Boeing 737-300

Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.

Auch bekannt als: 737 Classic · 737-330 · 737-3H4 · 737-300SF · B 737-300

USABoeingSchmalrumpfflugzeugeICAO-Typcode: B73311 Min. Lesezeit

B733

ICAO-Typcode

1984

Erstflug

1.113

gebaute Exemplare

CFM56-3

Triebwerk

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 737-300 ist die erste Version der 737 Classic – sie brachte das CFM56-Triebwerk an die 737 und rettete damit die Familie in die 1980er.
  • Erkennungsmerkmal Nummer eins sind die unten abgeflachten Triebwerkseinlässe, weil der große Fan sonst unter dem niedrigen Flügel keinen Platz gefunden hätte.
  • Erstkunden waren USAir und Southwest, der Liniendienst begann im Dezember 1984. Bis 1999 entstanden 1.113 Maschinen.
  • In Deutschland prägten Lufthansa, Germania und dba den Typ; Lufthansa verabschiedete ihre letzte 737 im Oktober 2016.
  • Heute triffst du die -300 vor allem als Frachter, umgebaut mit großer Ladetür an der linken Rumpfseite.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Boeing 737-300?
  2. 2.Die Vorgeschichte: Warum Boeing die 737 neu erfand
  3. 3.Erstflug, Zulassung und Erfolg
  4. 4.Die 737-300 in Deutschland: Lufthansa, Germania und dba
  5. 5.Zweites Leben als Frachter
  6. 6.So erkennst du eine 737-300
  7. 7.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  8. 8.Wo du die 737-300 heute siehst
  9. 9.Fototipps für die 737-300
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerBoeing
Familie737 Classic (737-300, -400, -500)
ICAO-TypcodeB733
ProgrammstartMärz 1981 mit Bestellungen von USAir und Southwest Airlines
Rollout17. Januar 1984 in Renton
Erstflug24. Februar 1984
Zulassung (FAA)14. November 1984
Erster LiniendienstDezember 1984 bei Southwest Airlines
Triebwerke2 × CFM International CFM56-3
Längerund 33,4 m
Spannweiterund 28,9 m (ohne nachgerüstete Winglets)
Höherund 11,1 m
Sitzplätzetypisch rund 126 (zwei Klassen) bis 149 (maximal)
Reichweiterund 4.200 km
Produktion1.113 Exemplare, letzte Auslieferung Dezember 1999
StatusIm Passagierdienst weitgehend ausgemustert, als Umbaufrachter noch im Einsatz

Erkennungsmerkmale

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  • Dicke CFM56-Triebwerke mit abgeflachter Unterseite – der Einlass ist nicht rund, sondern unten platt („Hamsterbacke“)
  • Die Triebwerke sitzen auf kurzen Pylonen vor der Flügelvorderkante, nicht mehr dicht unter dem Flügel wie bei 737-100 und -200
  • Rund 33,4 m Rumpf mit einem Notausgang über dem Flügel pro Seite – die längere 737-400 hat zwei
  • Kurzer Flügel mit rund 28,9 m Spannweite, meist ohne Winglets; einige Maschinen tragen nachgerüstete Blended Winglets
  • Rückenflosse (Dorsal Fin) vor dem Seitenleitwerk und das typische schmale Heck der Classic-Generation
  • Als Frachter: große Ladetür links vor dem Flügel und durchgehend fensterlose Seiten

Aktualisiert: Oktober 2026 – Zwei dicke Triebwerke, deren Einlässe unten aussehen, als hätte jemand sie plattgedrückt: Wer in den 1990ern und 2000ern an deutschen Flughäfen stand, kennt dieses Bild. Die Boeing 737-300 war die erste Version der 737 Classic. Mit ihr bekam die 737 das moderne CFM56-Triebwerk, einen längeren Rumpf und eine zweite Karriere, die bis heute nicht ganz vorbei ist. Hier liest du, warum die Triebwerke so seltsam geformt sind, wer die -300 in Deutschland flog, wie sie als Frachter weiterlebt und woran du sie sicher von ihren Schwestern unterscheidest.

