Das Wichtigste in Kürze
- Austrian Airlines ist die Netzwerk-Airline Österreichs und bündelt ihren Verkehr am Drehkreuz Wien (VIE).
- Codes: IATA OS, ICAO AUA, Rufzeichen „AUSTRIAN“ – der IATA-Code ist der häufigste Stolperstein.
- Konzern und Allianz: seit 2009 Teil der Lufthansa Group, seit 2000 Mitglied der Star Alliance.
- Die Flotte ist im Umbruch: Embraer 195, ältere Airbus sowie Boeing 767 und 777 gehen, A320neo, A321neo und Boeing 787-9 kommen.
- Langfristig nur noch zwei Familien: A320-Familie auf der Kurz- und Mittelstrecke, Boeing 787-9 auf der Langstrecke.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | OS |
|---|---|
| ICAO-Code | AUA |
| Rufzeichen | AUSTRIAN |
| Drehkreuze | VIE |
| Allianz | Star Alliance |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke |
| Gründung | 30. September 1957 in Wien; erster Linienflug am 31. März 1958 über Zürich nach London |
| Konzern | Lufthansa Group (Übernahme 2009 abgeschlossen) |
| Allianz-Status | Mitglied der Star Alliance seit März 2000 |
| Firmensitz | Auf dem Gelände des Flughafens Wien in Schwechat |
| Flottenfamilien (Stand 2026) | Airbus A320-Familie, Embraer 195, Boeing 767-300ER, 777-200ER und 787-9 |
| Markenzeichen | Rot-weiß-rotes Farbkonzept mit Pfeil-Logo am roten Leitwerk, „Servus“ am Rumpfbauch |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Austrian Airlines?
- Rotes Leitwerk mit weißem Pfeil-Logo, das Rot zieht sich weit in den hinteren Rumpf
- Großer Schriftzug „Austrian“ in kräftiger Schrift am vorderen Rumpf
- Der Gruß „Servus“ auf der Rumpfunterseite – im Überflug gut zu lesen
- Österreichisches Kennzeichen mit OE-, bei den Austrian-Jets meist OE-L…
- Auf dem Tracker Rufzeichen AUA plus Nummer, im Funk „AUSTRIAN“
- Flugnummer beginnt mit OS – nicht mit „AU“ oder „AT“
Aktualisiert: Oktober 2026 – Rotes Leitwerk, weißer Pfeil, „Servus“ auf dem Bauch: Austrian Airlines gehört zu den Airlines, die du auch ohne Fernglas zuordnen kannst. Spannender wird es bei den Codes, denn OS und AUA passen auf den ersten Blick nicht zusammen. Und gerade jetzt lohnt sich ein genauer Blick auf die Flotte, weil Austrian mitten in einem Umbau steckt, an dessen Ende nur noch zwei Flugzeugfamilien übrig bleiben sollen. Diese Seite ordnet die Airline ein, erklärt Codes und Erkennungsmerkmale und zeigt, welche Typen du besser bald fotografierst.
Austrian Airlines im Überblick
Austrian Airlines ist die Netzwerk-Airline Österreichs. Ihr gesamter Verkehr ist auf ein einziges Drehkreuz ausgerichtet: den Flughafen Wien in Schwechat. Von dort fliegt sie Ziele in Europa, im Nahen Osten sowie auf der Langstrecke nach Nordamerika und Asien an. Auf dem Flughafengelände sitzt seit 2007 auch die Unternehmenszentrale.
Seit 2009 gehört Austrian zur Lufthansa Group, gemeinsam mit Lufthansa, Swiss, Brussels Airlines und Eurowings. Schon vorher, im März 2000, war Austrian der Star Alliance beigetreten. Für dich als Spotter heißt das: Austrian-Jets tauchen bevorzugt dort auf, wo der Konzern stark ist, und in Wien selbst stehen viele Star-Alliance-Partner an den Gates nebenan.
Das Geschäftsmodell ist klassisch: Zubringerflüge aus Mittel- und Osteuropa füttern die Langstrecke, Umsteiger aus dem Westen nutzen Wien als Tor nach Osten. Genau diese Lage zwischen West- und Osteuropa ist seit Jahrzehnten das Argument des Drehkreuzes.
