Das Wichtigste in Kürze
- PSA Airlines ist eine konzerneigene Regionalairline von American Airlines und fliegt ausschließlich als American Eagle.
- Codes: IATA OH, ICAO JIA, Rufzeichen „BLUE STREAK“.
- Reine CRJ-Flotte: rund 60 CRJ700 und 90 CRJ900, Stand 2026.
- Der Name ist geliehen: PSA erinnert an Pacific Southwest Airlines, mit der die heutige Airline nie selbst geflogen ist.
- Neuer Sitz: Im Januar 2026 zog die Zentrale von Dayton nach Charlotte, wo PSA ihr wichtigstes Drehkreuz hat.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | OH |
|---|---|
| ICAO-Code | JIA |
| Rufzeichen | BLUE STREAK |
| Drehkreuze | CLT, PHL, DCA, DFW |
| Geschäftsmodell | Regionalairline im Auftrag von American Airlines, Flüge unter der Marke American Eagle |
| Sitz | Charlotte, North Carolina (seit Januar 2026); vorher jahrzehntelang Dayton, Ohio |
| Konzern | 100-prozentige Tochter der American Airlines Group |
| Gegründet | 1979 als Vee Neal Airlines in Latrobe, Pennsylvania |
| Frühere Namen | Vee Neal Airlines, Jetstream International Airlines (ab 1983); PSA Airlines seit 1995/96 |
| Namensherkunft | Pacific Southwest Airlines – USAir hielt so die Rechte an der Marke der übernommenen Westküsten-Airline lebendig |
| Crew-Basen | Charlotte, Dayton, Philadelphia, Washington-Reagan National und Dallas/Fort Worth (Stand 2025) |
| Flotte | nur Bombardier CRJ700 und CRJ900, zusammen rund 150 Flugzeuge (Stand 2026) |
| Allianz | keine eigene Mitgliedschaft – die Flüge laufen unter AA-Flugnummern im oneworld-Netz von American |
| Markenzeichen | American-Eagle-Lackierung, Triebwerke hinten am Rumpf und T-Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich PSA Airlines?
- Lackierung von American Eagle: heller Rumpf, Schriftzug „American Eagle“ und das gestreifte Leitwerk von American Airlines
- Nur zwei Typen: Bombardier CRJ700 (65 Sitze) und CRJ900 (76 Sitze) – beide mit Triebwerken hinten am Rumpf und T-Leitwerk
- Auf Flugtrackern steht JIA, im Funk hörst du „BLUE STREAK“ – die Flugnummer beginnt trotzdem mit AA
- US-Kennzeichen mit N--Präfix
- Auch SkyWest fliegt CRJ in Eagle-Farben – erst das Rufzeichen klärt den Betreiber
- Typische Heimat: Charlotte, Washington-Reagan National, Philadelphia und Dayton
Wenn in Charlotte ein Regionaljet mit Triebwerken am Heck und dem Schriftzug „American Eagle“ auf die Piste geht, steckt sehr oft PSA Airlines dahinter. Die Airline gehört American Airlines selbst und fliegt ausschließlich Bombardier-CRJ. Ihr Name erinnert an eine berühmte kalifornische Airline, ihre Wurzeln liegen aber in einem kleinen Ort in Pennsylvania. Hier erfährst du, wie aus Vee Neal Airlines die heutige PSA wurde, welche Jets sie fliegt und wie du ihre Flugzeuge von denen der anderen Eagle-Partner unterscheidest.
CRJ-Sichtungen sauber zuordnen
Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und siehst im Hangar, welche PSA-Jets dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
PSA im Überblick
PSA Airlines ist eine 100-prozentige Tochter der American Airlines Group. Wie alle US-Regionalairlines arbeitet sie im Auftrag: American Airlines plant Strecken und Flugplan, verkauft die Tickets und gibt die Lackierung vor. PSA stellt Cockpit- und Kabinenpersonal, Technik und den Flugbetrieb. Unter eigenem Namen verkauft PSA keine Tickets.
