Das Wichtigste in Kürze
- Jazz Aviation ist Kanadas größte Regionalairline und der wichtigste Betreiber von Air Canada Express.
- Codes: IATA QK, ICAO JZA, Rufzeichen „JAZZ“ – verkauft werden die Flüge aber mit AC-Flugnummern.
- Drei Flugzeugtypen: Dash 8-400 als Turboprop, dazu die Regionaljets CRJ900 und Embraer 175.
- Eigentümer ist Chorus Aviation aus Halifax; der Vertrag mit Air Canada läuft bis 2035.
- Für Spotter ist die Zuordnung der Knackpunkt: Die Bemalung sagt Air Canada, der Tracker zeigt, ob Jazz oder PAL fliegt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Jazz Aviation im Überblick
- 2.Codes, Rufzeichen und Flugnummern
- 3.Geschichte: von vier Regionalairlines zu Jazz
- 4.Die Flotte: ein Turboprop, zwei Regionaljets
- 5.CRJ900 oder Embraer 175? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Jazz erkennst
- 7.Air Canada Express im kanadischen Regionalmarkt
- 8.Jazz spotten: wo und wie
- 9.Sicherheit: der Unfall von LaGuardia 2026
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | QK |
|---|---|
| ICAO-Code | JZA |
| Rufzeichen | JAZZ |
| Drehkreuze | YYZ, YUL, YVR, YYC |
| Geschäftsmodell | Regionalairline, fliegt per Kapazitätskaufvertrag als Air Canada Express, dazu Charterflüge |
| Sitz | Enfield am Flughafen Halifax Stanfield, Nova Scotia, Kanada |
| Entstehung | 2001 als Air Canada Regional aus AirBC, Air Nova, Air Ontario und Canadian Regional, ab 2002 Air Canada Jazz |
| Eigentümer | Chorus Aviation Inc. (Toronto Stock Exchange) |
| Wichtige Drehkreuze | Toronto-Pearson (YYZ), Montréal-Trudeau (YUL), Vancouver (YVR) und Calgary (YYC) |
| Vertragspartner | Air Canada, Kapazitätskaufvertrag bis 2035 |
| Flotte (laut Chorus, Stand Mai 2026) | 103 Flugzeuge der Typen Dash 8-400, CRJ900 und Embraer 175 |
| Verkehr (laut Chorus) | rund 380 Flüge pro Tag zu 65 Zielen in Kanada und den USA, 7,9 Millionen Fluggäste im Jahr 2025 |
| Kennzeichen | Kanadische Registrierung mit dem Präfix C- |
| Markenzeichen | Air-Canada-Express-Bemalung mit rotem Ahornblatt auf schwarzem Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Jazz Aviation?
- Air-Canada-Optik: schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt im Rondell, Schriftzug „AIR CANADA EXPRESS“
- Drei Typen: Dash 8-400 (Turboprop, Hochdecker), CRJ900 (Hecktriebwerke, T-Leitwerk) und Embraer 175 (Triebwerke unter dem Flügel)
- Flugnummer mit AC und meist vierstellig – auf dem Tracker aber JZA und Rufzeichen „JAZZ“
- Kanadisches Kennzeichen mit C- am Heck
- Fast nur in Kanada und den USA zu sehen, kein Linienverkehr nach Europa
- Dash 8-400 auch in der Express-Bemalung von PAL Airlines unterwegs – der ICAO-Code trennt die beiden
Auf einem kanadischen Flughafen siehst du sie ständig: kleine Turboprops und Regionaljets mit schwarzem Leitwerk, rotem Ahornblatt und dem Schriftzug „Air Canada Express“. Wer da nur „Air Canada“ notiert, liegt knapp daneben. Hinter den meisten dieser Flugzeuge steckt Jazz Aviation – eine eigene Airline mit eigenen Codes, eigenen Crews und einer langen Vorgeschichte. Diese Seite zeigt dir, wie du Jazz erkennst, die drei Flottentypen auseinanderhältst und Sichtungen sauber zuordnest.
