ATR

Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.

Auch bekannt als: Avions de Transport Régional · Aerei da Trasporto Regionale · ATR GIE

FrankreichFrankreichFlugzeugherstellerseit 198114 Min. Lesezeit

1981

Gründung als Gemeinschaftsunternehmen

50/50

Airbus und Leonardo

2

Flugzeugfamilien: ATR 42 und ATR 72

~1.900

verkaufte Flugzeuge (Herstellerangabe)

Das Wichtigste in Kürze

  • ATR ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Leonardo zu je 50 Prozent, gegründet 1981, mit Sitz in Blagnac bei Toulouse.
  • Das Programm ist schlank: ATR 42-600 für 30 bis 50 Sitze, ATR 72-600 für bis zu 78 Sitze und der Frachter ATR 72-600F.
  • Erkennen ist einfach: Hochdecker mit T-Leitwerk, Fahrwerk in Rumpfverkleidungen, sechs Propellerblätter bei allen neueren Versionen.
  • Die Variante verrät erst der Code: AT46 und AT76 stehen für die -600, AT45 und AT75 für die -500.
  • In Europa spottest du ATR vor allem am Rand: auf den Kanaren, in Irland, Schottland, Skandinavien und Griechenland – im DACH-Raum ist sie ein seltener Gast.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Was du als Spotter wissen solltest
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Ein Gemeinschaftsprojekt aus Toulouse und Neapel
  8. 8.Zwei Familien, mehrere Generationen
  9. 9.Warum ATR überhaupt Propeller baut
  10. 10.So erkennst du jede ATR
  11. 11.ATR, Dash 8 oder Twin Otter?
  12. 12.Frachter, Business-Kabine und ein gestoppter Kurzstarter
  13. 13.Wo du ATR in Europa am besten siehst
  14. 14.Spotting-Praxis: Turboprops richtig planen
  15. 15.Fototipps für ATR-Turboprops
  16. 16.ATR im Vergleich zu Airbus und Boeing
  17. 17.Fazit
  18. 18.Häufige Fragen

Steckbrief

Rolle in der BrancheHersteller von Regional-Turboprops – nach eigener Angabe die Nummer eins im regionalen Flugzeugbau
RechtsformGroupement d’intérêt économique (GIE) nach französischem Recht
EigentümerAirbus und Leonardo zu je 50 Prozent
UrsprungKooperationsvertrag zwischen Aérospatiale (heute Airbus) und Aeritalia (heute Leonardo), unterzeichnet am 4. November 1981 in Paris
SitzBlagnac bei Toulouse, Frankreich
ProduktionEndmontage, Flugerprobung und Auslieferung in Toulouse; Rumpf- und Leitwerkssektionen von Leonardo aus Pomigliano d’Arco bei Neapel, Tragflächen aus Frankreich
Aktuelles ProgrammATR 42-600 (30 bis 50 Sitze), ATR 72-600 (bis 78 Sitze) und Frachter ATR 72-600F
TriebwerkePratt & Whitney Canada PW127M, bei neuen Maschinen PW127XT
VerbreitungLaut Hersteller rund 1.900 verkaufte Flugzeuge, etwa 200 Betreiber in rund 100 Ländern
GeschäftsführungAb 1. November 2026 Vittorio Lorenzo Della Bella (Nachfolger von Nathalie Tarnaud Laude)
Erkennungsweg im FeldHochdecker mit T-Leitwerk, Fahrwerk in Rumpfverkleidungen, Propellerblätter zählen, Rumpflänge einschätzen
Offizielle Websitewww.atr-aircraft.com

Tätigkeitsfelder

Regional-Turboprops für Passagiere – ATR 42-600 für 30 bis 50 Sitze und ATR 72-600 für bis zu 78 Sitze
Frachtflugzeuge – die werkseitige ATR 72-600F sowie Umbauprogramme für gebrauchte Passagier-ATR
Kabinenvarianten – etwa die reine Business-Kabine ATR HighLine, die 2026 erstmals ausgeliefert wurde
Kundendienst und Training – Ersatzteile, Wartungsunterstützung und Simulatorzentren in mehreren Weltregionen
Gebrauchtflugzeuge und Spezialversionen – Vermittlung älterer ATR und Plattformen für Seeüberwachung oder Behördenaufgaben

Struktur & Marken

Gesellschafter Airbus – hält 50 Prozent, Endmontage im Raum Toulouse
Gesellschafter Leonardo – hält 50 Prozent, liefert Rumpf- und Leitwerkssektionen aus Pomigliano d’Arco
ATR 42 – die kurze Familie, heute als ATR 42-600
ATR 72 – die gestreckte Familie, heute als ATR 72-600 und ATR 72-600F
ATR-Trainingszentren – Simulatorstandorte in Toulouse und weiteren Weltregionen, darunter Singapur

