Das Wichtigste in Kürze
- IATA MUC, ICAO EDDM: zweitgrößter Flughafen Deutschlands, 2025 mit rund 43,4 Millionen Passagieren.
- Zwei Bahnen, beide 4.000 Meter lang: Nordbahn 08L/26R und Südbahn 08R/26L, rund 2,3 Kilometer auseinander.
- Zweites Drehkreuz der Lufthansa – mit den Lufthansa-A380 und einer großen A350-Flotte als Langstrecken-Highlights.
- Terminal 2 gehört zum Teil der Lufthansa: Dort landen Lufthansa-Gruppe und Star Alliance, im Terminal 1 alle anderen.
- Der Besucherpark ist der Einstieg: eigene S-Bahn-Station, 28 Meter hoher Hügel, rund um die Uhr geöffnet.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Ein Flughafen, der über Nacht umzog
- 8.Zwei Bahnen, weit auseinander
- 9.Betriebsrichtung: 26 oder 08?
- 10.Lufthansa prägt das Bild
- 11.Wer sonst in München landet
- 12.Der Besucherpark: Spotten mit S-Bahn-Anschluss
- 13.Nachtruhe und Tagesrhythmus
- 14.Fracht, Ausbau und die dritte Bahn
- 15.München im Vergleich
- 16.Fazit
- 17.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | MUC |
|---|---|
| ICAO-Code | EDDM |
| Betreiber | Flughafen München GmbH – Gesellschafter sind der Freistaat Bayern (51 %), der Bund (26 %) und die Stadt München (23 %) |
| Lage | Im Erdinger Moos, rund 28,5 km nordöstlich der Münchner Innenstadt, zwischen Freising und Erding |
| Start- und Landebahnen | Zwei parallele Bahnen in Ost-West-Richtung: Nordbahn 08L/26R und Südbahn 08R/26L, je 4.000 m lang und 60 m breit, rund 2.300 m voneinander entfernt |
| Passagierterminals | Terminal 1 (Module A bis E, seit April 2026 mit Pier für Non-Schengen-Verkehr) und Terminal 2 mit Satellitengebäude |
| Terminal 2 | Gemeinsam getragen von Flughafen München GmbH (60 %) und Lufthansa (40 %); Heimat von Lufthansa und Star-Alliance-Partnern |
| Wichtigster Nutzer | Lufthansa – zweites Drehkreuz neben Frankfurt, Heimatbasis der Lufthansa-A380 |
| Verkehr 2025 | Rund 43,4 Mio. Passagiere, gut 337.000 Starts und Landungen, rund 340.000 t Luftfracht |
| Nachtflug | Zwischen 22 und 6 Uhr stark eingeschränkt, in der Kernzeit von 0 bis 5 Uhr nur Flüge im öffentlichen Interesse |
| Eröffnung | 17. Mai 1992 – in der Nacht zuvor zog der Betrieb vom alten Flughafen München-Riem um |
| Für Spotter relevant | Besucherpark mit eigenem S-Bahn-Halt und 28 m hohem Besucherhügel zwischen den beiden Bahnen |
| Offizielle Website | www.munich-airport.de |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen München aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen München
- Die Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – bei Westwind wird Richtung Westen (26) gestartet und gelandet, bei Ostwind Richtung Osten (08)
- Einen Lufthansa-Airbus A380 am Heimatflughafen gesehen
- Einen Lufthansa-Airbus A350-900 erwischt – München ist die wichtigste A350-Basis der Lufthansa
- Starts und Landungen auf beiden Bahnen notiert – Nord- und Südbahn liefern unterschiedliche Motive
- Einen Regionaljet der Lufthansa-Gruppe fotografiert, etwa eine Embraer E190 oder E195
- Einen Star-Alliance-Partner von außerhalb Europas am Terminal 2 erwischt
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert, nicht nur Airline und Typ
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Besucherpark mit eigenem S-Bahn-Halt – Anreise ohne Auto problemlos
- Erhöhter Standpunkt auf dem Besucherhügel zwischen beiden Bahnen
- Lufthansa-Langstrecke mit A380 und A350 in hoher Dichte
- Viele Star-Alliance-Partner aus Europa, Asien und Nordamerika
- Zwei weit getrennte Parallelbahnen – du siehst Starts und Landungen oft gleichzeitig
Wo es hakt
- Für formatfüllende Bilder von den Bahnen brauchst du ein Teleobjektiv
- Im Winter häufig Nebel und Hochnebel im Erdinger Moos
- Strenge Nachtflugregeln: Nach 22 Uhr wird es schnell ruhig
- Weitläufiges Gelände – ohne Blick auf die Betriebsrichtung stehst du schnell am falschen Ende
- Die historischen Flugzeuge im Besucherpark sind derzeit wegen Renovierung gesperrt
Frankfurt ist größer, München ist bequemer. Am zweiten Drehkreuz der Lufthansa sitzt der Spotterplatz mitten auf dem Gelände, hat eine eigene S-Bahn-Station und blickt auf zwei Bahnen, über die vom Regionaljet bis zum Airbus A380 alles rollt, was die Lufthansa-Gruppe zu bieten hat. Wer einmal versteht, wie die beiden Pisten und die Betriebsrichtung zusammenspielen, holt aus einem halben Tag im Erdinger Moos mehr heraus als an vielen anderen Flughäfen aus einem ganzen.
