Das Wichtigste in Kürze
- Air Nostrum ist eine spanische Regionalairline aus Valencia, die ihr Liniennetz seit 1997 als Iberia Regional fliegt.
- Codes: IATA YW, ICAO ANE, Rufzeichen „AIR NOSTRUM“ – verkauft werden die Flüge aber meist mit IB-Flugnummern.
- Die Flotte besteht aus zwei Typen: Bombardier CRJ1000 mit 100 Sitzen und ATR 72-600 mit 72 Sitzen.
- Die Flugzeuge tragen Iberia-Farben – das Leitwerk allein verrät also nicht, wer fliegt. Typ, Kennzeichen und ICAO-Code tun es.
- Seit 2023 bildet Air Nostrum mit CityJet die Regionalgruppe SARA; über Iberia ist die Airline in oneworld eingebunden.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | YW |
|---|---|
| ICAO-Code | ANE |
| Rufzeichen | AIR NOSTRUM |
| Drehkreuze | VLC, MAD, BCN |
| Allianz | oneworld |
| Geschäftsmodell | Regionalairline, die ihr Liniennetz als Franchisepartner von Iberia unter der Marke Iberia Regional fliegt |
| Sitz | Quart de Poblet bei Valencia, Spanien |
| Gegründet | 23. Mai 1994, Flugbetrieb ab Dezember 1994 |
| Iberia-Franchise | seit Mai 1997, Flüge mit Iberia-Flugnummern im Bereich IB8xxx |
| Basen | Valencia (VLC) als Heimatbasis, dazu Madrid (MAD) und Barcelona (BCN); weitere Crew-Basen u. a. auf Mallorca |
| Allianz | oneworld (als Affiliate über Iberia) |
| Flotte (Stand Mitte 2026) | Bombardier CRJ1000 mit 100 Sitzen und ATR 72-600 mit 72 Sitzen; laut Fachpresse rund 38 Flugzeuge, davon 31 CRJ1000 und 7 ATR, später ergänzt um zwei CRJ1000 von CityJet |
| Kennzeichen | spanisch, Präfix EC- |
| Konzern | seit 2023 mit CityJet in der Gruppe SARA (Strategic Alliance of Regional Airlines) verbunden; Mehrheit bei den Air-Nostrum-Eigentümern |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air Nostrum?
- Iberia-Bemalung mit rot-gelbem Leitwerk – aber Regionaljet oder Turboprop statt Airbus
- Hinweis auf „Iberia Regional“ bzw. Air Nostrum am Rumpf, der eigene Airline-Name tritt optisch zurück
- CRJ1000: langer, schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk
- ATR 72-600: Schulterdecker mit zwei Propellern und T-Leitwerk
- Spanisches Kennzeichen mit EC-, auf dem Tracker der ICAO-Code ANE
- Flugnummer im Bereich IB8xxx statt der normalen Iberia-Nummern
Du stehst in Madrid oder auf Mallorca, ein Flugzeug in Iberia-Farben rollt heran – und es ist kein Airbus, sondern ein langer, schlanker Regionaljet oder ein Turboprop. Dann hast du sehr wahrscheinlich Air Nostrum vor der Linse. Die Airline aus Valencia fliegt seit Jahrzehnten als Iberia Regional und ist damit einer der Fälle, bei denen Marke und durchführende Airline auseinanderfallen. Hier erfährst du, wie du Air Nostrum sauber zuordnest.
Iberia Regional sauber im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Flugzeugtyp, Airline und Spot fest – so landet jeder CRJ1000 von Air Nostrum als eigener Eintrag in deiner Sammlung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Nostrum im Überblick
Air Nostrum ist eine spanische Regionalairline mit Sitz in Quart de Poblet, gleich neben dem Flughafen Valencia. Der volle Name lautet Air Nostrum Líneas Aéreas del Mediterráneo – das „Mediterráneo“ verrät die Herkunft von der spanischen Mittelmeerküste. Gegründet wurde die Gesellschaft im Mai 1994, den Flugbetrieb nahm sie im Dezember desselben Jahres auf.
Die Weiche für alles Weitere stellte das Jahr 1997: Seit Mai fliegt Air Nostrum als Franchisepartner von Iberia und ist darüber an die Allianz oneworld angebunden. Seitdem verkauft Iberia die Flüge unter eigener Flugnummer, und Air Nostrum fliegt sie unter der Marke Iberia Regional. Das Prinzip ist bis heute gleich geblieben: Air Nostrum übernimmt Strecken, auf denen sich größere Flugzeuge nicht lohnen oder auf denen viele Frequenzen gefragt sind – typische Beispiele sind Inlandsverbindungen zwischen kleineren Städten, Flüge zwischen den Balearen-Inseln und Verbindungen von Melilla aufs Festland.
