Finnair

Die finnische Netzwerk-Airline mit dem schlichten Weiß-Blau: 1923 als Aero gegründet, Drehkreuz Helsinki, oneworld-Mitglied und 2015 erste A350-Betreiberin Europas – mit einer Flotte, die du an der Kennzeichen-Reihe fast schon auswendig lernen kannst.

Auch bekannt als: Finnair Oyj · Aero · Aero O/Y · AY

FinnlandFinnlandNetzwerk-AirlinesIATA: AYICAO: FIN9 Min. Lesezeit

AY

IATA-Code

FIN

ICAO-Code

HEL

Drehkreuz Helsinki

1923

Gründungsjahr

Das Wichtigste in Kürze

  • Finnair ist die Netzwerk-Airline Finnlands, gegründet 1923 als Aero und damit eine der ältesten noch fliegenden Airlines der Welt.
  • Codes: IATA AY, ICAO FIN, Rufzeichen „FINNAIR“. Das Kennzeichen-Präfix ist OH-.
  • Helsinki ist das einzige Drehkreuz; Finnair verbindet Europa über Finnland mit Asien, Nordamerika und dem Nahen Osten.
  • Finnair ist seit 1999 Mitglied von oneworld – nicht der Star Alliance wie Lufthansa.
  • Die Flotte ist fast reine Airbus-Flotte: A350-900 und A330-300 auf der Langstrecke, A319, A320 und A321 in Europa. Regionale Strecken fliegt Norra mit Embraer 190 und ATR 72.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Finnair im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die Flotte: fast alles Airbus
  4. 4.Der A350: Finnairs Aushängeschild
  5. 5.Norra: Embraer und ATR in Finnair-Farben
  6. 6.Von der Caravelle zur MD-11: Finnairs Typengeschichte
  7. 7.Woran du Finnair erkennst
  8. 8.Finnair in Deutschland spotten
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeAY
ICAO-CodeFIN
RufzeichenFINNAIR
DrehkreuzeHEL
Allianzoneworld
GeschäftsmodellNetzwerk-Airline mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke über das Drehkreuz Helsinki
Gegründet1. November 1923 als Aero; erster Linienflug 1924 von Helsinki nach Tallinn mit einem Wasserflugzeug
Name„Finnair“ seit 1953 im Marketing, offizieller Firmenname seit 1968
SitzVantaa, auf dem Gelände des Flughafens Helsinki
DrehkreuzHelsinki-Vantaa (HEL)
EigentümerBörsennotiert, der finnische Staat hält die Mehrheit der Aktien
Allianzoneworld, Mitglied seit September 1999
RegionalverkehrNordic Regional Airlines (Norra) fliegt Embraer 190 und ATR 72-500 im Auftrag von Finnair
Flotte (laut Finnair, Stand 2026)Rund 80 Flugzeuge, überwiegend Airbus: A350-900, A330-300, A321, A320, A319, dazu Embraer 190 und ATR 72-500 von Norra
KennzeichenFinnische Registrierung mit OH-
MarkenzeichenWeißer Rumpf, blauer Schriftzug „FINNAIR“, blaues Logo auf weißem Leitwerk

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Finnair?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Schlichte Bemalung: weißer Rumpf mit großem, blauem Schriftzug „FINNAIR“
  • Weißes Leitwerk mit dem blauen Finnair-Logo – ohne farbige Flächen oder Streifen
  • Finnisches Kennzeichen mit OH-; die Buchstabenreihe verrät oft schon den Typ, etwa OH-LW… für den A350
  • Flugnummer beginnt mit AY, auf Trackern und im Funk steht FIN bzw. „FINNAIR“
  • Embraer 190 und ATR 72 in Finnair-Farben fliegt in der Regel Norra im Auftrag von Finnair
  • Auf der Langstrecke fast immer Airbus: A350-900 oder A330-300

Finnair ist eine Airline, die du nicht mit Farbe, sondern mit Ruhe erkennst: viel Weiß, ein blauer Schriftzug, ein blaues Logo am Heck. Gerade weil die Bemalung so zurückhaltend ist, lohnt sich ein zweiter Blick – denn hinter dem schlichten Auftritt stecken über hundert Jahre Geschichte, Europas erster A350 und eine Flotte, deren Kennzeichen so sauber sortiert sind wie bei kaum einer anderen Airline. Diese Seite zeigt dir, wie du Finnair sicher zuordnest und welche Typen sich besonders lohnen.

