Flughafen Genf

Zweitgrößter Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste – dafür der längsten des Landes. Genf lebt von easyJet, SWISS und einer der stärksten Business-Aviation-Szenen Europas. Mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal ist er außerdem eines der bequemsten Spotting-Ziele der Schweiz.

Auch bekannt als: Genève Aéroport · Geneva Airport · Aéroport international de Genève · Flughafen Genf-Cointrin · Cointrin

SchweizSchweizFlughäfenGVA / LSGGseit 191912 Min. Lesezeit

GVA

IATA-Code

LSGG

ICAO-Code

3900 m

längste Piste der Schweiz

17,85 Mio.

Passagiere 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • IATA GVA, ICAO LSGG: der zweitgrößte Flughafen der Schweiz, betrieben von Genève Aéroport, einer öffentlich-rechtlichen Anstalt des Kantons Genf.
  • Eine einzige Piste, 04/22, mit 3900 Metern – die längste der Schweiz. Bei Windstille läuft meist die 22, bei Bise die 04.
  • easyJet dominiert: 2025 lag ihr Marktanteil bei 46,0 Prozent, vor SWISS mit 12,4 und British Airways mit 4,4 Prozent.
  • Business Aviation ist Genfs Spezialität – Langstrecken-Businessjets und Regierungsmaschinen gehören zum Alltag.
  • Die Terrasse Panorama im vierten Stock des Hauptterminals ist kostenlos und der einfachste legale Spot – aber nur in der Sommersaison offen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Geschichte im Zeitraffer
  4. 4.Was du als Spotter wissen solltest
  5. 5.Stärken und Schwächen
  6. 6.Der zweitgrößte Flughafen der Schweiz
  7. 7.Eine Piste, zwei Richtungen
  8. 8.Terminals, Aile Est und der Französische Sektor
  9. 9.Was du in Genf zu sehen bekommst
  10. 10.Die Terrasse Panorama
  11. 11.Spots rund um den Flughafen
  12. 12.Licht, Wetter und Jahreszeit
  13. 13.Anreise
  14. 14.Genf im Vergleich mit Zürich
  15. 15.Fazit
  16. 16.Häufige Fragen

Steckbrief

IATA-CodeGVA
ICAO-CodeLSGG
BetreiberGenève Aéroport – eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum des Kantons Genf, in dieser Form seit dem 1. Januar 1994
LageRund 4 km nordwestlich der Genfer Innenstadt auf dem Gebiet von Le Grand-Saconnex, Meyrin und Bellevue, direkt an der Grenze zu Frankreich
PisteEine Betonpiste 04/22 mit 3900 m – die längste der Schweiz; bis September 2018 hieß sie 05/23
TerminalsHauptterminal (T1), Langstreckenflügel Aile Est (seit Dezember 2021) und ein eigenes Terminal für die Geschäftsluftfahrt
BesonderheitEin Französischer Sektor erlaubt Flüge, ohne den Schweizer Zoll zu passieren
Wichtigste AirlineseasyJet (46,0 % Marktanteil 2025), SWISS (12,4 %), British Airways (4,4 %)
Verkehr 2025Rund 17,85 Millionen Passagiere, 177.288 Flugbewegungen und 94.337 Tonnen Fracht
BahnanschlussBahnhof Genève-Aéroport am Terminal, seit Mai 1987; rund 7 Minuten bis Genève-Cornavin
Offizielle Websitewww.gva.ch

Tätigkeitsfelder

Linienverkehr – Basis von easyJet und easyJet Switzerland, dazu SWISS und zahlreiche europäische Netzwerk-Airlines
Langstrecke – Großraumjets aus dem Nahen Osten, Nordamerika und Asien, abgefertigt am Ostflügel Aile Est
Geschäftsluftfahrt – eigenes Terminal und mehrere Betreiber; Genf zählt zu den wichtigsten Business-Aviation-Plätzen Europas
Fracht – Frachthalle mit Kühlräumen, Wertsachenbereich und Freilager; 2025 rund 94.300 Tonnen
Besucherangebote – die kostenlose Terrasse Panorama im vierten Stock des Hauptterminals, geöffnet in der Sommersaison

