LOT Polish Airlines

Polens Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Warschau: gegründet 1928, seit 2003 in der Star Alliance, erster Dreamliner-Betreiber Europas – und vor dem Wechsel von Embraer auf Airbus A220.

Auch bekannt als: LOT · Polskie Linie Lotnicze LOT · Polish Airlines · LO

PolenPolenNetzwerk-AirlinesIATA: LOICAO: LOT10 Min. Lesezeit

LO

IATA-Code

LOT

ICAO-Code und Rufzeichen

WAW

Drehkreuz Warschau

1929

Erster Flugbetrieb

Das Wichtigste in Kürze

  • LOT ist die Netzwerk-Airline Polens und bündelt ihren Verkehr am Drehkreuz Warschau-Chopin (WAW).
  • Codes: IATA LO, ICAO LOT, Rufzeichen „LOT“ – ICAO-Code und Rufzeichen sind identisch.
  • Eine der ältesten Airlines der Welt: Der Flugbetrieb läuft seit Januar 1929, das Kranich-Logo stammt aus derselben Zeit.
  • Dreamliner-Pionier: 2012 übernahm LOT als erste europäische Airline eine Boeing 787.
  • Flotte im Wandel: Ab 2027 kommen Airbus A220 und ersetzen schrittweise die Embraer-Regionaljets.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.LOT Polish Airlines im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen: LO, LOT, LOT
  3. 3.Kurze Geschichte: vom Kranich 1929 bis zum Dreamliner
  4. 4.Lackierung und Erkennungsmerkmale
  5. 5.Die Flotte 2026
  6. 6.Spotting-Tipps: Wo du LOT vor die Linse bekommst
  7. 7.Häufige Verwechslungen
  8. 8.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeLO
ICAO-CodeLOT
RufzeichenLOT
DrehkreuzeWAW
AllianzStar Alliance
GeschäftsmodellNetzwerk-Airline mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke
GründungEnde 1928 als staatliche Fluggesellschaft; Flugbetrieb ab 1. Januar 1929
EigentümerPolnischer Staat bzw. die staatliche Holding Polska Grupa Lotnicza (PGL)
Allianz-StatusMitglied der Star Alliance seit Oktober 2003
Firmensitz und DrehkreuzWarschau, Drehkreuz am Flughafen Warschau-Chopin (WAW)
Flottenfamilien (Stand 2026)Boeing 787-8 und 787-9, Boeing 737 MAX 8 und 737-800, Embraer E170, E175, E190, E195 und E195-E2
BestelltAirbus A220-100 und A220-300, Auslieferung ab 2027
MarkenzeichenFliegender Kranich im Kreis am dunkelblauen Leitwerk, großer blauer „LOT“-Schriftzug

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich LOT Polish Airlines?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Dunkelblaues Leitwerk mit dem weißen Kranich-Logo in einem Kreis
  • Großes blaues „LOT“ am vorderen Rumpf, dazu der Zusatz „POLISH AIRLINES“
  • Weißer, schlichter Rumpf ohne durchgehende Zierlinie – seit dem Design-Update 2011/2012
  • Polnisches Kennzeichen mit SP-, bei LOT fast immer SP-L…
  • Auf dem Tracker Rufzeichen LOT plus Nummer, die Flugnummer beginnt mit LO
  • Auf der Langstrecke ausschließlich Boeing 787 – ein LOT-Großraumjet ist immer ein Dreamliner

Aktualisiert: Oktober 2026 – Dunkelblaues Leitwerk, weißer Kranich, ein großes „LOT“ am Bug: Die polnische Airline gehört zu den Gesellschaften, deren Bemalung sich seit Jahrzehnten nur behutsam verändert hat. Für Spotter ist LOT gleich aus mehreren Gründen interessant: Sie ist eine der ältesten noch aktiven Airlines der Welt, sie hat als erste in Europa den Dreamliner eingeflottet, und sie steht vor einem großen Typwechsel – weg von Embraer, hin zum Airbus A220. Diese Seite ordnet LOT ein, erklärt Codes und Erkennungsmerkmale und zeigt, wo du die blau-weißen Jets vor die Linse bekommst.