Jede Express-Maschine im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen fest – und siehst auf einen Blick, welche Jazz-Flugzeuge dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Jazz Aviation im Überblick
Jazz Aviation LP ist Kanadas größte Regionalairline und der wichtigste Partner von Air Canada für Regionalflüge. Der Sitz liegt in Enfield in der Provinz Nova Scotia, direkt am Flughafen Halifax Stanfield. Eigentümer ist die börsennotierte Chorus Aviation, ebenfalls aus Nova Scotia.
Laut Chorus fliegt Jazz (Stand Mai 2026) mit 103 Flugzeugen rund 380 Flüge am Tag zu 65 Zielen in Kanada und den USA. Im Jahr 2025 waren 7,9 Millionen Fluggäste an Bord. Nach Angaben des Unternehmens befördert Jazz etwa jeden fünften Air-Canada-Fluggast eines Tages und fliegt fast die Hälfte der Abflüge von Air Canada über die Grenze in die USA.
Das Besondere: Unter eigenem Namen tritt Jazz kaum auf. Fast der gesamte Linienverkehr läuft als Air Canada Express. Dazu kommen Charterflüge unter der Marke Jazz, Technik-Dienstleistungen für Flugzeuge von Bombardier und Bodenabfertigung für andere Airlines.
Codes, Rufzeichen und Flugnummern
- IATA-Code QK: Er gehört Jazz, taucht für Passagiere aber selten auf, weil die Flüge mit Air-Canada-Flugnummern verkauft werden.
- ICAO-Code JZA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern – das ist dein wichtigster Hinweis auf Jazz.
- Rufzeichen JAZZ: So meldet sich die Besatzung im Funk.
- Flugnummer AC: Auf Anzeigetafeln und Tickets stehen Express-Flüge als AC-Flüge, meist mit vierstelligen Nummern wie AC8646.
Diese Trennung zwischen Vermarktung und Betrieb ist typisch für Nordamerika. Das Prinzip ähnelt einem Codeshare, ist aber enger: Air Canada plant die Strecken, legt den Flugplan fest und kauft die gesamte Sitzkapazität zu vorab vereinbarten Konditionen. Jazz stellt Flugzeuge, Crews, Technik und den Flugbetrieb. Wie solche Modelle funktionieren, erklären die Artikel zu Codeshare-Flügen und zum Wet Lease.
Tracker richtig lesen
Suchst du auf dem Tracker nach einem AC-Flug, zeigt dir die Detailansicht oft JZA als Betreiber. Steht dort ein anderer Code, fliegt ein anderer Express-Partner. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Geschichte: von vier Regionalairlines zu Jazz
Jazz ist kein Neuling, sondern das Ergebnis mehrerer Zusammenschlüsse. Laut Chorus reichen die Wurzeln bis in die 1930er-Jahre zurück; die Partnerschaft mit Air Canada besteht seit fast 40 Jahren.
Bis 2000: viele regionale Marken
In Kanada flogen mehrere Regionalairlines als Zubringer, darunter AirBC im Westen, Air Ontario, Air Nova im Atlantik-Raum und Canadian Regional Airlines. Letztere gehörte zum Umfeld von Canadian Airlines International, die 2000/2001 in Air Canada aufging.
2001: Air Canada Regional
Air Canada fasste die vier Regionalairlines zu einer Gesellschaft zusammen, die zunächst Air Canada Regional hieß.
2002: Air Canada Jazz
Mit der Umbenennung in Air Canada Jazz bekam die Regionalairline ihren heutigen Namen. 2006 wurde Jazz aus dem Air-Canada-Konzern herausgelöst und an die Börse gebracht; 2010 entstand daraus die Holding Chorus Aviation.
Seit 2011: Air Canada Express
Air Canada gab die Marke Air Canada Jazz auf und bündelte alle Regionalflüge unter dem Namen Air Canada Express – „operated by Jazz“.
Spätere Schritte haben Jazz weiter gestärkt. 2019 verlängerten Air Canada und Chorus den Kapazitätskaufvertrag bis 2035; Air Canada beteiligte sich dabei mit knapp zehn Prozent an Chorus. 2021 beendete Air Canada die Zusammenarbeit mit Sky Regional und holte die Regionalflüge unter das Dach von Jazz – die Embraer 175 von Sky Regional wechselten dabei zu Jazz. Seit 2023 fliegt mit PAL Airlines aus Neufundland wieder ein zweiter Partner Dash 8-400 für Air Canada Express.
