Das Wichtigste in Kürze
- Republic Airways ist eine US-Regionalairline mit Sitz in Carmel, Indiana, und fliegt ausschließlich Embraer E170 und E175.
- Codes: IATA YX, ICAO RPA, Rufzeichen „BRICKYARD“ – erinnert an den Spitznamen der Rennstrecke von Indianapolis.
- Drei Partner: Republic fliegt als American Eagle, Delta Connection und United Express – in deren Farben und unter deren Flugnummern.
- Fusion mit Mesa: Seit dem 25. November 2025 gehören Republic und Mesa zu einem Konzern. Laut eigener Angabe ist er die zweitgrößte unabhängige Regionalairline der USA.
- Für Spotter zählt der Tracker: Das Rufzeichen RPA zeigt, dass Republic den Flug durchführt – nicht die Marke auf dem Rumpf.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | YX |
|---|---|
| ICAO-Code | RPA |
| Rufzeichen | BRICKYARD |
| Drehkreuze | IND, ORD, EWR, LGA, PHL, DCA, BOS, PIT, CMH, SDF |
| Geschäftsmodell | Regionalairline im Auftrag großer Netzwerk-Airlines über Capacity-Purchase-Verträge mit festen Vergütungen |
| Sitz | Carmel, Indiana (bei Indianapolis), USA |
| Wurzeln | Chautauqua Airlines, gegründet 1973 in Jamestown, New York |
| Konzern | Republic Airways Holdings Inc., an der Nasdaq unter dem Kürzel RJET notiert; dazu gehört seit November 2025 auch Mesa Airlines |
| Partner | American Eagle, Delta Connection und United Express |
| Crew-Basen | Indianapolis, Chicago-O’Hare, Newark, New York-LaGuardia, Philadelphia, Washington-National, Boston, Pittsburgh, Columbus, Louisville |
| Allianz | keine eigene Mitgliedschaft – Flüge laufen unter den Codes der Partner |
| Flotte (laut Konzern, Stand 30. Juni 2026) | 314 Flugzeuge der E170/E175-Familie: 275 im Partnerverkehr, 31 an American verleast, 8 Reserveflugzeuge |
| Bestellungen | 26 weitere Embraer-Regionaljets, Auslieferung laut Konzern 2028 bis 2030 |
| Netz | rund 1.300 tägliche Flüge zu etwa 125 Zielen in den USA, Kanada, Mexiko und der Karibik (laut Konzern) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Republic Airways?
- Fast immer in Partnerfarben: American Eagle, Delta Connection oder United Express – der Name Republic steht nur klein am vorderen Rumpf
- Reine E-Jet-Flotte: Embraer E170 und E175, keine CRJ und keine Turboprops
- Auf Flugtrackern und im Funk: ICAO-Code RPA und Rufzeichen „BRICKYARD“, obwohl die Flugnummer AA, DL oder UA lautet
- Flüge aus der früheren Mesa-Flotte können während der Integration noch unter dem Mesa-Kürzel laufen – der Tracker zeigt dann nicht RPA
- US-Kennzeichen mit N--Präfix; die Lackierung verrät den Auftraggeber, nicht den Betreiber
- Schwerpunkt im Osten und Mittleren Westen der USA, etwa in Chicago, New York, Washington, Philadelphia und Boston
Wer in Chicago, New York oder Washington an der Piste steht, sieht Embraer-Jets in den Farben von American, Delta und United im Minutentakt. Ein großer Teil davon kommt von einer Airline, deren Namen kaum ein Passagier kennt: Republic Airways aus Indiana. Sie fliegt nur einen einzigen Flugzeugtyp in zwei Längen – die Embraer E170 und E175 – und ist seit der Fusion mit Mesa Ende 2025 noch einmal deutlich gewachsen. Hier erfährst du, wie Republic funktioniert, woher sie kommt und wie du ihre Jets sicher zuordnest.
