Das Wichtigste in Kürze
- BA CityFlyer ist die Regionaltochter von British Airways und gehört über BA zur International Airlines Group (IAG).
- Codes: IATA CJ, ICAO CFE, Rufzeichen „FLYER“ – verkauft wird aber unter BA-Flugnummern.
- Die Flotte besteht nur aus Embraer 190, die mit dem steilen Anflug in London City zurechtkommen.
- Die Geschichte reicht bis 1991 zurück: Aus Euroworld Airways wurde CityFlyer Express, BA-Franchisepartner, BA-Tochter und 2007 die heutige BA CityFlyer.
- Heimat ist London City, dazu kommen Flüge ab Stansted und saisonale Freizeitstrecken.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | CJ |
|---|---|
| ICAO-Code | CFE |
| Rufzeichen | FLYER |
| Drehkreuze | LCY |
| Allianz | oneworld |
| Geschäftsmodell | Regionalairline für Kurzstrecken im Vereinigten Königreich und nach Europa, Schwerpunkt Geschäftsreisende ab London City |
| Sitz | Harmondsworth im Londoner Stadtbezirk Hillingdon (nahe Heathrow) |
| Gegründet | Heutige Gesellschaft 2007; Name und Codes stammen von CityFlyer Express, die 1991 als Euroworld Airways startete |
| Konzern | 100-prozentige Tochter von British Airways, Teil der International Airlines Group (IAG) |
| Heimatbasis | London City (LCY), dazu Flüge ab London-Stansted (STN) |
| Allianz | oneworld, als Affiliate-Mitglied über British Airways |
| Flotte (Stand 2025/2026) | Rund 20 Embraer 190, ausschließlich ein Flugzeugtyp |
| Frühere Typen | Avro RJ100 und RJ85 (bis zur Flottenerneuerung um 2010/2011), Embraer 170 (2009–2021); bei CityFlyer Express zuvor Shorts 360, ATR 42, ATR 72 und Avro RJ100 |
| Flugnummern | Verkauf unter BA-Flugnummern in British-Airways-Bemalung |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich BA CityFlyer?
- Volle British-Airways-Bemalung mit Union-Flag-Motiv am Leitwerk – ein eigenes CityFlyer-Logo gibt es außen nicht
- Fast immer eine Embraer 190: schlanker Regionaljet mit zwei Triebwerken unter den Flügeln und vier Sitzen pro Reihe
- Auf dem Tracker steht CFE statt BAW – das ist der sicherste Hinweis auf CityFlyer
- Britisches Kennzeichen mit G-, viele Maschinen in den Serien G-LCY… und G-LCA…
- Steiler Anflug mit 5,5 Grad auf die einzige Piste in London City – auffällig steiler als an anderen Flughäfen
Ein schlanker Regionaljet in British-Airways-Farben, der steil über die Docklands auf eine kurze Piste zwischen zwei Hafenbecken herunterkommt: Das ist das typische Bild von BA CityFlyer. Für Passagiere ist die Airline schlicht British Airways. Für Spotter ist sie eine eigene Gesellschaft mit eigenem Code, eigener Flotte und einer Geschichte, die bis 1991 zurückreicht. Diese Seite zeigt dir, wie du CityFlyer von der Mutter unterscheidest und was hinter dem Namen steckt.
Jede E190 einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst auf einen Blick, welche CityFlyer-Embraer dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
BA CityFlyer im Überblick
BA CityFlyer ist die Regionaltochter von British Airways. Die Gesellschaft gehört vollständig der BA und damit zur International Airlines Group, zu der auch Iberia, Vueling und Aer Lingus zählen. Ihren Sitz hat sie in Harmondsworth, direkt neben Heathrow, ihre Flugzeuge sind aber fast alle im Osten Londons zu Hause: am Flughafen London City, wo CityFlyer die mit Abstand wichtigste Airline ist.
Das Geschäftsmodell ist klar umrissen. Im Kern bringt CityFlyer Geschäftsreisende aus dem Finanzviertel der City und von Canary Wharf schnell zu Zielen in Großbritannien und Europa. Daneben hat die Airline über die Jahre ein Freizeitprogramm aufgebaut, mit Strecken zu Sonnen- und Skizielen, die oft nur saisonal oder am Wochenende laufen.
