IATA- und ICAO-Codes erklärt: Flughäfen, Airlines und Flugzeugtypen entschlüsseln

Drei Buchstaben auf der Bordkarte, vier auf dem Flugtracker: Warum Flughäfen, Airlines und Flugzeugtypen jeweils zwei Codes haben, wie sie aufgebaut sind und wie du sie beim Spotten sicher liest.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Systeme, zwei Zwecke: IATA-Codes nutzt die Reise- und Airline-Welt für Tickets, Gepäck und Flugpläne. ICAO-Codes nutzen Flugsicherung, Wetterdienste und Flugplanung.
  • Flughäfen: drei gegen vier Buchstaben: Frankfurt ist FRA bei der IATA und EDDF bei der ICAO. Der ICAO-Code verrät über die ersten Buchstaben Region und Land.
  • Airlines: zwei gegen drei Zeichen: Lufthansa ist LH bei der IATA und DLH bei der ICAO, im Funk meldet sie sich mit dem Rufzeichen LUFTHANSA.
  • Flugzeugtypen haben ebenfalls zwei Codes: Die Boeing 777-300ER heißt bei der IATA 77W, bei der ICAO B77W – Flugtracker zeigen meist die ICAO-Variante.
  • Codes überleben Namen: Viele Kürzel stammen von früheren Ortsnamen, Feldern oder Wetterstationen und wurden nie angepasst – deshalb passen sie nicht immer zum heutigen Namen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.IATA und ICAO: die kurze Antwort
  2. 2.Flughafencodes der IATA: drei Buchstaben für die Reisewelt
  3. 3.Flughafencodes der ICAO: vier Buchstaben mit System
  4. 4.Airline-Codes: LH, DLH und das Rufzeichen
  5. 5.Flugzeugtypen: 77W, B77W und der Rest
  6. 6.Wo dir welcher Code beim Spotten begegnet
  7. 7.Typische Verwechslungen
  8. 8.Fazit

Auf dem Gepäckanhänger steht FRA, auf dem Flugtracker EDDF. Die Lufthansa-Maschine heißt auf der Anzeigetafel LH, in der Live-Karte DLH. Und der Jet am Zaun ist mal eine 77W, mal eine B77W. Wer sich mit Flugzeugen beschäftigt, stolpert ständig über zwei parallele Code-Welten. Dieser Guide zeigt dir, was IATA- und ICAO-Codes unterscheidet, wie sie aufgebaut sind und wo dir welcher beim Spotten begegnet – damit du Flughäfen, Airlines und Flugzeugtypen in jeder App und jeder Meldung sofort zuordnen kannst.

Jede Sichtung sauber zugeordnet

In Planetrack postest du Sichtungen mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – so bleibt deine Sammlung im Hangar eindeutig und durchsuchbar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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IATA und ICAO: die kurze Antwort

Hinter den beiden Kürzeln stehen zwei verschiedene Organisationen mit verschiedenen Aufgaben. Die IATA (International Air Transport Association) ist der Weltverband der Fluggesellschaften. Ihre Codes sind für den kommerziellen Teil der Luftfahrt gedacht: Ticketverkauf, Gepäcksortierung, Flugpläne, Anzeigetafeln. Die ICAO (International Civil Aviation Organization) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Ihre Codes dienen dem operativen Flugbetrieb: Flugsicherung, Flugplanung, Wettermeldungen, Navigation.

Das Ergebnis sind drei Paare von Codes, die dir immer wieder begegnen:

3 / 4Buchstaben für Flughäfen bei IATA / ICAO (FRA / EDDF)
2 / 3Zeichen für Airlines bei IATA / ICAO (LH / DLH)
3 / bis 4Zeichen für Flugzeugtypen bei IATA / ICAO (77W / B77W)

Faustregel: Alles, was du als Passagier siehst, ist meist IATA. Alles, was Lotsen, Piloten und Wetterdienste verwenden, ist meist ICAO. Flugtracker und Spotter-Apps mischen beides – deshalb lohnt es sich, beide Systeme zu kennen.

