Das Wichtigste in Kürze
- Die Global 6000 ist die Weiterentwicklung der Global Express XRS mit dem Vision-Cockpit; die Global 6500 folgte 2019 mit neuen Rolls-Royce-Pearl-Triebwerken und mehr Reichweite.
- Schnellster Erkennungsweg: Hecktriebwerke, T-Leitwerk und ein Rumpf, der etwa so lang ist wie die Spannweite.
- Von außen trennst du Global Express, XRS, 6000 und 6500 praktisch nicht – Klarheit bringt nur das Kennzeichen.
- Die Zelle ist eine beliebte Sondermissionsplattform: E-11A der US Air Force, GlobalEye von Saab und das deutsche Aufklärungssystem PEGASUS basieren darauf.
- In Deutschland fliegt die Flugbereitschaft drei Global 6000 mit den Kennungen 14+05 bis 14+07.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Bombardier Global 6000/6500?
- 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.Global 6000/6500 im Familienvergleich
- 4.Global 6000, Gulfstream G650 oder Falcon 7X?
- 5.Mehr als ein Businessjet: Sondermissionen
- 6.Wo du die Global 6000/6500 antriffst
- 7.Spotting in Köln/Bonn und Berlin
- 8.Fototipps speziell für die Global 6000/6500
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Bombardier (Kanada) |
|---|---|
| Familie | Global (Express, XRS, 5000, 6000, 5500, 6500, 7500, 8000) |
| Musterbezeichnung | BD-700-1A10 |
| ICAO-Typcode | GLEX (gemeinsam mit Global Express und XRS) |
| Global 6000 | angekündigt 2011, Produktion ab 2012 als Nachfolger der Global Express XRS |
| Global 6500 | vorgestellt im Mai 2018, Indienststellung im Oktober 2019 |
| Triebwerke Global 6500 | 2 × Rolls-Royce Pearl 15, je rund 67,3 kN Schub, am Heck montiert |
| Triebwerke Global 6000 | 2 × Rolls-Royce BR710A2-20, je rund 65,6 kN Schub |
| Länge | rund 30,3 m |
| Spannweite | rund 28,7 m |
| Höhe | rund 7,8 m |
| Kabinenlänge (6500) | rund 13,2 m |
| Passagiere | bis zu 17 |
| Reichweite (Herstellerangabe) | Global 6000: 6.000 nm (rund 11.100 km), Global 6500: 6.600 nm (rund 12.220 km) |
| Max. Startgewicht | rund 45,1 t |
| Höchstgeschwindigkeit | Mach 0,89 (6000) bzw. Mach 0,90 (6500) |
| Dienstgipfelhöhe | 51.000 ft |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke seitlich am Heck, dazu ein hohes T-Leitwerk – das typische Layout großer Businessjets
- Langer, schlanker Rumpf mit einer Reihe ovaler Kabinenfenster; mit gut 30 m Länge deutlich größer als Challenger oder Learjet
- Rumpflänge und Spannweite fast gleich groß – rund 30,3 m zu 28,7 m
- Stark gepfeilter Flügel mit hochgezogenen, leicht nach hinten geneigten Winglets
- Sondermissionsversionen tragen Antennen, Beulen oder Radarverkleidungen am Rumpf und meist eine graue Lackierung
- In Tracking-Diensten als GLEX geführt – denselben Code tragen auch Global Express und XRS
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem Regierungsvorfeld in Köln/Bonn steht ein schlanker weißer Jet mit grauer Bauchbinde, zwei Triebwerken am Heck und einer Kennung mit Pluszeichen am Rumpf. Ein paar hundert Kilometer weiter rollt eine fast identische, aber grau lackierte Maschine mit seltsamen Antennen über einen Fliegerhorst. Beide Male ist es sehr wahrscheinlich eine Bombardier Global 6000 oder 6500. Kaum ein Businessjet hat so viele Gesichter: Privatjet für Langstrecken, Regierungsflieger, Kommunikationsrelais und Aufklärer. Hier erfährst du, wie du sie sicher erkennst, wie sie sich von den Familienmitgliedern und der Konkurrenz unterscheidet und wo du in Deutschland, Österreich und der Schweiz gute Chancen auf eine Sichtung hast.
