Lockheed C-130 Hercules

Hoher Flügel, vier Turboprops, ein bauchiger Rumpf mit Heckrampe: Die C-130 Hercules fliegt seit 1954 und wird bis heute gebaut. So erkennst du sie, trennst alte und neue Versionen und weißt, wo du sie siehst.

Auch bekannt als: C-130 · Hercules · Herc · C-130J Super Hercules · C-130J-30 · KC-130J · L-100 · LM-100J

USALockheedMilitärflugzeugeICAO-Typcode: C130, C30J11 Min. Lesezeit

1954

Erstflug

2.700+

gebaute Maschinen

40,41 m

Spannweite

C130 / C30J

ICAO-Typcodes

Das Wichtigste in Kürze

  • Die C-130 Hercules ist der Klassiker unter den Militärtransportern: Erstflug 1954, über 2.700 gebaut, im Einsatz bei Luftstreitkräften in aller Welt.
  • Schnellster Erkennungsweg: Hochdecker mit vier Propellern plus klassisches Leitwerk mit Höhenruder am Rumpf.
  • Alt oder neu? Zähl die Propellerblätter: vier bedeutet klassische Hercules wie die C-130H, sechs sichelförmige bedeuten C-130J Super Hercules.
  • Vom A400M trennst du sie am Heck und an der Größe: Der Airbus hat ein T-Leitwerk, acht Blätter pro Propeller und ist deutlich größer.
  • In Tracking-Diensten laufen die Typen als C130 und C30J – sofern Militärmaschinen überhaupt sichtbar senden.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die C-130 Hercules?
  2. 2.Viele Generationen, ein Grundriss
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.Hercules, A400M oder Il-76?
  5. 5.Wo du die Hercules in Europa antriffst
  6. 6.Geschichten, die jeder Spotter kennt
  7. 7.Fototipps speziell für die Hercules
  8. 8.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  9. 9.Fazit

Steckbrief

HerstellerLockheed, heute Lockheed Martin
RolleTaktischer Militärtransporter, dazu Tanker-, Rettungs-, Wetter- und Sonderversionen
ICAO-TypcodesC130 (klassische Versionen und L-100), C30J (C-130J)
Erstflug23. August 1954 (Prototyp YC-130, Burbank)
IndienststellungDezember 1956 bei der US Air Force
Erstflug C-130J5. April 1996
EndmontageMarietta, Georgia (USA)
Gebautüber 2.700 Maschinen (Stand 2024), Produktion läuft weiter
Triebwerke C-130H4 × Allison T56-A-15, Vierblatt-Propeller
Triebwerke C-130J4 × Rolls-Royce AE 2100D3, Sechsblatt-Propeller Dowty R391
Länge29,79 m (C-130H und C-130J), rund 34,4 m (C-130J-30)
Spannweite40,41 m
Höherund 11,7 bis 11,8 m
Max. Startgewichtrund 70 t (C-130H), rund 74 t (C-130J)
Max. Nutzlastrund 19 bis 20 t je nach Version
BesatzungC-130H: fünf, C-130J: zwei Piloten und ein Loadmaster

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Hochdecker: Der gerade, ungepfeilte Flügel sitzt oben auf dem Rumpf
  • Vier Turboprops – vier Propellerblätter bei älteren Versionen, sechs sichelförmige Blätter bei der C-130J
  • Konventionelles Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt unten am Rumpf, nicht oben auf der Flosse
  • Bauchiger, kurzer Rumpf mit nach oben gezogenem Heck und großer Laderampe
  • Hauptfahrwerk in seitlichen Verkleidungen am unteren Rumpf, die Maschine steht sehr tief am Boden
  • Rundliche, nach vorn gestreckte Nase mit Radom und vielen kleinen Cockpitfenstern

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein bulliger Rumpf, ein hoher, gerader Flügel, vier Propeller und dieses typische, gleichmäßige Turboprop-Dröhnen: Wenn so etwas tief über dich hinwegzieht, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit eine Lockheed C-130 Hercules. Kaum ein Militärflugzeug ist so verbreitet und so lange in Produktion. Auf dieser Seite erfährst du, woran du die Hercules sicher erkennst, wie du die klassischen Versionen von der modernen C-130J trennst, wie sie sich vom A400M unterscheidet und wo du in Europa die besten Chancen auf eine Sichtung hast.