Jede OH-Registrierung im Hangar

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Finnair im Überblick

Finnair ist die Netzwerk-Airline Finnlands mit Sitz in Vantaa, direkt auf dem Gelände ihres Drehkreuzes Helsinki. Gegründet wurde sie am 1. November 1923 unter dem Namen Aero. Den ersten Linienflug gab es 1924: Eine Junkers F 13 auf Schwimmern brachte Post von Helsinki über den Finnischen Meerbusen nach Tallinn. Damit zählt Finnair zu den ältesten Airlines der Welt, die bis heute ohne Unterbrechung fliegen.

Den Namen „Finnair“ nutzte die Gesellschaft ab 1953 im Marketing, offiziell wurde er erst 1968 – zusammen mit einem neuen Logo. Der alte Name lebt bis heute im IATA-Code AY weiter, der auf Aero zurückgeht.

Das Geschäftsmodell ist klassisch: Zubringerflüge aus ganz Europa landen in Helsinki, von dort geht es weiter nach Asien, Nordamerika und in den Nahen Osten. Nach eigenen Angaben fliegt Finnair mehr als 100 Ziele an. Seit September 1999 ist die Airline Mitglied von oneworld – im Gegensatz zu Lufthansa, Swiss oder Austrian, die zur Star Alliance gehören. Mehrheitseigentümer der börsennotierten Gesellschaft ist der finnische Staat.

AYIATA-Code in der Flugnummer
FINICAO-Code auf dem Tracker
OH-Kennzeichen-Präfix Finnlands

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code AY: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel, im Ticket und in Flugplänen.
  • ICAO-Code FIN: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
  • Rufzeichen FINNAIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.

Der IATA-Code AY ist ein schönes Beispiel dafür, dass Airline-Codes oft älter sind als der heutige Markenname. Wer Flugnummer und Callsign auseinanderhalten will, findet im Artikel zu Callsign und Flugnummer die Grundlagen, die Systematik der Codes erklärt IATA- und ICAO-Codes.

Tracker richtig lesen

Auch Flüge von Norra laufen unter AY-Flugnummern. Auf dem Tracker kann deshalb ein anderer ICAO-Code auftauchen, obwohl auf dem Ticket Finnair steht. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Die Flotte: fast alles Airbus

Finnair setzt seit Jahren fast ausschließlich auf Airbus. Laut der Flottenübersicht auf finnair.com sieht die Flotte 2026 so aus:

Typ Anzahl Sitze Einsatz Kennzeichen-Reihe
Airbus A350-900 18 (+1 bestellt) 278 oder 321 Langstrecke OH-LWA bis OH-LWT
Airbus A330-300 5 279 Langstrecke OH-LT…
Airbus A321 14 209 Europa OH-LZ…
Airbus A320 10 174 Europa OH-LX…
Airbus A319 5 144 Europa OH-LV…
Embraer 190 (Norra) 12 100 Europa, Regionalstrecken OH-LK…
ATR 72-500 (Norra) 12 68 oder 70 Finnland und Nachbarländer OH-AT…

Für Spotter ist diese Tabelle Gold wert: Die Buchstabenreihe nach OH-L verrät bei Finnair fast immer den Typ. Siehst du OH-LW, ist es ein A350; OH-LT steht für den A330, OH-LZ für den A321. So kannst du auch ein unscharfes Foto noch sauber zuordnen. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, zeigt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen, die Länder-Präfixe findest du unter Länderkennungen.

Auf der Kurz- und Mittelstrecke fliegt Finnair Jets der ersten Generation: A319, A320 und A321. Die ältesten von ihnen kamen laut Finnair zwischen 2000 und 2004 zur Flotte. Verwechsle sie nicht mit einer A320neo – die neo spielt bei Finnair keine Rolle, ihre Triebwerke sind deutlich größer.

Nur noch OH-LWT fehlt?

Setz einzelne Kennzeichen oder den A350 auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn er im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Der A350: Finnairs Aushängeschild

Im Oktober 2015 übernahm Finnair ihren ersten Airbus A350-900 mit dem Kennzeichen OH-LWA – als erste Airline in Europa. Bis Ende 2021 wuchs die A350-Flotte auf 17 Maschinen, das bislang jüngste Exemplar OH-LWT ist laut Finnair seit Dezember 2024 im Einsatz. Ein weiterer A350 steht noch in den Bestellbüchern.

