigentlichen Wendepunkt bringt aber die Nachkriegszeit: Die Kanadier beginnen, eigene Flugzeuge zu entwickeln, zugeschnitten auf ihr riesiges, dünn besiedeltes Land. Den Anfang macht 1946 die DHC-1 Chipmunk, ein Schulflugzeug, das bei vielen Luftwaffen Dienst tut. Ein Jahr später folgt das Flugzeug, das den Ruf des Herstellers für immer prägt.

1928Gründung als Tochter des britischen de Havilland
1947Erstflug der DHC-2 Beaver
1.000Twin Otter ausgeliefert, Stand März 2026
2019Neustart als eigenständiges Unternehmen

Die Buschflieger: Beaver und Otter

Die DHC-2 Beaver fliegt am 16. August 1947 in Downsview zum ersten Mal. Die Idee dahinter ist simpel: Ein einmotoriger Hochdecker mit Sternmotor, der mit kurzen Strecken auskommt, auf Rädern, Schwimmern oder Skiern fliegt und in Kanadas Norden Menschen, Post und Material transportiert. Bis 1967 entstehen 1.657 Exemplare, viele davon gingen an Militärs, unter anderem an die US Army. Später kam eine Turbo-Version mit PT6-Propellerturbine hinzu.

Die Beaver ist bis heute im Einsatz – und für Spotter eine Legende. Nirgendwo siehst du sie so oft wie an der Westküste Nordamerikas. Harbour Air aus British Columbia betreibt die größte Wasserflugzeug-Flotte Nordamerikas und hat im Dezember 2019 in Vancouver eine auf Elektroantrieb umgerüstete Beaver erstmals fliegen lassen. Südlich der Grenze fliegt Kenmore Air aus Seattle Beaver und Otter im Linien- und Charterverkehr.

Die größere Schwester ist die DHC-3 Otter, die am 12. Dezember 1951 erstmals fliegt. Bis 1967 entstehen 466 Stück. Viele haben inzwischen eine Propellerturbine statt des ursprünglichen Sternmotors bekommen und fliegen als Buschflugzeug oder Fallschirmspringer-Absetzmaschine weiter. Mit DHC-4 Caribou (1958) und DHC-5 Buffalo (1964) baut DHC anschließend zweimotorige Kurzstart-Transporter vor allem für Streitkräfte – heute echte Raritäten, die du eher in Museen findest.

Beaver oder Otter?

Beide sind Hochdecker mit festem Fahrwerk und wirken auf den ersten Blick ähnlich. Die Otter ist aber deutlich länger, hat mehr Fenster und eine größere Kabine. Die Beaver wirkt kompakt und gedrungen. Den sicheren Abgleich liefern die ICAO-Codes DHC2 und DHC3 – oder das Kennzeichen, wie es der Beitrag Flugzeuge per Kennzeichen verfolgen erklärt.

Twin Otter: der Inselhüpfer, der nie ausstirbt

Am 20. Mai 1965 fliegt die DHC-6 Twin Otter zum ersten Mal. Zwei Pratt-&-Whitney-Canada-Turboprops vom Typ PT6A, ein festes Fahrwerk, Platz für rund 19 bis 20 Passagiere und eine extrem kurze Startstrecke – damit wird sie zum Standard-Zubringer für Inseln, Berge und Polargebiete. Bis 1988 entstehen 844 Exemplare, dann stellt der damalige Eigentümer Boeing die Fertigung ein.

Das Ende ist aber keins. 2006 kauft die Firma Viking Air aus British Columbia die Musterzulassungen aller älteren DHC-Typen und startet die Twin Otter neu: Die modernisierte Series 400 fliegt als Neubau erstmals im Februar 2010. Seit 2023 baut DHC die aktuelle Version Classic 300-G mit Garmin-Glascockpit. Im März 2026 erreicht das Programm eine runde Marke: Die 1.000. Twin Otter geht an die kolumbianische SATENA. Im Juni 2026 erhält Ethiopian Airlines ihre erste 300-G, im Juli folgt die EASA-Zulassung, und die Schweizer Zimex Aviation fliegt das erste Exemplar mit europäischer Zulassung.

Den größten Twin-Otter-Markt der Welt nennt DHC selbst die Malediven. Trans Maldivian Airways betreibt dort eine riesige Flotte auf Schwimmern und bringt Urlauber direkt zu den Resortinseln. Im Juli 2026 hat außerdem Island Aviation – bekannt unter der Marke Maldivian – eine Absichtserklärung über zwei Classic 300-G unterzeichnet.