Verkauft werden alle Flüge von British Airways. Auf dem Ticket und der Anzeigetafel steht deshalb eine BA-Flugnummer, die Maschinen tragen die normale BA-Bemalung, und auch das Vielfliegerprogramm ist das von British Airways. Was CityFlyer zu einer eigenen Airline macht, sind die eigene Betriebsgenehmigung, eigene Crews und ein eigener ICAO-Code.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code CJ: der eigene Code der Gesellschaft. Im Alltag siehst du ihn selten, weil die Flüge als BA-Flüge verkauft werden.
- ICAO-Code CFE: steht im Flugplan der Flugsicherung und damit auf Flugtrackern. Er ist das wichtigste Erkennungsmerkmal.
- Rufzeichen FLYER: so meldet sich die Besatzung im Funk, gefolgt von der Flugnummer.
Wie IATA- und ICAO-Codes grundsätzlich funktionieren, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes; mehr zu ungewöhnlichen Funknamen findest du unter Airline-Rufzeichen. Codes und Rufzeichen sind keine Neuerfindung von 2007. Schon die Vorgängerin CityFlyer Express nutzte CJ, CFE und FLYER. British Airways hat beim Neustart also nicht nur den Namen, sondern auch die Kennungen wiederbelebt.
CFE statt BAW
Mainline-Flüge von British Airways erscheinen auf Trackern mit dem ICAO-Code BAW. Steht bei einem Flug ab London City dagegen CFE, fliegt CityFlyer. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Geschichte: von Euroworld zu BA CityFlyer
Die Geschichte von BA CityFlyer ist ein kleines Stück britischer Regionalluftfahrt mit mehreren Neuanfängen. Wer sie kennt, versteht auch, warum der Name älter ist als die heutige Gesellschaft.
1991: Euroworld Airways
Frühere Manager von Air Europe Express gründen im Frühjahr 1991 eine neue Regionalairline. Im Mai 1991 nimmt Euroworld Airways mit zwei Shorts 360 den Betrieb auf, ab Juli fliegt sie Linie ab Gatwick.
1992: CityFlyer Express
Im Februar 1992 heißt die Airline CityFlyer Express. Von Gatwick aus wächst sie mit ATR-42-Turboprops, ab 1994 kommen ATR 72 und ab 1997 die ersten Avro RJ100 dazu.
1993: erster BA-Franchisepartner
Ab August 1993 fliegt CityFlyer als „British Airways Express“ – als erster Franchisepartner der BA überhaupt.
1998–2001: Kauf und Integration
Ende 1998 vereinbart British Airways den Kauf für rund 75 Millionen Pfund, 1999 geht die Airline an BA über. Ab 2001 wird CityFlyer Express in den BA-Kurzstreckenbetrieb in Gatwick eingegliedert und verschwindet bis 2002 als eigene Gesellschaft.
2007: Neustart als BA CityFlyer
BA verkauft die Regionaltochter BA Connect an Flybe, behält aber London City und zehn Avro RJ100. Für diesen Betrieb wird CityFlyer als neue Tochter wiederbelebt; die Betriebsgenehmigung kommt im Februar 2007.
Zur Jahrtausendwende war CityFlyer Express schon eine ordentlich große Regionalairline: Ende 2000 bestand die Flotte aus 21 Maschinen, darunter 16 Avro RJ100 und fünf ATR 72. Davor waren auch ATR 42 im Einsatz. Die übrigen britischen Regionalbetriebe der BA liefen ab 2002 unter dem Namen British Airways CitiExpress, ab 2006 als BA Connect. Deren Verkauf an Flybe im Jahr 2007 gab schließlich den Anstoß, CityFlyer neu zu gründen.
Die neue BA CityFlyer begann mit den zehn Avro RJ100, die BA von BA Connect zurückbehalten hatte. Im Sommer 2008 kamen zwei kürzere Avro RJ85 hinzu, weil die RJ100 auf manchen Strecken im Sommer nicht die volle Nutzlast mitnehmen konnten. Noch im selben Jahr fiel die Entscheidung für den Flottenwechsel: elf Embraer-Jets, sechs E170 und fünf E190, mit Optionen auf weitere E190. Die erste E170 kam 2009, die erste E190 2010, und mit weiteren Bestellungen löste die Embraer-Flotte bis etwa 2011 die Avro-Jets ab.