Hercules im Hangar

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Was ist die C-130 Hercules?

Die C-130 ist ein viermotoriger taktischer Transporter mit Turboprop-Antrieb. Entwickelt hat sie Lockheed Anfang der 1950er-Jahre für die US Air Force, die ein robustes Flugzeug für Truppen, Fracht und Fallschirmabsprünge suchte – eines, das auch auf kurzen, unbefestigten Pisten landen kann. Der Prototyp YC-130 flog am 23. August 1954 in Burbank, Kalifornien. Ab Dezember 1956 war die Hercules bei der US Air Force im Dienst.

Seitdem ist sie zum Arbeitstier unzähliger Luftstreitkräfte geworden. Gebaut wird sie im Werk in Marietta, Georgia, und das ohne Unterbrechung: 2024 feierte das Programm 70 Jahre Produktion, die Zahl der gebauten Maschinen lag da bei über 2.700. Damit gilt die Hercules als das am längsten durchgehend produzierte Militärflugzeug überhaupt.

Das Konzept ist bis heute nahezu unverändert. Der Flügel sitzt oben auf dem Rumpf, damit der Laderaum frei bleibt und der Boden niedrig liegt. Hinten öffnet sich eine große Rampe, über die Fahrzeuge direkt hineinrollen. Laut den Daten der klassischen C-130H passen bis zu 92 Soldaten, 64 Fallschirmspringer oder 74 Tragen samt medizinischem Personal hinein, alternativ sechs Paletten. Die Nutzlast liegt bei rund 19 Tonnen.

1954Erstflug des Prototyps YC-130 – seither ununterbrochen in Produktion
2.700+gebaute Maschinen in allen Versionen (Stand 2024)
4 oder 6Blätter pro Propeller – der schnellste Hinweis auf alt oder neu

Viele Generationen, ein Grundriss

Über die Jahrzehnte sind zahlreiche Versionen entstanden. Für dich als Spotter sind vor allem zwei Generationen wichtig, dazu einige Sonderrollen, die du an Anbauten erkennst.

Klassische Hercules (C-130A bis C-130H und Ableitungen): Die ersten C-130A hatten noch Dreiblatt-Propeller, ab der B-Version kamen vierblättrige Propeller zum Einsatz. Die weit verbreitete C-130H fliegt mit vier Allison-T56-Turboprops. Die britische Royal Air Force bekam mit der C-130K eine eigene Variante; einige dieser Maschinen fliegen heute in Österreich weiter.

C-130J Super Hercules: Die moderne Generation flog am 5. April 1996 zum ersten Mal. Außen sieht sie der alten Hercules sehr ähnlich, technisch ist sie aber stark überarbeitet: Vier Rolls-Royce AE 2100D3 treiben sechsblättrige Verbundwerkstoff-Propeller vom Typ Dowty R391 an. Das Glascockpit mit Head-up-Displays erlaubt eine Kernbesatzung aus nur zwei Piloten und einem Loadmaster – Bordingenieur und Navigator fallen weg. Zum Hersteller des Triebwerks findest du mehr auf der Seite zu Rolls-Royce.

C-130J-30: Die gestreckte Variante der J ist rund 4,6 Meter länger, ihr Laderaum misst etwa 17 statt 12,5 Meter. Viele Betreiber setzen auf diese lange Version, Deutschland etwa bei seinen drei reinen Transportern.

