Endeavor Air

Die Regionalairline aus Minneapolis, die komplett Delta gehört: früher Express Airlines I und Pinnacle Airlines, heute Endeavor – mit einer reinen CRJ-Flotte, die als Delta Connection unterwegs ist.

Auch bekannt als: Endeavor · Pinnacle Airlines · Express Airlines I · 9E

USAUSARegionalfluggesellschaftenIATA: 9EICAO: EDV11 Min. Lesezeit

9E

IATA-Code

EDV

ICAO-Code

~150

Regionaljets laut Endeavor

2013

Umbenennung in Endeavor

Das Wichtigste in Kürze

  • Endeavor Air ist die konzerneigene Regionalairline von Delta mit Sitz am Flughafen Minneapolis–Saint Paul.
  • Codes: IATA 9E, ICAO EDV, Rufzeichen „ENDEAVOR“ (bis 2016 FLG/„FLAGSHIP“).
  • Bis 2013 hieß sie Pinnacle Airlines, gegründet wurde sie 1985 als Express Airlines I.
  • Reine CRJ-Flotte: rund 150 Regionaljets, fast alle Bombardier CRJ900, dazu einige CRJ700.
  • Für Spotter entscheidet das Rufzeichen EDV auf dem Tracker, nicht die Lackierung.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Endeavor im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Von Express Airlines I über Pinnacle zu Endeavor
  4. 4.Die Flotte: nur CRJ
  5. 5.CRJ900 oder CRJ700? So unterscheidest du sie
  6. 6.Woran du Endeavor erkennst
  7. 7.Endeavor spotten: die Drehkreuze
  8. 8.Unfälle und Zwischenfälle
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-Code9E
ICAO-CodeEDV
RufzeichenENDEAVOR
DrehkreuzeMSP, DTW, ATL, JFK, LGA, CVG, RDU
GeschäftsmodellRegionalairline im Auftrag von Delta Air Lines, Flüge unter der Marke Delta Connection
SitzMinneapolis, Minnesota, auf dem Gelände des Flughafens Minneapolis–Saint Paul
Konzern100-prozentige Tochter von Delta Air Lines (seit 2013)
Gegründet1985 als Express Airlines I, Flugbetrieb ab Juni 1985
Frühere NamenExpress Airlines I (1985–2002), Pinnacle Airlines (2002–2013)
Umbenennung1. August 2013 – aus Pinnacle Airlines wird Endeavor Air
DrehkreuzeMinneapolis, Detroit, Atlanta, New York-JFK und -LaGuardia, Cincinnati sowie Raleigh-Durham
Flottelaut Endeavor rund 150 Regionaljets, ausschließlich Bombardier CRJ700 und CRJ900
Flüge pro Tagrund 750 laut Endeavor
Allianzkeine eigene Mitgliedschaft – die Flüge laufen unter DL-Flugnummern im SkyTeam-Netz von Delta

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Endeavor Air?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Lackierung von Delta Connection: weißer Rumpf, Schriftzug „Delta Connection“ und das Delta-Logo am Leitwerk
  • Nur Bombardier CRJ: Triebwerke hinten am Rumpf und T-Leitwerk – keine Triebwerke unter den Flügeln
  • Auf Flugtrackern und im Funk: Rufzeichen EDV bzw. „ENDEAVOR“, obwohl die Flugnummer mit DL beginnt
  • Die CRJ900 ist der Haupttyp; die kürzere CRJ700 fliegt nur in kleiner Stückzahl
  • US-Kennzeichen mit N am Anfang
  • Auch SkyWest fliegt CRJ in Delta-Connection-Farben – erst das Rufzeichen klärt den Betreiber

An den Drehkreuzen von Delta landet ständig ein schlanker Regionaljet mit Triebwerken am Heck und dem Schriftzug „Delta Connection“. Sehr oft steckt dahinter Endeavor Air – die Regionalairline, die Delta selbst gehört. Sie hat eine bewegte Vergangenheit: Gegründet als Express Airlines I, groß geworden als Pinnacle Airlines im Northwest-Netz, nach einer Insolvenz von Delta übernommen. Hier erfährst du, wie Endeavor entstanden ist, welche Jets sie fliegt und wie du ihre CRJ sicher von denen anderer Delta-Partner unterscheidest.