In den vergangenen Jahren ist diese Rolle eher gewachsen. Iberia konzentriert sich innerhalb der International Airlines Group stärker auf Mittel- und Langstrecke und gibt nachfragearme Inlandsrouten an Regionalpartner ab. Ein Beispiel aus dem Frühjahr 2026: Die Strecke Madrid–Asturias wurde laut Fachpresse im März vollständig mit Air-Nostrum-Flugzeugen bedient.
Nach eigenen Angaben verbindet Air Nostrum rund 60 Flughäfen in neun Ländern in Europa und Nordafrika. Neben dem Linienverkehr bietet die Airline Charterflüge und vermietet Flugzeuge mit oder ohne Crew an andere Airlines – das Prinzip erklärt der Artikel Wet-Lease erklärt. Der Wartungsbetrieb ANEM (Air Nostrum Engineering and Maintenance) übernimmt auch Aufträge von Dritten.
Codes, Flugnummern und Rufzeichen
Bei Air Nostrum lohnt sich ein genauer Blick auf die Codes, denn hier kommen zwei Airlines zusammen:
- IATA-Code YW: der eigene Code von Air Nostrum. Du siehst ihn vor allem bei Charterflügen oder in Branchendatenbanken.
- Iberia-Flugnummern IB8xxx: Unter diesen Nummern werden die Iberia-Regional-Flüge verkauft. Steht auf der Anzeigetafel ein Iberia-Flug mit einer Nummer ab 8000, steckt fast immer Air Nostrum dahinter.
- ICAO-Code ANE: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf vielen Flugtrackern.
- Rufzeichen AIR NOSTRUM: So meldet sich die Besatzung im Funk.
Dieses Prinzip ist mit einem Codeshare verwandt, aber nicht dasselbe: Bei einer Franchise fliegt der Partner dauerhaft im Auftritt der großen Marke. Wie Codeshares grundsätzlich funktionieren, erklärt der Artikel Codeshare-Flüge erklärt.
Tracker richtig lesen
Suchst du auf einem Flugtracker nach einem Iberia-Flug und siehst als Betreiber ANE statt IBE, hast du einen Iberia-Regional-Flug von Air Nostrum gefunden. Wie du ADS-B-Daten am Spot sinnvoll nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: CRJ1000 und ATR 72-600
Die Flotte ist heute auf zwei Typen reduziert. Laut einem Fachbericht vom Juni 2026 bestand sie aus 38 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von rund 11,5 Jahren. Im Sommer 2026 übernahm Air Nostrum zusätzlich zwei CRJ1000 von CityJet, die zuvor im Wet-Lease für SAS unterwegs waren und jetzt mit spanischen Kennzeichen fliegen.
| Typ | Anzahl (Mitte 2026) | Sitze | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Bombardier CRJ1000 | 31, danach zwei weitere von CityJet | 100 | Rückgrat der Flotte auf Inlands- und Inselstrecken | Längster Typ der CRJ-Familie, Triebwerke am Heck |
| ATR 72-600 | 7 | 72 | Kurze Strecken mit geringerer Nachfrage | Turboprop mit hoch angesetztem Flügel |
Der Bombardier CRJ1000 ist das Arbeitspferd. Mit 100 Sitzen ist er die größte Version der CRJ-Familie von Bombardier und für Air Nostrum ideal: genug Kapazität für Strecken wie Madrid oder Barcelona in die Regionen, aber deutlich kleiner als ein Airbus der A320-Familie. Die ATR 72-600 von ATR übernimmt kürzere Verbindungen, auf denen sich ein Turboprop wirtschaftlicher fliegt als ein Jet.
Wie es mit der Flotte weitergeht, ist offen. Air Nostrum prüft laut Fachpresse, ob die CRJ1000 mit großen Wartungsprogrammen länger fliegen oder durch eine neue Generation ersetzt werden. Als Kandidaten werden die Embraer-E2-Familie wie die E195-E2 und der Airbus A220 genannt; eine Entscheidung gab es bis Mitte 2026 nicht. Ein Sonderfall ist das Luftschiff Airlander 10 von Hybrid Air Vehicles, für das Air Nostrum 2022 zehn Exemplare reservierte und die Reservierung 2023 auf zwanzig verdoppelte. Ob und wann daraus Linienbetrieb wird, ist nicht absehbar.
