Das Wichtigste in Kürze
- LOT ist die Netzwerk-Airline Polens und bündelt ihren Verkehr am Drehkreuz Warschau-Chopin (WAW).
- Codes: IATA LO, ICAO LOT, Rufzeichen „LOT“ – ICAO-Code und Rufzeichen sind identisch.
- Eine der ältesten Airlines der Welt: Der Flugbetrieb läuft seit Januar 1929, das Kranich-Logo stammt aus derselben Zeit.
- Dreamliner-Pionier: 2012 übernahm LOT als erste europäische Airline eine Boeing 787.
- Flotte im Wandel: Ab 2027 kommen Airbus A220 und ersetzen schrittweise die Embraer-Regionaljets.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | LO |
|---|---|
| ICAO-Code | LOT |
| Rufzeichen | LOT |
| Drehkreuze | WAW |
| Allianz | Star Alliance |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke |
| Gründung | Ende 1928 als staatliche Fluggesellschaft; Flugbetrieb ab 1. Januar 1929 |
| Eigentümer | Polnischer Staat bzw. die staatliche Holding Polska Grupa Lotnicza (PGL) |
| Allianz-Status | Mitglied der Star Alliance seit Oktober 2003 |
| Firmensitz und Drehkreuz | Warschau, Drehkreuz am Flughafen Warschau-Chopin (WAW) |
| Flottenfamilien (Stand 2026) | Boeing 787-8 und 787-9, Boeing 737 MAX 8 und 737-800, Embraer E170, E175, E190, E195 und E195-E2 |
| Bestellt | Airbus A220-100 und A220-300, Auslieferung ab 2027 |
| Markenzeichen | Fliegender Kranich im Kreis am dunkelblauen Leitwerk, großer blauer „LOT“-Schriftzug |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich LOT Polish Airlines?
- Dunkelblaues Leitwerk mit dem weißen Kranich-Logo in einem Kreis
- Großes blaues „LOT“ am vorderen Rumpf, dazu der Zusatz „POLISH AIRLINES“
- Weißer, schlichter Rumpf ohne durchgehende Zierlinie – seit dem Design-Update 2011/2012
- Polnisches Kennzeichen mit SP-, bei LOT fast immer SP-L…
- Auf dem Tracker Rufzeichen LOT plus Nummer, die Flugnummer beginnt mit LO
- Auf der Langstrecke ausschließlich Boeing 787 – ein LOT-Großraumjet ist immer ein Dreamliner
Aktualisiert: Oktober 2026 – Dunkelblaues Leitwerk, weißer Kranich, ein großes „LOT“ am Bug: Die polnische Airline gehört zu den Gesellschaften, deren Bemalung sich seit Jahrzehnten nur behutsam verändert hat. Für Spotter ist LOT gleich aus mehreren Gründen interessant: Sie ist eine der ältesten noch aktiven Airlines der Welt, sie hat als erste in Europa den Dreamliner eingeflottet, und sie steht vor einem großen Typwechsel – weg von Embraer, hin zum Airbus A220. Diese Seite ordnet LOT ein, erklärt Codes und Erkennungsmerkmale und zeigt, wo du die blau-weißen Jets vor die Linse bekommst.
Jeden LOT-Jet einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche Dreamliner und Embraer dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
LOT Polish Airlines im Überblick
LOT Polish Airlines ist die Netzwerk-Airline Polens. Der vollständige Name lautet Polskie Linie Lotnicze LOT – „lot“ heißt auf Polnisch schlicht „Flug“. Sitz und Drehkreuz liegen in Warschau, am Flughafen Warschau-Chopin. Von dort fliegt LOT Ziele in ganz Europa, im Nahen Osten sowie auf der Langstrecke nach Nordamerika und Asien an. Daneben gibt es Verbindungen ab weiteren polnischen Städten, allen voran Krakau.