Geschichte im Zeitraffer

1981Aérospatiale aus Frankreich und Aeritalia aus Italien unterzeichnen am 4. November in Paris den Vertrag über ein gemeinsames Regionalflugzeug. Der Name ATR steht auf Französisch und Italienisch für „Regionaltransportflugzeug“.
1984Am 16. August hebt die erste ATR 42 in Toulouse zum Erstflug ab.
1985Im September erteilen die französische und die italienische Behörde die Zulassung, am 3. Dezember geht die erste Serien-ATR 42-300 an Air Littoral.
1986ATR startet im Januar das Programm der gestreckten ATR 72.
1988/89Erstflug der ATR 72 im Jahr 1988, die Auslieferungen beginnen 1989.
1994/95Die ATR 42-500 fliegt im September 1994 und erhält 1995 die Zulassung – die Generation mit Sechsblatt-Propellern beginnt.
2007Im Oktober kündigt ATR die modernisierte Serie -600 mit Glascockpit an.
2009/10Die ATR 72-600 geht 2009 in die Flugerprobung, die ATR 42-600 fliegt am 4. März 2010 erstmals.
2011Royal Air Maroc übernimmt die ersten ATR 72-600.
2012Am 3. Mai wird die 1.000. ATR ausgeliefert, an die spanische Air Nostrum.
2017FedEx bestellt im November 30 Exemplare des neuen Frachters ATR 72-600F und wird damit Erstkunde.
2018Im Oktober geht die 1.500. ATR an Japan Air Commuter.
2020Im Dezember nimmt die erste ATR 72-600F den Betrieb auf, geflogen von ASL Airlines Ireland für FedEx in Europa.
2021ATR stellt das weiterentwickelte Triebwerk PW127XT vor.
2022Eine ATR 72-600 fliegt erstmals mit 100 Prozent nachhaltigem Flugkraftstoff. ATR beginnt außerdem Studien zu einer hybrid-elektrischen Weiterentwicklung namens EVO.
2024Im November stellt ATR die Entwicklung der Kurzstartversion ATR 42-600S ein, weil der Markt kleiner ausfällt als erwartet.
2026Im Mai erhält Berjaya Air die erste ATR 72-600 mit der Business-Kabine HighLine. Im September bestellt die indische FLY91 40 ATR 72-600 fest – laut ATR die größte Festbestellung seit fast zehn Jahren. Zum 1. November übernimmt Vittorio Lorenzo Della Bella die Geschäftsführung.

ATR aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für ATR

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Eine ATR am Hochdecker-Flügel mit T-Leitwerk von einem Regionaljet unterschieden
  • Das Hauptfahrwerk in den Rumpfverkleidungen gesehen – und die ATR damit sicher von der Dash 8-400 getrennt
  • Die Propellerblätter gezählt: sechs bei -500 und -600, vier bei den frühen Serien
  • ATR 42 und ATR 72 an der Rumpflänge auseinandergehalten
  • Eine ATR im Hotel-Modus beobachtet – rechtes Triebwerk läuft, Propeller steht still
  • Eine ATR 72-600F oder einen umgebauten ATR-Frachter ohne Kabinenfenster erwischt
  • Den ICAO-Typcode (AT45, AT46, AT75, AT76) im Tracking-Dienst mit der Sichtung abgeglichen

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Nur zwei Familien mit gleicher Grundform – ideal, um Turboprops systematisch erkennen zu lernen
  • Weltweit verbreitet: Auf Inselflughäfen und Regionalplätzen ist die ATR oft der häufigste Typ
  • Propeller, Hochdecker und tiefer Rumpf ergeben ungewöhnliche, fotogene Motive
  • Frachtversionen und Exoten wie die HighLine-Kabine bringen Abwechslung ins Logbuch
  • Lange Bauzeit: Vier- und Sechsblatt-Generationen fliegen teils noch nebeneinander

Wo es hakt

  • Im deutschsprachigen Raum setzt keine große Linienairline ATR regelmäßig ein – Sichtungen sind Glückssache
  • -500 und -600 sehen von außen praktisch gleich aus, die Variante klärst du nur über Typcode oder Kennzeichen
  • Viele Abflugtafeln zeigen nur „ATR“ oder „AT7“ statt der genauen Version
  • An großen Flughäfen parken ATR oft auf Außenpositionen, weit weg von Besucherterrassen
  • Frachtflüge mit ATR liegen häufig in Randzeiten mit schwierigem Licht

Stand: Oktober 2026 – Ein kleiner Hochdecker rollt über das Vorfeld, das Höhenleitwerk thront oben auf der Seitenflosse, und der Rumpf hängt so tief, dass die Bodencrew fast im Stehen in den Frachtraum greift. Auf Lanzarote, in Dublin oder auf einer griechischen Insel ist das ein alltägliches Bild: Du siehst eine ATR. Der französisch-italienische Hersteller baut seit über vier Jahrzehnten nur zwei Flugzeuge, die ATR 42 und die ATR 72 – und genau das macht ihn für Spotter so dankbar. Wer die Familie einmal verstanden hat, ordnet fast jeden Regional-Turboprop in Europa in Sekunden ein.