Interessant für Sammler: Finnair fliegt den A350 in zwei Kabinenversionen mit 278 oder 321 Sitzen. Von außen siehst du den Unterschied nicht – hier hilft nur das Kennzeichen und ein Blick in die Datenbank.

Neben dem A350 fliegt Finnair auf der Langstrecke den A330-300. Die fünf Maschinen in der aktuellen Übersicht kamen 2009 und 2010 zur Flotte. Weitere A330 waren in den vergangenen Jahren an andere Airlines vermietet; welche gerade für Finnair fliegen, ändert sich – das Kennzeichen hilft dir auch hier.

Das spricht für den A350

  • Markante „Maske“ um die Cockpitfenster
  • Stark nach oben geschwungene Flügelspitzen
  • Kennzeichen OH-LW…
  • Auf Trackern als A359 geführt

Das spricht für den A330

  • Klassische Cockpitfenster ohne dunkle Umrandung
  • Klassische, schräg aufgestellte Winglets
  • Kennzeichen OH-LT…
  • Auf Trackern als A333 geführt

Norra: Embraer und ATR in Finnair-Farben

Nicht jedes Flugzeug in Finnair-Bemalung fliegt Finnair selbst. Nordic Regional Airlines, kurz Norra, betreibt im Auftrag von Finnair zwölf Embraer 190 und zwölf ATR 72-500. Die Flugzeuge tragen die normale Finnair-Optik und fliegen unter AY-Flugnummern.

Die ATR-Turboprops siehst du vor allem auf Inlandsstrecken in Finnland und auf kurzen Verbindungen in die Nachbarländer. Die Embraer-Jets fliegen auch in Europa. Für Spotter ist das eine einfache Regel: Ein Embraer oder Turboprop in Finnair-Farben ist ein Norra-Flug.

Auch hier tut sich etwas: Im Frühjahr 2026 hat Finnair Embraer-Jets der neuen Generation bestellt, die E195-E2. Die ersten Auslieferungen sind ab 2027 vorgesehen. Bis dahin prägen E190 und ATR das Bild auf den Regionalstrecken.

Von der Caravelle zur MD-11: Finnairs Typengeschichte

Ein Blick zurück lohnt sich, weil Finnair mehrfach früh bei neuen Typen dabei war:

  • 1960: Mit der Caravelle beginnt das Jetzeitalter, erste Ziele sind unter anderem Kopenhagen, Köln und Frankfurt.
  • 1969: Mit der Douglas DC-8 startet die Verbindung Helsinki–New York.
  • 1983: Nonstop nach Tokio über den Nordpol – mit Zusatztanks und einer DC-10 als Langstreckenjet jener Jahre.
  • 1990: Finnair übernimmt als erste Airline der Welt die MD-11 und fliegt sie bis 2010.
  • 2015: Erster A350 Europas; 2017 verabschiedet sich der A340 aus der Flotte.

Die Nordlage ist der rote Faden dieser Geschichte. Helsinki liegt auf dem kürzesten Weg zwischen Europa und Ostasien, und genau darauf hat Finnair ihr Netz lange aufgebaut. Seit Russland 2022 seinen Luftraum für europäische Airlines gesperrt hat, sind viele Asienflüge deutlich länger geworden. Finnair hat ihr Netz seitdem umgebaut und fliegt verstärkt auch nach Nordamerika und in den Nahen Osten.

Woran du Finnair erkennst

Die Bemalung ist bewusst schlicht: weißer Rumpf, großer blauer Schriftzug „FINNAIR“ und das blaue Logo auf dem weißen Leitwerk. Farbige Bänder, Streifen oder ein dunkler Bauch fehlen. Eine blaue Finnair-Bemalung gibt es seit Mitte der 1980er-Jahre, die heutige, reduzierte Fassung wurde Ende 2010 vorgestellt.

Leitwerk prüfen

Weißes Heck mit blauem Logo – ohne weitere Farben. Das passt zu Finnair.

Typ bestimmen

Airbus auf Lang- und Mittelstrecke, Embraer oder ATR deutet auf Norra.

Kennzeichen lesen

OH- zeigt Finnland, die Buchstaben danach meist den genauen Typ.

Sauber notieren

Halte Kennzeichen und Typ getrennt von der AY-Flugnummer fest – so bleibt die Sichtung eindeutig.

