Das Wichtigste in Kürze
- Die Lineage 1000 ist eine E190 mit VIP-Kabine: gleicher Rumpf, gleiche Flügel, aber Zusatztanks im Unterflurraum und Platz für höchstens 19 Gäste.
- Extrem selten: Embraer hat nur 28 Exemplare ausgeliefert und den Vertrieb im August 2020 eingestellt.
- Im Tracking läuft sie als E190 – den Unterschied zur Linienmaschine verraten Kennzeichen, Betreiber und Rufzeichen.
- Von außen trennst du sie von der Linien-E190 vor allem über Lackierung, Kennzeichen und Parkposition, nicht über die Form.
- Beste Chancen hast du an Flughäfen mit viel Businessverkehr und bei Großereignissen, nicht an Regionalflughäfen mit E-Jet-Linienverkehr.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Embraer Lineage 1000?
- 2.Die Kabine: ein fliegendes Apartment
- 3.Lineage 1000 oder Linien-E190?
- 4.Der Platz im Bizjet-Markt
- 5.Militärische und staatliche Nutzung
- 6.Wo du eine Lineage 1000 sehen kannst
- 7.So findest du die Lineage im Tracking
- 8.Fototipps für die Lineage 1000
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Embraer (Brasilien) |
|---|---|
| Basis | Embraer E190 (E-Jet-Familie, erste Generation) |
| ICAO-Typcode | E190 (gleicher Code wie der Linien-E190) |
| Vorstellung | 2. Mai 2006 |
| Erstflug | 26. Oktober 2007 |
| Zulassung | ANAC und EASA Dezember 2008, FAA 7. Januar 2009 |
| Weiterentwicklung | Lineage 1000E (vorgestellt Oktober 2013) |
| Gebaute Exemplare | 28 (Auslieferungen 2009 bis 2017) |
| Vertriebsende | August 2020 |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF34-10E (Varianten je nach Version) |
| Länge | 36,24 m |
| Spannweite | 28,72 m |
| Höhe | 10,57 m |
| Passagiere | typisch rund 13, maximal 19 |
| Max. Startgewicht | 54.500 kg |
| Reichweite | gut 8.000 km, Lineage 1000E bis rund 8.500 km |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Silhouette einer Embraer E190: Triebwerke unter den Flügeln, klassische nach oben gebogene Winglets, Rumpf von gut 36 Metern
- Keine Airline-Lackierung, sondern meist ein schlichtes Weiß mit Zierstreifen oder ein dezentes Firmen- bzw. Staatsdesign
- Kennzeichen aus typischen Bizjet-Registern statt eines Linien-Callsigns – im Tracking erscheint oft nur das Kennzeichen als Rufzeichen
- Parkposition auf dem General-Aviation-Vorfeld oder am Businessterminal statt am Linien-Gate
- Deutlich größer als jeder andere Embraer-Businessjet – neben einer Legacy 600 oder Praetor 600 wirkt sie wie ein Linienflugzeug
Aktualisiert: Oktober 2026 – Eine E190 rollt über das Vorfeld, aber irgendetwas passt nicht: keine Airline-Farben, ein exotisches Kennzeichen, und statt zum Gate biegt sie zum Businessterminal ab. Gut möglich, dass du gerade eine Embraer Lineage 1000 vor dir hast – Embraers größten Businessjet und eine der seltensten Varianten der E-Jet-Familie. Nur 28 Maschinen wurden gebaut. Hier erfährst du, was die Lineage von der Linien-E190 unterscheidet, warum sie im Tracking so leicht untergeht und wo deine Chancen auf eine Sichtung am besten stehen.
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Was ist die Embraer Lineage 1000?
Die Lineage 1000 ist im Kern eine Embraer E190, die für Privat- und Staatskunden umgebaut wurde. Embraer stellte das Konzept am 2. Mai 2006 vor und positionierte es als „Ultra-Large“-Businessjet – eine Klasse über klassischen Langstrecken-Bizjets wie Gulfstream oder Global, aber unterhalb der großen VIP-Ableger von Airbus und Boeing.
Die Idee dahinter ist simpel: Statt eine Kabine von Grund auf neu zu entwickeln, nutzte Embraer den breiten Rumpf des Regionaljets. Der Double-Bubble-Querschnitt der E-Jets bietet Stehhöhe und eine Kabinenbreite, die viele gleich teure Businessjets nicht erreichen. Im Unterflur-Frachtraum, wo bei der Linienversion Koffer liegen, sitzen bei der Lineage zusätzliche Treibstofftanks. Dadurch verdoppelt sich die Reichweite gegenüber der E190 annähernd.