Jede CRJ sauber zuordnen

Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und siehst im Hangar, welche Endeavor-Jets dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Endeavor im Überblick

Endeavor Air ist eine 100-prozentige Tochter von Delta Air Lines und hat ihren Sitz in Minneapolis, direkt auf dem Gelände des Flughafens Minneapolis–Saint Paul. Das Prinzip kennst du von allen großen US-Regionalairlines: Delta plant Strecken und Flugpläne, verkauft die Tickets und gibt die Lackierung vor. Endeavor stellt Cockpit- und Kabinenpersonal, Technik und den täglichen Flugbetrieb. Tickets unter eigenem Namen verkauft Endeavor nicht – wer einen Endeavor-Flug bucht, bucht einen Delta-Flug.

Laut eigener Angabe betreibt Endeavor rund 150 Regionaljets und kommt auf etwa 750 Flüge pro Tag. Anders als SkyWest, die für mehrere große Airlines fliegt, hat Endeavor nur einen einzigen Auftraggeber. Und anders als bei American, wo mit Envoy, Piedmont und PSA gleich drei konzerneigene Regionalairlines fliegen, ist Endeavor bei Delta die einzige Regionaltochter im vollen Besitz.

Eine eigene Allianz-Mitgliedschaft hat Endeavor nicht. Weil alle Flüge mit DL-Flugnummer verkauft werden, sammeln Passagiere ihre Meilen bei Delta und damit im Netz von SkyTeam.

9EIATA-Code, in Flugnummern kaum sichtbar
EDVICAO-Code auf dem Tracker
CRJeinzige Flugzeugfamilie in der Flotte

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code 9E: gehört Endeavor, taucht aber im Ticket praktisch nie auf, weil Delta die Flüge unter DL-Nummern verkauft.
  • ICAO-Code EDV: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
  • Rufzeichen ENDEAVOR: so meldet sich die Besatzung im Funk.

Der ICAO-Code ist jünger als der Name. Auch nach der Umbenennung 2013 flog die Airline noch jahrelang mit dem alten Pinnacle-Code FLG und dem Rufzeichen „FLAGSHIP“. Erst im Oktober 2016 wechselte sie auf EDV und „ENDEAVOR“. Wenn du alte Logbücher oder Fotos aus dieser Zeit sortierst, ist das ein wichtiges Detail: Eine CRJ in Delta-Connection-Farben mit dem Rufzeichen FLG war damals schon Endeavor. Mehr solcher Geschichten findest du im Artikel über Airline-Rufzeichen.

Tracker richtig lesen

Auf der Anzeigetafel steht ein Flug wie DL 4819, auf dem Tracker dagegen EDV 4819. Die Ziffern bleiben gleich, nur der Code verrät den Betreiber. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter, und warum eine Airline Flüge anderer Gesellschaften verkauft, erklärt Codeshare-Flüge erklärt.

Von Express Airlines I über Pinnacle zu Endeavor

Die Geschichte von Endeavor beginnt 1985. Im Februar wurde Express Airlines I gegründet, ab Juni 1985 flog die Gesellschaft als Republic Express für die damalige Republic Airlines – nicht zu verwechseln mit der heutigen Republic Airways. Schon 1986 übernahm Northwest Airlines die alte Republic, und Express Airlines I flog fortan als Northwest Airlink.

1997 kaufte Northwest die Regionalairline selbst und verlegte ihren Sitz nach Memphis, damals ein Drehkreuz von Northwest. Am 8. Mai 2002 bekam die Airline den Namen Pinnacle Airlines. In dieser Zeit wurde die CRJ200 zum prägenden Typ: Pinnacle flog den 50-Sitzer in großer Zahl ab Memphis, Detroit und Minneapolis.

Der Mutterkonzern Pinnacle Airlines Corp. wuchs anschließend durch Zukäufe. Er übernahm unter anderem Mesaba Airlines und Colgan Air. Ende 2007 kamen zudem die ersten CRJ900 hinzu, die Pinnacle von Atlanta aus für Delta Connection einsetzte. Die Lage blieb aber schwierig: Am 1. April 2012 meldete der Konzern Insolvenz nach Chapter 11 an. Mesaba stellte den Betrieb Anfang 2012 ein, Flugzeuge und Personal gingen an Pinnacle. Colgan folgte im September 2012, auch hier wechselte ein Teil des Personals zu Pinnacle. Die Dash 8 Q400, die zuvor im Konzern geflogen war, verschwand bis November 2012 aus dem Betrieb.