Spannend wird es bei den Sonderbemalungen. Finnair arbeitet seit Langem mit dem finnischen Designhaus Marimekko zusammen, dessen Muster immer wieder auf A330 und A350 auftauchen. Auch die Mumins waren schon als Motiv auf Finnair-A350 zu sehen. Welche Sonderlackierungen gerade unterwegs sind, ändert sich – Tipps zur Suche findest du im Artikel Special Liveries finden.

Achtung Verwechslung

Auch andere nordische Airlines setzen auf Weiß und Blau. SAS fliegt ebenfalls viel Airbus, ihre Flugzeuge tragen aber meist Kennzeichen aus Schweden, Dänemark oder Norwegen. Das Präfix OH- ist bei Finnair das sicherste Merkmal.

Finnair in Deutschland spotten

In Deutschland siehst du Finnair vor allem auf Zubringerflügen nach Helsinki. Zu den angeflogenen Flughäfen zählen große Plätze wie Frankfurt und München, dazu je nach Flugplan weitere Städte. Eingesetzt werden meist Jets der A320-Familie; welcher Typ genau kommt, hängt von Strecke und Saison ab. Den A350 bekommst du in Deutschland dagegen nur selten zu sehen – ein Grund mehr, ihn auf die Wunschliste zu setzen.

Weil Finnair pro Flughafen nur wenige Umläufe am Tag hat, lohnt sich Planung. Schau in den Flugplan, wann die AY-Flüge ankommen, und wähle den Spot nach der Betriebsrichtung. Gute Ausgangspunkte sind die Aussichtsplattform Zeppelinheim in Frankfurt, der Besucherhügel in München oder die Besucherterrasse in Düsseldorf. Ob Finnair dort gerade fliegt, zeigt dir der aktuelle Plan.

Gute Chancen auf Finnair, wenn …

  • dein Flughafen eine direkte Verbindung nach Helsinki hat
  • du die Ankunftszeiten der AY-Flüge vorher im Plan nachgeschaut hast
  • du in Helsinki selbst spottest – dort ist die ganze Flotte unterwegs

Prüf es vorher, wenn …

  • du auf einen bestimmten Typ wie den E190 oder einen A350 hoffst
  • du nach älteren Spotterberichten planst – Strecken und Typen wechseln

Eher kein Finnair-Tag, wenn …

  • dein Flughafen keine Helsinki-Verbindung im Plan hat

Die volle Auswahl hast du nur am Drehkreuz Helsinki: Dort stehen A350, A330, die A320-Familie, Embraer und ATR nebeneinander. Im europäischen oneworld-Umfeld begegnet dir Finnair außerdem oft neben British Airways oder Iberia. Einen Überblick über die drei großen Bündnisse gibt der Artikel Star Alliance, oneworld und SkyTeam.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • AY für einen Fehler halten – der Code stammt vom alten Namen Aero und gehört seit Jahrzehnten zu Finnair.
  • Finnair der Star Alliance zuordnen – Finnair ist oneworld-Mitglied, nicht Partner von Lufthansa.
  • Jeden Embraer in Finnair-Farben Finnair zuschreiben – Embraer 190 und ATR 72 fliegt Norra im Auftrag von Finnair.
  • A350 und A330 verwechseln – achte auf die Cockpit-„Maske“ und die geschwungenen Flügelspitzen des A350.
  • Finnair-A320 als A320neo notieren – Finnair fliegt A320-Familie der ersten Generation mit kleineren Triebwerken.
  • SAS und Finnair verwechseln – das Kennzeichen OH- entscheidet.

Finnair im Blick behalten

Beobachte einzelne Kennzeichen, den A350 oder Finnair-Sonderlackierungen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Finnair ist leise im Auftritt, aber reich an Geschichte: über hundert Jahre im Liniendienst, erste MD-11 der Welt, erster A350 Europas. Für Spotter ist die Airline vor allem wegen ihrer übersichtlichen Flotte reizvoll. Wer die Kennzeichen-Reihen kennt, ordnet jede Sichtung in Sekunden zu – und kann sich gezielt vornehmen, alle A350 von OH-LWA bis OH-LWT zu sammeln.

Kurzfazit

Finnair (IATA AY, ICAO FIN) ist die oneworld-Netzwerk-Airline Finnlands mit Drehkreuz Helsinki und fast reiner Airbus-Flotte. Das Präfix OH- zeigt Finnland, die Buchstaben danach verraten meist schon den Typ.