Geschichte im Zeitraffer

1919Am 11. Oktober beschließt der Genfer Grosse Rat das Gesetz für einen Flugplatz im Gebiet von Cointrin.
1920Am 23. September landet das erste Flugzeug auf dem neuen Flugplatz.
1937Die erste Betonpiste geht in Betrieb – gerade einmal 405 Meter lang.
1946Die Piste wächst auf 2000 Meter, das erste Terminal (das heutige Terminal 2) wird eröffnet. Ein Jahr später startet Swissair mit einer DC-4 nach New York.
1959Mit einer Caravelle der SAS landet das erste Düsenflugzeug in Genf.
1960Um diese Zeit erreicht die Piste ihre heutige Länge von 3900 Metern. Für die Verlängerung wird die Grenze zu Frankreich angepasst.
1987Am 31. Mai eröffnet der Bahnhof Genève-Aéroport direkt am Terminal.
1994Der Flughafen wird eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons Genf.
2017Die parallele Graspiste für die Leichtaviation wird Ende des Jahres geschlossen.
2018Am 13. September wird die Piste wegen der Verschiebung des magnetischen Nordpols von 05/23 in 04/22 umbenannt.
2021Im Sommer öffnet die Terrasse Panorama, am 14. Dezember der 520 Meter lange Langstreckenflügel Aile Est.
2025Mit rund 17,85 Millionen Passagieren liegt Genf knapp unter dem Niveau von 2019, die Flugbewegungen gehen leicht zurück.

Flughafen Genf aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flughafen Genf

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Bei Windstille einen Anflug auf Piste 22 aus Nordosten gesehen
  • Bei Bise einen Start auf Piste 04 Richtung Nordosten erwischt
  • Eine easyJet Switzerland am HB-Kennzeichen von einer britischen easyJet unterschieden
  • Einen SWISS Airbus A220 im Westschweizer Betrieb fotografiert
  • Einen Langstrecken-Businessjet wie die Global 7500 oder die Gulfstream G650 notiert
  • Ein Foto mit der Jurakette im Hintergrund von der Terrasse Panorama geschafft

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Terrasse Panorama kostenlos und laut Flughafen ohne Sicherheitskontrolle zugänglich
  • Eine Piste, die du von der Terrasse in voller Länge siehst – kein Rätselraten, welche Bahn aktiv ist
  • Sehr viele Business Jets und Regierungsflugzeuge für einen Flughafen dieser Größe
  • Bahnhof direkt am Terminal, sieben Minuten ab Genève-Cornavin
  • Jurakette als Kulisse hinter der Piste

Wo es hakt

  • Die Terrasse ist nur in der Sommersaison geöffnet
  • Weniger Airline-Vielfalt als an großen Drehkreuzen – easyJet stellt fast die Hälfte des Angebots
  • Starkes Hitzeflimmern über der langen Betonpiste an warmen Tagen
  • Spots außerhalb liegen teils nahe der französischen Grenze – Ausweis nicht vergessen

Aktualisiert: Oktober 2026 – Der Flughafen Genf ist das Gegenmodell zu Zürich. Statt drei Pisten in drei Richtungen gibt es hier genau eine, statt eines Drehkreuzes mit Umsteigewellen einen Flughafen, der vor allem von easyJet lebt. Langweilig wird es trotzdem nicht: Kaum ein anderer Flughafen dieser Größe sieht so viele Business Jets und Regierungsmaschinen, dazu kommen Langstreckengäste aus dem Nahen Osten, Nordamerika und Asien. Und mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal kommst du so bequem an die Piste wie an kaum einem anderen Schweizer Flughafen. Diese Seite zeigt dir, wie Genf funktioniert und worauf du achten solltest.