E-Jets sauber sortiert
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst im Hangar, welche Republic-Jets dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Republic Airways im Überblick
Republic Airways ist eine US-Regionalairline mit Sitz in Carmel, einem Vorort von Indianapolis. Wie die meisten großen Regionalairlines der USA verkauft sie keine eigenen Tickets. Stattdessen fliegt sie im Auftrag der Netzwerk-Airlines als American Eagle, Delta Connection und United Express. Die Partner legen Strecken und Flugpläne fest, verkaufen die Tickets und bestimmen das Aussehen der Flugzeuge. Republic stellt Jets, Piloten, Flugbegleiter und Technik und erhält dafür feste Vergütungen nach sogenannten Capacity-Purchase-Verträgen.
Dahinter steht die Republic Airways Holdings Inc., deren Aktie an der Nasdaq unter dem Kürzel RJET gehandelt wird. Seit November 2025 gehört auch Mesa Airlines zu diesem Konzern. Nach eigener Darstellung ist die Gruppe gemessen an Flotte und täglichen Abflügen die zweitgrößte unabhängige Regionalairline der USA – größer ist nur SkyWest. Laut Konzern bedient Republic rund 1.300 Flüge pro Tag zu etwa 125 Zielen in den USA, in Kanada, Mexiko und der Karibik.
Zur Gruppe gehört außerdem die LIFT Academy, eine konzerneigene Flugschule. Absolventen erhalten dort einen festen Karriereweg ins Cockpit von Republic oder Mesa – ein Modell, mit dem die Airline dem Pilotenmangel in den USA begegnet.
Eine Allianz-Mitgliedschaft hat Republic nicht. Fluggäste sammeln Meilen immer beim jeweiligen Partner, also bei American in oneworld, bei Delta in SkyTeam und bei United in der Star Alliance.
Meilensteine der Geschichte
Republic ist keine Neugründung, sondern das Ergebnis vieler Umbauten. Die Wurzeln liegen in einer kleinen Airline im Westen des Bundesstaats New York:
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1973 | Gründung von Chautauqua Airlines in Jamestown, New York |
| 1998 | Gründung der Holding, zunächst mit Chautauqua als einziger Tochter |
| 2004 | Börsengang an der Nasdaq unter dem Kürzel RJET |
| 2004/05 | Republic Airline nimmt den Flugbetrieb auf, erste E170 kommen dazu |
| 2005 | Übernahme von Shuttle America |
| 2009 | Kauf von Midwest Airlines und Frontier Airlines |
| 2013 | Verkauf von Frontier an eine Gesellschaft von Indigo Partners |
| 2014 | Chautauqua geht in Shuttle America auf |
| 2016 | Gläubigerschutzverfahren nach Chapter 11 |
| 2017 | Shuttle America geht in Republic auf; Ende April Ausstieg aus Chapter 11 |
| 2025 | Fusion mit Mesa Air Group, abgeschlossen am 25. November |
| 2026 | Neuer Hauptsitz in Carmel, Indiana |
Mehrere Airlines unter einem Dach
Lange war der Konzern ein Bündel aus mehreren Regionalairlines. Chautauqua Airlines flog Turboprops und später Regionaljets. Republic Airline wurde 2004 im Zusammenhang mit einem Streit um die Pilotenverträge eines Partners aktiviert: Diese sogenannten Scope Clauses legen fest, wie viele und wie große Jets eine Netzwerk-Airline an Regionalpartner auslagern darf. Mit getrennten Betriebsgesellschaften konnte der Konzern solche Vorgaben flexibler erfüllen. 2005 kam außerdem Shuttle America hinzu.
Ein Teil der frühen E170 kam aus einer ungewöhnlichen Quelle: Während der Sanierung von US Airways übernahm Republic E170, die zuvor für US Airways geflogen waren. Die enge Bindung an den E-Jet hält bis heute an.