Codes und Rufzeichen: OS, AUA, AUSTRIAN
Bei kaum einer europäischen Airline führen die Kennungen so oft in die Irre wie bei Austrian. Wer „AU“ oder „AT“ als IATA-Code erwartet, sucht vergeblich.
| Kennung | Wert | Wo du sie siehst |
|---|---|---|
| IATA-Code | OS | Flugnummer auf Anzeigetafel, Ticket und Bordkarte |
| ICAO-Code | AUA | Flugplan, ADS-B-Tracker, Flugsicherung |
| Rufzeichen | AUSTRIAN | Funkverkehr zwischen Cockpit und Lotsen |
| Länderpräfix | OE- | Kennzeichen am Heck und unter den Tragflächen |
| Drehkreuz | VIE | Flughafen Wien-Schwechat |
AUA ist dabei mehr als ein Code: In Österreich ist es seit Jahrzehnten die gängige Kurzbezeichnung der Airline. Offiziell tritt die Gesellschaft unter der Marke „Austrian“ auf, im Alltag und in der Presse hält sich „die AUA“ trotzdem hartnäckig.
Tracker-Tipp: AUA statt OS eingeben
Auf ADS-B-Trackern laufen Flüge meist unter dem ICAO-Rufzeichen, also AUA plus Nummer. Die Suche nach der OS-Flugnummer klappt nicht bei jedem Tracker zuverlässig, mit AUA bist du auf der sicheren Seite. Wie du Tracker sinnvoll für deine Spotting-Planung nutzt, steht im Ratgeber zur Flugverfolgung per ADS-B.
Ein zweiter Stolperstein sind Codeshares und Wet-Leases. Eine Flugnummer mit OS sagt nur, wer den Flug verkauft – nicht zwingend, wer ihn fliegt. So hat Austrian zuletzt Lücken in der Regionalflotte mit Embraer-Jets der Konzernschwester Air Dolomiti geschlossen. Was tatsächlich vor deiner Linse steht, verrät erst das Kennzeichen.
Kurze Geschichte: von der Viscount bis zur Lufthansa Group
Die heutige Austrian Airlines wurde am 30. September 1957 in Wien gegründet. Einen Vorgänger gab es schon in der Zwischenkriegszeit: die 1923 gegründete Österreichische Luftverkehrs AG (ÖLAG), die nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 von der Bildfläche verschwand.
Den ersten Linienflug absolvierte Austrian am 31. März 1958 mit einer gecharterten Vickers Viscount von Wien über Zürich nach London. Danach ging es zügig weiter:
- 1963 kam mit der Sud Aviation Caravelle der erste Jet in die Flotte, im selben Jahr begannen Inlandsflüge.
- Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre ersetzten Maschinen der DC-9-Familie nach und nach Viscount und Caravelle; ab 1980 folgte die DC-9 Super 80.
- 1989 brachte der Airbus A310 die Langstrecke zurück, unter anderem nach New York und Tokio.
- 2000 trat Austrian der Star Alliance bei.
- 2004 wurden die Flugbetriebe von Lauda Air und Austrian zusammengelegt; Lauda Air lebte zunächst als Marke weiter und ging 2012 ganz in Austrian auf.
- 2009 schloss Lufthansa die Übernahme ab.
- 2012 übernahm die Tochter Tyrolean vorübergehend den Flugbetrieb, 2015 kehrte er zu Austrian zurück und Tyrolean wurde mit der Mutter verschmolzen.
Aus der Lauda-Ära stammen übrigens die letzten Boeing 767-300ER von Austrian: Lauda Air hatte sie Ende der 1990er-Jahre fabrikneu übernommen. Lange bleibt dieses Stück Firmengeschichte allerdings nicht mehr vor der Linse.
Lackierung und Erkennungsmerkmale
Das Farbkonzept folgt seit jeher der österreichischen Flagge: Rot-Weiß-Rot. Die aktuelle Fassung geht auf einen Markenrelaunch zurück, den Austrian im April 2018 vorgestellt hat. Erstes Flugzeug im neuen Look war die Boeing 777-200ER mit dem Kennzeichen OE-LPF. Weil die Flotte nur im Rahmen großer Wartungsliegezeiten umlackiert wird, zog sich die Umstellung über Jahre.
Was sich 2018 geändert hat – und woran du die neue von der alten Bemalung unterscheidest:
Leitwerk ansehen
Das Pfeil-Logo sitzt heute groß auf dem roten Seitenleitwerk. Das Rot zieht sich weiter in den hinteren Rumpf hinunter als früher.
Schriftzug lesen
„Austrian“ steht in einer deutlich kräftigeren Schrift und größer am vorderen Rumpf. Der Pfeil ist dort nicht mehr zu finden.
