NetJets

Der Pionier des Bruchteilseigentums an Businessjets: NetJets aus Columbus (Ohio) gehört zu Berkshire Hathaway, betreibt eine der größten Businessjet-Flotten der Welt und fliegt mit NetJets Europe auch ab Portugal quer durch Europa.

Auch bekannt als: NetJets Inc. · NetJets Aviation · NetJets Europe · NetJets Transportes Aéreos · Executive Jet Aviation · Executive Jet Airways · EJA

USAUSACharter & Wet-LeaseICAO: EJA10 Min. Lesezeit

EJA

ICAO-Code in den USA

NJE

ICAO-Code von NetJets Europe

…QS

typische Endung US-Kennzeichen

1964

Gründungsjahr als Executive Jet

Das Wichtigste in Kürze

  • NetJets ist kein Linienflieger, sondern der Pionier des Bruchteilseigentums: Kunden kaufen oder leasen Anteile an einem Businessjet, NetJets fliegt ihn.
  • Codes: kein IATA-Code, ICAO EJA mit Rufzeichen „EXECJET“ in den USA und NJE mit Rufzeichen „FRACTION“ bei NetJets Europe.
  • Seit 1998 gehört NetJets zu Berkshire Hathaway, dem Konzern von Warren Buffett.
  • Die Flotte besteht nur aus Businessjets von Embraer, Textron (Cessna) und Bombardier – vom Phenom 300 bis zur Global 8000.
  • Das wichtigste Erkennungsmerkmal ist das Kennzeichen: in den USA die Endung QS, in Europa meist ein portugiesisches CS-.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.NetJets im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.So funktioniert Fractional Ownership
  4. 4.Die Flotte: nur Businessjets
  5. 5.Große Bestellungen und neue Typen
  6. 6.NetJets Europe
  7. 7.Woran du NetJets erkennst
  8. 8.NetJets in Deutschland und Europa spotten
  9. 9.NetJets und Flexjet: die Konkurrenz
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

ICAO-CodeEJA
RufzeichenEXECJET
GeschäftsmodellFractional Ownership (Bruchteilseigentum) und Jet Card – Eigentümer kaufen Anteile an Businessjets, NetJets stellt Crew, Betrieb und Wartung
SitzColumbus, Ohio, USA
Gegründet1964 als Executive Jet Airways, später Executive Jet Aviation; seit 2002 unter dem Namen NetJets
Fractional-ProgrammAb 1986/87 als erstes Bruchteilseigentums-Programm für Businessjets
KonzernBerkshire Hathaway (Übernahme 1998)
Europäische GesellschaftNetJets Europe (NetJets Transportes Aéreos), gegründet 1996, Sitz in Oeiras bei Lissabon
CodesKein IATA-Code; ICAO EJA (USA, Rufzeichen „EXECJET“) und NJE (Europa, Rufzeichen „FRACTION“)
Flottentypen (Stand 2026)Embraer Phenom 300/E und Praetor 500, Cessna Citation XLS, Ascend, Sovereign, Latitude und Longitude, Bombardier Challenger 350/3500 und 650, Global 5000/5500, 6000, 7500 und 8000
FlottengrößeRund 800 Jets weltweit (Größenordnung laut Nachschlagewerken, Stand 2025)
SchwesterfirmenExecutive Jet Management, QS Partners, QS Security

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich NetJets?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • US-Kennzeichen enden fast immer auf QS, etwa N…QS – das Kürzel steht für „quarter share“
  • Auf dem Tracker erscheint in den USA das Rufzeichen EJA, in Europa NJE – eine Flugnummer mit IATA-Code gibt es nicht
  • Nur Businessjets: Citation, Phenom, Praetor, Challenger und Global – keine Airliner
  • Zurückhaltende, überwiegend weiße Lackierung mit kleinem NetJets-Schriftzug statt auffälliger Airline-Optik
  • Europäische Jets fliegen unter portugiesischem Betriebszeugnis; die Kennzeichen beginnen in der Regel mit CS-
  • Typische Abstellorte sind die General-Aviation-Vorfelder und FBOs, nicht die Terminals

Wenn auf dem General-Aviation-Vorfeld ein weißer Businessjet mit kleinem Schriftzug steht, ist die Chance gut, dass er zu NetJets gehört. Das Unternehmen aus Columbus im US-Bundesstaat Ohio ist keine Airline im klassischen Sinn: Es verkauft keine Tickets, hat keinen Flugplan und keinen IATA-Code. Trotzdem betreibt NetJets eine der größten Businessjet-Flotten der Welt. Für Spotter ist das ein dankbares Sammelgebiet, denn hinter einer unauffälligen Optik stecken viele verschiedene Typen und zwei getrennte Flugbetriebe. Hier erfährst du, wie das Geschäftsmodell funktioniert, welche Jets in der Flotte fliegen und woran du NetJets in den USA und in Europa erkennst.