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Sichtungen mit Kennzeichen und Flugzeugdaten festhalten und später wiederfinden – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Ein Flughafen, der über Nacht umzog
Der heutige Flughafen ist vergleichsweise jung. Bis Mai 1992 landete der Münchner Luftverkehr in Riem im Osten der Stadt – eingezwängt zwischen Wohngebieten und ohne Platz zum Wachsen. Schon Ende der 1960er-Jahre fiel deshalb die Entscheidung für einen Neubau im Erdinger Moos, einer flachen, dünn besiedelten Niederung nordöstlich der Stadt. Bis dorthin war es ein langer Weg: Klagen, ein Baustopp über mehrere Jahre und eine Verkleinerung von ursprünglich vier geplanten Bahnen auf zwei.
Bemerkenswert ist der Umzug selbst. In einer einzigen Nacht wurde der gesamte Betrieb von Riem ins Erdinger Moos verlegt; am 17. Mai 1992 nahm der neue Flughafen den Verkehr auf. Benannt ist er nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß – im Alltag spricht trotzdem fast jeder einfach von „MUC“.
Zwei Bahnen, weit auseinander
Das Layout ist für Spotter angenehm übersichtlich. Beide Start- und Landebahnen verlaufen parallel in Ost-West-Richtung, sind jeweils 4.000 Meter lang und liegen rund 2,3 Kilometer voneinander entfernt. Dieser große Abstand erlaubt es, beide Bahnen unabhängig voneinander zu betreiben – häufig wird auf der einen gestartet, während auf der anderen gelandet wird. Zwischen den Bahnen liegen die Terminals, die Vorfelder und, im Westteil, der Besucherpark.
| Bahn | Bezeichnung | Lage | Was du dort typischerweise siehst |
|---|---|---|---|
| Nordbahn | 08L/26R | nördlich der Terminals | Starts und Landungen, je nach Verteilung der Flugsicherung |
| Südbahn | 08R/26L | südlich der Terminals, nahe dem Frachtzentrum | Starts und Landungen, dazu Bewegungen rund um die Fracht |
| Vorfeld West | – | zwischen Besucherpark und Terminals | rollende Maschinen und abgestellte Flugzeuge |
| Satellit T2 | – | östlich des Terminals 2 | Lufthansa-Langstrecke an den Positionen |
Welche Bahn gerade wofür genutzt wird, ist nicht in Stein gemeißelt. Die Verteilung hängt vom Verkehrsaufkommen, von der Tageszeit und von Vorgaben der Flugsicherung ab. Prüf deshalb live in einer Flugverfolgung, wo gerade gestartet und wo gelandet wird – wie das funktioniert, erklärt der Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Betriebsrichtung: 26 oder 08?
Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Weht er aus Westen, laufen alle Bewegungen in Richtung 26 – die Maschinen landen von Osten kommend und starten nach Westen. Bei Ostwind dreht sich das Bild, dann gilt Betriebsrichtung 08. Für dich heißt das: Je nach Wetterlage kommen die Landungen von der einen oder von der anderen Seite des Flughafens, und Anflugfotos am Bahnende funktionieren nur an dem Ende, auf das die Flugzeuge gerade zufliegen.
Der Besucherhügel nimmt dir diese Entscheidung zum Teil ab, weil er zwischen den Bahnen liegt und du von dort aus in beiden Betriebsrichtungen Verkehr siehst. Spannend wird die Frage, sobald du an die Bahnenden oder an den Zaun willst. Die Grundlagen, wie du Betriebsrichtung und Wind vor dem Losfahren einschätzt, findest du im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Licht und Bahn zusammen denken
Die Bahnen liegen in Ost-West-Richtung, die Sonne steht mittags im Süden. Blickst du nach Norden, hast du die Sonne tagsüber im Rücken; Richtung Süden fotografierst du um die Mittagszeit gegen das Licht. Morgens und abends wird es auf beiden Seiten seitlich. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vorher.
