McDonnell Douglas MD-80

Lang wie eine Zigarre, zwei kräftige Triebwerke am Heck: Die MD-80-Familie war von 1980 bis in die 2010er-Jahre ein Standardjet in Europa und den USA. So unterscheidest du MD-81, -82, -83, -87 und -88 und findest heute noch einen „Mad Dog“.

Auch bekannt als: MD-80-Familie · DC-9-80 · DC-9 Super 80 · Super 80 · Mad Dog · MD-81 · MD-82 · MD-83 · MD-87 · MD-88 · DC-9-81 · DC-9-82 · DC-9-83 · DC-9-87

USAMcDonnell DouglasHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: MD81, MD82, MD83, MD87, MD8812 Min. Lesezeit

1979

Erstflug

1.191

gebaute Maschinen

5

Versionen MD-81 bis MD-88

2023

letzter Einsatz in Europa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die MD-80 ist die gestreckte Weiterentwicklung der DC-9 – Erstflug 1979 als DC-9 Super 80, Liniendienst ab Oktober 1980 bei Swissair.
  • Fünf Versionen: MD-81, MD-82, MD-83 und MD-88 teilen den langen Rumpf, die MD-87 ist rund 5 m kürzer. Die MD-82 war mit 539 Exemplaren der Bestseller.
  • Erkennungsformel: T-Leitwerk, dicke JT8D-200-Gondeln am Heck und ein auffallend langer Rumpf – bei der kurzen MD-87 hilft der Blick auf die Flossenspitze.
  • In Europa prägten Swissair, Austrian, SAS, Alitalia, Iberia und Spanair den Typ. Der letzte europäische Betreiber, European Air Charter aus Bulgarien, musterte die MD-82 im Oktober 2023 aus.
  • Heute fliegt der „Mad Dog“ vor allem in Lateinamerika, Afrika und im Iran, außerdem als Frachter, Charterjet und als Löschflugzeug auf Basis der MD-87.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die MD-80-Familie?
  2. 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  3. 3.Die Versionen im Überblick
  4. 4.MD-80, DC-9, MD-90 oder 717?
  5. 5.Die MD-80 in Europa und im DACH-Raum
  6. 6.Verbleib: Wo die MD-80 heute noch fliegt
  7. 7.MD-80 im Museum
  8. 8.Fototipps für den Mad Dog
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerMcDonnell Douglas (Long Beach, Kalifornien); Lizenzmontage einzelner MD-82 in Shanghai
FamilieMD-81, MD-82, MD-83, MD-87 und MD-88; Vorgänger DC-9, Nachfolger MD-90 und Boeing 717
ICAO-TypcodesMD81, MD82, MD83, MD87, MD88
Erstflug18. Oktober 1979 (als DC-9 Super 80)
Indienststellung10. Oktober 1980 bei Swissair (Zürich–London-Heathrow)
Triebwerke2 × Pratt & Whitney JT8D-200 am Rumpfheck, je nach Version rund 82 bis 93 kN Schub
Längerund 45,1 m (MD-81/82/83/88), rund 39,8 m (MD-87)
Spannweiterund 32,8 m
Höherund 9,0 m (MD-87: rund 9,3 m)
Sitzplätzelange Versionen typisch rund 155 in einer Klasse (maximal 172), MD-87 rund 130 (maximal 139)
Max. Startgewichtrund 63,5 t (MD-81) bis rund 72,6 t (MD-83)
Reichweiteje nach Version grob 3.300 bis 4.700 km, MD-87 mit Zusatztanks mehr
Cockpitzwei Piloten; überwiegend analog, MD-88 mit EFIS-Bildschirmen
Produktion1.191 Maschinen von 1979 bis 1999
StatusHistorisch im europäischen Linienverkehr (letzter Betreiber 2023); laut Wikipedia im August 2025 weltweit noch rund 100 Maschinen aktiv