Jeden Bizjet einzeln im Hangar

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NetJets im Überblick

NetJets ist der Pionier des Bruchteilseigentums an Businessjets. Statt ein ganzes Flugzeug zu kaufen, erwerben oder leasen die Kunden einen Anteil an einem bestimmten Typ. NetJets stellt dafür die Piloten, kümmert sich um Wartung und Abstellplätze und sorgt dafür, dass der Kunde mit kurzer Vorlaufzeit ein Flugzeug bekommt – den gebuchten Typ oder eine größere Klasse. Auf dem Papier gehört dem Kunden also ein Stück Flugzeug, in der Praxis nutzt er eine riesige gemeinsame Flotte.

Die Wurzeln reichen bis 1964 zurück. Damals entstand Executive Jet Airways, später Executive Jet Aviation (EJA), mit einer kleinen Flotte aus Learjet 23. Die Idee stammte von dem ehemaligen US-Air-Force-General Olbert F. Lassiter. Den eigentlichen Durchbruch brachte der Mathematiker und frühere Investmentbanker Richard Santulli, der Executive Jet 1984 kaufte. Er entwickelte das Modell des Bruchteilseigentums; Mitte der 1980er-Jahre ging das Programm als erstes seiner Art an den Start. Nachschlagewerke nennen dafür teils 1986, teils 1987 als offiziellen Start.

1998 übernahm Berkshire Hathaway – die Holding von Warren Buffett – Executive Jet Aviation und NetJets für rund 725 Millionen US-Dollar. Seit 2002 tritt das ganze Unternehmen unter dem Namen NetJets auf. Der Sitz liegt in Columbus, Ohio. Zur Gruppe gehören außerdem Executive Jet Management, das Flugzeuge für andere Eigentümer verwaltet und verchartert, sowie die Firmen QS Partners und QS Security.

EJAICAO-Code von NetJets Aviation (USA)
NJEICAO-Code von NetJets Europe
…QStypische Endung der US-Kennzeichen

Codes und Rufzeichen

Weil NetJets keine Linienflüge verkauft, gibt es keinen IATA-Code. Für dich als Spotter zählen deshalb die ICAO-Angaben, die im Flugplan der Flugsicherung und auf ADS-B-Trackern auftauchen:

  • ICAO-Code EJA, Rufzeichen EXECJET: So meldet sich NetJets Aviation, der US-Flugbetrieb. Code und Rufzeichen erinnern an die Herkunft als Executive Jet Aviation.
  • ICAO-Code NJE, Rufzeichen FRACTION: So fliegt NetJets Europe. Das Rufzeichen spielt direkt auf das Geschäftsmodell an – „fraction“ heißt Bruchteil.

Die Flugnummern hinter EJA oder NJE folgen keinem festen Streckenplan. Ein bestimmter Jet fliegt heute von Genf nach London und morgen von Nizza nach Mailand, je nachdem, wohin Eigentümer reisen wollen. Wie du solche Flüge auf Trackern liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Tracker richtig lesen

Such auf dem Tracker nicht nach „NetJets“, sondern nach dem Rufzeichen-Präfix EJA oder NJE. Willst du einen bestimmten Jet verfolgen, kommst du mit dem Kennzeichen oder dem Hex-Code am schnellsten ans Ziel – wie das geht, erklärt der Artikel Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.

So funktioniert Fractional Ownership

Das Geschäftsmodell erklärt, warum NetJets-Jets so unregelmäßig auftauchen. Statt fester Umläufe gibt es Nachfrage, die sich täglich ändert.

Anteil kaufen oder leasen

Der Kunde erwirbt einen Anteil an einem Flugzeugtyp. NetJets bietet die Anteile in Paketen von 25 Flugstunden an, die Mindestlaufzeit beträgt laut NetJets 36 Monate.

