Das Wichtigste in Kürze
- Die EMB 120 Brasilia ist ein 30-sitziger Regional-Turboprop von Embraer, Erstflug 1983, im Liniendienst ab 1985 – zuerst bei Atlantic Southeast Airlines in den USA.
- Schnellster Erkennungsweg: Tiefdecker plus T-Leitwerk plus Vierblatt-Propeller. Das passt zu kaum einem anderen Turboprop dieser Größe.
- Die USA waren ihr Hauptmarkt: SkyWest war der größte US-Betreiber und flog den Typ bis 2015.
- In Europa war sie ein kurzes Kapitel: DLT (heute Lufthansa CityLine) setzte sie ab 1986 ein, dazu kamen französische und belgische Regionalairlines.
- Heute fliegt sie vor allem als Frachter und bei kleinen Spezialbetreibern – im DACH-Raum ist jede Sichtung ein Highlight.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Embraer EMB 120 Brasilia?
- 2.Technik in Kürze
- 3.So erkennst du die Brasilia in drei Schritten
- 4.Varianten der EMB 120
- 5.Brasilia oder ein anderer Turboprop?
- 6.Betreiber in den USA: das große Kapitel
- 7.Die Brasilia in Europa
- 8.Betreiber weltweit heute
- 9.Spotting-Tipps für die Brasilia
- 10.Fototipps für die Brasilia
- 11.Häufige Verwechslungen ausschließen
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Embraer, São José dos Campos (Brasilien) |
|---|---|
| ICAO-Typcode | E120 |
| Erstflug | 27. Juli 1983 |
| Indienststellung | Oktober 1985 bei Atlantic Southeast Airlines (USA) |
| Gebaute Exemplare | gut 350 |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney Canada PW118, PW118A oder PW118B (je rund 1.800 WPS) |
| Propeller | vierblättrig, Hamilton Standard |
| Länge | rund 20,0 m |
| Spannweite | 19,78 m |
| Höhe | 6,35 m |
| Sitzplätze | typisch 30 |
| Besatzung | 2 Piloten, 1 Flugbegleiter |
| Max. Startgewicht (EMB 120ER) | rund 11,5 t |
| Reisegeschwindigkeit | rund 550 km/h |
| Reichweite mit 30 Passagieren | rund 1.750 km |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Tiefdecker mit T-Leitwerk – bei Turboprops dieser Größe eine eher seltene Kombination
- Zwei Turboprop-Triebwerke in schlanken Gondeln an der Flügelvorderkante, jeweils mit vierblättrigem Propeller
- Runder, schmaler Rumpf mit kleinen ovalen Fenstern; die Kabine hat nur einen Gang
- Mit rund 20 m Länge deutlich kürzer als ATR 72 oder Dash 8-400, aber größer als Beechcraft 1900D oder Jetstream 31
- Frachtversionen erkennst du oft an verschlossenen oder überlackierten Kabinenfenstern
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner Turboprop rollt aus, die Flügel sitzen unten am Rumpf, das Höhenleitwerk thront ganz oben auf der Seitenflosse, und vorne drehen sich zwei Vierblatt-Propeller: Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Embraer EMB 120 Brasilia. In den 1980er- und 1990er-Jahren war sie eines der wichtigsten Zubringerflugzeuge Nordamerikas, in Deutschland flog sie kurz bei der damaligen DLT. Heute ist sie selten geworden – und gerade deshalb ein begehrter Eintrag für jede Spotter-Sammlung. Hier erfährst du, wie du sie sicher erkennst, welche Varianten es gibt und wo du sie noch antriffst.
E120 in den Hangar
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Was ist die Embraer EMB 120 Brasilia?