Der Erstflug fand am 26. Oktober 2007 statt. Die brasilianische Luftfahrtbehörde ANAC und die europäische EASA ließen das Muster im Dezember 2008 zu, die US-Behörde FAA folgte am 7. Januar 2009. Danach liefen die Auslieferungen an. Im Oktober 2013 stellte Embraer die überarbeitete Lineage 1000E vor, mit größerer Reichweite und neuen Ausstattungsoptionen.
Kommerziell blieb die Lineage ein Nischenprodukt. Nach den Auslieferungsstatistiken verließen zwischen 2009 und 2017 genau 28 Maschinen das Werk, im August 2020 beendete Embraer den Vertrieb offiziell. Seitdem konzentriert sich der Hersteller im Geschäftsreisesegment auf kleinere Jets. Mehr zur Firmengeschichte findest du auf der Seite zu Embraer.
Die Kabine: ein fliegendes Apartment
Wo in der Linien-E190 rund 100 Passagiere in einer 2+2-Bestuhlung sitzen, finden in der Lineage 1000 höchstens 19 Personen Platz. Typisch sind eher um die 13 Sitze, verteilt auf bis zu fünf getrennte Kabinenbereiche. Je nach Kundenwunsch umfasst das Lounge, Konferenz- oder Essbereich, Ruhezonen und auf Wunsch ein Schlafzimmer am hinteren Ende. Dazu kommen ein Waschraum mit fließendem Wasser und ein begehbarer Gepäckraum im Heck, der während des Flugs erreichbar ist.
Für dich als Spotter ist das Innenleben natürlich unsichtbar. Es erklärt aber, warum die Maschinen so selten öffentlich auftauchen: Viele Lineage gehören Privatpersonen, Firmen oder Regierungen und fliegen unregelmäßig, oft auf Strecken ohne festen Flugplan. Einige Exemplare werden auch von Charteranbietern vermarktet, die den Jet für Gruppenreisen anbieten.
Lineage 1000 oder Linien-E190?
Hier liegt die eigentliche Herausforderung. Die Lineage teilt mit der E190 Rumpf, Flügel, Winglets, Leitwerk und Triebwerksfamilie. Mit 36,24 Metern Länge und 28,72 Metern Spannweite sind die Maße praktisch identisch. Wer nur auf die Form schaut, wird keinen Unterschied finden.
| Merkmal | Lineage 1000 | E190 (Linie) |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | E190 | E190 |
| Länge | 36,24 m | 36,25 m |
| Spannweite | 28,72 m | rund 28,7 m |
| Passagiere | bis 19 | typisch rund 96 bis 114 |
| Max. Startgewicht | 54.500 kg | je nach Version niedriger (z. B. 51.800 kg) |
| Unterflurraum | Zusatztanks | Frachtraum |
| Lackierung | privat, Firmen- oder Staatsdesign | Airline-Farben |
| Gebaute Exemplare | 28 | mehrere Hundert |
Weil die Form keine Antwort liefert, arbeitest du mit Indizien:
Lackierung prüfen
Eine E190 ohne Airline-Namen, mit weißem Rumpf und dezenten Zierlinien ist verdächtig. Linien-E190 tragen fast immer die Farben ihrer Airline oder eines Wetlease-Partners.
Kennzeichen lesen
Bizjets sind häufig in Registern eingetragen, die bei Geschäftsflugzeugen beliebt sind. Ein solches Kennzeichen auf einer E190-Silhouette ist ein starkes Signal – die Registerdatenbank bestätigt es dann.
Parkposition beobachten
Rollt die Maschine zum Vorfeld für Geschäftsreiseflugzeuge oder zu einem privaten Terminal statt zum Linien-Gate, spricht viel für eine Lineage.
Rufzeichen im Tracking
Linienflüge laufen mit Airline-Callsign und Flugnummer. Bei privaten Flügen siehst du oft nur das Kennzeichen oder ein Charter-Rufzeichen.
Achtung bei Ex-Airline-E190 im VIP-Dienst
Nicht jede weiß lackierte E190 ist eine Lineage. Es gibt auch reguläre E190, die Regierungen, Charterfirmen oder Sportteams mit geänderter Kabine nutzen. Die Unterscheidung schaffst du nur über das Kennzeichen und die Bauversion in einer Datenbank – die Lineage ist dort in der Regel als eigenes Modell (Lineage 1000 bzw. ERJ 190-100 ECJ) geführt.