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • T-Leitwerk hoch oben auf der Seitenflosse, zwei Triebwerke seitlich am Rumpfheck
  • Sehr langer, schlanker Rumpf – bei MD-81, -82, -83 und -88 rund 45 m, die Maschine wirkt wie eine Zigarre
  • Dicke, lange Triebwerksgondeln der JT8D-200, sichtbar kräftiger als bei der DC-9
  • Flügel ohne Winglets, im Vergleich zur DC-9 größer und weiter auslaufend
  • MD-87: deutlich kürzerer Rumpf mit den dicken Gondeln und einer kleinen Verlängerung der Flosse über dem Höhenleitwerk
  • Flach auslaufender Heckkonus, Hecktreppe bei vielen Maschinen an der Rumpfunterseite

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein langer, schlanker Rumpf, zwei kräftige Triebwerke hinten am Heck, das Höhenleitwerk ganz oben auf der Flosse: Mit diesem Bild flogen in den 1980er- und 1990er-Jahren Swissair, Austrian, SAS und Alitalia durch Europa. Die McDonnell Douglas MD-80 ist die gestreckte Enkelin der DC-9 und mit über 1.100 gebauten Exemplaren eine der erfolgreichsten Kurz- und Mittelstreckenfamilien ihrer Zeit. Hier erfährst du, wie die Familie entstand, wie du MD-81, -82, -83, -87 und -88 auseinanderhältst, welche europäischen Airlines sie flogen und wo du einen „Mad Dog“ heute noch erwischst.

Einen Mad Dog erwischt? Ab in den Hangar.

Mit Planetrack postest du deine MD-80-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot und hakst den Klassiker in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist die MD-80-Familie?

Die MD-80 ist ein zweistrahliger Schmalrumpfjet für kurze und mittlere Strecken. Ein Gang, in der Economy fünf Sitze pro Reihe, je nach Version typisch rund 155 und maximal 172 Passagiere – damit lag sie ein gutes Stück über den größten DC-9. Im Cockpit sitzen zwei Piloten.

Entstanden ist sie aus der DC-9. Ende der 1970er-Jahre wollte McDonnell Douglas mehr Sitze und mehr Reichweite aus dem bewährten Konzept holen, ohne einen komplett neuen Jet zu entwickeln. Der Rumpf wurde gegenüber der DC-9-50 noch einmal deutlich verlängert, der Flügel bekam an Wurzel und Spitze zusätzliche Segmente und wurde dadurch rund 28 Prozent größer. Dazu kamen die leiseren und sparsameren Triebwerke der Pratt & Whitney JT8D-200-Serie.

Zuerst hieß das Projekt schlicht DC-9 Serie 80, später DC-9 Super 80. Der Erstflug fand am 18. Oktober 1979 in Long Beach statt. Am 10. Oktober 1980 nahm Swissair den Liniendienst auf, der erste Flug ging von Zürich nach London-Heathrow. Erst im Juli 1983 stellte McDonnell Douglas auf die Bezeichnung MD-80 um. In den Zulassungspapieren blieb es aus Kostengründen beim DC-9-Namen – deshalb tauchen Bezeichnungen wie DC-9-82 bis heute in Registern auf.

Bis 1999 entstanden 1.191 Maschinen. Einen kleinen Teil montierte der chinesische Partner in Shanghai aus Bausätzen. Danach ging die Linie mit der MD-90 und der Boeing 717 weiter, nachdem McDonnell Douglas 1997 in Boeing aufgegangen war.

1.191gebaute MD-80 von 1979 bis 1999
539MD-82 – die meistgebaute Version der Familie
≈ 100aktive Maschinen weltweit laut Wikipedia, Stand August 2025

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Hecktriebwerke und T-Leitwerk teilt sich die MD-80 mit ihrer ganzen Verwandtschaft. Drei Blicke grenzen sie trotzdem sicher ein.

Grundform prüfen

Zwei Triebwerke seitlich am Rumpfende, Höhenleitwerk ganz oben auf der Flosse, unter den Flügeln hängt nichts. Damit bist du in der DC-9-Familie oder bei einem ihrer Zeitgenossen.

Gondeln ansehen

Die JT8D-200-Gondeln sind lang und deutlich dicker als die schlanken Röhren der DC-9. Wirken sie dagegen kurz, rund und groß im Durchmesser, steht vor dir eher eine MD-90 oder Boeing 717.