Dash 7: vier Propeller für kurze Pisten

Mit der DHC-7 Dash 7 wagt DHC in den 1970er-Jahren den Schritt zum Regionalverkehrsflugzeug. Erstflug ist am 27. März 1975. Vier PT6A-Turboprops, ein hoch angesetztes T-Leitwerk und Platz für rund 50 Fluggäste: Die Maschine ist auf extrem kurze Start- und Landestrecken und steile Anflüge ausgelegt. Bis 1988 entstehen nur gut 110 Exemplare.

Berühmt wird die Dash 7 durch einen Flughafen. Als der Flughafen London City 1987 mitten in den Docklands öffnet, kommen wegen der kurzen Piste und des steilen Anflugs anfangs kaum andere Flugzeuge in Frage. Später wurde die Bahn verlängert und der Anflug entschärft, heute starten dort Jets wie der A220. Die Dash 7 ist inzwischen fast verschwunden: Die wenigen verbliebenen Exemplare fliegen vor allem im Norden Kanadas, vereinzelt in Kenia und für die britische Antarktisforschung. Eine Sichtung gehört deshalb zu den echten Trophäen – mehr Ideen für solche Raritäten findest du unter Seltene Flugzeuge spotten.

Dash 8: der Bestseller

Die viermotorige Dash 7 war für viele Strecken zu teuer im Betrieb. Die Antwort ist die zweimotorige Dash 8, die am 20. Juni 1983 erstmals fliegt und 1984 in den Liniendienst geht. Sie wird zum erfolgreichsten Flugzeug des Herstellers: Über alle Serien entstehen rund 1.250 Maschinen.

Serie ICAO-Code Propellerblätter Sitze (typisch) Was du wissen musst
Dash 8-100 DH8A 4 rund 37–39 Die kurze Urversion, 299 Stück bis 2005
Dash 8-200 DH8B 4 rund 37–39 Gleiche Zelle wie die 100, stärkere Triebwerke
Dash 8-300 DH8C 4 rund 50–56 Gestreckter Rumpf, sichtbar länger
Dash 8-400 DH8D 6 rund 70–80, max. 90 Erstflug 1998, lang, schnell, häufigste Serie

Unter Bombardier bekommen die Maschinen ab Ende der 1990er-Jahre ein aktives Lärmminderungssystem, deshalb heißen sie seitdem Q-Serie – das Q steht für „quiet“. Die Dash 8-400 kennen viele deshalb einfach als Q400. Ihr Erkennungsmerkmal: Das Hauptfahrwerk fährt in die langen Triebwerksgondeln ein, das Flugzeug steht hochbeinig auf dem Vorfeld. Damit trennst du sie sicher von der ATR.

Fertigung pausiert

Seit 2021/2022 baut DHC keine neuen Dash 8 mehr. Der alte Standort Downsview wurde aufgegeben, eine Wiederaufnahme am neuen Standort in Alberta ist angekündigt, aber noch ohne festen Termin. Die bestehende Flotte fliegt weiter: DHC bietet Programme an, die die Lebensdauer älterer Dash 8-100 deutlich verlängern – Widerøe hat im Juli 2026 vier weitere Maschinen dafür angemeldet.

Wichtige Betreiber in Kanada sind Jazz Aviation für Air Canada Express, Porter Airlines aus Toronto, WestJet Encore sowie Regionalairlines wie PAL Airlines und Air Inuit. Weltweit fliegen große Flotten etwa bei QantasLink und Ethiopian. In Europa ist die Dash 8 vor allem in Norwegen zu Hause, und die britische Flybe war bis zu ihrem Ende lange einer der größten Q400-Betreiber überhaupt.

DH8D und DHC6 auf die Wunschliste

Setz Dash 8, Twin Otter oder einzelne Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars – Planetrack meldet sich per Sichtungs-Alarm, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Löschflugzeuge: vom Canadair zur DHC-515

Die gelb-roten Wasserbomber, die im Sommer über Südeuropa Brände bekämpfen, stammen ursprünglich gar nicht von DHC. Die CL-215 und CL-415 entwickelte die kanadische Firma Canadair, die später zu Bombardier gehörte. Das Prinzip: Ein Flugboot nimmt im Gleitflug über einem See oder dem Meer Wasser auf und wirft es über dem Feuer ab. 2015 beendete Bombardier die Fertigung der CL-415.