Die EMB 120 Brasilia ist ein zweimotoriger Regional-Turboprop mit Druckkabine für typischerweise 30 Passagiere. Gebaut wurde sie vom brasilianischen Hersteller Embraer in São José dos Campos. Die Wurzeln des Projekts reichen bis in die 1970er-Jahre zurück: Embraer plante damals eine ganze Familie kleinerer Turboprops. Ende der 1970er-Jahre wurde der Entwurf neu ausgelegt und bekam den Namen der brasilianischen Hauptstadt.
Der Prototyp startete am 27. Juli 1983 zum Erstflug. Im Oktober 1985 nahm Atlantic Southeast Airlines in den USA den Typ als erster Betreiber in Dienst. Damit traf die Brasilia genau den Moment, in dem US-Regionalairlines nach der Deregulierung massenhaft Zubringerflüge für die großen Netzwerkgesellschaften übernahmen. Schnell, mit Druckkabine und einer Reichweite von rund 1.750 Kilometern mit voller Kabine, passte sie perfekt in dieses Geschäft.
Gebaut wurden je nach Quelle gut 350 Exemplare. Die zivile Serienfertigung lief um die Jahrtausendwende aus; danach konzentrierte sich Embraer ganz auf die Regionaljets. Die Brasilia gilt als letztes Turboprop-Verkehrsflugzeug des Herstellers – und als technischer Ausgangspunkt der ERJ-Familie, aus der unter anderem die ERJ 145 hervorging.
Technik in Kürze
Angetrieben wird die Brasilia von zwei Pratt & Whitney Canada PW118 (bzw. PW118A oder PW118B) mit jeweils rund 1.800 Wellen-PS. Die ersten Maschinen flogen noch mit dem schwächeren PW115. Die Triebwerke sitzen in schlanken Gondeln an der Vorderkante des Flügels und treiben vierblättrige Propeller von Hamilton Standard an.
Der Rumpf hat einen kreisrunden Querschnitt und ist schmal: In der Kabine gibt es nur einen Gang, Stehhöhe und Sitzbreite sind entsprechend knapp – für Flüge von ein bis zwei Stunden war das in dieser Klasse üblich. Der Flügel ist gerade, ohne Pfeilung, und sitzt unten am Rumpf. Das einziehbare Bugradfahrwerk wird hydraulisch betätigt.
Mit einer Reisegeschwindigkeit von rund 550 km/h war die Brasilia für einen Turboprop ihrer Größe flott. Die Dienstgipfelhöhe liegt bei knapp 30.000 Fuß.
So erkennst du die Brasilia in drei Schritten
Unter den kleinen Regional-Turboprops gibt es viele ähnliche Silhouetten. Mit drei gezielten Blicken grenzt du die Brasilia aber zuverlässig ein.
Wo sitzt der Flügel?
Die Brasilia ist ein Tiefdecker. Das schließt ATR 42/72, Dash 8, Dornier 328 und Fokker 50 sofort aus – alle haben den Flügel oben auf dem Rumpf.
Wie sieht das Heck aus?
Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse, ein klassisches T-Leitwerk. Die Saab 340 und die EMB 110 Bandeirante haben ihr Höhenleitwerk dagegen unten am Rumpf.
Größe und Propeller prüfen
Vier Blätter pro Propeller und ein Rumpf von rund 20 Metern. Die Beechcraft 1900D ist ebenfalls ein Tiefdecker mit T-Leitwerk, aber spürbar kleiner und mit nur 19 Sitzen.
Am Ende bestätigt wie immer das Kennzeichen den Typ. Gerade bei älteren Maschinen, die mehrfach den Betreiber gewechselt haben, lohnt der Blick ins Register; wie das funktioniert, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Praxis-Tipp: das Heck zuerst
Bei kleinen Turboprops im Gegenlicht oder auf größere Entfernung siehst du Details wie Propellerblätter kaum. Die Silhouette des Hecks erkennst du dagegen fast immer. Merk dir: Tiefdecker plus T-Leitwerk ist die Brasilia-Signatur.
