Das Wichtigste in Kürze
- Luxair ist die nationale Airline Luxemburgs mit Heimatbasis am Flughafen Luxemburg-Findel und gehört keiner Allianz an.
- Codes: IATA LG, ICAO LGL, Rufzeichen „LUXAIR“, Kennzeichen mit LX-.
- Gemischte Flotte: Dash 8-400 für kurze Strecken, Boeing 737 für Ferien- und dichtere Strecken, seit Januar 2026 Embraer E195-E2 im Liniendienst.
- Flottenumbau läuft: E195-E2 und E190-E2 von Embraer sowie 737-8 und 737-10 von Boeing lösen die ältere Generation bis Mitte der 2030er ab.
- Neue Bemalung: Mit der ersten E195-E2 kam ein frisches Design mit den Landesfarben am Leitwerk – alte und neue Optik fliegen parallel.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Luxair im Überblick
- 2.Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- 3.Die Flotte: Propeller, 737 und neue Embraer
- 4.Der große Flottenumbau
- 5.Embraer E195-E2: das neue Gesicht
- 6.So unterscheidest du die Luxair-Typen
- 7.Bemalung und Sonderlackierungen
- 8.Wo du Luxair spotten kannst
- 9.Luxair und Cargolux
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | LG |
|---|---|
| ICAO-Code | LGL |
| Rufzeichen | LUXAIR |
| Drehkreuze | LUX |
| Geschäftsmodell | Nationale Airline mit Linien- und Ferienflügen in Europa und rund ums Mittelmeer, dazu Reiseveranstalter LuxairTours |
| Sitz | Flughafen Luxemburg, Luxemburg |
| Gegründet | 1961 als Luxair, Flugbetrieb ab 1962 (erste Strecke Luxemburg–Paris mit Fokker F27); Vorgänger Luxembourg Airlines ab 1948 |
| Eigentümer | Mehrheitlich in öffentlicher Hand – größter Aktionär ist der Staat Luxemburg, daneben Banken wie Spuerkeess und BIL |
| Heimatflughafen | Flughafen Luxemburg-Findel (LUX) |
| Allianz | keine; Vielfliegerprogramm Miles & More, Codeshares u. a. mit Lufthansa, Austrian Airlines, Air France und TAP |
| Flotte (Stand Herbst 2026) | De Havilland Canada Dash 8-400, Boeing 737-700, 737-800 und 737-8 sowie Embraer E195-E2 |
| Bestellungen | Weitere Embraer E195-E2 und E190-E2 sowie Boeing 737-8 und 737-10; laut Luxair am Ende acht 737-8 und vier 737-10 |
| Fluggäste 2025 | mehr als 2,6 Millionen bei knapp 30.000 Flügen (laut Luxair) |
| Weitere Bereiche | LuxairTours (Pauschalreisen), Bodenabfertigung am Flughafen Luxemburg, Catering |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Luxair?
- Leitwerk in den Landesfarben Rot, Weiß und Hellblau – in der neuen Bemalung seit Ende 2025 als moderne Interpretation der Flagge
- Großer, kräftiger „Luxair“-Schriftzug am weißen Rumpf
- Kennzeichen beginnt mit LX-, bei Luxair meist LX-L…
- Viele Flüge mit der Dash 8-400: Schulterdecker mit zwei Propellern und hohem T-Leitwerk
- Neue Embraer E195-E2 mit großen Triebwerken und langen, schlanken Flügeln ohne Winglets
- Flugnummer beginnt mit LG, auf dem Tracker steht LGL
Luxair ist eine dieser Airlines, die du an deutschen Flughäfen nicht jeden Tag siehst – und genau deshalb freust du dich, wenn sie auftaucht. Die nationale Airline des Großherzogtums ist klein, hat aber eine der abwechslungsreichsten Flotten Europas: Propellerflugzeuge, drei Varianten der Boeing 737 aus zwei Generationen und brandneue Embraer-Jets. Dazu kommt 2026 ein Generationswechsel mit neuer Bemalung. Diese Seite zeigt dir, wie du Luxair erkennst, welche Typen du erwarten kannst und worauf du beim Notieren achtest.