Im Konzern gibt es drei solcher Regionaltöchter, und jede hat ihr eigenes Profil: Envoy Air fliegt Embraer-E-Jets, Piedmont Airlines die ERJ 145 – und PSA ist die CRJ-Spezialistin. Anders als SkyWest fliegt sie nur für einen Auftraggeber.
Eine eigene Allianz-Mitgliedschaft hat PSA nicht. Weil alle Flüge unter AA-Nummern laufen, gehören sie für Passagiere zum Netz von American und damit zu oneworld.
Von Latrobe nach Charlotte
Die Geschichte von PSA ist eine Kette aus Umbenennungen und Übernahmen. Wer sie kennt, versteht auch, warum der ICAO-Code JIA so gar nicht zum Namen PSA passt.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1979 | Gründung als Vee Neal Airlines in Latrobe, Pennsylvania |
| 1980 | Erste Linienflüge Latrobe–Pittsburgh mit einer Cessna 402 (Mai) |
| 1983 | Kauf von Jetstream 31 für Flüge ab Erie; Umbenennung in Jetstream International Airlines (Dezember) |
| 1985 | Vertrag mit Piedmont, Flüge als Piedmont Commuter |
| 1986 | Piedmont übernimmt Jetstream International, die Airline fliegt Zubringer für das Drehkreuz Dayton |
| 1987 | Die Zentrale zieht nach Dayton, Ohio |
| 1989 | Piedmont geht in USAir auf, Jetstream fliegt fortan als USAir Express |
| 1995 | USAir kündigt die Umbenennung in PSA Airlines an (November) |
| 1996 | Die letzte Jetstream verlässt die Flotte; PSA betreibt nun die weltweit größte Flotte der Dornier 328 |
| 1997 | Aus USAir wird US Airways, PSA fliegt als US Airways Express |
| ab 2002 | Umstellung auf die Regionaljets CRJ200 und CRJ700 |
| 2004 | Abschied von der letzten Dornier 328 (September) |
| 2013 | American bestellt 30 CRJ900 für PSA |
| 2015 | Nach der Fusion von American und US Airways fliegt PSA als American Eagle |
| ab 2020 | Die Pandemie beschleunigt die Ausmusterung der CRJ200 |
| 2025 | Ankündigung des Umzugs nach Charlotte (Januar) |
| 2026 | Eröffnung der neuen Zentrale in Charlotte (Januar), offizielle Einweihung im März |
Vee Neal und Jetstream International
Angefangen hat alles 1979 in Latrobe, einer Kleinstadt östlich von Pittsburgh. Vee Neal Airlines flog zunächst mit einer kleinen Cessna 402 zwischen Latrobe und Pittsburgh. Der große Schritt kam 1983: Als USAir den Flughafen Erie zurückfuhr, kaufte Vee Neal sechs BAe Jetstream 31 und sprang in die Lücke. Mit dem neuen Flugzeug kam ein neuer Name – Jetstream International Airlines, kurz JIA. Genau dieser Code steht bis heute im Flugplan jedes PSA-Flugs.
Piedmont, USAir und Dayton
Ab 1985 flog Jetstream International als Piedmont Commuter, ein Jahr später kaufte Piedmont die Airline ganz. Sie wurde zum Zubringer für das Piedmont-Drehkreuz in Dayton, und 1987 zog auch die Zentrale dorthin. Nach der Übernahme von Piedmont durch USAir flog Jetstream ab 1989 als USAir Express. In den frühen 1990er-Jahren ersetzte sie die Jetstreams erst durch geleaste Embraer EMB 120 Brasilia und dann durch gekaufte Dornier 328 – mit 25 Exemplaren zeitweise die größte Flotte dieses Turboprops weltweit.
Warum der Name PSA?
USAir hatte Ende der 1980er-Jahre auch Pacific Southwest Airlines übernommen, die beliebte Airline aus San Diego mit dem lächelnden Bug. Als eigenständiger Betrieb verschwand sie, die Marke aber wollte USAir schützen. Im November 1995 kündigte der Konzern an, die Regionaltochter Jetstream International in PSA Airlines umzubenennen. Mit der alten Pacific Southwest hat die heutige PSA also nur die drei Buchstaben gemein.