Bereich IATA ICAO Wo du es siehst
Flughafen 3 Buchstaben, z. B. MUC 4 Buchstaben, z. B. EDDM IATA auf Bordkarte und Gepäck, ICAO in METAR und Flugplan
Airline 2 Zeichen, z. B. LX 3 Buchstaben, z. B. SWR IATA in der Flugnummer, ICAO im Callsign
Flugzeugtyp 3 Zeichen, z. B. 359 bis 4 Zeichen, z. B. A359 IATA im Flugplan der Airline, ICAO auf Trackern

Flughafencodes der IATA: drei Buchstaben für die Reisewelt

Die IATA vergibt ihre Flughafencodes über ihre Zentrale in Montreal nach einer verbandsinternen Resolution. Jeder Code besteht aus drei Buchstaben und ist weltweit eindeutig. Einige Beispiele aus Deutschland:

Viele Codes sind naheliegend, manche wirken rätselhaft. Der Grund: Ein einmal vergebener Code wird nur selten geändert. Er bleibt oft auch dann bestehen, wenn sich der Name des Flughafens oder sogar der Stadt ändert. Chicago O’Hare heißt ORD, weil das Gelände früher Orchard Field hieß. Ho-Chi-Minh-Stadt fliegst du immer noch unter SGN an – nach dem alten Namen Saigon. Und Los Angeles wurde zu LAX, weil an die ältere Kennung LA bei der Umstellung auf drei Buchstaben ein X als Füllzeichen angehängt wurde.

Ein Sonderfall sind kanadische Flughäfen, die fast alle mit Y beginnen: Toronto YYZ, Vancouver YVR, Montreal YUL. Das Y stammt aus einem alten Kennungssystem für Wetter- und Funkstationen, in dem es einen Standort mit Flugplatz markierte.

Stadtcodes für Metropolen mit mehreren Flughäfen

Für Städte mit mehreren Flughäfen gibt es zusätzlich Metropolitan-Codes. LON fasst die Londoner Flughäfen zusammen, darunter Heathrow (LHR), Gatwick (LGW) und Stansted (STN). PAR steht für Paris mit Charles de Gaulle (CDG) und Orly (ORY), NYC für New York mit JFK, LaGuardia (LGA) und Newark (EWR). In Buchungssystemen kannst du so nach allen Flughäfen einer Stadt gleichzeitig suchen.

Berlin zeigt, wie sich das im Lauf der Zeit verschiebt: Die früheren Flughäfen Tegel (TXL) und Tempelhof (THF) sind geschlossen, Schönefeld (SXF) ist im neuen Flughafen aufgegangen. Heute läuft der Berliner Verkehr unter BER, dem Code des Flughafens Berlin Brandenburg.

Ein Flughafen, drei IATA-Codes

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg liegt auf französischem Boden, hat aber einen Schweizer und einen französischen Sektor. Er führt deshalb mehrere IATA-Codes: BSL, MLH und EAP. Der ICAO-Code ist dagegen nur einer: LFSB – mit dem französischen Präfix LF.

Flughafencodes der ICAO: vier Buchstaben mit System

Die ICAO-Ortskennungen sind anders aufgebaut. Sie werden in ICAO-Dokument 7910 (Location Indicators) veröffentlicht, an der Auswahl der Codes sind die einzelnen Staaten beteiligt. Vier Buchstaben, und die ersten verraten dir die Region:

  • Erster Buchstabe: Großregion. E steht für Nord- und Mitteleuropa, L für Südeuropa und Teile des Mittelmeerraums, K für die USA ohne Alaska und Hawaii, C für Kanada, Y für Australien, Z unter anderem für China.
  • Zweiter Buchstabe: in Europa meist das Land. ED steht für zivile Flugplätze in Deutschland, ET für militärische. LS ist die Schweiz, LO Österreich, EH die Niederlande, EG das Vereinigte Königreich, LF Frankreich.
  • Dritter und vierter Buchstabe: der einzelne Flugplatz. Bei den großen deutschen Verkehrsflughäfen beginnt der Code fast immer mit EDD.
Flughafen IATA ICAO
Frankfurt FRA EDDF
München MUC EDDM
Düsseldorf DUS EDDL
Hamburg HAM EDDH
Berlin Brandenburg BER EDDB
Köln/Bonn CGN EDDK
Stuttgart STR EDDS
Leipzig/Halle LEJ EDDP
Hannover HAJ EDDV
Nürnberg NUE EDDN
Zürich ZRH LSZH
Wien VIE LOWW
Amsterdam Schiphol AMS EHAM
London Heathrow LHR EGLL
Paris Charles de Gaulle CDG LFPG