Sonderversionen: Die Hercules ist auch Tanker (KC-130), Seenotretter (HC-130), Spezialkräfte-Transporter (MC-130), schwer bewaffnetes Feuerunterstützungsflugzeug (AC-130), Wetteraufklärer (WC-130, die bekannten „Hurricane Hunters“) und mit Skiern sogar Polarflugzeug (LC-130). Tanker erkennst du an den Betankungsbehältern unter den Außenflügeln.

Zivile Hercules: Die L-100 ist die zivile Version der klassischen Hercules, von ihr wurden gut hundert Exemplare gebaut. Auf Basis der C-130J-30 gibt es inzwischen die LM-100J, die im Mai 2017 erstmals flog. Zivile Hercules sind in Europa allerdings echte Raritäten.

Merkmal C-130H C-130J C-130J-30
ICAO-Typcode C130 C30J C30J
Länge 29,79 m 29,79 m rund 34,4 m
Spannweite 40,41 m 40,41 m 40,41 m
Triebwerk Allison T56-A-15 Rolls-Royce AE 2100D3 Rolls-Royce AE 2100D3
Propellerblätter 4 6 6
Kernbesatzung 5 3 3

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Die Hercules ist eines der Flugzeuge, die du nach einmal bewusstem Hinsehen fast immer wiedererkennst. Drei Blicke genügen.

Flügel und Propeller

Ein gerader Flügel oben auf dem Rumpf, darunter vier Turboprops in gleichmäßigem Abstand. Die Silhouette wirkt kompakt und kräftig, nicht schlank wie ein Airliner.

Leitwerk prüfen

Das Höhenleitwerk sitzt unten am Rumpfende, das Seitenleitwerk ragt hoch und breit darüber. Das ist der wichtigste Unterschied zu A400M, Il-76 und vielen anderen Transportern mit T-Leitwerk.

Blätter zählen

Vier gerade Blätter pro Propeller bedeuten eine klassische Hercules. Sechs sichelförmig geschwungene Blätter zeigen dir eine C-130J. Wirkt der Rumpf auffällig lang, ist es wahrscheinlich die C-130J-30. Ausnahme: Einige modernisierte C-130H, etwa in den USA, fliegen mit achtblättrigen Propellern – dann entscheidet das Leitwerk.

Am Ende bestätigt die Kennung den Typ. Militärmaschinen tragen nationale Kennzeichen oder Seriennummern, oft am Heck oder vorn am Rumpf. Welche Länderkennungen dahinterstecken, erklärt der Guide zu Länderkennungen bei Flugzeugen; wie zivile Kennzeichen aufgebaut sind, steht unter Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Praxis-Tipp für den ersten Blick

Im Überflug von unten verrät dir das Leitwerk den Typ am schnellsten. Am Boden, wenn die Propeller beim Anlassen langsam drehen, kannst du die Blätter am besten zählen. Im Flug helfen kurze Verschlusszeiten – oder du achtest auf die Form: Sichelblätter wirken auch verwischt breiter und geschwungener.

Hercules, A400M oder Il-76?

Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit anderen Hochdecker-Transportern. Der Finder grenzt mit drei Beobachtungen ein.

Schnellbestimmung: Transporter mit hohem Flügel

Drei Fragen, eine Einschätzung. Die Kennung bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Lockheed C-130 Hercules

Hochdecker, vier Propeller und ein Höhenleitwerk am Rumpf sind das typische Hercules-Bild. Zähl jetzt die Blätter: vier heißt klassische Hercules, sechs heißt C-130J.

Wahrscheinlich

Airbus A400M Atlas

Achtblatt-Propeller und T-Leitwerk deuten auf den A400M. Er ist spürbar größer als die Hercules.

Wahrscheinlich

Iljuschin Il-76

Strahltriebwerke unter einem hohen Flügel, T-Leitwerk und verglaste Bugnase sprechen für die Il-76.

Ganz andere Dimensionen hat die Antonov An-124: Auch sie ist ein Hochdecker mit Heckklappe, aber ein riesiger Strahltransporter. Und wer an einem Regionalflughafen einen Hochdecker mit Propellern sieht, hat meist einen zivilen Turboprop wie die Dash 8-400 vor sich – schlanker Rumpf, nur zwei Triebwerke, T-Leitwerk und keine Heckrampe.