GLEX im Hangar abhaken
Mit Planetrack hältst du jede Global-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und sammelst die ganze Global-Familie in deinem Hangar. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Bombardier Global 6000/6500?
Die Global 6000 und die Global 6500 sind zweistrahlige Langstrecken-Businessjets des kanadischen Herstellers Bombardier. Sie gehören zur Global-Familie, die 1996 mit dem Erstflug der Global Express begann. Alle diese Modelle teilen die Musterbezeichnung BD-700 und dieselbe Grundkonstruktion: tiefliegender, gepfeilter Flügel, zwei Rolls-Royce-Triebwerke am Heck und ein hohes T-Leitwerk.
Die Global 6000 ist im Kern die Fortsetzung der Global Express XRS. Bombardier kündigte sie 2011 an, ab 2012 lief sie vom Band. Der wichtigste Unterschied zur XRS steckt im Cockpit: Das Bombardier Vision Flight Deck, aufgebaut auf der Pro-Line-Fusion-Avionik von Rockwell Collins, ersetzte die ältere Honeywell-Ausstattung. Die Herstellerangabe zur Reichweite lag bei 6.000 nautischen Meilen, rund 11.100 Kilometern, die Höchstgeschwindigkeit bei Mach 0,89.
Im Mai 2018 stellte Bombardier gemeinsam mit der kürzeren Global 5500 die Global 6500 vor. Sie bekam neue Triebwerke vom Typ Rolls-Royce Pearl 15 mit rund 67,3 Kilonewton Schub je Seite, eine überarbeitete Kabine und mehr Reichweite: laut Bombardier 6.600 nautische Meilen, also gut 12.200 Kilometer. Nach den Zulassungen durch Transport Canada im September und die EASA im Oktober 2019 ging sie im Oktober 2019 in den Dienst bei Kunden. Die Global 6500 löste die 6000 in der Produktion ab.
In der Kabine finden bis zu 17 Passagiere Platz. Sie ist rund 13,2 Meter lang, 2,41 Meter breit und 1,88 Meter hoch und lässt sich in mehrere Bereiche gliedern, etwa Besprechungszone, Lounge und Schlafbereich. Mit dieser Reichweite schafft die Global 6500 Strecken wie Zürich–Los Angeles oder Frankfurt–Singapur nonstop.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Große Businessjets sehen sich ähnlich: weiße Lackierung, kaum Schriftzüge, Triebwerke am Heck. Mit drei Beobachtungen kommst du bei der Global 6000/6500 trotzdem schnell ans Ziel.
Größe einschätzen
Gut 30 Meter Länge und knapp 29 Meter Spannweite: Die Global 6000 ist deutlich größer als Challenger, Learjet oder Citation. Neben einem Regionaljet wirkt sie nur wenig kleiner.
Proportionen prüfen
Rumpf und Spannweite sind fast gleich groß. Bei der Global 7500 dominiert der Rumpf sichtbar, bei der Global 5000/5500 wirkt die Maschine etwas gedrungener.
Typcode bestätigen
Im Tracking-Dienst steht GLEX. Das schließt Global 5000/5500 (GL5T) und Global 7500 (GL7T) aus – welche GLEX-Variante es ist, verrät dann das Kennzeichen.
Das Grundlayout teilt die Global mit fast allen großen Businessjets, deshalb führt der Weg zur sicheren Bestimmung fast immer über das Kennzeichen. Bei zivilen Maschinen steht es am hinteren Rumpf, bei Militär- und Regierungsflugzeugen tritt an seine Stelle eine Kennung. Wie du beide liest, erklären die Beiträge Flugzeugkennzeichen verstehen und Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.
Praxis-Tipp: Express, XRS, 6000 oder 6500?
