Das Wichtigste in Kürze
- IATA GVA, ICAO LSGG: der zweitgrößte Flughafen der Schweiz, betrieben von Genève Aéroport, einer öffentlich-rechtlichen Anstalt des Kantons Genf.
- Eine einzige Piste, 04/22, mit 3900 Metern – die längste der Schweiz. Bei Windstille läuft meist die 22, bei Bise die 04.
- easyJet dominiert: 2025 lag ihr Marktanteil bei 46,0 Prozent, vor SWISS mit 12,4 und British Airways mit 4,4 Prozent.
- Business Aviation ist Genfs Spezialität – Langstrecken-Businessjets und Regierungsmaschinen gehören zum Alltag.
- Die Terrasse Panorama im vierten Stock des Hauptterminals ist kostenlos und der einfachste legale Spot – aber nur in der Sommersaison offen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Der zweitgrößte Flughafen der Schweiz
- 7.Eine Piste, zwei Richtungen
- 8.Terminals, Aile Est und der Französische Sektor
- 9.Was du in Genf zu sehen bekommst
- 10.Die Terrasse Panorama
- 11.Spots rund um den Flughafen
- 12.Licht, Wetter und Jahreszeit
- 13.Anreise
- 14.Genf im Vergleich mit Zürich
- 15.Fazit
- 16.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | GVA |
|---|---|
| ICAO-Code | LSGG |
| Betreiber | Genève Aéroport – eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum des Kantons Genf, in dieser Form seit dem 1. Januar 1994 |
| Lage | Rund 4 km nordwestlich der Genfer Innenstadt auf dem Gebiet von Le Grand-Saconnex, Meyrin und Bellevue, direkt an der Grenze zu Frankreich |
| Piste | Eine Betonpiste 04/22 mit 3900 m – die längste der Schweiz; bis September 2018 hieß sie 05/23 |
| Terminals | Hauptterminal (T1), Langstreckenflügel Aile Est (seit Dezember 2021) und ein eigenes Terminal für die Geschäftsluftfahrt |
| Besonderheit | Ein Französischer Sektor erlaubt Flüge, ohne den Schweizer Zoll zu passieren |
| Wichtigste Airlines | easyJet (46,0 % Marktanteil 2025), SWISS (12,4 %), British Airways (4,4 %) |
| Verkehr 2025 | Rund 17,85 Millionen Passagiere, 177.288 Flugbewegungen und 94.337 Tonnen Fracht |
| Bahnanschluss | Bahnhof Genève-Aéroport am Terminal, seit Mai 1987; rund 7 Minuten bis Genève-Cornavin |
| Offizielle Website | www.gva.ch |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Genf aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Genf
- Bei Windstille einen Anflug auf Piste 22 aus Nordosten gesehen
- Bei Bise einen Start auf Piste 04 Richtung Nordosten erwischt
- Eine easyJet Switzerland am HB-Kennzeichen von einer britischen easyJet unterschieden
- Einen SWISS Airbus A220 im Westschweizer Betrieb fotografiert
- Einen Langstrecken-Businessjet wie die Global 7500 oder die Gulfstream G650 notiert
- Ein Foto mit der Jurakette im Hintergrund von der Terrasse Panorama geschafft
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Terrasse Panorama kostenlos und laut Flughafen ohne Sicherheitskontrolle zugänglich
- Eine Piste, die du von der Terrasse in voller Länge siehst – kein Rätselraten, welche Bahn aktiv ist
- Sehr viele Business Jets und Regierungsflugzeuge für einen Flughafen dieser Größe
- Bahnhof direkt am Terminal, sieben Minuten ab Genève-Cornavin
- Jurakette als Kulisse hinter der Piste
Wo es hakt
- Die Terrasse ist nur in der Sommersaison geöffnet
- Weniger Airline-Vielfalt als an großen Drehkreuzen – easyJet stellt fast die Hälfte des Angebots
- Starkes Hitzeflimmern über der langen Betonpiste an warmen Tagen
- Spots außerhalb liegen teils nahe der französischen Grenze – Ausweis nicht vergessen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Der Flughafen Genf ist das Gegenmodell zu Zürich. Statt drei Pisten in drei Richtungen gibt es hier genau eine, statt eines Drehkreuzes mit Umsteigewellen einen Flughafen, der vor allem von easyJet lebt. Langweilig wird es trotzdem nicht: Kaum ein anderer Flughafen dieser Größe sieht so viele Business Jets und Regierungsmaschinen, dazu kommen Langstreckengäste aus dem Nahen Osten, Nordamerika und Asien. Und mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal kommst du so bequem an die Piste wie an kaum einem anderen Schweizer Flughafen. Diese Seite zeigt dir, wie Genf funktioniert und worauf du achten solltest.