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Was ist die Boeing 737-300?

Die 737-300 ist ein zweistrahliger Schmalrumpfjet für Kurz- und Mittelstrecken mit Platz für typischerweise 126 Passagiere in zwei Klassen und bis zu rund 149 in dichter Bestuhlung. Angetrieben wird sie von zwei CFM56-3 des Herstellers CFM International, einem Gemeinschaftsunternehmen von GE und Safran. Die Reichweite liegt bei rund 4.200 Kilometern – genug für Europa-Strecken von Hamburg bis zu den Kanaren mit Reserven.

Zusammen mit der längeren 737-400 und der kürzeren 737-500 bildet sie die Generation der 737 Classic. Davor kamen die 737-100 und 737-200 mit schlanken JT8D-Triebwerken, danach die Next Generation und die MAX. Den großen Überblick über alle Generationen bekommst du im Beitrag Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden, mehr zum Hersteller auf der Seite zu Boeing.

B733ICAO-Typcode der 737-300
1.113gebaute Exemplare zwischen 1984 und 1999
33,4 mRumpflänge – rund 2,9 m mehr als die 737-200

Die Vorgeschichte: Warum Boeing die 737 neu erfand

Ende der 1970er-Jahre war die 737-200 ein Erfolg, aber ihr Antrieb kam in die Jahre. Die JT8D-Triebwerke waren laut und durstig, und mit strengeren Lärmvorschriften und hohen Kerosinpreisen wurde das zum Problem. Gleichzeitig wollten Airlines mehr Sitze pro Flug. Boeing begann deshalb 1979 mit der Entwicklung einer modernisierten 737, die später als Classic bekannt wurde.

Der Kern des Plans war ein neues Triebwerk: das CFM56, ein Turbofan mit hohem Nebenstromverhältnis, deutlich sparsamer und leiser als das JT8D. Das Problem war seine Größe. Die 737 steht traditionell sehr niedrig, damit Fluggäste und Gepäck ohne große Hilfsmittel an Bord kommen. Unter dem Flügel war schlicht kein Platz für einen so großen Fan.

Boeing löste das mit mehreren Kompromissen gleichzeitig. Die Triebwerke wanderten auf Pylonen vor die Flügelvorderkante und nach oben, der Fandurchmesser wurde gegenüber dem Basismodell des CFM56 etwas reduziert, und das Zubehörgetriebe zog von der Unterseite an die Seite der Gondel. Das Ergebnis siehst du bis heute: einen Einlass mit abgeflachter Unterseite, den Spotter liebevoll „Hamsterbacke“ nennen. Mehr zu solchen Details erklärt der Beitrag Triebwerke erkennen.

Auch der Rest des Flugzeugs wurde überarbeitet. Der Rumpf wuchs um rund 2,9 Meter, die Flügelspitzen wurden leicht verlängert, Vorflügel und Klappen angepasst, und das Seitenleitwerk bekam eine Rückenflosse am Übergang zum Rumpf. Innen modernisierte Boeing Kabine und Systeme, ohne die enge Verwandtschaft zur bewährten 737 aufzugeben – ein wichtiges Verkaufsargument für Airlines mit bestehenden -200-Flotten.

Erstflug, Zulassung und Erfolg

Im März 1981 gab es grünes Licht: USAir und Southwest Airlines bestellten je zehn 737-300 mit Optionen auf weitere 20. Der Prototyp rollte am 17. Januar 1984 in Renton aus der Halle und flog am 24. Februar 1984 zum ersten Mal. Die US-Luftfahrtbehörde FAA erteilte die Zulassung am 14. November 1984, Ende November folgten die ersten Auslieferungen, und im Dezember 1984 ging der Typ bei Southwest in den Liniendienst.