Ausflug ins eigene Liniengeschäft
Besonders spannend ist die Phase ab 2009. Damals kaufte der Konzern innerhalb weniger Monate zwei angeschlagene Airlines: die für ihren Komfort bekannte Midwest Airlines aus Milwaukee und die Low-Cost-Airline Frontier Airlines aus Denver. Midwest wurde anschließend in Frontier integriert. In dieser Zeit flog Republic unter anderem E190 in Frontier-Farben; auch der Dash 8 Q400 gehörte zeitweise zur Konzernflotte – beide Typen sind heute längst ausgemustert. Ende 2013 verkaufte der Konzern Frontier wieder und konzentrierte sich zurück auf das Regionalgeschäft.
Krise und Neuaufstellung
2016 meldete die Holding Gläubigerschutz an. Ein Grund war der Pilotenmangel, der Republic zwang, Flüge zu streichen. Während des Verfahrens wurden die Tochtergesellschaften zusammengelegt: Chautauqua war bereits in Shuttle America aufgegangen, und Ende Januar 2017 ging Shuttle America in Republic auf. Seither gibt es nur noch eine Betriebsgesellschaft. Im Frühjahr 2017 kam Republic aus dem Verfahren heraus und setzte danach konsequent auf den E-Jet.
Nicht zu verwechseln
Die historische Republic Airlines aus Minneapolis, die 1986 in Northwest Airlines aufging, hat mit der heutigen Republic Airways nichts zu tun. Wenn du in alten Fotoarchiven DC-9 mit „Republic“-Schriftzug findest, gehören sie zu dieser früheren Gesellschaft.
Die Fusion mit Mesa
Im April 2025 kündigten Republic und Mesa Airlines aus Phoenix ihren Zusammenschluss an, am 25. November 2025 war er abgeschlossen. Rechtlich lief das ungewöhnlich: Die börsennotierte Mesa Air Group blieb als Gesellschaft bestehen und wurde in Republic Airways Holdings umbenannt. Wirtschaftlich übernahm aber Republic – die früheren Republic-Aktionäre halten den Großteil der Anteile, United besitzt einen kleinen Anteil, und das Republic-Management führt den Konzern.
Mesa hatte zuvor seine CRJ-Flotte abgegeben und flog zuletzt nur noch E175 für United Express. Mit der Fusion kamen rund 60 dieser Jets in den Konzern, die Mesa überwiegend von United geleast hatte. Das erklärt, warum United inzwischen der größte Partner der Gruppe ist. Während der Integration laufen beide Flugbetriebe noch parallel. Für dich als Spotter heißt das: Ein E175 in United-Express-Farben aus der Mesa-Flotte kann auf dem Tracker vorerst noch unter dem Mesa-Kürzel auftauchen, obwohl er wirtschaftlich zu Republic gehört.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code YX: gehört Republic, taucht aber in der Flugnummer kaum auf, weil die Partner ihre eigenen Codes verwenden.
- ICAO-Code RPA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen BRICKYARD: so meldet sich die Besatzung im Funk. Es erinnert an „The Brickyard“, den Spitznamen des Indianapolis Motor Speedway in der Heimatregion der Airline.
Ein Flug kann also als American AA 4xxx, Delta DL 5xxx oder United UA 6xxx verkauft werden, im Funk heißt er aber „Brickyard“ mit eigener Nummer. Weitere Beispiele für ungewöhnliche Rufzeichen findest du im Artikel Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.
Tracker richtig lesen
Such auf dem Flugtracker nicht nach der AA-, DL- oder UA-Flugnummer, sondern filtere nach dem ICAO-Code RPA. So siehst du sofort, welche Regionalflüge gerade von Republic kommen. Wie du ADS-B-Daten am Spot nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Drei Partner, drei Lackierungen
Für Fotografen bietet Republic dieselbe Maschine in drei Farbschemata. Laut Quartalsbericht zum 30. Juni 2026 verteilte sich die Mindestflotte im Partnerverkehr so:
| Partner | Marke am Flugzeug | E170 | E175 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| United Airlines | United Express | – | 126 | 126 |
| American Airlines | American Eagle | 13 | 79 | 92 |
| Delta Air Lines | Delta Connection | 11 | 46 | 57 |
| Summe | 24 | 251 | 275 |
Dazu kommen 31 Jets, die an American verleast sind und nicht im Republic-Partnerverkehr fliegen, sowie acht Reserveflugzeuge. Die Zahlen verschieben sich mit jedem neuen Vertrag, sieh die Tabelle also als Momentaufnahme.