Genf-Sichtungen sauber festhalten
Kennzeichen, Typ, Airline und Spot gemeinsam erfassen – das ist der Kern von Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Der zweitgrößte Flughafen der Schweiz
Der Flughafen liegt rund vier Kilometer nordwestlich der Genfer Innenstadt, verteilt auf die Gemeinden Le Grand-Saconnex, Meyrin und Bellevue. Viele Einheimische sagen bis heute einfach „Cointrin“ – so heißt das Quartier, in dem 1919 alles begann. Das Gelände grenzt unmittelbar an Frankreich, und das merkst du beim Spotten: Einige Standorte rund um den Zaun liegen nur wenige Meter von der Grenze entfernt.
Betrieben wird der Flughafen von Genève Aéroport. Anders als die börsenkotierte Betreiberin in Zürich ist Genève Aéroport eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt, die dem Kanton Genf gehört. Diese Rechtsform gilt seit dem 1. Januar 1994. Seit 2024 leitet Gilles Rufenacht den Flughafen.
2025 zählte Genf rund 17,85 Millionen Passagiere – ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr und nur knapp unter dem Niveau von 2019. Die Zahl der Flugbewegungen ging dagegen auf 177.288 zurück. Der Flughafen erklärt das mit größeren Flugzeugen und besser ausgelasteten Kabinen: Die Sitzladefaktoren lagen 2025 bei über 76,5 Prozent. Auch die Fracht legte zu, auf gut 94.300 Tonnen – das zweithöchste Volumen in der Geschichte des Flughafens.
Eine Piste, zwei Richtungen
Das Herzstück des Flughafens ist die Betonpiste 04/22 mit 3900 Metern – die längste der Schweiz. Bis zum 13. September 2018 hieß sie 05/23. Weil sich der magnetische Nordpol langsam verschiebt, passte die Flugsicherung die Bezeichnung an; die Piste selbst blieb, wo sie war. Warum sich solche Nummern überhaupt ändern, erklärt der Beitrag Pistenbezeichnungen am Flughafen.
Neben der Hauptpiste gab es lange eine parallele Graspiste für die Leichtaviation. Sie wurde Ende 2017 geschlossen. Heute läuft also tatsächlich alles – vom easyJet-A320 bis zum Langstrecken-Großraumjet und zum Businessjet – über eine einzige Bahn. Für Spotter ist das ein Vorteil: Du musst nicht rätseln, welche Piste gerade aktiv ist, sondern nur, in welche Richtung geflogen wird.
| Betriebsrichtung | Wann | Anflug kommt aus | Start Richtung |
|---|---|---|---|
| Piste 22 | Normalfall bei Windstille oder Südwestwind | Nordosten | Südwesten |
| Piste 04 | bei Bise, dem kalten Nordostwind | Südwesten | Nordosten |
Die Bise ist für Genf, was die Westwetterlage für viele deutsche Flughäfen ist: der Grund, warum die Betriebsrichtung kippt. Sie bringt trockene, kalte Luft und oft eine glasklare Fernsicht – dann steht der Jura hinter der Piste wie gemalt. An windstillen Sommertagen läuft dagegen meist die 22. Wie Wind und Pistenwahl grundsätzlich zusammenhängen, steht im Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Welche Richtung gerade gilt, siehst du am schnellsten auf einem Flugtracker – wie du ihn als Spotter liest, erklärt der Beitrag Flugverfolgung mit ADS-B.
Lange Piste, langes Flimmern
Über 3900 Metern Beton bildet sich an warmen Tagen kräftiges Hitzeflimmern. Je weiter das Flugzeug von dir entfernt ist, desto stärker leidet das Bild. Plane Aufnahmen am Pistenende deshalb für kühle Vormittage oder Abende – oder für Tage mit Bise.