2016 übernahm Viking Air das Programm. Daraus wurde im März 2022 die De Havilland Canadair 515, kurz DHC-515. Sie basiert auf der CL-415, bekommt aber moderne Avionik, besseren Korrosionsschutz und laut Hersteller Platz für bis zu 7.000 Liter Wasser. Angetrieben wird sie von zwei Turboprops vom Typ PW123AF.

Die Nachfrage ist groß. Mehrere EU-Staaten haben über das Programm rescEU 22 Maschinen bestellt – darunter Griechenland, Spanien, Italien, Frankreich, Portugal und Kroatien –, Frankreich hat im Mai 2026 zwei weitere nachgelegt. In Kanada haben Ontario, Alberta und Manitoba Verträge unterschrieben. Stand Oktober 2026 entstehen die ersten Exemplare in Calgary: Cockpit und Rumpf sind verbunden, der erste rund 28,6 Meter lange Flügelkasten ist fertig. Die erste Auslieferung ist für 2028 angekündigt, Zeitpläne für den Erstflug variieren in den Berichten.

Löschflugzeuge respektvoll fotografieren

Wasserbomber bei der Arbeit sind spektakulär, aber bei einem Einsatz zählt jede Minute. Halte dich von Wasserentnahmestellen und Brandgebieten fern, wenn Behörden sperren, und lass keine Drohnen steigen – sie können den Löschbetrieb stoppen. Gute Chancen gibt es an Basisflughäfen der Löschstaffeln oder auf Flugtagen.

So erkennst du DHC-Typen im Feld

Die Familie wirkt auf den ersten Blick bunt gemischt. Mit wenigen Fragen ordnest du aber fast jedes DHC-Flugzeug richtig ein.

Triebwerke zählen

Ein Motor vorn: Beaver oder Otter. Zwei Turboprops: Twin Otter, Dash 8 oder Löschflugzeug. Vier Propeller: Dash 7 – eine Rarität.

Fahrwerk prüfen

Festes Fahrwerk oder Schwimmer sprechen für Beaver, Otter oder Twin Otter. Fährt das Fahrwerk in die Triebwerksgondeln ein, ist es eine Dash 8. Mehr dazu im Beitrag Fahrwerk als Erkennungsmerkmal.

Leitwerk ansehen

Dash 7 und Dash 8 tragen ein T-Leitwerk. Bei Beaver, Otter und Twin Otter sitzt das Höhenleitwerk unten am Rumpfende.

Rumpf einschätzen

Bei der Dash 8 trennt die Rumpflänge die Serien: kurz bei 100 und 200, länger bei der 300, sehr lang mit Sechsblatt-Propellern bei der 400.

Code abgleichen

Der ICAO-Code im Tracking-Dienst – etwa DHC6 oder DH8D – bestätigt deine Einschätzung und macht die Sichtung vollständig.

Schnellbestimmung: Welcher DHC-Typ ist das?

Drei Beobachtungen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

DHC-2 Beaver oder DHC-3 Otter

Einmotorig, Hochdecker, festes Fahrwerk oder Schwimmer: Kompakt heißt Beaver, deutlich länger mit mehr Fenstern heißt Otter.

Wahrscheinlich

DHC-6 Twin Otter

Zwei Turboprops, festes Fahrwerk und ein schlanker, kantiger Rumpf sind typisch für die Twin Otter – auf Rädern, Ski oder Schwimmern.

Wahrscheinlich

Dash 8

T-Leitwerk und Fahrwerk in den Gondeln: eine Dash 8. Rumpflänge und Propellerblätter verraten die Serie.

Wahrscheinlich

DHC-7 Dash 7

Vier Turboprops an einem Hochdecker mit T-Leitwerk – eine seltene Dash 7. Unbedingt Kennzeichen notieren.

Die Verwechslung mit der ATR ist die häufigste Falle. Wie sich die beiden großen Regional-Turboprops unterscheiden, erklärt der Beitrag ATR und Dash 8 unterscheiden, Hintergründe zum französisch-italienischen Konkurrenten stehen auf der Seite zu ATR.