Genf-Sichtungen sauber festhalten

Kennzeichen, Typ, Airline und Spot gemeinsam erfassen – das ist der Kern von Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Der zweitgrößte Flughafen der Schweiz

Der Flughafen liegt rund vier Kilometer nordwestlich der Genfer Innenstadt, verteilt auf die Gemeinden Le Grand-Saconnex, Meyrin und Bellevue. Viele Einheimische sagen bis heute einfach „Cointrin“ – so heißt das Quartier, in dem 1919 alles begann. Das Gelände grenzt unmittelbar an Frankreich, und das merkst du beim Spotten: Einige Standorte rund um den Zaun liegen nur wenige Meter von der Grenze entfernt.

Betrieben wird der Flughafen von Genève Aéroport. Anders als die börsenkotierte Betreiberin in Zürich ist Genève Aéroport eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt, die dem Kanton Genf gehört. Diese Rechtsform gilt seit dem 1. Januar 1994. Seit 2024 leitet Gilles Rufenacht den Flughafen.

2025 zählte Genf rund 17,85 Millionen Passagiere – ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr und nur knapp unter dem Niveau von 2019. Die Zahl der Flugbewegungen ging dagegen auf 177.288 zurück. Der Flughafen erklärt das mit größeren Flugzeugen und besser ausgelasteten Kabinen: Die Sitzladefaktoren lagen 2025 bei über 76,5 Prozent. Auch die Fracht legte zu, auf gut 94.300 Tonnen – das zweithöchste Volumen in der Geschichte des Flughafens.

1Piste für den gesamten Verkehr
3900 mLänge der Piste 04/22 – Schweizer Rekord
46,0 %Marktanteil von easyJet im Jahr 2025
17,85 Mio.Passagiere im Jahr 2025

Eine Piste, zwei Richtungen

Das Herzstück des Flughafens ist die Betonpiste 04/22 mit 3900 Metern – die längste der Schweiz. Bis zum 13. September 2018 hieß sie 05/23. Weil sich der magnetische Nordpol langsam verschiebt, passte die Flugsicherung die Bezeichnung an; die Piste selbst blieb, wo sie war. Warum sich solche Nummern überhaupt ändern, erklärt der Beitrag Pistenbezeichnungen am Flughafen.

Neben der Hauptpiste gab es lange eine parallele Graspiste für die Leichtaviation. Sie wurde Ende 2017 geschlossen. Heute läuft also tatsächlich alles – vom easyJet-A320 bis zum Langstrecken-Großraumjet und zum Businessjet – über eine einzige Bahn. Für Spotter ist das ein Vorteil: Du musst nicht rätseln, welche Piste gerade aktiv ist, sondern nur, in welche Richtung geflogen wird.

Betriebsrichtung Wann Anflug kommt aus Start Richtung
Piste 22 Normalfall bei Windstille oder Südwestwind Nordosten Südwesten
Piste 04 bei Bise, dem kalten Nordostwind Südwesten Nordosten

Die Bise ist für Genf, was die Westwetterlage für viele deutsche Flughäfen ist: der Grund, warum die Betriebsrichtung kippt. Sie bringt trockene, kalte Luft und oft eine glasklare Fernsicht – dann steht der Jura hinter der Piste wie gemalt. An windstillen Sommertagen läuft dagegen meist die 22. Wie Wind und Pistenwahl grundsätzlich zusammenhängen, steht im Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Welche Richtung gerade gilt, siehst du am schnellsten auf einem Flugtracker – wie du ihn als Spotter liest, erklärt der Beitrag Flugverfolgung mit ADS-B.

Lange Piste, langes Flimmern

Über 3900 Metern Beton bildet sich an warmen Tagen kräftiges Hitzeflimmern. Je weiter das Flugzeug von dir entfernt ist, desto stärker leidet das Bild. Plane Aufnahmen am Pistenende deshalb für kühle Vormittage oder Abende – oder für Tage mit Bise.