Wichtig: Republic ist nicht die einzige Airline in diesen Farben. American Eagle fliegt auch mit den Konzerntöchtern Envoy, Piedmont und PSA, Delta Connection mit Endeavor Air (CRJ) und SkyWest, United Express ebenfalls mit SkyWest und weiteren Partnern. Die Lackierung sagt also nur, für wen geflogen wird – nicht, wer fliegt.
Lackierung prüfen
American Eagle, Delta Connection oder United Express – damit kennst du den Auftraggeber.
Schriftzug suchen
Am vorderen Rumpf steht klein der Name der durchführenden Airline. Mit Teleobjektiv lässt er sich gut lesen.
Tracker abgleichen
Das Rufzeichen RPA bestätigt Republic. Ein anderes Präfix gehört zu einer anderen Regionalairline.
Getrennt notieren
Halte Betreiber, Partner und Kennzeichen getrennt fest. So bleibt deine Sammlung auch nach einem Partnerwechsel eindeutig.
Die Flotte: E170 und E175
Republic setzt konsequent auf eine einzige Flugzeugfamilie: den Embraer E170 und den etwas längeren Embraer E175. Alle Jets haben eine Kabine mit zwei Klassen. Andere Typen wie der ERJ 145, der E190 oder der Dash 8 Q400 gehören zur Vergangenheit.
| Typ | Im Partnerverkehr (Juni 2026) | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Embraer E175 | 251 | Rückgrat der Flotte, für alle drei Partner im Einsatz |
| Embraer E170 | 24 | Seltener geworden, nur noch bei American Eagle und Delta Connection |
| An American verleast | 31 | Fliegen nicht unter Republic-Betrieb |
| Reserve | 8 | Springen bei Ausfällen ein |
| Konzern gesamt | 314 |
Embraer E175
Der E175 ist das wichtigste Flugzeug bei Republic. Mit den Triebwerken unter den Tragflächen und der vier Sitze breiten Kabine wirkt er wie ein kleiner Mainliner. Laut Konzern sind 26 weitere Embraer-Regionaljets bestellt, deren Auslieferung der Konzern für 2028 bis 2030 erwartet. Hersteller ist Embraer aus Brasilien.
Embraer E170
Der E170 ist die kürzeste Variante der E-Jet-Familie und bietet weniger Sitze als der E175. Bei Republic ist er die deutlich seltenere Variante: Für United Express fliegt laut Quartalsbericht kein E170 mehr, bei American Eagle und Delta Connection sind es zusammen gut zwei Dutzend. Ein Republic-E170 ist für deinen Hangar deshalb ein lohnendes Ziel.
Der E170 fehlt dir noch?
Setz Typen, Kennzeichen oder Airlines auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung in deiner Nähe benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
E170 oder E175? So unterscheidest du sie
Von außen sehen sich die beiden Typen sehr ähnlich: gleiche Nase, gleiche Tragflächen, gleiches Leitwerk. Der Unterschied steckt in der Länge.
Das spricht für einen E170
- Kompakter Rumpf, der im Verhältnis zur Spannweite gedrungen wirkt
- Weniger Fenster zwischen vorderer Tür und Tragfläche
- Auf Trackern als E170 geführt
Das spricht für einen E175
- Rumpf etwas länger gestreckt, vor und hinter dem Flügel je ein Stück mehr
- Mehr Fenster in der Reihe
- Auf Trackern als E75L oder E75S geführt
Am zuverlässigsten zählst du die Fenster oder prüfst den Typcode auf dem Tracker. Ausführliche Merkmale für die ganze Familie findest du im Artikel E170, E175, E190 und E195 auseinanderhalten. Wenn du Embraer und CRJ im Express-Verkehr unterscheiden willst, hilft der Artikel Regionaljets erkennen.