Die Airline gehört dem polnischen Staat, gebündelt über die staatliche Holding Polska Grupa Lotnicza. Seit Oktober 2003 ist LOT Mitglied der Star Alliance und damit Partnerin von Lufthansa, Swiss, Austrian und vielen anderen. Anders als diese drei gehört LOT aber nicht zur Lufthansa Group, sondern ist eigenständig geblieben.
Das Geschäftsmodell folgt dem klassischen Drehkreuz-Prinzip: Zubringer aus Polen, dem Baltikum und Mittelosteuropa füttern die Langstrecke ab Warschau, Umsteiger aus dem Westen nutzen die polnische Hauptstadt als Tor nach Osten. Wie sich die großen Allianzen unterscheiden, erklärt der Ratgeber zu Star Alliance, Oneworld und SkyTeam.
Codes und Rufzeichen: LO, LOT, LOT
Bei LOT ist die Sache vergleichsweise einfach – mit einem kleinen Haken beim IATA-Code.
| Kennung | Wert | Wo du sie siehst |
|---|---|---|
| IATA-Code | LO | Flugnummer auf Anzeigetafel, Ticket und Bordkarte |
| ICAO-Code | LOT | Flugplan, ADS-B-Tracker, Flugsicherung |
| Rufzeichen | LOT | Funkverkehr zwischen Cockpit und Lotsen |
| Länderpräfix | SP- | Kennzeichen am Heck und unter den Tragflächen |
| Drehkreuz | WAW | Flughafen Warschau-Chopin |
ICAO-Code und Rufzeichen sind bei LOT identisch, das erleichtert das Mithören und Suchen. Wer allerdings „LO“ auf einem Tracker eingibt, landet nicht immer beim richtigen Flug, denn dort laufen die Verbindungen meist unter dem dreistelligen ICAO-Code. Warum es überhaupt zwei Codesysteme gibt, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes, den Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen findest du im Beitrag Callsign und Flugnummer.
Tracker-Tipp: nach LOT suchen
Gib auf ADS-B-Trackern den ICAO-Code LOT plus Flugnummer ein, nicht LO. Beachte, dass die Nummer im Rufzeichen nicht immer mit der Flugnummer übereinstimmt – findest du einen Flug nicht, hilft die Suche nach Route oder Kennzeichen. Wie du Tracker für deine Planung nutzt, steht im Ratgeber zur Flugverfolgung per ADS-B.
Auch das Kennzeichen hilft weiter: Polnische Flugzeuge tragen das Präfix SP-, bei LOT folgt fast immer ein L. Andere polnische Betreiber, etwa der Ferienflieger Enter Air, fliegen zwar ebenfalls mit SP-, nutzen aber andere Buchstabenfolgen. Mehr zu Präfixen weltweit liest du im Beitrag zu den Länderkennungen von Flugzeugen.
Kurze Geschichte: vom Kranich 1929 bis zum Dreamliner
LOT entstand Ende 1928, als der polnische Staat die bis dahin privaten Fluggesellschaften des Landes zu einer staatlichen Airline zusammenführte. Am 1. Januar 1929 nahm sie den Flugbetrieb auf – damit zählt LOT zu den ältesten Airlines der Welt, die noch unter ihrem ursprünglichen Namen fliegen.
Die wichtigsten Stationen im Überblick:
- 1930er-Jahre: Ausbau des Netzes mit Maschinen von Junkers, Fokker und später Douglas und Lockheed. 1934 zog die Airline an den damals neuen Flughafen Warschau-Okęcie, das heutige Drehkreuz.
- 1939: Mit dem Zweiten Weltkrieg endete der Flugbetrieb; Teile der Flotte wurden ins Ausland in Sicherheit gebracht.
- 1945: Neustart als staatliches Unternehmen, in den folgenden Jahrzehnten vor allem mit Flugzeugen sowjetischer Bauart.
- 1972: Mit der Iljuschin Il-62 begann LOT den Transatlantikverkehr, zunächst nach Kanada, wenig später auch nach New York.
- 1989: Nach dem politischen Umbruch kaufte LOT die ersten Boeing 767 – der Startschuss für eine westliche Flotte, der wenig später ATR-Turboprops und Boeing 737 folgten.