Zwei Airlines, ein Kürzel
Ein Foto mit „PSA“-Schriftzug und lächelndem Bug zeigt die historische Pacific Southwest Airlines (1949–1988), etwa mit Boeing 727, MD-80 oder BAe 146. Die heutige PSA Airlines siehst du dagegen nur in American-Eagle-Farben – den Namen PSA trägt sie höchstens klein am Rumpf.
US Airways Express und American Eagle
Mit dem Namen US Airways wechselte 1997 auch die Marke: PSA flog nun als US Airways Express. Nach der ersten Insolvenz von US Airways 2002 stieg PSA auf Regionaljets um, zunächst auf den CRJ200 und den CRJ700. 2004 verließ die letzte Dornier 328 die Flotte, 2005 eröffnete PSA eine Crew-Basis in Charlotte – der Beginn der engen Bindung an das Drehkreuz, das heute ihr Zuhause ist. Nach der Fusion von American und US Airways fliegt PSA seit 2015 als American Eagle.
Neue Zentrale in Charlotte
Im Januar 2025 kündigte PSA an, ihren Sitz nach fast vier Jahrzehnten aus Dayton nach Charlotte zu verlegen. Anfang Januar 2026 bezogen die ersten Beschäftigten die neue Zentrale in der Nähe des American-Drehkreuzes Charlotte Douglas; am 19. März 2026 folgte die offizielle Einweihung. Die Büros sind laut PSA für mehr als 450 Mitarbeitende ausgelegt. Nach eigenen Angaben, über die der Branchendienst ch-aviation berichtete, ist PSA damit die einzige Passagierairline mit Linienbetrieb nach US-Vorschrift Part 121, die ihren Sitz in North Carolina hat.
Dayton verliert dabei nicht alles: Ein Wartungshangar und eine Crew-Basis bleiben dort. Wer in Ohio unterwegs ist, kann einen Besuch am Flughafen Dayton mit dem National Museum of the U.S. Air Force verbinden.
Ein schwerer Einschnitt: Flug 5342
Zur jüngeren Geschichte gehört das schlimmste Unglück der US-Zivilluftfahrt seit Jahrzehnten. Am Abend des 29. Januar 2025 war American Eagle Flug 5342 von Wichita nach Washington unterwegs, durchgeführt von PSA mit einem CRJ700. Im Endanflug auf Washington-Reagan National kollidierte der Jet über dem Potomac mit einem Sikorsky UH-60 Black Hawk der US Army. Alle 64 Menschen im Flugzeug und die drei Soldaten im Hubschrauber kamen ums Leben.
Die US-Unfallermittler des NTSB legten ihre Ergebnisse im Januar 2026 vor. Im Mittelpunkt standen systemische Mängel bei der Gestaltung des Luftraums rund um den Flughafen, bei der Aufsicht und beim Risikomanagement der FAA. Schon im März 2025 hatte das NTSB dringende Empfehlungen zum Hubschrauberverkehr nahe Reagan National ausgesprochen. Wie Lufträume gegliedert sind, erklärt der Artikel Luftraumklassen A bis G.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code OH: gehört PSA, taucht in der Flugnummer aber praktisch nie auf.
- ICAO-Code JIA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den Flugtrackern – ein Erbe von Jetstream International.
- Rufzeichen BLUE STREAK: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Ein PSA-Flug wird also als American mit AA-Nummer verkauft, heißt auf dem Tracker aber JIA und im Funk „Blue Streak“. Warum Rufzeichen und Namen oft wenig miteinander zu tun haben, liest du im Artikel Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.