Flug anfragen

Der Eigentümer meldet seinen Wunsch an. Laut NetJets reicht dafür je nach Programm eine Vorlaufzeit von wenigen Stunden.

Jet aus dem Pool

Geflogen wird nicht zwingend genau das Flugzeug, an dem der Kunde beteiligt ist, sondern ein passender Jet aus der Flotte – gleicher Typ oder größer.

Positionierung

Viele Flüge sind Leerflüge, mit denen ein Jet zum nächsten Kunden geschickt wird. Darum siehst du NetJets auch an Plätzen, die gar nicht als Ziel gebucht waren.

Neben dem Bruchteilseigentum verkauft NetJets mit der NetJets Card ein Stundenkontingent ohne Eigentumsanteil. Für dich am Zaun ist das egal: Beide Programme werden mit derselben Flotte geflogen.

Die Flotte: nur Businessjets

Die Flotte besteht ausschließlich aus Businessjets von drei Herstellern: Embraer, Textron Aviation mit der Marke Cessna sowie Bombardier. NetJets ordnet die Typen in fünf Klassen ein. Die folgende Übersicht folgt der Flottenliste von NetJets mit Stand 2026; die maximale Passagierzahl stammt ebenfalls von NetJets.

Klasse Typ Max. Passagiere Spotter-Hinweis
Light Embraer Phenom 300/E 6 Kleinster NetJets-Jet, T-Leitwerk, Triebwerke am Heck
Midsize Cessna Citation XLS und Ascend 7 Ascend ist die neueste Weiterentwicklung der XLS-Linie
Midsize Cessna Citation Sovereign 8 Längerer Rumpf als die XLS
Midsize Cessna Citation Latitude 7 Breiter, fast runder Rumpfquerschnitt, T-Leitwerk
Midsize Embraer Praetor 500 7 Jüngerer Neuzugang aus Brasilien
Super-Midsize Cessna Citation Longitude 8 Größter Cessna-Jet der Flotte
Super-Midsize Bombardier Challenger 350/3500 8 Großes Winglet, Triebwerke am Heck
Large Bombardier Challenger 650 11 Breiterer Rumpf, Wurzeln in der Challenger 600
Long-Range Bombardier Global 5000/5500 13 Kürzere Global-Variante
Long-Range Bombardier Global 6000 13 Interkontinental-Jet, auch in Europa im Einsatz
Long-Range Bombardier Global 7500 und Global 8000 14 Flaggschiffe der Flotte

Nachschlagewerke beziffern die Gesamtflotte mit Stand 2025 auf rund 800 Jets; der kleinere Teil davon fliegt bei NetJets Europe. Die Zahlen schwanken, weil laufend neue Flugzeuge kommen und ältere die Flotte verlassen.

Die Global 8000 fehlt dir noch?

Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Große Bestellungen und neue Typen

NetJets ist für die Hersteller einer der wichtigsten Kunden überhaupt – und oft Erstkunde neuer Typen. Ein paar Meilensteine:

  • 2012: NetJets gab bei Bombardier und Embraer eine Bestellung über Global-, Challenger- und Phenom-Jets auf, die als größter Auftrag in der Geschichte der Businessluftfahrt galt. Der genannte Listenwert lag bei 17,6 Milliarden US-Dollar inklusive Optionen.
  • Mai 2023: NetJets kündigte bis zu 250 Embraer Praetor 500 an, Auslieferungen ab 2025.
  • September 2023: Mit Textron Aviation vereinbarte NetJets den Kauf von bis zu 1.500 Cessna-Citation-Jets über 15 Jahre. Teil der Vereinbarung ist die Citation Ascend, eine neue Version der XLS-Familie.
  • März 2026: NetJets übernahm die erste Bombardier Global 8000 und ist Flotten-Erstkunde des Typs.
  • Mai 2026: Die erste Citation Ascend ging an NetJets.

Für Spotter heißt das: Wer neue Bizjet-Typen früh sehen will, hat bei NetJets gute Karten. Die Ascend und die Global 8000 gehören 2026 zu den spannendsten Neuzugängen.