Terminals, Aile Est und der Französische Sektor

Der Passagierverkehr läuft über das Hauptterminal (T1). Das ursprüngliche Terminal von 1946 existiert noch, heißt heute Terminal 2 und wird nur noch saisonal genutzt. Für die Geschäftsluftfahrt gibt es ein eigenes Abfertigungsgebäude am Südwestende des Geländes.

Für Spotter am wichtigsten ist der Ostflügel Aile Est. Der 520 Meter lange Neubau ging am 14. Dezember 2021 in Betrieb und ist für Langstrecken- und Nicht-Schengen-Flüge gedacht. Bis zu sechs Großraumflugzeuge können dort gleichzeitig abgefertigt werden. Auf seinem Dach liegen mehrere Tausend Quadratmeter Solarpanels. Wenn du in Genf also eine Boeing 777-300ER oder einen Airbus A350-900 siehst, steht er sehr wahrscheinlich an der Aile Est.

Eine Besonderheit, die es so kaum anderswo gibt, ist der Französische Sektor. Über ihn können Passagiere Flüge von und nach Frankreich nutzen, ohne den Schweizer Zoll zu passieren. Er beruht auf einer Vereinbarung zwischen Frankreich und dem Kanton Genf aus den 1960er-Jahren. Auch in der Luftfracht gibt es einen französischen Bereich mit Abfertigung für den EU-Raum. Für dich als Spotter bedeutet das vor allem: Genf ist ein Flughafen zweier Länder, und das Umland auf französischer Seite gehört zum Spotter-Revier dazu.

Was du in Genf zu sehen bekommst

easyJet und SWISS

Die Statistik ist eindeutig: easyJet kam 2025 auf 46,0 Prozent Marktanteil – fast die Hälfte des gesamten Angebots. Ein großer Teil davon fliegt mit Maschinen von easyJet Switzerland, die ihren Sitz in Meyrin direkt am Flughafen hat. Die orange Bemalung ist dieselbe wie bei der britischen Mutter, der Unterschied steckt im Kennzeichen: Schweizer Flugzeuge tragen ein HB-, britische ein G-. Wie du Kennzeichen liest, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen. Bei den Typen dominiert die A320-Familie – vom klassischen Airbus A320 über den A320neo bis zum A321neo.

Auf Platz zwei folgt SWISS mit 12,4 Prozent. In der Westschweiz setzt die Airline vor allem den Airbus A220-100 und den A220-300 ein; daneben fliegt sie ab Genf je nach Flugplan auch auf der Langstrecke. SWISS gehört zur Lufthansa Group und zur Star Alliance – Genf ist für sie aber kein Drehkreuz wie Zürich, sondern ein Abflugpunkt für die Westschweiz.

Europäische Netzwerk-Airlines

Hinter den beiden Großen folgen die klassischen europäischen Netzwerk-Airlines. British Airways kam 2025 auf 4,4 Prozent, Air France auf 3,2, Iberia auf 2,9 und KLM auf 2,5 Prozent. Dazu kommen TAP Air Portugal, Brussels Airlines und Turkish Airlines. London ist die mit Abstand wichtigste Verbindung des Flughafens – mehr als zwei Millionen Passagiere flogen 2025 zwischen Genf und den Londoner Flughäfen. Damit siehst du in Genf praktisch alle großen Konzerne Europas: die Air France-KLM-Gruppe, die International Airlines Group mit British Airways und Iberia und die Lufthansa Group.

Langstrecke

Auf der Langstrecke ist Emirates die größte Gesellschaft; sie erreichte 2025 einen Marktanteil von 1,8 Prozent. Dazu kommen je nach Flugplan Airlines wie Qatar Airways, Etihad Airways, United Airlines und Air Canada. Welche Typen genau eingesetzt werden, wechselt mit Saison und Nachfrage. Prüf den aktuellen Flugplan vor dem Besuch, statt dich auf ältere Spotterberichte zu verlassen – Stand Oktober 2026 können sich einzelne Verbindungen geändert haben.