Dir fehlt noch eine Air-Nostrum-ATR?
Setz Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Historische Flotte: von Fokker 50 bis CRJ900
Wer ältere Spotterfotos aus Spanien durchsieht, findet bei Air Nostrum eine erstaunlich bunte Typenliste. Die heute so einheitliche Flotte ist erst über Jahre entstanden:
| Typ | Im Einsatz | Bemerkung |
|---|---|---|
| Fokker 50 | 1995–2006 | Erster großer Turboprop-Typ, zeitweise 38 Exemplare |
| BAe 146 | 1997–2007 | Vierstrahliger Regionaljet |
| ATR 42 | 1997–2015 | Kleine Turboprop-Flotte mit drei Flugzeugen |
| Bombardier CRJ200 | 1998–2025 | Bis zu 37 Flugzeuge, lange das Rückgrat |
| De Havilland Canada Dash 8 | 2001–2011 | Turboprop, bis zu 19 Flugzeuge |
| Bombardier CRJ900 | 2005–2022 | Bis zu 14 Flugzeuge |
Typen wie die Fokker 50 von Fokker oder die Dash 8 von De Havilland Canada sind längst Geschichte. Besonders der CRJ200 prägte das Bild von Iberia Regional über zwei Jahrzehnte. Im Pandemiejahr 2020 kündigte Air Nostrum an, die Flotte deutlich zu verkleinern; damals bestand sie noch aus 49 Flugzeugen, darunter CRJ100/200 und CRJ900. In den folgenden Jahren verschwanden zuerst die CRJ900, die letzten CRJ200 folgten 2025. Fotos dieser Typen in Air-Nostrum- oder Iberia-Regional-Farben sind damit historisch – ein schöner Fund, wenn du alte Archive sortierst.
Konzern: CityJet und SARA
Air Nostrum ist in privater Hand von Unternehmern aus der Region Valencia. Im Juli 2018 kündigten Air Nostrum und die irische CityJet an, sich unter einer gemeinsamen Holding zusammenzuschließen. Abgeschlossen wurde der Zusammenschluss im Oktober 2023: Die neue Gruppe heißt SARA (Strategic Alliance of Regional Airlines), die Anteilseigner von Air Nostrum halten die Mehrheit. Beide Airlines treten weiter unter eigenem Namen auf.
Für Spotter ist das vor allem an Flottenbewegungen sichtbar – etwa an den beiden CityJet-CRJ1000, die 2026 ins spanische Register wechselten. Umgekehrt flog Air Nostrum zeitweise für andere Gesellschaften: Ab Ende 2018 übernahm sie im Wet-Lease Flüge für Brussels Airlines. Früher halfen bei Iberia-Regional-Flügen auch Partner wie Air Nostrums irische Tochter Hibernian und die maltesische Medavia aus; 2020 kündigte die Airline an, diese Flüge fortan nur noch mit eigenen Flugzeugen zu bedienen.
Abseits der Luftfahrt ist Air Nostrum außerdem an Iryo beteiligt, einem privaten Hochgeschwindigkeits-Bahnbetreiber, der seit November 2022 in Spanien fährt.
Achtung Verwechslung
Iberia-Farben heißen nicht automatisch Iberia. Neben Air Nostrum fliegt auch Iberia Express in sehr ähnlicher Optik – allerdings mit Airbus-Jets der A320-Familie. Ein Regionaljet oder Turboprop im Iberia-Look ist dagegen ein sicherer Hinweis auf Air Nostrum.
Woran du Air Nostrum erkennst
Die Flugzeuge tragen die Bemalung von Iberia: weißer Rumpf und das rot-gelbe Leitwerk mit dem Iberia-Symbol. Der Name Air Nostrum tritt dagegen in den Hintergrund. Damit ist das Leitwerk allein kein Unterscheidungsmerkmal – wer Iberia-Fotos nur nach dem Heck sortiert, wirft Air Nostrum, Iberia Express und Iberia leicht in einen Topf.
Die eigentlichen Erkennungszeichen sind deshalb Typ, Kennzeichen und Code:
Typ bestimmen
Regionaljet mit Hecktriebwerken oder Turboprop mit hohem Flügel? Dann ist es in Iberia-Farben praktisch immer Air Nostrum.
Rumpftitel lesen
Achte auf Zusätze wie „Regional“ oder „Air Nostrum“ statt „Iberia Express“ – das deutet auf den Regionalpartner hin.