NetJets Europe

1996 entstand mit NetJets Europe eine Schwestergesellschaft für den europäischen Markt. Der Flugbetrieb heißt formal NetJets Transportes Aéreos und hat seinen Sitz in Oeiras bei Lissabon. Dass ausgerechnet Portugal Heimat der europäischen Flotte ist, siehst du an den Kennzeichen: Die Jets fliegen unter portugiesischem Betriebszeugnis und tragen in der Regel CS-Kennzeichen. Das macht NetJets Europe zu einer der auffälligsten Quellen für portugiesische Registrierungen an deutschen, schweizerischen oder französischen Flughäfen.

Die europäische Flotte ist kleiner und weniger vielfältig als die amerikanische. Laut NetJets stehen in Europa diese Typen zur Wahl:

Den Lissabonner Hintergrund merkst du auch beim Spotten in Portugal: Am Flughafen Lissabon sind NetJets-Jets regelmäßig zu Gast. Tipps für die Spots dort findest du im Guide Planespotting in Lissabon.

Achtung Verwechslung

Nicht jeder weiße Bizjet mit CS-Kennzeichen gehört zu NetJets – auch andere Betreiber registrieren Flugzeuge in Portugal. Und umgekehrt: US-NetJets-Jets mit QS-Kennzeichen tauchen gelegentlich auch in Europa auf. Erst Kennzeichen und Rufzeichen zusammen geben dir Sicherheit.

Woran du NetJets erkennst

Die Lackierung ist bewusst zurückhaltend: überwiegend weiß, mit kleinem NetJets-Schriftzug. Eine knallige Airline-Optik wie bei Ryanair oder Lufthansa suchst du vergeblich. Darum kommt es auf Details an.

Typ bestimmen

Citation, Phenom, Challenger oder Global? Die Typfrage ist bei Bizjets die halbe Miete. Hilfe bietet der Guide Businessjet-Typen unterscheiden.

Kennzeichen lesen

N-Kennzeichen mit Endung QS spricht für NetJets Aviation, CS- für NetJets Europe.

Rufzeichen abgleichen

EJA oder NJE auf dem Tracker bestätigt, dass der Jet gerade für NetJets fliegt.

Sauber notieren

Halte Betreiber, Kennzeichen und Typvariante fest – etwa Challenger 350 oder 3500. So bleibt die Sichtung eindeutig.

Das QS am Ende der US-Kennzeichen ist der bekannteste Trick: Die Endung wird mit „quarter share“ erklärt, also einem Viertelanteil. Mehr zum Aufbau von Registrierungen findest du im Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

NetJets in Deutschland und Europa spotten

NetJets hat keinen festen Flugplan, aber klare Muster. Die Jets fliegen dorthin, wo Eigentümer geschäftlich oder privat hinwollen: Finanzplätze, Messestädte, Wintersportorte und Küsten. Typische Ziele sind Genf, Zürich, Nizza und Paris-Le Bourget. In Deutschland lohnt sich ein Blick auf die General-Aviation-Bereiche der großen Flughäfen und auf kleinere Plätze in Wirtschaftsregionen.

Gute Chancen auf NetJets, wenn …

  • eine große Messe, Konferenz oder ein Sportevent in der Stadt stattfindet
  • Ferienbeginn oder Wintersaison Flugzeuge in Richtung Alpen und Mittelmeer ziehen
  • der Flughafen einen gut einsehbaren General-Aviation-Bereich hat

Prüf es vorher, wenn …

  • du gezielt auf einen bestimmten Typ wie die Global 6000 hoffst
  • der Platz Businessjets weit vom Zaun entfernt abstellt

Eher kein NetJets-Tag, wenn …

  • du an einem reinen Ferienflughafen ohne nennenswerten Geschäftsverkehr stehst

Für Genf und Zürich gibt es eigene Spotter-Guides: Planespotting in Genf und Planespotting in Zürich. Grundsätzliches zum Fotografieren von Privatjets liest du in Businessjets spotten, und wer sich auch für kleinere Maschinen interessiert, findet in General Aviation spotten passende Tipps. Großer Bizjet-Andrang herrscht auch bei Messen wie der Paris Air Show in Le Bourget.

Sicherheit und Respekt

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. FBOs und GA-Vorfelder sind private Bereiche – Zäune und Absperrungen sind tabu. Und: Bei Privatflügen sitzen Privatpersonen an Bord. Fotografiere das Flugzeug, nicht die Passagiere.