- 2003: Beitritt zur Star Alliance.
- 2012: Im November übernahm LOT als erste europäische Airline eine Boeing 787.
- 2025: Auf der Paris Air Show bestellte LOT 40 Airbus A220 – die erste Airbus-Bestellung der Firmengeschichte.
Der Kranich ist übrigens fast so alt wie die Airline selbst: Der Grafiker Tadeusz Gronowski entwarf das Logo 1929 im Rahmen eines Wettbewerbs, Anfang der 1930er-Jahre erschien es erstmals auf den Leitwerken. Bis heute ziert es das Heck – in kaum veränderter Form.
Lackierung und Erkennungsmerkmale
Die Grundzüge der heutigen LOT-Bemalung gehen auf einen Entwurf aus den späten 1970er-Jahren zurück: weißer Rumpf, großer blauer „LOT“-Schriftzug vorn, dunkelblaues Leitwerk mit dem Kranich. Um 2011/2012 wurde das Design aufgefrischt und rund um die Einführung des Dreamliners auf die Flotte übertragen. Seitdem wirkt die Bemalung noch reduzierter.
So gehst du beim Bestimmen vor:
Leitwerk ansehen
Dunkelblau mit dem weißen Kranich im Kreis – das ist das sicherste Merkmal, auch aus großer Entfernung und bei Gegenlicht.
Bug prüfen
Das große blaue „LOT“ sitzt am vorderen Rumpf, der Zusatz „POLISH AIRLINES“ ist kleiner. Eine durchgehende Zierlinie entlang der Fenster gibt es im aktuellen Design nicht mehr.
Typ bestimmen
Zwei Triebwerke unter den Flügeln, Großraumrumpf und geschwungene Flügelspitzen: Dreamliner. Schmaler Rumpf mit Split-Scimitar-Winglets: 737 MAX. Kleiner, schlanker Jet mit tief sitzenden Triebwerken: Embraer.
Kennzeichen lesen
SP-L… bestätigt LOT. Mit dem Kennzeichen kannst du auch klären, ob es sich um ein Exemplar mit Sonderbemalung handelt.
Apropos Sonderbemalung: LOT schickt immer wieder Flugzeuge in besonderen Farben los. Dazu gehörten Jets mit Star-Alliance-Bemalung, Motive rund um das Jubiläum der polnischen Unabhängigkeit, regionale Werbebemalungen und zum 90. Geburtstag der Airline 2018 ein Embraer im Retro-Look. Solche Einzelstücke sind selten und lohnen gezielte Planung – wie du sie findest, steht im Ratgeber zu Special Liveries.
Die Flotte 2026
LOT betreibt Mitte 2026 rund 95 Flugzeuge aus drei Familien. Die Zahlen schwanken mit Zu- und Abgängen sowie geleasten Maschinen; die folgende Übersicht zeigt deshalb vor allem, wofür die Typen eingesetzt werden.
| Typ | Einsatz | Status für Spotter |
|---|---|---|
| Boeing 787-8 | Langstrecke | Dreamliner der ersten Stunde, zwei weitere Maschinen vereinbart |
| Boeing 787-9 | Langstrecke mit hoher Nachfrage | längere Variante, seit 2018 bei LOT |
| Boeing 737 MAX 8 | Europa-Strecken, Mittelstrecke | Rückgrat der Schmalrumpfflotte |
| Boeing 737-800 | Europa-Strecken | kleiner Bestand neben den MAX |
| Embraer E170 / E175 | kürzere Europa-Strecken | erste Exemplare haben die Flotte bereits verlassen |
| Embraer E190 / E195 | Europa-Strecken | werden ab 2027 durch A220 ersetzt |
| Embraer E195-E2 | Europa-Strecken | kleine Zahl geleaster Jets, seit 2024 |
| Airbus A220-100 / -300 | Europa-Strecken | bestellt, Auslieferung ab 2027 |
Langstrecke: nur Dreamliner
Auf der Langstrecke setzt LOT ausschließlich die Boeing 787 ein – ein LOT-Großraumjet ist also immer ein Dreamliner. Die 787-8 war 2012 der Einstieg; LOT war damit der erste europäische Kunde des Typs. Der Start verlief holprig, denn Anfang 2013 musste die weltweite 787-Flotte wegen Problemen mit den Batterien vorübergehend am Boden bleiben – auch die polnischen Jets. Seit 2018 ergänzt die gestreckte 787-9 die Flotte. 2025 vereinbarte LOT zudem die Übernahme zweier weiterer 787-8.