Terminals, Aile Est und der Französische Sektor
Der Passagierverkehr läuft über das Hauptterminal (T1). Das ursprüngliche Terminal von 1946 existiert noch, heißt heute Terminal 2 und wird nur noch saisonal genutzt. Für die Geschäftsluftfahrt gibt es ein eigenes Abfertigungsgebäude am Südwestende des Geländes.
Für Spotter am wichtigsten ist der Ostflügel Aile Est. Der 520 Meter lange Neubau ging am 14. Dezember 2021 in Betrieb und ist für Langstrecken- und Nicht-Schengen-Flüge gedacht. Bis zu sechs Großraumflugzeuge können dort gleichzeitig abgefertigt werden. Auf seinem Dach liegen mehrere Tausend Quadratmeter Solarpanels. Wenn du in Genf also eine Boeing 777-300ER oder einen Airbus A350-900 siehst, steht er sehr wahrscheinlich an der Aile Est.
Eine Besonderheit, die es so kaum anderswo gibt, ist der Französische Sektor. Über ihn können Passagiere Flüge von und nach Frankreich nutzen, ohne den Schweizer Zoll zu passieren. Er beruht auf einer Vereinbarung zwischen Frankreich und dem Kanton Genf aus den 1960er-Jahren. Auch in der Luftfracht gibt es einen französischen Bereich mit Abfertigung für den EU-Raum. Für dich als Spotter bedeutet das vor allem: Genf ist ein Flughafen zweier Länder, und das Umland auf französischer Seite gehört zum Spotter-Revier dazu.
Was du in Genf zu sehen bekommst
easyJet und SWISS
Die Statistik ist eindeutig: easyJet kam 2025 auf 46,0 Prozent Marktanteil – fast die Hälfte des gesamten Angebots. Ein großer Teil davon fliegt mit Maschinen von easyJet Switzerland, die ihren Sitz in Meyrin direkt am Flughafen hat. Die orange Bemalung ist dieselbe wie bei der britischen Mutter, der Unterschied steckt im Kennzeichen: Schweizer Flugzeuge tragen ein HB-, britische ein G-. Wie du Kennzeichen liest, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen. Bei den Typen dominiert die A320-Familie – vom klassischen Airbus A320 über den A320neo bis zum A321neo.
Auf Platz zwei folgt SWISS mit 12,4 Prozent. In der Westschweiz setzt die Airline vor allem den Airbus A220-100 und den A220-300 ein; daneben fliegt sie ab Genf je nach Flugplan auch auf der Langstrecke. SWISS gehört zur Lufthansa Group und zur Star Alliance – Genf ist für sie aber kein Drehkreuz wie Zürich, sondern ein Abflugpunkt für die Westschweiz.
Europäische Netzwerk-Airlines
Hinter den beiden Großen folgen die klassischen europäischen Netzwerk-Airlines. British Airways kam 2025 auf 4,4 Prozent, Air France auf 3,2, Iberia auf 2,9 und KLM auf 2,5 Prozent. Dazu kommen TAP Air Portugal, Brussels Airlines und Turkish Airlines. London ist die mit Abstand wichtigste Verbindung des Flughafens – mehr als zwei Millionen Passagiere flogen 2025 zwischen Genf und den Londoner Flughäfen. Damit siehst du in Genf praktisch alle großen Konzerne Europas: die Air France-KLM-Gruppe, die International Airlines Group mit British Airways und Iberia und die Lufthansa Group.
Langstrecke
Auf der Langstrecke ist Emirates die größte Gesellschaft; sie erreichte 2025 einen Marktanteil von 1,8 Prozent. Dazu kommen je nach Flugplan Airlines wie Qatar Airways, Etihad Airways, United Airlines und Air Canada. Welche Typen genau eingesetzt werden, wechselt mit Saison und Nachfrage. Prüf den aktuellen Flugplan vor dem Besuch, statt dich auf ältere Spotterberichte zu verlassen – Stand Oktober 2026 können sich einzelne Verbindungen geändert haben.