Zusammenfassung

  • Finnair erkennst du an der zurückhaltenden weiß-blauen Bemalung und am Kennzeichen-Präfix OH-.
  • Die Kennzeichen sind nach Typ sortiert: OH-LW… steht für den A350, OH-LT… für den A330, OH-LZ… für den A321, OH-LX… für den A320 und OH-LV… für den A319.
  • Finnair war 2015 die erste Airline in Europa mit dem Airbus A350 und ist für Spotter vor allem wegen dieses Typs interessant.
  • In Deutschland siehst du Finnair meist mit Jets der A320-Familie auf Zubringerflügen nach Helsinki; Langstreckenjets bleiben die Ausnahme.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Finnair?

Der IATA-Code von Finnair ist AY, der ICAO-Code FIN. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „FINNAIR“. Der Code AY geht noch auf den alten Firmennamen Aero zurück, unter dem die Airline 1923 gegründet wurde.

Zu welcher Allianz gehört Finnair?

Finnair ist seit September 1999 Mitglied von oneworld, gemeinsam mit Airlines wie British Airways, Iberia oder Qatar Airways. Mit der Star Alliance von Lufthansa, Swiss und Austrian hat Finnair nichts zu tun.

Welche Flugzeuge fliegt Finnair?

Laut Flottenübersicht von Finnair (Stand 2026) fliegt die Airline auf der Langstrecke 18 Airbus A350-900 und 5 Airbus A330-300. In Europa sind 14 A321, 10 A320 und 5 A319 unterwegs. Dazu kommen je 12 Embraer 190 und ATR 72-500, die Nordic Regional Airlines (Norra) im Auftrag von Finnair betreibt. Insgesamt sind das rund 80 Flugzeuge.

Was hat Finnair mit dem Airbus A350 zu tun?

Finnair hat im Oktober 2015 ihren ersten Airbus A350-900 übernommen und war damit die erste Airline in Europa, die den Typ einsetzte. Das erste Exemplar trägt das Kennzeichen OH-LWA. Heute ist der A350 das Rückgrat der Finnair-Langstrecke.

Was ist Norra?

Nordic Regional Airlines, kurz Norra, ist eine finnische Regionalairline, die im Auftrag von Finnair fliegt. Sie betreibt die Embraer 190 und ATR 72-500 in Finnair-Bemalung und unter AY-Flugnummern. Wenn du einen Embraer oder einen Turboprop in Finnair-Farben siehst, ist das in aller Regel ein Norra-Flug.

Warum fliegt Finnair so viel nach Asien?

Helsinki liegt weit im Norden und damit auf dem kürzesten Weg zwischen Europa und Ostasien. Schon 1983 startete Finnair Nonstop-Flüge nach Tokio über den Nordpol. Seit Russland 2022 seinen Luftraum für europäische Airlines gesperrt hat, sind diese Flüge deutlich länger geworden, und Finnair musste ihr Asiennetz umbauen.

Fliegt Finnair noch die MD-11 oder den A340?

Nein. Finnair war 1990 die erste Airline überhaupt mit der McDonnell Douglas MD-11 und flog sie bis 2010. Der Airbus A340 wurde 2017 ausgemustert und durch den A350 ersetzt. Beide Typen gehören heute zur Geschichte der Airline.

Wo kann ich Finnair in Deutschland spotten?

Finnair verbindet Helsinki mit mehreren großen deutschen Flughäfen, darunter Frankfurt und München. Dort fliegt sie meist Jets der A320-Familie. Welche Flughäfen und Typen gerade im Plan stehen, ändert sich mit Saison und Nachfrage – prüf vor dem Spotten den aktuellen Flugplan. Die große Auswahl inklusive A350 hast du nur in Helsinki.

Finnair im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Airbus A350-900

Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A330-300

Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.

Flugzeugtyp

Airbus A321 (ceo)

Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A320 (ceo)

Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Airbus A319

Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.

Flugzeugtyp

Embraer E190

Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.

Flugzeugtyp

Embraer E195-E2

Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.

Flugzeugtyp

McDonnell Douglas MD-11

Drei Triebwerke, Winglets und ein Triebwerk mitten im Seitenleitwerk: Die MD-11 war der letzte große Trijet und fliegt heute fast nur noch als Frachter. So erkennst du sie, so grenzt du sie von der DC-10 ab und so stehen deine Chancen nach dem Grounding 2025.

Flugzeugtyp

McDonnell Douglas DC-10

Zwei Triebwerke unter den Flügeln, das dritte mitten im Seitenleitwerk: Die DC-10 war einer der ersten Großraumjets und flog auch für Lufthansa und Condor. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst du sie.

Weitere Airlines

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