Wechselnde Eigentümer: Staat, Boeing, Bombardier

Kaum ein Hersteller hat so oft den Besitzer gewechselt. Nach dem Krieg gehörte DHC über die britische Mutter zum Konzern Hawker Siddeley. 1974 übernahm der kanadische Staat das Unternehmen. 1986 verkaufte die Regierung es an Boeing. Die Amerikaner stellten Twin Otter und Dash 7 ein und konzentrierten sich auf die Dash 8 – wirtschaftlich wurde das kein Erfolg.

1992 übernahm Bombardier. Unter dem Konzern aus Montreal entstanden die gestreckte Dash 8-400 und die Q-Vermarktung. Gleichzeitig verlor die Marke de Havilland an Sichtbarkeit, die Flugzeuge liefen als „Bombardier Q400“. Ab 2006 begann der Rückweg: Viking Air übernahm die Klassiker, 2016 die Canadair-Amphibien, und 2019 ging schließlich das Dash-8-Programm samt Name an die neue De Havilland Aircraft of Canada Limited. Hinter Viking und der neuen DHC stand dieselbe kanadische Investorengruppe, Longview Aviation Capital. 2022 wurden alle Teile unter dem traditionsreichen Namen zusammengeführt.

Was DHC für Spotter spannend macht

  • Wasserflugzeuge, Strandlandungen und Löscheinsätze als Motive
  • Klassiker aus den 1940er- bis 1970er-Jahren im Alltagsbetrieb
  • Klare Erkennungsmerkmale bei Fahrwerk und Triebwerkszahl

Wo es knifflig wird

  • Alte und neue Twin Otter sehen sich sehr ähnlich
  • Dash 8-100 und -200 sind außen kaum zu trennen
  • Viele Typen fliegen vor allem fernab von Mitteleuropa

Wo du DHC-Typen am besten siehst

Im deutschsprachigen Raum ist DHC ein seltener Gast. Am ehesten triffst du eine Dash 8-400 – etwa bei Luxair, die ihre Flotte allerdings nach und nach auf Embraer-Jets umstellt – oder Maschinen ausländischer Regionalairlines auf Charter- und Überführungsflügen. Wer die ganze Familie sehen will, muss reisen. Stand Oktober 2026 lohnen sich diese Ziele besonders:

Region Was du siehst Wo du hinfährst
Norwegen Dash 8 aller Serien bei Widerøe Oslo, Bergen, Bodø mit dem Norsk Luftfartsmuseum
Schottland Twin Otter von Loganair bei der Strandlandung Strand von Barra
Westkanada Beaver und Otter auf Schwimmern, Dash 8 von Jazz und WestJet Encore Vancouver mit dem Larry Berg Flight Path Park
Ostkanada Dash 8 von Jazz und Porter, Museumsklassiker Toronto Pearson, Museum in Ottawa
Malediven Twin Otter auf Schwimmern Wasserflugplatz am Flughafen Malé
Südeuropa (Sommer) Canadair-Löschflugzeuge Basisflughäfen der Löschstaffeln, Küstenregionen

Barra ist für viele der Höhepunkt: Die Twin Otter landet dort auf einem Sandstrand, der je nach Gezeiten als Piste dient. Alles zu Anreise und Timing steht im Beitrag Planespotting auf Barra. Wer historische Exemplare sucht, findet Tipps unter Historische Flugzeuge erkennen, einen Überblick über Regionalairlines in Europa im Beitrag Regionalairlines in Europa.

Bereit für deine DHC-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe einen Flug mit DHC6 oder DH8A bis DH8D im Tracking-Dienst gefunden.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung oder den Wasserlandeplatz.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Ich habe eine Verschlusszeit gewählt, bei der sich die Propeller sichtbar drehen.

Fototipps für DHC-Flugzeuge

Fast alle DHC-Typen haben Propeller – und damit die klassische Herausforderung: Eine zu kurze Verschlusszeit friert die Blätter ein, das Flugzeug wirkt wie abgestellt. Etwas längere Zeiten zeigen eine Propellerscheibe und bringen Bewegung ins Bild. Wie du den richtigen Wert findest, erklärt der Guide Propeller fotografieren.

Beaver und Twin Otter sind klein. Für formatfüllende Bilder brauchst du mehr Brennweite oder einen Standpunkt nah an Rollweg oder Steg. Bei Wasserflugzeugen lohnt der Blick aufs Wasser: Gischt beim Aufsetzen und Spiegelungen im ruhigen Morgenwasser machen das Motiv. Kurzstarter heben außerdem früh ab – ein Standpunkt seitlich der Bahnmitte bringt oft mehr als das Pistenende.