In den USA und Kanada ist das System besonders bequem: Dort ergibt sich der ICAO-Code oft einfach aus dem IATA-Code mit vorangestelltem Regionsbuchstaben. Aus JFK wird KJFK, aus LAX wird KLAX, aus YYZ wird CYYZ. In Europa funktioniert dieser Trick nicht – FRA und EDDF haben nichts miteinander zu tun.

Wichtig ist der ICAO-Code für dich vor allem bei Wettermeldungen. METAR und TAF werden immer mit der vierstelligen Ortskennung abgerufen. Wer am Morgen prüfen will, ob es in München windig wird, sucht nach EDDM, nicht nach MUC. Wie du die Meldungen dann liest, erklärt der Guide METAR und TAF lesen.

Wind, Wetter und Pisten im Blick

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Airline-Codes: LH, DLH und das Rufzeichen

Auch Fluggesellschaften tragen zwei Codes. Der IATA-Code hat zwei Zeichen – Buchstaben, Ziffern oder eine Mischung – und bildet den Anfang jeder Flugnummer, wie sie auf Tickets und Anzeigetafeln steht. Der ICAO-Code besteht aus drei Buchstaben und ist an ein Rufzeichen (Telephony Designator) gekoppelt, mit dem sich die Besatzung im Funk meldet. Die ICAO-Kennungen sind in ICAO-Dokument 8585 aufgeführt. Das dreibuchstabige System führte die ICAO in den 1980er-Jahren ein, die IATA blieb bei ihren zweistelligen Codes.

Airline IATA ICAO Rufzeichen
Lufthansa LH DLH LUFTHANSA
Eurowings EW EWG EUROWINGS
Condor DE CFG CONDOR
SWISS LX SWR SWISS
Austrian Airlines OS AUA AUSTRIAN
Emirates EK UAE EMIRATES
Ryanair FR RYR RYANAIR

Bei manchen Airlines hat das Rufzeichen eine eigene Geschichte. British Airways meldet sich mit SPEEDBIRD, einem Erbe der Vorgängergesellschaft BOAC. Für dich am Funkscanner heißt das: Nicht jedes Rufzeichen klingt wie der Airline-Name. Was beim Mithören rechtlich gilt, steht im Artikel Flugfunk hören: die Rechtslage.

Warum IATA-Codes nicht immer passen

Zweistellige Codes sind knapp. Die IATA vergibt Codes deshalb nach Einstellung einer Airline nach einer Wartezeit neu, und sie kennt sogenannte kontrollierte Duplikate: Zwei Airlines, deren Streckennetze sich praktisch nicht überschneiden, teilen sich denselben Code. Hinzu kommt, dass Codes bei Namenswechseln meist erhalten bleiben. Deshalb passen sie oft nicht zum heutigen Namen – Finnair fliegt zum Beispiel unter AY, Icelandair unter FI. ICAO-Codes sind dagegen eindeutig, was sie für Flugsicherung und Datenauswertung zuverlässiger macht.

Flugnummer und Callsign hängen zusammen

Auf der Abflugtafel steht LH 400, auf dem Flugtracker siehst du DLH400. Das ist kein Widerspruch: Flugtracker zeigen das Callsign, das der Transponder aussendet, und das beginnt mit dem ICAO-Code der Airline. Allerdings ist die Flugkennung im Callsign nicht immer identisch mit der kommerziellen Flugnummer – manche Airlines verwenden alphanumerische Kennungen, um Verwechslungen im Funk zu vermeiden. Die Details erklärt der Beitrag Callsign und Flugnummer: der Unterschied. Bei Codeshare-Flügen kommen außerdem mehrere IATA-Flugnummern für denselben Flug hinzu, etwa innerhalb der Star Alliance – das Callsign bleibt dabei immer das der durchführenden Airline.