Jede LX-Registrierung im Hangar
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Luxair im Überblick
Luxair ist die nationale Airline Luxemburgs. Die Wurzeln reichen bis 1948 zurück, als die Luxembourg Airlines gegründet wurde. Unter dem Namen Luxair startete das Unternehmen 1961, den Flugbetrieb nahm es 1962 auf – die erste Strecke führte mit einer Fokker F27 nach Paris.
Heimat ist der Flughafen Luxemburg, den viele nach dem Ortsteil nur „Findel“ nennen. Von dort fliegt Luxair laut eigenen Angaben zu mehr als 100 Zielen in Europa und darüber hinaus. 2025 waren es über 2,6 Millionen Fluggäste bei knapp 30.000 Flügen. Größter Anteilseigner ist der Staat Luxemburg; dazu kommen luxemburgische Banken wie die staatliche Spuerkeess und die BIL. Die Lufthansa war über viele Jahre ebenfalls beteiligt, hat ihre Anteile aber 2015 abgegeben.
Luxair ist mehr als eine Fluggesellschaft. Unter dem Dach des Unternehmens arbeiten der Reiseveranstalter LuxairTours, die Bodenabfertigung am Flughafen Luxemburg und ein eigenes Catering. Das erklärt auch, warum Luxair viele Ferienziele rund ums Mittelmeer, und in Nordafrika anfliegt: Die Flüge sind eng mit den Pauschalreisen verzahnt. Die Frachtabfertigung LuxairCARGO gehört seit Mai 2024 nicht mehr zu Luxair.
Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- IATA-Code LG: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel, im Ticket und in Flugplänen.
- ICAO-Code LGL: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen LUXAIR: so meldet sich die Crew im Funk.
- Kennzeichen LX-: das Länderpräfix Luxemburgs; Luxair-Flugzeuge tragen meist eine Kombination wie LX-L…
Bei Luxair passt das alles angenehm gut zusammen: Name, Rufzeichen und Kennzeichen-Präfix verweisen auf Luxemburg, Verwechslungen sind selten. Wenn du dich generell in die Systematik einarbeiten willst, helfen dir der Guide zu IATA- und ICAO-Codes und der Unterschied zwischen Callsign und Flugnummer.
LX ist nicht Luxair
Ein Klassiker unter Einsteigern: Der IATA-Code LX gehört zu SWISS, nicht zu Luxair. Bei Luxair ist LX nur das Länderpräfix im Kennzeichen am Rumpf. Welche Präfixe es sonst gibt, zeigt die Übersicht der Länderkennungen.
Die Flotte: Propeller, 737 und neue Embraer
Für eine Airline dieser Größe ist die Flotte erstaunlich gemischt. Das liegt an der Aufgabe: Luxair bedient kurze Geschäftsstrecken mit wenig Nachfrage genauso wie volle Ferienflüge ans Mittelmeer. Stand Herbst 2026 setzt sich die Flotte grob so zusammen:
| Typ | Sitze (laut Luxair bzw. Flottenangaben) | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| De Havilland Canada Dash 8-400 | 76 | Kurze Strecken, Geschäftsverkehr | Größte Gruppe, rund zehn Maschinen, wird aber schrittweise abgelöst |
| Boeing 737-700 | 141 | Ferien- und Linienflüge | Ältester Jet-Typ der Flotte |
| Boeing 737-800 | 186 | Ferienflüge, dichtere Strecken | Längerer Rumpf, zwei Notausgänge über dem Flügel |
| Boeing 737-8 | 186 | Ferien- und längere Strecken | Seit 2023 zwei geleaste, im August 2026 die ersten beiden eigenen |
| Embraer E195-E2 | 136 | Linienstrecken in Europa | Seit Januar 2026 im Liniendienst, neue Bemalung |
| Embraer E190-E2 | 100 | Geschäftsstrecken mit hoher Frequenz | Bestellt, erste Auslieferung laut Embraer Ende 2028 |
| Boeing 737-10 | 213 | Volle Ferien- und Geschäftsstrecken | Vier fest bestellt, noch nicht im Einsatz |
Die Dash 8-400 ist das Bild, das viele mit Luxair verbinden. Luxair hatte 2005 die letzten Fokker 50 abgegeben und damit vorerst keine Turboprops mehr, bestellte 2006 aber die Q400 und brachte sie ab 2007 wieder in die Flotte. Mit ihr kam 2007 auch die bisherige Bemalung. Inzwischen fliegt die Q400 weniger: Laut Geschäftsbericht ging ihr Einsatz schon 2025 zurück, und nach und nach übernehmen die neuen Embraer-Jets ihre Aufgaben.