Es ist sicher ein DHC-Typ, wenn …

  • ein Turboprop sein Fahrwerk in die Triebwerksgondeln einzieht
  • ein zweimotoriger Hochdecker mit festem Fahrwerk und langer Nase vor dir steht
  • der Tracking-Dienst DHC2, DHC3, DHC6, DHC7 oder DH8A bis DH8D zeigt

Noch offen ist, …

  • ob eine Twin Otter alt oder Neubau ist, solange das Kennzeichen fehlt
  • ob eine kurze Dash 8 eine -100 oder -200 ist
  • ob ein Löschflugzeug eine CL-215, CL-415 oder eine neue DHC-515 ist

Es ist kein DHC-Typ, wenn …

  • das Fahrwerk seitlich am Rumpf verschwindet – dann ist es eher eine ATR
  • ein Tiefdecker vor dir steht
  • du Strahltriebwerke siehst

Ausblick auf den Standort Alberta

Nach dem Abschied aus Downsview hat sich der Schwerpunkt nach Westen verlagert. Der Firmensitz liegt in Calgary, dort laufen die Twin-Otter-Fertigung und die Endmontage der DHC-515. Teile entstehen auch in North Saanich bei Victoria in British Columbia, der früheren Heimat von Viking Air. Im Mai 2026 begannen in Wheatland County östlich von Calgary die Bauarbeiten für De Havilland Field, einen eigenen Werksflugplatz, an dem DHC langfristig die Fertigung bündeln will. Twin Otter, DHC-515 und eine wieder aufgenommene Dash-8-Fertigung sind dort angekündigt, Termine dafür nennt der Hersteller bislang nicht.

Von der Beaver bis zur Dash 8

Mit Planetrack teilst du jede DHC-Sichtung mit allen Flugzeugdaten, findest über die Spot-Karte Standorte mit bestem Licht und tauschst dich mit der Community über Raritäten aus. Planetrack startet bald – trag dich jetzt in die Warteliste ein und sei von Anfang an dabei.

Fazit

De Havilland Canada ist der Hersteller für Flugzeuge, die dort fliegen, wo andere nicht hinkommen: auf Seen, Stränden, Schotterpisten und über Waldbränden. Beaver, Otter, Twin Otter, Dash 7 und Dash 8 haben Generationen von Piloten und Passagieren geprägt, und viele davon fliegen nach Jahrzehnten noch. Nach Jahren unter wechselnden Eigentümern ist die Marke wieder eigenständig und baut mit Twin Otter und DHC-515 erneut Flugzeuge.

Für dich als Spotter heißt das: Triebwerke zählen, Fahrwerk prüfen, Leitwerk ansehen – damit ordnest du fast jedes DHC-Flugzeug ein. Den Rest erledigt der Typcode. Und wer die ganze Familie sammeln will, plant eine Reise nach Norwegen, Schottland oder Kanada.

Kurzfazit

De Havilland Canada steht seit 1928 für robuste Kurzstart-Flugzeuge von der Beaver bis zur Dash 8. Heute baut das Unternehmen aus Calgary die Twin Otter Classic 300-G und das Löschflugzeug DHC-515 – die Dash 8 pausiert, fliegt aber weltweit, in Europa vor allem in Norwegen.

Zusammenfassung

  • De Havilland Canada hat seit 1946 eine Reihe robuster Kurzstart-Flugzeuge entwickelt – von der Chipmunk über Beaver, Otter und Twin Otter bis zu Dash 7 und Dash 8.
  • Nach wechselnden Eigentümern wurden die Programme zwischen 2006 und 2019 wieder zusammengeführt; seit 2022 tritt alles unter dem Namen De Havilland Canada auf.
  • Stand Oktober 2026 baut DHC die Twin Otter Classic 300-G und montiert die ersten DHC-515, während die Dash-8-Fertigung pausiert.
  • Für Spotter lohnen sich vor allem Kanada, Skandinavien, Schottland und die Malediven – im DACH-Raum sind DHC-Typen ein seltener Fund.

Häufige Fragen

Ist De Havilland Canada dasselbe wie das britische de Havilland?

Nein, aber verwandt. De Havilland Canada wurde 1928 als kanadische Tochter der britischen de Havilland Aircraft Company gegründet, die unter anderem die Comet baute. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten die Kanadier eigene Flugzeuge, die britische Muttergesellschaft ging später in Hawker Siddeley auf. Die Geschichte des britischen Zweigs zeigt das de Havilland Aircraft Museum.