Business Jets und Regierungsflugzeuge
Was Genf von fast allen anderen Flughäfen seiner Größe abhebt, ist die Geschäftsluftfahrt. Die Stadt beherbergt den europäischen Sitz der Vereinten Nationen, zahlreiche internationale Organisationen, Banken und Rohstoffhändler – und das siehst du auf der Piste. Genf gilt als einer der wichtigsten Business-Aviation-Plätze Europas. Mehrere Dienstleister betreuen hier Privatjets, und ein eigenes Terminal ist ausschließlich für die Geschäftsluftfahrt reserviert.
Typisch sind Langstrecken-Businessjets wie die Bombardier Global 7500, die Gulfstream G650 oder die Dassault Falcon 8X, dazu kleinere Turboprops wie die Pilatus PC-12 aus Schweizer Produktion. Spotterguides berichten zudem von vielen Betreibern aus dem Nahen Osten, teils mit umgebauten Verkehrsflugzeugen. Bei Konferenzen und diplomatischen Treffen tauchen außerdem Staatsmaschinen auf. Wie du sie erkennst und zuordnest, steht in den Beiträgen Businessjets spotten und Regierungsflugzeuge spotten. Für die Herkunft hilft dir ein Blick auf die Länderkennungen von Flugzeugen.
Den nächsten Global 7500 nicht verpassen
Mit Planetrack setzt du Typen und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und wirst benachrichtigt, wenn sie Genf anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Die Terrasse Panorama
Rund zwanzig Jahre lang gab es in Genf keinen offiziellen Ort, an dem Besucher Flugzeuge schauen konnten. Seit Sommer 2021 ist das anders: Im vierten Stock des Hauptterminals liegt die Terrasse Panorama. Von dort überblickst du das Vorfeld, die Rollwege und die gesamte Piste 04/22 – und dahinter die Jurakette. Weil die Terrasse grob nach Nordwesten schaut, hast du die Sonne über weite Teile des Tages im Rücken oder seitlich.
Inzwischen ist der Besuch laut Flughafen kostenlos und ohne Sicherheitskontrolle möglich. Für die Saison 2026 nennt Genève Aéroport folgende Zeiten:
| Zeitraum | Tage | Uhrzeit |
|---|---|---|
| 15. März – 30. Oktober 2026 | Sonntag bis Mittwoch | 10:00–20:00 |
| 15. März – 30. Oktober 2026 | Donnerstag bis Samstag | 09:00–22:00 |
| übrige Zeit | – | keine Öffnungszeiten veröffentlicht |
Auf der Terrasse gibt es eine Buvette mit Snacks und Getränken, Toiletten und einen kleinen Raum mit Filmen zur Flughafengeschichte. Geraucht werden darf nicht. Alles Weitere – Lichtverhältnisse, Objektivwahl, Tagesablauf – findest du im ausführlichen Guide zur Aussichtsterrasse am Flughafen Genf.
Saisonende im Blick behalten
Die Saison 2026 endet am 30. Oktober. Im Winterhalbjahr war die Terrasse in den vergangenen Jahren geschlossen, und auch während der Saison kann sie kurzfristig zugehen – 2023 etwa schloss sie rund einen Monat früher als vorgesehen. Prüf die Zeiten vor jedem Besuch auf gva.ch.
Spots rund um den Flughafen
Die Terrasse ist der bequemste Platz, aber nicht der einzige. Spotterguides listen für Genf mehr als ein Dutzend Standorte rund um das Gelände, viele davon mit dem Bus erreichbar. Einige Beispiele:
- Restaurant im Terminal 1: vor der Sicherheitskontrolle, Blick durch Glas auf Rollwege und Piste. Im Winter, wenn die Terrasse zu ist, und für Nachtaufnahmen die naheliegende Alternative – Konsum wird erwartet.
- Chemin des Clys: für Anflüge auf Piste 22, eher am Vormittag. Vor Ort gibt es keine Infrastruktur.
- Bei Blandonnet: für Anflüge auf Piste 04, mit dem Jura im Hintergrund – im Sommer wegen des Flimmerns besser früh am Tag.
- Parkhaus-Oberdeck: für Starts auf Piste 22, kostenpflichtig.