Und die dreistellige Zahl auf dem Ticket?

Neben dem zweistelligen Code hat jede IATA-Airline einen dreistelligen numerischen Code, den sogenannten Accounting oder Prefix Code. Er bildet die ersten drei Ziffern der Ticketnummer. Bei United Airlines lautet er zum Beispiel 016. Für Spotter spielt er kaum eine Rolle, erklärt aber die Zahlenkolonne auf deiner Buchungsbestätigung.

Flugzeugtypen: 77W, B77W und der Rest

Am Zaun wird es für Spotter besonders spannend, denn auch Flugzeugtypen haben zwei Codes. Die ICAO-Typkennung hat zwei bis vier Zeichen und steht in ICAO-Dokument 8643 (Aircraft Type Designators). Sie wird von der Flugsicherung und in der Flugplanung verwendet. Der IATA-Typcode hat drei Zeichen, stammt aus dem Flugplanwesen der Airlines und unterscheidet Typen eher nach kommerziellen Merkmalen wie Rolle oder Ausführung.

Flugzeugtyp IATA ICAO
Airbus A320neo 32N A20N
Airbus A321neo 32Q A21N
Airbus A350-900 359 A359
Airbus A350-1000 351 A35K
Airbus A380-800 388 A388
Airbus A220-300 223 BCS3
Boeing 737-800 738 B738
Boeing 737 MAX 8 7M8 B38M
Boeing 777-300ER 77W B77W
Boeing 787-9 789 B789
Boeing 747-8 74H (Passagier) / 74N (Fracht) B748
Embraer E190 E90 E190
Dash 8-400 DH4 DH8D
Bombardier CRJ900 CR9 CRJ9

Ein paar Muster fallen auf. Die ICAO setzt bei Boeing ein B davor (B738, B789), bei Airbus ein A (A359, A388). Manche Codes sind aber Relikte: Der A220-300 läuft bei der ICAO als BCS3, weil er als Bombardier CSeries CS300 entwickelt wurde. Und an der 747-8 siehst du die unterschiedliche Logik: Die IATA trennt Passagier- und Frachtversion, die ICAO nicht – ihre Kennungen unterscheiden nicht nach Passagier- oder Frachtnutzung desselben Typs.

Für dich heißt das: Wenn ein Tracker „A20N“ anzeigt, weißt du, dass ein A320neo kommt und kein klassischer A320. Wie du die beiden am Zaun auch ohne Code auseinanderhältst, zeigen die Guides Flugzeugtypen erkennen für Anfänger und Airbus und Boeing unterscheiden.

Typcode ist nicht Kennzeichen

B738 sagt dir nur, welcher Typ fliegt – nicht welches Flugzeug. Eindeutig wird eine Sichtung erst mit dem Kennzeichen wie D-AIMA oder HB-JNA. Wie Registrierungen aufgebaut sind, erklären Flugzeug-Kennzeichen verstehen und Länderkennungen von Flugzeugen.

Wo dir welcher Code beim Spotten begegnet

Im Alltag wechselst du ständig zwischen beiden Systemen. Diese Übersicht hilft beim Einordnen:

1. Flugplan und Ankunftstafel

Hier stehen IATA-Codes: Flughafen (MUC), Flugnummer (LH 2010) und manchmal der IATA-Typcode. Gut, um zu sehen, was heute kommt.

2. Flugtracker und Live-Karte

Meist ICAO: Callsign (DLH2010), Typkennung (A20N) und oft der ICAO-Flughafencode. Viele Apps zeigen beides parallel an.

3. Wetter und Betriebsrichtung

METAR und TAF laufen immer über den ICAO-Code. Mit EDDF findest du den Frankfurter Wind – und damit die Betriebsrichtung.