Kennzeichen notieren
Spanisches EC-Kennzeichen am Heck und am Rumpf. Damit ist jedes Flugzeug eindeutig.
Tracker abgleichen
ICAO-Code ANE und Flugnummer im Bereich IB8xxx bestätigen die Sichtung.
Zwischen den beiden heutigen Typen ist die Unterscheidung einfach: Der CRJ1000 ist ein Jet mit zwei Triebwerken hinten am Rumpf und T-Leitwerk, der ATR 72-600 ein Schulterdecker mit zwei Propellern unter dem Flügel und ebenfalls T-Leitwerk. Schwieriger wird es, wenn du CRJ-Varianten untereinander auseinanderhalten willst. Tipps dafür findest du im Artikel Regionaljets erkennen, für Propellerflugzeuge im Guide ATR und Dash 8 unterscheiden.
Das spricht für den CRJ1000
- Strahltriebwerke am Heck
- Sehr langer, schmaler Rumpf mit vielen kleinen Fenstern
- Tiefdecker mit Winglets
- Auf Trackern als CRJX geführt
Das spricht für die ATR 72-600
- Zwei Propeller unter dem Flügel
- Hoch angesetzter Flügel über dem Rumpf
- Fahrwerk in Verkleidungen seitlich am Rumpf
- Auf Trackern als AT76 geführt
Air Nostrum spotten
Die besten Chancen hast du an den großen Basen. In Valencia ist Air Nostrum zu Hause und prägt den Verkehr deutlich. In Madrid und Barcelona mischen sich die Regionaljets unter den dichten Iberia-, Vueling- und Air-Europa-Verkehr – hier ist der CRJ1000 im Iberia-Look ein guter Kontrast zu den vielen Airbus-Jets. Gute Ausgangspunkte sind La Muñoza in Madrid und der Mirador am Flughafen Barcelona; mehr Hintergrund liefern die Guides zu Madrid-Barajas und Barcelona.
Ein eigener Reiz sind die Balearen. Weil Air Nostrum die Verbindungen zwischen den Inseln fliegt, siehst du die Flugzeuge in Palma de Mallorca ebenso wie in Ibiza und Menorca. Im Sommer treffen sie dort auf massenhaft Ferienflieger aus ganz Europa – mit dem Guide Planespotting auf Mallorca planst du den Tag. Dazu kommen Regionalflughäfen auf dem Festland wie Bilbao oder Sevilla, an denen Air Nostrum Basen unterhält.
Gute Chancen auf Air Nostrum, wenn …
- du in Valencia, Madrid, Barcelona oder auf den Balearen spottest
- im Flugplan viele Iberia-Flüge mit Nummern ab IB8000 stehen
- du kleinere spanische Regionalflughäfen besuchst
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt eine ATR suchst – die Turboprop-Flotte ist klein
- du nach älteren Spotterberichten planst, die noch CRJ200 oder CRJ900 erwähnen
Eher kein Air-Nostrum-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen stehst – Air Nostrum ist fast nur in Spanien und Nordafrika unterwegs
Wer zum ersten Mal in Spanien spottet, sollte die örtlichen Spielregeln kennen. Was erlaubt ist und wo du vorsichtig sein solltest, fasst der Artikel Spotten in Spanien zusammen. Und wenn du Air Nostrum im europäischen Vergleich einordnen willst, hilft der Überblick Regionalairlines in Europa.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, liest du im Artikel Ist Planespotting erlaubt? und im Überblick Spotten im Ausland.
Air Nostrum im spanischen Markt
Im spanischen Luftverkehr füllt Air Nostrum eine klare Nische. Iberia fliegt die großen Inlands- und Europastrecken mit Airbus und die Langstrecke ab Madrid, Iberia Express übernimmt Kurz- und Mittelstrecken mit A320-Familie, und Air Nostrum bedient darunter die Regionen. Konkurrenz kommt von Vueling aus Barcelona, Air Europa und Volotea, die viele kleinere Städte direkt verbindet. Auf den Kanaren übernimmt Binter Canarias mit eigenen Turboprops eine ähnliche Rolle, wie sie Air Nostrum zwischen den Balearen spielt.
Für die Branche ist Air Nostrum eine feste Größe: Die Airline wurde mehrfach von der European Regions Airline Association (ERA) ausgezeichnet und 2011 von Air Transport World zur Regionalairline des Jahres gekürt. Durch die Pandemie musste sie allerdings Flotte und Kosten deutlich zurückfahren und erhielt 2022 Unterstützung über den staatlichen spanischen Rettungsfonds der SEPI.