NetJets und Flexjet: die Konkurrenz

Der wichtigste direkte Wettbewerber im Bruchteilseigentum ist Flexjet, ebenfalls aus den USA und ebenfalls mit einer europäischen Tochter. Beide setzen auf Businessjets und Anteilsprogramme, unterscheiden sich aber bei Typen und Optik. Für dich lohnt sich der direkte Vergleich am Spot: Kennzeichen und Rufzeichen trennen die beiden Anbieter zuverlässig.

Häufige Verwechslungen

  • NetJets für eine Charter-Airline halten – im Kern fliegt NetJets für Anteilseigner und Kartenkunden, nicht für Pauschalreisende.
  • Nach einem IATA-Code suchen – es gibt keinen. Auf dem Tracker zählen EJA und NJE.
  • Jedes QS-Kennzeichen blind zuordnen – die Endung ist ein starkes Indiz, prüf aber immer auch Rufzeichen oder Register.
  • Jeden CS-Bizjet für NetJets halten – auch andere Betreiber nutzen das portugiesische Register.
  • Challenger 350 und 3500 gleichsetzen – die 3500 ist die neuere Version mit überarbeiteter Kabine; NetJets führt beide in einer Klasse.
  • Citation XLS und Ascend verwechseln – die Ascend ist die neue Weiterentwicklung und kommt erst seit 2026 zu NetJets.

NetJets im Blick behalten

Beobachte einzelne Kennzeichen oder Typen wie die Global 7500 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

NetJets ist der unauffälligste Großbetreiber, den du am Flughafen treffen kannst. Hinter weißen Rümpfen und kleinen Schriftzügen steckt eine Flotte von rund 800 Businessjets, die vom Phenom 300 bis zur Global 8000 reicht. Wer Kennzeichen und Rufzeichen mitnotiert, unterscheidet NetJets Aviation und NetJets Europe sicher – und baut sich nebenbei eine Sammlung voller seltener Bizjet-Varianten auf.

Kurzfazit

NetJets (ICAO EJA, in Europa NJE) gehört zu Berkshire Hathaway und betreibt nur Businessjets für Anteilseigner. US-Jets erkennst du an der QS-Endung im Kennzeichen, europäische meist am portugiesischen CS-.

Zusammenfassung

  • NetJets erkennst du weniger an der Lackierung als an Kennzeichen und Rufzeichen: QS-Endung und EJA in den USA, CS- und NJE in Europa.
  • Hinter der Marke stehen zwei Flugbetriebe: NetJets Aviation in den USA und NetJets Europe mit Sitz bei Lissabon.
  • Die Typenvielfalt reicht vom leichten Embraer Phenom 300 bis zum Langstreckenjet Bombardier Global 8000, für den NetJets 2026 Flotten-Erstkunde wurde.
  • Gute Chancen auf NetJets hast du an Flughäfen mit viel Geschäftsreise- und Freizeitverkehr, besonders rund um Messen, Konferenzen und Ferienzeiten in Wintersport- und Küstenregionen.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat NetJets?

NetJets hat keinen IATA-Code, weil es keine Linienflüge verkauft. Im Flugplan der Flugsicherung nutzt NetJets Aviation in den USA den ICAO-Code EJA mit dem Rufzeichen „EXECJET“ – ein Überbleibsel aus der Zeit als Executive Jet Aviation. NetJets Europe fliegt als NJE mit dem Rufzeichen „FRACTION“.

Was bedeutet Fractional Ownership bei NetJets?

Beim Bruchteilseigentum kauft oder least ein Kunde einen Anteil an einem bestimmten Businessjet-Typ statt eines ganzen Flugzeugs. Dafür bekommt er ein festes Kontingent an Flugstunden pro Jahr. NetJets kümmert sich um Piloten, Wartung, Hangar und Einsatzplanung und garantiert ein Flugzeug des gebuchten Typs oder einer größeren Klasse mit kurzer Vorlaufzeit. Daneben gibt es mit der NetJets Card ein Stundenpaket ohne Eigentumsanteil.

Wem gehört NetJets?

NetJets gehört seit 1998 zu Berkshire Hathaway, der Holding von Warren Buffett. Berkshire kaufte damals Executive Jet Aviation und NetJets von Richard Santulli, der das Bruchteilseigentum in den 1980er-Jahren erfunden hatte. Der Name NetJets gilt für das ganze Unternehmen seit 2002.

Welche Flugzeuge fliegt NetJets?