Alle vier Varianten tragen den Code GLEX und sehen von außen nahezu gleich aus. Schlag das Kennzeichen nach und achte auf Baujahr und Seriennummer: Maschinen ab 2012 sind meist Global 6000, ab Ende 2019 kommen Global 6500 dazu. In Planetrack ordnest du die Sichtung anschließend dem richtigen Typ zu.
Global 6000/6500 im Familienvergleich
Die Global-Familie besteht aus mehreren Generationen, die sich stark ähneln. Die Tabelle hilft beim Einordnen.
| Merkmal | Global 5000/5500 | Global Express/XRS | Global 6000/6500 | Global 7500/8000 |
|---|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | GL5T | GLEX | GLEX | GL7T bzw. per Kennzeichen prüfen |
| Rumpf | gekürzt | rund 30,3 m | rund 30,3 m | rund 34 m |
| Triebwerk | Rolls-Royce | Rolls-Royce BR710 | BR710 (6000), Pearl 15 (6500) | GE Passport |
| Cockpit | je nach Baujahr | Honeywell Primus | Bombardier Vision | Bombardier Vision |
| Reichweite (Hersteller) | – | bis 6.500 nm (XRS) | 6.000 / 6.600 nm | 7.700 / 8.000 nm |
Die Global 5000/5500 ist eine verkürzte Version derselben Zelle mit weniger Reichweite. Der Längenunterschied beträgt weniger als einen Meter und ist im Feld schwer zu sehen; hier hilft der Typcode GL5T. Die Global 7500 und ihre schnellere Schwester Global 8000 sind dagegen weitgehend neue Konstruktionen mit anderem Flügel, Fly-by-Wire und GE-Triebwerken – und sichtbar länger.
Global 6000, Gulfstream G650 oder Falcon 7X?
In der Klasse der großen Langstrecken-Businessjets triffst du in Europa vor allem auf drei Konkurrenten. Der Finder grenzt sie mit drei Fragen ein.
Schnellbestimmung: großer Langstrecken-Businessjet
Bombardier Global 6000/6500 (oder Global Express)
Zwei Hecktriebwerke, ausgeglichene Proportionen und der Code GLEX sprechen für eine Global dieser Größe. Das Kennzeichen klärt, ob Express, XRS, 6000 oder 6500.
Gulfstream G650 oder G550
Die markanten, großen Gulfstream-Ovalfenster sind das beste Unterscheidungsmerkmal. Auch die Nase wirkt bei Gulfstream anders geformt.
Dassault Falcon 7X oder 8X
Drei Triebwerke sind das klare Falcon-Merkmal. Eine Global hat immer nur zwei.
Die Dassault Falcon 7X und die Falcon 8X schließt du am schnellsten aus: Sie haben drei Triebwerke. Schwieriger sind die Gulfstreams. Die Gulfstream G650 ist der direkte Konkurrent der Global 6500 und etwa gleich lang, die Gulfstream G550 war es zur Global 6000. Beide erkennst du an den sehr großen, liegenden Ovalfenstern. Eine Übersicht aller großen Familien bietet der Guide Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden.
Mehr als ein Businessjet: Sondermissionen
Große Reichweite, viel Platz im Rumpf, hohe Flughöhe und ein weltweites Wartungsnetz machen die Global zu einer beliebten Basis für militärische und staatliche Sonderaufgaben. Für Spotter sind diese Versionen die spannendsten, weil sie selten und meist auffällig umgebaut sind.