Lufthansa prägt das Bild
München ist das zweite große Drehkreuz der Lufthansa – und für Langstreckenfans in mancher Hinsicht das interessantere. Nach der Reaktivierung ihrer Superjumbos hat die Airline die verbliebenen Airbus A380 hier stationiert. Dazu kommt eine große Flotte des Airbus A350-900, die in München ihre wichtigste Basis hat. Auf der Kurz- und Mittelstrecke dominieren Muster der A320-Familie wie der A320neo, ergänzt durch Regionaljets von Konzerngesellschaften wie Air Dolomiti – etwa aus der Familie der Embraer E190.
Organisatorisch ist das Drehkreuz eng mit der Airline verbunden. Terminal 2 wurde gemeinsam mit Lufthansa gebaut und wird bis heute von einer gemeinsamen Gesellschaft betrieben, an der die Airline 40 Prozent hält. Im März 2026 haben Flughafen und Lufthansa Group vereinbart, ihre Partnerschaft bis 2056 fortzuführen und eine Erweiterung des Satellitengebäudes nach Osten zu planen; eröffnen soll sie laut Lufthansa 2035.
A380 und A350 im Blick behalten
Mit Planetrack setzt du Typen und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und wirst bei Anflug benachrichtigt. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Wer sonst in München landet
Weil Terminal 2 der Lufthansa-Gruppe und der Star Alliance vorbehalten ist, siehst du dort neben Lufthansa auch Partner wie Swiss und Austrian Airlines sowie Star-Alliance-Gesellschaften aus Asien und Nordamerika. Im Terminal 1 fertigen alle übrigen Airlines ab – darunter Condor, seit 2019 Eurowings und Golf-Carrier wie Emirates.
Laut Flughafen flogen 2025 regelmäßig 96 Fluggesellschaften nach München, darunter fünf reine Frachtairlines. Die Langstrecke wuchs dabei deutlich stärker als der Europaverkehr. Für dich bedeutet das: Neben der Lufthansa-Flotte tauchen immer wieder Großraumflugzeuge fremder Airlines auf, die du an kleineren Flughäfen nie zu sehen bekommst.
| Terminal | Hauptnutzer | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Terminal 2 und Satellit | Lufthansa-Gruppe, Star-Alliance-Partner | A380, A350, A320-Familie, Regionaljets |
| Terminal 1 (Module A–E) | Airlines außerhalb der Star Alliance, Ferienflieger | Schmalrumpfjets, Großraumflugzeuge von Golf- und Überseeairlines |
| Terminal 1 Pier (seit 2026) | Non-Schengen-Flüge aus Terminal 1 | Internationale Verbindungen außerhalb des Schengen-Raums |
| Frachtzentrum | Frachtairlines, Beiladefracht | Frachter und Großraumflugzeuge an den Frachtpositionen |
Der Besucherpark: Spotten mit S-Bahn-Anschluss
Kaum ein großer Flughafen macht es Besuchern so leicht wie München. Der Besucherpark liegt im Westteil des Geländes zwischen den beiden Bahnen und hat mit der Station Besucherpark einen eigenen Halt der S-Bahn-Linien S1 und S8 – eine Station vor dem Terminal. Laut Flughafen ist der Park ganzjährig rund um die Uhr geöffnet und kostenlos; nur der 28 Meter hohe Besucherhügel kostet einen Euro Eintritt, zahlbar in bar.
Vom Hügel aus blickst du über das westliche Vorfeld und auf beide Bahnen. Für Übersichtsbilder und rollende Maschinen reicht ein mittleres Tele, für formatfüllende Starts und Landungen brauchst du deutlich mehr Brennweite. Zum Park gehören außerdem eine kostenlose Ausstellung über den Flughafenbetrieb, ein Restaurant und ein Spielplatz. Die drei historischen Flugzeuge – eine Lockheed Super Constellation, eine Douglas DC-3 und eine Junkers Ju 52 – sind laut Flughafen derzeit wegen Renovierung nicht zugänglich.
Was du am Hügel konkret siehst, welche Brennweite sich lohnt und wie das Licht im Tagesverlauf wandert, steht ausführlich im Spot-Guide zum Besucherhügel am Flughafen München.
Wind und Betriebsrichtung prüfen
Westwind heißt Richtung 26, Ostwind Richtung 08. Daraus ergibt sich, von welcher Seite die Landungen kommen.
Langstrecken-Ankünfte heraussuchen
A380 und andere Großraumflugzeuge landen zu festen Zeiten. Ein Blick in die Ankunftstafel spart dir stundenlanges Warten.