Häufige Verwechslungen
- Iberia-Farben für Iberia halten – Air Nostrum fliegt im Iberia-Look, erkennbar am Regionaljet oder Turboprop.
- Air Nostrum mit Iberia Express verwechseln – beide sehen ähnlich aus, Iberia Express fliegt aber ausschließlich Airbus-Jets.
- YW auf der Anzeigetafel suchen – die meisten Flüge laufen als IB8xxx, der eigene Code YW taucht kaum auf.
- CRJ1000 als CRJ900 notieren – Air Nostrum hat seit 2022 keine CRJ900 mehr; Kennzeichen und Tracker-Typ schaffen Klarheit.
- Ex-CityJet-Maschinen falsch zuordnen – die übernommenen CRJ1000 fliegen jetzt mit EC-Kennzeichen für Air Nostrum, nicht mehr für CityJet.
- ATR 72-600 mit Dash 8 verwechseln – die ATR hat ihr Fahrwerk in Rumpfverkleidungen, die Dash 8 in den Triebwerksgondeln.
Iberia Regional im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, den CRJ1000 oder die Airline insgesamt, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air Nostrum ist die Airline, die du an spanischen Flughäfen ständig siehst – nur meistens unter falschem Namen. Hinter Iberia Regional steckt eine eigenständige Gesellschaft aus Valencia mit eigenem Code, eigener Flotte und einer langen Typengeschichte von Fokker 50 bis CRJ1000. Wer auf Typ, EC-Kennzeichen und den ICAO-Code ANE achtet, ordnet jede Sichtung sauber zu.
Kurzfazit
Air Nostrum (IATA YW, ICAO ANE) ist Spaniens große Regionalairline aus Valencia und fliegt seit 1997 als Iberia Regional. Ein CRJ1000 oder eine ATR 72-600 in Iberia-Farben ist fast immer Air Nostrum.
Zusammenfassung
- Air Nostrum erkennst du daran, dass ein Flugzeug in Iberia-Farben ein Regionaljet oder Turboprop ist.
- Wichtigster Typ ist der Bombardier CRJ1000 mit 100 Sitzen; dazu kommt eine kleinere Flotte ATR 72-600.
- Die Flüge laufen unter IB-Flugnummern im Bereich IB8xxx, durchgeführt werden sie unter dem ICAO-Code ANE.
- Spotten kannst du Air Nostrum vor allem in Valencia, Madrid, Barcelona, auf den Balearen und an kleineren spanischen Regionalflughäfen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air Nostrum?
Der IATA-Code von Air Nostrum ist YW, der ICAO-Code ANE, das Rufzeichen im Funk lautet „AIR NOSTRUM“. Im Alltag siehst du YW aber selten: Die meisten Linienflüge werden als Iberia-Flüge mit Nummern im Bereich IB8xxx verkauft.
Was ist der Unterschied zwischen Air Nostrum und Iberia Regional?
Iberia Regional ist die Marke, Air Nostrum die Airline dahinter. Seit 1997 fliegt Air Nostrum als Franchisepartner von Iberia: Die Flüge erscheinen im Iberia-Flugplan und die Flugzeuge tragen Iberia-Farben, den Flugbetrieb mit eigenen Crews, Flugzeugen und eigener Betriebsgenehmigung übernimmt aber Air Nostrum.
Welche Flugzeuge fliegt Air Nostrum?
Zwei Typen: den Regionaljet Bombardier CRJ1000 mit 100 Sitzen und den Turboprop ATR 72-600 mit 72 Sitzen. Mitte 2026 nannte die Fachpresse 38 Flugzeuge, davon 31 CRJ1000 und 7 ATR; im Sommer kamen zwei CRJ1000 von CityJet dazu. Ältere Typen wie CRJ200, CRJ900, Dash 8 oder Fokker 50 sind ausgemustert.
Gehört Air Nostrum zu einer Allianz?
Ja, indirekt. Air Nostrum ist über die Franchise mit Iberia als Affiliate in oneworld eingebunden. Vielflieger sammeln auf den Flügen deshalb wie bei Iberia Avios.
Wo hat Air Nostrum seine Basis?
Die Heimat ist Valencia: Der Firmensitz liegt in Quart de Poblet unweit des Flughafens. Weitere wichtige Basen sind Madrid und Barcelona, Crews sind zudem unter anderem auf Mallorca stationiert.
Was ist SARA?