PEGASUS (Deutschland): Hinter dem Namen steckt das „Persistent German Airborne Surveillance System“, mit dem die Bundeswehr eine Lücke in der luftgestützten Signalaufklärung schließen will. Diese Fähigkeit fehlt seit der Außerdienststellung der Breguet Atlantic der Marine im Jahr 2010. Ursprünglich waren Drohnen als Träger vorgesehen, Anfang 2020 fiel die Entscheidung stattdessen für bemannte Jets: Als Plattform wählte das Verteidigungsministerium die Global 6000. Das Projekt umfasst drei Flugzeuge mit Missionssystem samt Bodenanlagen und hat ein Volumen von rund 1,54 Milliarden Euro. Generalunternehmer ist Hensoldt, für die Flugzeuge selbst ist Lufthansa Technik zuständig. Der Erstflug fand im Herbst 2024 bei Bombardier in Wichita statt. Stationiert werden sollen die Maschinen beim Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ in Schleswig; eine erste Einsatzfähigkeit ist für 2027 angestrebt.
E-11A (USA): Die US Air Force nutzt Global-Jets unter der Bezeichnung E-11A als fliegende Kommunikationsknoten (BACN). Sie verbinden Funk- und Datenverbindungen von Einheiten, die sich sonst nicht erreichen würden. Im Januar 2020 stürzte eine E-11A in Afghanistan nach einem Triebwerksausfall ab; beide Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
GlobalEye (Schweden, VAE): Saab baut auf Basis der Global 6000 ein Frühwarn- und Überwachungsflugzeug mit dem Erieye-ER-Radar in einem langen Balken über dem Rumpf. Kunden sind unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate und Schweden. Ein GlobalEye ist mit seinem Rückenradar unverwechselbar.
HADES (US Army): Die US Army hat Global 6500 für ihr Aufklärungsprogramm HADES unter Vertrag genommen; die erste Maschine wurde im November 2024 übergeben.
Ein Vorläufer dieser Rolle war die Sentinel R1 der Royal Air Force auf Basis der Global Express mit Bodenradar unter dem Rumpf; sie wurde 2021 ausgemustert. Wie du Aufklärer generell einordnest, erklärt der Beitrag AWACS, Seeaufklärer und Aufklärungsflugzeuge erkennen.
Militärflugzeuge fotografieren
Sondermissionsjets stehen auf Militärflugplätzen, wo strenge Regeln gelten. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichem Gelände außerhalb des Zauns und halte dich an Hinweise und Absperrungen. Was erlaubt ist, steht im Beitrag Militärflugplätze fotografieren: Regeln.
Wo du die Global 6000/6500 antriffst
Businessjets fliegen keine festen Linien. Die Global 6000/6500 taucht dort auf, wo Besitzer, Charterkunden und Staatsgäste hinwollen. Große Betreiber wie NetJets haben Globals in ihren Flotten, dazu kommen zahlreiche Firmen- und Privateigner weltweit.
Deutschland: Die Flugbereitschaft des BMVg setzt drei Global 6000 mit den Kennungen 14+05 bis 14+07 ein, die 2019 kamen. Sie fliegen kleinere Delegationen und starten von den Basen am Flughafen Köln/Bonn und am Flughafen Berlin Brandenburg. Achtung Verwechslungsgefahr: Die drei Global 5000 der Flugbereitschaft (14+02 bis 14+04) sehen fast gleich aus. Am Flughafen München sorgen Messen und die Sicherheitskonferenz im Februar für zusätzlichen Businessjet- und Regierungsverkehr.
Schweiz: Zürich erlebt rund um das Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar einen Ansturm großer Businessjets. Der Flughafen Genf hat dank internationaler Organisationen ganzjährig viel Verkehr dieser Klasse.
Österreich: In Wien und Salzburg lohnt der Blick auf Großveranstaltungen sowie auf die Festspiel- und Skisaison.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Köln/Bonn | mittel bis hoch | Basis der Flugbereitschaft mit Global 5000 und 6000 |
| Berlin BER | mittel bis hoch | Regierungsverkehr, Flugbereitschaft, Staatsbesuche |
| Zürich (Januar, WEF) | hoch | Viele Langstrecken-Businessjets in kurzer Zeit |
| Genf | mittel bis hoch | Ganzjährig starker Businessjet-Verkehr |
| München, Wien | mittel | Messen, Konferenzen, Geschäftsverkehr |
Kein Flugplan, viele Überraschungen
Businessjets und Regierungsflieger stehen nicht im veröffentlichten Flugplan, und manche Betreiber lassen ihre Daten in Tracking-Diensten filtern. Plane mit Wahrscheinlichkeiten und prüfe während deiner Session immer wieder nach GLEX. Tipps dazu liefert der Beitrag Militärflugzeuge online verfolgen.