Am 1. Mai 2013 kam die Airline als Tochter von Delta aus dem Insolvenzverfahren, und am 1. August 2013 wurde aus Pinnacle Endeavor Air. Der Sitz zog von Memphis nach Minneapolis, Memphis verlor seine Rolle als Drehkreuz.

1985

Gründung als Express Airlines I, Flüge als Republic Express und ab 1986 als Northwest Airlink.

2002

Umbenennung in Pinnacle Airlines, Sitz in Memphis, CRJ200 als Arbeitspferd.

2012–2013

Insolvenz des Konzerns, Übernahme durch Delta, Umbenennung in Endeavor Air.

2016

Wechsel von FLG/„FLAGSHIP“ auf EDV/„ENDEAVOR“ in Flugplan und Funk.

Unter Delta wuchs Endeavor wieder. 2017 eröffnete die Airline eine Crew- und Technikbasis in Atlanta neu, zunächst mit CRJ200, später mit CRJ700 und CRJ900. 2019 übernahm Endeavor Flugzeuge von GoJet und bekam neu gebaute CRJ900 mit 70 Sitzen.

Die Flotte: nur CRJ

Endeavor fliegt ausschließlich Regionaljets von Bombardier aus der CRJ-Familie. Den Löwenanteil stellt die CRJ900, dazu kommt eine kleinere Gruppe CRJ700. Damit gehört Endeavor zu den größten CRJ900-Betreibern überhaupt.

Typ Sitze Kabine Spotter-Hinweis
Bombardier CRJ900 76 12 First Class, 20 Comfort+, 44 Main Cabin Haupttyp der Flotte, länger mit zwei Notausstiegen pro Seite über dem Flügel
Bombardier CRJ900 70 12 First Class, 20 Comfort+, 38 Main Cabin Variante mit 70 Sitzen, auf die Delta-Vorgaben zur Flugzeuggröße zugeschnitten
Bombardier CRJ700 69 9 First Class, 16 Comfort+, 44 Main Cabin Kleine Gruppe, kürzer mit einem Notausstieg pro Seite über dem Flügel

Die genaue Aufteilung zwischen CRJ700 und den CRJ900-Versionen verschiebt sich immer wieder, weil Delta Flugzeuge zwischen Endeavor und SkyWest tauscht und Kabinen umbaut. Die Grenze von 76 Sitzen ist dabei kein Zufall: In den USA legen die Tarifverträge der Piloten großer Airlines (sogenannte Scope Clauses) fest, wie groß Flugzeuge bei Regionalpartnern sein dürfen. Die Gesamtzahl gibt Endeavor mit rund 150 Jets an.

Nicht mehr dabei: Die CRJ200, lange das Rückgrat von Pinnacle, steht nicht mehr in der Flotte. Die Dash 8-400 aus der Pinnacle-Zeit ist schon seit 2012 Geschichte. Auch die CRJ1000 – die längste CRJ – hat Endeavor nie geflogen.

Nur noch die CRJ700 fehlt?

Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

CRJ900 oder CRJ700? So unterscheidest du sie

Beide Typen sehen sich sehr ähnlich: schlanker Rumpf, T-Leitwerk, zwei Triebwerke hinten am Rumpf. Der Unterschied liegt vor allem in der Länge – und die siehst du am besten an den Notausstiegen über dem Flügel.

Das spricht für die CRJ900

  • Deutlich gestreckter Rumpf, wirkt fast röhrenartig
  • Zwei Notausstiege pro Seite über dem Flügel
  • Viele Fenster vor dem Flügel
  • Auf Trackern als CRJ9 geführt

Das spricht für die CRJ700

  • Kürzerer Rumpf, gedrungener im Verhältnis zum Leitwerk
  • Nur ein Notausstieg pro Seite über dem Flügel
  • Weniger Fenster vor dem Flügel
  • Auf Trackern als CRJ7 geführt

Bei Delta Connection hilft dir zusätzlich der Vergleich mit der Embraer E175, die SkyWest und Republic in denselben Farben fliegen: Die E175 hat ihre Triebwerke unter den Flügeln und ein klassisches Leitwerk – mit einer CRJ kannst du sie also kaum verwechseln. Mehr Tipps zu den kleinen Jets bündelt der Guide Regionaljets erkennen.