SARA steht für Strategic Alliance of Regional Airlines. Die Holding entstand durch den Zusammenschluss von Air Nostrum mit der irischen CityJet, der 2018 angekündigt und 2023 abgeschlossen wurde. Beide Marken bleiben eigenständig, die Mehrheit liegt bei den Air-Nostrum-Eigentümern.
Wie unterscheide ich den CRJ1000 von einem CRJ900?
Am einfachsten über Kennzeichen und Tracker-Typ (CRJX beim CRJ1000, CRJ9 beim CRJ900). Optisch ist der CRJ1000 nochmals gestreckt und wirkt dadurch auffallend lang und schmal. Bei Air Nostrum ist die Frage heute einfach: Die CRJ900 sind seit 2022 ausgeflottet.
Fliegt Air Nostrum nach Deutschland?
Air Nostrum ist vor allem im spanischen Inlandsverkehr, zu den Balearen und nach Nordafrika unterwegs. Für Sichtungen planst du deshalb am besten eine Spanien-Reise ein. Auf Charter- oder Wet-Lease-Einsätzen tauchen die Flugzeuge gelegentlich auch anderswo auf – prüf dafür den aktuellen Flugplan oder einen Flugtracker.
Air Nostrum im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Bombardier CRJ1000
Der CRJ1000 ist das Maximum dessen, was aus dem schlanken Canadair-Rumpf herauszuholen war: rund 39 Meter lang, bis zu 104 Sitze, Triebwerke am Heck. Heute fliegt der größte CRJ fast nur noch in Spanien – so erkennst du ihn und so findest du ihn.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypBombardier CRJ900
Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.
FlugzeugtypBombardier CRJ100/CRJ200
Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.
Weitere Airlines
Iberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
Low-CostIberia Express
Die Kurz- und Mittelstrecken-Tochter von Iberia: reine Airbus-Flotte aus A320 und A321neo, Basis Madrid-Barajas, Zubringer für das Langstreckennetz und oneworld-Affiliate.
Low-CostVueling
Die Low-Cost-Airline aus Barcelona gehört zur IAG: eine Flotte aus der kompletten Airbus-A320-Familie, ein zweites Drehkreuz in Rom und eine Boeing-Bestellung, die das einheitliche Bild aufbricht.
NetzwerkAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
RegionalBinter Canarias
Die Airline der Kanarischen Inseln: ATR-Turboprops im Inselhüpfer-Takt, Embraer E195-E2 für Festland, Madeira und Westafrika – und Flugzeuge mit Namen aus dem kanarischen Alltag.
Low-CostVolotea
Die spanische Low-Cost-Airline der Vueling-Gründer: Direktflüge zwischen mittelgroßen Städten in Frankreich, Italien und Spanien, eine reine Flotte aus Airbus A319 und A320 – und der Werksshuttle für Airbus.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
International Airlines Group (IAG)
Die International Airlines Group ist der Konzern hinter British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und LEVEL. Wer in Heathrow, Madrid, Barcelona oder Dublin spottet, steht mitten im IAG-Revier – sieht den Konzernnamen aber auf keinem einzigen Rumpf.
Allianzoneworld
Die kleinste der drei großen Allianzen mit den größten Namen: British Airways, American, Qatar Airways, Cathay Pacific, Qantas und Co. – und Flugzeugen im oneworld-Design, die Spotter gezielt jagen.
FlughafenFlughafen Valencia
Valencias Flughafen liegt in Manises, rund acht Kilometer westlich der Stadt: eine einzige Bahn, viel Low-Cost- und Regionalverkehr, die Heimat von Air Nostrum – und Spotterplätze an beiden Bahnenden, an denen du sehr nah an die Flugzeuge kommst.
HerstellerBombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
Wo du Air Nostrum vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
La Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas
Südöstlich von Madrid-Barajas, am Rand des Iberia-Technikgeländes La Muñoza, führt ein Schotterweg am Jarama entlang unter den Anflug der Piste 32R. Ein Spot für Spotter mit Geduld: nur bei Nordbetrieb, ohne Infrastruktur, aber mit dem Langstreckenverkehr eines der größten Drehkreuze Europas.
SpotterhügelMirador d'avions an der Piste 24R in Barcelona-El Prat
Am Ostende der Nordbahn von Barcelona-El Prat weist die Gemeinde El Prat Aussichtspunkte für Flugzeugfans aus. Von der kleinen Plattform an der Schwelle 24R und dem Hügel unter dem Anflug siehst du tagsüber fast jede Landung – vom Vueling-Airbus bis zum A380 aus Dubai.
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