Danach ging es schnell. Allein 1985 sammelte Boeing 252 Bestellungen ein, das Spitzenjahr bei den Auslieferungen war 1988 mit 141 Maschinen. Als die letzte 737-300 am 17. Dezember 1999 an Air New Zealand ging, waren 1.113 Exemplare gebaut. Damit war die -300 die meistgebaute Version der Classic-Generation.

Southwest Airlines blieb der wichtigste Betreiber: Die Texaner betrieben insgesamt 195 Exemplare und flogen die -300 bis zum 29. September 2017. An diesem Tag endete mit Flug WN68 von Houston Hobby nach Dallas Love Field die Classic-Ära bei Southwest – kurz bevor die 737 MAX 8 in Dienst ging. Auch US Airways, als USAir Mitstarter des Programms, setzte den Typ lange ein.

Kundennummern lesen lernen

Wie bei allen älteren Boeing-Typen verrät die Kundenbezeichnung den Erstbesteller. Eine 737-330 kam ab Werk zu Lufthansa, eine 737-3H4 zu Southwest. Im Logbuch hilft das, die Geschichte einer Maschine nachzuvollziehen.

Die 737-300 in Deutschland: Lufthansa, Germania und dba

Für deutsche Spotter ist die -300 ein Stück Heimat. Gleich drei Airlines haben sie hierzulande geprägt.

Lufthansa war schon Erstkunde der Ur-737 und blieb dem Muster treu. Ab Mitte der 1980er-Jahre kamen die ersten 737-300 in die Flotte, die Maschinen trugen die Kundenbezeichnung 737-330 und, wie bei Lufthansa üblich, Städtenamen. Bei den Crews hieß die 737 liebevoll „Bobby“. Ein besonderes Kapitel schrieb eine -300 am 10. August 1989, als sie den ersten deutsch-deutschen Linienflug von Frankfurt nach Leipzig durchführte. Fast drei Jahrzehnte prägte der Typ das Europa-Netz von Lufthansa, bis die A320-Familie ihn ablöste. Der letzte Linienflug landete am 29. Oktober 2016 aus Nürnberg in Frankfurt, am 31. Oktober flog die D-ABEC einen Abschiedsflug nach Hamburg, zum Standort von Lufthansa Technik. Insgesamt hat Lufthansa über alle Generationen 148 Boeing 737 betrieben. Mehr zur Rolle der Airline im heutigen Konzern liest du bei der Lufthansa Group.

Germania setzte die -300 ab 1987 ein und flog damit vor allem Urlaubs- und Charterverkehr. 1995 bestellte die Berliner Gesellschaft zwölf Jets der Next Generation als Nachfolger, die erste 737-700 kam 1998. Ganz verschwand die -300 trotzdem lange nicht: Im Sommer 2011 standen noch fünf Exemplare in der Flotte, eins davon flog zum 25. Jubiläum der Marke als „Signature Jet“ mit Unterschriften der Mitarbeitenden am Leitwerk. Ab 2011 kamen bei Germania Airbus A319 dazu, 2012 verließ die letzte -300 die Flotte. 2019 meldete die Airline Insolvenz an.

Deutsche BA, später dba, nahm 1992 ihre ersten 737-300 in Betrieb und flog ab 1998 ausschließlich diesen Typ. Bis zum Ende des eigenständigen Flugbetriebs 2008 gehörte die 737 fest zum Bild an deutschen Inlandsflughäfen.

Airline Einsatz der 737-300 Hinweis
Lufthansa Mitte der 1980er bis Oktober 2016 Kundenbezeichnung 737-330, Städtenamen
Germania 1987 bis 2012 Nachfolger 737-700, ab 2011 auch Airbus A319
Deutsche BA / dba ab 1992, ab 1998 Einheitsflotte Betrieb endete 2008

In Großbritannien zählte Jet2 lange zu den größten europäischen Betreibern der -300. Weitere Kapitel deutscher Airline-Geschichte findest du in der Rückschau auf Air Berlin.