Jede ATR-Sichtung sauber festhalten

Poste deine Fotos mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot und hak ATR 42 und ATR 72 in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Ein Gemeinschaftsprojekt aus Toulouse und Neapel

Die Geschichte von ATR beginnt mit einer Lücke im Markt. Anfang der 1980er-Jahre suchten Regionalairlines einen modernen Nachfolger für ältere Propellermaschinen wie die Fokker F27. Zwei Unternehmen hatten unabhängig voneinander an einem solchen Flugzeug gearbeitet: die französische Aérospatiale und die italienische Aeritalia. Statt gegeneinander anzutreten, legten sie ihre Pläne zusammen. Am 4. November 1981 unterzeichneten beide in Paris den Kooperationsvertrag – die Geburtsstunde von ATR.

Rechtlich ist ATR bis heute ein Groupement d’intérêt économique (GIE), eine französische Form der wirtschaftlichen Interessengemeinschaft. Die beiden Gründer heißen inzwischen anders: Aus Aérospatiale wurde über mehrere Fusionen Airbus, aus Aeritalia der Konzern Leonardo. Beide halten je 50 Prozent. Der Sitz liegt in Blagnac direkt am Flughafen Toulouse, nur wenige Kilometer von den großen Airbus-Hallen entfernt.

Die Arbeitsteilung spiegelt die Herkunft. Leonardo fertigt in Pomigliano d’Arco bei Neapel die Rumpf- und Leitwerkssektionen, die Tragflächen kommen aus Frankreich. In Toulouse laufen die Teile zur Endmontage zusammen, dort finden auch Flugerprobung und Auslieferung statt. Neue ATR starten deshalb fast immer in Toulouse zu ihrem ersten Flug.

1981Kooperationsvertrag von Aérospatiale und Aeritalia
1984Erstflug der ersten ATR 42 in Toulouse
~1.900verkaufte Flugzeuge laut Hersteller
~100Länder mit ATR-Betreibern

Der Rest ist eine Geschichte schrittweiser Verbesserung. Die erste ATR 42 flog am 16. August 1984, Ende 1985 ging sie bei der französischen Air Littoral in den Liniendienst. 1986 startete ATR das Programm der gestreckten ATR 72, die 1988 erstmals flog. Seitdem hat der Hersteller keine neue Rumpfform mehr eingeführt, sondern beide Familien über mehrere Serien modernisiert – bis zur heutigen -600 mit Glascockpit. Meilensteine wie die 1.000. Auslieferung 2012 an Air Nostrum und die 1.500. im Jahr 2018 an Japan Air Commuter zeigen, wie weit das Konzept trägt.

Zwei Familien, mehrere Generationen

Für dich am Zaun ist die Firmenhistorie vor allem deshalb wichtig, weil alte und neue Generationen nebeneinander fliegen. Die Grundform ist bei allen gleich, die Unterschiede stecken in Rumpflänge, Propellern und Cockpit.

Modell ICAO-Code Propellerblätter Sitze (typisch) Was du wissen musst
ATR 42-300/-320 AT43 4 bis 50 Erste Serie, heute meist als Frachter oder bei kleinen Betreibern
ATR 42-500 AT45 6 rund 48–50 Erste ATR 42 mit Sechsblatt-Propellern
ATR 42-600 AT46 6 30–50 Aktuelle kurze Version mit Glascockpit
ATR 72-200/-210 AT72, AT73 4 rund 70 Frühe ATR 72, viele heute umgebaute Frachter
ATR 72-500 AT75 6 rund 68–72 Weit verbreitet, außen kaum von der -600 zu trennen
ATR 72-600 AT76 6 68–78 Aktuelle lange Version, Basis auch für den Frachter 600F

Die Faustregel daraus: Vier Propellerblätter schließen die aktuellen Versionen sofort aus. Bei sechs Blättern bleibt die Wahl zwischen -500 und -600, und die triffst du nicht mit dem Auge. Die -600 unterscheidet sich vor allem durch ihr Glascockpit mit großen Displays und die PW127M-Triebwerke mit Boost-Funktion für den Start. Neue Maschinen bekommen inzwischen das sparsamere PW127XT, das ATR 2021 vorgestellt hat. Von außen sieht man auch das nicht.