Länge schätzen

Die langen MD-80 sind mit rund 45 m auffallend gestreckt, der Abstand zwischen Flügel und Leitwerk wirkt enorm. Ist die Maschine sichtbar kürzer, aber mit dicken Gondeln, bist du bei der MD-87.

Am Ende bestätigt das Kennzeichen die genaue Version. Wie du Registrierungen liest und zurückverfolgst, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Wie alt deine Maschine ist, findest du mit Flugzeugalter herausfinden heraus.

Praxis-Tipp: Achte auf die Flossenspitze

Die MD-87 trägt über dem Höhenleitwerk eine kleine Verlängerung der Seitenflosse. Auf einem scharfen Seitenfoto ist das oft das schnellste Merkmal, um sie von einer DC-9-50 oder einer langen MD-80 zu unterscheiden.

Die Versionen im Überblick

Alle Versionen fliegen mit Triebwerken der JT8D-200-Familie von Pratt & Whitney. Unterschiede gibt es bei Schub, Gewicht, Tankvolumen und Cockpit.

Version Ausgeliefert Länge Erstbetreiber / Einführung Besonderheit
MD-81 132 rund 45,1 m Swissair, Oktober 1980 Ausgangsversion, JT8D-209
MD-82 539 (+30 MD-82T) rund 45,1 m Republic Airlines, August 1981 stärkere JT8D-217, Bestseller
MD-83 265 rund 45,1 m Alaska Airlines, Februar 1985 mehr Treibstoff und Gewicht, längste Reichweite
MD-87 75 rund 39,8 m Austrian Airlines, November 1987 kurzer Rumpf, verlängerte Flosse
MD-88 150 rund 45,1 m Delta Air Lines, Januar 1988 EFIS-Cockpit, eigene Zulassung

MD-81: Die Urversion mit JT8D-209-Triebwerken. Swissair und Austrian gehörten zu den ersten Kunden, in den USA blieb sie eher die Ausnahme. Mit einem maximalen Startgewicht von rund 63,5 t war sie die leichteste lange MD-80.

MD-82: Stärkere Triebwerke und mehr Startgewicht machten sie für heiße Flughäfen und volle Kabinen attraktiv. Die MD-82 wurde zum Rückgrat großer Flotten bei American Airlines, Alitalia und vielen Ferienfliegern. Die in China montierten Maschinen und die Variante MD-82T gehören ebenfalls zu dieser Version.

MD-83: Zusätzliche Tanks und ein höheres Startgewicht von rund 72,6 t brachten die größte Reichweite der langen Versionen. Erstbetreiberin war Alaska Airlines. In Europa war die MD-83 bei Charterairlines beliebt, weil sie Urlaubsziele am Mittelmeer und auf den Kanaren ohne Zwischenlandung erreichte.

MD-87: Die kurze Version für dünnere Strecken. Der Rumpf ist rund 5,3 m kürzer, dafür gibt es eine verlängerte Flosse und den flacheren Heckkonus, der später bei allen MD-80 Standard wurde. Erstbetreiberin war Austrian Airlines, dazu kamen unter anderem SAS, Iberia und Aero Lloyd.

MD-88: Die letzte Version, angestoßen von Delta Air Lines. Außen gleicht sie der MD-82 und MD-83, innen bekam sie ein Cockpit mit EFIS-Bildschirmen und eine modernisierte Kabine. Als einzige Version wurde sie direkt unter dem MD-Namen zugelassen. Neben Delta flog auch Iberia die MD-88.

MD-80 als Löschflugzeug

Mehrere ehemalige MD-87 fliegen heute als Löschflugzeuge. Der US-Betreiber Erickson Aero Tanker ließ ab 2013 frühere SAS-Maschinen zu Tankern für Löschmittel umbauen. Eine solche MD-87 flog Ende 2023 auch in Chile für die Waldbrandsaison.

MD-80, DC-9, MD-90 oder 717?

Die meisten Verwechslungen passieren innerhalb der Familie. Der Finder hilft beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: Hecktriebwerks-Jet aus Long Beach

Drei Fragen, eine Einschätzung. Kennzeichen oder Typcode haben das letzte Wort.