Klassiker auf die Wunschliste

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Zweites Leben als Frachter

Als die großen Airlines ihre -300 ab den 2000er-Jahren abgaben, waren viele Zellen noch lange nicht am Ende. Ihre Größe passt gut für Express- und Postverkehr auf kurzen und mittleren Strecken, also lohnte sich der Umbau. Mehrere Firmen bieten dafür Zulassungen an.

AEI (Aeronautical Engineers Inc.) baut die 737-300SF: eine hydraulisch betriebene Frachttür von rund 2,2 × 3,6 Metern an der linken Rumpfseite, ein Hauptdeck als Frachtabteil und laut Hersteller Platz für zehn Paletten oder Container auf dem Hauptdeck bei bis zu rund 19,5 Tonnen Nutzlast, je nach Ausgangsmodell. Pemco hat ebenfalls zahlreiche -300 umgerüstet, unter anderem über ein Dutzend Classic-Maschinen für die chinesische Frachtairline SF Airlines, bei der -300 mit neun Palettenpositionen. Die Schwester -400 gibt es auf ähnliche Weise als Frachter, mehr zu beiden Umbauten auf der Seite 737-300SF und 737-400SF.

Ein ungewöhnlicher Ableger: Sechs ehemalige Southwest-Maschinen hat Coulson zur 737 FireLiner umgebaut, einem Löschflugzeug, das zusätzlich noch Sitze für Einsatzkräfte behält.

Heute ist die -300 als Frachter vor allem bei kleineren Betreibern und auf regionalen Netzen unterwegs. Für die nächste Generation hat Boeing mit der 737-800BCF eine größere Umbauversion im Programm, die viele Classic-Frachter nach und nach ersetzt. Wie du Frachter allgemein bestimmst, steht im Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.

Flottenstand schwankt

Wie viele 737-300 im Herbst 2026 noch fliegen, ändert sich ständig – Frachter werden abgestellt, verkauft oder ersetzt. Prüf aktuelle Flottendaten, bevor du für eine bestimmte Maschine einen Ausflug planst.

So erkennst du eine 737-300

Im Feld reichen meist drei Schritte, um eine -300 sicher einzuordnen.

Generation bestimmen

Abgeflachte, dicke Triebwerke vor dem Flügel und ein kurzer Flügel ohne Werks-Winglets bedeuten: Classic. Schlanke Röhren dicht am Flügel stehen für die Original-737, ein deutlich längerer Flügel für die NG.

Notausgänge zählen

Ein Notausgang über dem Flügel pro Seite spricht für -300 oder -500, zwei für die -400. Achte dafür auf die Fensterreihe direkt über der Flügelwurzel.

Rumpflänge abschätzen

Die -500 wirkt gedrungen, die -300 ausgewogen. Wenn du unsicher bist, entscheidet das Kennzeichen.

Schnellbestimmung: 737 Classic

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Boeing 737-300

Classic-Triebwerke, ein Notausgang pro Seite und mittlere Länge: Das ist die -300. Hat sie keine Fenster und eine große Tür links, ist es ein Umbaufrachter.

Wahrscheinlich

Boeing 737-400

Gleiche Triebwerke, aber rund drei Meter mehr Rumpf und zwei Notausgänge über dem Flügel.

Wahrscheinlich

Boeing 737-500

Die kürzeste Classic. Sie sieht fast aus wie eine -200 mit dicken Triebwerken.

Wahrscheinlich

Boeing 737-200

Schlanke JT8D-Triebwerke dicht unter dem Flügel gehören zur Original-Generation.

Möglich

Boeing 737 Next Generation

Ein deutlich längerer Flügel, oft mit Winglets, und ein spitz zulaufendes Heck sprechen für eine 737-700 oder -800.