Keine Global mehr verpassen
Leg Sichtungs-Alarme für den Typ oder einzelne Kennzeichen an – Planetrack benachrichtigt dich, wenn eine Global anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting in Köln/Bonn und Berlin
Wer die grau-weißen Globals der Flugbereitschaft sehen will, ist in Köln/Bonn richtig. Von der Besucherterrasse hast du Pisten und Vorfeld im Blick. Am BER lohnt sich die Besucherterrasse, besonders wenn Staatsbesuche oder internationale Treffen in der Hauptstadt anstehen. Mehr zur Planung rund um Staats- und Regierungsmaschinen findest du im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
In der Schweiz sind der Butzenbüel in Zürich und die Aussichtsterrasse in Genf gute Ausgangspunkte für zivile Globals.
Bereit für die Global-Jagd?
- Ich habe geprüft, ob am Zielflughafen ein Gipfel, eine Messe oder ein Staatsbesuch ansteht.
- Ich habe einen Tracking-Dienst mit Filter auf GLEX offen.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe genug Brennweite für entfernte Vorfelder dabei.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps speziell für die Global 6000/6500
Brennweite einplanen
Gut 30 Meter Länge sind für einen Businessjet viel, für formatfüllende Bilder auf entfernten Vorfeldern brauchst du trotzdem mehr Brennweite als bei Airlinern. Welche Objektive passen, steht im Guide Brennweite fürs Planespotting.
Kennung mitnehmen
Fotografiere bei jeder Global zuerst Kennzeichen oder Kennung. Nur damit bestimmst du später sicher, ob es eine 6000 oder 6500 war.
Weiß braucht Licht im Rücken
Die meisten Globals sind fast ganz weiß. Mit der Sonne im Rücken bleiben Fenster und Linien sichtbar; belichte eher etwas knapper. Wann das Licht passt, zeigt der Guide Sonnenstand planen.
Details bei Sondermissionen
Bei grauen Versionen lohnt ein Detailbild von Antennen und Verkleidungen am Rumpf – genau die machen den Unterschied zur Bizjet-Version.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Global 6000/6500, wenn …
- zwei Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk zu sehen sind
- Rumpflänge und Spannweite etwa gleich wirken
- im Tracking-Dienst GLEX steht
- das Kennzeichen zu einer Maschine ab Baujahr 2012 gehört
Sieh genauer hin, wenn …
- das Baujahr vor 2012 liegt – dann ist es eher eine Global Express oder XRS
- die Maschine etwas kompakter wirkt – dann kann es eine Global 5000/5500 sein
- eine Flugbereitschafts-Global mit 14+ vor dir steht – 14+02 bis 14+04 sind Global 5000
Es ist keine Global 6000/6500, wenn …
- du drei Triebwerke siehst – dann ist es eine Falcon
- der Rumpf deutlich länger als die Spannweite ist und GL7T angezeigt wird
- sehr große, liegende Ovalfenster auffallen – typisch Gulfstream
- die Triebwerke unter den Flügeln hängen
Weitere Typen dieser Klasse und wo du sie findest, behandelt der Guide Businessjets spotten.
Fazit
Die Global 6000/6500 ist der Allrounder der Global-Familie: Langstrecken-Bizjet für bis zu 17 Passagiere, Regierungsflieger der Flugbereitschaft und Plattform für Aufklärer wie PEGASUS oder GlobalEye. Erkennen lässt sie sich an Hecktriebwerken, T-Leitwerk und ausgeglichenen Proportionen, eingrenzen über den Code GLEX und bestätigen über das Kennzeichen. Wer sie gezielt sucht, plant Köln/Bonn, Berlin, Zürich und Genf ein und hält die Augen nach den grauen Sonderversionen offen.