Der Unfall von 2009
Im Februar 2009 brach bei einer RJ100 (G-BXAR) nach der Landung in London City aus Amsterdam das Bugfahrwerk zusammen. Niemand wurde schwer verletzt, das Flugzeug wurde aber abgeschrieben. Als Ursache fand die Untersuchung einen Ermüdungsriss im Hauptbeschlag des Bugfahrwerks.
Die Flotte: nur Embraer 190
Heute ist die Flotte so einfach wie bei kaum einer anderen Airline: Es gibt nur einen Typ. Die Übersicht zeigt, wie sie sich seit 2007 entwickelt hat.
| Typ | Zeitraum | Anzahl | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Avro RJ100 | 2007–ca. 2011 | 10 | Vierstrahliger Hochdecker, von BA Connect übernommen |
| Avro RJ85 | 2008–ca. 2011 | 2 | Kürzere Version der RJ100 |
| Embraer 170 | 2009–2021 | 6 | Kleinste Embraer der Flotte, ohne Notausgänge über dem Flügel |
| Embraer 190 | seit 2010 | rund 20 (Stand 2025) | Heute einziger Typ, rund 100 Sitze |
Die Embraer 190 ist ein Regionaljet mit gut 36 Metern Länge und zwei General-Electric-Triebwerken vom Typ CF34-10E unter den Flügeln. In der Kabine sitzen Passagiere zu viert pro Reihe, zwei links und zwei rechts vom Gang. Gegenüber Turboprops wie der Dash 8 punktet der Jet mit höherer Reisegeschwindigkeit – auf Strecken nach Mitteleuropa und Südeuropa ein klarer Vorteil.
Die kleinere Embraer 170 verschwand 2021 aus der Flotte, mitten in der Corona-Zeit. Seitdem fliegen nur noch E190. Ob CityFlyer mittelfristig auf die neuere Embraer 195-E2 oder einen anderen Typ umsteigt, ist öffentlich nicht verbindlich bekannt – die E2 ist allerdings inzwischen für London City zugelassen.
Ein Kennzeichen fehlt dir noch?
Setz einzelne CityFlyer-Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
London City: warum der Flughafen die Flotte bestimmt
Ohne London City gäbe es BA CityFlyer in dieser Form nicht. Der Flughafen liegt in den Royal Docks im Stadtbezirk Newham, rund zehn Kilometer östlich der City of London, und ist seit 1987 in Betrieb. Er hat eine einzige Piste (09/27) mit gut 1.500 Metern Länge, eingezwängt zwischen ehemaligen Hafenbecken und dicht bebautem Stadtgebiet.
Der Platz stellt deshalb besondere Anforderungen. Der Gleitpfad liegt bei 5,5 Grad – üblich sind an den meisten Flughäfen etwa 3 Grad. Flugzeuge müssen für diesen Steilanflug eigens zugelassen sein, und es dürfen nur mehrmotorige Flächenflugzeuge bis etwa zur Größe von Embraer 195-E2, Airbus A220 oder A318 landen. Ein A320 oder eine Boeing 737 sind in London City kein Thema. Wie ein normaler Instrumentenanflug funktioniert und warum der Winkel eine Rolle spielt, erklärt der Guide zum ILS-Anflug.
Für Spotter ist der steile Anflug das große Highlight: Die Embraer kommen auffällig steil herunter und setzen kurz hinter der Pistenschwelle auf. Dazu kommt die Kulisse aus Wasser, Kränen und Hochhäusern von Canary Wharf – Bilder, die du an keinem anderen Londoner Flughafen bekommst.
Betriebszeiten beachten
London City ist nicht rund um die Uhr offen. Werktags läuft der Betrieb von 6:30 bis 22:30 Uhr, samstags nur bis zum Mittag, sonntags erst ab 12:30 Uhr. Wer am Samstagnachmittag kommt, sieht also keine einzige CityFlyer-Bewegung.