Woran du Endeavor erkennst

Endeavor-Jets tragen die Delta-Connection-Lackierung: weißer Rumpf, der Schriftzug „Delta Connection“ und das Delta-Logo am Leitwerk. Den Namen Endeavor suchst du am Rumpf praktisch vergeblich – er taucht höchstens als kleiner Hinweis auf den Betreiber auf.

Das macht die Zuordnung schwierig. Denn auch SkyWest fliegt CRJ in denselben Delta-Farben. Optisch bekommst du die beiden Betreiber nicht zuverlässig auseinander. Was wirklich hilft:

Typ prüfen

Triebwerke am Heck und T-Leitwerk: eine CRJ. Triebwerke unter den Flügeln: E175, also nicht Endeavor.

Tracker abgleichen

Steht dort EDV, fliegt Endeavor. SkyWest erscheint mit eigenem Rufzeichen.

Kennzeichen notieren

Die N-Nummer bleibt am Flugzeug, auch wenn es zwischen Betreibern wechselt. Wie die US-Registrierungen aufgebaut sind, erklärt US-amerikanische N-Nummern.

Sauber eintragen

Halte Betreiber und Marke getrennt fest: Endeavor als Airline, Delta Connection als Marke. So bleibt die Sichtung später eindeutig.

Achtung Verwechslung

Die historische Comair aus Cincinnati flog ebenfalls CRJ für Delta Connection und gehörte bis zu ihrem Ende 2012 sogar selbst zu Delta. Alte Fotos einer CRJ in Delta-Farben aus Cincinnati sind deshalb nicht automatisch Endeavor – Datum und Kennzeichen geben den Ausschlag.

Endeavor spotten: die Drehkreuze

Endeavor hat Crew-Basen an sieben Delta-Drehkreuzen: Minneapolis–Saint Paul, Detroit, Atlanta, New York-JFK, New York-LaGuardia, Cincinnati und Raleigh-Durham. Dazu kommen Technikbasen an weiteren Flughäfen. An diesen Plätzen sind Endeavor-CRJ den ganzen Tag über unterwegs.

Besonders dicht ist der Verkehr in New York. An LaGuardia, wo Regionaljets einen großen Teil des Delta-Angebots ausmachen, ist der Planeview Park in Queens ein bewährter Spot. Am Flughafen JFK kombinierst du Endeavor-Sichtungen mit dem Langstreckenverkehr – etwa vom TWA Hotel aus. Einen Überblick über beide Flughäfen gibt der Guide Planespotting in New York.

In Atlanta, dem größten Delta-Drehkreuz, mischt sich Endeavor unter einen riesigen Strom von Delta-Jets aller Größen. Mehr zum Platz liest du auf der Seite zum Flughafen Atlanta. Historisch interessant ist der Flughafen Memphis: Hier hatte Pinnacle bis 2013 Sitz und Drehkreuz, heute dominiert dort der Frachtverkehr.

Außerhalb der USA kommst du Endeavor vor allem in Kanada nahe – etwa am Flughafen Toronto Pearson, den Endeavor unter anderem von Minneapolis aus anfliegt. In Europa fliegt die Airline nicht.

Gute Chancen auf Endeavor, wenn …

  • du an einem Delta-Drehkreuz mit Endeavor-Basis stehst
  • du in den Wellen spottest, in denen viele Zubringer gleichzeitig ankommen
  • auf dem Tracker mehrere EDV-Flüge im Anflug stehen

Prüf es vorher, wenn …

  • du gezielt eine CRJ700 suchst – die gibt es nur in kleiner Zahl
  • du nach älteren Spotterberichten planst, denn Strecken und Basen ändern sich

Eher kein Endeavor-Tag, wenn …

  • du in Europa unterwegs bist – dort fliegt Endeavor nicht

Wenn du eine Spotting-Reise in die USA planst, helfen dir die Tipps für die USA-Reise bei der Vorbereitung.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte dich an Absperrungen und Hinweise des Flughafenpersonals. Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was in den USA gilt, fasst der Artikel Planespotting in den USA zusammen.

Unfälle und Zwischenfälle

Zur Geschichte von Endeavor gehören auch schwere Ereignisse. Am 14. Oktober 2004 stürzte eine CRJ200 von Pinnacle bei Jefferson City, Missouri, ab. Es war ein Überführungsflug ohne Passagiere; nachdem beide Triebwerke ausgefallen waren, kamen die beiden Piloten ums Leben.