Bei den Spots im Freien gilt: Halte dich an öffentliche Wege, betritt keine Felder oder gesperrten Zufahrten und klettere nicht über Zäune. Einige Punkte liegen direkt an der französischen Grenze – nimm deinen Ausweis mit. Was beim Fotografieren rund um Flughäfen grundsätzlich erlaubt ist, erklärt der Beitrag Ist Planespotting erlaubt?. Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren; die Details stehen in Drohnen am Flughafen.
Genf passt, wenn …
- du Business Jets und Regierungsmaschinen sammeln willst
- du einen entspannten Spotting-Tag mit Bahnanreise suchst
- du Flugzeuge vor Bergkulisse fotografieren möchtest
Kombiniere mit einem anderen Flughafen, wenn …
- du möglichst viele SWISS-Langstreckentypen an einem Tag willst – dafür ist Zürich besser
- du im Winter kommst und auf Spots im Freien angewiesen bist
Plane anders, wenn …
- du maximale Airline-Vielfalt suchst – große Drehkreuze sind ergiebiger
- du an einem heißen Sommermittag lange Brennweiten auf das Pistenende richten willst
Licht, Wetter und Jahreszeit
Genf liegt im Südwesten der Schweiz zwischen Jura und Alpen, und das Wetter prägt den Spotting-Tag stärker als an vielen anderen Plätzen. Drei Faktoren solltest du vor jedem Besuch im Blick haben:
- Wind: Er entscheidet über die Betriebsrichtung. Bei Bise läuft die 04, sonst meist die 22.
- Temperatur: Je wärmer, desto stärker das Flimmern über der Piste. Vormittage und Abende liefern die saubersten Bilder.
- Sonnenstand: Von der Terrasse hast du tagsüber meist gutes Licht, an Spots im Freien hängt es stark von der Tageszeit ab. Wie du das vorher ausrechnest, erklärt der Beitrag Sonnenstand für den Fotospot planen.
Im Winterhalbjahr ist die Terrasse geschlossen, dann weichst du auf das Terminal-Restaurant oder die Spots im Freien aus. Tipps für die kalte Jahreszeit findest du in Planespotting im Winter und Planespotting bei schlechtem Wetter.
Zum Thema Nacht: Genève Aéroport hat in den vergangenen Jahren die Zahl der späten Starts deutlich reduziert. Nach Angaben des Flughafens gingen die Abflüge nach 22 Uhr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 24,6 Prozent zurück, der Anteil der Nachtflüge lag bei 5,37 Prozent. Wenn du an einem Sommerabend auf der Terrasse stehst, wird es nach Einbruch der Dunkelheit also merklich ruhiger.
Wind und Licht vorab prüfen
Mit dem Sonnenstand-Planer und den Wetter-, Wind- und Pistendaten von Planetrack siehst du vor der Anreise, ob in Genf gerade die 22 oder die 04 läuft. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Anreise
Genf ist einer der am besten an die Bahn angebundenen Flughäfen Europas. Der Bahnhof Genève-Aéroport wurde am 31. Mai 1987 eröffnet und liegt nur wenige Gehminuten vom Hauptterminal entfernt. Bis Genève-Cornavin brauchst du rund sieben Minuten, und viele Intercity- und Interregio-Züge fahren direkt weiter nach Lausanne, Bern oder Zürich. Wer aus der Deutschschweiz kommt, erreicht die Terrasse damit oft ohne Umsteigen.
Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die Autobahn A1, Parkhäuser liegen direkt am Terminal. Für die Spots rund um das Gelände sind Buslinien praktisch, die am Terminal halten. Wer aus Frankreich anreist, profitiert von der Grenzlage – der Flughafen liegt für viele Orte im französischen Umland näher als jeder französische Großflughafen.