Filter auf JIA setzen
Such auf dem Tracker nicht nach der AA-Flugnummer, sondern nach dem ICAO-Code JIA. So trennst du PSA-Flüge sofort von Envoy (ENY), Piedmont (PDT) oder SkyWest (SKW). Wie du ADS-B-Daten am Spot nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: nur noch CRJ
PSA fliegt heute ausschließlich Regionaljets von Bombardier. Nach Angaben von ch-aviation sind es rund 150 Flugzeuge, etwa 60 CRJ700 und 90 CRJ900 (Stand 2026). Je nach Quelle und Stichtag schwanken die Zahlen leicht, weil einzelne Jets zwischen Konzernairlines wechseln oder neu in Dienst gehen.
| Typ | Bestand (ca.) | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Bombardier CRJ900 | 90 | 76 (12 First, 24 Main Cabin Extra, 40 Main Cabin) | Rückgrat der Flotte, auf dem Tracker CRJ9 |
| Bombardier CRJ700 | 60 | 65 (9 First, 12 Main Cabin Extra, 44 Main Cabin) | Kürzer, auf dem Tracker CRJ7 |
| Gesamt | ~150 | Stand 2026 laut ch-aviation |
CRJ900
Der CRJ900 ist der größte Jet bei PSA. 2013 bestellte American 30 Exemplare für die Airline, seitdem ist die Flotte weiter gewachsen – unter anderem durch 14 weitere CRJ900, die American beschaffte und PSA ab Ende 2024 schrittweise übernahm. Mit 76 Sitzen in drei Klassen nutzt er die Obergrenze aus, die US-Netzwerkairlines Regionalpartnern üblicherweise zugestehen.
CRJ700
Der CRJ700 ist die kürzere Schwester mit 65 Sitzen. PSA fliegt ihn seit den frühen 2000er-Jahren und ist heute die einzige konzerneigene Regionaltochter von American mit CRJ-Flotte. Die beiden Varianten unterscheidest du am besten an der Rumpflänge: Der CRJ900 wirkt deutlich gestreckter, vor allem zwischen Cockpit und Flügel. Im Zweifel hilft das Typkürzel auf dem Tracker. Eine Anleitung für alle gängigen Muster findest du im Artikel Regionaljets erkennen.
Ein bestimmter PSA-CRJ fehlt dir noch?
Setz Typen, Kennzeichen oder Airlines auf deine Wunschliste und lass dich mit Sichtungs-Alarmen bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Historische Flotte: von der Cessna zum CRJ200
Wer alte Fotos sortiert, findet bei PSA und ihren Vorgängern eine bunte Mischung:
- Cessna 402: das erste Flugzeug von Vee Neal ab 1980.
- BAe Jetstream 31: Namensgeber der Airline, bis März 1996 im Einsatz.
- Embraer EMB 120 Brasilia: in den frühen 1990er-Jahren geleast.
- Dornier 328: der Turboprop, nicht die spätere Jet-Version 328JET; 25 Exemplare, die letzte ging im September 2004.
- Bombardier CRJ200: ab 2002 der erste Regionaljet, rund 35 Exemplare wurden während der Pandemie vorzeitig ausgemustert.
Alte Fotos richtig beschriften
Ein CRJ200 in den blau-weißen Farben von US Airways Express kann von PSA stammen – aber auch von anderen Partnern wie Mesa oder Air Wisconsin. Notiere bei historischen Bildern immer Datum und Kennzeichen und prüfe den Halter im Register.
Woran du PSA erkennst
PSA hat keine eigene Lackierung. Alle Jets tragen das Design von American Eagle: heller, silbrig wirkender Rumpf, der Schriftzug „American Eagle“ und das rot-weiß-blau gestreifte Leitwerk von American. Da mehrere Airlines diese Farben tragen, hilft die Optik allein nur bedingt.
Verlässlicher sind diese Merkmale:
- Der Typ: Ein CRJ in Eagle-Farben kommt nur von PSA oder SkyWest. E-Jets gehören zu Envoy, SkyWest oder Republic, ERJ 145 zu Piedmont.
- Das Rufzeichen: JIA auf dem Tracker ist der sicherste Hinweis.
- Der Betreibername: Am vorderen Rumpf steht meist klein, welche Airline fliegt – mit Teleobjektiv gut lesbar.