Eine kurze Episode betraf den Charterverkehr: Von 2010 bis 2012 flog Jazz für Thomas Cook Canada auch einige Boeing 757 – ein ungewöhnlicher Ausflug für eine Regionalairline.
Die Flotte: ein Turboprop, zwei Regionaljets
Laut Chorus umfasst die Jazz-Flotte 103 Flugzeuge (Stand Mai 2026). Im Liniendienst für Air Canada Express setzt Jazz drei Typen ein. Eine offizielle Aufteilung nach Typen veröffentlicht Chorus nicht; öffentliche Flottenübersichten zeigen alle drei Typen jeweils in mittlerer zweistelliger Zahl. Die Werte schwanken, weil einzelne Flugzeuge ausscheiden, verkauft werden oder in der Werft sind.
| Typ | Antrieb | Sitze | Kabine | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| De Havilland Canada Dash 8-400 | Turboprop | 78 | nur Economy | Hochdecker mit T-Leitwerk, langer schlanker Rumpf |
| Bombardier CRJ900 | Jet, Triebwerke am Heck | 76 | 12 Business, 64 Economy | T-Leitwerk, spitze Nase, niedriger Rumpf |
| Embraer 175 | Jet, Triebwerke unter dem Flügel | 76 | 12 Business, 64 Economy | konventionelles Leitwerk, rundere Nase |
Die Dash 8-400 ist der Turboprop für kurze Strecken und kleinere Flughäfen. Gebaut wurde sie lange unter dem Namen Bombardier Q400, heute gehört das Programm zu De Havilland Canada. Chorus hat 2025 vereinbart, neun Dash 8-400 zu verkaufen, sobald sie aus dem Air-Canada-Vertrag ausscheiden; bis Mitte 2026 waren sieben davon verkauft. Die Zahl der Dash 8 bei Jazz geht also eher zurück.
Die CRJ900 ist der größte Regionaljet der CRJ-Familie von Bombardier, die Embraer 175 das brasilianische Gegenstück. Beide haben eine kleine Business Class mit zwölf Sitzen und werden laut Chorus derzeit modernisiert – mit WLAN, größeren Gepäckfächern, neuen Sitzen und Steckdosen.
Ausgemusterte Typen
Wer ältere Fotos durchsieht, findet bei Jazz noch mehr Vielfalt. Die Dash 8-100 und die Dash 8-300 flogen jahrzehntelang für Jazz und wurden 2020 bzw. 2022 ausgemustert. Auch die 50-sitzige CRJ200, der BAe 146 und die Fokker F28 gehörten früher zur Flotte. Fotos dieser Typen in Jazz- oder Air-Canada-Express-Farben sind heute echte Archivstücke.
Nur noch die E175 fehlt?
Setz Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
CRJ900 oder Embraer 175? So unterscheidest du sie
Beide Jets haben 76 Sitze, dieselbe Bemalung und fliegen oft dieselben Strecken. Am Rumpf lassen sie sich trotzdem schnell auseinanderhalten.
Das spricht für die CRJ900
- Triebwerke sitzen hinten am Rumpf
- T-Leitwerk: Höhenruder oben auf dem Seitenleitwerk
- Langer, schmaler Rumpf, der tief über dem Boden liegt
- Auf Trackern meist als CRJ9 geführt
Das spricht für die Embraer 175
- Triebwerke hängen unter den Flügeln
- Höhenruder unten am Rumpf, klassisches Leitwerk
- Höherer, rundlicherer Rumpfquerschnitt
- Auf Trackern meist als E175 bzw. E75L geführt
Die Dash 8-400 ist dagegen kaum zu verwechseln – höchstens mit der ATR 72 anderer Airlines. Achte bei der Dash 8 auf den hoch angesetzten Flügel, die langen Triebwerksgondeln, in die das Hauptfahrwerk einfährt, und das T-Leitwerk. Mehr Details findest du in den Guides Regionaljets erkennen und Turboprops unterscheiden. Bei der E175 hilft dir zusätzlich der Vergleich der Embraer-E-Jets.