Jeden LOT-Jet einzeln im Hangar

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LOT Polish Airlines im Überblick

LOT Polish Airlines ist die Netzwerk-Airline Polens. Der vollständige Name lautet Polskie Linie Lotnicze LOT – „lot“ heißt auf Polnisch schlicht „Flug“. Sitz und Drehkreuz liegen in Warschau, am Flughafen Warschau-Chopin. Von dort fliegt LOT Ziele in ganz Europa, im Nahen Osten sowie auf der Langstrecke nach Nordamerika und Asien an. Daneben gibt es Verbindungen ab weiteren polnischen Städten, allen voran Krakau.

Die Airline gehört dem polnischen Staat, gebündelt über die staatliche Holding Polska Grupa Lotnicza. Seit Oktober 2003 ist LOT Mitglied der Star Alliance und damit Partnerin von Lufthansa, Swiss, Austrian und vielen anderen. Anders als diese drei gehört LOT aber nicht zur Lufthansa Group, sondern ist eigenständig geblieben.

Das Geschäftsmodell folgt dem klassischen Drehkreuz-Prinzip: Zubringer aus Polen, dem Baltikum und Mittelosteuropa füttern die Langstrecke ab Warschau, Umsteiger aus dem Westen nutzen die polnische Hauptstadt als Tor nach Osten. Wie sich die großen Allianzen unterscheiden, erklärt der Ratgeber zu Star Alliance, Oneworld und SkyTeam.

Codes und Rufzeichen: LO, LOT, LOT

Bei LOT ist die Sache vergleichsweise einfach – mit einem kleinen Haken beim IATA-Code.

Kennung Wert Wo du sie siehst
IATA-Code LO Flugnummer auf Anzeigetafel, Ticket und Bordkarte
ICAO-Code LOT Flugplan, ADS-B-Tracker, Flugsicherung
Rufzeichen LOT Funkverkehr zwischen Cockpit und Lotsen
Länderpräfix SP- Kennzeichen am Heck und unter den Tragflächen
Drehkreuz WAW Flughafen Warschau-Chopin

ICAO-Code und Rufzeichen sind bei LOT identisch, das erleichtert das Mithören und Suchen. Wer allerdings „LO“ auf einem Tracker eingibt, landet nicht immer beim richtigen Flug, denn dort laufen die Verbindungen meist unter dem dreistelligen ICAO-Code. Warum es überhaupt zwei Codesysteme gibt, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes, den Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen findest du im Beitrag Callsign und Flugnummer.

Tracker-Tipp: nach LOT suchen

Gib auf ADS-B-Trackern den ICAO-Code LOT plus Flugnummer ein, nicht LO. Beachte, dass die Nummer im Rufzeichen nicht immer mit der Flugnummer übereinstimmt – findest du einen Flug nicht, hilft die Suche nach Route oder Kennzeichen. Wie du Tracker für deine Planung nutzt, steht im Ratgeber zur Flugverfolgung per ADS-B.

Auch das Kennzeichen hilft weiter: Polnische Flugzeuge tragen das Präfix SP-, bei LOT folgt fast immer ein L. Andere polnische Betreiber, etwa der Ferienflieger Enter Air, fliegen zwar ebenfalls mit SP-, nutzen aber andere Buchstabenfolgen. Mehr zu Präfixen weltweit liest du im Beitrag zu den Länderkennungen von Flugzeugen.

Kurze Geschichte: vom Kranich 1929 bis zum Dreamliner

LOT entstand Ende 1928, als der polnische Staat die bis dahin privaten Fluggesellschaften des Landes zu einer staatlichen Airline zusammenführte. Am 1. Januar 1929 nahm sie den Flugbetrieb auf – damit zählt LOT zu den ältesten Airlines der Welt, die noch unter ihrem ursprünglichen Namen fliegen.