Triebwerke prüfen
Beim neuen Design sind die Triebwerksverkleidungen weiß statt rot – ein schnelles Unterscheidungsmerkmal auf Fotos.
Nach unten schauen
Das „Servus“ auf der Rumpfunterseite ist geblieben. Im Anflug von unten fotografiert, ist es das charmanteste Austrian-Detail.
Austrian pflegt außerdem Sonderbemalungen. Ein Beispiel ist der Airbus A320 mit dem Kennzeichen OE-LBO, der 2019 eine Retro-Lackierung im Stil der 1980er-Jahre erhalten hat. Solche Einzelstücke sind für viele Spotter die eigentlichen Highlights – und genau die Flugzeuge, die du gezielt verfolgen solltest, statt auf Zufall zu hoffen.
Achtung bei Übergangsbemalungen
Gebraucht übernommene Langstreckenjets flogen bei Austrian anfangs nicht immer im vollen Design. Bei einer der ersten Boeing 787-9 wurde der Rumpf zunächst nur teilweise beklebt, das Leitwerk folgte später. Wenn ein Flugzeug „fast“ nach Austrian aussieht, lohnt der Blick aufs Kennzeichen.
Die Flotte 2026: ein Umbau in vollem Gang
Austrian betreibt im Jahr 2026 rund 68 Flugzeuge, verteilt auf fünf Familien. Genau diese Vielfalt will die Airline loswerden: Erklärtes Ziel ist eine Flotte aus nur noch zwei Familien – der Airbus-A320-Familie auf Kurz- und Mittelstrecke und der Boeing 787-9 auf der Langstrecke.
| Typ | Einsatz | Status für Spotter |
|---|---|---|
| Airbus A320ceo | Europa-Strecken | großer Bestand, viele Jets älter als 20 Jahre, werden schrittweise ersetzt |
| Airbus A320neo | Europa-Strecken | weitere fabrikneue Maschinen kommen, die ersten neo sollen später ersetzt werden |
| Airbus A321 / A321neo | Europa-Strecken mit hoher Nachfrage | ältere A321 werden durch A321neo ersetzt |
| Embraer 195 | Inland und kurze Auslandsstrecken | läuft bis Ende 2028 aus |
| Boeing 767-300ER | Langstrecke | letzte Maschinen, Abschied laut Fachpresse bis Ende 2026 |
| Boeing 777-200ER | Langstrecke nach Nordamerika und Asien | größtes Flugzeug der Flotte, wird schrittweise durch die 787-9 ersetzt |
| Boeing 787-9 | Langstrecke | Zukunftsmuster, Flotte wächst |
Kurz- und Mittelstrecke
Das Rückgrat ist die A320-Familie. Die Lufthansa Group hat Austrian elf fabrikneue A320neo und sechs A321neo zugeteilt, die ersten Auslieferungen waren ab Sommer 2026 angekündigt. Ein Teil davon ersetzt die ersten A320neo von Austrian, die mit anderen Triebwerken fliegen – der Konzern will die Flotte vereinheitlichen. Die sechs älteren A321 sollen eins zu eins durch A321neo ersetzt werden, viele A320ceo verschwinden im Laufe der kommenden Jahre. Hersteller-Hintergründe findest du auf der Seite von Airbus.
Die Embraer 195 sind die Jets, mit denen Austrian lange Zeit Inlandsstrecken und kürzere Verbindungen bedient hat. Die Airline gibt sie bis Ende 2028 ab, die meisten wandern innerhalb des Konzerns zu Air Dolomiti, einige werden verkauft. Wie die kleinere Schwester des Typs aufgebaut ist, liest du auf der Seite zur Embraer E190 – die E195 ist die gestreckte Variante derselben Familie.
Langstrecke
Auf der Langstrecke fliegt Austrian drei Boeing-Typen. Die 767-300ER stammen aus der Lauda-Air-Zeit und sind die ältesten Großraumjets der Flotte; ihr Abschied wurde mehrfach verschoben, laut Fachpresse soll der letzte Linienflug nun Anfang Dezember 2026 stattfinden. Die 777-200ER sind die größten Austrian-Flugzeuge und auf den nachfragestarken Routen nach Nordamerika und Asien unterwegs. Auch sie sollen in den kommenden Jahren schrittweise der 787-9 weichen.
Die Zukunft gehört der Boeing 787-9. Die ersten Exemplare hat Austrian 2024 kurzfristig gebraucht übernommen, weitere sind inzwischen eingetroffen, und bis Ende des Jahrzehnts soll die Langstrecke nur noch aus 787-9 bestehen.