Woran du Jazz erkennst
Jazz fliegt in der Bemalung von Air Canada Express: weißer Rumpf, schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt im Rondell und der Schriftzug „Air Canada Express“. Optisch ist das fast dieselbe Familie wie die großen Jets von Air Canada – nur eben auf Dash 8, CRJ900 und E175.
Damit stellt sich die eigentliche Spotter-Frage: Wer fliegt hier wirklich? Drei Merkmale helfen dir:
- Der Typ: CRJ900 und E175 in Express-Farben gehören zu Jazz. Bei der Dash 8-400 kommen Jazz und PAL Airlines infrage.
- Der ICAO-Code: Auf dem Tracker zeigt JZA eindeutig Jazz an.
- Das Kennzeichen: Alle Flugzeuge tragen kanadische Kennzeichen mit C-. Wer das Kennzeichen notiert, kann den Betreiber später in Registerdaten nachschlagen. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Achtung Verwechslung
Eine Dash 8-400 mit „Air Canada Express“ am Rumpf kann von Jazz oder von PAL Airlines stammen. Fotografiere deshalb immer auch so, dass das Kennzeichen lesbar ist, und gleich den Betreiber-Code auf dem Tracker ab.
Air Canada Express im kanadischen Regionalmarkt
Jazz ist nicht die einzige Regionalairline in Kanada, aber die größte. Die Konkurrenz sieht bei näherem Hinsehen ganz anders aus:
| Airline | Typische Flugzeuge | Bezug |
|---|---|---|
| Jazz Aviation | Dash 8-400, CRJ900, E175 | Air Canada Express |
| PAL Airlines | Dash 8-400 | Air Canada Express und eigene Strecken |
| WestJet Encore | Dash 8-400 | Regionaltochter von WestJet |
| Porter Airlines | Dash 8-400, Embraer E195-E2 | eigenständige Airline |
WestJet Encore und Porter Airlines fliegen ebenfalls die Dash 8-400 – aber in eigener Bemalung, sodass du sie schon am Leitwerk trennst. Das Prinzip von Jazz kennst du aus den USA: Dort fliegen Regionalairlines wie SkyWest oder Endeavor Air ebenfalls im Look der großen Netzwerk-Airlines.
Über Air Canada sind die Express-Flüge in das Netz der Star Alliance eingebunden. Jazz selbst ist aber kein Allianzmitglied.
Jazz spotten: wo und wie
In Deutschland wirst du Jazz nicht zu Gesicht bekommen – der Linienverkehr bleibt auf Kanada und die USA beschränkt. Für einen Kanada-Trip ist Jazz aber eine der häufigsten Airlines überhaupt.
Gute Chancen auf Jazz, wenn …
- du an einem Air-Canada-Drehkreuz wie Toronto-Pearson, Montréal oder Vancouver stehst
- dein Flughafen in Kanada kleinere Städte im Inland anbindet
- du an einem US-Flughafen mit vielen Verbindungen nach Kanada spottest
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt eine E175 oder CRJ900 suchst – die Typen verteilen sich ungleich auf die Strecken
- du nach alten Spotterberichten mit Dash 8-100 oder -300 planst
Kein Jazz-Tag, wenn …
- du an einem europäischen Flughafen stehst – hier fliegt Air Canada nur mit Mittel- und Langstreckenjets
In Vancouver bietet der Larry Berg Flight Path Park einen bekannten Platz für Anflugfotos, an dem Express-Flüge regelmäßig vorbeikommen. Für die Dash 8-400 lohnt sich eine bewusst längere Verschlusszeit, damit die Propeller nicht eingefroren wirken – Tipps dazu stehen im Artikel Propeller fotografieren. Und weil kanadische Winter lang sind, wirst du Express-Maschinen oft an der Enteisung sehen; was dort passiert, erklärt der Beitrag zur Enteisung von Flugzeugen.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte dich an die Regeln vor Ort. Auch in Kanada und den USA sind Zäune, Sicherheitsbereiche und Drohnen am Flughafen tabu.