Strecken und Basen
Das Netz ist zweigeteilt. Werktags dominieren Strecken für Geschäftsreisende, etwa nach Edinburgh, Glasgow, Belfast City, Amsterdam, Dublin, Zürich, Genf, Mailand-Linate, Frankfurt oder Berlin. Am Wochenende und in der Ferienzeit kommen Freizeitziele dazu – laut Streckenübersichten (Stand 2024) etwa Ibiza, Palma, Florenz, Nizza, Chambéry für die französischen Alpen, Skiathos oder Split. Welche Strecken gerade laufen, ändert sich von Saison zu Saison.
Über die Jahre hat CityFlyer das Netz mehrfach über London City hinaus erweitert:
- Seit 2016 fliegt die Airline auch ab London-Stansted, vor allem zu Freizeitzielen.
- Ab 2017 gab es Sommerflüge ab Manchester, Bristol, Edinburgh, Dublin und Birmingham nach Spanien, Italien, Griechenland und Frankreich – BA kehrte damit nach rund zehn Jahren auf regionale britische Strecken zurück.
- 2020 schloss CityFlyer im Zuge der Corona-Krise ihre Crew-Basis in Edinburgh.
- Ab Mai 2021 bediente CityFlyer Wochenendstrecken ab Southampton; im September 2024 kündigte die Airline an, sich von dort zurückzuziehen.
In Deutschland siehst du CityFlyer vor allem in Frankfurt und Berlin – sofern die Strecken im aktuellen Flugplan stehen. Eine zuverlässige Anlaufstelle außerhalb Londons ist auch Edinburgh, wo die Embraer neben den Mainline-Airbus der BA auftauchen.
Gute Chancen auf CityFlyer, wenn …
- du werktags in London City bist – dort fliegt CityFlyer den Großteil des Verkehrs
- an deinem Flughafen ein BA-Flug von oder nach London City im Plan steht
- Sommer- oder Skisaison ist und die Freizeitstrecken laufen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Streckenlisten planst – viele Ziele sind nur saisonal
- ein BA-Flug ab Stansted oder Gatwick kommt: Nicht jeder davon ist eine CityFlyer-Embraer
Eher kein CityFlyer-Tag, wenn …
- du Samstagnachmittag in London City stehst
- dein Ziel Heathrow ist – dort fliegt BA mit eigener Mainline-Flotte
Woran du BA CityFlyer erkennst
Weil die Bemalung identisch mit British Airways ist, musst du andere Merkmale heranziehen. Die gute Nachricht: Mit zwei, drei Blicken ist die Sache klar.
Das spricht für CityFlyer
- Embraer 190 in BA-Farben
- ICAO-Code CFE und Rufzeichen FLYER
- Abflug oder Ziel London City
- G-Kennzeichen aus den Serien G-LCY… oder G-LCA…
Das spricht für BA-Mainline
- Airbus A320-Familie oder Widebody
- ICAO-Code BAW und Rufzeichen SPEEDBIRD
- Abflug ab Heathrow
- Kennzeichen aus anderen G-Serien
Der Typ allein ist schon ein starkes Indiz: British Airways selbst setzt auf der Kurzstrecke vor allem Airbus ein, die Embraer 190 in BA-Farben gehört fast immer zu CityFlyer. Das Kennzeichen bestätigt den Eindruck. Wie britische Registrierungen aufgebaut sind und wie du im Register G-INFO nachschlägst, erklärt der Artikel zu britischen G-Kennzeichen.
Im Vergleich mit anderen Regionalairlines in Europa fällt eine Parallele auf: Auch KLM Cityhopper und Lufthansa CityLine fliegen in der Bemalung ihrer Mutter, und bei KLM Cityhopper sind es ebenfalls Embraer. Ohne Blick auf Code oder Kennzeichen sind diese Flugzeuge leicht falsch zugeordnet. In London City triffst du außerdem auf andere Embraer-Betreiber wie Helvetic Airways, die dort 2025 als Erste eine E195-E2 landete.
Häufige Verwechslungen
- Jede BA-Maschine für British Airways halten – in London City ist es fast immer CityFlyer. Der Code CFE schafft Klarheit.
- E190 mit E170 verwechseln – die E170 ist rund sechs Meter kürzer und hat keine Notausgänge über dem Flügel. Bei CityFlyer fliegt sie seit 2021 nicht mehr.