Varianten der EMB 120
Die Brasilia blieb über ihre Bauzeit äußerlich weitgehend gleich. Die Unterschiede liegen vor allem in Gewicht, Reichweite und Innenausstattung.
| Variante | Merkmal | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| EMB 120 | Grundversion ab 1985, frühe Maschinen mit PW115 | Von außen wie die späteren Versionen |
| EMB 120RT | Frühe Serienvariante, Bezeichnung wird in Quellen unterschiedlich erklärt | Nur per Kennzeichen sicher bestimmbar |
| EMB 120ER | „Extended Range“, höheres Abfluggewicht, ab 1993 Standardmodell | Nur per Kennzeichen sicher bestimmbar |
| EMB 120ER Advanced | ER mit überarbeiteter Kabine und äußeren Verbesserungen | Nur per Kennzeichen sicher bestimmbar |
| EMB 120FC | Reiner Frachter („Full Cargo“) | Oft verschlossene Kabinenfenster |
| EMB 120QC | Schnell umrüstbar zwischen Passagieren und Fracht („Quick Change“) | Von außen kaum vom Passagierflugzeug zu unterscheiden |
| VC-97 / C-97 | Transport- und VIP-Version der brasilianischen Luftwaffe | Militärlackierung, Luftwaffen-Kennung |
Für Spotter sind vor allem die Frachtversionen relevant, denn viele ehemalige Passagiermaschinen wurden nach ihrer Airline-Karriere umgebaut. Ein typischer Hinweis sind fehlende oder verschlossene Kabinenfenster; sicher wird es erst mit dem Kennzeichen. Mehr zu Frachtern allgemein findest du im Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.
Brasilia oder ein anderer Turboprop?
Die häufigsten Verwechslungen passieren mit anderen kleinen Zweimotorigen. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: kleiner Regional-Turboprop
Embraer EMB 120 Brasilia
Tiefdecker, T-Leitwerk, rund 30 Sitze und Vierblatt-Propeller – das ist das typische Brasilia-Bild. Prüf zur Sicherheit noch das Kennzeichen.
Saab 340 oder EMB 110 Bandeirante
Tiefdecker mit tief angesetztem Höhenleitwerk: Die Saab 340 hat eine Druckkabine und rund 30 bis 36 Sitze, die ältere Bandeirante ist kleiner und ohne Druckkabine.
ATR, Dash 8 oder Dornier 328
Hochdecker mit T-Leitwerk sind die großen Familien der Regional-Turboprops. Die Unterscheidung erklärt der Guide zu den Turboprops weiter unten.
Beechcraft 1900D
Ebenfalls Tiefdecker mit T-Leitwerk, aber mit 19 Sitzen deutlich kleiner. Typisch sind zusätzliche kleine Leitflächen am Heck.
Die wichtigsten Abgrenzungen im Überblick:
| Typ | Flügel | Leitwerk | Größenklasse |
|---|---|---|---|
| EMB 120 Brasilia | Tiefdecker | T-Leitwerk | rund 30 Sitze |
| Saab 340 | Tiefdecker | konventionell, tief | rund 30 bis 36 Sitze |
| Dornier 328 | Hochdecker | T-Leitwerk | rund 30 Sitze |
| Beechcraft 1900D | Tiefdecker | T-Leitwerk | 19 Sitze |
| BAe Jetstream 41 | Tiefdecker | Höhenleitwerk auf halber Höhe der Flosse | rund 30 Sitze |
| ATR 42-500 | Hochdecker | T-Leitwerk | rund 48 Sitze |
Der Vorgänger EMB 110 Bandeirante ist ebenfalls ein Embraer-Tiefdecker, aber kleiner, ohne Druckkabine und mit konventionellem Leitwerk. Wer beide nebeneinander sieht, erkennt die Brasilia als den deutlich moderneren, „runderen“ Entwurf. Weitere Turboprops – von der ATR bis zur Dash 8-100 – grenzt du mit dem Guide Turboprops unterscheiden ab.