Weltweit Schlagzeilen machte der 17. Februar 2025: Delta-Connection-Flug 4819, eine CRJ900 von Endeavor mit dem Kennzeichen N932XJ, überschlug sich bei der Landung in Toronto Pearson nach einem Flug aus Minneapolis und kam auf dem Dach zum Liegen. Alle 80 Menschen an Bord – 76 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder – überlebten, 21 wurden verletzt. Laut dem Zwischenbericht der kanadischen Untersuchungsbehörde TSB setzte der Jet mit einer Sinkrate auf, die deutlich über dem Wert lag, für den das Fahrwerk ausgelegt ist. Ein Teil des rechten Hauptfahrwerks brach, die rechte Tragfläche löste sich, und auslaufender Treibstoff fing Feuer. Die abschließende Untersuchung zur genauen Abfolge lief bei Redaktionsschluss noch.

Häufige Verwechslungen

  • Delta Connection mit Endeavor gleichsetzen – Delta Connection ist eine Marke; auch SkyWest und Republic fliegen darunter.
  • Jede CRJ in Delta-Farben für Endeavor halten – SkyWest fliegt ebenfalls CRJ für Delta. Das Rufzeichen entscheidet.
  • Endeavor und die alte Comair verwechseln – beide flogen CRJ für Delta, Comair ist aber seit 2012 Geschichte.
  • Republic Express mit Republic Airways verwechseln – Express Airlines I flog 1985 für die alte Republic Airlines, nicht für die heutige Republic Airways.
  • FLG für eine andere Airline halten – bis 2016 flog Endeavor noch mit dem Pinnacle-Code FLG und dem Rufzeichen „FLAGSHIP“.
  • CRJ900 und CRJ700 nach Gefühl bestimmen – zähl die Notausstiege über dem Flügel: zwei pro Seite bei der CRJ900, einer bei der CRJ700.

Endeavor im Blick behalten

Beobachte einzelne Kennzeichen oder die CRJ700 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Fazit

Endeavor Air ist die Airline hinter vielen Delta-Connection-Flügen – und eine, deren Name du am Flugzeug kaum findest. Hinter dem einheitlichen Bild stecken gut 40 Jahre Geschichte von Express Airlines I über Pinnacle bis zur Delta-Tochter, eine reine CRJ-Flotte und ein Netz rund um Minneapolis, Detroit, Atlanta und New York. Wer Rufzeichen und Kennzeichen mitnotiert und die Notausstiege über dem Flügel zählt, ordnet jede Sichtung sauber zu.

Kurzfazit

Endeavor Air (IATA 9E, ICAO EDV) ist Deltas konzerneigene Regionalairline mit einer reinen CRJ700- und CRJ900-Flotte. Die Lackierung zeigt Delta Connection, das Rufzeichen EDV zeigt, dass wirklich Endeavor fliegt.

Zusammenfassung

  • Endeavor ist die einzige Regionalairline, die Delta vollständig gehört, und fliegt ausschließlich als Delta Connection.
  • Aus Express Airlines I wurde 2002 Pinnacle Airlines; nach der Insolvenz übernahm Delta die Airline 2013 und benannte sie in Endeavor um.
  • Die Flotte besteht nur aus Bombardier CRJ700 und CRJ900 – damit ist Endeavor einer der größten CRJ900-Betreiber überhaupt.
  • Endeavor-Jets siehst du vor allem an Deltas Drehkreuzen Minneapolis, Detroit, Atlanta und New York.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Endeavor Air?

Endeavor nutzt den IATA-Code 9E und den ICAO-Code EDV, im Funk lautet das Rufzeichen „ENDEAVOR“. Passagiere sehen 9E kaum, weil die Flüge als Delta mit DL-Flugnummer verkauft werden. Bis Oktober 2016 flog die Airline noch mit dem alten Pinnacle-Code FLG und dem Rufzeichen „FLAGSHIP“.

Ist Endeavor dasselbe wie Delta Connection?

Nein. Delta Connection ist eine Marke, unter der mehrere Regionalairlines für Delta fliegen. Endeavor ist die einzige davon, die Delta komplett gehört. Andere Delta-Connection-Flüge kommen zum Beispiel von SkyWest oder Republic Airways.