Anreise mit der S-Bahn planen
S1 oder S8 bis Besucherpark. Bei Bauarbeiten fährt teils Ersatzverkehr – kurz vorher die aktuelle Lage prüfen.
Bargeld einstecken
Der Eintritt für den Besucherhügel wird laut Flughafen nur bar bezahlt. Kleingeld vergisst man leicht.
Kennzeichen mitschreiben
Bei vielen gleichen A320-Jets ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen später sauber auseinanderzuhalten.
Zaun bleibt Zaun
Rund um den Flughafen gibt es Wege und Wiesen, die nah an die Bahnen heranführen. Absperrungen, Sicherheitsbereiche und Hinweise des Flughafens gelten trotzdem ausnahmslos – auch für Leitern, Drohnen und lange Stative am Zaun. Was erlaubt ist und wo die Grenzen liegen, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Nachtruhe und Tagesrhythmus
München hat eine strenge Nachtflugregelung. Zwischen 22 und 6 Uhr ist der Betrieb stark eingeschränkt, in der Kernzeit von Mitternacht bis 5 Uhr sind nur Flüge im öffentlichen Interesse zulässig, etwa Rettungseinsätze. In den Randstunden dürfen nur bestimmte, besonders leise Flugzeuge und ein begrenztes Kontingent an planmäßigen Flügen starten und landen.
Für deine Planung bedeutet das: Die interessanten Wellen liegen tagsüber, wenn die Umsteigeverbindungen des Drehkreuzes zusammenlaufen. Wann genau die Langstreckenflüge kommen und gehen, ändert sich mit jedem Flugplan – ein Blick in die Ankunfts- und Abflugtafeln zeigt dir die Spitzen des Tages. Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtung am Hügel sind möglich, liefern aber nach 22 Uhr kaum noch Verkehr.
Fracht, Ausbau und die dritte Bahn
Westlich der Terminals, nahe der Südbahn, liegt das Frachtzentrum mit eigenen Abstellpositionen. 2025 schlug der Flughafen laut eigener Bilanz rund 340.000 Tonnen Luftfracht um – ein großer Teil davon fliegt im Bauch der Passagierflugzeuge mit, hinzu kommen reine Frachter einiger Airlines.
Seit Jahren wird über eine dritte Start- und Landebahn diskutiert. Sie ist rechtlich genehmigt, ein Bürgerentscheid in der Stadt München hat das Projekt 2012 aber vorerst gestoppt; seitdem liegt es auf Eis. Statt der Bahn wuchs der Flughafen an den Terminals: 2016 kam der Satellit von Terminal 2, im April 2026 der Pier am Terminal 1 für Non-Schengen-Flüge. Als nächster Schritt steht der weitere Ausbau von Terminal 2 auf der Agenda.
München passt zu dir, wenn …
- du A380 und A350 in hoher Dichte sehen willst
- du ohne Auto anreist und einen festen, legalen Standpunkt suchst
- du als Einsteiger einen übersichtlichen Flughafen bevorzugst
Bedingt geeignet, wenn …
- du formatfüllende Bilder ohne langes Teleobjektiv möchtest
- du nur im Winter Zeit hast und Nebel nicht riskieren willst
Eher woanders, wenn …
- du nachts Verkehr fotografieren willst
- du vor allem Low-Cost- und Ferienflieger in großer Zahl suchst
München im Vergleich
Im deutschsprachigen Raum ist München nach dem Flughafen Frankfurt das zweite große Drehkreuz. Frankfurt hat mehr Bahnen, mehr Fracht und mehr fremde Langstrecke – dafür ist München kompakter und mit dem Besucherpark einfacher zu erschließen. Der Flughafen Zürich ist das Drehkreuz der Lufthansa-Tochter Swiss und lohnt sich als Ergänzung, wenn du die Konzernflotten vergleichen willst.
Wer nach dem Spotten noch Luftfahrtgeschichte sehen möchte, hat es nicht weit: Die Flugwerft Schleißheim liegt in Oberschleißheim nördlich von München und zeigt als Außenstelle des Deutschen Museums historische Flugzeuge auf einem traditionsreichen Flugplatzgelände. Für die erste Tour hilft dir außerdem die Ausrüstungs-Checkliste und der Beitrag Planespotting für Einsteiger.
Jeder Besuch am Hügel zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Community in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen München ist das, was Frankfurt für viele Einsteiger nicht ist: übersichtlich, gut erreichbar und mit einem festen, legalen Standpunkt mitten auf dem Gelände. Zwei lange Parallelbahnen, ein Lufthansa-Drehkreuz mit A380 und A350 und eine Reihe von Star-Alliance-Partnern sorgen dafür, dass es selten langweilig wird.