Wahrscheinlich

MD-81, MD-82, MD-83 oder MD-88

Lange Zigarre mit kräftigen JT8D-200-Gondeln: Das ist eine lange MD-80. Welche Version genau, verrät das Kennzeichen oder der ICAO-Code im Tracking.

Wahrscheinlich

MD-87

Kürzerer Rumpf, dicke Gondeln und die verlängerte Flosse sprechen für die MD-87.

Wahrscheinlich

DC-9

Schlanke Gondeln und ein kompakter Rumpf deuten auf die DC-9, die Mutter der Familie.

Wahrscheinlich

MD-90 oder Boeing 717

Große, runde Triebwerke sind das Bild der MD-90 mit langem Rumpf oder der kompakten Boeing 717.

Merkmal DC-9-50 MD-82/83 MD-87 MD-90
Triebwerke P&W JT8D, schlank P&W JT8D-200, kräftig P&W JT8D-200, kräftig IAE V2500, groß und rund
Länge rund 40,7 m rund 45,1 m rund 39,8 m etwas länger als die MD-82
Flossenspitze ohne Verlängerung ohne Verlängerung mit Verlängerung kein Hauptmerkmal, Triebwerke entscheiden
Cockpit analog analog (MD-88: EFIS) überwiegend analog Glascockpit

Außerhalb der Familie bleibt die Verwechslungsgefahr überschaubar. Die britische BAC One-Eleven und die Fokker 100 haben zwar ebenfalls Hecktriebwerke und T-Leitwerk, sind aber viel kürzer – und die Fokker zeigt am Rumpfende ihre seitlich aufklappenden Bremsklappen. Die Boeing 737-300, der große Konkurrent in den 1980er-Jahren, trägt die Triebwerke unter den Flügeln.

Die MD-80 in Europa und im DACH-Raum

In Europa wurde die MD-80 zum typischen Jet der 1980er- und 1990er-Jahre – vor allem bei Airlines, die schon mit der DC-9 gute Erfahrungen gemacht hatten.

Schweiz: Swissair hatte die DC-9-81 schon 1977 bestellt und war damit Erstkundin der ganzen Familie. Am 10. Oktober 1980 startete der erste Linienflug ab Zürich. Später setzte auch Crossair ab 1995 rund ein Dutzend MD-83 ein, bis die Airline 2002 in Swiss aufging. Am Flughafen Zürich gehörte die MD-80 damit über mehr als zwei Jahrzehnte zum Alltag.

Österreich: Austrian Airlines war Erstbetreiberin der MD-87 und flog rund 25 Jahre lang Maschinen der Versionen MD-81, -82, -83 und -87. Mit der Ausmusterung der letzten MD-83 im Juni 2005 endete diese Ära. Am Flughafen Wien war die rot-weiß-rote MD-80 lange ein vertrautes Bild.

Deutschland: Lufthansa blieb bei der Boeing 737, deshalb spielte die MD-80 in Deutschland vor allem im Urlaubsverkehr eine Rolle. Der bekannteste Betreiber war Aero Lloyd, der von der DC-9 auf MD-83 und MD-87 umstieg. Dazu kamen zahlreiche ausländische Charterflieger, die mit MD-82 und MD-83 deutsche Flughäfen ansteuerten.

Skandinavien: SAS betrieb Mitte der 1990er-Jahre mit über 70 Maschinen eine der größten MD-80-Flotten der Welt. Den letzten Linienflug flog SAS Ende Oktober 2013 zwischen dem Flughafen Stockholm-Arlanda und dem Flughafen Kopenhagen. Auch Finnair setzte MD-80 ein.

Südeuropa: Alitalia flog rund 90 MD-82 von 1983 bis 2012 und prägte damit über Jahrzehnte das Bild am Flughafen Rom-Fiumicino und am Flughafen Mailand-Linate. In Italien flog außerdem Meridiana die MD-82. In Spanien setzten Iberia mit MD-87 und MD-88, ihre Inlandsschwester Aviaco und vor allem Spanair große MD-80-Flotten ein. Viele dieser Airlines trugen Lackierungen, die heute Kultstatus haben – mehr dazu in Legendäre Airline-Lackierungen.