Ausschließlich Businessjets. Laut NetJets gehören dazu (Stand 2026) die Embraer Phenom 300/E und Praetor 500, die Cessna Citation XLS, Ascend, Sovereign, Latitude und Longitude sowie die Bombardier Challenger 350/3500 und 650 und die Global 5000/5500, 6000, 7500 und 8000. In Europa bietet NetJets eine kleinere Auswahl an: Phenom 300/E, Citation XLS und Latitude, Challenger 350 und 650 sowie Global 6000.

Was ist NetJets Europe?

NetJets Europe ist die europäische Schwestergesellschaft, die 1996 entstand. Der Flugbetrieb läuft unter dem Namen NetJets Transportes Aéreos mit Sitz in Oeiras bei Lissabon und einem portugiesischen Betriebszeugnis. Für Spotter heißt das: Die Jets tragen meist portugiesische Kennzeichen, fliegen aber kreuz und quer durch Europa.

Warum enden NetJets-Kennzeichen auf QS?

In den USA lässt NetJets seine Flugzeuge in aller Regel mit Kennzeichen registrieren, die auf QS enden. Das Kürzel wird mit „quarter share“ erklärt, also einem Viertelanteil – ein Hinweis auf das Bruchteilseigentum. Ein N-Kennzeichen mit QS-Endung ist darum ein starkes Indiz für einen NetJets-Jet.

Wo kann ich NetJets in Deutschland und Europa spotten?

Überall dort, wo viel Geschäfts- und Privatverkehr ankommt – an großen Flughäfen genauso wie an kleineren Plätzen mit gutem General-Aviation-Bereich. Klassiker sind Genf, Nizza, Zürich, Paris-Le Bourget und Lissabon. Besonders viele Businessjets siehst du bei Messen, Großveranstaltungen und Konferenzen. Einen festen Flugplan gibt es nicht; ADS-B-Tracker sind dein wichtigstes Werkzeug.

Fliegt NetJets auch mit Turboprops oder Airlinern?

Nein. Die heutige Flotte besteht nur aus Businessjets. Historisch begann Executive Jet 1964 mit einer kleinen Flotte aus Learjet 23. Größere Jets im Airliner-Format wie eine Boeing BBJ gehören nicht zum aktuellen NetJets-Programm.

NetJets im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Embraer Phenom 300

Seit Jahren der meistausgelieferte Light Jet der Welt: Die Phenom 300 fliegt bei NetJets, Charterfirmen und Eignern, die selbst im Cockpit sitzen. So erkennst du sie und so findest du sie in Europa.

Flugzeugtyp

Cessna Citation Latitude

Runder, hoher Rumpf, gepfeilter Flügel der Sovereign und ein Kabinenboden ohne Mittelgang-Stufe: Die Citation Latitude ist seit 2015 einer der Midsize-Jets, die du an Business-Aviation-Plätzen besonders oft siehst. So erkennst du sie und trennst sie von Sovereign, Longitude und XLS.

Flugzeugtyp

Cessna Citation Longitude

Latitude-Rumpf, aber gestreckt, dazu T-Leitwerk und ein stark gepfeilter Flügel: Die Citation Longitude ist Cessnas Super-Midsize-Jet. So erkennst du sie und trennst sie sicher von Latitude, Challenger 350, G280 und Praetor 600.

Flugzeugtyp

Bombardier Challenger 3500

Von außen eine Challenger 350, innen ein neues Flugzeug: Die Challenger 3500 ist Bombardiers aktueller Super-Midsize-Jet und einer der meistgelieferten Businessjets. So ordnest du sie ein.

Flugzeugtyp

Bombardier Challenger 650

Bauchiger Rumpf, T-Leitwerk, zwei GE-Triebwerke am Heck: Die Challenger 650 ist die aktuelle Version der Challenger-600-Familie. So erkennst du sie und grenzt sie von 604, 605 und 350 ab.

Flugzeugtyp

Bombardier Global 7500

Zwei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und ein Rumpf, so lang wie bei einem kleinen Regionaljet: Die Global 7500 ist einer der größten Businessjets der Welt. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Bombardier Global 8000

Mach 0,95, 8.000 nautische Meilen Reichweite und eine Kabinendruckhöhe von unter 2.700 Fuß: Die Global 8000 ist laut Bombardier das schnellste zivile Flugzeug seit der Concorde. Was sie von der Global 7500 trennt – und warum du dafür das Kennzeichen brauchst.

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