Business Jets und Regierungsflugzeuge

Was Genf von fast allen anderen Flughäfen seiner Größe abhebt, ist die Geschäftsluftfahrt. Die Stadt beherbergt den europäischen Sitz der Vereinten Nationen, zahlreiche internationale Organisationen, Banken und Rohstoffhändler – und das siehst du auf der Piste. Genf gilt als einer der wichtigsten Business-Aviation-Plätze Europas. Mehrere Dienstleister betreuen hier Privatjets, und ein eigenes Terminal ist ausschließlich für die Geschäftsluftfahrt reserviert.

Typisch sind Langstrecken-Businessjets wie die Bombardier Global 7500, die Gulfstream G650 oder die Dassault Falcon 8X, dazu kleinere Turboprops wie die Pilatus PC-12 aus Schweizer Produktion. Spotterguides berichten zudem von vielen Betreibern aus dem Nahen Osten, teils mit umgebauten Verkehrsflugzeugen. Bei Konferenzen und diplomatischen Treffen tauchen außerdem Staatsmaschinen auf. Wie du sie erkennst und zuordnest, steht in den Beiträgen Businessjets spotten und Regierungsflugzeuge spotten. Für die Herkunft hilft dir ein Blick auf die Länderkennungen von Flugzeugen.

Den nächsten Global 7500 nicht verpassen

Mit Planetrack setzt du Typen und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und wirst benachrichtigt, wenn sie Genf anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Die Terrasse Panorama

Rund zwanzig Jahre lang gab es in Genf keinen offiziellen Ort, an dem Besucher Flugzeuge schauen konnten. Seit Sommer 2021 ist das anders: Im vierten Stock des Hauptterminals liegt die Terrasse Panorama. Von dort überblickst du das Vorfeld, die Rollwege und die gesamte Piste 04/22 – und dahinter die Jurakette. Weil die Terrasse grob nach Nordwesten schaut, hast du die Sonne über weite Teile des Tages im Rücken oder seitlich.

Inzwischen ist der Besuch laut Flughafen kostenlos und ohne Sicherheitskontrolle möglich. Für die Saison 2026 nennt Genève Aéroport folgende Zeiten:

Zeitraum Tage Uhrzeit
15. März – 30. Oktober 2026 Sonntag bis Mittwoch 10:00–20:00
15. März – 30. Oktober 2026 Donnerstag bis Samstag 09:00–22:00
übrige Zeit – keine Öffnungszeiten veröffentlicht

Auf der Terrasse gibt es eine Buvette mit Snacks und Getränken, Toiletten und einen kleinen Raum mit Filmen zur Flughafengeschichte. Geraucht werden darf nicht. Alles Weitere – Lichtverhältnisse, Objektivwahl, Tagesablauf – findest du im ausführlichen Guide zur Aussichtsterrasse am Flughafen Genf.

Saisonende im Blick behalten

Die Saison 2026 endet am 30. Oktober. Im Winterhalbjahr war die Terrasse in den vergangenen Jahren geschlossen, und auch während der Saison kann sie kurzfristig zugehen – 2023 etwa schloss sie rund einen Monat früher als vorgesehen. Prüf die Zeiten vor jedem Besuch auf gva.ch.

Spots rund um den Flughafen

Die Terrasse ist der bequemste Platz, aber nicht der einzige. Spotterguides listen für Genf mehr als ein Dutzend Standorte rund um das Gelände, viele davon mit dem Bus erreichbar. Einige Beispiele:

  • Restaurant im Terminal 1: vor der Sicherheitskontrolle, Blick durch Glas auf Rollwege und Piste. Im Winter, wenn die Terrasse zu ist, und für Nachtaufnahmen die naheliegende Alternative – Konsum wird erwartet.
  • Chemin des Clys: für Anflüge auf Piste 22, eher am Vormittag. Vor Ort gibt es keine Infrastruktur.
  • Bei Blandonnet: für Anflüge auf Piste 04, mit dem Jura im Hintergrund – im Sommer wegen des Flimmerns besser früh am Tag.
  • Parkhaus-Oberdeck: für Starts auf Piste 22, kostenpflichtig.