Tafel und Tracker lesen

Abflugtafeln zeigen oft nur „ATR“ oder den IATA-Code „AT7“ – das kann jede ATR 72 sein. Für die genaue Serie filterst du im Tracking-Dienst nach dem ICAO-Code, etwa AT76 für die ATR 72-600. Wie beide Code-Systeme zusammenhängen, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Die Details der beiden aktuellen Muster stehen auf den Typseiten zur ATR 42-600 und zur ATR 72-600. Dort findest du Maße, Sitzplatzvarianten und Fototipps für jedes Modell.

Warum ATR überhaupt Propeller baut

Auf den ersten Blick wirkt ein Turboprop altmodisch. Für kurze Strecken ist er aber oft die wirtschaftlichere Wahl. ATR wirbt damit, dass seine Flugzeuge rund 45 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und entsprechend weniger CO₂ ausstoßen als vergleichbar große Regionaljets. Dazu kommen kurze Start- und Landestrecken, mit denen die Turboprops auch kleine Regionalpisten anfliegen.

Genau das erklärt, wo die Flugzeuge fliegen. Auf Inselnetzen, in abgelegenen Regionen und auf Zubringerstrecken mit wenigen Passagieren pro Flug ist eine ATR oft das einzige Flugzeug, das sich rechnet. Laut ATR sind mit seinen Flugzeugen bereits mehr als 2.000 Strecken eröffnet worden. Einen Regionaljet wie die Embraer E175 oder die CRJ900 setzen Airlines dagegen dort ein, wo die Strecken länger sind oder Geschwindigkeit wichtiger ist als Verbrauch.

So erkennst du jede ATR

Die gute Nachricht: Kein Hersteller ist so leicht zu bestimmen wie ATR. Alle Modelle teilen sich dieselbe Grundform, und die wenigen Unterschiede liegen an Stellen, die du auch aus Entfernung siehst.

Flügel oben, Leitwerk als T

Die ATR ist ein Hochdecker: Der Flügel sitzt auf dem Rumpfrücken, die beiden Turboprops hängen darunter. Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse.

Fahrwerk prüfen

Das Hauptfahrwerk klappt in Verkleidungen seitlich am unteren Rumpf. Die Maschine steht dadurch flach und tief auf dem Boden – das trennt sie von der Dash 8.

Propellerblätter zählen

Sechs Blätter heißen -500 oder -600, vier Blätter eine der frühen Serien. Bei sehr kurzer Verschlusszeit zählst du das auch auf dem Foto.

Rumpflänge einschätzen

Wirkt der Rumpf kurz und die Spannweite im Verhältnis groß, ist es eine ATR 42. Wirkt er gestreckt, mit vielen Fenstern vor dem Flügel, ist es eine ATR 72.

Code und Kennzeichen abgleichen

Die Serie bestätigst du über Typcode oder Kennzeichen. Erst damit wird aus „eine ATR“ eine vollständige Sichtung.

Ein Detail, das Einsteiger oft irritiert: Bei einer stehenden ATR läuft häufig das rechte Triebwerk, während der Propeller still steht. Das ist der Hotel-Modus – eine Propellerbremse hält die Blätter fest, und das Triebwerk versorgt das Flugzeug mit Strom und Klimaluft. Für dich heißt das: Ein stehender Propeller bedeutet nicht, dass das Triebwerk aus ist.

ATR, Dash 8 oder Twin Otter?

Neben der ATR gibt es in Europa nur wenige Regional-Turboprops. Mit drei Fragen grenzt du ein, was du vor dir hast.

Schnellbestimmung: Welcher Turboprop ist das?

Drei Beobachtungen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

ATR 42 oder ATR 72

Fahrwerk am Rumpf und flache Haltung sind typisch ATR. Jetzt entscheidet die Rumpflänge zwischen 42 und 72, die Propellerblätter zwischen alter und neuer Generation.

Wahrscheinlich

De Havilland Canada Dash 8-400

Fahrwerk in den Gondeln und die hochbeinige Haltung sind das Markenzeichen der Dash 8. Sie ist deutlich länger als jede ATR.

Wahrscheinlich

DHC-6 Twin Otter

Festes Fahrwerk und ein kleiner, kantiger Rumpf sprechen für die Twin Otter – ein Zubringer mit knapp 20 Sitzen für sehr kurze Pisten.