Betreiber in den USA: das große Kapitel
Ihren eigentlichen Erfolg feierte die Brasilia in Nordamerika. Erstbetreiber Atlantic Southeast Airlines flog sie als Zubringer für Delta. Größter US-Betreiber wurde SkyWest Airlines, die zeitweise mehr als 60 Maschinen im Einsatz hatte und sie unter anderem als United Express flog. Erst 2015 musterte SkyWest die letzten Brasilias aus.
Auch Comair gehörte zu den Betreibern; die Airline flog als Delta Connection. Unter der Marke Continental Express von Continental Airlines war der Typ ebenfalls unterwegs. Zu den späteren Betreibern zählte Great Lakes Airlines mit einer kleinen Flotte.
Die Brasilia-Ära in den USA ist auch mit schweren Unfällen verbunden, die die Flugsicherheit nachhaltig geprägt haben. Der Absturz von Comair-Flug 3272 im Januar 1997 bei Monroe in Michigan mit 29 Toten führte die Untersuchungsbehörde auf Vereisung im Flug zurück.
Nach dem Ende der Passagierkarriere wechselten viele Maschinen ins Frachtgeschäft. Zubringerdienste wie Ameriflight setzten Anfang der 2020er-Jahre noch rund zehn Brasilia-Frachter ein, ebenso kleinere Feeder-Betreiber. Wenn du in den USA an einem Regionalflughafen früh morgens oder abends einen kleinen Tiefdecker mit verschlossenen Fenstern siehst, lohnt ein zweiter Blick.
Seltene Typen nicht verpassen
Setz den Typ E120 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Liste – Planetrack benachrichtigt dich per Sichtungs-Alarm, wenn die Maschine an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Die Brasilia in Europa
In Europa blieb die Brasilia eine Randerscheinung, hat aber Spuren hinterlassen. In Deutschland bestellte die DLT, Vorgängerin der heutigen Lufthansa CityLine, 1985 eine erste Tranche von Brasilias. Ab Oktober 1986 flogen die Maschinen im Liniendienst, die Bestellung wurde später auf neun Festaufträge aufgestockt. Bei Fluggästen, die Jets gewohnt waren, kam der Turboprop allerdings nicht gut an, und schon ab 1989 wurden die Flugzeuge vollständig an andere Betreiber verleast.
In Frankreich setzten Régional und Air Littoral den Typ ein; Air Littoral verlor im Dezember 1987 eine Brasilia bei einem Anflugunfall in Bordeaux. In Belgien flog DAT die EMB 120. In Spanien betrieb Swiftair rund zehn Brasilias als Frachter, bevor die Airline den Typ 2023 ausmusterte; ein Teil der Maschinen ging an die griechische Tochter Swiftair Hellas. Laut einer Betreiberliste von 2018 nutzte außerdem ein ungarischer Betreiber in Budapest den Typ.
Einen Überblick über die Regionalairlines des Kontinents bekommst du im Beitrag Regionalairlines in Europa.
| Region | Trefferchance (Stand Oktober 2026) | Warum |
|---|---|---|
| Deutschland, Österreich, Schweiz | sehr niedrig | Kein Linienbetreiber, höchstens Überführungen, Fracht- oder Charterflüge |
| Südeuropa | niedrig | Vereinzelte Fracht- und Charterbetreiber in den vergangenen Jahren |
| USA | niedrig bis mittel | Frachtzubringer an Regionalflughäfen |
| Australien, Karibik, Afrika | mittel | Kleine Regional- und Charterbetreiber nutzen den Typ teils noch |
Bestand ändert sich laufend
Die Brasilia ist ein alter Typ, Ausmusterungen gehören zum Alltag. Verlass dich nicht auf ältere Betreiberlisten, sondern prüf aktuell im Tracking-Dienst, welche Maschinen mit dem Code E120 noch fliegen.