Woran du Republic erkennst
Ein eigenes Erscheinungsbild hat Republic im Alltag praktisch nicht. Die Jets tragen die Farben der Partner: das silbrig-graue Design von American Eagle, das Weiß mit rot-blauem Leitwerk von Delta Connection oder das Blau-Weiß von United Express. Verlässlicher sind diese Merkmale:
- Der Schriftzug am Rumpf: In der Nähe der vorderen Tür steht der Name Republic in kleiner Schrift.
- Das Rufzeichen: RPA auf dem Tracker ist der sicherste Hinweis.
- Der Typ: Republic fliegt nur E170 und E175. Ein CRJ oder ERJ 145 in Express-Farben gehört zu einer anderen Airline.
- Das Kennzeichen: Alle Jets tragen ein US-Kennzeichen mit N-Präfix. Wie diese Nummern aufgebaut sind, erklärt der Artikel über US-amerikanische N-Nummern.
Achtung Verwechslung
Ein E175 in American-Eagle-Farben kann von Republic, Envoy oder SkyWest stammen, einer in Delta-Connection-Farben von Republic oder SkyWest. Fotografiere deshalb immer auch den vorderen Rumpf und das Kennzeichen – sonst lässt sich die Sichtung später kaum zuordnen.
Republic spotten: wo und wie
In Europa wirst du Republic nicht begegnen. Das Netz konzentriert sich auf den Osten und den Mittleren Westen der USA, mit Abstechern nach Kanada, Mexiko und in die Karibik. Zu den Crew-Basen von Republic zählen nach verfügbaren Angaben Indianapolis, Chicago-O’Hare, Newark, New York-LaGuardia, Philadelphia, Washington-National, Boston, Pittsburgh, Columbus und Louisville. An diesen Flughäfen sind die Chancen besonders gut.
In Washington liegt einer der bekanntesten Spots der USA direkt in der Anflugschneise des Flughafens Reagan National: der Gravelly Point Park. Dort donnern die Regionaljets von American Eagle und Delta Connection nur wenige Meter über dich hinweg – mehr dazu im Guide Gravelly Point in Washington. In New York ist der Planeview Park in Queens der klassische Platz für LaGuardia, wo viele E175 der Express-Marken landen. Allgemeine Tipps für die Stadt bietet der Guide Planespotting in New York.
Am Flughafen Chicago O’Hare fliegt Republic für United und American, siehe Planespotting in Chicago O’Hare. Am Flughafen Newark dominieren United-Express-Jets, und in Boston liegt mit Castle Island ein entspannter Spot am Wasser.
Gute Chancen auf Republic, wenn …
- du an der Ostküste oder im Mittleren Westen der USA spottest
- viele American-Eagle-, Delta-Connection- oder United-Express-Flüge im Plan stehen
- du früh morgens und am Abend spottest, wenn die Zubringerwellen kommen
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt einen E170 suchst – die Zahl sinkt
- der Flughafen vor allem von einer anderen Regionalairline bedient wird
Eher kein Republic-Tag, wenn …
- du in Europa spottest – Republic fliegt nicht über den Atlantik
Für die Planung lohnt sich ein Blick in den Guide Planespotting-Reise in die USA. Welche Regeln an US-Flughäfen gelten, erklärt der Artikel Planespotting in den USA.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte dich an Absperrungen. Sicherheitskräfte an US-Flughäfen achten aufmerksam auf Personen mit Kamera – bleib freundlich, erklär dein Hobby und verlass Bereiche, wenn du dazu aufgefordert wirst.
Häufige Verwechslungen
- Express-Lackierung mit Betreiber gleichsetzen – American Eagle, Delta Connection und United Express sind Marken, keine Airlines. Wer fliegt, zeigt das Rufzeichen.