Bei der Boeing 737 blickt Luxair auf eine lange Tradition zurück. Die erste Boeing, eine 737-200, kam 1977; es folgten 737-400, 737-500, 737-700 und 737-800. 2027 feiern Luxair und Boeing 50 Jahre Zusammenarbeit. Die neue Generation ist bereits da: Seit 2023 fliegen zwei geleaste 737-8, Ende August 2026 kamen die ersten beiden 737-8 in Luxairs eigenem Besitz dazu.
Die E195-E2 fehlt dir noch?
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Der große Flottenumbau
Luxair steckt mitten in der größten Flottenerneuerung ihrer Geschichte. Laut Luxair umfasst das Programm Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro und reicht bis etwa Mitte der 2030er-Jahre. Die Strategie ist klar: zwei Flugzeugfamilien mit jeweils zwei Größen, damit Piloten, Technik und Planung möglichst einheitlich bleiben.
Embraer E195-E2
Sechs fest bestellt. Die erste landete am 29. November 2025 in Luxemburg, im Januar 2026 begann der Liniendienst. Bis zur Jahresmitte 2026 waren vier im Einsatz.
Embraer E190-E2
Im Juli 2026 hat Luxair drei Exemplare fest bestellt. Die kleinere Version mit 100 Sitzen ist für Geschäftsstrecken mit vielen Frequenzen vorgesehen, die erste kommt laut Embraer Ende 2028.
Boeing 737-8
Acht 737-8 umfasst das Erneuerungsprogramm, die ersten beiden eigenen sind seit August 2026 da. Sie bieten bis zu 186 Plätze.
Boeing 737-10
Vier fest bestellt plus zwei Optionen. Mit 213 Sitzen ist sie die größte Version der neuen 737-Familie bei Luxair.
Für dich als Spotter bedeutet das: Die nächsten Jahre sind ein spannendes Fenster. Neue Typen und neue Registrierungen kommen dazu, während Q400, 737-700 und 737-800 nach und nach verschwinden. Wer die alte Flotte noch komplett im Logbuch haben will, wartet besser nicht zu lange – und dokumentiert die Abgänge genauso wie die Neuzugänge. Tipps dazu findest du im Artikel zum Sichtungs-Logbuch.
Hintergrund: GTF-Triebwerke im Winter
Die E195-E2 fliegt mit Getriebefan-Triebwerken von Pratt & Whitney. Für diese Triebwerksfamilie galten im Winter 2025/26 branchenweit vorübergehende Einschränkungen bei bestimmten Wetterlagen, etwa gefrierendem Nebel mit sehr schlechter Sicht. Luxair hat im Januar 2026 betont, dass es sich um ein branchenweites Thema handelt, das auch A220 und A320neo betrifft. Für dich heißt das: An sehr nebligen Wintertagen kann der Einsatz der Typen anders aussehen als im Plan.
Embraer E195-E2: das neue Gesicht
Die Embraer E195-E2 ist der Typ, mit dem Luxair ihre Zukunft zeigt. Sie hat eine Zwei-plus-zwei-Bestuhlung ohne Mittelsitz und laut Luxair bis zu 29 Prozent weniger Treibstoffverbrauch als Flugzeuge der Vorgängergeneration. Für Spotter ist sie gut erkennbar: lange, schlanke Flügel ohne Winglets, große Triebwerke unter den Flügeln und ein schlanker Rumpf, der deutlich länger wirkt als bei der älteren E190.
Die kleinere Schwester E190-E2 ist äußerlich fast gleich, nur kürzer. Wenn beide ab Ende des Jahrzehnts gemeinsam fliegen, hilft dir der Blick auf die Rumpflänge und die Zahl der Fenster vor dem Flügel. Im Zweifel klärt das Kennzeichen, welche Version du vor dir hast.
So unterscheidest du die Luxair-Typen
Auf den ersten Blick ist die Sache einfach: Propeller oder Jet. Spannend wird es bei den Jets, denn drei 737-Varianten und die Embraer teilen sich teils dieselben Strecken.