- Das Kennzeichen: Alle PSA-Jets tragen ein US-Kennzeichen mit N-Präfix. Wie du damit Halter und Geschichte prüfst, erklärt der Artikel Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Spricht für PSA
- CRJ700 oder CRJ900 in Eagle-Farben
- Rufzeichen JIA bzw. „Blue Streak“
- Flug von oder nach Charlotte, Washington-Reagan oder Philadelphia
Spricht gegen PSA
- Triebwerke unter den Flügeln (E-Jet)
- Rufzeichen ENY, PDT, SKW oder RPA
- Der kleine Betreibername am Rumpf nennt eine andere Airline
Typ bestimmen
Triebwerke am Heck und T-Leitwerk? Dann ist es ein CRJ – ein erster Hinweis auf PSA.
Rufzeichen prüfen
JIA bestätigt PSA. SKW bedeutet SkyWest, auch wenn der Jet gleich aussieht.
Kennzeichen fotografieren
Das N-Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig – auch wenn der Jet später den Betreiber wechselt.
PSA spotten: wo und wie
In Europa wirst du PSA nicht sehen. Das Netz konzentriert sich auf den Osten und die Mitte der USA. Entscheidend sind die Crew-Basen, die PSA in Charlotte, Dayton, Philadelphia, Washington-Reagan National und Dallas/Fort Worth unterhält (Stand 2025).
Charlotte ist das Herz der Airline. Am Drehkreuz von American starten und landen die CRJ in dichter Folge, oft im Wechsel mit den Mainline-Jets. Washington-Reagan National ist der zweite große Schwerpunkt; der bekannteste Spot dort ist der Gravelly Point Park, direkt unter dem Anflug über den Potomac. Alles Wichtige dazu steht im Guide Gravelly Point in Washington. Am Flughafen Dallas/Fort Worth hat PSA ebenfalls eine Basis – vom Founders’ Plaza aus siehst du die CRJ neben Envoy-Jets und großen Mainline-Maschinen.
Gute Chancen auf PSA, wenn …
- du in Charlotte oder Washington-Reagan National spottest
- viele American-Eagle-Flüge mit CRJ im Plan stehen
- du morgens oder abends spottest, wenn die Zubringerwellen ankommen
Prüf es vorher, wenn …
- du in Dallas/Fort Worth stehst – dort dominiert Envoy
- du gezielt einen CRJ700 suchst und der Plan vor allem CRJ900 zeigt
Eher kein PSA-Tag, wenn …
- du in Europa spottest – PSA fliegt nicht über den Atlantik
Für die Reiseplanung lohnt der Guide Planespotting-Reise in die USA. Wie sich die Allianz-Bemalungen von American und anderen Airlines unterscheiden, zeigt der Artikel Star-Alliance-, oneworld- und SkyTeam-Lackierungen.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten. Sprechen dich Sicherheitskräfte an, bleib freundlich, erklär dein Hobby und folge ihren Anweisungen.
Häufige Verwechslungen
- PSA Airlines mit Pacific Southwest gleichsetzen – die historische Airline aus San Diego hat mit der heutigen PSA nur den Namen gemein.
- PSA mit Piedmont verwechseln – beide stammen aus dem US-Airways-Erbe, aber Piedmont fliegt die ERJ 145, PSA nur CRJ.
- Jeden Eagle-CRJ PSA zuschreiben – auch SkyWest fliegt CRJ in Eagle-Farben.
- OH in der Flugnummer erwarten – PSA-Flüge tragen immer AA-Nummern.
- „Blue Streak“ für eine eigene Airline halten – das ist nur das Rufzeichen von PSA im Funk.
- Dayton noch als Sitz angeben – seit Januar 2026 sitzt PSA in Charlotte.
PSA, Envoy und Piedmont im Hangar
Beobachte einzelne Kennzeichen oder alle CRJ900 in Eagle-Farben, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
PSA Airlines hat einen weiten Weg hinter sich: von einer Cessna in Latrobe über Jetstream, Dornier und CRJ200 bis zur reinen Flotte aus CRJ700 und CRJ900 im American-Konzern. Der Name stammt von einer anderen Airline, der Code JIA aus der eigenen Vergangenheit, und seit 2026 ist Charlotte die Heimat. Wer auf dem Tracker nach JIA filtert, den CRJ-Typ bestimmt und das Kennzeichen festhält, ordnet jede Eagle-Sichtung sauber zu.