Bei den Spots im Freien gilt: Halte dich an öffentliche Wege, betritt keine Felder oder gesperrten Zufahrten und klettere nicht über Zäune. Einige Punkte liegen direkt an der französischen Grenze – nimm deinen Ausweis mit. Was beim Fotografieren rund um Flughäfen grundsätzlich erlaubt ist, erklärt der Beitrag Ist Planespotting erlaubt?. Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren; die Details stehen in Drohnen am Flughafen.

Genf passt, wenn …

  • du Business Jets und Regierungsmaschinen sammeln willst
  • du einen entspannten Spotting-Tag mit Bahnanreise suchst
  • du Flugzeuge vor Bergkulisse fotografieren möchtest

Kombiniere mit einem anderen Flughafen, wenn …

  • du möglichst viele SWISS-Langstreckentypen an einem Tag willst – dafür ist Zürich besser
  • du im Winter kommst und auf Spots im Freien angewiesen bist

Plane anders, wenn …

  • du maximale Airline-Vielfalt suchst – große Drehkreuze sind ergiebiger
  • du an einem heißen Sommermittag lange Brennweiten auf das Pistenende richten willst

Licht, Wetter und Jahreszeit

Genf liegt im Südwesten der Schweiz zwischen Jura und Alpen, und das Wetter prägt den Spotting-Tag stärker als an vielen anderen Plätzen. Drei Faktoren solltest du vor jedem Besuch im Blick haben:

  1. Wind: Er entscheidet über die Betriebsrichtung. Bei Bise läuft die 04, sonst meist die 22.
  2. Temperatur: Je wärmer, desto stärker das Flimmern über der Piste. Vormittage und Abende liefern die saubersten Bilder.
  3. Sonnenstand: Von der Terrasse hast du tagsüber meist gutes Licht, an Spots im Freien hängt es stark von der Tageszeit ab. Wie du das vorher ausrechnest, erklärt der Beitrag Sonnenstand für den Fotospot planen.

Im Winterhalbjahr ist die Terrasse geschlossen, dann weichst du auf das Terminal-Restaurant oder die Spots im Freien aus. Tipps für die kalte Jahreszeit findest du in Planespotting im Winter und Planespotting bei schlechtem Wetter.

Zum Thema Nacht: Genève Aéroport hat in den vergangenen Jahren die Zahl der späten Starts deutlich reduziert. Nach Angaben des Flughafens gingen die Abflüge nach 22 Uhr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 24,6 Prozent zurück, der Anteil der Nachtflüge lag bei 5,37 Prozent. Wenn du an einem Sommerabend auf der Terrasse stehst, wird es nach Einbruch der Dunkelheit also merklich ruhiger.

Wind und Licht vorab prüfen

Mit dem Sonnenstand-Planer und den Wetter-, Wind- und Pistendaten von Planetrack siehst du vor der Anreise, ob in Genf gerade die 22 oder die 04 läuft. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Anreise

Genf ist einer der am besten an die Bahn angebundenen Flughäfen Europas. Der Bahnhof Genève-Aéroport wurde am 31. Mai 1987 eröffnet und liegt nur wenige Gehminuten vom Hauptterminal entfernt. Bis Genève-Cornavin brauchst du rund sieben Minuten, und viele Intercity- und Interregio-Züge fahren direkt weiter nach Lausanne, Bern oder Zürich. Wer aus der Deutschschweiz kommt, erreicht die Terrasse damit oft ohne Umsteigen.

Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die Autobahn A1, Parkhäuser liegen direkt am Terminal. Für die Spots rund um das Gelände sind Buslinien praktisch, die am Terminal halten. Wer aus Frankreich anreist, profitiert von der Grenzlage – der Flughafen liegt für viele Orte im französischen Umland näher als jeder französische Großflughafen.