Der direkte Konkurrent der ATR 72 ist die Dash 8-400: größer, schneller, aber durstiger. Die DHC-6 Twin Otter spielt eine Klasse darunter. Wenn du generell an der Bauweise von Flugzeugen hängst, bringt dich der Beitrag Flugzeugtypen erkennen für Anfänger weiter.

AT46 und AT76 auf die Wunschliste

Setz ATR-Typen oder einzelne Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars – Planetrack meldet sich per Sichtungs-Alarm, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Frachter, Business-Kabine und ein gestoppter Kurzstarter

Neben den Passagierversionen hat ATR in den vergangenen Jahren einige Varianten herausgebracht, die für dein Logbuch besonders interessant sind.

Die ATR 72-600F ist der erste werkseitig gebaute Frachter der Familie. FedEx Express bestellte 2017 als Erstkunde 30 Maschinen, im Dezember 2020 nahm die erste den Betrieb auf – geflogen von ASL Airlines Ireland für FedEx in Europa. Erkennbar ist sie am fensterlosen Rumpf und an der großen Frachttür vorn. Vorsicht bei der Bestimmung: Viele ältere ATR 42 und ATR 72 wurden zu Frachtern umgebaut und haben überklebte oder überlackierte Fenster. Ohne Kennzeichen ist der Unterschied kaum zu erkennen. Tipps dazu stehen im Guide Frachtflugzeuge erkennen.

Ein Exot ist die Kabinenvariante ATR HighLine, eine reine Business-Ausstattung mit Einzelsitzen links und rechts des Gangs. Die erste Maschine dieser Art, eine ATR 72-600 mit 26 Sitzen, landete im Mai 2026 bei Berjaya Air in Kuala Lumpur. Auch Air Tahiti hat sich für die HighLine-Kabine entschieden. Von außen sieht man der HighLine nichts an – nur Kennzeichen und Betreiber verraten sie.

Ganz ohne Liniendienst blieb die ATR 42-600S. Die Kurzstartversion war für Pisten von rund 800 Metern ausgelegt. Im November 2024 stellte ATR die Entwicklung ein, weil der Markt kleiner ausfiel als erwartet. Ebenfalls nur als Studie existiert bislang die hybrid-elektrische Weiterentwicklung EVO, an der ATR seit 2022 arbeitet.

Was ATR für Spotter leicht macht

  • Nur eine Grundform – Hochdecker, T-Leitwerk, zwei Propeller
  • Fahrwerk am Rumpf trennt sicher von der Dash 8
  • Propellerblätter verraten sofort die Generation

Wo es auch bei ATR knifflig wird

  • -500 und -600 sehen von außen identisch aus
  • Umgebaute Frachter und 600F sind kaum zu unterscheiden
  • Kabinenvarianten wie HighLine sind von außen unsichtbar

Wo du ATR in Europa am besten siehst

Hier wird es für Spotter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ein wenig frustrierend. Weder Lufthansa noch Swiss oder Austrian Airlines betreiben ATR in der eigenen Flotte, auch die großen Ferienflieger nicht. Eine ATR im DACH-Raum ist deshalb meist ein Gast: ein ausländischer Regionalflug, ein Charter, ein Frachtzubringer oder eine Überführung zur Wartung. Manchmal fliegt eine ATR auch im Wet-Lease für eine andere Airline – was dahintersteckt, erklärt der Beitrag Wet-Lease erklärt.

Ganz anders sieht es am Rand Europas aus. Stand Oktober 2026 sind diese Betreiber für Spotter besonders ergiebig:

Region Betreiber Typen Wo du hinfährst
Kanaren Binter Canarias ATR 72-600 Alle Inselflughäfen, etwa der Spot Playa Honda auf Lanzarote
Irland und Großbritannien Emerald Airlines als Aer Lingus Regional ATR 72-600 Dublin, Belfast City, britische Regionalflughäfen
Schottland Loganair ATR 42, ATR 72, ATR-Frachter Schottische Flughäfen und Inseln
Griechenland Olympic Air für Aegean ATR 42-600, ATR 72-600 Athen und Inselflughäfen, etwa der Spot am Pistenende in Skiathos
Skandinavien Partner von SAS, Norra für Finnair ATR 72-600, ATR 72-500 Kopenhagen mit der Flyvergrillen, Helsinki
Italien Aeroitalia ATR 72-600 Inlandsverkehr, vereinzelt

Binter Canarias ist das Paradebeispiel: Die ATR 72-600 sind dort das Arbeitspferd im Inselverkehr und pendeln den ganzen Tag zwischen den Kanaren. In Irland fliegt Emerald Airlines seit März 2022 die Regionalstrecken von Aer Lingus mit ATR 72-600. Auch im Runway Visitor Park in Manchester tauchen Turboprops britischer und irischer Regionalairlines auf. Und wer ohnehin in die Karibik reist: Air Caraïbes setzt zwischen den Antillen ATR 72-600 ein.