Kurzfazit
PSA Airlines (IATA OH, ICAO JIA) ist die CRJ-Regionaltochter von American Airlines mit Sitz in Charlotte. Sie fliegt rund 150 Bombardier CRJ700 und CRJ900 als American Eagle – den Betreiber verrät das Rufzeichen JIA.
Zusammenfassung
- PSA ist neben Envoy und Piedmont eine der drei Regionaltöchter von American und der CRJ-Betreiber im Konzern.
- Die Airline startete 1979 als Vee Neal Airlines, hieß ab 1983 Jetstream International und flog danach für Piedmont, USAir und US Airways.
- Nach Jetstream 31, EMB 120, Dornier 328 und CRJ200 besteht die Flotte heute nur noch aus CRJ700 und CRJ900.
- Am meisten PSA-Jets siehst du in Charlotte, dazu in Washington-Reagan, Philadelphia, Dallas/Fort Worth und Dayton.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat PSA Airlines?
PSA nutzt den IATA-Code OH und den ICAO-Code JIA, das Rufzeichen im Funk lautet „BLUE STREAK“. Passagiere sehen davon fast nichts, weil die Flüge als American Airlines mit AA-Flugnummer verkauft werden.
Hat PSA Airlines etwas mit Pacific Southwest Airlines zu tun?
Nur den Namen. Pacific Southwest Airlines war eine kalifornische Airline, die USAir Ende der 1980er-Jahre übernahm und in den eigenen Betrieb integrierte. Um die bekannte Marke zu schützen, gab USAir 1995 ihrer Regionaltochter Jetstream International den Namen PSA Airlines. Personal oder Flugzeuge der alten PSA gingen nicht auf sie über.
Woher kommt der ICAO-Code JIA?
Er stammt aus der Zeit als Jetstream International Airlines, wie die Airline von 1983 bis zur Umbenennung hieß. Der Name wechselte, der Code blieb.
Welche Flugzeuge fliegt PSA?
Nur Regionaljets von Bombardier: den CRJ700 mit 65 Sitzen (9 First, 12 Main Cabin Extra, 44 Main Cabin) und den CRJ900 mit 76 Sitzen (12 First, 24 Main Cabin Extra, 40 Main Cabin). Zusammen sind es rund 150 Flugzeuge, etwa 60 CRJ700 und 90 CRJ900 (Stand 2026).
Wo sitzt PSA Airlines heute?
Seit Januar 2026 in Charlotte, North Carolina, nahe dem dortigen Drehkreuz von American. Die Verlegung von Dayton wurde im Januar 2025 angekündigt. In Dayton bleiben ein Wartungshangar und eine Crew-Basis.
War PSA am Unglück über dem Potomac beteiligt?
Ja. American Eagle Flug 5342 am 29. Januar 2025 wurde von PSA mit einem CRJ700 durchgeführt. Beim Anflug auf Washington-Reagan National kollidierte er mit einem Black-Hawk-Hubschrauber der US Army, alle 67 Menschen in beiden Luftfahrzeugen kamen ums Leben. Das NTSB stellte im Januar 2026 vor allem systemische Mängel bei Luftraumgestaltung und Aufsicht durch die FAA fest.
Wo kann ich PSA-Flugzeuge fotografieren?
Am besten in Charlotte, dem wichtigsten Drehkreuz. Gut sind auch Washington-Reagan National mit dem Gravelly Point Park, Philadelphia und Dallas/Fort Worth. In Europa fliegt PSA nicht.
PSA Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Bombardier CRJ700
Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.
FlugzeugtypBombardier CRJ900
Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.
FlugzeugtypBombardier CRJ100/CRJ200
Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.
FlugzeugtypFairchild Dornier 328JET
Ein Jet mit Flügel oben auf dem Rumpf, zwei Triebwerken darunter und T-Leitwerk: Die 328JET aus Oberpfaffenhofen ist einer der seltensten Regionaljets überhaupt. So erkennst du sie, und hier fliegt sie heute.
FlugzeugtypEmbraer EMB 120 Brasilia
Tiefdecker, T-Leitwerk, zwei Vierblatt-Propeller und rund 30 Sitze: Die EMB 120 Brasilia war in den 1980er- und 1990er-Jahren ein Arbeitstier der US-Regionalairlines. Heute ist sie vor allem als Frachter und Exot unterwegs.