Wie du solche Merkmale systematisch abklopfst, erklärt der Einstieg Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Die gefährlichste Verwechslung ist die mit der 737-700: Beide Rümpfe sind fast gleich lang, und auch die NG hat abgeflachte Triebwerkseinlässe. Der Unterschied liegt im Flügel. Die -700 hat eine Spannweite von über 34 Metern, eine breitere Flügeltiefe und trägt häufig Winglets. Die -300 wirkt daneben kurzflügelig. Auch die nachgerüsteten Blended Winglets mancher -300 helfen nicht allein weiter, dann achtest du auf Flügelform und Heck. Mehr zu Flügelspitzen steht im Beitrag Winglets, Sharklets und Co. erkennen.

Es spricht für eine 737-300, wenn …

  • die Triebwerke dick, unten flach und vor dem Flügel sitzen
  • du genau einen Notausgang über dem Flügel pro Seite zählst
  • der Flügel kurz wirkt und meist keine Winglets hat
  • Tracker oder Flugplan den Code B733 zeigen

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Rumpf etwas kürzer wirkt – das kann eine -500 sein
  • Blended Winglets dran sind – das gibt es bei -300 und NG
  • es ein Frachter ohne Fenster ist – -300SF und -400SF unterscheidest du über die Rumpflänge

Es ist keine 737-300, wenn …

  • schlanke Triebwerke dicht am Flügel hängen – dann ist es eine 737-200
  • zwei Notausgänge pro Seite über dem Flügel sitzen – dann ist es eine 737-400 oder eine NG wie die 737-800
  • die Triebwerke gezackte Hinterkanten haben – dann ist es eine 737 MAX

Wo du die 737-300 heute siehst

Im Passagierverkehr ist die -300 in Europa praktisch verschwunden. Deine besten Chancen hast du heute an Frachtflughäfen und im Nachtverkehr. In Europa lohnt ein Blick an Drehkreuzen wie Lüttich oder Leipzig/Halle, wo kleinere Frachtbetreiber mit älteren Schmalrumpfjets auftauchen. Ob gerade eine -300 dabei ist, hängt vom Flugplan ab – ein Tracker oder ein Alarm auf den Typ spart dir viel Warten. Tipps für die Jagd auf Raritäten findest du in Seltene Flugzeuge spotten.

Wer ein Exemplar ohne Glücksfaktor sehen will, plant einen Museumsbesuch. Die allererste Southwest-Maschine N300SW steht im Frontiers of Flight Museum in Dallas, eine weitere -300 im Pima Air & Space Museum in Tucson. Prüf vor der Reise, ob die Flugzeuge aktuell zugänglich sind.

Bereit für die B733?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe aktuelle Flottendaten zu Frachtern mit 737-300 geprüft.
  • Ich kenne den Flugplan der Nachtfrachter an meinem Flughafen.
  • Ich weiß, wie ich -300, -400 und -500 an den Notausgängen trenne.
  • Ich habe ein Tele mit genug Brennweite für Abendlicht und Dämmerung dabei.
  • Ich habe Wind und Betriebsrichtung für meinen Spot gecheckt.

Fototipps für die 737-300

Hamsterbacken zeigen

Das Typische an der Classic ist der abgeflachte Einlass. Eine Aufnahme schräg von vorn, leicht von unten, setzt ihn am besten in Szene.

Frachttür dokumentieren

Bei Umbaufrachtern gehört die linke Rumpfseite mit der großen Tür ins Bild. So hältst du die Variante eindeutig fest.

Dämmerung nutzen

Frachter kommen oft früh oder spät. Plan mit dem Sonnenstand und arbeite in der blauen Stunde mit höherer ISO statt mit zu langer Belichtungszeit.

Welche Brennweite wofür taugt, erklärt Objektiv und Brennweite fürs Planespotting.

Fazit

Die 737-300 hat die 737 in die Moderne geholt. Mit dem CFM56 wurde der Klassiker leiser und sparsamer, die abgeflachten Triebwerkseinlässe wurden zum Markenzeichen einer ganzen Generation. In Deutschland prägten Lufthansa, Germania und dba den Typ über Jahrzehnte, bevor Airbus und die Next Generation übernahmen. Heute lebt die -300 vor allem als Frachter weiter und ist damit für Spotter eine Rarität, die sich gezielt jagen lässt.