Jetzt fotografieren lohnt sich bei …
- Boeing 767-300ER – Abschied laut Fachpresse bis Ende 2026
- Embraer 195 in Austrian-Farben – Ausflottung bis Ende 2028
- älteren A320ceo und A321 – werden schrittweise ersetzt
- Boeing 777-200ER – sollen bis Ende des Jahrzehnts der 787-9 weichen
- Sonderbemalungen wie der Retro-A320 OE-LBO
Hat noch Zeit
- Boeing 787-9 – die Flotte wächst erst
- A320neo und A321neo – kommen gerade neu dazu
Ausflottung nicht verpassen
Mit Planetrack kannst du einzelne Kennzeichen oder Typen beobachten und dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen lassen – ideal, wenn eine 767 oder ein Embraer nur noch selten an deinem Flughafen auftaucht. Die App startet bald; über die Warteliste sicherst du dir frühen Zugang.
Spotting-Tipps: Wo du Austrian vor die Linse bekommst
In Wien
Wien ist der einzige Ort, an dem du die komplette Austrian-Flotte an einem Tag sehen kannst – vom Embraer über die A320-Familie bis zu 777 und 787. Die Langstreckenabflüge konzentrieren sich typischerweise auf bestimmte Tageszeiten; wer gezielt auf Großraumjets aus ist, plant seinen Besuch anhand des Flugplans oder eines Trackers. Welche Pisten gerade genutzt werden, hängt wie überall vom Wind ab – warum das für deinen Standort entscheidend ist, erklärt der Artikel zur Betriebsrichtung am Flughafen.
In Deutschland und der Schweiz
Außerhalb Österreichs triffst du Austrian vor allem an den Drehkreuzen der Konzernschwestern. Zu den Lufthansa-Hubs Frankfurt und München fliegt Austrian ab Wien regelmäßig, ebenso nach Zürich, dem Drehkreuz von Swiss. In München ist der Besucherhügel ein bewährter Standort, um die rot-weiß-roten Jets zwischen Lufthansa-Maschinen herauszupicken. Laut Buchungsportalen steht auch Düsseldorf im Austrian-Netz; prüf vor dem Besuch den aktuellen Flugplan. Von der Besucherterrasse aus hast du die Bewegungen auf dem Vorfeld dann gut im Blick.
Auf diesen Strecken siehst du überwiegend die A320-Familie und – solange sie noch fliegen – Embraer 195. Großraumjets von Austrian sind außerhalb Wiens die Ausnahme.
Bereit für deine Austrian-Session?
- Ich habe auf dem Tracker nach AUA-Flügen gesucht, nicht nach OS.
- Ich weiß, welche Austrian-Flüge in meinem Zeitfenster ankommen oder starten.
- Ich habe die Betriebsrichtung für den Tag geprüft.
- Ich kenne den Sonnenstand an meinem Spot zur geplanten Uhrzeit.
- Ich habe eine Liste der Kennzeichen, die mir noch fehlen.
- Ich notiere zu jedem Foto Kennzeichen, Typ und Ort.
Licht und Perspektive
Das kräftige Rot des Leitwerks wirkt bei seitlichem Licht am besten, im Gegenlicht säuft es schnell ab. Wie du den Sonnenstand für deinen Spot vorab berechnest, zeigt der Ratgeber zum Sonnenstand am Fotospot. Für das „Servus“ auf dem Bauch brauchst du dagegen einen Standort unter der Anflugschneise – ein Motiv, das bei anderen Airlines so nicht existiert.
Wenn du gerade erst anfängst, liefert der Leitfaden Planespotting für Einsteiger die Grundlagen zu Ausrüstung, Spots und Etikette.
Häufige Verwechslungen
- Den IATA-Code erraten – der IATA-Code von Austrian lautet OS. „AU“ oder „AT“ liegen zwar nahe, sind aber falsche Fährten.
- Austrian und Air Dolomiti verwechseln – Embraer-Jets mit OS-Flugnummer können von Air Dolomiti geflogen werden. Kennzeichen und Lackierung zeigen, wer wirklich fliegt.
- Alte und neue Bemalung gleichsetzen – rote Triebwerke und Pfeil am Vorderrumpf deuten auf das ältere Design, weiße Triebwerke und großer Schriftzug auf das aktuelle.
- Jedes OE-Kennzeichen für Austrian halten – OE- steht für Österreich. Auch andere österreichische Betreiber fliegen mit diesem Präfix.