Das spricht für die 737-8
- Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante
- Geteilte Winglets mit Spitze nach oben und nach unten
- Spitz zulaufendes Heckende
- Auf Trackern als B38M geführt
Das spricht für 737-700 oder 737-800
- Glatte Triebwerksverkleidungen ohne Zacken
- Klassisches Heckende der Next Generation
- 737-700: kurzer Rumpf, ein Notausgang über dem Flügel pro Seite
- 737-800: langer Rumpf, zwei Notausgänge über dem Flügel
Die Dash 8-400 erkennst du dagegen sofort: hoch angesetzter Flügel, zwei große Propeller, T-Leitwerk und ein langes Hauptfahrwerk, das in die Triebwerksgondeln einfährt. Wenn du sie scharf und mit Propellerbewegung fotografieren willst, lies den Guide zur Verschlusszeit bei Propellern. Und wer unsicher ist, wie man Airbus und Boeing grundsätzlich auseinanderhält, startet mit Flugzeugtypen erkennen.
Bemalung und Sonderlackierungen
Luxair hat ihr Erscheinungsbild mehrfach angepasst. Das bisher bekannte Design kam 2007 mit der ersten Q400. Mit der ersten E195-E2 hat Luxair Ende 2025 eine überarbeitete Bemalung eingeführt: Das Leitwerk zeigt die Landesfarben Rot, Weiß und Hellblau als klare, moderne Interpretation der Flagge, der Luxair-Schriftzug ist größer und kräftiger. Da nicht alle Flugzeuge sofort umlackiert werden, fliegen alte und neue Optik derzeit parallel – ein hübsches Motiv für Vergleichsbilder.
Daneben setzt Luxair gern auf Sonderbemalungen mit Bezug zu Luxemburg:
- „den Atelier“ (LX-LGN): Eine Q400 im Pop-Art-Stil des französischen Künstlers Loïc Lusnia, zum 30. Geburtstag der Konzerthalle den Atelier, vorgestellt im April 2025 und laut Luxair für rund 18 Monate angekündigt.
- „Stand Speak Rise Up!“ (LX-LGF): Ab November 2024 auf einer Q400 unterwegs, als Zeichen gegen Gewalt an Frauen; inzwischen nicht mehr im Einsatz.
- Frühere Designs: etwa ein Street-Art-Motiv des Künstlers SUMO, eine Regenbogen-Lackierung zur Pride, ein Pink-October-Motiv sowie Designs zu Esch2022 und zum 60. Geburtstag der Airline.
Sonderlackierungen sind meist nur für eine begrenzte Zeit unterwegs, und einzelne Q400 verlassen die Flotte. Prüf deshalb vorher, ob die Maschine noch fliegt. Wie du Special Liveries gezielt aufspürst, erklärt der Guide Special Liveries finden.
Sonderlackierung nicht verpassen
Mit Planetrack richtest du einen Sichtungs-Alarm für ein Kennzeichen wie LX-LGN oder für Special Liveries ein und wirst benachrichtigt, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Wo du Luxair spotten kannst
Die meisten Luxair-Flüge sehen natürlich Spotter in Luxemburg selbst. Aber auch im deutschsprachigen Raum ist die Airline regelmäßig zu Gast. Stand 2026 fliegt Luxair unter anderem nach Berlin, Hamburg, München und Wien, im Sommer zusätzlich nach Sylt und Heringsdorf auf Usedom.
- München: Vom Besucherhügel am Flughafen München hast du viele Kurz- und Mittelstreckenflüge im Blick, darunter auch Luxair. Mehr zum Platz: Flughafen München.
- Hamburg: Der Affenfelsen am Flughafen Hamburg und die Besucherterrasse sind gute Orte für Q400 und Embraer.
- Berlin: Am BER bietet die Besucherterrasse einen Blick aufs Vorfeld; Hintergründe zum Flughafen Berlin Brandenburg.
- Wien: Die E195-E2 wurde mit einem Flug nach Wien eingeweiht. Vom Spotterhügel am Flughafen Wien aus kannst du sie neben Austrian Airlines fotografieren.