Kurzfazit
Zwei Hecktriebwerke, T-Leitwerk, Rumpf etwa so lang wie die Spannweite und der Code GLEX: Das ist eine Global 6000/6500 oder ein direkter Vorgänger. Ob 6000 oder 6500, klärt nur das Kennzeichen – und die spannendsten Exemplare tragen Grau und Antennen.
Zusammenfassung
- Bombardier führte die Global Express XRS ab 2012 als Global 6000 weiter und stellte 2018 die Global 6500 vor, die seit Oktober 2019 bei Kunden fliegt.
- Mit bis zu 17 Passagieren und 6.000 bis 6.600 nm Reichweite verbindet sie Europa nonstop mit Nordamerika, dem Nahen Osten und großen Teilen Asiens.
- Neben Privat- und Firmenkunden nutzen Regierungen und Streitkräfte die Zelle, unter anderem die Luftwaffe für das Signalaufklärungssystem PEGASUS.
- Hecktriebwerke, Rumpfproportionen und der Code GLEX führen dich zum Typ; die Variante klärst du über das Kennzeichen.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Global 6000?
Global 6000 und Global 6500 laufen unter GLEX, genau wie die Vorgänger Global Express und XRS. Die kürzeren Global 5000 und 5500 erscheinen als GL5T, die große Global 7500 als GL7T. Mehr zur Logik dieser Codes erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
Was ist der Unterschied zwischen Global 6000 und Global 6500?
Die Global 6500 bekam die neuen Rolls-Royce-Pearl-15-Triebwerke mit mehr Schub und geringerem Verbrauch, eine überarbeitete Kabine und mehr Reichweite: 6.600 statt 6.000 nautische Meilen laut Hersteller. Rumpf und Grundform blieben gleich, deshalb sind beide von außen kaum zu unterscheiden.
Wie unterscheide ich Global 6000 und Global Express?
Von außen praktisch gar nicht. Die Global 6000 ist im Kern eine Global Express XRS mit dem neuen Bombardier-Vision-Cockpit. Welche Variante vor dir steht, klärst du über das Kennzeichen und das Baujahr in einer Datenbank.
Wie unterscheide ich die Global 6000 von der Global 7500?
Die Global 7500 ist mit rund 34 Metern gut dreieinhalb Meter länger und hat eine deutlich längere Fensterreihe. Bei ihr ist der Rumpf sichtbar länger als die Spannweite, bei der Global 6000 sind beide etwa gleich. Im Tracking-Dienst steht GL7T statt GLEX.
Was ist PEGASUS?
PEGASUS steht für „Persistent German Airborne Surveillance System“, ein System zur luftgestützten Signalaufklärung der Bundeswehr. Es umfasst drei Global 6000 mit Missionsausrüstung von Hensoldt; Lufthansa Technik ist für die Flugzeuge zuständig. Stationiert werden sollen sie beim Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ in Schleswig.
Fliegt die Flugbereitschaft die Global 6000?
Ja. Die Flugbereitschaft des BMVg setzt drei Global 6000 mit den Kennungen 14+05 bis 14+07 für kleinere Delegationen ein, dazu drei Global 5000. Eine Global 7500 hat sie nicht.
Was ist die E-11A?
Die E-11A ist die Bezeichnung der US Air Force für Global-Jets, die als fliegender Kommunikationsknoten (Battlefield Airborne Communications Node, BACN) dienen. Sie verbinden Funk- und Datennetze verschiedener Einheiten. Im Januar 2020 verunglückte eine E-11A in Afghanistan, beide Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
Wird die Global 6000 noch gebaut?
Nein. Die Global 6000 wurde von der Global 6500 abgelöst, die Bombardier aktuell neben Global 5500, 7500 und 8000 anbietet. Viele Global 6000 fliegen aber weiterhin bei privaten, gewerblichen und staatlichen Betreibern.
Bombardier Global 6000/6500 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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