Betreiber weltweit heute
Abseits von Nordamerika und Europa ist die Brasilia vor allem dort zu finden, wo robuste, schnelle Turboprops für kleine Flugplätze gefragt sind. Betreiberlisten aus den späten 2010er-Jahren nennen unter anderem Airnorth und Skippers Aviation in Australien, interCaribbean Airways in der Karibik sowie Betreiber in Afrika und im Nahen Osten.
Dazu kommen Luftstreitkräfte: Die brasilianische Luftwaffe hat rund 20 Maschinen als Transporter und als VIP-Flugzeug VC-97 in ihrem Bestand geführt, auch Uruguay und Angola haben den Typ eingesetzt. Wie selten deine Sichtung im Vergleich ist, kannst du mit dem Guide Seltenheit einer Sichtung einschätzen bewerten.
Spotting-Tipps für die Brasilia
Weil Brasilias heute meist abseits fester Linienflugpläne unterwegs sind, brauchst du etwas Detektivarbeit.
Bereit für die Brasilia-Jagd?
- Ich habe im Tracking-Dienst nach dem Typcode E120 gefiltert.
- Ich kenne die Kennzeichen der noch aktiven Maschinen in meiner Region.
- Ich weiß, ob die Maschine als Fracht- oder Charterflug kommt und zu welcher Tageszeit.
- Ich kenne die Betriebsrichtung und einen öffentlich zugänglichen Standpunkt.
- Kamera ist auf Propellerfotografie eingestellt.
Frachtzubringer fliegen oft in den Tagesrandzeiten. Für eine einzelne Maschine lohnt es sich, ihr Kennzeichen gezielt zu verfolgen – wie das geht, zeigt der Guide Flugzeug per Kennzeichen verfolgen. Allgemeine Tipps zum Live-Tracking findest du unter Flugverfolgung mit ADS-B.
Fototipps für die Brasilia
Propeller bewegt zeigen
Wählst du die Verschlusszeit zu kurz, frieren die vier Blätter ein und die Maschine wirkt wie abgestellt. Wie du die richtige Zeit findest, erklärt der Guide Propeller fotografieren.
Seitenprofil fürs Leitwerk
Das T-Leitwerk und der tief sitzende Flügel sind die Erkennungsmerkmale. Im Seitenprofil oder in der Dreiviertelansicht kommen beide gleichzeitig zur Geltung.
Nah ran an kleinen Plätzen
Mit rund 20 Metern Länge ist die Brasilia klein. An Regionalflughäfen kommst du oft näher heran als an Drehkreuzen – nutze das, statt lange Brennweiten auszureizen.
Welche Ausrüstung du brauchst, steht in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Und wenn du gerade erst einsteigst, bringt dich Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.
Häufige Verwechslungen ausschließen
Es spricht für die Brasilia, wenn …
- der Flügel unten am Rumpf sitzt und das Höhenleitwerk ganz oben
- du vier Blätter pro Propeller zählst
- die Maschine etwa 30 Sitze hat und rund 20 m lang ist
- im Tracking-Dienst E120 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Maschine deutlich kleiner wirkt – dann könnte es eine Beechcraft 1900D sein
- das Höhenleitwerk auf halber Höhe der Flosse sitzt – typisch für die Jetstream 41
- du nur die Unterseite im Überflug siehst
Es ist keine Brasilia, wenn …
- der Flügel oben auf dem Rumpf sitzt
- das Höhenleitwerk unten am Rumpf ansetzt
- statt Propellern Strahltriebwerke am Heck hängen – dann bist du eher bei einem Regionaljet wie der ERJ 145
Fazit
Die EMB 120 Brasilia steht für eine wichtige Etappe in Embraers Geschichte: der Turboprop, mit dem der Hersteller den nordamerikanischen Regionalmarkt eroberte und auf dem später die Regionaljets aufbauten. Erkennen ist einfach – Tiefdecker, T-Leitwerk, Vierblatt-Propeller. Finden ist schwieriger: Im DACH-Raum ist sie heute ein echter Exot, in den USA, Australien und der Karibik triffst du sie mit etwas Planung noch als Frachter oder Zubringer an.