Gute Chancen auf Luxair, wenn …
- dein Flughafen eine Direktverbindung nach Luxemburg im Plan hat
- du die Ankunftszeit aus dem Flugplan kennst – oft gibt es nur ein bis zwei Umläufe am Tag
- Sommersaison ist und Inselstrecken wie Sylt oder Usedom bedient werden
Prüf es vorher, wenn …
- du einen bestimmten Typ suchst – Q400, 737 und E195-E2 wechseln je nach Tag
- du nach älteren Berichten planst, denn Strecken wie Frankfurt oder Saarbrücken gibt es nicht mehr
Eher kein Luxair-Tag, wenn …
- dein Flughafen keine Verbindung nach Luxemburg hat
Weil Luxair meist nur wenige Flüge pro Tag zu einem Ziel anbietet, zählt das Timing. Wirf vorher einen Blick auf einen Flugtracker und schau, welcher Typ heute auf dem Umlauf eingeteilt ist; der Guide zur Flugverfolgung per ADS-B zeigt dir, worauf du dabei achtest. Und damit du auf der richtigen Seite des Platzes stehst, lohnt sich ein Blick auf die Betriebsrichtung.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Luxair und Cargolux
Luxemburg ist für Spotter vor allem wegen der Fracht bekannt: Am Findel sitzt Cargolux, eine der großen Nurfracht-Airlines Europas mit Boeing-747-Flotte. Luxair war an der Gründung von Cargolux beteiligt und hält bis heute eine Minderheitsbeteiligung. Im Alltag sind es aber zwei getrennte Airlines mit eigenen Codes und eigenem Auftritt. Wer eine 747 mit LX-Kennzeichen sieht, hat also mit hoher Wahrscheinlichkeit Cargolux vor sich, nicht Luxair – Luxair fliegt heute keine Großraumflugzeuge.
Häufige Verwechslungen
- LX für Luxair halten – der IATA-Code LX gehört zu SWISS, Luxair hat LG. LX- ist nur das Kennzeichen-Präfix.
- Jedes LX-Kennzeichen Luxair zuordnen – auch Cargolux und andere luxemburgische Betreiber tragen LX-.
- 737-8 und 737-800 verwechseln – die Bezeichnungen klingen fast gleich, die 737-8 ist aber die MAX-Generation mit gezackten Triebwerksverkleidungen.
- E195-E2 als alte E195 notieren – die E2 hat größere Triebwerke, längere Flügel ohne Winglets und gehört bei Luxair zur neuen Bemalung.
- Alte und neue Bemalung für zwei Airlines halten – beide Designs gehören zu Luxair und fliegen parallel.
- Luxair für ein Allianzmitglied halten – trotz Miles & More und Lufthansa-Codeshares ist Luxair in keiner Allianz.
Luxair im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, die neue E195-E2 oder Sonderlackierungen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Luxair ist klein, aber für Spotter ein echter Gewinn. Kaum eine andere europäische Airline bringt Turboprops, drei 737-Varianten und neue Embraer-Jets unter einem Dach zusammen – und gerade jetzt, im Flottenumbau, ändert sich das Bild von Monat zu Monat. Wer Kennzeichen sauber notiert und sowohl die alte als auch die neue Bemalung festhält, dokumentiert ein Stück Luftfahrtgeschichte des Großherzogtums.
Kurzfazit
Luxair (IATA LG, ICAO LGL) ist die nationale Airline Luxemburgs mit gemischter Flotte aus Dash 8-400, Boeing 737 und Embraer E195-E2. Das LX-Kennzeichen und die Landesfarben am Leitwerk verraten sie, der laufende Flottenumbau macht jede Sichtung spannend.
Zusammenfassung
- Luxair erkennst du an den Landesfarben Rot, Weiß und Hellblau und am LX-Kennzeichen; Flugnummern beginnen mit LG, Tracker zeigen LGL.
- Die Flotte ist für eine kleine Airline erstaunlich vielfältig: Turboprops, drei Boeing-737-Varianten und neue Embraer-Jets – ideal, um Typen zu üben.
- Spannend für 2026 und die Folgejahre ist der Generationswechsel: Neue Typen und neue Bemalung kommen, Q400 und ältere 737 verschwinden nach und nach.
- In Deutschland siehst du Luxair vor allem in Berlin, Hamburg und München, saisonal auch auf Sylt und Usedom; der Flugplan ändert sich aber regelmäßig.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Luxair?