Sicherheit: der Unfall von LaGuardia 2026
Am 22. März 2026 kollidierte ein CRJ900 von Jazz als Air-Canada-Express-Flug 8646 aus Montréal bei der Landung in New York-LaGuardia mit einem Feuerwehrfahrzeug des Flughafens, das die Piste querte. Beide Piloten kamen ums Leben, zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB leitet die Untersuchung, unterstützt von der kanadischen Behörde TSB. Für eine abschließende Bewertung der Ursachen ist der Abschlussbericht maßgeblich.
Häufige Verwechslungen
- Express-Flüge als Air Canada notieren – die Bemalung ist Air Canada, der Betreiber meist Jazz.
- AC-Flugnummer mit dem Betreiber gleichsetzen – der ICAO-Code JZA im Tracker zeigt, wer wirklich fliegt.
- Jede Express-Dash-8 für Jazz halten – auch PAL Airlines fliegt Dash 8-400 in denselben Farben.
- CRJ900 und E175 verwechseln – Triebwerke am Heck sprechen für die CRJ900, unter dem Flügel für die E175.
- Jazz für eine Air-Canada-Tochter halten – Eigentümer ist Chorus Aviation, Air Canada ist „nur“ Vertragspartner.
- Alte Typen erwarten – Dash 8-100, Dash 8-300 und CRJ200 sind im Liniendienst bei Jazz Geschichte.
Jazz im Blick behalten
Beobachte Airlines, Typen oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Jazz Aviation ist die Airline, die du in Kanada am häufigsten siehst, ohne ihren Namen zu lesen. Hinter der Marke Air Canada Express stecken eine eigenständige Regionalairline, drei klar unterscheidbare Flugzeugtypen und eine Geschichte aus vier Vorgänger-Airlines. Wer Typ, Kennzeichen und ICAO-Code mitnotiert, ordnet jede Express-Sichtung sauber zu.
Kurzfazit
Jazz Aviation (IATA QK, ICAO JZA) fliegt als Air Canada Express mit Dash 8-400, CRJ900 und Embraer 175. Die Bemalung zeigt Air Canada, der Tracker-Code JZA zeigt, dass Jazz am Steuer sitzt.
Zusammenfassung
- Jazz Aviation fliegt unter der Marke Air Canada Express und sieht deshalb aus wie ein Teil von Air Canada – ist aber eine eigene Airline mit eigenem Flugbetrieb.
- Auf Trackern erkennst du Jazz am ICAO-Code JZA und am Rufzeichen „JAZZ“, obwohl die Flugnummer mit AC beginnt.
- Die Flotte besteht aus Dash 8-400, CRJ900 und Embraer 175, die sich schon an Triebwerken und Leitwerk klar unterscheiden lassen.
- Spotten kannst du Jazz an den großen kanadischen Flughäfen und an vielen US-Flughäfen mit Verbindungen nach Kanada; nach Europa fliegt Jazz nicht.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Jazz Aviation?
Jazz Aviation hat den IATA-Code QK und den ICAO-Code JZA, das Rufzeichen im Funk lautet „JAZZ“. Weil Jazz fast ausschließlich für Air Canada Express fliegt, siehst du auf Tickets und Anzeigetafeln aber meist eine Flugnummer mit AC.
Was ist der Unterschied zwischen Jazz und Air Canada Express?
Air Canada Express ist eine Marke von Air Canada für Regionalflüge. Durchgeführt werden diese Flüge von Partner-Airlines – vor allem von Jazz Aviation, daneben von PAL Airlines. Air Canada plant Strecken und Flugplan und kauft die Sitzplätze, Jazz stellt Flugzeuge, Crews und den Flugbetrieb.
Gehört Jazz zu Air Canada?
Nein, nicht direkt. Jazz Aviation LP gehört zu Chorus Aviation, einem börsennotierten Unternehmen aus Nova Scotia. Mit Air Canada ist Jazz über einen langfristigen Kapazitätskaufvertrag verbunden, der bis 2035 läuft. Air Canada hat sich 2019 zudem mit knapp zehn Prozent an Chorus beteiligt.
Welche Flugzeuge fliegt Jazz Aviation?
Jazz setzt drei Typen ein: den Turboprop Dash 8-400 mit 78 Sitzen, den Regionaljet CRJ900 und den Embraer 175 mit jeweils 76 Sitzen, davon 12 in der Business Class. Laut Chorus umfasst die Flotte 103 Flugzeuge (Stand Mai 2026). Ältere Typen wie Dash 8-100 und Dash 8-300 hat Jazz inzwischen ausgemustert.