Kurzfazit
Tiefdecker plus T-Leitwerk plus vier Propellerblätter, rund 30 Sitze: Das ist die Brasilia. Wer sie gezielt sucht, filtert nach E120, verfolgt einzelne Kennzeichen und hält bei kleinen Frachtzubringern die Augen offen.
Zusammenfassung
- Die EMB 120 Brasilia ist Embraers letzter Turboprop-Linienflieger: Erstflug 1983, Erstbetreiber Atlantic Southeast Airlines 1985, gut 350 Exemplare gebaut.
- Ab 1993 war die reichweitenstärkere EMB 120ER das Standardmodell; daneben entstanden reine Frachter (FC), Kombi-Versionen (QC) und der VIP-Transporter VC-97 der brasilianischen Luftwaffe.
- Tiefdecker, T-Leitwerk und vierblättrige Propeller grenzen den Typ von ATR, Dash 8, Saab 340 und Dornier 328 ab.
- Wer eine Brasilia sehen will, sucht heute vor allem nach Frachtbetreibern in den USA, Australien und der Karibik – oder filtert in Tracking-Diensten nach E120.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die EMB 120 Brasilia?
Die Brasilia läuft unter E120. Mit diesem Code findest du sie in Tracking-Diensten und kannst gezielt nach den wenigen noch aktiven Maschinen suchen.
Warum heißt das Flugzeug Brasilia?
Embraer benannte den Turboprop nach der brasilianischen Hauptstadt Brasília. Der Name kam Ende der 1970er-Jahre, als das Projekt aus einer älteren Flugzeugfamilie heraus neu ausgelegt wurde.
Wie viele Passagiere passen in eine EMB 120?
Die typische Kabine hat 30 Sitze in einer Klasse mit einem Gang. Je nach Quelle und Auslegung werden auch etwas weniger oder mehr Plätze genannt. Für die Kabine ist ein Flugbegleiter vorgesehen, im Cockpit sitzen zwei Piloten.
Was ist der Unterschied zwischen EMB 120 und EMB 120ER?
Die EMB 120ER („Extended Range“) hat ein höheres Abfluggewicht und damit mehr Reichweite und Nutzlast. Sie wurde ab 1993 ausgeliefert und war danach das Standardmodell. Von außen siehst du den Unterschied kaum – hier hilft nur das Kennzeichen.
Wie unterscheide ich die Brasilia von der Saab 340?
Beide sind Tiefdecker mit zwei Turboprops und ähnlicher Größe. Die Saab 340 hat aber ein konventionelles Leitwerk mit tief angesetztem Höhenleitwerk, die Brasilia ein T-Leitwerk. Ein Blick aufs Heck reicht also.
Ist die EMB 120 noch im Einsatz?
Ja, aber nur noch in kleiner Zahl. Viele frühere Passagiermaschinen fliegen heute als Frachter, etwa bei US-Zubringerdiensten. Dazu kommen kleine Regional- und Charterbetreiber, unter anderem in Australien, der Karibik und Afrika, sowie Luftstreitkräfte. Welche Maschinen gerade aktiv sind, prüfst du am besten über den Typcode E120 in einem Tracking-Dienst.
Hat die Brasilia etwas mit der ERJ 145 zu tun?
Ja. Embraer entwickelte die Regionaljet-Familie ERJ ausgehend von der Brasilia. Bei der ERJ 145 merkst du die Verwandtschaft am schmalen, runden Rumpf mit nur einem Gang und am T-Leitwerk.
Embraer EMB 120 Brasilia sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Tiefdecker, zwei PT6-Turboprops, rund 15 bis 21 Sitze: Mit dem Bandeirante begann 1968 die Geschichte von Embraer. So erkennst du den brasilianischen Zubringer-Klassiker und findest die letzten Exemplare.
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