Gehört De Havilland Canada zu Bombardier?

Nicht mehr. Bombardier besaß das Unternehmen ab 1992. Die Musterzulassungen der älteren Typen gingen 2006 an Viking Air, das Dash-8-Programm samt Markenname 2019 an die neu gegründete De Havilland Aircraft of Canada Limited. Seit 2022 sind alle Programme unter diesem Namen vereint.

Welche Flugzeuge baut De Havilland Canada aktuell?

Stand Oktober 2026 die DHC-6 Twin Otter in der Version Classic 300-G. Dazu montiert DHC in Calgary die ersten DHC-515-Löschflugzeuge, die ersten Auslieferungen sind für 2028 angekündigt. Die Dash 8 wird derzeit nicht gefertigt.

Wird die Dash 8 noch gebaut?

Nein, die Serienfertigung pausiert seit 2021/2022, als der alte Standort Downsview bei Toronto aufgegeben wurde. DHC hat angekündigt, die Fertigung am neuen Standort De Havilland Field in Alberta wieder aufzunehmen; ein fester Termin ist nicht belegt. Kundendienst, Ersatzteile und Programme zur Lebensdauerverlängerung laufen weiter.

Wie unterscheide ich eine Dash 8-400 von einer ATR 72?

Am Fahrwerk. Die Dash 8-400 zieht ihr Hauptfahrwerk in die langen Triebwerksgondeln ein und steht hochbeinig da. Die ATR 72 hat ihr Fahrwerk in Verkleidungen am Rumpf, der Rumpf hängt tief. Mehr Details im Beitrag Turboprops unterscheiden.

Welche ICAO-Typcodes haben die DHC-Flugzeuge?

Die wichtigsten: DHC2 (Beaver, DH2T für die Turbo Beaver), DHC3 (Otter), DHC6 (Twin Otter), DHC7 (Dash 7) sowie DH8A, DH8B, DH8C und DH8D für die Dash-8-Serien 100, 200, 300 und 400.

Hat De Havilland Canada die Canadair-Löschflugzeuge gebaut?

Ursprünglich nicht. Die CL-215 und CL-415 stammen von Canadair, das später zu Bombardier gehörte. 2016 übernahm Viking Air das Programm, aus dem 2022 die DHC-515 hervorging. Heute läuft das Flugzeug deshalb unter dem Namen De Havilland Canadair 515.

Wo sehe ich in Europa DHC-Flugzeuge?

Am verlässlichsten in Norwegen, wo Widerøe Dash 8 aller Serien einsetzt. Die Twin Otter landet auf Barra am Strand, Dash 8-400 fliegen noch bei Luxair, die sie schrittweise durch Embraer-Jets ersetzt. Im Sommer sind Canadair-Löschflugzeuge über Südeuropa unterwegs. Im DACH-Raum bleibt jede DHC-Sichtung eher Glückssache.

Sichtungen rund um De Havilland Canada sammeln

Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

WF / WIF

Widerøe

Norwegens größte Regionalairline: seit 1934 in der Luft, Heimat in Bodø, ein dichtes Netz kleiner Kurzbahn-Flugplätze entlang der Küste – und eine Flotte, in der fast nur Propeller drehen.

YB

Harbour Air

Nordamerikas größte Wasserflugzeug-Airline aus British Columbia: Beaver, Otter und Twin Otter starten mitten in Vancouver und Victoria, dazu testet Harbour Air seit 2019 eine elektrische Beaver.

M5 / KEN

Kenmore Air

Seit 1946 starten Kenmore-Air-Wasserflugzeuge mitten in Seattle: Beaver und Turbine Otter vom Lake Union zu den San Juan Islands und nach British Columbia, dazu Caravans ab Boeing Field. Für Spotter eine der schönsten Airlines Nordamerikas.

PD / POE

Porter Airlines

Kanadas drittgrößte Airline: gestartet 2006 mit Turboprops auf der Toronto-Insel, heute mit einer der größten Embraer-E195-E2-Flotten der Welt und Strecken bis in die USA, nach Mexiko und in die Karibik.

QK / JZA

Jazz Aviation

Kanadas größte Regionalairline fliegt fast ausschließlich als Air Canada Express: Dash 8-400, CRJ900 und Embraer 175 im Air-Canada-Look, eigene Codes QK und JZA und eine Geschichte, die auf vier Regionalairlines zurückgeht.