FlugzeugtypBAe Jetstream 31/32
Klein, schlank, tiefer Flügel und ein unverwechselbar kreischender Garrett-Sound: Die Jetstream 31/32 war jahrzehntelang der Zubringer auf Britanniens Regionalstrecken – und ist heute ein seltener Fang.
FlugzeugtypSikorsky UH-60 Black Hawk
Flacher Rumpf, vierblättriger Rotor, schräg gestellter Heckrotor: Der Black Hawk ist der Standard-Mehrzweckhubschrauber der US Army und fliegt inzwischen auch in vielen europäischen Streitkräften. So erkennst du ihn und so findest du ihn.
Weitere Airlines
American Airlines
Eine der größten Airlines der Welt aus Fort Worth, Texas: zehn Drehkreuze in den USA, Gründungsmitglied von oneworld, rund 1.000 Mainline-Flugzeuge und seit 2013 die silberne Lackierung mit Flaggen-Leitwerk.
RegionalEnvoy Air
Die hauseigene Regionalairline von American Airlines aus Irving, Texas: früher American Eagle Airlines, heute Envoy – mit einer reinen Embraer-Flotte aus E170 und E175, die in den Farben von American Eagle fliegt.
RegionalPiedmont Airlines
Die Regionaltochter von American Airlines aus Salisbury, Maryland: hervorgegangen aus Henson Airlines, seit 1993 unter dem Namen Piedmont – und nicht zu verwechseln mit der historischen Piedmont Airlines aus Winston-Salem, die 1989 in USAir aufging.
Low-CostPacific Southwest Airlines
Historische Airline aus San Diego (1949–1988): PSA flog billig zwischen Los Angeles, San Francisco und San Diego, malte ihren Jets ein Lächeln auf den Bug, inspirierte Southwest – und ging 1988 in USAir auf.
NetzwerkUS Airways
Historische US-Netzwerkairline mit Wurzeln von 1939: aus Allegheny wurde USAir, dann US Airways. Nach der Fusion mit America West und schließlich mit American Airlines endete die Marke im Oktober 2015 – bekannt bleibt sie durch Flug 1549 auf dem Hudson.
RegionalSkyWest Airlines
Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
oneworld
Die kleinste der drei großen Allianzen mit den größten Namen: British Airways, American, Qatar Airways, Cathay Pacific, Qantas und Co. – und Flugzeugen im oneworld-Design, die Spotter gezielt jagen.
HerstellerBombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
FlughafenFlughafen Dallas/Fort Worth
Zwischen Dallas und Fort Worth liegt einer der flächengrößten Flughäfen der Welt: sieben Bahnen, fünf halbrunde Terminals, die Hochbahn Skylink und das mit Abstand größte Drehkreuz von American Airlines.
Wo du PSA Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Gravelly Point Park am Flughafen Washington Reagan National
Der berühmteste Spotterpunkt in Washington: Im Gravelly Point Park am Potomac donnern die Jets im kurzen Endanflug auf die Piste 19 nur wenige Dutzend Meter über deinen Kopf – mit Blick auf die Skyline, kostenlos und zu Fuß vom Terminal erreichbar.
SpotterhügelFounders' Plaza am Flughafen Dallas/Fort Worth
Der offizielle Aussichtspunkt des Flughafens Dallas/Fort Worth: Von der Founders' Plaza im Norden des Geländes siehst du den Verkehr auf den westlichen Parallelpisten, hörst den Tower über Lautsprecher mit und hast kostenlose Parkplätze, Picknicktische und Fernrohre direkt vor Ort.
MuseumNational Museum of the U.S. Air Force an der Wright-Patterson AFB
Vier Hallen, mehr als 350 Flugzeuge, Raumfahrzeuge und Raketen, freier Eintritt: Das größte Militärluftfahrtmuseum der Welt liegt am Südwestende der Wright-Patterson Air Force Base. So holst du als Spotter das Maximum aus deinem Tag in Dayton.
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