Wo du die Hercules in Europa antriffst

Anders als Airliner folgt die Hercules keinem öffentlichen Flugplan. Trotzdem gibt es Orte, an denen die Chancen gut stehen.

Deutschland: Die Luftwaffe betreibt drei C-130J-30 und drei KC-130J. Stationiert sind sie nicht in Deutschland, sondern gemeinsam mit französischen Maschinen in einer deutsch-französischen Lufttransportstaffel in Évreux in der Normandie. Über deutschen Flugplätzen tauchen sie bei Übungen, Verlegungen und Airshows auf. Den großen Transportbedarf deckt in Deutschland der A400M ab.

US-Streitkräfte: Auf der Ramstein Air Base in Rheinland-Pfalz sind seit 2009 C-130J der US Air Force stationiert. Die Basis ist militärisches Sperrgebiet; beobachten darfst du nur von öffentlich zugänglichen Flächen außerhalb, und auch dort gelten Regeln. Was erlaubt ist, erklärt der Beitrag Militärflugplätze fotografieren: die Regeln.

Österreich: Das Bundesheer fliegt seit 2003 gebrauchte C-130K aus britischen Beständen. Heimatbasis ist Hörsching bei Linz, wo sich der militärische Teil den Platz mit dem zivilen Flughafen Linz teilt. Als Nachfolger hat Österreich gemeinsam mit den Niederlanden die Embraer C-390 bestellt; die Auslieferung der vier österreichischen Maschinen ist laut den bisherigen Angaben für 2028 bis 2030 vorgesehen. Wer die österreichische Hercules noch erleben will, plant den Besuch also besser nicht zu spät.

Weitere Betreiber: In Europa fliegen unter anderem Frankreich, Italien, Norwegen und Dänemark Hercules-Versionen. Die Royal Air Force hat ihre C-130J dagegen im Juni 2023 ausgemustert. Bei Airshows und Fly-ins sind Hercules aus vielen Ländern Stammgäste – einen Überblick über lohnende Veranstaltungen gibt der Artikel Airshows in Europa für Planespotter.

Ort Trefferchance Warum
Airshows und Tage der offenen Tür hoch Hercules sind fast immer im Static Display oder im Flugprogramm
Umfeld von Ramstein mittel Stationierte C-130J der US Air Force, aber kein öffentlicher Zugang zur Basis
Linz-Hörsching mittel, sinkend Heimat der österreichischen C-130K bis zur Ablösung durch die C-390
Große Zivilflughäfen niedrig Nur gelegentlich bei Transporten, Hilfsflügen oder Verlegungen

Militärflüge sind schwer planbar

Einsätze, Übungen und Verlegungen werden nicht öffentlich angekündigt, viele Maschinen senden keine oder keine vollständigen Positionsdaten. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor deiner Tour aktuelle Hinweise von Airshows, Flugplätzen und Spotter-Gemeinschaften.

Wie du Flüge über ADS-B verfolgst und warum Militärmaschinen dort oft lückenhaft erscheinen, steht im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.

Keine Hercules mehr verpassen

Setz den Typ oder bekannte Kennungen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine im Anflug gemeldet wird. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Geschichten, die jeder Spotter kennt

Ein Flugzeug mit siebzig Jahren Dienstzeit sammelt Anekdoten. Drei davon tauchen in Spottergesprächen immer wieder auf.

Landung auf einem Flugzeugträger: 1963 testete die US Navy eine KC-130F auf der USS Forrestal. Die Hercules landete ohne Fanghaken und startete ohne Katapult. Sie gilt bis heute als größtes Flugzeug, das je auf einem Trägerdeck aufgesetzt hat. In den regulären Dienst ging die Idee nie, die Tests zeigten aber, wie gutmütig die Maschine bei langsamen Geschwindigkeiten ist.