Genf im Vergleich mit Zürich
Die beiden großen Schweizer Flughäfen könnten unterschiedlicher kaum sein. Der Flughafen Zürich ist das Drehkreuz von SWISS, hat drei Pisten in drei Richtungen und Betriebskonzepte, die mehrmals am Tag wechseln. Genf hat eine Piste, keinen Umsteigeknoten und einen Verkehr, der von easyJet und der Geschäftsluftfahrt geprägt ist.
| Merkmal | Genf (GVA) | Zürich (ZRH) |
|---|---|---|
| Pisten | 1 (04/22, 3900 m) | 3 (10/28, 14/32, 16/34) |
| Passagiere 2025 | rund 17,85 Mio. | rund 32,6 Mio. |
| Größte Airline | easyJet | SWISS |
| Betreiber | öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons | börsenkotierte Aktiengesellschaft |
| Besucherterrasse | Terrasse Panorama, kostenlos, nur Sommersaison | Terrassen B und E, Eintritt, ganzjährig (B) |
| Stärke für Spotter | Business Jets, Jura-Kulisse | Typenvielfalt, SWISS-Langstrecke |
Wer beide Flughäfen auf einer Reise kombiniert, bekommt das komplette Schweizer Spektrum. In Zürich lohnen sich die Zuschauerterrasse B und der Butzenbüel, in Genf die Terrasse Panorama und die Spots am Zaun. Weitere Ziele für eine Europatour sammelt der Beitrag Die besten Spotting-Spots in Europa.
Viele Genfer Verbindungen führen zu großen Drehkreuzen, die selbst lohnende Spotting-Ziele sind: London Heathrow, Paris Charles de Gaulle, Amsterdam Schiphol oder Frankfurt. Wenn du die Flugzeuge, die du in Genf siehst, an ihren Heimatflughäfen wiedertreffen willst, sind das gute Anlaufpunkte.
Deine Spots, dein Hangar
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Community in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Genf beweist, dass eine einzige Piste reicht, um Spotter zu begeistern. Die längste Bahn der Schweiz, die Jurakette dahinter und eine Geschäftsluftfahrt, die regelmäßig seltene Kennzeichen und exotische Betreiber liefert, machen ihn zu einem besonderen Ziel. Die Airline-Vielfalt ist kleiner als in Zürich, und ohne easyJet wäre das Vorfeld halb leer – doch genau deshalb fallen die Langstreckengäste und Businessjets umso mehr auf. Wer zwischen Mitte März und Ende Oktober kommt, den Wind im Blick hat und heiße Mittage meidet, geht aus Genf mit einer gut gefüllten Speicherkarte nach Hause.
Kurzfazit
Genf (GVA/LSGG) ist der zweitgrößte Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste, 04/22, und einem Verkehr, den easyJet, SWISS und die Geschäftsluftfahrt prägen. Die kostenlose Terrasse Panorama und der Bahnhof am Terminal machen ihn zu einem der bequemsten Spotting-Ziele des Landes – plane nach Wind, Temperatur und Saison.
Zusammenfassung
- Genf ist ein kompakter Flughafen mit nur einer Piste, aber mit einem Verkehrsmix, der weit über seine Größe hinausgeht: Low-Cost, Netzwerk-Airlines, Langstrecke und eine starke Geschäftsluftfahrt.
- Der Wind entscheidet über die Betriebsrichtung: Normalfall ist die 22 mit Anflügen aus Nordosten, bei Bise wird auf der 04 gestartet und gelandet.
- Mit der kostenlosen Terrasse Panorama, dem Bahnhof am Terminal und mehreren öffentlichen Spots rund um das Gelände ist Genf für Spotter leicht zu erschließen – zumindest von Mitte März bis Ende Oktober.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Genf?
Der IATA-Code ist GVA, der ICAO-Code LSGG. GVA steht auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LSGG siehst du auf Flugtrackern und in Unterlagen der Flugsicherung. Wie die beiden Systeme zusammenhängen, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Wie viele Pisten hat der Flughafen Genf?
Nur eine: die Betonpiste 04/22 mit 3900 Metern, die längste der Schweiz. Früher gab es parallel dazu eine Graspiste für Kleinflugzeuge, die Ende 2017 geschlossen wurde. Bis September 2018 hieß die Hauptpiste noch 05/23 – die Umbenennung folgte der Verschiebung des magnetischen Nordpols.
Wann wird auf Piste 22 und wann auf Piste 04 geflogen?
Bei Windstille oder Südwestwind ist in der Regel die 22 in Betrieb: Die Flugzeuge kommen aus Nordosten und starten Richtung Südwesten. Weht die Bise – der kalte Nordostwind der Genferseeregion –, drehen sie um und nutzen die 04. Grundlagen dazu findest du im Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Gibt es in Genf eine Besucherterrasse?