Keine regulären MD-80 mehr in Europa

Die bulgarische European Air Charter musterte ihre letzte MD-82 im Oktober 2023 aus und war damit der letzte europäische Betreiber. Stand Oktober 2026 setzt keine europäische Airline die MD-80 regulär ein. Eine Sichtung im DACH-Raum wäre ein seltener Ausnahmefall, etwa bei einer Überführung.

Verbleib: Wo die MD-80 heute noch fliegt

In den USA war die MD-80 lange das Arbeitspferd der großen Netzwerkairlines. American Airlines flog mit insgesamt mehreren Hundert Maschinen die größte Flotte überhaupt und beendete den Einsatz am 4. September 2019. Allegiant Air hatte seine MD-80 schon 2018 abgegeben. Delta flog am 2. Juni 2020 die letzten Linienflüge mit MD-88 und MD-90 – die Corona-Pandemie hatte den Abschied beschleunigt.

Laut Wikipedia waren im August 2025 weltweit noch rund 100 MD-80 aktiv. Größter Betreiber war der mexikanische Charter- und Frachtflieger Aeronaves TSM. Weitere Maschinen fliegen im Linienverkehr in Mittel- und Südamerika, etwa bei venezolanischen Airlines wie Laser Airlines und Aeropostal, außerdem in Afrika und im Iran. Dazu kommen Fracht- und Charterjets sowie die Löschflugzeuge auf MD-87-Basis. Wie viele davon im Oktober 2026 noch fliegen, kann sich schnell ändern.

Wenn du gezielt suchen willst, filterst du in einem Tracking-Dienst nach den Codes MD81 bis MD88 – am häufigsten tauchen MD82 und MD83 auf. Wie du dafür Benachrichtigungen einrichtest, erklärt Flugverfolgung: Alarme einrichten. Wie besonders deine Sichtung ist, schätzt du mit Wie selten ist meine Sichtung? ein, und wer selbst noch einmal mitfliegen will, findet Ideen in Seltene Flugzeugtypen als Passagier fliegen.

Keinen Mad Dog mehr verpassen

Leg in Planetrack einen Sichtungs-Alarm für die MD-80 oder ein bestimmtes Kennzeichen an – die App meldet dir, wenn eine passende Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

MD-80 im Museum

Komplette MD-80 sind in Museen noch selten, weil viele Maschinen bis vor Kurzem flogen. Ein paar Ziele lohnen trotzdem:

  • Volandia bei Mailand-Malpensa: Das Museum zeigt eine ehemalige MD-82 von Meridiana mit dem Kennzeichen I-SMEL. Mehr zum Museum auf der Seite Volandia, Infos zum Standort im Spot-Guide Volandia am Flughafen Mailand-Malpensa.
  • Delta Flight Museum in Atlanta: Hier steht die Cockpitsektion der MD-88 N900DE.
  • Tulsa Air and Space Museum: Eine MD-82 dient dort als Kino.
  • Kansas City Downtown Airport: Eine MD-83 in einer TWA-Lackierung der 1990er-Jahre erinnert an Trans World Airlines.

Im deutschsprachigen Raum ist uns nach unseren Recherchen keine komplette MD-80 in einem Museum bekannt. Wo ausgemusterte Jets sonst landen, zeigt der Beitrag Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.

Fototipps für den Mad Dog

Wenn sich die Chance auf eine MD-80 ergibt, zählt jedes Detail. Diese Punkte machen dein Foto später auch für die Bestimmung wertvoll.

Ganze Länge zeigen

Die gestreckte Silhouette ist das Markenzeichen. Eine saubere Seitenansicht zeigt Länge, Fensterreihe und T-Leitwerk und trennt lange MD-80 und MD-87.

Gondeln und Flosse

Eine leicht schräge Ansicht von hinten setzt die kräftigen Triebwerke und die Flossenspitze in Szene – genau die Merkmale, die die Version verraten.

Kennzeichen scharf

MD-80 haben oft lange Vorgeschichten bei mehreren Airlines. Ein klares Bild der Registrierung hilft dir, frühere Betreiber und Lackierungen nachzuverfolgen.