Was war Pinnacle Airlines?

Pinnacle war der Name von Endeavor zwischen 2002 und 2013. Die Airline flog damals lange als Northwest Airlink für Northwest Airlines und hatte ihren Sitz in Memphis. 2012 meldete der Mutterkonzern Insolvenz nach Chapter 11 an; im Mai 2013 kam die Airline als Tochter von Delta aus dem Verfahren und hieß ab August 2013 Endeavor Air.

Welche Flugzeuge fliegt Endeavor?

Nur Regionaljets von Bombardier: die CRJ900 als Haupttyp und eine kleinere Gruppe CRJ700. Laut Endeavor umfasst die Flotte rund 150 Flugzeuge. Die CRJ900 hat bei Endeavor je nach Ausstattung 70 oder 76 Sitze in drei Klassen, die CRJ700 69 Sitze.

Fliegt Endeavor noch die CRJ200?

Nein. Die 50-sitzige CRJ200 war lange das Rückgrat von Pinnacle und flog bei Endeavor noch einige Jahre weiter, unter anderem ab der 2017 wiedereröffneten Basis Atlanta. In der aktuellen Flotte ist sie nicht mehr enthalten.

Wo kann ich Endeavor-Flugzeuge fotografieren?

Am besten an den Delta-Drehkreuzen mit Endeavor-Basis: Minneapolis–Saint Paul, Detroit, Atlanta und New York (JFK und LaGuardia), dazu Cincinnati und Raleigh-Durham. Nach Europa fliegt Endeavor nicht; das Netz reicht innerhalb der USA bis nach Kanada.

Was ist beim Flug 4819 in Toronto passiert?

Am 17. Februar 2025 überschlug sich eine CRJ900 von Endeavor (Kennzeichen N932XJ) bei der Landung in Toronto Pearson nach einem Flug aus Minneapolis und blieb auf dem Dach liegen. Alle 80 Menschen an Bord überlebten, 21 wurden verletzt. Laut Zwischenbericht der kanadischen Untersuchungsbehörde TSB setzte der Jet mit deutlich zu hoher Sinkrate auf, das rechte Hauptfahrwerk brach.

Endeavor Air im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Bombardier CRJ900

Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.

Flugzeugtyp

Bombardier CRJ700

Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.

Flugzeugtyp

Bombardier CRJ100/CRJ200

Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.

Flugzeugtyp

Bombardier CRJ1000

Der CRJ1000 ist das Maximum dessen, was aus dem schlanken Canadair-Rumpf herauszuholen war: rund 39 Meter lang, bis zu 104 Sitze, Triebwerke am Heck. Heute fliegt der größte CRJ fast nur noch in Spanien – so erkennst du ihn und so findest du ihn.

Flugzeugtyp

Embraer E175

Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)

Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.

Weitere Airlines

Netzwerk

Delta Air Lines

Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.

Netzwerk

Northwest Airlines

Historische US-Airline aus Minneapolis: Northwest flog von 1926 bis 2010, verband die USA über Tokio mit Asien, bildete mit KLM das erste große Transatlantik-Joint-Venture und ging in Delta auf.

Regional

SkyWest Airlines

Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.

Regional

Republic Airways

Die Regionalairline aus Carmel, Indiana, fliegt ausschließlich Embraer E170 und E175 – in den Farben von American Eagle, Delta Connection und United Express. Seit der Fusion mit Mesa Ende 2025 ist sie nach eigenen Angaben die zweitgrößte unabhängige Regionalairline der USA.

Regional

Comair

Historische US-Regionalairline aus Cincinnati: 1977 gegründet, ab 1984 Delta-Connection-Partner, 1993 Wegbereiterin des Regionaljets in den USA – und im September 2012 von Delta eingestellt.

Regional

Colgan Air

Historische US-Regionalairline aus Manassas, Virginia: Zubringer für Continental, US Airways und United, ab 2007 Teil von Pinnacle – und durch den Absturz von Flug 3407 bei Buffalo Auslöser der strengsten Reform der US-Pilotenausbildung seit Jahrzehnten.

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Wo du Endeavor Air vor die Linse bekommst

Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

Passende Guides aus dem Blog

PT

Planetrack Redaktion

Die Airline-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Flotten, Strecken und Eigentümer ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

← Alle Airlines aus den USA