Genf im Vergleich mit Zürich

Die beiden großen Schweizer Flughäfen könnten unterschiedlicher kaum sein. Der Flughafen Zürich ist das Drehkreuz von SWISS, hat drei Pisten in drei Richtungen und Betriebskonzepte, die mehrmals am Tag wechseln. Genf hat eine Piste, keinen Umsteigeknoten und einen Verkehr, der von easyJet und der Geschäftsluftfahrt geprägt ist.

Merkmal Genf (GVA) Zürich (ZRH)
Pisten 1 (04/22, 3900 m) 3 (10/28, 14/32, 16/34)
Passagiere 2025 rund 17,85 Mio. rund 32,6 Mio.
Größte Airline easyJet SWISS
Betreiber öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons börsenkotierte Aktiengesellschaft
Besucherterrasse Terrasse Panorama, kostenlos, nur Sommersaison Terrassen B und E, Eintritt, ganzjährig (B)
Stärke für Spotter Business Jets, Jura-Kulisse Typenvielfalt, SWISS-Langstrecke

Wer beide Flughäfen auf einer Reise kombiniert, bekommt das komplette Schweizer Spektrum. In Zürich lohnen sich die Zuschauerterrasse B und der Butzenbüel, in Genf die Terrasse Panorama und die Spots am Zaun. Weitere Ziele für eine Europatour sammelt der Beitrag Die besten Spotting-Spots in Europa.

Viele Genfer Verbindungen führen zu großen Drehkreuzen, die selbst lohnende Spotting-Ziele sind: London Heathrow, Paris Charles de Gaulle, Amsterdam Schiphol oder Frankfurt. Wenn du die Flugzeuge, die du in Genf siehst, an ihren Heimatflughäfen wiedertreffen willst, sind das gute Anlaufpunkte.

Deine Spots, dein Hangar

Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Community in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Fazit

Der Flughafen Genf beweist, dass eine einzige Piste reicht, um Spotter zu begeistern. Die längste Bahn der Schweiz, die Jurakette dahinter und eine Geschäftsluftfahrt, die regelmäßig seltene Kennzeichen und exotische Betreiber liefert, machen ihn zu einem besonderen Ziel. Die Airline-Vielfalt ist kleiner als in Zürich, und ohne easyJet wäre das Vorfeld halb leer – doch genau deshalb fallen die Langstreckengäste und Businessjets umso mehr auf. Wer zwischen Mitte März und Ende Oktober kommt, den Wind im Blick hat und heiße Mittage meidet, geht aus Genf mit einer gut gefüllten Speicherkarte nach Hause.

Kurzfazit

Genf (GVA/LSGG) ist der zweitgrößte Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste, 04/22, und einem Verkehr, den easyJet, SWISS und die Geschäftsluftfahrt prägen. Die kostenlose Terrasse Panorama und der Bahnhof am Terminal machen ihn zu einem der bequemsten Spotting-Ziele des Landes – plane nach Wind, Temperatur und Saison.

Zusammenfassung

  • Genf ist ein kompakter Flughafen mit nur einer Piste, aber mit einem Verkehrsmix, der weit über seine Größe hinausgeht: Low-Cost, Netzwerk-Airlines, Langstrecke und eine starke Geschäftsluftfahrt.
  • Der Wind entscheidet über die Betriebsrichtung: Normalfall ist die 22 mit Anflügen aus Nordosten, bei Bise wird auf der 04 gestartet und gelandet.
  • Mit der kostenlosen Terrasse Panorama, dem Bahnhof am Terminal und mehreren öffentlichen Spots rund um das Gelände ist Genf für Spotter leicht zu erschließen – zumindest von Mitte März bis Ende Oktober.

Häufige Fragen

Was sind die Codes des Flughafens Genf?

Der IATA-Code ist GVA, der ICAO-Code LSGG. GVA steht auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LSGG siehst du auf Flugtrackern und in Unterlagen der Flugsicherung. Wie die beiden Systeme zusammenhängen, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Wie viele Pisten hat der Flughafen Genf?