Flotten und Einsätze ändern sich

Regionalflotten wechseln häufig den Betreiber, werden verleast oder zu Frachtern umgebaut. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor deiner Tour im Tracking-Dienst, welche AT46 und AT76 tatsächlich fliegen. Wie das geht, steht im Beitrag Flugverfolgung mit ADS-B.

Weltweit sind die Chancen ohnehin größer als in Mitteleuropa. Große ATR-Flotten fliegen in Asien, Lateinamerika und auf Pazifikinseln. Wie stark der Markt in Indien wächst, zeigt die Bestellung von FLY91 aus Goa: 40 ATR 72-600 fest, laut ATR die größte Festbestellung seit fast zehn Jahren, mit Auslieferungen zwischen 2027 und 2032. Weitere Tipps für die Jagd nach Raritäten findest du unter Seltene Flugzeuge spotten.

Spotting-Praxis: Turboprops richtig planen

Eine ATR verhält sich am Flughafen anders als ein Jet, und das wirkt sich auf deinen Standpunkt aus. Weil sie wenig Startstrecke braucht, hebt sie oft schon weit vor dem Pistenende ab. Wer am Bahnende auf einen tiefen Überflug wartet, sieht sie dort mitunter schon in beachtlicher Höhe. Ein Standpunkt seitlich der Piste, etwa auf Höhe der Bahnmitte, ist für Starts meist ergiebiger. Bei Landungen setzt die ATR früh auf und rollt häufig schon über die erste Abrollbahn ab.

An großen Flughäfen parken Regional-Turboprops oft auf Außenpositionen, Passagiere gehen zu Fuß oder fahren mit dem Bus zum Flugzeug. Von Besucherterrassen siehst du die ATR deshalb nicht immer gut. Plane den Spot lieber nach der aktiven Bahn als nach dem Terminal – und prüf vorher, ob dein Standort öffentlich zugänglich ist. Was rechtlich gilt, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen, die Grundlagen zur aktiven Bahn stehen in Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Bereit für deine ATR-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe einen Flug mit AT46 oder AT76 im Flugplan oder Tracking-Dienst gefunden.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Ich habe eine Verschlusszeit gewählt, bei der sich die Propeller sichtbar drehen.

Fototipps für ATR-Turboprops

Die ATR ist klein, aber fotogen. Damit das Bild lebendig wirkt, gibt es ein paar Besonderheiten.

Propeller drehen lassen

Mit sehr kurzer Verschlusszeit frierst du die Propeller ein, und das Flugzeug wirkt wie im Segelflug. Längere Zeiten zeigen eine Propellerscheibe. Den passenden Wert findest du im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit.

Mehr Brennweite einplanen

Mit rund 25 bis 27 Metern Spannweite ist die ATR deutlich kleiner als ein Mittelstreckenjet. Für formatfüllende Bilder aus der Distanz brauchst du entsprechend mehr Tele.

Auf Augenhöhe gehen

Beim Hochdecker zeigt ein erhöhter Standpunkt vor allem die Flügeloberseite. Auf Rumpfhöhe kommt die flache Haltung mit dem tief hängenden Rumpf am besten zur Geltung.

Flaches Licht nutzen

Bei hohem Sonnenstand wirft der Flügel einen kräftigen Schatten auf den oberen Rumpf. Morgens und abends mit der Sonne im Rücken werden die Ergebnisse gleichmäßiger – planen lässt sich das mit dem Beitrag Sonnenstand am Fotospot.

Es ist sicher eine ATR, wenn …

  • ein Hochdecker mit T-Leitwerk und zwei Propellern vor dir steht
  • das Hauptfahrwerk in Verkleidungen seitlich am Rumpf verschwindet
  • der Tracking-Dienst einen Code von AT43 bis AT76 zeigt

Noch offen ist, …

  • ob es eine -500 oder -600 ist, solange Code oder Kennzeichen fehlen
  • ob ein fensterloser Rumpf eine 600F oder ein umgebauter Frachter ist
  • welche Kabine eingebaut ist

Es ist keine ATR, wenn …

  • das Fahrwerk in die Triebwerksgondeln einfährt – dann ist es eine Dash 8
  • das Fahrwerk fest ist – dann ist es eher eine Twin Otter
  • du Strahltriebwerke siehst – dann bist du bei einem Regionaljet

ATR im Vergleich zu Airbus und Boeing

ATR gehört zur Hälfte zu Airbus, spielt aber in einer völlig anderen Liga. Während Airbus und Boeing Jets von 100 bis über 400 Sitzen bauen, konzentriert sich ATR ausschließlich auf Turboprops bis 78 Sitze. Überschneidungen gibt es kaum – höchstens mit dem kleinsten Airbus, dem A220-100, der auf manchen Regionalstrecken als Jet-Alternative fliegt. Für deine Sammlung heißt das: ATR ist eine eigene Kategorie, die du mit anderen Mitteln jagst als die großen Jets. Wie du die beiden großen Hersteller auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden.