Kurz- und Mittelstrecke: 737 MAX und Embraer
Die Boeing 737 MAX 8 ist das Arbeitspferd auf den Europa-Strecken mit höherem Aufkommen. Daneben fliegen noch einige 737-800. Den Unterschied zwischen beiden erkennst du an Winglets, Triebwerken und Heckkonus – ein Thema, das der Artikel Flugzeugtypen erkennen ausführlich behandelt.
Ungewöhnlich breit ist die Embraer-Flotte: Nur wenige Airlines in Europa fliegen so viele Varianten der E-Jet-Familie gleichzeitig – E170, E175, E190 und E195, dazu seit 2024 eine kleine Zahl geleaster E195-E2. Für Spotter, die die Familie lückenlos dokumentieren wollen, ist LOT damit eine Fundgrube.
Die Zukunft: Airbus A220
Im Juni 2025 hat LOT auf der Paris Air Show 40 Airbus A220 bestellt – je 20 A220-100 und A220-300, dazu Optionen auf weitere Exemplare. Für LOT ist es die erste Bestellung bei Airbus überhaupt. Die Auslieferungen beginnen 2027 und ziehen sich über mehrere Jahre. Die A220 übernehmen dann schrittweise die Aufgaben der älteren Embraer-Jets; erste E175 hat LOT im Vorgriff darauf bereits abgegeben.
Jetzt fotografieren lohnt sich bei …
- Embraer E170 und E175 – die ersten Exemplare sind schon weg
- Embraer E190 und E195 – werden ab 2027 durch A220 ersetzt
- Boeing 737-800 – kleiner Bestand neben der MAX-Flotte
- Sonderbemalungen – oft nur für begrenzte Zeit unterwegs
Hat noch Zeit
- Boeing 787-8 und 787-9 – das Langstrecken-Rückgrat
- Boeing 737 MAX 8 – die jüngsten Jets der Schmalrumpfflotte
- Airbus A220 – kommen erst ab 2027
Den letzten Embraer nicht verpassen
Setz Kennzeichen, Typen oder Sonderbemalungen auf deine Wunschliste – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Spotting-Tipps: Wo du LOT vor die Linse bekommst
In Warschau
Nur am Drehkreuz Warschau-Chopin siehst du die gesamte LOT-Flotte an einem Tag – vom kleinen Embraer bis zum Dreamliner. Die Langstreckenflüge starten und landen typischerweise in bestimmten Zeitfenstern; plane deinen Besuch deshalb anhand von Flugplan oder Tracker. Welche Piste genutzt wird, hängt vom Wind ab. Warum das für deinen Standort entscheidend ist, erklärt der Artikel zur Betriebsrichtung am Flughafen. Mehr zu Lage und Pisten liest du auf der Seite zum Flughafen Warschau-Chopin.
In Deutschland
Außerhalb Polens triffst du LOT vor allem an den Star-Alliance-Drehkreuzen. Frankfurt und München bedient LOT regelmäßig ab Warschau. In Frankfurt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim ein bewährter Standort, in München der Besucherhügel. Zwischen den vielen Lufthansa-Jets fällt das dunkelblaue LOT-Leitwerk schnell auf.
Welche weiteren deutschen Flughäfen gerade im LOT-Netz stehen, ändert sich mit den Flugplanperioden – prüf vor dem Besuch den aktuellen Flugplan. Auf den Deutschland-Strecken siehst du überwiegend Embraer-Jets und Boeing 737 MAX 8; Dreamliner in LOT-Farben sind hier die große Ausnahme.