WR / WEN

WestJet Encore

Die Regionaltochter von WestJet fliegt seit 2013 ausschließlich De Havilland Canada Dash 8-400 – in WestJet-Farben, aber mit eigenem ICAO-Code WEN. Hier erfährst du, wie du die Turboprops aus Calgary sicher zuordnest.

TMW

Trans Maldivian Airways

Der größte Wasserflugzeug-Betreiber der Welt: Trans Maldivian Airways bringt Urlauber mit Dutzenden DHC-6 Twin Otter auf Schwimmern vom Flughafen Malé zu den Resortinseln der Malediven.

LM / LOG

Loganair

Schottlands Regionalairline verbindet Inseln, Highlands und britische Städte – mit ATR-Turboprops, Embraer-Jets, Twin Ottern auf dem Strand von Barra und Islandern auf dem kürzesten Linienflug der Welt.

LG / LGL

Luxair

Luxemburgs nationale Airline: seit 1962 in der Luft, Heimat am Findel, eine bunte Flotte aus Q400-Turboprops und Boeing 737 – und mitten im Umbau auf Embraer E2 und neue 737-Generation.

9R / NSE

Satena

Kolumbiens staatliche Regionalairline: 1962 gegründet, um entlegene Landesteile anzubinden, eng mit der Luftwaffe verbunden und heute mit ATR, Twin Otter und ERJ-145 unterwegs.

ET / ETH

Ethiopian Airlines

Afrikas größte Airline-Gruppe aus Addis Abeba: Star-Alliance-Mitglied seit 2011, moderne Langstreckenflotte aus A350 und 787, eine starke Frachtsparte mit 777F – und Stammgast in Frankfurt, Wien und Zürich.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)

Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter

Hochdecker mit Flügelstreben, starres Fahrwerk, zwei schlanke PT6-Turboprops: Die Twin Otter landet auf Strand, Wasser, Schnee und Schotter. So erkennst du den kanadischen Klassiker.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada DHC-2 Beaver

Dicker Sternmotor, Hochdecker mit Streben, Schwimmer statt Räder: Die DHC-2 Beaver ist seit 1947 das Sinnbild des Buschflugzeugs. So erkennst du den kanadischen Klassiker und findest ihn vor der Linse.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada DHC-3 Otter

Der „King Beaver“ aus Kanada: Die DHC-3 Otter trägt rund zehn Fluggäste auf Schwimmern, Ski oder Rädern – heute meist mit Turbine statt Sternmotor. So erkennst du den großen Buschflieger.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada DHC-7 Dash 7

Vier Propeller an einem Hochdecker, ein hohes T-Leitwerk und Landestrecken unter 600 Metern: Der Dash 7 war das Kurzstartflugzeug, mit dem der London City Airport überhaupt erst möglich wurde. Heute ist er eine echte Rarität. So erkennst du ihn und so findest du die letzten Exemplare.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada DHC-515

Bootsrumpf, Stützschwimmer, zwei Turboprops – auf den ersten Blick ein Canadair wie gewohnt. Die DHC-515 ist die Neuauflage des CL-415, bestellt von sechs EU-Staaten und mehreren kanadischen Provinzen. Hier steht, was neu ist und wann du sie zu sehen bekommst.

Flugzeugtyp

Canadair CL-415 (und CL-215)

Bootsrumpf, hoch angesetzter Flügel, Schwimmer unter den Flügelenden: Der Canadair ist das Löschflugzeug Südeuropas schlechthin. So erkennst du CL-415, CL-215 und CL-215T und weißt, wo du sie im Sommer erwischst.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-100

Kurzer Rumpf, T-Leitwerk und Fahrwerk in den Triebwerksgondeln: Die Dash 8-100 ist die Urversion der Dash-8-Familie. Seit 1984 im Dienst, längst nicht mehr gebaut und trotzdem in Norwegen und Kanada noch Alltag. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-300 (Q300)

Länger als die Dash 8-100, deutlich kürzer als die Q400 und mit vier Blättern pro Propeller: Die Dash 8-300 ist die mittlere Größe der Dash-8-Familie. Widerøe, PAL und Air New Zealand fliegen sie noch, bei Air Canada Express ist sie Geschichte.

Spotting-Spots rund um De Havilland Canada

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

Weitere Einträge

Passende Guides aus dem Blog

PT

Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

← Alle Flugzeughersteller