Der IATA-Code von Luxair ist LG, der ICAO-Code LGL. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „LUXAIR“. Die Flugzeuge sind in Luxemburg registriert und tragen Kennzeichen mit dem Präfix LX-.
Gehört Luxair zu einer Allianz?
Nein. Luxair ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline nutzt aber das Vielfliegerprogramm Miles & More und hat Codeshare-Abkommen mit mehreren Airlines, darunter Lufthansa, Austrian Airlines, Air France, TAP Air Portugal und Turkish Airlines.
Welche Flugzeuge fliegt Luxair?
Stand Herbst 2026 fliegt Luxair die Turboprop De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400), die Boeing 737-700, 737-800 und 737-8 sowie die Embraer E195-E2. Bestellt sind weitere E195-E2, drei E190-E2 und weitere 737-8 sowie vier 737-10. Die genaue Zahl je Typ ändert sich während des Flottenumbaus laufend.
Seit wann fliegt Luxair die Embraer E195-E2?
Die erste E195-E2 landete am 29. November 2025 in Luxemburg. Im Januar 2026 ging der Typ in den Liniendienst, offiziell eingeweiht wurde er am 17. Januar 2026 mit einem Flug nach Wien. Laut Luxair kamen in der ersten Jahreshälfte 2026 vier E195-E2 in die Flotte.
Was ist die neue Luxair-Bemalung?
Mit der ersten E195-E2 hat Luxair eine überarbeitete Bemalung eingeführt. Das Leitwerk zeigt eine moderne, klare Interpretation der luxemburgischen Flagge, dazu kommt ein größerer, kräftigerer Luxair-Schriftzug. Weil ältere Flugzeuge erst nach und nach umlackiert oder ersetzt werden, siehst du derzeit beide Designs.
Fliegt Luxair Langstrecke?
Nein, nicht mehr. Luxair konzentriert sich auf Europa, Nordafrika und einzelne Mittelstrecken. Historisch gab es Verbindungen etwa nach Johannesburg und New York. Ein Saisonflug nach Dubai wurde laut Luxair auf Februar 2027 verschoben, der Start nach Abu Dhabi auf Ende 2027.
Was hat Luxair mit Cargolux zu tun?
Luxair war an der Gründung von Cargolux beteiligt und hält bis heute eine Minderheitsbeteiligung. Operativ sind es aber zwei getrennte Airlines: Luxair fliegt Passagiere, Cargolux reine Frachtflüge, vor allem mit Boeing 747.
Wo kann ich Luxair in Deutschland spotten?
Luxair fliegt ab Luxemburg unter anderem nach Berlin, Hamburg und München, im Sommer auch nach Sylt und Heringsdorf auf Usedom (Stand 2026). Auf diesen Strecken sind oft die Dash 8-400 oder die neuen E195-E2 unterwegs. Prüf vor der Tour den aktuellen Flugplan, denn Strecken und Flugzeugtypen wechseln.
Luxair im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
FlugzeugtypEmbraer E190-E2
Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
Weitere Airlines
Cargolux
Europas große Nurfracht-Airline aus Luxemburg: eine reine Flotte aus Boeing 747-400F und 747-8F, Erstkunde der 747-8F, Basis am Flughafen Luxemburg und eine Tochter in Mailand.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
NetzwerkAustrian Airlines
Österreichs Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Wien: seit 2009 Teil der Lufthansa Group, seit 2000 in der Star Alliance – und mitten im größten Flottenumbau seit Jahren.
NetzwerkSwiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Wo du Luxair vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
SpotterhügelAffenfelsen am Flughafen Hamburg
Der bekannteste Spotterpunkt am Hamburger Flughafen: Vom Affenfelsen an der Holtkoppel schaust du ohne Leiter über den Zaun auf die Piste 15/33 – mit Kiosk-Café direkt nebenan und der Sonne am Vormittag im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Berlin Brandenburg
Der einzige offizielle Aussichtspunkt am Hauptstadtflughafen: Die Besucherterrasse auf Terminal 1 liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs, ist täglich geöffnet und mit der Bahn direkt erreichbar. Was du dort siehst, wann das Licht passt und wo ihre Grenzen liegen.
SpotterhügelSpotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
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