Die wichtigsten Stationen im Überblick:

  • 1930er-Jahre: Ausbau des Netzes mit Maschinen von Junkers, Fokker und später Douglas und Lockheed. 1934 zog die Airline an den damals neuen Flughafen Warschau-Okęcie, das heutige Drehkreuz.
  • 1939: Mit dem Zweiten Weltkrieg endete der Flugbetrieb; Teile der Flotte wurden ins Ausland in Sicherheit gebracht.
  • 1945: Neustart als staatliches Unternehmen, in den folgenden Jahrzehnten vor allem mit Flugzeugen sowjetischer Bauart.
  • 1972: Mit der Iljuschin Il-62 begann LOT den Transatlantikverkehr, zunächst nach Kanada, wenig später auch nach New York.
  • 1989: Nach dem politischen Umbruch kaufte LOT die ersten Boeing 767 – der Startschuss für eine westliche Flotte, der wenig später ATR-Turboprops und Boeing 737 folgten.
  • 2003: Beitritt zur Star Alliance.
  • 2012: Im November übernahm LOT als erste europäische Airline eine Boeing 787.
  • 2025: Auf der Paris Air Show bestellte LOT 40 Airbus A220 – die erste Airbus-Bestellung der Firmengeschichte.

Der Kranich ist übrigens fast so alt wie die Airline selbst: Der Grafiker Tadeusz Gronowski entwarf das Logo 1929 im Rahmen eines Wettbewerbs, Anfang der 1930er-Jahre erschien es erstmals auf den Leitwerken. Bis heute ziert es das Heck – in kaum veränderter Form.

Lackierung und Erkennungsmerkmale

Die Grundzüge der heutigen LOT-Bemalung gehen auf einen Entwurf aus den späten 1970er-Jahren zurück: weißer Rumpf, großer blauer „LOT“-Schriftzug vorn, dunkelblaues Leitwerk mit dem Kranich. Um 2011/2012 wurde das Design aufgefrischt und rund um die Einführung des Dreamliners auf die Flotte übertragen. Seitdem wirkt die Bemalung noch reduzierter.

So gehst du beim Bestimmen vor:

Leitwerk ansehen

Dunkelblau mit dem weißen Kranich im Kreis – das ist das sicherste Merkmal, auch aus großer Entfernung und bei Gegenlicht.

Bug prüfen

Das große blaue „LOT“ sitzt am vorderen Rumpf, der Zusatz „POLISH AIRLINES“ ist kleiner. Eine durchgehende Zierlinie entlang der Fenster gibt es im aktuellen Design nicht mehr.

Typ bestimmen

Zwei Triebwerke unter den Flügeln, Großraumrumpf und geschwungene Flügelspitzen: Dreamliner. Schmaler Rumpf mit Split-Scimitar-Winglets: 737 MAX. Kleiner, schlanker Jet mit tief sitzenden Triebwerken: Embraer.

Kennzeichen lesen

SP-L… bestätigt LOT. Mit dem Kennzeichen kannst du auch klären, ob es sich um ein Exemplar mit Sonderbemalung handelt.

Apropos Sonderbemalung: LOT schickt immer wieder Flugzeuge in besonderen Farben los. Dazu gehörten Jets mit Star-Alliance-Bemalung, Motive rund um das Jubiläum der polnischen Unabhängigkeit, regionale Werbebemalungen und zum 90. Geburtstag der Airline 2018 ein Embraer im Retro-Look. Solche Einzelstücke sind selten und lohnen gezielte Planung – wie du sie findest, steht im Ratgeber zu Special Liveries.

Die Flotte 2026

LOT betreibt Mitte 2026 rund 95 Flugzeuge aus drei Familien. Die Zahlen schwanken mit Zu- und Abgängen sowie geleasten Maschinen; die folgende Übersicht zeigt deshalb vor allem, wofür die Typen eingesetzt werden.