Wie du die Linienvarianten der Familie voneinander trennst, erklärt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden. Wenn du die Lineage einmal neben einer E190-E2 siehst, hilft der Blick auf die Flügelspitzen: Die Lineage hat die klassischen, nach oben gebogenen Winglets der ersten Generation.
Der Platz im Bizjet-Markt
Die Lineage 1000 stand im Wettbewerb mit zwei Gruppen. Auf der einen Seite die klassischen Langstrecken-Businessjets wie Bombardier Global 7500, Gulfstream G650 oder Dassault Falcon 8X, die weiter fliegen, aber deutlich schmalere Kabinen haben. Auf der anderen Seite die VIP-Versionen großer Linienjets, etwa der Boeing Business Jet auf 737-Basis oder der Airbus ACJ319. Die bieten noch mehr Platz, kosten aber auch mehr.
Die Lineage versuchte, sich genau dazwischen zu platzieren: viel Kabine für vergleichsweise wenig Geld. Für das Jahr 2019 wird ein Stückpreis von rund 50 Millionen US-Dollar genannt, also in der Region großer klassischer Bizjets. Am Markt setzte sie sich dennoch nicht breit durch.
Innerhalb von Embraers eigener Businessjet-Palette ist sie das Flaggschiff. Die nächstkleinere Maschine, die Legacy 600, basiert ebenfalls auf einem Regionaljet, nämlich der ERJ-135, ist aber viel schlanker und hat Hecktriebwerke. Die Praetor 600 ist eine komplett eigene Konstruktion. Neben beiden wirkt die Lineage wie ein Linienflugzeug, das sich auf das falsche Vorfeld verirrt hat.
Schnellbestimmung: großer Bizjet oder Linienflugzeug?
Embraer Lineage 1000
E-Jet-Form ohne Airline-Farben passt gut zur Lineage. Prüf jetzt Kennzeichen und Bauversion in einer Datenbank, denn auch reguläre E190 werden als VIP-Flieger genutzt.
Linien-E190
Mit Airline-Farben ist es fast immer eine normale E190 im Liniendienst. Die Lineage taucht nicht in Airline-Lackierung auf.
Embraer E190-E2 oder E195-E2
Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen gehören zur zweiten E-Jet-Generation. Eine Lineage auf E2-Basis gibt es nicht.
Klassischer Businessjet
Hecktriebwerke deuten auf Gulfstream, Global, Falcon oder Embraers Legacy und Praetor. Der Guide zu Businessjet-Typen hilft weiter.
BBJ oder ACJ
Ist die Maschine sichtbar länger und größer als eine E190, steht eher ein VIP-Ableger von Boeing oder Airbus vor dir.
Wenn du dich generell in die großen Privatjets einarbeiten willst, lohnt sich der Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden.
Militärische und staatliche Nutzung
Neben Privat- und Firmenkunden haben auch staatliche Stellen Interesse an der Lineage gezeigt. Am bekanntesten ist das Projekt Sea Sultan der pakistanischen Marine: Sie gab im Oktober 2020 bekannt, die Lineage 1000 als Basis für ein neues Seeaufklärungsflugzeug als Ersatz der alternden P-3C Orion zu nutzen. Wie weit der Umbau inzwischen fortgeschritten ist, lässt sich aus öffentlichen Quellen nicht verlässlich sagen.
Für Spotter in Europa spielt das kaum eine Rolle, zeigt aber, dass die Lineage-Flotte nicht nur aus Privatflugzeugen besteht. Wer sich für Staatsmaschinen interessiert, findet im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten passende Tipps.