- Republic für eine Tochter von American, Delta oder United halten – Republic ist eigenständig und börsennotiert. United hält seit der Mesa-Fusion nur einen kleinen Anteil.
- E170 als E175 notieren – die Typen sehen sich sehr ähnlich. Fenster zählen oder den Typcode prüfen.
- Republic Airways mit Republic Airlines verwechseln – die alte Republic Airlines aus Minneapolis ging 1986 in Northwest auf.
- Mesa-Jets sofort als Republic verbuchen – während der Integration können sie noch unter Mesa-Kürzel fliegen. Notiere, was der Tracker am Tag der Sichtung zeigt.
- YX in der Flugnummer erwarten – Republic-Flüge tragen fast immer die Codes der Partner.
Alle drei Lackierungen im Hangar
Beobachte einzelne Kennzeichen oder den E170 in Delta-Farben, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Republic Airways ist die Airline der E-Jets: Über 300 Embraer E170 und E175 fliegen im Konzern, fast alle in den Farben von American, Delta oder United. Aus einer kleinen Airline im Westen New Yorks ist über Übernahmen, eine Insolvenz und die Fusion mit Mesa nach eigenen Angaben die zweitgrößte unabhängige Regionalairline der USA geworden. Wer das Rufzeichen RPA prüft, den kleinen Schriftzug am Rumpf fotografiert und E170 und E175 auseinanderhält, dokumentiert jede Sichtung sauber.
Kurzfazit
Republic Airways (IATA YX, ICAO RPA) fliegt ausschließlich Embraer E170 und E175 für American Eagle, Delta Connection und United Express. Die Lackierung zeigt den Partner, das Rufzeichen RPA den tatsächlichen Betreiber.
Zusammenfassung
- Republic Airways ist eine Regionalairline ohne eigenes Ticketgeschäft: Sie fliegt im Auftrag von American, Delta und United und wird dafür nach festen Sätzen bezahlt.
- Die Flotte besteht ausschließlich aus Embraer E170 und E175 – zusammen gut 300 Flugzeuge, seit Mesa dazugekommen ist.
- Die Geschichte reicht über Chautauqua Airlines bis 1973 zurück; zwischen 2009 und 2013 gehörte sogar Frontier Airlines zum Konzern.
- Republic-Jets siehst du vor allem an Drehkreuzen und Großflughäfen im Osten und Mittleren Westen der USA – von Chicago über New York bis Washington.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Republic Airways?
Der IATA-Code ist YX, der ICAO-Code RPA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „BRICKYARD“. Als Passagier siehst du den Code YX kaum, weil die Flüge unter den Nummern von American (AA), Delta (DL) oder United (UA) verkauft werden.
Für welche Airlines fliegt Republic Airways?
Republic fliegt als American Eagle, Delta Connection und United Express. Laut Quartalsbericht zum 30. Juni 2026 waren mindestens 126 Flugzeuge für United, 92 für American und 57 für Delta eingeplant. Die Partner bestimmen Flugplan und Ticketverkauf, Republic stellt Flugzeuge, Crews und Wartung.
Welche Flugzeuge fliegt Republic Airways?
Ausschließlich die Embraer E170 und E175. Ende Juni 2026 hatte der Konzern 314 Flugzeuge dieser Familie. Im Partnerverkehr waren es 24 E170 und 251 E175, dazu 31 an American verleaste Jets und acht Reserveflugzeuge. Weitere 26 Embraer-Regionaljets sind für 2028 bis 2030 bestellt.
Was hat Republic Airways mit Mesa Airlines zu tun?
Am 25. November 2025 wurde die Fusion abgeschlossen. Formal übernahm Mesa Air Group den Konzern und wurde in Republic Airways Holdings umbenannt, die früheren Republic-Aktionäre halten aber den Großteil der Anteile, und das Republic-Management führt das Unternehmen. Mesa flog zuletzt E175 für United Express; diese Jets sind jetzt Teil der Republic-Gruppe.