4. Funk und ADS-B

Im Funk hörst du das Rufzeichen (LUFTHANSA 2010), im ADS-B-Signal steht das ICAO-Callsign. Mehr dazu im Guide Flugverfolgung mit ADS-B.

5. Dein Logbuch

Hier entscheidest du selbst. Wichtig ist nur, ein System konsequent zu nutzen, damit sich Sichtungen später sauber filtern lassen.

Ein ausgedachtes, aber typisches Beispiel: Du stehst an der Aussichtsplattform Zeppelinheim und siehst auf dem Tracker „UAE45 – A388 – OMDB → EDDF“. Übersetzt heißt das: Emirates (UAE), ein Airbus A380-800 (A388), unterwegs von Dubai (ICAO OMDB, IATA DXB) nach Frankfurt (EDDF, FRA). Wer die Codes lesen kann, braucht keine drei Klicks, um zu wissen, ob sich das Warten lohnt.

Typische Verwechslungen

  • Flughafen- und Airline-Codes vermischen: LH ist Lufthansa, LHR ist Heathrow. Zwei Zeichen bedeuten in der Regel Airline, drei Flughafen – bei ICAO entsprechend drei für Airline, vier für Flughafen.
  • ICAO-Typcode mit Modellname gleichsetzen: A320 ist der klassische A320, A20N der A320neo. Wer im Logbuch beides als „A320“ führt, verliert Information.
  • Codes aus dem Namen erraten: Hannover ist HAJ, nicht HAN. Nürnberg ist NUE, Leipzig/Halle LEJ. Im Zweifel nachschlagen statt raten.
  • Annehmen, dass ICAO und IATA verwandt sind: In Nordamerika oft ja (KJFK/JFK), in Europa praktisch nie (EDDM/MUC).
  • Flugnummer und Callsign gleichsetzen: Die Flugkennung im Callsign kann von der verkauften Flugnummer abweichen. Für die Suche auf der Live-Karte ist das Callsign verlässlicher.

Kannst du die Codes sicher lesen?

Hak ab, was du ohne Nachschlagen weißt – am Ende siehst du, wo du stehst.

  • Ich weiß, dass EDDF und FRA derselbe Flughafen sind.
  • Ich erkenne an ED, LS und LO, ob ein Flughafen in Deutschland, der Schweiz oder Österreich liegt.
  • Ich weiß, dass DLH auf dem Tracker Lufthansa bedeutet.
  • Ich kann A20N und A320 auseinanderhalten.
  • Ich weiß, dass 77W und B77W denselben Typ meinen.
  • Ich suche Wettermeldungen mit dem ICAO-Code.

Typ, Airline oder Kennzeichen im Visier

Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Flugzeugtyp, eine Airline oder eine Special Livery deinen Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

IATA- und ICAO-Codes sind keine konkurrierenden Systeme, sondern zwei Werkzeuge für unterschiedliche Aufgaben. Die IATA bedient die Reisewelt mit kurzen, merkfähigen Codes: drei Buchstaben für Flughäfen, zwei Zeichen für Airlines, drei für Flugzeugtypen. Die ICAO bedient den Flugbetrieb mit systematischen, eindeutigen Kennungen: vier Buchstaben für Flughäfen mit regionalem Präfix, drei für Airlines samt Rufzeichen und bis zu vier für Flugzeugtypen. Wer beide lesen kann, findet Flüge schneller, versteht Wettermeldungen und dokumentiert Sichtungen eindeutig. Ein guter Einstieg: Lern die Codes deines Hausflughafens und der fünf Airlines, die du dort am häufigsten siehst – der Rest kommt mit jedem Spotting-Tag. Wenn du gerade erst anfängst, hilft dir außerdem der Leitfaden Planespotting für Einsteiger.

Kurzfazit

IATA ist für Tickets, Gepäck und Flugpläne, ICAO für Flugsicherung, Wetter und Tracker. Flughäfen: FRA gegen EDDF. Airlines: LH gegen DLH. Typen: 77W gegen B77W. Merk dir die Präfixe ED, LS und LO, nutze für Wetter den ICAO-Code und notiere zu jeder Sichtung zusätzlich das Kennzeichen – dann ist sie eindeutig.