„Fat Albert“: Die Kunstflugstaffel Blue Angels der US Navy hat seit Jahrzehnten eine Hercules als Begleitflugzeug, im Volksmund „Fat Albert“. Seit 2020 übernimmt diese Rolle eine C-130J, die zuvor bei der Royal Air Force flog.

Hurricane Hunters: Die WC-130-Versionen fliegen gezielt in Wirbelstürme, um Messdaten für Vorhersagen zu sammeln – eine der ungewöhnlichsten Aufgaben, die ein Transportflugzeug je bekommen hat.

Fototipps speziell für die Hercules

Die Hercules ist ein dankbares, aber anspruchsvolles Motiv. Gerade die Propeller entscheiden darüber, ob ein Bild lebendig oder steril wirkt.

Propeller nicht einfrieren

Bei sehr kurzen Verschlusszeiten stehen die Blätter still, und die Maschine wirkt wie abgestellt. Mit etwa 1/250 s oder länger bekommst du eine sichtbare Propellerscheibe. Wie du die Zeit wählst, steht im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit.

Seitenprofil für das Leitwerk

Im Profil zeigen sich Höhenleitwerk, Heckrampe und Fahrwerksverkleidungen gleichzeitig. Das ist die Ansicht, die den Typ für jeden Betrachter eindeutig macht.

Tiefflug und Taktik

Bei Airshows zeigen Hercules-Besatzungen gern kurze Landungen, steile Anflüge oder Absetzübungen. Bleib nach der Landung dran: Oft rollt die Maschine mit offener Rampe am Publikum vorbei.

Tarnfarben im Licht

Graue und olivfarbene Lackierungen schlucken viel Licht. Flaches Licht mit der Sonne im Rücken bringt Zeichnung in die Oberflächen.

Wann das Licht an deinem Standort passt, kannst du vorab berechnen – mehr dazu im Beitrag Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Brennweite du an Zäunen und bei Airshows brauchst, klärt der Guide Objektiv und Brennweite fürs Planespotting.

Bereit für deine Hercules-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe eine Airshow, einen Tag der offenen Tür oder einen bekannten Einsatzort gefunden.
  • Ich weiß, welche Bereiche öffentlich zugänglich sind und wo Fotografieren erlaubt ist.
  • Ich kenne die voraussichtliche Lande- und Startrichtung.
  • Meine Verschlusszeit ist auf Propellerbewegung eingestellt.
  • Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.

Allgemeine Hinweise zur Rechtslage findest du im Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Und wenn du nach weiteren Exoten suchst, hilft der Guide Seltene Flugzeuge spotten.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für eine Hercules, wenn …

  • ein gerader Flügel oben auf dem Rumpf sitzt
  • vier Turboprops mit vier oder sechs Blättern laufen
  • das Höhenleitwerk unten am Rumpfende sitzt
  • die Maschine kompakt wirkt und hinten eine Rampe hat

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Rumpf auffällig lang ist – dann ist es vermutlich eine C-130J-30
  • Behälter unter den Außenflügeln hängen – das deutet auf eine Tanker-Version
  • die Maschine eine zivile Lackierung trägt – dann könnte es eine L-100 oder LM-100J sein

Es ist keine Hercules, wenn …

  • das Höhenleitwerk oben auf der Flosse sitzt
  • acht Blätter pro Propeller mit einem T-Leitwerk zusammenkommen – dann ist es ein A400M
  • Strahltriebwerke statt Propeller unter dem Flügel hängen
  • nur zwei Propeller und ein schlanker Passagierrumpf zu sehen sind

Mehr zum Erkennen von Frachtern und Transportern findest du im Guide Frachtflugzeuge erkennen, den allgemeinen Einstieg in die Typenbestimmung im Artikel Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.