Ist Republic Airways dieselbe Airline wie die alte Republic Airlines?
Nein. Die frühere Republic Airlines war eine eigenständige Airline aus Minneapolis, die 1986 in Northwest Airlines aufging. Die heutige Republic Airways hat ihre Wurzeln bei Chautauqua Airlines aus dem Bundesstaat New York und keine direkte Verbindung zu dieser historischen Gesellschaft.
Wie erkenne ich, ob ein American-Eagle- oder Delta-Connection-Flug von Republic kommt?
Am einfachsten über den Tracker: Fliegt Republic, beginnt das Rufzeichen mit RPA. Am Flugzeug steht der Betreiber klein am vorderen Rumpf. Die Lackierung allein reicht nicht, weil auch SkyWest und Envoy E175 in diesen Farben fliegen.
Fliegt Republic Airways nach Europa?
Nein. Republic fliegt Ziele in den USA, in Kanada, Mexiko und der Karibik. Für Fotos musst du in die USA, am besten nach Chicago, New York, Washington oder Philadelphia.
Republic Airways im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
FlugzeugtypEmbraer E170
Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
Weitere Airlines
Mesa Airlines
Die Regionalairline aus Phoenix begann 1980 mit einer einmotorigen Piper in New Mexico und flog zuletzt 60 Embraer E175 für United Express. Ende 2025 ging Mesa im Konzern von Republic Airways auf.
RegionalSkyWest Airlines
Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.
NetzwerkAmerican Airlines
Eine der größten Airlines der Welt aus Fort Worth, Texas: zehn Drehkreuze in den USA, Gründungsmitglied von oneworld, rund 1.000 Mainline-Flugzeuge und seit 2013 die silberne Lackierung mit Flaggen-Leitwerk.
NetzwerkDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
NetzwerkUnited Airlines
Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.
RegionalEnvoy Air
Die hauseigene Regionalairline von American Airlines aus Irving, Texas: früher American Eagle Airlines, heute Envoy – mit einer reinen Embraer-Flotte aus E170 und E175, die in den Farben von American Eagle fliegt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
FlughafenFlughafen Chicago O'Hare
Vom Bomberwerk zum Doppel-Drehkreuz: O'Hare ist Heimat von United und American, hat acht Start- und Landebahnen, zählt jährlich weit über 800.000 Flugbewegungen und ist für Spotter einer der dichtesten Flughäfen der Welt.
FlughafenFlughafen Newark Liberty
Der älteste Großflughafen der Region New York und das Ostküsten-Drehkreuz von United Airlines: drei Bahnen am Ufer der Newark Bay, ein Terminal nur für United, ein neues Terminal A seit 2023 – und die Skyline von Manhattan im Hintergrund.
Wo du Republic Airways vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Gravelly Point Park am Flughafen Washington Reagan National
Der berühmteste Spotterpunkt in Washington: Im Gravelly Point Park am Potomac donnern die Jets im kurzen Endanflug auf die Piste 19 nur wenige Dutzend Meter über deinen Kopf – mit Blick auf die Skyline, kostenlos und zu Fuß vom Terminal erreichbar.
AnflugschneisePlaneview Park am Flughafen New York LaGuardia
Der kleine Nachbarschaftspark in East Elmhurst liegt direkt vor der Schwelle der Piste 04 von LaGuardia. Bei passender Betriebsrichtung kommen die Jets über den Grand Central Parkway so tief herein, dass du Fahrwerk und Klappen aus nächster Nähe siehst – kostenlos und mitten in Queens.
AnflugschneiseCastle Island in South Boston am Flughafen Boston Logan
Ein historisches Fort, ein Uferweg am Hafen und Jets im Endanflug: Auf Castle Island in South Boston ziehen die Landungen auf die Piste 4R von Boston Logan über das Wasser an dir vorbei – mit Skyline, Schiffen und viel Platz, kostenlos und ganzjährig zugänglich.
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