Kurzfazit

Platte Triebwerkseinlässe vor einem kurzen Flügel, ein Notausgang pro Seite und der Code B733: Das ist die 737-300. Im Passagierdienst ist sie fast verschwunden, als Frachter triffst du sie mit etwas Planung noch an – und jede Sichtung ist ein Stück 737-Geschichte.

Zusammenfassung

  • Boeing streckte die 737-200, gab ihr das sparsame und leise CFM56 und einen verlängerten Flügel. Daraus entstand Anfang der 1980er die 737-300.
  • Die abgeflachten Triebwerkseinlässe waren ein technischer Kompromiss und wurden zum Markenzeichen der gesamten Classic-Generation.
  • Lufthansa flog die -300 von Mitte der 1980er bis 2016, Germania von 1987 bis 2012, Deutsche BA stellte 1998 komplett auf den Typ um.
  • Nach dem Passagierdienst bekamen viele -300 als Frachter ein zweites Leben, ersetzt wurde die Version in der Next Generation durch die 737-700.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 737-300?

Die 737-300 läuft unter B733. Die Schwestern der Classic-Generation haben B734 (737-400) und B735 (737-500). Auch umgebaute Frachter behalten den Code B733, in Trackern erkennst du sie also nur über Airline oder Kennzeichen.

Warum sind die Triebwerke der 737-300 unten flach?

Das CFM56 hat einen deutlich größeren Fan als das alte JT8D, die 737 steht aber sehr niedrig. Damit genug Bodenfreiheit bleibt, rückte Boeing das Triebwerk vor den Flügel, verkleinerte den Fan etwas und verlegte Zusatzgeräte von unten an die Seite. So bekam der Einlass seine abgeflachte Unterseite, im Spotterjargon die „Hamsterbacke“.

Wer waren die Erstkunden der 737-300?

Im März 1981 bestellten USAir und Southwest Airlines je zehn Maschinen mit Optionen auf weitere. Die ersten Auslieferungen folgten Ende November 1984, im Dezember 1984 nahm Southwest den Liniendienst auf. Insgesamt betrieb Southwest 195 Exemplare der -300.

Wie unterscheide ich die 737-300 von der 737-400 und -500?

Am einfachsten über Rumpflänge und Notausgänge: Die -400 ist rund drei Meter länger und hat zwei Notausgänge über dem Flügel pro Seite. Die -500 ist kürzer als die -300 und wirkt fast gedrungen. Triebwerke, Cockpit und Flügel sind bei allen drei praktisch gleich.

Fliegt Lufthansa noch die 737-300?

Nein. Lufthansa beendete den 737-Betrieb im Oktober 2016. Der letzte Linienflug landete am 29. Oktober 2016 aus Nürnberg in Frankfurt, zwei Tage später folgte mit der D-ABEC ein Abschiedsflug nach Hamburg zu Lufthansa Technik.

Gibt es die 737-300 noch als Frachter?

Ja. Mehrere Umrüster haben ausgemusterte Passagiermaschinen zu Frachtern umgebaut, etwa AEI mit der 737-300SF und Pemco. Typisch ist eine große Ladetür links vor dem Flügel. Wie viele davon im Herbst 2026 noch fliegen, ändert sich laufend – prüf aktuelle Flottendaten, bevor du gezielt losziehst.

Wo steht eine 737-300 im Museum?

Die erste Southwest-Maschine N300SW ist im Frontiers of Flight Museum in Dallas ausgestellt. Weitere erhaltene Exemplare stehen unter anderem im Pima Air & Space Museum in Tucson. Prüf vor dem Besuch, ob das Flugzeug gerade zugänglich ist.

Boeing 737-300 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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TT

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