Nur eine: die Betonpiste 04/22 mit 3900 Metern, die längste der Schweiz. Früher gab es parallel dazu eine Graspiste für Kleinflugzeuge, die Ende 2017 geschlossen wurde. Bis September 2018 hieß die Hauptpiste noch 05/23 – die Umbenennung folgte der Verschiebung des magnetischen Nordpols.

Wann wird auf Piste 22 und wann auf Piste 04 geflogen?

Bei Windstille oder Südwestwind ist in der Regel die 22 in Betrieb: Die Flugzeuge kommen aus Nordosten und starten Richtung Südwesten. Weht die Bise – der kalte Nordostwind der Genferseeregion –, drehen sie um und nutzen die 04. Grundlagen dazu findest du im Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Gibt es in Genf eine Besucherterrasse?

Ja, die Terrasse Panorama im vierten Stock des Hauptterminals. Sie ist kostenlos und laut Flughafen ohne Sicherheitskontrolle erreichbar, hat aber nur in der Sommersaison geöffnet – 2026 vom 15. März bis 30. Oktober. Alle Details stehen im Guide zur Aussichtsterrasse am Flughafen Genf.

Was ist der Französische Sektor?

Ein Teil des Terminals, über den Passagiere Flüge von und nach Frankreich nutzen können, ohne den Schweizer Zoll zu passieren. Er beruht auf einer Vereinbarung zwischen Frankreich und dem Kanton Genf aus den 1960er-Jahren. Für Spotter ändert er wenig – zeigt aber, wie eng Genf mit dem französischen Umland verflochten ist.

Welche Airlines fliegen am häufigsten nach Genf?

Mit großem Abstand easyJet mit 46,0 Prozent Marktanteil im Jahr 2025, darunter viele Maschinen von easyJet Switzerland. Dahinter folgen SWISS (12,4 %), British Airways (4,4 %), Air France (3,2 %), Iberia (2,9 %) und KLM (2,5 %).

Warum sieht man in Genf so viele Business Jets?

Genf ist Sitz zahlreicher internationaler Organisationen, Banken, Rohstoffhändler und Konzerne. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Privat- und Regierungsflügen. Der Flughafen hat für die Geschäftsluftfahrt ein eigenes Terminal, und mehrere Dienstleister betreuen dort Businessjets. Tipps zum Erkennen gibt der Beitrag Businessjets spotten.

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

DS / EZS

easyJet Switzerland

Die Schweizer Gesellschaft im easyJet-Konzern: gleiche orange Optik wie die britische Mutter, aber eigene Codes, Schweizer Kennzeichen und Basen in Genf und am EuroAirport Basel-Mulhouse.

U2 / EZY

easyJet

Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.

LX / SWR

Swiss International Air Lines

Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.

BA / BAW

British Airways

Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.

AF / AFR

Air France

Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.

IB / IBE

Iberia

Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.

KL / KLM

KLM Royal Dutch Airlines

Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.

EK / UAE

Emirates

Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.

QR / QTR

Qatar Airways

Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.

UA / UAL

United Airlines

Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

Airbus A220-300

Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Airbus A220-100

Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A320neo

Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.

Flugzeugtyp

Airbus A321neo

Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Boeing 777-300ER

Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A350-900

Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Bombardier Global 7500

Zwei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und ein Rumpf, so lang wie bei einem kleinen Regionaljet: Die Global 7500 ist einer der größten Businessjets der Welt. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Gulfstream G650/G650ER

Riesige ovale Fenster, zwei Triebwerke am Heck und ein Rumpf voller Selbstbewusstsein: Die Gulfstream G650 ist der Businessjet, den Spotter am schnellsten erkennen. So gelingt dir die sichere Bestimmung.

Flugzeugtyp

Dassault Falcon 8X

Drei Triebwerke am Heck, eines davon mitten im Rumpf: Die Falcon 8X ist der größte Dreistrahler im aktuellen Dassault-Programm. So erkennst du sie und trennst sie von der fast gleichen Falcon 7X.

Spotting-Spots rund um Flughafen Genf

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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