- Austrian für eine Low-Cost-Airline halten – Austrian ist eine Netzwerk-Airline mit Umsteigeverkehr und Langstrecke, die Billigflieger in Wien sind andere Gesellschaften.
- Embraer 195 und E190 gleichsetzen – beide gehören zur selben Familie, die E195 ist aber länger und bietet mehr Sitze.
Fazit
Austrian Airlines ist für Spotter dankbar: Die Bemalung ist eindeutig, das „Servus“ ein Detail mit Wiedererkennungswert, und die Flotte bietet gerade jetzt Abwechslung, die es in ein paar Jahren nicht mehr geben wird. Wer die Codes OS und AUA einmal sauber auseinanderhält, findet jeden Austrian-Flug auf dem Tracker – und kann gezielt die Typen jagen, die bald verschwinden.
Kurzfazit
OS auf der Anzeigetafel, AUA auf dem Tracker, AUSTRIAN im Funk und VIE als Drehkreuz. Wer 767 und Embraer 195 in Rot-Weiß-Rot noch im Archiv haben will, sollte nicht mehr lange warten – die Flotte schrumpft auf A320-Familie und 787-9.
Zusammenfassung
- Austrian erkennst du am roten Leitwerk mit dem Pfeil, am großen „Austrian“-Schriftzug und am „Servus“ auf dem Bauch.
- Auf Trackern suchst du nach AUA, auf der Anzeigetafel nach OS – beide Codes gehören zur selben Airline.
- Wer Boeing 767 oder Embraer 195 in Austrian-Farben noch fotografieren will, sollte nicht zu lange warten: Beide Typen stehen auf der Ausflottungsliste, die 767 sogar schon für Ende 2026.
- Die meisten Austrian-Flüge laufen über Wien; in Deutschland siehst du die rot-weiß-roten Jets vor allem an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Austrian Airlines?
Der IATA-Code ist OS, der ICAO-Code AUA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „AUSTRIAN“. OS taucht in der Flugnummer auf der Anzeigetafel auf, AUA siehst du im Flugplan und auf ADS-B-Trackern.
Warum heißt Austrian im Volksmund AUA?
AUA ist der ICAO-Code der Airline und in Österreich zugleich die gängige Kurzbezeichnung. Offiziell tritt die Gesellschaft heute unter dem Markennamen „Austrian“ auf, der Spitzname hat sich aber gehalten.
Welches Drehkreuz hat Austrian Airlines?
Das Drehkreuz ist der Flughafen Wien (VIE) in Schwechat. Dort sitzt auch die Unternehmenszentrale, und fast das gesamte Streckennetz läuft über Wien.
Zu welcher Allianz gehört Austrian Airlines?
Austrian ist seit März 2000 Mitglied der Star Alliance. Seit 2009 gehört die Airline außerdem zur Lufthansa Group, gemeinsam mit Lufthansa, Swiss, Brussels Airlines und Eurowings.
Welche Flugzeugtypen fliegt Austrian?
Stand 2026 besteht die Flotte aus Airbus A320ceo, A320neo und A321, Embraer 195 sowie auf der Langstrecke Boeing 767-300ER, 777-200ER und 787-9. Die Airline baut um: Embraer, ältere Airbus sowie 767 und 777 werden ersetzt, neue A320neo, A321neo und 787-9 kommen hinzu.
Fliegt Austrian noch die Embraer 195?
Ja, aber nicht mehr lange. Austrian hat angekündigt, die Embraer-Flotte bis Ende 2028 abzugeben. Ein Großteil der Jets wechselt zur Konzernschwester Air Dolomiti, einige werden verkauft. Die erste Maschine hat die Flotte bereits verlassen.
Was bedeutet „Servus“ auf dem Rumpf?
„Servus“ ist eine typisch österreichische Begrüßung. Austrian schreibt das Wort groß auf die Rumpfunterseite – es ist also vor allem bei Überflügen und im Anflug von unten gut zu sehen und hat das Rebranding 2018 überdauert.
Wo kann ich Austrian in Deutschland spotten?
Vor allem an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München, die Austrian regelmäßig ab Wien bedient. Laut Buchungsportalen steht auch Düsseldorf im Austrian-Netz – prüf vor dem Besuch den aktuellen Flugplan. Für die Breite der Flotte – inklusive Langstrecke – führt aber kein Weg an Wien vorbei.
Austrian Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
Weitere Airlines
Lufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
NetzwerkSwiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
Low-CostEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
FerienfliegerCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Lufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
Wo du Austrian Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
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