Typ Einsatz Status für Spotter
Boeing 787-8 Langstrecke Dreamliner der ersten Stunde, zwei weitere Maschinen vereinbart
Boeing 787-9 Langstrecke mit hoher Nachfrage längere Variante, seit 2018 bei LOT
Boeing 737 MAX 8 Europa-Strecken, Mittelstrecke Rückgrat der Schmalrumpfflotte
Boeing 737-800 Europa-Strecken kleiner Bestand neben den MAX
Embraer E170 / E175 kürzere Europa-Strecken erste Exemplare haben die Flotte bereits verlassen
Embraer E190 / E195 Europa-Strecken werden ab 2027 durch A220 ersetzt
Embraer E195-E2 Europa-Strecken kleine Zahl geleaster Jets, seit 2024
Airbus A220-100 / -300 Europa-Strecken bestellt, Auslieferung ab 2027

Langstrecke: nur Dreamliner

Auf der Langstrecke setzt LOT ausschließlich die Boeing 787 ein – ein LOT-Großraumjet ist also immer ein Dreamliner. Die 787-8 war 2012 der Einstieg; LOT war damit der erste europäische Kunde des Typs. Der Start verlief holprig, denn Anfang 2013 musste die weltweite 787-Flotte wegen Problemen mit den Batterien vorübergehend am Boden bleiben – auch die polnischen Jets. Seit 2018 ergänzt die gestreckte 787-9 die Flotte. 2025 vereinbarte LOT zudem die Übernahme zweier weiterer 787-8.

Kurz- und Mittelstrecke: 737 MAX und Embraer

Die Boeing 737 MAX 8 ist das Arbeitspferd auf den Europa-Strecken mit höherem Aufkommen. Daneben fliegen noch einige 737-800. Den Unterschied zwischen beiden erkennst du an Winglets, Triebwerken und Heckkonus – ein Thema, das der Artikel Flugzeugtypen erkennen ausführlich behandelt.

Ungewöhnlich breit ist die Embraer-Flotte: Nur wenige Airlines in Europa fliegen so viele Varianten der E-Jet-Familie gleichzeitig – E170, E175, E190 und E195, dazu seit 2024 eine kleine Zahl geleaster E195-E2. Für Spotter, die die Familie lückenlos dokumentieren wollen, ist LOT damit eine Fundgrube.

Die Zukunft: Airbus A220

Im Juni 2025 hat LOT auf der Paris Air Show 40 Airbus A220 bestellt – je 20 A220-100 und A220-300, dazu Optionen auf weitere Exemplare. Für LOT ist es die erste Bestellung bei Airbus überhaupt. Die Auslieferungen beginnen 2027 und ziehen sich über mehrere Jahre. Die A220 übernehmen dann schrittweise die Aufgaben der älteren Embraer-Jets; erste E175 hat LOT im Vorgriff darauf bereits abgegeben.

Jetzt fotografieren lohnt sich bei …

  • Embraer E170 und E175 – die ersten Exemplare sind schon weg
  • Embraer E190 und E195 – werden ab 2027 durch A220 ersetzt
  • Boeing 737-800 – kleiner Bestand neben der MAX-Flotte
  • Sonderbemalungen – oft nur für begrenzte Zeit unterwegs

Hat noch Zeit

  • Boeing 787-8 und 787-9 – das Langstrecken-Rückgrat
  • Boeing 737 MAX 8 – die jüngsten Jets der Schmalrumpfflotte
  • Airbus A220 – kommen erst ab 2027

Den letzten Embraer nicht verpassen

Setz Kennzeichen, Typen oder Sonderbemalungen auf deine Wunschliste – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Spotting-Tipps: Wo du LOT vor die Linse bekommst

In Warschau

Nur am Drehkreuz Warschau-Chopin siehst du die gesamte LOT-Flotte an einem Tag – vom kleinen Embraer bis zum Dreamliner. Die Langstreckenflüge starten und landen typischerweise in bestimmten Zeitfenstern; plane deinen Besuch deshalb anhand von Flugplan oder Tracker. Welche Piste genutzt wird, hängt vom Wind ab. Warum das für deinen Standort entscheidend ist, erklärt der Artikel zur Betriebsrichtung am Flughafen. Mehr zu Lage und Pisten liest du auf der Seite zum Flughafen Warschau-Chopin.