Den Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Tag machen dieselben Dinge wie überall: Betriebsrichtung, Licht und ein Blick in die Ankunftstafel. Wer das vorher klärt, steht im Erdinger Moos zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Kurzfazit
MUC ist Deutschlands zweites Drehkreuz und Heimat der Lufthansa-A380. Mit Besucherpark und S-Bahn-Halt ist es einer der einsteigerfreundlichsten Großflughäfen – plane nach Betriebsrichtung und Licht, dann passt der Rest.
Zusammenfassung
- München ist neben Frankfurt das zweite große Drehkreuz Deutschlands – kleiner, aufgeräumter und für Spotter deutlich leichter zu erschließen.
- Mit zwei weit getrennten Parallelbahnen und einem Besucherpark in der Mitte des Geländes siehst du von einem Punkt aus viel Verkehr.
- Lufthansa prägt das Bild: A380, A350 und A320-Familie am Terminal 2, dazu Partner aus der Star Alliance.
- Wie in Frankfurt entscheidet die Betriebsrichtung, welche Seite das bessere Licht und die besseren Motive bietet.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens München?
Der IATA-Code ist MUC, der ICAO-Code EDDM. MUC steht auf Gepäckanhängern und Flugplänen, EDDM nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste.
Wie viele Start- und Landebahnen hat der Flughafen München?
Zwei: die Nordbahn 08L/26R und die Südbahn 08R/26L. Beide sind 4.000 Meter lang, 60 Meter breit und liegen rund 2.300 Meter auseinander, sodass sie unabhängig voneinander betrieben werden können. Eine dritte Bahn ist zwar planfestgestellt, wurde aber nach einem Bürgerentscheid 2012 nicht gebaut.
Wer betreibt den Flughafen München?
Die Flughafen München GmbH. Ihre Gesellschafter sind der Freistaat Bayern mit 51 Prozent, der Bund mit 26 Prozent und die Stadt München mit 23 Prozent. Terminal 2 betreibt eine gemeinsame Gesellschaft mit der Lufthansa.
Wie komme ich zum Besucherpark?
Mit der S-Bahn-Linie S1 oder S8 bis zur Station Besucherpark, eine Station vor dem Terminal. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Bei Bauarbeiten fährt teils Ersatzverkehr – prüf die aktuelle Lage vorher. Alle Details zum Standort stehen im Spot-Guide zum Besucherhügel.
Kostet der Besucherhügel Eintritt?
Der Besucherpark selbst ist frei zugänglich. Für den Besucherhügel verlangt der Flughafen laut eigener Website einen kleinen Eintritt von 1 Euro pro Person, nur in bar. Für Kinderwagen und Rollstühle ist der Hügel nicht zugänglich. Preise können sich ändern – prüf sie vor dem Besuch.
Fliegt der Airbus A380 noch nach München?
Ja. Lufthansa hat ihre verbliebenen A380 nach der Reaktivierung in München stationiert. Welche Ziele sie gerade bedienen, ändert sich mit dem Flugplan – schau vor dem Besuch in die Abflug- und Ankunftstafeln oder in eine Flugverfolgung.
Wann ist in München Nachtruhe?
Zwischen 22 und 6 Uhr ist der Flugbetrieb stark eingeschränkt. In der Kernzeit von 0 bis 5 Uhr sind nur Flüge im öffentlichen Interesse erlaubt, etwa Rettungs- oder Polizeieinsätze. In den Randstunden sind nur bestimmte, besonders leise Muster und ein begrenztes Kontingent zugelassen.
Welche Airlines nutzen Terminal 1 und welche Terminal 2?
Terminal 2 ist der Lufthansa-Gruppe und ihren Star-Alliance-Partnern vorbehalten. Im Terminal 1 fertigen alle anderen ab, darunter Condor und seit 2019 auch Eurowings. Für dich als Spotter spielt das vor allem eine Rolle, wenn du von den Terminals aus fotografieren willst.
Sichtungen rund um Flughafen München sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Lufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
EW / EWGEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
DE / CFGCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
LX / SWRSwiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
OS / AUAAustrian Airlines
Österreichs Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Wien: seit 2009 Teil der Lufthansa Group, seit 2000 in der Star Alliance – und mitten im größten Flottenumbau seit Jahren.
EK / UAEEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
Typische Flugzeuge
Airbus A380-800
Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.
FlugzeugtypAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
Spotting-Spots rund um Flughafen München
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Weitere Einträge
Lufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
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