Bereit für deine LOT-Session?
- Ich habe auf dem Tracker nach LOT-Flügen gesucht, nicht nach LO.
- Ich weiß, welche LOT-Flüge in meinem Zeitfenster ankommen oder starten.
- Ich habe die Betriebsrichtung für den Tag geprüft.
- Ich kenne den Sonnenstand an meinem Spot zur vorgesehenen Uhrzeit.
- Ich weiß, welche Embraer-Varianten mir noch fehlen.
- Ich notiere zu jedem Foto Kennzeichen, Typ und Ort.
Licht und Perspektive
Das dunkle Blau des Leitwerks verliert im Gegenlicht schnell an Zeichnung und wirkt dann fast schwarz. Am besten gelingen LOT-Fotos bei seitlichem Licht, wenn der Kranich sauber vom Blau absticht. Wie du den Sonnenstand für deinen Spot vorab berechnest, zeigt der Ratgeber zum Sonnenstand am Fotospot. Bei den kleinen Embraer-Jets lohnt eine etwas längere Brennweite, damit das Flugzeug im Bild nicht verloren wirkt.
Wenn du gerade erst anfängst, liefert der Leitfaden Planespotting für Einsteiger die Grundlagen zu Ausrüstung, Spots und Etikette.
Häufige Verwechslungen
- LO und LOT vertauschen – LO ist der IATA-Code in der Flugnummer, LOT der ICAO-Code und das Rufzeichen. Auf Trackern führt LOT zuverlässiger zum Ziel.
- Jedes SP-Kennzeichen für LOT halten – SP- steht für Polen. Auch Enter Air und andere polnische Betreiber nutzen dieses Präfix.
- LOT zur Lufthansa Group zählen – LOT ist Star-Alliance-Partnerin von Lufthansa, gehört aber nicht zum Konzern.
- E190 und E195 gleichsetzen – beide sind Teil derselben Familie, die E195 ist aber deutlich länger. Das Abzählen der Fenster hinter dem Flügel hilft.
- E195 und E195-E2 verwechseln – die E2 hat größere Triebwerke und neu gestaltete Flügel ohne die klassischen Winglets der ersten Generation.
- Charter- und Wet-Lease-Flüge übersehen – eine LO-Flugnummer sagt nur, wer verkauft, nicht zwingend, wer fliegt. Hintergründe dazu im Beitrag Wet-Lease erklärt.
Fazit
LOT Polish Airlines ist für Spotter eine lohnende Airline: Die Bemalung mit dem Kranich ist eindeutig und traditionsreich, die Embraer-Flotte bietet eine seltene Typenvielfalt, und auf der Langstrecke fliegt mit dem Dreamliner ein moderner Großraumjet, den LOT als erste Airline Europas eingesetzt hat. Mit dem Wechsel zum A220 ab 2027 beginnt ein neues Kapitel – und die Embraer-Ära neigt sich langsam dem Ende zu.
Kurzfazit
LO auf der Anzeigetafel, LOT auf dem Tracker und im Funk, WAW als Drehkreuz. Wer die komplette Embraer-Familie in LOT-Farben im Archiv haben will, zieht am besten vor der A220-Welle ab 2027 los.
Zusammenfassung
- LOT erkennst du am dunkelblauen Leitwerk mit dem Kranich und am großen blauen „LOT“ am Bug.
- Auf Trackern suchst du nach LOT, auf der Anzeigetafel nach LO – beides gehört zur selben Airline.
- Großraumjets von LOT sind immer Boeing 787, auf Europa-Strecken siehst du 737 MAX 8 und Embraer-Jets.
- Die Embraer in LOT-Farben werden ab 2027 nach und nach durch Airbus A220 ersetzt – wer sie im Archiv haben will, hat noch etwas Zeit, aber nicht unbegrenzt.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat LOT Polish Airlines?