- E190 mit E195 verwechseln – die E195 ist gut zwei Meter länger. Bei CityFlyer gibt es keine E195. Alle Unterschiede der Familie zeigt der Guide Embraer-E-Jets unterscheiden.
- CityFlyer mit Flybe oder BA Connect gleichsetzen – BA Connect ging 2007 an Flybe, CityFlyer blieb bei British Airways.
- Den IATA-Code CJ auf dem Ticket suchen – verkauft wird unter BA-Flugnummern.
- CityFlyer Express (1991–2001) und BA CityFlyer (seit 2007) gleichsetzen – gleicher Name und gleiche Codes, aber zwei verschiedene Gesellschaften.
CityFlyer im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die Embraer 190 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
BA CityFlyer ist ein Paradebeispiel dafür, dass hinter einer bekannten Bemalung eine eigene Airline stecken kann. Die Gesellschaft fliegt in British-Airways-Farben und unter BA-Flugnummern, hat aber eigene Codes, eine reine Embraer-190-Flotte und eine Heimat, die es so nur einmal gibt: den kurzen Stadtflughafen in den Docklands mit seinem steilen Anflug. Wer den Code CFE und das Kennzeichen mitnotiert, ordnet jede Sichtung sauber zu – und kann die Geschichte von Euroworld über CityFlyer Express bis heute gleich mitdenken.
Kurzfazit
BA CityFlyer (IATA CJ, ICAO CFE, Rufzeichen FLYER) ist die Regionaltochter von British Airways mit Basis in London City. Geflogen wird nur die Embraer 190 in BA-Bemalung – den Unterschied zur Mutter zeigen Typ, Tracker-Code und Kennzeichen.
Zusammenfassung
- BA CityFlyer erkennst du nicht an der Bemalung, sondern an Typ und Code: eine Embraer 190 in BA-Farben mit CFE im Tracker ist fast sicher CityFlyer.
- Die Airline ist eng mit London City verbunden – der kurze Platz in den Docklands mit 5,5-Grad-Anflug prägt Flotte und Flugplan.
- Vor den Embraer-Jets flogen hier Avro RJ100 und RJ85, bei der Vorgängerin CityFlyer Express auch ATR-Turboprops.
- Für Spotter interessant sind die Wochenend-Lücke in London City und die saisonalen Freizeitstrecken, die BA-Embraer auch an ungewohnte Ziele bringen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat BA CityFlyer?
Der IATA-Code von BA CityFlyer ist CJ, der ICAO-Code CFE. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „FLYER“. Tickets und Anzeigetafeln zeigen trotzdem meist eine BA-Flugnummer, weil die Flüge von British Airways verkauft werden.
Ist BA CityFlyer dasselbe wie British Airways?
Nicht ganz. BA CityFlyer ist eine eigenständige Fluggesellschaft mit eigener Betriebsgenehmigung, gehört aber vollständig British Airways. Die Flugzeuge tragen die BA-Bemalung, und für Passagiere wirkt alles wie British Airways. Für Spotter macht der eigene ICAO-Code CFE den Unterschied sichtbar.
Welche Flugzeuge fliegt BA CityFlyer?
BA CityFlyer setzt nur einen Typ ein: die Embraer 190. Laut gängigen Flottenübersichten sind es rund 20 Maschinen (Stand 2025). Die kleineren Embraer 170 wurden 2021 ausgemustert, die Avro RJ100 und RJ85 schon mit der Flottenerneuerung Anfang der 2010er-Jahre.
Warum fliegt BA CityFlyer keine Airbus A320?
Wegen London City. Der Flughafen hat nur eine kurze Piste von gut 1.500 Metern und einen Anflugwinkel von 5,5 Grad. Zugelassen sind dort nur Flugzeuge bis zur Größe von Embraer 195-E2, Airbus A220 oder A318. Die A320-Familie von British Airways fliegt deshalb ab Heathrow und Gatwick, nicht ab London City.
Seit wann gibt es BA CityFlyer?
Die heutige Gesellschaft startete 2007, als British Airways ihre Regionaltochter BA Connect an Flybe verkaufte, die London-City-Strecken aber behielt. BA nutzte dafür den Namen CityFlyer Express wieder – eine Airline, die 1991 als Euroworld Airways begonnen hatte, ab 1993 als erster BA-Franchisepartner flog und 1999 von BA gekauft wurde.