In Deutschland

Außerhalb Polens triffst du LOT vor allem an den Star-Alliance-Drehkreuzen. Frankfurt und München bedient LOT regelmäßig ab Warschau. In Frankfurt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim ein bewährter Standort, in München der Besucherhügel. Zwischen den vielen Lufthansa-Jets fällt das dunkelblaue LOT-Leitwerk schnell auf.

Welche weiteren deutschen Flughäfen gerade im LOT-Netz stehen, ändert sich mit den Flugplanperioden – prüf vor dem Besuch den aktuellen Flugplan. Auf den Deutschland-Strecken siehst du überwiegend Embraer-Jets und Boeing 737 MAX 8; Dreamliner in LOT-Farben sind hier die große Ausnahme.

Bereit für deine LOT-Session?

Hak ab, was du vorbereitet hast – ab vier Haken bist du gut aufgestellt.

  • Ich habe auf dem Tracker nach LOT-Flügen gesucht, nicht nach LO.
  • Ich weiß, welche LOT-Flüge in meinem Zeitfenster ankommen oder starten.
  • Ich habe die Betriebsrichtung für den Tag geprüft.
  • Ich kenne den Sonnenstand an meinem Spot zur vorgesehenen Uhrzeit.
  • Ich weiß, welche Embraer-Varianten mir noch fehlen.
  • Ich notiere zu jedem Foto Kennzeichen, Typ und Ort.

Licht und Perspektive

Das dunkle Blau des Leitwerks verliert im Gegenlicht schnell an Zeichnung und wirkt dann fast schwarz. Am besten gelingen LOT-Fotos bei seitlichem Licht, wenn der Kranich sauber vom Blau absticht. Wie du den Sonnenstand für deinen Spot vorab berechnest, zeigt der Ratgeber zum Sonnenstand am Fotospot. Bei den kleinen Embraer-Jets lohnt eine etwas längere Brennweite, damit das Flugzeug im Bild nicht verloren wirkt.

Wenn du gerade erst anfängst, liefert der Leitfaden Planespotting für Einsteiger die Grundlagen zu Ausrüstung, Spots und Etikette.

Häufige Verwechslungen

  • LO und LOT vertauschen – LO ist der IATA-Code in der Flugnummer, LOT der ICAO-Code und das Rufzeichen. Auf Trackern führt LOT zuverlässiger zum Ziel.
  • Jedes SP-Kennzeichen für LOT halten – SP- steht für Polen. Auch Enter Air und andere polnische Betreiber nutzen dieses Präfix.
  • LOT zur Lufthansa Group zählen – LOT ist Star-Alliance-Partnerin von Lufthansa, gehört aber nicht zum Konzern.
  • E190 und E195 gleichsetzen – beide sind Teil derselben Familie, die E195 ist aber deutlich länger. Das Abzählen der Fenster hinter dem Flügel hilft.
  • E195 und E195-E2 verwechseln – die E2 hat größere Triebwerke und neu gestaltete Flügel ohne die klassischen Winglets der ersten Generation.
  • Charter- und Wet-Lease-Flüge übersehen – eine LO-Flugnummer sagt nur, wer verkauft, nicht zwingend, wer fliegt. Hintergründe dazu im Beitrag Wet-Lease erklärt.

Fazit

LOT Polish Airlines ist für Spotter eine lohnende Airline: Die Bemalung mit dem Kranich ist eindeutig und traditionsreich, die Embraer-Flotte bietet eine seltene Typenvielfalt, und auf der Langstrecke fliegt mit dem Dreamliner ein moderner Großraumjet, den LOT als erste Airline Europas eingesetzt hat. Mit dem Wechsel zum A220 ab 2027 beginnt ein neues Kapitel – und die Embraer-Ära neigt sich langsam dem Ende zu.

Kurzfazit

LO auf der Anzeigetafel, LOT auf dem Tracker und im Funk, WAW als Drehkreuz. Wer die komplette Embraer-Familie in LOT-Farben im Archiv haben will, zieht am besten vor der A220-Welle ab 2027 los.