Der IATA-Code ist LO, der ICAO-Code LOT. Im Funk meldet sich die Besatzung ebenfalls mit „LOT“. LO steht in der Flugnummer auf Ticket und Anzeigetafel, LOT siehst du auf ADS-B-Trackern und im Flugplan.
Was bedeutet der Name LOT?
„Lot“ ist das polnische Wort für „Flug“. Der vollständige Name lautet Polskie Linie Lotnicze LOT, also etwa „Polnische Fluglinien LOT“. International tritt die Airline als LOT Polish Airlines auf.
Welches Drehkreuz hat LOT?
Das Drehkreuz ist der Flughafen Warschau-Chopin (WAW). Dort laufen die Langstrecke und der Großteil der Umsteigeverbindungen zusammen. Daneben bedient LOT auch Strecken ab weiteren polnischen Flughäfen wie Krakau.
Zu welcher Allianz gehört LOT?
LOT ist seit Oktober 2003 Mitglied der Star Alliance. Damit ist die Airline Partnerin von Lufthansa, Swiss, Austrian und vielen weiteren Gesellschaften; Vielflieger sammeln bei LOT Meilen im Programm Miles & More.
Welche Flugzeugtypen fliegt LOT?
Stand 2026 besteht die Flotte aus Boeing 787-8 und 787-9 auf der Langstrecke, Boeing 737 MAX 8 und einigen 737-800 auf Europa-Strecken sowie Regionaljets der Embraer-Familie: E170, E175, E190, E195 und E195-E2. Bestellt sind 40 Airbus A220.
Wann kommen die Airbus A220 zu LOT?
LOT hat auf der Paris Air Show im Juni 2025 40 A220 bestellt, je zur Hälfte A220-100 und A220-300, dazu Optionen auf weitere Maschinen. Die Auslieferungen beginnen nach Angaben der Airline 2027. Es ist die erste Airbus-Bestellung in der Geschichte von LOT.
War LOT wirklich die erste europäische Airline mit Boeing 787?
Ja. Boeing lieferte im November 2012 den ersten Dreamliner an LOT aus, damit war die polnische Airline der erste europäische Betreiber des Typs. Heute fliegt LOT sowohl die 787-8 als auch die längere 787-9.
Wo kann ich LOT in Deutschland spotten?
Am verlässlichsten an den Star-Alliance-Drehkreuzen Frankfurt und München, die LOT ab Warschau bedient. Auf diesen Strecken siehst du meist Embraer-Jets oder Boeing 737 MAX 8. Welche weiteren deutschen Flughäfen gerade im Netz stehen, wechselt – prüf vor dem Besuch den aktuellen Flugplan. Dreamliner in LOT-Farben siehst du fast nur in Warschau.
LOT Polish Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
FlugzeugtypAirbus A220-100
Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.
FlugzeugtypAirbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
Weitere Airlines
Lufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
NetzwerkAustrian Airlines
Österreichs Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Wien: seit 2009 Teil der Lufthansa Group, seit 2000 in der Star Alliance – und mitten im größten Flottenumbau seit Jahren.
NetzwerkSwiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
FerienfliegerEnter Air
Polens größte private Airline fliegt fast nur für Reiseveranstalter: eine reine Boeing-737-Flotte aus 737-800 und 737 MAX 8, Basen in Warschau und Kattowitz und Beteiligungen an Chair Airlines und Fly4.
NetzwerkairBaltic
Die lettische Airline mit dem hellgrünen Leitwerk: Drehkreuz Riga, eine Flotte nur aus Airbus A220-300 und viele Einsätze im Wet-Lease für die Lufthansa Group – dazu ein Umbau, der 2026 die Flotte deutlich verkleinert.
Low-CostWizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Star Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Warschau-Chopin
Größter Flughafen Polens und Drehkreuz von LOT Polish Airlines: zwei sich kreuzende Pisten mitten in der Stadt, Dreamliner, Boeing 737 MAX und eine der größten Embraer-Flotten Europas – dazu Fotolöcher im Zaun und eine Terminal-Terrasse, die derzeit geschlossen ist.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
Wo du LOT Polish Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
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