Licht vorab planen

Ein seltener Gast kommt selten zweimal. Prüf vorher, wo die Sonne bei Ankunft steht, damit du nicht im Gegenlicht fotografierst.

Wie du das Licht an deinem Spot berechnest, erklärt Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Weitere Oldtimer und Raritäten stellen Seltene Flugzeuge spotten und Historische Flugzeuge erkennen vor. Wenn du gerade erst mit der Typbestimmung anfängst, hilft Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.

Bereit für die MD-80-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe eine aktive Maschine mit Code MD81 bis MD88 im Tracking gefunden.
  • Ich kenne Ankunftszeit und voraussichtliche Landerichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur erwarteten Ankunftszeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die MD-80, wenn …

  • zwei kräftige, lange Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk zu sehen sind
  • der Rumpf auffallend lang und schlank wirkt
  • die Flügel ohne Winglets enden
  • im Tracking ein Code zwischen MD81 und MD88 steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Maschine eher kurz wirkt – dann prüf MD-87 gegen DC-9-50
  • du nur die Front siehst und die Länge nicht einschätzen kannst
  • die Triebwerke ungewöhnlich groß und rund wirken – denk an die MD-90

Es ist keine MD-80, wenn …

  • die Triebwerke unter den Flügeln hängen – dann bist du etwa bei der Boeing 737-300
  • große runde Triebwerke an einem kompakten Rumpf sitzen – das ist die Boeing 717
  • ein drittes Triebwerk in der Flosse sitzt – dann ist es die große Schwester DC-10 oder die MD-11
  • sich am Heck Bremsklappen seitlich öffnen – dann ist es ein Fokker-Jet

Fazit

Die MD-80 machte aus der DC-9 einen ausgewachsenen Mittelstreckenjet. Der lange Rumpf, das T-Leitwerk und die kräftigen JT8D-200 am Heck ergeben ihr unverwechselbares Bild, die kurze MD-87 erkennst du an Länge und Flossenspitze. Für Swissair, Austrian, SAS, Alitalia und viele Ferienflieger war sie über Jahrzehnte das Rückgrat der Flotte. In Europa ist sie seit 2023 Geschichte, anderswo hält sich der Mad Dog erstaunlich zäh.

Kurzfazit

Lange Zigarre, dicke Hecktriebwerke, T-Leitwerk und keine Winglets: Das ist die MD-80. Fliegend findest du sie heute vor allem in Lateinamerika, Afrika und im Iran – in Europa nur noch im Museum oder als seltenen Überführungsgast.

Zusammenfassung

  • McDonnell Douglas streckte die DC-9 Ende der 1970er-Jahre zur MD-80. Erstflug war am 18. Oktober 1979, bis 1999 entstanden 1.191 Maschinen in fünf Versionen.
  • Langer Rumpf, T-Leitwerk und dicke Hecktriebwerke kennzeichnen die Familie. MD-81, -82, -83 und -88 sehen außen fast gleich aus, nur die MD-87 ist sichtbar kürzer.
  • Swissair und Austrian setzten früh auf die MD-80, SAS und Alitalia betrieben große Flotten. In Europa endete der Linieneinsatz 2023 mit European Air Charter.
  • Stand Oktober 2026 ist jede MD-80-Sichtung in Mitteleuropa eine Ausnahme. Wer den Typ fliegend sehen will, muss nach Amerika, Afrika oder in den Nahen Osten.

Häufige Fragen

Welche ICAO-Typcodes hat die MD-80-Familie?

Jede Version hat einen eigenen Code: MD81, MD82, MD83, MD87 und MD88. Die Vorgängerin DC-9 läuft unter DC91 bis DC95, die Nachfolgerin MD-90 unter eigenem Code.

Warum heißt die MD-80 „Mad Dog“?

Der Spitzname ist ein Wortspiel mit der Abkürzung MD für McDonnell Douglas und wird unter Piloten und Spottern seit Jahrzehnten benutzt. Offiziell war er nie.

Ist die MD-80 eine DC-9?