Von der Twin Otter bis zur ATR 72

Mit Planetrack teilst du jede Turboprop-Sichtung mit allen Flugzeugdaten, findest über die Spot-Karte gute Standorte mit bestem Licht und tauschst dich mit der Community aus. Planetrack startet bald – trag dich jetzt in die Warteliste ein und sei von Anfang an dabei.

Fazit

ATR ist der Spezialist unter den Flugzeugherstellern: zwei Rumpflängen, eine Grundform, über vier Jahrzehnte konsequent weiterentwickelt. Für Spotter ist das ein Geschenk. Hochdecker, T-Leitwerk und Fahrwerk am Rumpf führen dich zur ATR, die Rumpflänge zur 42 oder 72, die Propellerblätter zur Generation – und der Typcode zur genauen Serie.

Der Haken liegt in der Geografie. Im deutschsprachigen Raum bleibt jede ATR ein Glücksfund, am Rand Europas dagegen ist sie Alltag. Wer sie sammeln will, plant eine Tour auf die Kanaren, nach Irland, Schottland oder Griechenland – oder lässt sich benachrichtigen, wenn einer der seltenen Gäste an den heimischen Flughafen kommt.

Kurzfazit

ATR baut als Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Leonardo nur ATR 42 und ATR 72. Mit Hochdecker, T-Leitwerk und Rumpffahrwerk erkennst du die Familie sofort – die genaue Serie liefern Typcode und Kennzeichen, die besten Chancen auf eine Sichtung die Insel- und Regionalflughäfen Europas.

Zusammenfassung

  • ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Rumpflängen – ATR 42 und ATR 72 – und hat sie in mehreren Generationen bis zur heutigen Serie -600 weiterentwickelt.
  • Nach eigener Angabe hat der Hersteller rund 1.900 Flugzeuge verkauft; die ATR fliegen bei etwa 200 Betreibern in rund 100 Ländern.
  • Für Spotter zählen drei Schritte: ATR-Grundform erkennen, Propellerblätter zählen, Rumpflänge einschätzen – die genaue Serie liefert der ICAO-Typcode.
  • Wer ATR gezielt sehen will, plant eine Tour zu Regional- und Inselflughäfen am Rand Europas oder nutzt Sichtungs-Alarme für die seltenen Gäste im DACH-Raum.

Häufige Fragen

Wofür steht die Abkürzung ATR?

Für Avions de Transport Régional auf Französisch und Aerei da Trasporto Regionale auf Italienisch – also sinngemäß „Regionaltransportflugzeuge“. Der zweisprachige Name spiegelt die französisch-italienische Herkunft des Unternehmens.

Gehört ATR zu Airbus?

Zur Hälfte. ATR ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem Airbus und der italienische Konzern Leonardo je 50 Prozent halten. Entstanden ist es 1981 aus einer Kooperation von Aérospatiale und Aeritalia, den Vorgängern der beiden heutigen Eigentümer. Auch die Führungsposten sind zwischen beiden Gesellschaftern ausgewogen verteilt.

Welche Flugzeuge baut ATR aktuell?

Die ATR 42-600 mit 30 bis 50 Sitzen, die ATR 72-600 mit bis zu 78 Sitzen und den werkseitigen Frachter ATR 72-600F. Daneben gibt es Kabinenvarianten wie die reine Business-Ausstattung HighLine. Die Kurzstartversion ATR 42-600S wurde 2024 eingestellt.

Wie unterscheide ich ATR 42 und ATR 72?

Über die Proportionen. Die ATR 42-600 ist gut 22,6 Meter lang und damit kürzer als ihre Spannweite – sie wirkt kompakt. Die ATR 72-600 misst gut 27 Meter und hat sichtbar mehr Fenster vor und hinter dem Flügel. Cockpit, Leitwerk und Triebwerke sind sehr ähnlich.

Wie unterscheide ich eine ATR von der Dash 8-400?