Ist Jazz Mitglied der Star Alliance?
Jazz ist selbst kein Allianzmitglied. Weil die Flüge aber als Air Canada Express mit AC-Flugnummern verkauft werden, gehören sie zum Netz von Air Canada – und Air Canada ist Gründungsmitglied der Star Alliance.
Kann ich Jazz Aviation in Deutschland sehen?
Praktisch nicht. Jazz fliegt im Linienverkehr nur innerhalb Kanadas und zwischen Kanada und den USA. Wer Jazz fotografieren möchte, plant am besten einen Spottertrip nach Toronto, Montréal, Vancouver oder Calgary.
Woran erkenne ich auf dem Tracker, ob Jazz oder PAL fliegt?
Beide fliegen Dash 8-400 in Air-Canada-Express-Bemalung. Auf dem Tracker zeigt Jazz den ICAO-Code JZA, PAL Airlines einen eigenen Code. Die AC-Flugnummer allein reicht deshalb nicht – schau immer auf den Betreiber-Code oder das Kennzeichen.
Wo hat Jazz Aviation seinen Sitz?
Der Sitz von Jazz liegt in Enfield in Nova Scotia, direkt am Flughafen Halifax Stanfield. Geflogen wird vor allem ab den Air-Canada-Drehkreuzen Toronto-Pearson, Montréal-Trudeau und Vancouver sowie ab Calgary.
Jazz Aviation im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBombardier CRJ900
Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.
FlugzeugtypEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-300 (Q300)
Länger als die Dash 8-100, deutlich kürzer als die Q400 und mit vier Blättern pro Propeller: Die Dash 8-300 ist die mittlere Größe der Dash-8-Familie. Widerøe, PAL und Air New Zealand fliegen sie noch, bei Air Canada Express ist sie Geschichte.
FlugzeugtypBombardier CRJ100/CRJ200
Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.
Weitere Airlines
Air Canada
Kanadas größte Airline und Gründungsmitglied der Star Alliance: Drehkreuze in Toronto, Montréal und Vancouver, eine gemischte Airbus-Boeing-Flotte und ein auffälliges schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt.
FerienfliegerAir Canada Rouge
Die Ferientochter von Air Canada: Seit 2013 fliegt Rouge Sonnenziele in Karibik, Mexiko und USA an. Früher kam sie mit Boeing 767 nach Europa, heute steckt sie mitten im Umstieg von Airbus auf die Boeing 737 MAX 8.
RegionalPAL Airlines
Die Dash-8-Airline Ostkanadas: PAL Airlines verbindet von St. John’s aus Neufundland, Labrador, Québec und die Maritimes – und fliegt zusätzlich Q400 für Air Canada Express.
NetzwerkPorter Airlines
Kanadas drittgrößte Airline: gestartet 2006 mit Turboprops auf der Toronto-Insel, heute mit einer der größten Embraer-E195-E2-Flotten der Welt und Strecken bis in die USA, nach Mexiko und in die Karibik.
RegionalWestJet Encore
Die Regionaltochter von WestJet fliegt seit 2013 ausschließlich De Havilland Canada Dash 8-400 – in WestJet-Farben, aber mit eigenem ICAO-Code WEN. Hier erfährst du, wie du die Turboprops aus Calgary sicher zuordnest.
RegionalSkyWest Airlines
Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Toronto Pearson
Kanadas größter Flughafen und wichtigstes Drehkreuz von Air Canada: fünf Bahnen in drei Richtungen am Rand von Mississauga, zwei Terminals, ein Mix aus 777, 787, E195-E2 und Dash 8 – und Winter, in denen die Enteisungsanlage zum Motiv wird.
HerstellerDe Havilland Canada
Vom Buschflugzeug Beaver über die Twin Otter bis zur Dash 8 und dem Löschflugzeug DHC-515: De Havilland Canada steht für robuste Kurzstart-Flugzeuge. Hier erfährst du, wie das Unternehmen entstand, wem es gehörte und wo du seine Typen heute vor die Linse bekommst.
HerstellerBombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
Wo du Jazz Aviation vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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