Technisch ja. Sie startete als DC-9 Serie 80 beziehungsweise DC-9 Super 80 und wurde erst im Juli 1983 in MD-80 umbenannt. In den Musterzulassungen behielten MD-81 bis MD-87 die DC-9-Bezeichnung, etwa DC-9-82. Nur die MD-88 wurde unter dem MD-Namen zugelassen.

Wie unterscheide ich MD-81, MD-82, MD-83 und MD-88?

Von außen kaum. Alle vier haben den gleichen langen Rumpf. Die Unterschiede liegen in Gewicht, Tankvolumen, Triebwerksversion und Cockpit – die MD-88 hat EFIS-Bildschirme. Am Zaun klärst du die Version über das Kennzeichen oder den ICAO-Code im Tracking.

Wie erkenne ich die MD-87?

Sie ist rund 5 m kürzer als die anderen MD-80, behält aber die dicken JT8D-200-Gondeln. Dazu kommt eine kleine Verlängerung der Seitenflosse über dem Höhenleitwerk. Von der ähnlich langen DC-9-50 trennen sie vor allem die kräftigeren Triebwerke und der größere Flügel.

Welche Airlines aus Deutschland, Österreich und der Schweiz flogen die MD-80?

Swissair war 1980 Erstbetreiberin der MD-81, Crossair setzte ab Mitte der 1990er-Jahre MD-83 ein. Austrian Airlines brachte 1987 die MD-87 in den Liniendienst und flog bis 2005 die Versionen MD-81, -82, -83 und -87. In Deutschland war Aero Lloyd mit MD-83 und MD-87 der bekannteste Betreiber.

Fliegt die MD-80 noch?

Ja. Laut Wikipedia waren im August 2025 noch rund 100 Maschinen aktiv, größter Betreiber war der mexikanische Charter- und Frachtflieger Aeronaves TSM. Weitere fliegen in Südamerika, Afrika und im Iran sowie als Löschflugzeuge. In Europa gibt es seit Oktober 2023 keinen regulären Betrieb mehr.

McDonnell Douglas MD-80 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Verwandte Flugzeugtypen

Historisch

McDonnell Douglas DC-9

Zwei Triebwerke am Heck, das Höhenleitwerk oben auf der Flosse: Die DC-9 prägte ab 1965 die Kurzstrecke in Europa und den USA. So erkennst du die Serien 10 bis 50 und trennst sie von MD-80, 717 und One-Eleven.

Historisch

McDonnell Douglas MD-81

Mit ihr fing der „Mad Dog“ an: Die MD-81 war die erste Serienversion der MD-80-Familie und startete 1980 bei Swissair und Austrian in den Liniendienst. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, wer sie flog und warum sie heute eine echte Rarität ist.

Historisch

McDonnell Douglas MD-82

Mehr als jede andere Version prägte die MD-82 das Bild der MD-80-Familie: Hunderte „Super 80“ bei American Airlines, 90 Maschinen bei Alitalia, Lizenzmontage in Shanghai. So erkennst du sie und so findest du heute noch eine.

Historisch

McDonnell Douglas MD-83

Mehr Treibstoff, mehr Gewicht, mehr Reichweite: Die MD-83 war die Langstrecken-Version der MD-80 und flog Urlauber ohne Zwischenstopp ans Mittelmeer und auf die Kanaren. Heute hält sie sich als ACMI-Charterjet und als Frachter.

Historisch

McDonnell Douglas MD-87

Kürzer, moderner im Cockpit und mit einer markanten Flossenspitze: Die MD-87 war die kompakte Version der MD-80-Familie. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, warum Iberia und SAS sie prägten und weshalb sie heute vor allem als Löschflugzeug unterwegs ist.

Historisch

McDonnell Douglas MD-88

Außen eine klassische lange MD-80, innen Bildschirme statt Rundinstrumente: Die MD-88 war die letzte Version der Familie und über drei Jahrzehnte das Arbeitstier von Delta Air Lines. Hier erfährst du, was sie ausmacht und wo du sie heute noch findest.

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Wo du die McDonnell Douglas MD-80 siehst

Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

Passende Guides aus dem Blog

TT

Planetrack Redaktion

Die Flugzeugtypen-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung an Flughäfen, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

← Alle Flugzeugtypen von McDonnell Douglas