Zusammenfassung

  • LOT erkennst du am dunkelblauen Leitwerk mit dem Kranich und am großen blauen „LOT“ am Bug.
  • Auf Trackern suchst du nach LOT, auf der Anzeigetafel nach LO – beides gehört zur selben Airline.
  • Großraumjets von LOT sind immer Boeing 787, auf Europa-Strecken siehst du 737 MAX 8 und Embraer-Jets.
  • Die Embraer in LOT-Farben werden ab 2027 nach und nach durch Airbus A220 ersetzt – wer sie im Archiv haben will, hat noch etwas Zeit, aber nicht unbegrenzt.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat LOT Polish Airlines?

Der IATA-Code ist LO, der ICAO-Code LOT. Im Funk meldet sich die Besatzung ebenfalls mit „LOT“. LO steht in der Flugnummer auf Ticket und Anzeigetafel, LOT siehst du auf ADS-B-Trackern und im Flugplan.

Was bedeutet der Name LOT?

„Lot“ ist das polnische Wort für „Flug“. Der vollständige Name lautet Polskie Linie Lotnicze LOT, also etwa „Polnische Fluglinien LOT“. International tritt die Airline als LOT Polish Airlines auf.

Welches Drehkreuz hat LOT?

Das Drehkreuz ist der Flughafen Warschau-Chopin (WAW). Dort laufen die Langstrecke und der Großteil der Umsteigeverbindungen zusammen. Daneben bedient LOT auch Strecken ab weiteren polnischen Flughäfen wie Krakau.

Zu welcher Allianz gehört LOT?

LOT ist seit Oktober 2003 Mitglied der Star Alliance. Damit ist die Airline Partnerin von Lufthansa, Swiss, Austrian und vielen weiteren Gesellschaften; Vielflieger sammeln bei LOT Meilen im Programm Miles & More.

Welche Flugzeugtypen fliegt LOT?

Stand 2026 besteht die Flotte aus Boeing 787-8 und 787-9 auf der Langstrecke, Boeing 737 MAX 8 und einigen 737-800 auf Europa-Strecken sowie Regionaljets der Embraer-Familie: E170, E175, E190, E195 und E195-E2. Bestellt sind 40 Airbus A220.

Wann kommen die Airbus A220 zu LOT?

LOT hat auf der Paris Air Show im Juni 2025 40 A220 bestellt, je zur Hälfte A220-100 und A220-300, dazu Optionen auf weitere Maschinen. Die Auslieferungen beginnen nach Angaben der Airline 2027. Es ist die erste Airbus-Bestellung in der Geschichte von LOT.

War LOT wirklich die erste europäische Airline mit Boeing 787?

Ja. Boeing lieferte im November 2012 den ersten Dreamliner an LOT aus, damit war die polnische Airline der erste europäische Betreiber des Typs. Heute fliegt LOT sowohl die 787-8 als auch die längere 787-9.

Wo kann ich LOT in Deutschland spotten?

Am verlässlichsten an den Star-Alliance-Drehkreuzen Frankfurt und München, die LOT ab Warschau bedient. Auf diesen Strecken siehst du meist Embraer-Jets oder Boeing 737 MAX 8. Welche weiteren deutschen Flughäfen gerade im Netz stehen, wechselt – prüf vor dem Besuch den aktuellen Flugplan. Dreamliner in LOT-Farben siehst du fast nur in Warschau.

LOT Polish Airlines im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Boeing 787-8 Dreamliner

Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Boeing 787-9 Dreamliner

Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.

Flugzeugtyp

Boeing 737 MAX 8

Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.

Flugzeugtyp

Boeing 737-800

Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.

Flugzeugtyp

Embraer E175

Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.

Flugzeugtyp

Embraer E190

Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.

Flugzeugtyp

Embraer E195

Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.

Flugzeugtyp

Embraer E195-E2

Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.

Flugzeugtyp

Airbus A220-100

Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A220-300

Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.

Weitere Airlines

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Wo du LOT Polish Airlines vor die Linse bekommst

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