Zusammenfassung

  • Die IATA vergibt dreistellige Flughafencodes und zweistellige Airline-Codes für den kommerziellen Verkehr, die ICAO vierstellige Ortskennungen und dreistellige Airline-Kennungen für den operativen Flugbetrieb.
  • ICAO-Flughafencodes sind regional aufgebaut: E steht für Nordeuropa, L für Südeuropa, ED für zivile Flugplätze in Deutschland, LS für die Schweiz, LO für Österreich.
  • Für Flugzeugtypen gibt es IATA-Codes aus dem Flugplanwesen und ICAO-Typkennungen aus Dokument 8643, die in Flugplänen und auf Trackern auftauchen.
  • Wer beide Systeme lesen kann, findet Flüge schneller auf der Live-Karte, versteht METAR-Meldungen und dokumentiert Sichtungen eindeutig.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen IATA- und ICAO-Code?

IATA-Codes stammen vom Airline-Verband IATA und dienen dem kommerziellen Verkehr: Tickets, Gepäckanhänger, Anzeigetafeln und Flugpläne. ICAO-Codes stammen von der UN-Luftfahrtorganisation ICAO und werden im operativen Betrieb genutzt: von Flugsicherung, Wetterdiensten und in Flugplänen für die Verkehrskontrolle. Flughäfen haben drei (IATA) beziehungsweise vier (ICAO) Buchstaben, Airlines zwei beziehungsweise drei Zeichen.

Wie lautet der IATA- und ICAO-Code von Frankfurt?

Der Flughafen Frankfurt hat den IATA-Code FRA und den ICAO-Code EDDF. FRA steht auf deinem Gepäckanhänger, EDDF in Wettermeldungen und auf vielen Flugtrackern.

Warum beginnen deutsche Flughafen-Codes mit ED?

Der ICAO-Code ist regional aufgebaut. Der erste Buchstabe steht für eine Großregion – E für Nordeuropa –, der zweite für das Land. ED kennzeichnet zivile Flugplätze in Deutschland, militärische Flugplätze tragen das Präfix ET. Die großen Verkehrsflughäfen haben fast alle EDD als Anfang, etwa EDDM für München oder EDDH für Hamburg.

Was bedeutet DLH auf dem Flugtracker?

DLH ist der ICAO-Code von Lufthansa. Flugtracker zeigen oft das Callsign aus dem Transponder, und das setzt sich aus dem ICAO-Airline-Code und einer Flugkennung zusammen. Aus Flug LH 400 wird dort zum Beispiel DLH400. Im Sprechfunk wird DLH als LUFTHANSA ausgesprochen.

Warum heißt Los Angeles LAX?

Der Flughafen trug früher die zweibuchstabige Kennung LA. Als die Codes auf drei Buchstaben umgestellt wurden, hängte man ein X an, das keine eigene Bedeutung hat.

Warum beginnen kanadische Flughäfen mit Y?

Das geht auf ein altes Kennungssystem für Wetter- und Funkstationen zurück, in dem ein Y anzeigte, dass sich am Standort ein Flugplatz befand. Die folgenden Buchstaben stammen häufig aus alten Funk- oder Bahnkennungen. Deshalb heißen Toronto YYZ, Vancouver YVR und Montreal YUL.

Was ist der Unterschied zwischen 77W und B77W?

Beides bezeichnet die Boeing 777-300ER. 77W ist der IATA-Typcode, wie er in Flugplänen und Buchungssystemen auftaucht. B77W ist die ICAO-Typkennung aus Dokument 8643, die in Flugplänen der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern steht.

Kann ein IATA-Code neu vergeben werden?

Ja. Airline-Codes der IATA werden nach Einstellung einer Fluggesellschaft wieder frei und können später an eine andere Airline gehen. Außerdem gibt es sogenannte kontrollierte Duplikate, bei denen sich zwei Airlines mit klar getrennten Netzen einen Code teilen. ICAO-Airline-Codes sind dagegen eindeutig.

PT

Planetrack Redaktion

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