Wo du eine Lineage 1000 sehen kannst
Eine Lineage lässt sich nicht nach Flugplan „abholen“. Die Maschinen fliegen dorthin, wo ihre Eigentümer oder Charterkunden hinwollen, und das ändert sich von Woche zu Woche. Trotzdem gibt es Orte, an denen die Wahrscheinlichkeit höher ist.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | mittel | Starker Businessverkehr, Messen und internationale Organisationen |
| Zürich | mittel | Viel Geschäftsreiseverkehr, besonders bei Großveranstaltungen in der Schweiz |
| Nizza | mittel, saisonal | Klassisches Ziel für Privatjets an der Côte d’Azur, vor allem im Sommer |
| London-Luton | mittel | Einer der wichtigsten Bizjet-Flughäfen rund um London |
| Große deutsche Drehkreuze | niedrig | Gelegentliche Besuche, etwa zu Messen oder Gipfeltreffen |
| Regionalflughäfen | sehr niedrig | Nur bei Einzelanlässen |
Der Flughafen Genf ist im deutschsprachigen Raum vermutlich die beste Adresse für große Bizjets. Von der Aussichtsterrasse hast du Vorfeld und Piste gut im Blick; der Beitrag Planespotting in Genf zeigt, worauf du dort achten solltest. In Zürich ist der Butzenbüel ein beliebter Standpunkt, gerade wenn größere Events in der Schweiz viel Privatverkehr anziehen. Mehr zum Flughafen findest du auf der Seite Flughafen Zürich und im Guide Planespotting in Zürich.
Im Sommer lohnt sich ein Blick nach Südfrankreich, wo der Flughafen Nizza zu den Hotspots für Privatjets zählt. In Großbritannien ist London-Luton eine gute Wahl.
Flotten ändern sich ständig
Lineage-Maschinen wechseln Eigentümer, Register und Kennzeichen, manche werden abgestellt oder umgebaut. Verlass dich nicht auf alte Betreiberlisten, sondern prüfe vor einer Tour aktuelle Tracking-Daten.
So findest du die Lineage im Tracking
Weil die Lineage den ICAO-Code E190 trägt, verschwindet sie in Tracking-Apps zwischen Hunderten von Linienflügen. Ein Filter auf den Typcode allein reicht also nicht. Besser funktioniert es, wenn du die Kennzeichen bekannter Lineage-Maschinen recherchierst, etwa per Abfrage im Luftfahrzeugregister, und sie dann gezielt per Kennzeichen verfolgst. Wie du solche Alarme in gängigen Diensten einrichtest, zeigt der Beitrag Flugverfolgung-Alarme einrichten, die Grundlagen stehen im Guide Flugverfolgung mit ADS-B.
Ein weiterer Hinweis ist das Rufzeichen: Eine E190, die ohne Airline-Flugnummer unterwegs ist und einen Businessflughafen ansteuert, verdient einen zweiten Blick. Beachte dabei, dass manche Privatflugzeuge ihre Daten in öffentlichen Diensten ausblenden lassen.
Kein seltener Bizjet mehr verpasst
Richte Sichtungs-Alarme für einzelne Kennzeichen ein, und Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps für die Lineage 1000
Wenn du eine Lineage erwischst, zählt jedes Bild. Ein paar Punkte helfen dir, das Beste daraus zu machen.
Kennzeichen scharf ins Bild
Bei einer Maschine, die wie eine E190 aussieht, ist das Kennzeichen der eigentliche Beweis. Achte darauf, dass es auf mindestens einem Bild gut lesbar ist.
Auf dem Vorfeld fotografieren
Bizjets parken oft länger. Eine Aufnahme am Boden zeigt Lackierung und Details besser als ein schneller Anflugschuss.
Weiße Lackierung belichten
Viele Lineage sind überwiegend weiß. Belichte eher etwas knapper, damit der Rumpf in der Sonne nicht ausfrisst.
Licht vorab planen
Wenn du weißt, wann die Maschine abfliegt, plane die Sonnenposition. Der Guide zum Sonnenstand am Fotospot zeigt, wie es geht.
Ob dein Standpunkt erlaubt ist, klärt der Beitrag Ist Planespotting erlaubt?. Und wie du Businessjets allgemein am besten erwischst, steht im Guide Businessjets spotten.
Bereit für die Bizjet-Jagd?
- Ich kenne die aktuellen Kennzeichen einiger Lineage-Maschinen.
- Ich habe einen Alarm für diese Kennzeichen eingerichtet.