Gehört BA CityFlyer zu oneworld?
Ja, als Affiliate-Mitglied über die Mutter British Airways. Eine eigene Vollmitgliedschaft hat die Airline nicht; ihre Flüge laufen im oneworld-Verbund als British-Airways-Flüge.
Wo kann ich BA CityFlyer spotten?
Am meisten Verkehr siehst du in London City, der Heimatbasis. Dazu fliegt CityFlyer ab London-Stansted und zu Zielen in Großbritannien und Europa, darunter je nach Flugplan auch Frankfurt oder Berlin. Prüf den aktuellen Flugplan, denn viele Freizeitstrecken laufen nur saisonal.
Wann ist in London City wenig los?
Der Flughafen hat feste Betriebszeiten: werktags von 6:30 bis 22:30 Uhr, samstags nur bis zum Mittag, sonntags erst ab 12:30 Uhr. Zwischen Samstagmittag und Sonntagmittag ruht der Flugbetrieb also rund 24 Stunden. Plane deinen Besuch entsprechend.
BA CityFlyer im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer E170
Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.
FlugzeugtypAvro RJ100 / BAe 146-300
Der Avro RJ100 ist die längste Version der vierstrahligen BAe-146-Familie – über Jahre das Arbeitspferd von Crossair, Swiss und Brussels Airlines und heute ein seltener Gast am Himmel.
FlugzeugtypBAe 146 / Avro RJ85
Hoch angesetzter Flügel, vier kleine Triebwerke, T-Leitwerk und eine Heckklappe als Luftbremse: Der Avro RJ85 ist eines der markantesten Regionalflugzeuge überhaupt – und inzwischen eine echte Rarität.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
Weitere Airlines
British Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
RegionalKLM Cityhopper
Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.
RegionalLufthansa CityLine
Die frühere Regional- und Zubringertochter der Lufthansa: Wurzeln von 1958, als CityLine ab 1992 im Einsatz, mit CRJ, Avro RJ85, Embraer und sogar A340 – im April 2026 ging der Flugbetrieb zu Ende.
CharterHelvetic Airways
Die Schweizer Embraer-Spezialistin aus Zürich: Helvetic Airways fliegt mit E190, E195 und der neuen E2-Generation vor allem im Wet-Lease für SWISS, dazu Charter und eigene Ferienflüge ab Zürich und Bern.
RegionalFlybe
Historische britische Regionalairline aus Exeter: Aus Jersey European wurde Flybe, zeitweise Europas größte Regionalairline und weltweit größter Betreiber der Dash 8 Q400. Nach der Pleite im März 2020 folgte 2022 ein Neustart aus Birmingham, der im Januar 2023 endete.
RegionalLoganair
Schottlands Regionalairline verbindet Inseln, Highlands und britische Städte – mit ATR-Turboprops, Embraer-Jets, Twin Ottern auf dem Strand von Barra und Islandern auf dem kürzesten Linienflug der Welt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
International Airlines Group (IAG)
Die International Airlines Group ist der Konzern hinter British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und LEVEL. Wer in Heathrow, Madrid, Barcelona oder Dublin spottet, steht mitten im IAG-Revier – sieht den Konzernnamen aber auf keinem einzigen Rumpf.
Allianzoneworld
Die kleinste der drei großen Allianzen mit den größten Namen: British Airways, American, Qatar Airways, Cathay Pacific, Qantas und Co. – und Flugzeugen im oneworld-Design, die Spotter gezielt jagen.
FlughafenFlughafen London City
Eine einzige, nur gut anderthalb Kilometer lange Bahn zwischen zwei Hafenbecken, ein Gleitwinkel fast doppelt so steil wie üblich und eine kurze Liste zugelassener Flugzeugtypen: London City ist der Sonderling unter den Londoner Flughäfen – und genau deshalb ein Pflichtbesuch für Spotter.
FlughafenFlughafen London-Stansted
Londons drittgrößter Flughafen ist das Reich von Ryanair: eine einzige Bahn, über 30 Millionen Passagiere im Jahr, nachts und morgens Großraumfrachter – und ein Terminal von Norman Foster, das die Flughafenarchitektur weltweit geprägt hat.
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