Ja, die Terrasse Panorama im vierten Stock des Hauptterminals. Sie ist kostenlos und laut Flughafen ohne Sicherheitskontrolle erreichbar, hat aber nur in der Sommersaison geöffnet – 2026 vom 15. März bis 30. Oktober. Alle Details stehen im Guide zur Aussichtsterrasse am Flughafen Genf.
Was ist der Französische Sektor?
Ein Teil des Terminals, über den Passagiere Flüge von und nach Frankreich nutzen können, ohne den Schweizer Zoll zu passieren. Er beruht auf einer Vereinbarung zwischen Frankreich und dem Kanton Genf aus den 1960er-Jahren. Für Spotter ändert er wenig – zeigt aber, wie eng Genf mit dem französischen Umland verflochten ist.
Welche Airlines fliegen am häufigsten nach Genf?
Mit großem Abstand easyJet mit 46,0 Prozent Marktanteil im Jahr 2025, darunter viele Maschinen von easyJet Switzerland. Dahinter folgen SWISS (12,4 %), British Airways (4,4 %), Air France (3,2 %), Iberia (2,9 %) und KLM (2,5 %).
Warum sieht man in Genf so viele Business Jets?
Genf ist Sitz zahlreicher internationaler Organisationen, Banken, Rohstoffhändler und Konzerne. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Privat- und Regierungsflügen. Der Flughafen hat für die Geschäftsluftfahrt ein eigenes Terminal, und mehrere Dienstleister betreuen dort Businessjets. Tipps zum Erkennen gibt der Beitrag Businessjets spotten.
Sichtungen rund um Flughafen Genf sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
easyJet Switzerland
Die Schweizer Gesellschaft im easyJet-Konzern: gleiche orange Optik wie die britische Mutter, aber eigene Codes, Schweizer Kennzeichen und Basen in Genf und am EuroAirport Basel-Mulhouse.
U2 / EZYeasyJet
Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.
LX / SWRSwiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
BA / BAWBritish Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
AF / AFRAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
IB / IBEIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
KL / KLMKLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
EK / UAEEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
QR / QTRQatar Airways
Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.
UA / UALUnited Airlines
Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.
Typische Flugzeuge
Airbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
FlugzeugtypAirbus A220-100
Kurz, bullig, mit überraschend großen Triebwerken: Die A220-100 begann als Bombardier CS100 und wird seltener. So erkennst du die kleine Schwester der A220-Familie sicher.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBombardier Global 7500
Zwei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und ein Rumpf, so lang wie bei einem kleinen Regionaljet: Die Global 7500 ist einer der größten Businessjets der Welt. So erkennst du sie.
FlugzeugtypGulfstream G650/G650ER
Riesige ovale Fenster, zwei Triebwerke am Heck und ein Rumpf voller Selbstbewusstsein: Die Gulfstream G650 ist der Businessjet, den Spotter am schnellsten erkennen. So gelingt dir die sichere Bestimmung.
FlugzeugtypDassault Falcon 8X
Drei Triebwerke am Heck, eines davon mitten im Rumpf: Die Falcon 8X ist der größte Dreistrahler im aktuellen Dassault-Programm. So erkennst du sie und trennst sie von der fast gleichen Falcon 7X.
Spotting-Spots rund um Flughafen Genf
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
BesucherterrasseZuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
Weitere Einträge
Flughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
Airline-GruppeLufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
Airline-GruppeAir France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
Passende Guides aus dem Blog
- Businessjets spotten: So erkennst du Gulfstream, Global, Falcon und Co.
- Regierungsflugzeuge spotten: So erwischst du Staatsflieger ohne Flugplan
- Betriebsrichtung am Flughafen verstehen: Wind, Pisten und was das für deinen Spot bedeutet
- Pistenbezeichnungen verstehen: Was 25C, 08L und 36 am Flughafen bedeuten
- Sonnenstand planen: So stehst du am Flughafen nie im Gegenlicht
- Flugzeug-Kennzeichen verstehen: So liest du jede Registrierung
- Ist Planespotting erlaubt? Was in Deutschland, Österreich und der Schweiz am Flughafen gilt
- Die besten Spotting-Spots in Europa: 13 Ziele für deine nächste Tour