- Ich weiß, wo das Bizjet-Vorfeld an meinem Flughafen liegt.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine Lineage 1000, wenn …
- eine E190-Silhouette ohne Airline-Farben auftaucht
- das Kennzeichen in der Datenbank als Lineage geführt ist
- die Maschine am Businessterminal parkt
- im Tracking kein Airline-Callsign erscheint
Sieh genauer hin, wenn …
- eine E190 in Regierungs- oder Charterlackierung fliegt – das kann auch eine umgebaute Linienmaschine sein
- die Lackierung weiß ist, aber ein kleiner Airline-Schriftzug auftaucht
Es ist keine Lineage 1000, wenn …
- die Flügelspitzen lang und schräg ausgezogen sind – dann ist es eine E2
- die Triebwerke am Heck sitzen
- der Rumpf sichtbar kürzer ist, wie bei E175 oder E170
- die Maschine regulär mit Airline-Flugnummer unterwegs ist
Fazit
Die Lineage 1000 ist eine der kniffligsten Sichtungen, die die E-Jet-Familie zu bieten hat. Sie sieht aus wie eine ganz normale E190, trägt denselben Typcode und fliegt ohne festen Flugplan. Genau das macht sie für Spotter so reizvoll: Wer sie erkennt, hat genau hingesehen. Mit nur 28 gebauten Maschinen und dem Vertriebsende 2020 wird sie nicht häufiger – im Gegenteil.
Kurzfazit
E190-Silhouette, keine Airline-Farben, Parkposition am Businessterminal: Das sind die Hinweise auf eine Lineage 1000. Sicherheit gibt nur das Kennzeichen. Die besten Chancen hast du an Business-Drehkreuzen wie Genf, Zürich, Nizza oder London-Luton.
Zusammenfassung
- Die Lineage 1000 wurde 2006 vorgestellt, flog 2007 erstmals und wurde ab 2009 ausgeliefert; insgesamt entstanden 28 Maschinen.
- Technisch basiert sie auf der E190, trägt aber zusätzliche Tanks und eine in mehrere Zonen geteilte Luxuskabine.
- Optisch ist sie der Linien-E190 zum Verwechseln ähnlich; sicher bestimmst du sie über Kennzeichen und Betreiber.
- Sie gilt als echte Rarität für Spotter und taucht am ehesten an Business-Drehkreuzen wie Genf, Zürich, Nizza oder London-Luton auf.
Häufige Fragen
Was ist die Embraer Lineage 1000?
Ein großer Businessjet des brasilianischen Herstellers Embraer, abgeleitet vom Regionaljet E190. Embraer stellte ihn am 2. Mai 2006 vor und vermarktete ihn als „Ultra-Large“-Businessjet. Die Kabine bietet Platz für bis zu 19 Passagiere und lässt sich in mehrere Bereiche aufteilen.
Welchen ICAO-Typcode hat die Lineage 1000?
Sie läuft unter demselben Code wie der Linien-Regionaljet, nämlich E190. Ein eigener Code existiert nicht. Wenn du in einer Tracking-App nach E190 filterst, tauchen Lineage-Maschinen zwischen den Linien-E190 auf – erkennbar an Kennzeichen und Betreiber.
Wie viele Lineage 1000 gibt es?
Nach den verfügbaren Auslieferungsstatistiken hat Embraer zwischen 2009 und 2017 insgesamt 28 Exemplare ausgeliefert. Im August 2020 beendete der Hersteller den Vertrieb. Wie viele davon heute noch aktiv fliegen, ändert sich durch Verkäufe, Abstellungen und Umbauten.
Wie unterscheide ich die Lineage 1000 von einer normalen E190?
An der Form praktisch gar nicht – Rumpf, Flügel, Winglets und Triebwerke entsprechen der E190. Die Hinweise liefern Lackierung (keine Airline-Farben), Kennzeichen, Rufzeichen und die Parkposition auf dem Vorfeld für Geschäftsreiseflugzeuge. Endgültige Sicherheit gibt das Kennzeichen in einer Registerdatenbank.
Was ist die Lineage 1000E?
Eine überarbeitete Version, die Embraer im Oktober 2013 vorstellte. Sie brachte eine größere Reichweite von bis zu rund 4.600 nautischen Meilen sowie neue Ausstattungsoptionen. Äußerlich unterscheidet sie sich nicht erkennbar von der ursprünglichen Lineage 1000.
Wird die Lineage 1000 noch gebaut?
Nein. Die letzte Auslieferung erfolgte 2017, im August 2020 hat Embraer den Verkauf offiziell eingestellt. Embraers Businessjet-Programm konzentriert sich seitdem auf kleinere Muster wie Phenom und Praetor.
Warum ist die Lineage 1000 für Spotter so interessant?
Weil sie die seltene Kombination aus vertrauter Linienjet-Silhouette und VIP-Einsatz bietet. Mit nur 28 gebauten Maschinen ist jede Sichtung ein Highlight, und weil sie wie eine E190 aussieht, rutscht sie leicht durch – wer genau hinsieht, gewinnt.
Embraer Lineage 1000 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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