Am Fahrwerk. Die Dash 8-400 zieht ihr Hauptfahrwerk in die langen Triebwerksgondeln ein und steht hochbeinig auf dem Vorfeld. Bei der ATR verschwindet es in Verkleidungen seitlich am Rumpf, der Rumpf hängt deshalb sehr tief. Dazu ist die Dash 8-400 deutlich länger und hat eine spitzere Nase.

Welche ICAO-Typcodes haben die ATR-Modelle?

Die wichtigsten sind AT45 (ATR 42-500), AT46 (ATR 42-600), AT72 und AT73 (frühe ATR 72), AT75 (ATR 72-500) und AT76 (ATR 72-600). Abflugtafeln zeigen oft nur „ATR“ oder den IATA-Code „AT7“ – für die genaue Serie sind Tracking-Dienste mit ICAO-Code verlässlicher. Mehr dazu im Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Wo sehe ich in Deutschland eine ATR?

Selten und kaum planbar. Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines fliegen keine ATR in der eigenen Flotte. Du triffst sie bei ausländischen Regionalairlines, auf Charter-, Fracht- und Überführungsflügen. Am zuverlässigsten ist ein Alarm auf die Typcodes AT46 und AT76.

Was ist der Hotel-Modus einer ATR?

Am Boden hält eine Propellerbremse den rechten Propeller fest, während das Triebwerk läuft. So versorgt sich die ATR selbst mit Strom und Klimaluft und braucht keine externe Bodenstromversorgung. Ein stillstehender Propeller heißt also nicht, dass das Triebwerk aus ist – Absperrungen gelten deshalb immer.

Gibt es ATR-Frachtflugzeuge?

Ja. Die werkseitige ATR 72-600F hat keine Kabinenfenster, einen verstärkten Boden und eine große Frachttür vorn. Erstkunde war FedEx Express mit einer Bestellung über 30 Maschinen im Jahr 2017. Dazu fliegen viele ältere ATR 42 und ATR 72 als umgebaute Frachter, etwa im Zubringerverkehr für Paketdienste.

Sichtungen rund um ATR sammeln

Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

NT / IBB

Binter Canarias

Die Airline der Kanarischen Inseln: ATR-Turboprops im Inselhüpfer-Takt, Embraer E195-E2 für Festland, Madeira und Westafrika – und Flugzeuge mit Namen aus dem kanarischen Alltag.

EI / EIN

Aer Lingus

Irlands Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Dublin: gegründet 1936, seit 2015 Teil der IAG, ohne Allianz – und mit A321LR und A321XLR einer der spannendsten Single-Aisle-Betreiber über dem Nordatlantik.

LM / LOG

Loganair

Schottlands Regionalairline verbindet Inseln, Highlands und britische Städte – mit ATR-Turboprops, Embraer-Jets, Twin Ottern auf dem Strand von Barra und Islandern auf dem kürzesten Linienflug der Welt.

A3 / AEE

Aegean Airlines

Griechenlands größte Airline mit Drehkreuz Athen: Star-Alliance-Mitglied seit 2010, reine Airbus-A320-Familie im Jetverkehr und mit Olympic Air eine Tochter, die mit ATR-Turboprops die Inseln anfliegt.

FX / FDX

FedEx Express

Die größte Frachtairline der Welt aus Memphis: eine bunte Flotte aus MD-11, Boeing 777F, 767, 757 und A300, dazu Zubringer-Turboprops – und in Europa Drehkreuze in Paris und Köln/Bonn.

XZ / AEZ

Aeroitalia

Junge italienische Airline mit Sitz in Rom: Boeing-737-Flotte, ein paar ATR 72-600, viel Inlandsverkehr zu den Inseln – und ein Namensstreit mit ITA Airways, der Spotter-Logbücher kurz durcheinanderbrachte.

TX / FWI

Air Caraïbes

Die Airline der französischen Antillen: Sitz auf Guadeloupe, Langstrecke ab Paris-Orly mit Airbus A350 und A330, ein ATR-Netz zwischen den Inseln – und French Bee als Schwester im selben Konzern.

SK / SAS

SAS Scandinavian Airlines

Die skandinavische Netzwerk-Airline mit dem blauen Leitwerk: 1946 von Dänemark, Norwegen und Schweden gegründet, drei Drehkreuze, seit 2024 bei SkyTeam statt in der Star Alliance – und eine Flotte mit Kennzeichen aus vier Ländern.

AY / FIN

Finnair

Die finnische Netzwerk-Airline mit dem schlichten Weiß-Blau: 1923 als Aero gegründet, Drehkreuz Helsinki, oneworld-Mitglied und 2015 erste A350-Betreiberin Europas – mit einer Flotte, die du an der Kennzeichen-Reihe fast schon auswendig lernen kannst.

Typische Flugzeuge

Spotting-Spots rund um ATR

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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