Fazit

Die C-130 Hercules ist das Gegenstück zu einem Airliner-Bestseller in der Militärwelt: überall im Einsatz, seit Jahrzehnten gebaut und trotzdem für viele Spotter eine besondere Sichtung. Hochdecker, vier Propeller und ein Leitwerk mit Höhenruder am Rumpf liefern den Typ, die Zahl der Propellerblätter die Generation, die Kennung die Bestätigung. In Österreich nähert sich die Ära der C-130K ihrem Ende, in Deutschland fliegt die Luftwaffe die moderne C-130J aus Frankreich heraus – Gründe genug, die Hercules gezielt auf die Liste zu setzen.

Kurzfazit

Hoher, gerader Flügel, vier Turboprops, Höhenleitwerk am Rumpf und eine große Heckrampe: Das ist die Hercules. Vier Blätter heißt klassische C-130, sechs Sichelblätter heißt C-130J. Die besten Chancen bieten Airshows, das Umfeld von Ramstein und Linz-Hörsching.

Zusammenfassung

  • Die Hercules flog erstmals am 23. August 1954 und wird in Marietta im US-Bundesstaat Georgia seit Jahrzehnten ohne Unterbrechung gebaut.
  • Die C-130J Super Hercules ist die modernisierte Generation mit neuen Triebwerken, Sechsblatt-Propellern und Glascockpit.
  • Die Luftwaffe betreibt C-130J-30 und KC-130J gemeinsam mit Frankreich in einer binationalen Staffel im französischen Évreux.
  • In Österreich fliegt das Bundesheer gebrauchte C-130K ab Hörsching bei Linz; als Nachfolger hat Österreich die Embraer C-390 bestellt.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die C-130 Hercules?

Die klassischen Versionen wie C-130H und die zivile L-100 laufen unter C130, die moderne C-130J Super Hercules unter C30J. Mit diesen Codes kannst du in Tracking-Diensten filtern – Militärflüge sind dort aber oft gar nicht oder nur ohne Kennung zu sehen.

Wie unterscheide ich C-130H und C-130J?

Am einfachsten an den Propellern: Die C-130H hat vier Blätter pro Propeller, die C-130J sechs sichelförmig geschwungene Blätter aus Verbundwerkstoff. Im Cockpit hat die J-Version Head-up-Displays und braucht keinen Bordingenieur und Navigator mehr.

Was ist die C-130J-30?

Die gestreckte Version der C-130J. Ihr Rumpf ist rund 4,6 Meter länger, die Gesamtlänge liegt bei gut 34 Metern. Der Laderaum wächst damit von etwa 12,5 auf rund 17 Meter. Außen erkennst du sie an den längeren Rumpfabschnitten vor und hinter dem Flügel.

Fliegt die Luftwaffe die Hercules?

Ja. Deutschland betreibt drei C-130J-30 und drei KC-130J-Tanker. Stationiert sind sie gemeinsam mit französischen Maschinen in einer deutsch-französischen Lufttransportstaffel auf der Basis Évreux in der Normandie. Die deutschen Flugzeuge kamen ab Anfang der 2020er-Jahre hinzu.

Was ist der Unterschied zwischen Hercules und A400M?

Der Airbus A400M ist deutlich größer, hat ein T-Leitwerk und acht Blätter pro Propeller. Die C-130 trägt ihr Höhenleitwerk unten am Rumpf, ist mit knapp 30 Metern (Standardversion) kürzer und hat vier oder sechs Propellerblätter.

Gibt es eine zivile Hercules?

Ja. Die L-100 ist die zivile Ableitung der klassischen Hercules, von ihr wurden gut hundert Exemplare gebaut. Auf Basis der C-130J-30 bietet Lockheed Martin heute die LM-100J an, die im Mai 2017 erstmals flog.

Ist die Hercules wirklich auf einem Flugzeugträger gelandet?

Ja. 1963 testete die US Navy eine KC-130F auf der USS Forrestal – ohne Fanghaken und ohne Katapult. Die Hercules gilt bis heute als größtes Flugzeug, das je auf einem Trägerdeck gelandet und wieder gestartet ist. In den Dienst ging das Konzept allerdings nie.

Lockheed C-130 Hercules sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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